Die Menschen und die Demut – die Unterwürfigkeit?


Demut oder Angst?
Ein gigantisches Wort. Demut! Demut hat man vor Gott, vor seiner Schöpfung, vor der Macht schlechthin. Und schon geraten wir, ganz unversehens, schon beim ersten Stein, den wir umdrehen, an einen der berühmten Knackpunkte. Denn es geht um die Demut vor dem, was man nicht einschätzen kann, oder was als Macht, schlechthin, eingeschätzt wird. Gott, die Schöpfung ist absolute Macht. Klar. Der steht auf unserer Demutsliste ganz oben. Schwer einzuschätzen, der Typ.


Demut vor Macht?

Und der Gedanke hinter unserer Demut: Wir sind dem Kerl vollständig ausgeliefert – Schau Dich mal um!“ – da ist es am Besten, zu kuschen. (Oder wenigstens so zu tun) So steht der „Liebe Gott“ ungeschlagen auf Platz Eins. Was uns in unserem wirklichen Leben, der Realität, die wir uns abbilden, reichlich wenig schert. Dazu ist er zu weit entfernt. In aller Regel wird man ihn (das sagen Alle!) erst nach dem Tod sehen.

Gott auf Platz Eins

Unsere Demut ist also – was Gott, die Schöpfung anbetrifft – reines Gedankenspiel. Denn diese Machtfigur, diese Machtstruktur, ist zu unberechenbar – unsere Demut gegenüber der Schöpfung entsprießt lediglich einer urgewaltigen Angst. Wie eigentlich alle Demut, die in unserem System gezeigt wird. Und wir sind zutiefst unehrlich, was unsere Demut angeht. Auf Platz No. 1 – ganz unbestritten – steht da nämlich das Goldene Kalb und seine unendlich zahlreiche Verwandtschaft.


Demut ist Hilflosigkeit?
So würde also dem Finanzamt auf unserer Demutsliste der Platz Nummer 1 viel eher zustehen, als dem, was da irgendwie unter „Gott“ läuft. Wir haben die Schöpfung auf ein unerreichbares Podest gestellt, wir stehen in Demut vor einer Idee der übergroßen Angst, die nichts mehr mit unserer Wirklichkeit zu tun hat. Demut – heißt das nicht, seine Hilflosigkeit einzugestehen? Das ist unser erster Gedanke zu Gott: Hilflosigkeit.



Wir beten Algorithmen an?
Wir beten alle möglichen Götzen an, die mit Begrifflichkeiten und Logiksystemen, mit Prämissen und Algorithmen arbeiten, die Gott, die Schöpfung, die Liebe, in der es keine Unterschiede gibt, überhaupt nicht verstehen kann. Und seine Schöpfung der Liebe, die die Wirklichkeit ist, die mit uns ist, können wir nicht erkennen, begraben unter all den Vorausbedingungen, die wir uns erschaffen haben. Und so fühlen wir uns Hilflos – von Gott verlassen – genau das Gegenteil von dem, was die Schöpfung, die Liebe für uns möchte.


Die positive Demut?
Doch birgt das Wort Demut nicht auch Positives? Wenn wir uns die Welt ansehen, die Natur, die Planeten, das wunderbare Zusammenspiel in Symmetrie, das ist etwas, um demütig zu werden. Wahrhaftig. Denn ist unser Universum. Wir haben jeden einzelnen, noch so winzigen Teil dieser Welt erschaffen. Wir können in Demut vor unserer Grandiosität vor uns selber niederknien! Denn alles ist aus Liebe erschaffen. Und die ist Wirklichkeit.


Wir sind die Alleinheit?
Und die Wirklichkeit, die haben wir, zusammen mit dem Schöpfer, der Liebe, gemeinsam erschaffen.Und diese Alleinheit, die wir nicht sehen können, ob all der Demut, die wir anderen Dingen entgegenbringen, ist ungerührt von all dem Unsinn, dem Negativen, das wir uns in unserer schrecklichen Vision des Urteils erschaffen haben. Sanft versucht sie uns aufzuwecken, uns unsere Erinnerung wieder zurückzurufen, bittet uns mild, den uralten Klang wiederzuerkennen – ohne uns dabei dem Wahnsinn anheim fallen zu lassen.

Absolute Demut
Demut vor Gott – der wir selber in Alleinheit sind – ist vollkommen richtig. Doch ist diese Demut absolut. Hier trifft dann auch seltsamerweise ein Satz aus der Bibel zu: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Als auch nicht das Finanzamt oder den Chef der Abteilung in der Firma. Jedwede der Grundsätzlichkeiten, die unser Leben beschneiden, uns von Gott trennen, ist ein Götze in der Sicht der ewigen Liebe.


Fazit
Alles, wirklich alles, was wir in dieser Weltensicht als Demut bezeichnen, außer der Demut in Liebe, der staunenden Ehrfurcht – ist lediglich Unterwürfigkeit. Und diese Unterwürfigkeit wird aus Angst generiert. Demut gebührt lediglich der Liebe. Das ist die Wahrheit und die Wirklichkeit. Jede andere Demut führt in die Blindheit und auf den Weg des Todestraumes, der so schwer auf den Gemütern der Menschen lastet.



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