Was ist denn eigentlich Kundalini?

kundalini

Kundalini und Prana – der göttliche Atem

Die Begrifflichkeit, die das Wort Kundalini beschreibt, finden wir, querbeet, in allen Religionen und jedem spirituellen Denken. Kundalini im Tantra versteht sich als die Schlange, die Kundalinischlange, die, am Ende der Wirbelsäule im Wurzel Chakra ruht, dreifach zusammengerollt – und darauf wartet, geweckt zu werden. Ist sie einmal wach, die Kundalinischlange, die für die göttliche Energie steht, windet sie sich die 7 Chakren empor. Der Weg zur Erleuchtung,

Kein Tier

Es ist ja nun, wir wissen das alle, immer so, dass Menschen Worte allzu wörtlich nehmen. Nein, die Kundalinischlange ist nicht körperlich, kein Kaltblüter, der da in ihren Unterleib wohnt. Vielmehr ist die Symbolik der Schlange hier in Verbindung mit den 7 Chakren, den 7 Energiezentren des Körpers zu sehen. Kundalini – das ist letzten Endes eine Idee zu der Energie, die uns umgibt, die wir sind.

Eine Idee

Und eine Idee bleibt es – bis man sich der Aufgabe, diese Schlange sanft zu wecken, sie zu ihrer Stärke zurückzuführen, mit ganzen Herzen, in Liebe widmet. Dann hat die Kundalinischlange nicht mehr mit Tantra oder Yoga zu tun – vielmehr wird der Begriff erkannt, als das was er bedeutet: Ein Symbol, dass die Alleinheit darstellt, verortet durch die Struktur einer bestimmten spirituellen Richtung, hier das Tantra (Yoga).

Der moderne Tantra Pfad
Der moderne Tantra Pfad

In allen spirituellen Ausformungen

Wie Eingangs erwähnt, findet sich die Schlange im Zusammenhang mit Lebensenergie, mit göttlicher Energie, durch alle Erklärungsmodelle hindurch. So kennen die Aborigines die Regenbogenschlange, die hier, in ungleich größeren Dimensionen und – ein wesentliches Merkmal der Spiritualität der australischen Ureinwohner, dabei keinesfalls in einem Körper verortet, sondern vielmehr alles erfassend, alles bestimmend, alles durchdrngend.

Lediglich Symbol

Prana, Chi, Kundalini, Hrm, – Versuche diverser spiritueller Richtungen, demselben Kind verschiedene Namen zu geben. Um Prana – im oder mit Kundalini, also das Chi, den Lebensatem – verstehen zu können, ist es notwendig, sich tatsächlich und mit ganzen Willen auf die – im übrigen auch nur sehr unzureichende – Erklärungsart in Form von Worten einzulassen. Wir müssen lediglich diesem Bild, dass wir für uns selber von dieser heiligen Sache generieren, Vertrauen schenken.

Wir sind keine Körper

Es ist, gerade wenn wir mit Begriff Kundalini im Tantra umgehen, von enormer Wichtigkeit zu sehen, das das, was die Kundalinischlange verkörpert, nicht durch den Körper verstanden werden kann. Der Körper ist immer nur Instrument, Werkzeug. Doch mit der Quellenergie, dem Kundalini, dem Prana, dem Chi, hat er letztlich nichts zu tun. Erleuchtung entsteht nicht aus körperlichen Übungen. Hier erhält der Satz: „Der Weg ist das Ziel“ ausgesprochen wuchtige Bedeutung.

Erklärungsversuche

Viele Erleuchtete haben nach Wegen, nach Erklärungssystemen gesucht, die das Unerklärliche erklären. Es wurden also, vollkommen außerhalb jedes Kundalini, jedes Chi, Strukturen installiert, die es einfacher gestalten sollten, auf diesen Weg des wirklichen Wissens zu gelangen. Und obwohl das, was wir als Fleisch und Mensch sehen, in seiner Beschränktheit in der Nichterkenntnis, – der Buddhist würde sagen, den Anhaftungen, niemals Erleuchtung erlangen kann, ist er uns und vor allem der Schöpfung doch willkommenes Instrument, die Wahrheit noch ein wenig mehr zu enthüllen.

Nur Fingerzeige

Wenn wir im Tantra davon reden, dass Chakren blockiert sind, von denen wir auch ganz genau wissen, wo sie zu finden sind, dann ist das Symbolik in Vollendung, fast mutet es als Betrug an dem an, der die Wahrheit sucht. Was wir also – das sollte deutlich sein – in jeder Spiritualität finden, sind lediglich Leitersprossen. Die meisten Menschen aber , setzen sich, wenn sie die eine Sprosse einmal erkannt haben, darauf und bleiben, wo sie sind. Im Besitz der heiligen Wahrheit der Sprosse.

„Aha! So ist das. Nun habe ich dies auch verstanden.“ Und ab geht es zurück in den von Dualismen triefenden Alltag.

Wir packen in unsere Schubladen

Das liegt an der Nähe dessen, was über Chi, Prana und so fort zu beschreiben versucht wird, zum Sachlichen, zum Materiellen. Wir kategorisieren, dann ist die Sache nummeriert und wird in eine Gedankenschublade gelegt. Wir vermenschlichen diesen Spirit, legen ihn in intellektuelle Ketten. Sobald unser Denken dies aber getan hat – nämlich eine Sache, die es überhaupt nicht versteht, mit diversen Erklärungsschemata abzuspeichern, haben wir auch schon verloren, die Erkenntnis ist an uns vorbei. Das ist das unerbittliche Egospiel.

Schroeders Katze

Es mutet ein wenig an, wie das Spiel mit Schroeders Katze – sobald du es greifen möchtest, ist es schon gar nicht mehr da. Der Sinn ist nicht in unserer Denkstruktur zu finden. Um wirklich ein wenig zu verstehen, ist es notwendig, die Attiduden der Gesellschaft abzulegen, es ist dies eine Transformation des Denkens, die absolut ist. Was sich hinter der Trennung von Gott, die wir Menschen in jedem Augenblick unseres Lebens wahrnehmen, der Trennung von der Schöpfung, der Abspaltung von der wahren Liebe, – das passiert durch den Gesellschaftgedanken der Körperlichkeit – aufzeigt, ist so groß, dass wir es mit unseren Körpersinnen, unserer Wahrnehmung, gar nicht verstehen können.

Es ist notwendig, einen Altar der Liebe zu errichten

Dieser Atem Gottes, die Energien der Kundalinischlange, das Prana, das in unseren Chakren wirksam wird, das Chi – schlichtweg die Energie der Schöpfung – also die Quelle – die Liebe, kann sich nur vorsichtig und schrittweise auftun – und alles, was wir zu tun haben, ist ihm einen Altar zu bereiten. Das ist beispielsweise auch – ganz körperlich – das Tantra. Der Liebe einen Altar bereiten, einen Ort, an dem sie gerne verweilt..

Instrument der Wahrheitsfindung

Unser Körper ist sicherlich ein Tempel – doch noch vielmehr ist er ein Instrument, dass uns gegeben wurde, die Wahrheit zu finden. Ein alter Mönch erkannte vor vielen 1000 Jahren: Ich bin nur das Loch in einer Flöte, durch die Gottes Atem strömt. An uns ist es ganz klar, dieses unbeschreibliche Geschenk, dieses Werkzeug gut zu behüten – doch ist unser Pfad zu Liebe hin unabhängig von ihm. Wenn wir nämlich erkennen, uns nicht mit den Attributen des Körpers, will heißen Krankheit, Siechtum, Leiden, Tod, Vergänglichkeit identifizieren, sind wir in der Lage, die Liebe, die Schöpfung, mehr und mehr zu erkennen. Und wir werden nichts anderes mehr so sehnlich wünschen, als noch mehr zu erkennen.

Fazit

Wie also vollkommen deutlich wird, ist die Begrifflichkeit des „Kundalini“ beziehungsweise noch weiter gehend, seine Materialisierung in die sagenhafte Schlange (die bei den Aborigines die ganze Welt umspannt und letztlich ausmacht) lediglich als ein Behilfsmittel zu sehen. Das Prana ist nicht körperlich, diese Energie, das Chi – es ist die Transzendierung unseres Geistes weg von dualistischen, urteilenden, bewertenden Denkstrukturen.

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Der Sinn und die Sexualität

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Nahezu jede Religion postuliert die letztliche Keuschheit als den Weg der Heiligen, Buddhas, der Erleuchteten.

Das kommt nicht von ungefähr. In einem Zustand, der die Auflösung des Egos, seine Umwandlung hin zur Sicht der Wahrheit als letztes Ziel hat, wird die körperliche Ebene zunehmend transzendiert. Die Genüsse, Freuden, die dem Suchenden die Sexualität bietet, werden hinter sich gelassen, denn die Erfüllung, die aus der letztlichen Schau der Dinge kommt, macht sie unnötig.

Sexualität
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Wie sieht es mit Tantra aus?

Der Hinduismus kennt den Weg des Tantra, eine Art des Yoga. Auch diese Möglichkeit der Selbstfindung, des Weges hin zur Wahrheit der Schöpfung ist nur eine von vielen Tausenden Straßen zur Auflösung. Den Ansatz, über den Körper zur Erleuchtung zu finden, hier die blockierten Chakren zu aktivieren, ist so alt wie die religiöse Philosophie.

Ganz egal jedoch, welche Verhaltensweise zum Ziel geführt hat. Jemand, der den Pfad so weit gegangen ist, wird absolute Kontrolle über den Körper haben, den er benützt. So wird irgendeine Art von Sexualität, wenn er sie denn für notwendig und wünschenswert hält, weder von Zeit noch Intensität ein Problem für sie oder ihn sein.

Love to share
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Soll ich also keusch leben, um die Erleuchtung zu finden?

Hinter dieser Idee steht ganz deutlich der Opfergedanke. Opfern – das meint das Weggeben von etwas, dass einem lieb ist, dass einem wertvoll ist. Man gibt, quasi unter Schmerzen, man opfert – um sich selbst zu erhöhen. Was dem Menschen, dem Sohn Gottes weh tut, ist nicht im Sinne der Schöpfung. Das ist eine sehr tiefe Wahrheit, die sich in Vertrauen manifestiert.


Der Weg zu Erleuchtung fordert keine Opfer!

Was für ein Schöpfer, der seinen Kindern den Weg zurück zu ihm nur unter Schmerzen, mit Opfern, in einer Welt der Grausamkeit und Zerstörung möglich zu machen scheint. Dass dies nicht die Wahrheit sein kann, die Wahrheit und Gewissheit einer liebenden Schöpfung, ist offensichtlich. Und so löst sich diese Welt der Schreckensillousionen auf, je näher der Einzelne seinem Erwachen kommt. Die Wahrheit, die nichts mehr mit diesem grausamen Bild zu tun hat, wird deutlich. Liebe.

Sense of life
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Liebe und Sexualität gehören zusammen

Der Körper mit all seinen Möglichkeiten, mit seiner Sensorik, den Gefühlen, mit den Empfindungen, die er uns mit seinen Nerven zukommen lässt, ist ein überaus wunderbares Geschenk der Schöpfung. Ein wundersames Instrument, um darauf die Meldodie der Liebe zu spielen. Sexualität bedeutet regelmäßig Glücksempfinden. Die Schöpfung möchte ihre Kinder vereint glücklich und in Liebe sehen.

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