Ehrfuchtsvolle Dankbarkeit

Teil des Pfades?

Die Dankbarkeit in tiefer Ehrfurcht vor der Schöpfung ist ist ein ausgesprochen wichtiger Teil des Verständnisses auf dem Pfad, wenn nicht gar der Pfad selbst. So scheint auf, dass es wichtig ist, sich selbst mit ehrfurchtsvollem Staunen zu begegnen. Bevor wir uns also ins Nachdenken stürzen, wo in dieser Welt es einen Grund gäbe, dankbar zu sein – vielleicht auch wegen persönlicher Katastrophen – beziehen wir uns auf unseren Körper, unsere Gedanken.

Unser Urwillen?

Ganz egal, wie dieser Körper in der Vergangenheit funktioniert hat, vollkommen nebensächlich, wie er sich in der Zukunft verhält – er ist die Manifestation unseres Urwillens – wir können ihm und allem, was mit ihm zu tun hat, lediglich mit ehrfurchtsvoller, staunender Dankbarkeit gegenüber stehen – denn dieser Körper bietet uns die Möglichkeit unserer menschlichen Erfahrung als schlafender, träumender Gott.

Ein heiliger Tempel?

So also sollten wir den Körper auch in unserem Geist behandeln – als einen heiligen Tempel der Erleuchtung, der uns von der Schöpfung im Jetzt geschenkt wurde. Wir sehen also den Körper, mit all seinen wunderbaren Funktionen im Zusammenspiel – wir leben. Und unser Geist – wahrhaftig eine Sache, vor der wir in staunender Dankbarkeit in die Knie gehen dürfen! WIR SELBST sind uns also Grund zu ehrfurchtsvoller, staunender Dankbarkeit.

Gigantisches Zusammenspiel?

Und weiter: Wir sehen uns die Natur an, ihr Weltendasein. Faszinierend. Grandios. Jedes einzelne, noch so winzige Geschöpf, uns mit eingeschlossen, an seinem Platz, mit seiner Funktion im gigantischen Zusammenspiel der Universen. Die Planeten ziehen ihre Kreise, die Sonnen leuchten. Die Universen expandieren. Wunder-wunderschön. Dies ist uns, ist unserem Geist gegeben. Und es ist wahrhaftig so groß, dass nur Staunen bleibt.

Einspruch?

„So!“ Ein vielleicht dreißigjähriger Mann im Publikum ist aufgestanden. Seine Stimme ist gut verständlich. „Nun hören Sie mal! Ich liege jede Nacht auf einen feuchten Matratze in meinem Kellerappartement. Gestern haben Sie mir den Strom abgeschaltet. Essen kann ich nur Haferflocken und Thunfisch. Und Sie wollen mir jetzt etwas vom Universum und von ehrfürchtiger Dankbarkeit erzählen?“ Mit rotem Kopf setzt er sich.

Antwort?

Die Antwort auf Deine Situation, lieber Bruder, ist die dritte Sache, neben Körper und Geist und Natur, für die wir dankbar sein dürfen. Nämlich Dein freier Wille. Denke nicht, ich sage das im Spaß. Du bist es, der über Dein Leben entscheidet. Entscheidest Du Kleines im Kleinen, lebst Du klein. Entscheidest Du Dich in Liebe für das Große – ist die Schöpfung auf Deiner Seite. Nimmst Du Abstand von Deiner Kleinheit und gehst in das Große – wirst Du auch Großes sein.

Kleines Denken?

Nicht bestimmen die Umstände über Dich – das ist kleines Denken – sondern Du, mit Deinen Gedanken, gefangen in der Kleinheit des dualistischen Situationsdenkens der Zerteilung, generierst das, was Du erlebst. Die Umstände. Und die halten Dich in Deinem feuchten Appartement und stellen Dir auch noch den Strom ab. Bist Du in dieser Situation, weil Du sie liebst? Wenn nicht, dann verlasse sie ganz (vollkommen egal wie) und tue genau das, was Du ehrlich liebst. Es wird Dir gelingen – die Liebe, die Schöpfung, die Universen, werden Dir jede Hilfe geben.

Liebe ist vollständig?

Doch bedenke wohl: Der Schritt in die Liebe, in das vollkommene Vertrauen in die Schöpfung, ist ganz und gar. Ein nur halber, ein Schritt nur zu einem Viertel, ein zögerlicher Schritt, ist zum Scheitern verurteilt. Wo das Chaos des Dualismus herrscht, da ist es vollständig. Gleiches gilt im umgekehrten Sinne, mit vollkommen positiven Vorzeichen, für die Liebe. Es geht also um eine Positionierung. Entweder Du entscheidest Dich für das Kellerappartement und die Haferflocken – oder Du gehst, springst, blind in das Vertrauen. Um auf goldenem Grund zu landen.

Lächelndes Gewahrsein?

Und hier wartet die Erkenntnis. Du siehst, dass die Misere, in der Du Dich befandest, nur von Dir selbst, von Deinen Gedanken, erschaffen, kreiert wurde. Und mit jeder Minute, mit jeder Sekunde, die Du mehr in das Vertrauen, in die Schöpfung, hinein trittst, wird Dir lächelnd gewahr, dass sie Dir tatsächlich in einer Art und Weise hilft, die Du so nie erdacht hättest, – gelangst Du mehr in dieses ehrfurchtsvolle, dankende Staunen.

Ehrfurcht, Dankbarkeit, Staunen.

Fazit

Jeder Augenblick der ehrfurchtsvollen Dankbarkeit ist bis zum Bersten gefüllt mit dem Glück, dies erleben zu dürfen – die Zusammenhänge zu sehen und auch zu begreifen – erhebende Dankbarkeit, ein befreiendes Jauchzen, das tief aus dem Inneren kommt, und doch die Kraft der Universen der Liebe ist. Stetig, allumfassend, liebevoll, gütig und erfüllend. Erhebend. Ja. Das ist das richtige Wort. Es hebt Dich heraus aus Deiner selbst gewählten Kleinheit – in die Größe der Liebe!

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