Das Geheimnis das keines ist

Information nicht hinreichend?

Mit leichter Feder geschrieben, wäre ohne Weiteres zu formulieren, dass das komplette Leben ein Geheimnis ist. Wohl wahr – in gewisser Weise – doch ganz so einfach wollen wir es uns nicht machen. Was ist ein Geheimnis? Ein Rätsel, eine unbeantwortete Frage, etwas übernatürliches, unerklärliches, unlogisches, etwas, das nicht ins bestehende, angewandte Konzept passt. Etwas, das zu verstehen, unsere Information nicht genügend ist.

Subjektives Rätsel?

Sehr deutlich ist es auch, dass es uns vollkommen unserer Meinung obliegt, irgendetwas zum Geheimnis zu erklären. Unsere Meinung begründet sich auf unserem Informationspool, das macht jedes Rätsel zur Gänze subjektiv, individuell, sozusagen privat. Das gilt auch für die großen, die generellen Rätsel – denen wir einfach mehr oder weniger nahe sind. Auch daraus gestaltet jeder von uns sein ganz persönliches Rätsel, seine eigen interpretierte Sinnfindung.

Geheimniskrämerei?

Und das ist letztendlich der Punkt, den wir nutzen können, um mit dieser leidigen Geheimniskrämerei, die doch nichts als Angst in diversen Ebenen erzeugt, aufzuräumen. Wenn wir das möchten. Denn das ist tatsächlich eine Entscheidung – es zeigt sich so, dass tatsächlich in der Gedankenkonstruktion, in der wir uns jetzt befinden -, dem Unbekannten etwas „Heiliges“ anhängt, denn hier definiert sich im Dualismus Gott.

In unendlicher Entfernung?

Ein Geheimnis nämlich ist hier definiert, dass so unverständlich ist, dass wir es anschauen und dann zur Seite räumen, weil es uns für unser Leben nicht sinnvoll erscheint, es ist so weit weg, mehr noch – es wird ohnehin erst mit unserem Tod wirksam. Also konzentrieren wir uns auf unsere „Realität“ die da Tod und Krankheit und Krieg und Schuld und Sünde heißt. Exakt das, was das Ego mit seinem „Geheimnis“seinem unverständlichen Rätsel bezweckt.

Ego – Haken?

Wir haben Wichtigeres zu tun! Nämlich all die anderen Geheimnisse, die das Ego, das „Leben“ für uns bereit hält – erst einmal zu finden, sie dann zu lösen, oder auch nicht, – das bestimmt unser weiteres Dasein. Letztlich: Wie überleben? Und zwar möglichst gut? Sozusagen das große, letzte Rätsel, an dem wir uns alle aufreiben.

Schmaler Wissenskorridor?

Und da gibt es Menschen, denen gelingt es, vermeintlich, tatsächlich, in einer gewissen Terminologie „gut“ zu „überleben“ doch auch da – am Ende immer noch das Rätsel in der großen Sinnfrage ob des Lebens. Wir bewegen in in einem schmalen Korridor unseres Wissens – alles andere ist Rätsel, wird mit Angst betrachtet, man geht ihm aus dem Weg.

Wissen ist Blendwerk?

Unser Wissen – besser unser Nichtwissen – ist also Grund für all die Rätsel, die uns beeinflussen, den Lebensweg vorgeben, Dinge tun und lassen machen. Lasst uns einen Verständnissprung tun! Was, wenn es da kein Wissen gäbe, aus dem all die Rätsel entstehen? Unmöglich, wird man sagen. Doch was, wenn dieses Wissen nur Blendwerk ist, nur Illusion? Dann gäbe es auch keine Rätsel mehr, keine Geheimnisse.

Null-Tendenz?

Und so ist dem auch. Das menschliche Wissen ist eine gigantische Seifenblase mit Null-Tendenz. Ein sich selbst potenzierendes Logikchaos, dass keinerlei Urberechtigung zur Existenz hat. Denn, wenn wir auf den Grund dieses Urteilsdenkens blicken, bis auf den Quell, dann stellen wir fest, dass da lediglich die eine einzige Frage steht, aus deren Nichtbeantwortung unser irrsinniges Denksystem entstanden ist: Nämlich: Was ist Gut und was ist Böse? Eine Frage, die, alleine wenn sie nur gestellt wird, schon den dualistischen Strudel auftut. Die Antwort ist, dass Gott, die Liebe, die Schöpfung in seiner absoluten, alles umfassen Art der Existenz, gar kein Gut und Böse kennt. Da ist nur Liebe.

Keinen Platz im System?

Und die, in ihrer Wirklichkeit, die fehlt eben in unserem Denksystem. Es kann die wahre Liebe, die keine Unterschiede kennt, in einem System, dass sich aus Unterscheidungen definiert, nicht geben. Um die Rätsel aufzulösen, müssen wir wir uns von unserer Denkkonstruktion lösen, ihre Wirklichkeit, die wir so nachhaltig leben, verleugnen. Das bedeutet etwas aufzugeben, das wir unser „Leben“ lang verinnerlicht haben. Keine leichte Angelegenheit.

Nur eine Antwort?

Und so ist dies die einzige und vollkommen einfache Antwort auf alle Geheimnisse und Rätsel des Lebens, die einzig gültige, alles negative auflösende, allumfassende Sache: Die LIEBE. Wenn wir uns der Liebe anvertrauen, das passiert eines Tages, ganz unterschiedslos, in jedem Denken, dann löst sie dieses Denken, dass Geheimnisse kennt, vollkommen auf. Und die zärtliche Wahrheit des Lebens wird deutlich.

Es ist?

Mit dieser Erkenntnis sind alle Rätsel des vorgeblichen „Lebens“ – in dem wir uns ja nach wie vor befinden – aufgelöst, will meinen, wir erkennen sie in ihrer Ganzheit, sehen die Zusammenhänge – die Nichtzusammenhänge. Wir erkennen das bedeutungslose Chaos, dass doch so bedeutungsvoll erscheint. Und wir nehmen das, was da, aus dem Blickwinkel unsrer Unwissenheit betrachtet, vorgeblich aus dem „Aussen“ kommt, einfach an. Es ist. Und wir wissen um seine Bedeutungslosigkeit bis hin zum Begreifen seiner Nichtexistenz.

Lieblose Rätsel?

Solange wir uns also in den vollkommen lieblosen Geheimnissen dieser Welt verstricken, wickeln wir uns selbst in Ketten, in Stahltrosse, die uns unbeweglich halten. Was sich Geheimnis, Mysterium, Rätsel, Verständnislosigkeit nennt – das kommt nicht aus der Schöpfung. Die Schöpfung ist einfach. Rätsel sind nicht das, was die Liebe nutzt – lediglich notwendig, um uns in der Welt des Urteils, sehen zu machen, dass es sie nicht gibt.

Annehmen, sonst nichts?

So dreht es sich schlicht und einfach um das Annehmen der Welt, der Dinge. Im Vertrauen auf die absolute Liebe und ihren vollkommen durchdringend auf unseren Lebenspfad einwirkenden Willen: Uns die alte Melodie der Menschheit wieder hören zu machen. So können wir ebendies in allen vermeintlichen Rätseln erkennen – eine Erkenntnis, ein Wissen – dass uns alle Furcht nimmt. übrig bleibt ehrfurchtsvolles Staunen.

Fazit

Das Ego verkündet, Neugier sei die Triebfeder aller menschlichen Dynamik. Und belässt uns in der Zerteilung der Dinge, in winzigste Partikel, in immer neuer Partitionierung. Lässt uns dort das Große im Kleinen suchen. Ein irrsinniges Unterfangen, das uns ohne Unterbrechung beschäftigt. Der verzweifelte Versuch, die in ihrer Bedeutung zur Illusion verkommenen Splitter der Kristallkugel der Wahrheit wieder zusammenzufügen. Nicht zu wissen, dass sie NIE zerbrochen war.

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