Das Prinzip Shiva und Shakti

Shakti

Basis des Schöpfungsgedanken?

Ying und Yang – eine “Dualität” von männlich und weiblich – die Zweiteilung scheint ein grundlegendes Prinzip der Schöpfung zu sein. Angesichts der Tatsache, dass die letzte Erkenntnis die Alleinheit ist, nicht gerade ein simples Lehrstück. Doch – wie wir schon vielfach erfahren durften – sind die offensichtlichsten Dinge – in diesem Fall die Körperlichkeit – auch immer ein Weg zum Wissen. Der gelebten Welt der Beziehung Mann/Frau liegt also ein Lehrstück hin zur Vollendung zugrunde.

Ganesha
Ganesha

Auflösung der Geschlechter?

Es wird vollkommen deutlich, dass unser Ziel wohl ist, diese Dualität der Geschlechter durch sich selbst aufzulösen. Denn – eine andere Möglichkeit existiert nicht – außer fadenscheinigen Ausreden und einer Flucht. Einer Weltflucht. Die Welt scheint in großen Teilen eine Konfrontation des männlichen und weiblichen Prinzips zu sein. Gerade dann, wenn wir versuchen, uns dem Liebesgedanken zu nähern, eine durchaus gewichtige Angelegenheit, die unser “Sein”, unser Verhalten, nachdrücklich beeinflusst.

Vollkommene Einfachheit?

Wir haben schon vielfach festgestellt, tun es hier erneut: Die Schöpfung wird immer die allereinfachsten Mittel und Wege benutzen, um ihr Ziel, nämlich DEINE Erkenntnis der absoluten Liebe, in Fürsorge und Zärtlichkeit zu erreichen. Diese, von der Schöpfung bereitgestellte Konstellation der Dinge, männlich und weiblich, – diese vollkommene Einfachheit – ist es zur selben Zeit, die es verhindert, dass wir die Lösung erkennen könnten. Wir zerteilen die Angelegenheit bis ins Unkenntliche. Das Ziel der absoluten Liebe jedoch, der Schöpfung, kann es immer nur sein, zu expandieren, also die beiden Teile zusammen zu bringen. Darum sind die Dinge, wie sie sind. Und wir sind, von der Idee unserer Körperlichkeit her, des Geschenkes der Schöpfung – wie anders könnte es sein – , dafür prädestiniert.

Liebe ist ganz?

Wir sind die Schöpfung – und unsere Schöpfung, die Liebe, ist so angelegt, dass sie in Körperlichkeit Niederschlag finden kann. Wer nun jedoch versucht, diese Großartigkeit vollständig auf einen körperlichen Akt zu reduzieren – der Fortpflanzung, der Sexualität, der Lust, – der geht zur Gänze an der Idee der Liebe – die immer ganzheitlich ist – vorbei. Sämtliche Bestrebungen des dualistischen Gedankens, der Gesellschaftstraditionen, gehen allerdings dahin, genau diese “Ur-Ganzheit” von vorne herein auszuschließen, zu widerlegen.

Verbogene Konstruktion?

Die von der Schöpfung so wunderbar vorgelegte Konstruktion von Mann und Frau wurde zerteilt, reglementiert, (zer) erklärt, festgelegt, eingerahmt, gefesselt, verbogen. Was wir am Ende des Tages von dieser wunderbaren, eigentlich alles erlösenden Vorgabe noch sehen, sind vollkommen verzerrte, durch und durch im Sinne des Gesellschaftskonsens gechwärzte Momentaufnahmen. (Partikel, Fragmente)

Eingestellter Blickwinkel?

Das hat trotz, oder gerade wegen der vorgenommenen Zerteilung, gigantische Dimensionen. Denn wie gibt sich unser Blick der Liebe? Abschätzend. Berurteilend. Auf Vorteile bedacht. Ausgesprochen – (sogar partiell) auf die Körperlichkeit (in all ihren Bestandteilen) fokussiert. PUBLIZISTISCH. Gesellschaftlich. Abgestellt. Eingestellt. Und das ist eine Haltung, die wir vollkommen verinnerlicht haben. Wir können sie für uns, an uns, nicht erkennen, wir wollen sie für uns nicht wahrhaben, denn das würde schmerzen.

In Belanglosigkeiten die Liebe finden?

So ausgerichtet, versuchen wir nun, (tief im Inneren wissen wir um unser Sein als Kind Gottes) in den Belanglosigkeiten, die das Urteilsdenken anzubieten hat, die “wirkliche, wahre” Liebe zu finden. Ein sinnloses Unterfangen, solange wir uns, mit unserer Zerteilung, selber knebeln und fesseln. Mit diesem Gedanken der Aufteilung, mit dieser verinnerlichten Partionierung, leben wir das Credo des Ego – dessen einziges Ziel es ist, die Alleinheit auf diese Art und Weise zu verheimlichen. Suche – aber finde nicht!

Vollkommen heilige Idee?

Die Idee von Shakti und Shiva, die in der Terminologie des hindustischen Glaubens gleichsam das Urschöpferpaar sind – mitsamt ihrer Sexualität, die dabei nicht in Unterschleif gerät – geht nun weit über die “Körperlichkeit dieser Welt” (mit all den oben beschriebenen Attributen) hinaus. Sie schließt diese (letztlich ja nur falsch betrachtete) Körperlichkeit nicht aus, vielmehr umarmt sie sie zärtlich, implementiert sie in die Ganzheit, die diese Idee vollkommen ausmacht. Will meinen, alles Negative hat seinen Platz verloren.

Ein ganzheitliches Duett?

Übrig bleiben zwei Musikinstrumente, deren Bestimmung es ist, die alte Melodie zu spielen – sie für alle wieder hörbar zu gestalten. Zu diesem Behufe – wir finden die Idee ganzheitlich im Tantra – sind zuerst die Blockaden in dem Klangkörper der Flöte zu beseitigen, so dass Prana, die Lebensenergie, die den Klang erzeugt, wieder zur Völle fließen kann. Dies ist eine Aufgabe, die jeder von uns, in seinem Dasein, früher oder später, lösen wird – vielleicht unter vollständig anderen Vorzeichen – doch sie gehört zum Weg, ist Teil des Pfades.

Unermesslich wertvolles Präsent?

Als allerhöchstes Gut sind wir von der Schöpfung – dem unendlichen Gedanken der Liebe – mit dem Tempel, dem Instrumentarium unseres Körpers, überreich beschenkt worden. Wir sollten dieses Geschenk entsprechend in seiner Gänze würdigen,. Es ist, wenn wir das Ziel der Liebe betrachten, vollkommen logisch, dass uns dieses Geschenk als Präsent gemacht ist, nicht als Bürde. Und weiterhin deutlich ist, dass uns diese Idee gegeben worden ist, um dem Wollen der Liebe nach Vereinigung im Alleins gerecht zu werden.

Durch alle Regulatorien hindurch?

Nicht von Ungefähr ist die Vereinigung in Liebe nicht nur das Ziel der Schöpfung, sondern, in sehr “verkörperlichter”, wenig spiritueller Methodik, auch das Ziel von sich im Konsens der Gesellschaft “liebenden” Individuen .Will meinen, diese Erfahrung, das Erleben der Verwirklichung der Idee der wahren Liebe, ist von dermaßener Größe, dass auch die tausend Prämissen und Regulatorien des “menschlichen” Konsens nicht verhindern können, dass ihre Wahrheit, ihre Wirklichkeit, aufscheint.

Shiva und Shakti sind Eins?

Das, was die Symbolik von Shiva und Shakti beschreibt, ist heilig. Und die Definition von Shakti und Shiva ist EINS. Sie “ergänzen” sich in ihrer Reinheit zum Alles. Das, was wir im Spiegel der Gesellschaftstendenzen als “Geschlechtlichkeit” betrachten, hat nie exsitiert. Was wir, vollkommen zerpflückt und verdreht, unvollständig und grundlegend falsch orientiert, als Liebe und Sexualität betrachten, hat mit dieser Wahrheit, der Einheit, dem Alles, nur wenig zu tun. Auch wenn sich die Wirklichkeit der Liebe nie vollständig negieren lässt.

Auf den billigen Plätzen?

Betrachten wir “Shakti” und “Shiva” im Sinne der modernen Gesellschaft, fällt zunächst das immer noch vollständig patriachalische System auf. Gerade in der “generellen Spiritualität”, also den großen Weltreligionen und ihren Abkömmlingen, ist der Shakti, durchaus repressiv, ein Platz auf den hinteren Rängen zugewiesen worden. Eine winzige Ausnahme macht , wohl aus “logistischen” Gründen, die Marienverehrung der katholischen Kirche.

Den Urteilsgedanken zum Gott erhoben?

Wie deutlich erkennbar ist, klammern sich diese Religionen an das Konzept der Dualität, haben es zu ihrem Gott (mit allen Konsequenzen) erhoben. So wird, alleine wenn man die Art und Weise betrachtet, wie alle Religionen mit der heiligen Symbolik der Geschlechtlichkeit umgehen, (und in diesem Rahmen auch mit der Sexulaität) deren vollkommene Inkompetenz in Bezug auf die Richtung des Pfades zur Erkenntnis, nur allzu deutlich.

Fazit

Der Körper als erstes und unbezahlbares Geschenk der Schöpfung ist heilig – und weil die Schöpfung, die Liebe, nur ein Ziel hat – nämlich das Alleins – muss dieser Körper – in Vereinigung – auch der Schlüssel zum Erwachen sein. Der Weg der Erkenntnis ist sicherlich, das Materielle zu transzendieren. Den Körper als Werkzeug und heiliges Instrument zu sehen, diese Transformation auch zu leben und zu lehren – ist unsere Bestimmung.

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Freude

Freude ist Wahrheit?

Freude, reine Freude kommt aus der Wahrhaftigkeit, aus der Wahrheit. Das ist unendlich wichtig in der Betrachtung dieses Begriffes. Solange die Freude sich nämlich noch als etwas definiert, welches Negativsmen enthält (im weitesten Sinne “Schadenfreude”) – ist sie nicht wirklich, ist nicht durchdringend, bezweckt auch vollkommen anderes. So ist Freude, in ihrer Reinheit, am ehesten bei kleinen Kindern zu finden, bei Narren. Auch Buddhas freuen sich gerne.

Verzweifelte Fröhlichkeit?

Doch die wirkliche Freude ist ein gar seltenes Tier. Das liegt an der Umgebung, aus der sie erwachsen soll. Und hier ist ein Ansatzpunkt, die Macht der Freude zu erklären. Ein Prinzip der Evolution – wir finden es als zutreffend – nämlich: aus einer feindlichen Umwelt entstehen widerstandsfähige Arten – je weniger es zu lachen gibt, desto eher flüchten wir uns in eine Fröhlichkeit.

Grenzen sprengen?

Was sich in gewisser Weise heraus kristallisiert, ist, dass die Freude, die Fröhlichkeit, Lachen, Lächeln, Schmunzeln, absolut grundlegende Bestandteile des kompletten Gegenteils des dualistischen Gesellschaftsgedankens sind. Denn wirkliche Freude sprengt alle bestehenden Grenzen. Würde ein Demonstrationszug tatsächlich voller reiner, ehrlicher, aus dem Herzen, der Liebe kommenden Freude losmarschieren – keiner könnte ihn aufhalten. Doch schon die Idee einer “Demonstration” macht das natürlich unmöglich. So bleibt dies nur ein Beispiel.

Wahre Freude ist pur?

Die Stärke der wahren Freude kommt eben aus ihrer Reinheit, aus ihrer Wahrheit. So stellt sie sich, ganz automatisch, ganz ohne dass es Weiteres benötigt, außerhalb des dualistischen Gedanken von Gut und Böse. Die Freude führt diese Gedankenkonstruktion Ad absurbum. Sie ist ihr erklärter, in seiner für eben den Urteilsgedanken zerstörerischen Wirkung bekannter, lächelnder Feind. Und wird darum in jedem System (!) “bekämpft”.

Sich selbst beschränkende Wahrheit?

Je größer die Wahrheit hinter der Freude, desto größer die Freude. Die absolute, letzte Wahrheit/Freude aber beschränkt in sich ihrer Liebe durch sich selbst – denn würden wir sie mit unserem Körper erleben – wir würden schlicht und einfach verrückt werden. Freude, die aus Wahrheit kommt, kennt die Kontrapunkte Weiß und Schwarz nicht. Sie haben in dieser Freude (sehr gut erkennbar!) einfach keine Bedeutung.

Lachend ignorierte, dualistische Gedankenkonstruktion?

Doch es sind nicht nur Einzelteile des dualistischen Denkens, die die Freude für absurd und nichtexistent, für vollkommen unnötig beschreibt – es ist der Dualismus schlechthin, aus dem die Freude mit aller Kraft herausfällt. Und damit sind wir zum Punkt aus der Überschrift gelangt: Die wirkliche Freude transzendiert – mit dem Dualismus – logischerweise, auch das so heilige Konzept der Zeit.

Tolles Geschenk der Schöpfung?

Freude ist ein immens wichtiges Instrument der Schöpfung, der Liebe, uns auf den Weg zu führen. Weiter ist es vielmehr noch eine Begleiterscheinung des gelebten Liebesgedanken – die Liebe und die Freude, in ihrer Wahrheit, sind nicht tatsächlich auseinander zu halten. Womit wir – durchaus deutlich – auch bei der Philosophie des Tantra landen. Womit sich die natürlich zu verneinende Frage auftun könnte, ob Freude eine rein auf den Körper bezogene Angelegenheit ist. Freude ist ganzheitlich.

Wahre Freude ist immer außerhalb des Gesellschaftskonsens?

Wie wir schon festgestellt haben, definiert sich die Freude ganz klar als außerhalb der dualistischen Gedankenkonstruktion präsent – und in ihrer tatsächlichen Wirklichkeit, Wahrheit, auch lediglich dort. Sie, die Freude ist wahrhaftig, ganz, und kann deshalb nicht implementiert sein, im partitionierenden Gesellschaftsdenken. Alles, (wie wir in vielen Niederschriften lernen durften), ALLES außerhalb der dualistischen Verhaftung in eine Illusionswirklichkeit, ist Liebe. So wird klar, dass Freude Liebe ist, dass wahrhaftige Freude der Weg zur Erkenntnis ist.

Eine uralte, vergessene Melodie?

Freude – das ist eine wunderbare, uralte, lang gekannte Melodie – Du erinnerst Dich – und sie wird lauter und lauter, durchdringt in ihrer vollkommen anwesenden Lieblichkeit, ihrem lebenden Wohlklang, Dein Dasein – desto intensiver, je weiter Du auf Deinem Pfad fortschreitest. Der Pfad – das ist das Erlenen der Freude – das ist das Erkennen, dass Freude die Basis, die allumfassende Grundlage des Lebens ist, die sich ganz einfach aus sich selbst ergibt – weil das wahre Leben SO ist. Wer die Wahrheit sucht, der wird darum Freude finden.

Kreative Essenz des Daseins?

Freude ist die schöpferische Essenz des Lebens. Aus Freude entsprießt die Kreativität Deines Wirkens in dieser LebensiIlusion. Denn Gedanken, die aus einem Denken kommen, das von Freude erfüllt ist, sind per Definition ohne Grenzen, setzen sich über die Kleinheit des gesellschaftlichen Konsens mit Leichtigkeit hinweg. Wirkliche Freude begrenzt sich lediglich in unserer Körperlichkeit und der mit dieser Körperlichkeit einher gehenden Gedankenfiguration. Ganz deutlich: Freude ist der Atem der Schöpfung.

Gitternetzkonstruktion der Schuld?

Solange wir jedoch in der sich überlagernden, gefalteten, sich verzerrt spiegelnden Gitternetzkonstruktion der Schuldsprechung unterwegs sind, wird auch unsere so unweigerlich falsch angelegte, unrichtig definierte “Freude” sich überlagernd, gefaltet und voller Schuldgefühl sein. Auch wird im präsenten Dualismus unweigerlich des einen Freude des anderen Verdruss sein. Weil das Prinzip des Gebens und Nehmens omnipotent ist.

Fazit

So scheint auf, dass die kindkliche, naive Freude, die überquellende, Freude eines relativen “Unverständnisses”, (deren Ursache zumeist nicht verstanden wird) die wirkliche, die reine Freude ist. Weil sie sich ganz “bewusst” abhebt, von den Urteilskonventionen der Allgemeinheit – ein Verhalten, das nicht dem Gesellschaftskonsens entspricht – “behandelt” werden muss. Wenn es sich bei demjenigen, der sich so unverständlich übermäßig freut, um einen “Erwachsenen” handelt. Denn zu viel Freude ist nicht angesagt, ein recht strenger Rahmen existiert.

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Ein Buch in Antworten

Ein Buch in Antworten

Th. Om über seine Werke:

Ich glaube nicht, dass die Wahrheit, die in diesem Buch und anderen meiner Bücher verkündet wird, wirklich von mir stammt. Von mir, so wie Sie mich wahrnehmen können. Seit dem Erlebnis des Todes des Körpers meiner einzigen Shakti, verspüre ich ein sehr subtiles Bedürfnis, bestimmte Dinge nieder zu schreiben. Meist ist es nur ein Schlüsselwort, das am Anfang steht. Am Ende meiner Niederschrift staune ich selbst am meisten, über die Struktur, die Erklärungskonzeption, die entstanden ist.

Ein Buch in Antworten
Ein Buch in Antworten

12 Worte hin zum Verständnis

Die erste derartige Niederschrift war der Text „12 Worte hin zum Verständnis“. Auszüge aus diesem Text als auch die Betrachtungen, die Th. Om seitdem schrieb, machen das Werk „Ein Buch in Antworten“ aus. In Einhundert Konzeptionen, verschiedene Standpunkte und Perspektiven implementierend, versucht der Schriftsteller, der Wahrheit ein „greifbares, verständliches“ Antlitz zu geben. Die großen Fragen der Menschen finden, erstaunlich aber tatsächlich, finale Erklärung.

Beschreibung der Ursächlichkeiten

Was Th. Om hier an endgültiger Wirklichkeit, mithilfe der Sprachkonstruktion, aufzeigen möchte, sprengt alles, was mit dem herkömmlichen Denken der Menschheit zu tun hat. Um zu erklären, wird die Struktur, die das humane Denken ausmacht, beschrieben, ihre Ursachen aufgezeigt – und viel mehr noch. Es ist hier ebenso ein Weg gewiesen, der all die Problematik unseres Daseins tatsächlich auflöst. Es wird die Quell-Wirklichkeit aufgezeigt, die, in ihrer Schönheit, im wahrsten Sinne des Wortes „unglaublich“ ist.

Abseits der Algorithmik

Wer versucht, dieses Buch in seiner Aussage zu verstehen, – niemand behauptet, dies sei einfach – der muss sich lösen, von Algorithmen des herkömmlichen Denkens. Der Gedanke des Urteils, der Sünde, der Schuld, der Angst, der Wut, des Angreifens und Verteidigens zerfällt zu seinem Nichts, folgt man den logischen, sehr einfachen Schlussfolgerungen Th. Oms Werk. Wie der Reisende immer wieder betont:

„Die Schöpfung, die Liebe, kennt keine Geheimnisse. Sie bietet Dir immer die einfachste, offensichtlichste Lösung an. Nie wird da ein Mysterium sein.“

Die Wahrheit gelingt

Dieser so außerordentlichen, so erfüllenden, befreienden, Wahrheit, Wirklichkeit, Realität, versucht „Ein Buch in Antworten“ mit den Aussagen der Worthülsen, welche das dualistische Wertesystem verwendet, und zur Prämisse gestaltet hat, ein wenig näher zu kommen. Tatsächlich gelingt es ihm. Darum ist das Werk ein Werk der Wahrheit. Es kann hier keine Lügen, keine Halbwahrheiten, keine Auslegungen, keine Interpretationen geben. Da ist das Ende erreicht.

Ein heiliges Buch

Genau das – dass es die Beschreibung des Absoluten in seiner vollendeten Wirklichkeit, Wahrheit, seiner vollkommenen Aktualität ist – gestaltet das Buch als HEILIG. Ohne irgendwie die Unwahrheit sagen zu können: Dieses Buch ist der Schlüssel zu Deinen Universen, es macht jedes andere „Glaubensbekenntnis“ vollkommen unnötig, obsolet, löst es in seinen Grundkonstruktionen auf. Es löst Bibel und Koran in einem neuen Verständnis der Dinge ab.

Zeitalter des Begreifens

Diese Buch ist der Eintritt in ein neues Zeitalter des Begreifens, der Wahrheit – der Liebe. Die Welle, die über den Erdball geht – hier hat sie einen Namen bekommen. Das Suchen hat ein Ende! Das einfache Verständnis, das „Ein Buch in Antworten“ fordert, ist in tatsächlich, wahrhaftig „greifbare“ Nähe gerückt – für jeden von uns.

Der universale Schlüssel

„Ein Buch in Antworten“ vereint in einzigartiger Weise die Dialektik, Beweisführung, die Glaubensgrundsätze jedwelcher Religion. Es ist der UNIVERSALSCHLÜSSEL. Es ist die Bibel der neuen Erde. Hier sind die Gedanken von Eckhart Tolle zu einem Ende geführt, hier scheinen Milarepa, Meister Eckhart, Spinoza und Buddha, Christus und Mohammed auf – all glücklich im ALLEINS vereint.

Das Buch des Lichts

Es ist ein Buch des Lichts. Es ist die alles umarmende Erklärung der Schöpfung, der Liebe. Der Weg. Hier, in wundersam zärtlicher Auflösung, vergehen die Pulse des Zweifels. Wir erkennen, wer wir sind. Jeder Angstgedanke, der zementierte Glaube an die Vergänglichkeit, ein in die Ferne gerückter Gott in einer Welt der Zwietracht – nicht mehr berühren Sie denjenigen, der nur versucht, zu begreifen.

Kurzbiographie

Th. Om

Von Th. Om ist bekannt, dass er, von früher Jugend an, mehr als 12 Jahre als Bettelmönch auf den Straßen Europas lebte, bevor er in Asien, hier vor allem in Indien, Fuß fasste. So verbrachte er, mit Unterbrechungen, mehr als zwei Jahrzehnte in Indien, Nepal, Thailand und Kambodscha.
Nach seiner bis dahin rastlosen Sinnsuche erschloss der Tod seiner einzigen Liebe, seiner Gefährtin Bettina, in Kambodscha, für Th. Om in tragischer und wahrhaft wunderbarer Weise das Tor zur Wahrheit.

Alle Puzzleteile, die Bruchteile des Wissen und der Erfahrungen des Gelernten, fügten sich zu einem vollkommen klaren Bild zusammen. Ein Bild, das, wie die Liebe, eine absolute Wahrheit, das Licht, darstellt – eine Wahrheit die – tatsächlich und hier wirklich, FINAL ist. Seine Gabe des Schreibens, des Formulierens, verwendet Th. Om , um die einzige Wahrheit, die nicht zu verleugnen ist, in überdeutlicher Weise zu malen, auf Papier, in gewisse Form zu bringen. Auszurufen.

Das Werk „Ein Buch in Antworten“ ist zärtlich, verkündet die Herrlichkeit der Schöpfung. Zeigt auf, erklärt, führt, öffnet. Nichts, keine einzige Frage, bleibt übrig. Diese Buch ist göttlicher Wind. Ein zärtlicher Hurrikan. Ein liebevoller Tornado. Und kein Staubkorn der Sünde, der Vergänglichkeit, des Leidens, des Urteils, des Zweifels, bleibt. Weiß und rein, doch die wundervollsten Farben in Deinem Leben erweckend, zeigt sich die liebevolle Schöpfung.

Ist Tantra feministisch?

Ist Tantra feministisch?

Nichtexistenz von Unterschieden?

Betrachtet man die landläufige Meinung, den Informationsstand der Allgemeinheit, so wird beim Stichwort „Tantra“ wohl eher das Gegenteil vermutet. Tantramassage – Kamasutra. Willige, biegsame Frauen? Nun, mit einem Plus an Wahrheit über das Wesen der Tantra-Sexualität, werden ganz erstaunliche Züge dieses Weges offenbar, die all diese Gegensätzlichkeiten, diese Urteile, die zu obiger Perspektive führen, ganz einfach auflösen, ihre Nichtexistenz belegen.


Sexualität in Prüderie definiert?

Was bedeutet Feminismus in der Sexualität unserer Gesellschaft? Dazu sehen wir uns an, wie sich die Sexualität, (alleine dieses Wort spricht schon für auferlegte Begrenzungen) momentan zeichnen lässt. Sie ist in höchsten Grade nicht nur manipuliert und durch ultratief verwurzelte Prämissen geregelt – beschnitten – sondern, vor langer, langer Zeit schon, zu einem Machtinstrument von Staat und Kirche verkommen. Und hier hat die Frau nicht viel zu melden. Ist lediglich Sache.

Manipulierte Geschlechtlichkeit?

Unsere Sexualität (ein „gesellschaftskonforme“ Sexualität) ist genau so von den Regeln des Staates entworfen. Auf eine selten perfide Art und Weise haben die Machtinstitutionen es geschafft, den Mensch mit seiner Geschlechtlichkeit in Zwang zu nehmen. Die Sexualität wurde zu einer Waffe der Unterdrückung, zu einem Werkzeug der Sünde, zu einem Makel, zu einer verbotenen (beschränkten) Angelegenheit. Schon Hinweise in Richtung „freier Sexualität“ werden mit Arg-wohn betrachtet.

Welche Art von Sexualität leben wir?

Die Perspektive, der Draufblick, den die Institutionen in den Köpfen der Menschen bezüglich ihrer Geschlechtlichkeit, ihren Wunschträumen in dieser Hinsicht, ihren Trieben, ihrer Sinneslust, fest zementiert haben, ist mehr als traurig. Der weibliche Körper verkommt (wenn es zum Beispiel nach der katholischen Kirche geht) zum Gebärwerkzeug. Ist manchmal nicht mehr als Spielplatz für die Lust des Mannes. Tausende von Verboten, Moralismen, Regeln, auch Erwartungen, die immer ein schlechtes Gewissen erzeugen, begleiten die Angelegenheit.


Transzendierung des Körpers?

Die Zeiten sind im Umschwung, das ist allzu deutlich. Das Tantra jedoch hat diesen Wechsel der Perspektive schon vor 10 000 Jahren getan – mit den vedischen Schriften, die auch die Lehren, das Zwiegespräch der Göttlichkeiten über den Sex – die Lehren des Tantra – enthalten. Der wesentliche Grundsatz des Tantra – die Transzendierung des Körpers hin zu göttlicher Energie – beinhaltet natürlicherweise eine absolute „Balance“. Unterschiede, die eine Dynamik wie den „Feminismus“ hervorrufen könnten, haben hier keine Existenzberechtigung.

Absoluter Feminismus?

Aus diesem Grund wirkt die Sexualität im Tantra als große Befreiung der Frau, heraus aus einer gewissen „Nichtexistenz“, (besser vielleicht einer Vernachlässigung), die Frauen sonst vielfach in ihrer Lust erfahren – einmal weil sie selbst ihren Körper nicht wirklich kennen, zweitens weil der Mann den Körper seiner Partnerin nicht kennt, auch weil, ganz biologisch, die männliche Lust sehr egozentrisch ist. Weil – mehr als beim Mann – tausende von anerzogenen Ängsten, Scham-haftigkeiten, Intimitätsansprüche, die Frau verunsichern. Ganz wie gewünscht, für’s Patriarchat.


Sexualität zur Chefsache erklärt?

Der Trick der Religionen war so einfach, wie durchschlagend wirkungsvoll: Sie erklärten die Sexualität für Heilig. Nachdem die Kirchen jeden Anspruch auf Heiliges vertraten, war es also damit um irgendeine freie Sexualität geschehen. Sie, die Glaubensgemeinschaften, taten mit diesem Machtinstrument was sie wollten, tun es bis heute und halten die Menschen in ihren Gedanken-fesseln. Gerade die Kirchen, die doch für eine Verbreitung von jedweder Liebe stehen sollten, gestalten die menschliche Sexualität zu einem, im Verborgenen gehaltenen, schmutzigen, Unding.


Komplett falsches Selbstbild?

So ist ein urtief verwurzeltes Selbstbildnis in unserer Sexualität entstanden, das wir, ohne es zu ahnen, wie eine Fahne vor uns hertragen. Die Rollen in der Sexualität sind verteilt, es steht fest, was zu passieren hat, was überhaupt passieren kann – denn die angelernte Sicht der Dinge schließt in aller Regel – sehr oft – vollkommen unbewusst – eine ungeheure Menge aus. Wir sehen hier widergespiegelt das Bild der Gesellschaft von sich selbst. Wie sie mit dem Thema Liebe und Sexualität umgeht, wie sie es definiert – ein einziges Urteilsdenken, das natürlicherweise zu ungeahnten Ängsten führt.


Die Waffe der Angst?

Die Gesellschaft schlechthin ist von Angst, von Ängsten definiert. In der Liebe gibt es keine Ängste. Darum muss die Gesellschaft die Liebe zwangsläufig beschränken, mit Regeln, mit Verboten versehen. Denn nur so – mit Angst versehen – passt sie in das Bild, das die Gesellschaft ausmacht. Und dieses Bild ist zudem das einer von Männern beherrschten Welt – ganz klar und immer noch. So scheint auf, wie mithilfe eines obskuren, zurecht geschnitzten Bildes einer Sexualität, eine männerbestimmte „Weltordnung“ aufrecht erhalten wird.


In einer beschriebenen Sexualität gefangen?

Betrachtet man sich die Situation aus ein wenig Distanz, wird etwas anderes deutlich: Mit den Restriktionen, die in Hinsicht auf die Sexualität auferlegt sind, werden wir gefesselt. (? Es gibt für diesen Zustand kein deutsches Wort?). Nun – die Augen sind ein Sinnesorgan, die Ohren, es gibt den Geruchssinn. Den Tastsinn. Den Geschmackssinn. All diesen Sinnen sind Körperteile zugeordnet. Und nie, (außer im Mittelalter als drastische Strafe) würde jemand auch nur auf die Idee kommen, diese Sinne offensiv zu beschneiden. Was aber passiert mit der Sinneslust? Das dazugehörige Körperorgan, Lingam, Yoni, (sogar die Brust?) wird versteckt, ist nur den wenigsten zugänglich, darf sich nur unter gewissen Umständen entfalten, ist in seiner großartigen Funktion sowieso eher „unbekannt“ (will heißen „intim“).


Yoni und Lingam sind Sinnesorgane?

Es ist, mit dem festgemauerten Bild der Gesellschaft nicht möglich, zu erkennen, dass unsere Geschlechtsorgane ganz genau so Sinnesorgane wie Nase, Mund und Ohren sind. Mehr noch, in ihrer Funktion sind sie noch wesentlich heiliger als es die anderen Sinnesorgane! Denn sie sind es, – Lingam und Yoni – die Liebe ganz konkret und direkt weitergeben können, sie sind es, die das Leben verkörpern: Nicht nur Fortpflanzung – sondern nämlich das Weitergeben, das Teilen von Freude, von Lust, von Sinnesvergnügen. Von LIEBE. Tödlich so, für jede konsumorientierte Gesellschaft. Für das in Dingen verhaftete Leben. Für das Egokonzept. Und darum bis auf das Äußerste reglementiert.


Der sinnesfähige Körper – ein Geschenk der Liebe, der Schöpfung?

Wir haben das reine, strahlende, von Zärtlichkeit und Vergebung durchdrungene Bild der Liebe zu einem stinkenden Misthaufen aus Schuld, Moralismen, Erwartungen, Schlussfolgerungen und einer ungezählten Menge an Verboten verkommen lassen. Die Liebe, die die Gesellschaft definiert, hat nichts mit dem zu tun, was Wahrheit ist, was Wirklichkeit ist. Das, die tatsächliche Realität, aus der Quelle, ist nämlich der Körper, mit seiner Sinnesfähigkeit, als Geschenk der Schöpfung (die wir selber sind) das wundervolle Instrument, die Liebe weiterzugeben.


Nicht die von der Gesellschaft beschriebene Liebe?

Wir reden – und das ist ein wichtiger Punkt – von LIEBE. Und zwar eben nicht von der in der Gesellschaft widergespiegelten Liebe. Hier geht es um eine Liebe, die eben keine Unterschied-lichkeiten kennt, keine Urteile. Die vollkommen außerhalb der Definition der „Welt“ steht. Es geht nicht um „zügellosen Sex“. Es geht überhaupt nicht um das, was im Denken der Menschen als „Sex“ abgelegt ist. Für uns, die wir jeglichen wirklichen Bezug verboten bekommen haben, zu diesem so wichtigen Sinnesorgan, gilt es zuallererst, die herausragendsten Blockaden in unserer Denkart aufzulösen.


Eine Entscheidung treffen?

Das passiert im Tantra mittels des Prinzips der sieben. Chakren und der mit ihnen verbundenen Nadis – der gewaltigen Symbolik der Kundalinischlange zudem. Und es ist so einfach, wie einen Lichtschalter umzulegen. Ein wenig obskur: Du betätigst den Lichtschalter. Jede Erfahrung, (das Licht brennt ja bereits!) jeder andere Mitmensch, der Staat, die Kirche, die Familie, die Schule, die Uni, die besten Freunde – selbst Dein Partner im Bett – sie sagen Dir: Wenn du den Schalter betätigst, wird es dunkel. Das möchtest Du aber nicht. Also lässt Du den Schalter bleiben. ANGST. Was aber passiert, wenn Du den Schalter betätigst, das ist, dass es STRAHLEND HELL wird, das „Licht“ vorher, erscheint nun bloß noch als graues Dunkel. Es erfüllen sich also nicht die Erwartungen der Gesellschaft, sondern die der Liebe. Wenn Du es nur ehrlich möchtest.

Fazit

Das ist der Sprung von sicherer Erde in den dunklen Abgrund. Wenn Du Deine Angst überwindest, und einfach diesen Schritt in den vermeintlichen Abgrund tust, landest Du im selben Moment auf dem goldenen, sicheren Boden der absoluten Liebe, die Dich zärtlich umfängt. Es gilt das Bild von uns zu überwinden, welches die Gesellschaft uns zu zeichnen gezwungen hat. Und das ist auch der Wille der Liebe – sie empfängt Dich mit all der zeitlosen Fürsorge, zu der sie in ihrer Absolutheit fähig ist.

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Körper

Untermauerte Geisteshaltung

Die Erklärung, was denn nun eigentlich der Körper sei, bereitet vielen Menschen auf der Suche nach der Wahrheit große Schwierigkeiten. Allzu viele Dinge scheinen festgemauert, was diese gigantische Zellkonstruktion angeht. Der Körper ist in gewisser Weise eine absolute Einheit für uns, in dieser Realität, die wir mit ihm leben – ein gewaltiges Konzept, das zu verstehen, nicht wirklich gelingt. Einige Dinge stehen für uns allerdings fest: Die Vergänglichkeit des Körpers zum Beispiel, seine Empfänglichkeit für Krankheiten, seine durch die Physik beschränkten Möglichkeiten.

Wir sollten aber keine Körper sein?

Nun tendiert nahezu jedwede Glaubensrichtung in ihrer letzten Wahrheit dazu, den Körper zumindest als nur vorübergehende Wohnstatt des Geistes zu betrachten. Was immer angestrebt ist, stellt eine Transzendierung des Körpers hin zum „Glauben“ schlechthin dar. Das ist insofern kontraproduktiv, weil es ja nun der ganz realistische Körper ist, mit dem wir im Leben umzugehen haben. Hier zeigt sich die Trennung schattenhaft – denn der Körper ist mit unheimlicher Präsenz in der „Wirklichkeit“ – so stark verhaftet, dass es unmöglich erscheint ihn zusammenzubringen mit dieser „heilige Unmöglichkeit“ (die jeder Religion zueigen ist) – also den Körper und den „Glauben“ als Einheit zu sehen.

Die Idee der Liebe verblasst vor dem Körpergedanken?

Die Idee der Schöpfung, der Glaube, die Liebe tritt zurück, wird in den Hintergrund, auf eine andere Ebene, ein Piedestal, verschoben. Die Dynamik, des in der Gesellschaft und deren Konventionen agierenden Körpers, mit seiner vorgeblichen Möglichkeit, durch Krankheit und andere Einschränkungen unser Leben zu beeinflussen, erhebt sich zur Bestimmung. Finale Schlussfolgerung: Wir sind Körper. Was uns durch dessen Unzulänglichkeit tausendfach bewiesen wird.

Wir können nicht glauben, dass wir keine Körper sind?

Mehr noch, wesentlich mehr noch sogar: Der Körper bestimmt nicht nur über unser Leben. Er beeinflusst unser Denken nicht nur, er ist Teil davon. Die Idee, dass wir kein Körper sind, tatsächlich anzunehmen, nicht nur in gewisser Art und Weise zu akzeptieren und einzuordnen, sondern vielmehr zu verinnerlichen, scheint vollkommen absurd, – bekommen wir doch jede Sekunde das Gegenteil (in positiver und negativer Art und Weise) bewiesen. Die Idee der Überwindung des Körperlichen ist aus unserer Perspektive nicht nur lediglich perfide, sie ist ins „Heilige“ gerutscht, unerreichbar. Der Tod, ja, der mag eine Lösung sein.

Zu deutlich die Beweise?

Es ist also diese Bejahung des Körpers, auch seine Verneinung, genauso wie das Verharren in den „Gegebenheiten“ des Körpers, die uns Schwierigkeiten bereitet, unseren „Glauben“ zu leben, „heilige“ Ideen umzusetzen – denn wir haben diesen Gedanken, diese Gewissheit über die Kleinheit des Körpers, seine Beschränktheit, von der Mutterbrust an, im Mutterleib schon, aufoktroyiert bekommen. Eine angelernte, mit Blut und Tränen erlangte Einsicht, über die Grenzen, ebenso über die Unberechenbarkeit unserer Körperlichkeit.

Unsere Wirklichkeit ist der Körpergedanke?

Wir definieren unsere Wirklichkeit über den Körper und seine Sinne. Auch wenn da durchaus die Vorstellung von „Etwas“ existiert, das „Mehr“ ist – dieses nicht zu erklärende „Mehr“ ist vollkommen erhaben – und somit unerreichbar. „Heilig“ ist eine gute Beschreibung? Aber wir sind eben keine Heiligen. Pff. Der Körper scheint, mit seiner „Sinnlichkeit“, noch dazu, gemacht, der „Sünde“ anheim zu fallen. Und wer könnte also schon den ersten Stein werfen? Wir sind alle Sünder, und ein strafender Gott wird eines schönen Tages für Gerechtigkeit sorgen. Bis dahin kämpfen wir mit unserem Körper. In und gegen dieses Chaos.

Unsere Idee des Körpers ist die der Vergänglichkeit?

Wenn wir uns, nur mit ein wenig Distanz, einmal ansehen, wie der Körper in unserem Geslleschaftsdenken beschrieben ist, wird schnell offensichtlich, dass diese (ihm ja nicht nur zugedachten?) Attribute nichts mit dem Absoluten der Schöpfung, also der Liebe, gemein haben. An allererster Stelle steht – in Millionen von Korrelationen – die Vergänglichkeit. Was hier auffällt, ist: Der „gemeine“ Gesellschaftsgedanke, (welch perfides Egospiel!) erklärt sogar die Liebe über die Vergänglichkeit des Körpers. (Schönheitsideale, Reichtum, sogar Ego-Intelligenz)

Akzeptierte Begrenztheit?

Was uns also zu schaffen macht, ist die Begrenztheit unseres Körpers, die wir leben, die wir vorgelebt bekommen, die wir akzeptiert und verinnerlicht haben. Und alles, was aus diesem Rahmen heraus fällt, bekommt ganz schnell die Etikette eines „Wunders“. Was uns missfällt, was unser Dasein zu bestimmen scheint, sind körperliche Krankheit, (auch die geistige „Krankheit“ ist hier zur Körperlichkeit reduziert), ist der Gedanke unserer Vergänglichkeit, ist die Einschränkung, die wir leben müssen, die uns zwingt, zu ÜBERleben. Und das macht unser Unbehagen aus, angesichts unseres Daseins. (Hierseins). Wir (er) LEBEN den Tod, Seuchen, Kriege, Sünden, Schuld und Gier, Verzweiflung, Depression und Trauer.

Werk der liebenden Schöpfung?

Sind das die Dinge, die eine liebende Schöpfung der Absolutheit für seine eingeborenen Söhne und Töchter erschafft? (in ihrer Absolutheit erschaffen kann?) Können diese „Zustände“ der Wille der absoluten, uneingeschränkten, tatsächlich vollkommenen Liebe für ihre Kinder sein? Das unbedingte „Wollen“ einer unbedingten Liebe? Bekommen Sie keinen Lachkrampf. Es scheint traurige Realität. Und mit einer nahezu primitiven Einfachheit können wir doch ganz entspannt antworten: Natürlich ist dem nicht so.


Die Vergänglichkeit und die Schuld, die Sünde, sind nicht aus der Liebe?

Vielmehr ist jedwede Situation, die wir als gegeben betrachten, die wir beurteilen und einsortieren, die Teil unseres Weltbildes ist, eine Aktion, die die Liebe in ihrer Vollkommenheit inszeniert hat, um uns zum Licht zurückzuführen. Jedes einzelne Bild, (jeder Mensch) das uns begegnet, hat nur einen Sinn und Zweck: Uns aus unserem Traum des Körpers in dieser ach so verhängnisvollen Konstellation, aufzuwecken. Uns zu verdeutlichen, dass die Kleinheit des Körpers, die Beschränkung der Körperlichkeit, die Ideen von Tod und Schuld,wie wir sie aus freiem Willen leben, nicht die Wirklichkeit sind.


Unsere Sinnlichkeit ist heilig?

Es ist also das Ziel der Liebe, uns zu lösen, aus diesen Fesseln in unserem Verstand, die Körper und Geist in Gefangenschaft, in Sklavenschaft halten. Und dies bewerkstelligt die allumfassende, allgegenwärtige Quelle, die Liebe, mit meisterhafter, vollkommen simpler Bravour. Wie immer, wenn es um uns, unser Ich, also die grundlegendsten Dinge unseres „Lebens“ geht, (ein anderes Beispiel wäre die Begrifflichkeit der „Zeit“) ist genau dort (hier unser Körper) auch die einfachste aller einfachen Lösungen zu finden.

Wir sind blindes Licht?

Um das zu verstehen, sehen wir uns an, was unser Körper eigentlich ist. (Im Übrigen nach modernster physikalischer Einschätzung, inklusive Quantentheorie) Unser Körper ist, besteht aus, Energie. Aus Lichtfrequenzen. Auch er ist also letztlich, wie alles Materielle, reine Illusion. (aus unsererSinnes- Perspektive) Es ist jedoch ganz offensichtlich keineswegs so, dass wir dies erleben würden, erkennen, erblicken könnten, würden, wollten. Wir sind mehr oder minder in „Materie“ eingebunden, in Ketten, gefangen auch in dem vorgeblichen Wissen um die Endlichkeit materieller Erscheinungen. Der Gedanke, die Illusion, der Dualismus, dieser Dynamik des Gedankens, wir seien „Materie“(so wie sie allgemein (Im „Volksmund“) definiert ist) , hat uns in die Blindheit getrieben.


Die Liebe benützt zärtlich unsere Behinderung?

Und was könnte eine unbedingte Liebe, die nur das zärtlichste für ihre Kinder möchte, nun denn anderes tun, als diese „Blindheit des materialisierenden Gedankens“, die uns ausmacht, zu benutzen, um uns die Wirklichkeit, die Wahrheit der Schöpfung, aufzuzeigen, die wir vergessen haben? Das heißt, in der Einfachheit des Liebesgedankens, der so einfach ist, dass wir ihn nicht mehr verstehen, ist der Körper, als der wir uns so unmittelbar und direkt fühlen, das Geschenk, welches uns zur Erlösung führen kann.

Noch einfacher?

Und es wird immer einfacher, immer beglückender, immer mehr Zärtlichkeit offenbarend. Denn alles was wir tun müssen, ist mit dem, dass wir glauben, das wir sind, mit der ach so realen Illusion unseres Körpers also, die Liebe zu leben, sie umzusetzen. Denn es ist genau diese verkannte, aus einer falschen Perspektive betrachtete Körperlichkeit, die wir sind. Und wenn wir der Liebe, in „Gedanken, Worten und Werken“ diese, unsere Körperlichkeit überantworten – dann wird die hervorragende Eigenschaft der Liebe überdeutlich: Nämlich, dass sie sich ins Undenkbare, Unbeschreibliche ausdehnt. Und das hat für uns vollkommen ganzheitliche Bedeutung im Jetzt.


Liebe weiter geben?

Das heißt also, es bleibt weiterhin völlig einfach. (nahezu „primitiv“ – Lächel) Denn es ist jedwede Liebe aus ehrlichem Herzen gemeint, (ganz egal, wie wir diese Begrifflichkeit für uns definieren) die wir nur erkennen, anwenden, umsetzen können. Eine Transformation der Perspektive. Mehr nicht. Lieben! Ja, mit dem Geschenk, dass uns die Liebe gemacht hat, unserer Körperlichkeit, die Liebe weiter geben. Das bedeutet auch den Umgang mit unserer Sexualität, unserer so sorgsam im dualistischen Gedanken gehüteten Intimität (schon der Begriff schreit „Begrenzung“) in seiner bisherigen Bedeutung zu überdenken und schließlich logischerweise aufzugeben.


Die Körperlichkeit im Dualismus als wunderbares Positivum

Der Lösungsansatz des Tantra führt uns zurück zu dem Begriff des Körpers. Zu der Frage, wie man denn seinen Körper in der Spiritualität definieren soll. Nun, die letzte Antwort wäre: „Überhaupt nicht“. Doch soweit, wie wir schon festgestellt haben, sind wir mit unserem Denken noch nicht. Im Gegenteil. Doch erweist sich, wie immer, wenn wir es mit der Liebe zu tun haben, dieser Mangel als ein wunderbares Positivum.


Durch Liebe, durch Tantra-bewussten Sex positive Lebensenergie freisetzen und weitergeben?

Im Tantra kennen wir, als ungefähre Grundlage in der Betrachtung dessen, was der Körper symbolisiert, die sieben Chakren und die mit ihnen verbundenen Nadis. Die Philosophie des Tantra sagt nun, hier seien in den Chakren und Nadis, die Energieströme, das Prana, Gottes Atmen, blockiert. Die Chakrazentren könnten die eigentlich nur positive Lebensenergie – die Liebesenergie – die Schöpfungsenergie – die uns durchdringt und umgibt, nur unvollständig weiterleiten. Das ist sehr körperlich gedacht und auch gemeint.


Verschmelzung von Körperlichkeit und Energien

Was im Tantra nun angedacht ist, das ist eine Verschmelzung der beiden Zustände zum einen des „Nichtgewahrseins“ also der Körperlichkeit, und zum anderen dessen, was die Energien, die uns ausmachen, tatsächlich darstellen. Die absolute Liebe nämlich. Diese Verschmelzung, der Prozess der Transformierung des Zustandes des Körpers in dualistischer Gedankenfiguration also, hin zu der Alleinheit der uns umgebenden, alles durchdringenden, allmächtigen, absoluten Liebe, dem „Urzustand“ des Seins, kann, mit unserer Ganzheit als Körper und überragender Geist, erreicht und auch weitergegeben werden.

Die Sinne des Körpers als Schlüssel zur Erleuchtung?

Das heißt also, dass wir unseren Körper, das wunderbare Geschenk der Schöpfung an uns, das uns so nahe ist, als den Schlüssel zu den Türen der Erleuchtung benützen können. Mehr noch, dass es die Liebe (ob des Offensichtlichen des Angebotes) so angedacht hat. Dieser Tempel, unser Körper, ist heilig und wir können Heiliges mit ihm vollbringen. Je näher wir unserem eigenen Körper in seiner Wahrheit als gebündelte Liebesenergie kommen, wie bei einer Blume die wir betrachten, auf deren Einzelheiten, deren Fragmente und die wundersame Zusammenarbeit mit dem Alleins aufmerksam werden, so erschließt die Liebe auch die unendlichen Dimensionen unseres Körpers für uns. Öffnet wundersame Tore.

In Totalität zum Zweck der Liebe?

Je mehr wir unseren Körper also kennenlernen, – vielmehr seine Herrlichkeit im Alleins des liebenden Gedanken leben – je mehr wir unseren Körper (mit allen Mitteln und Möglichkeiten, die uns ganz unmittelbar gegeben sind) also in den Dienst der Schöpfung, der Liebe stellen, – desto mehr wird sich auch die Illusion des Körperlichen auflösen, die unser dualistisches, gesellschaftliches Gedankengut bis dahin projiziert hat. Es ist tatsächlich so einfach. Den Körper, unser Ich, unsere Vorstellung von unserem Ich, in Totalität zum Zweck der Liebe zu verwenden.

Liebe ist unbedingte Zärtlichkeit?

Das alles hört sich irgendwie sehr nach „Aufgabe“ (noch dazu unlösbarer Aufgabe) an. Dabei vergessen wir, dass wir es mit der Zärtlichkeit der Schöpfung, der Liebe zu tun haben. Und so wird das, was wir mit unserem Körper in Liebe weitergeben, für uns selbst zum Akt des Erhaltens von Liebe. Wir werden mit Liebe, Sinnerfüllung, Lust, belohnt, weil wir lieben. Unser Leben, unser Dasein, mit ihm die Empfindung unseres Körpers, verändert sich hin zum Wunderbaren, Auflösenden, nicht erklärbaren. Die unüberwindliche Liebesidee – körperlich und in Gedanken. Sie transzendiert.


Der Atem Gottes weht durch unseren Körper?

Die Definition unseres Körpers in der heiligen Spiritualität könnte die sein, dass wir (wie ein Mönch vor vielen hundert Jahren einmal niederschrieb) nur ein Loch in einer Flöte sind, durch die Atem Gottes, der Liebe strömt. Je mehr wir uns öffnen, zur Wahrheit hin, also die Konformitäten, die Masken der Gesellschaft ablegen, unsere Körperlichkeit mit allen Konsequenzen, ohne irgendwelches Urteilsdenken, der Liebe überantworten, desto klarer wird der alles umarmende Ton sein, den unser Instrument erzeugt. Ein Wohlklang der vollkommenen Liebe. Eine Erlösung, eine Befreiung für die Geschöpfe des Dualitätsdenkens.

Tantra – ein heiliger Freiraum?

Im Tantra wird ein Raum offenbar, der ohne die Begrenzungen der Dualitätskonstruktion, deren Prämissen, deren Urteilsdenken und Konformismus auskommt. Das macht sich in der „Realität“ als herausragend deutliches Zeichen, in der grundsätzlichen Nacktheit während der Andacht deutlich, im Fehlen jedweder Präambeln, was Schönheit, Alter, Beziehungsstatus, „Persönlichkeit“, ausmacht. Das kann in dem Alleins, das mit den Tantra-Übungen angestrebt wird, nicht existieren.


Positives Sinnesempfindungen für das Alleins vervielfachen?

Im Tantra wird die ganz praktische Möglichkeit geboten, positives Empfinden zu wecken, zu verstärken, ganz wichtig, weiterzugeben, zu multiplizieren, – UND umzusetzen – in „heilige“ Energie, die zu einer ganzheitlichen, sich potenzierenden, spirituellen Gesundheit nicht nur der Person, sondern der Allgemeinheit führt. Und das, so irreführend dies auch aus der Perspektive der Gesellschaft wirken mag – ist ganz subjektiv und durchdringend Körperarbeit. (LICHT) Mit dem Wissen uralter spiritueller Lehrer verbesserte Körper (Energie) Kommunikation. Ein „Sex“ jedoch, der die gesellschaftliche Bedeutung der drei Buchstaben „Sex“ ad absurbum führt.

Ein Raum mit liebenden Gewissheiten

Die Tantra Philosophie bietet einen Ruheraum, einen Ort, an dem andere Gewissheiten gelten. Einen wahrhaftigen „Freiraum“. Frieden. Ungestörtheit. Sanftheit. Zärtlichkeit. Körperlichkeit kann sich erklären. Alles das, in den Gesellschaftsnormen, Räumen, Situationen unserer Zeit, unseres gelebten Lebens, in dieser Intensität, mit dieser Intention, überhaupt nicht möglich. Und doch ist es so einfach. So simpel, als ob man einen Lichtschalter betätigt. Der Geist, der Liebe zugewandt, ist zu ganz wunderbar Erstaunlichem fähig. So ist also nur ein wenig Wollen notwendig, ein kleiner Ruf an die Liebe, die Schöpfung, ein bisschen eigener Wille – und Vertrauen.

Fazit

Die lebendige Liebe hat Dir diesen Körper geschenkt, ganz bestimmt nicht, um auf einen Kreuzweg zu gehen. Das wäre komplett gegen jede Idee, gegen die Wahrheit der Liebe. Das ganz genaue Gegenteil ist der Fall. Das Leben, die Welt, die Natur, Dein Körper, all die Sinne, sollen Dir unsägliche Freude bereiten. Denn das ist der andere Name von Liebe und Zärtlichkeit und Dankbarkeit und Schuldlosigkeit – unsägliche Freude. Sinneserfüllung. Und nicht ihre Unterdrückung, nicht das Bild der Kreuzigung.

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Was ist die Begrenzung von Körper und Liebe?

Heilig, privat, intim … die Nacktheit des Menschen

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Nackt

Der Körper der Dreh- und Angelpunkt des Lebens?

Immer wieder begegnet uns der Körper als der Dreh und Angelpunkt für die Verhaftung in der von den Menschen gelebten Scheinrealität. Fangen wir einmal an: Wie sieht man denn einen „Menschen“? Na, ganz klar, werden Sie sagen. Der hat einen Kopf, den Hals, den Körper, Füße, Arme, Haare. Und lügen sich selbst an. Ein Mensch, das ist für Sie, – um es einfach zu machen – die Kleidung. Denn den Körper können Sie in der Regel nur erahnen.

Manipuliertes Schubladendenken?

Ein Unterschied – klein, aber vollkommen grundlegend. Das ist ihr Schubladendenken. Eine ganz große Manipulation, die hier vor sich geht. Sofort springt wohl ins Auge, was dieses Traktat bezwecken soll: Sehen Sie Ihre Schwester, Ihren Bruder nackt! Sehen Sie ihn! Sperren Sie ihn nicht in ein Schubfach im Kleiderschrank, verpacken Sie ihn nicht in Winterklamotten, wickeln Sie ihn nicht in das Bettlaken. Werfen Sie keine Decke über ihn.

Nacktheit der Gedanken?

Was hier nun in Worte gepackt ist, meint ganz selbstverständlich eine gedankliche Nacktheit, ein Ablegen von Wertigkeiten, das Fehlen des Urteils über den Mitmenschen. Doch – hier tut sich auch ein ganz einfacher Weg in unserer sogenannten Realität auf. Ein praktischer Weg, der sehr wohl und ausgesprochen intensiv am Urgrund des Gesellschaftsdenkens sägt – und darum bis zur Unkenntlichkeit verzerrt und in eine Dimension verschoben wurde, die man bloß noch als obskur bezeichnen möchte.

Liebe ist ursächlich nackt?

Die körperliche Nacktheit. Nicht nur im Bett, unter der Dusche, an einem Strandabschnitt. Nicht nur beim Liebesakt. Die Liebe ist ursächlich nackt. Wir sind die Liebe! Wir sind hier – mit der Umsetzung von Nacktheit – in der Lage, ein ganzes starkes Zeichen zu setzen. Für uns selbst, das ist selbstverständlich das Wichtigste. Doch auch für alle anderen. Entgegen allen Konventionen und entgegen der, aus diesem angelernten Denken heraus entstehenden Ängste, Schamgefühle – gegen diese verdammte Prüderie, die uns einsperrt.

Missbrauch des Begriffes?

Jede Religion, abgesehen von archaischen Naturreligionen, missbraucht die Begrifflichkeit der Nacktheit und all das, was sich damit verbindet. Warum ist das so? Die Menschen, auf ihrer Sinnsuche bekamen ein einschlägiges Angebot. Wie bei allen Dingen aber, im Leben, tat sich auf, dass man einen Preis zu zahlen hatte, für die Seligkeit. Dieser Preis war und ist, (unter vielen anderen Restriktionen) ganz körperlich und unmittelbar, unsere Sexualität, also – auch unsere Nacktheit – und nicht nur die des Körpers, sondern ganz genauso die geistige.


Eingehüllt von religösem Denken?

Doch die Sache der Nacktheit erschöpft sich in gar keiner Weise in einer körperlichen Nacktheit – die Kleidung ist ja schließlich (zumindest weit verbreitet) dem Klima geschuldet. Nein. Vom ersten (vollkommen unverschuldeten) Handschlag mit Religionen, die in irgendwelchen Riten oder Hierarchien des Dualismus unterwegs sind, die auf dem Urteilsgedanken aufbauen – jede einzelne tut es – werden wir geistig bekleidet, angezogen, eingehüllt.

Sünde muss verhüllt werden?

Dass mit den Regeln, Geboten und „heiligen Schriften“, den Aussagen der großen Religionen, die Sexualität zum Machtinstrument wurde, der die Kirchen, mithilfe des so subtilen Begriffes der „Sünde“ unter anderem auch noch reich gemacht hat, ihnen jedoch in erster Linie half, eine Ameisengesellschaft zu konstruieren, die dem Willen der Mächtigen entsprach – das ist der Urgrund für unsere Schamhaftigkeit, unsere Prüderie, unser Gedankengefängnis.

Tief verankerter Negativismus

Der Begriff der Nacktheit postuliert, sieht man ihn sich ein wenig genauer an, nichts von dem Positiven, dass er doch eigentlich grundsätzlich ist. Vielmehr kommen in unserem Denken Assoziationen auf, die mit Begriffen wie „Schutzlos, Frierend, Wehrlos, Ausgeliefert,“ vielleicht gerade noch mit „Sex“, verbunden sind. Das ist ein außerordentlich prägnantes Denkmuster, dass der ganzen Menschheit anhaftet, zum Sog des Egoverhaltens in dieser Welt gehört.

Eine Meinung zu sich selbst vertreten?

Wenn hier nun gesagt wird, dass geistige als auch körperliche Nacktheit – also einmal die (ausgesprochen symbolhafte) Befreiung von „Kleidung“ – zum anderen die geistige Nacktheit, das sich lösen, von angelernten Algorithmen und Ängsten, Vorurteilen, dem Gedanken der Sünde – ausgesprochen positiv zu bewerten sind, dann meint das auch, dass es möglich ist, hier ein Zeichen zu setzen. Das führt nun komplett weg von jeder Spiritualität – möchte man meinen.

Der Körper als Schlüssel?

Denn weder die eine noch die andere Nacktheit ist in der von uns gelebten Gesellschaft wirklich umzusetzen. Und doch bietet sich hier ein Ansatzpunkt, der uns von der Schöpfung, der Liebe, gegeben worden ist. Von unserem Körper ist die Rede, der im Mittelpunkt unseres Lebensbewusstseins steht – zuallermeist. Hier liegt auch der Schlüssel. Die Schöpfung ist so einfach in ihrer Liebe, dass wir nicht in der Lage sind, ihren einfachen, so simplen und allumfassenden Willen zu erkennen. Dabei ist dieser Zugang über den eigenen Körper mehr als natürlich. Wir finden den Sinn nicht im Außen – vielmehr ist er uns uns selbst gelegt.

Das vollkommen naheliegende wählen?

Was wäre denn auch einfacher, als bei diesem, so offensichtlich großartigen Geschenk der Schöpfung, unserem Körper, der, wie wir meinen, uns ja ausmacht – zu beginnen? Und so legen wir in der Tantra -Spiritualität unsere Kleidung ab – und begeben uns ebenso in eine Nacktheit des Geistes, in eine Meditation der Energien. Wir setzen UNS SELBST ein Zeichen. Wir setzen um. Wir transzendieren. Das ist allumfassende, göttliche Nacktheit.

Fazit

Und so findet sich im Tantra – im Gedanken der spirituellen Nacktheit – ein ungestörter Strom der Energien, dann, wenn eben die lästigen Kleidungsstücke des Denkens in den Konventionen, den Regelungsansätzen, der vollendeten Manipulation, die sich auch in dicken Lumpen vor den Augen der Menschen zeigt, abgelegt werden – mehr noch, als nichtig, als tatsächlich nicht existent, erkannt werden. Das ist die ins energetische transformierte Idee der Nacktheit, das Entfernen der Kleidung – hier in sehr bildhafter Umsetzung – die Auflösung der Blockaden der Chakren.

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Zwangsneurose

Sind wir alle Psychopathen?

Die Wissenschaft hat für den mentalen Zustand in dem wir uns alle (ohne Ausnahme) befinden, für unser Leben – beziehungsweise das, was wir für unser Leben halten, einen ganz speziellen Fachausdruck. Zwangsneurose.

Wikipedia schreibt:

Die Zwangsstörung oder Zwangserkrankung (englisch obsessive-compulsive disorder bzw. OCD) gehört zu den psychischen Störungen. Es besteht für erkrankte Personen ein innerer Zwang oder Drang, bestimmte Dinge zu denken oder zu tun. Die Betroffenen wehren sich zwar meist gegen diesen auftretenden Drang und erleben ihn als übertrieben und sinnlos, können ihm willentlich jedoch meist nichts entgegensetzen. Die Störung bringt deutliche Belastungen und Beeinträchtigungen des Alltagslebens mit sich.

Zwangsgedanken

Bei Zwangsgedanken handelt es sich um zwanghaft sich aufdrängende Denkinhalte, die üblicherweise als unsinnig erkannt werden. Einige Betroffene leiden zudem zusätzlich an formalen Denkstörungen, vor allem an Perseveration, Gedankenkreisen, eingeengtem Denken oder Gedankenarmut. In schweren Fällen kommen auch überwertige Ideen vor. In der Regel lösen Zwangsgedanken Abwehrrituale auf verhaltens- oder kognitiver Ebene aus. Selten vorkommende Zwangsgedanken ohne Gegenreaktion werden im angloamerikanischen Raum vereinzelt auch mit dem Begriff „Pure-O“ (engl. „pure obsessive“) bezeichnet.“

Die Gesellschaftsneurose?

Wie zu erkennen ist, kann die Symptomatik eins zu eins auf unser Leben übertragen werden. Die Zwänge, die Zwangsgedanken/Zwangsstörungen, jedoch, die wir leben, die uns beschreiben, uns ausmachen, uns definieren, sind dermaßen dicht mit unserem Alltag verwoben, dass es uns schier unmöglich ist, sie zu erkennen. Wir sehen die Neurose vor lauter Neurosen nicht. Es ist, als ob jede einzelne dieser Handlungen, dessen, was wir tun, obwohl wir seine offensichtliche Sinnlosigkeit für uns erkennen, ein Stück der Mauern eines Labyrinths darstellen, in dem wir uns hoffnungslos verlaufen haben.

Ein wirres Labyrinth?

Es ist uns unmöglich, über die Mauer aus Zwangsvorstellungen, verbunden mit den dazugehörigen Handlungen, hinaus zu sehen. Wir sind isoliert, in unserem Glauben. Gezwungen, in eine bestimmte Richtung, die uns die Mauer der Neurosen, der Ängste vorschreibt, zu wandern. Und bei dem Wort „vorschreibt“ blitzt etwas auf. Wir reden hier von unserem Leben, das unvorteilhaft und eigentlich gegen unser besseres Wissen, ja, gegen unseren Willen, von Ängsten beeinflusst, gelenkt wird.

Die Zwangsvorstellung ist auch eine Waffe der als mächtig Betrachteten

Wir haben den Begriff der Zwangsvorstellung aus der Psychologie übernommen. Die Figuren der Mächtigen, die sich in unserem Egoleben reflektieren, sind sich dieser psychologischen Dynamik durchaus bewusst und benutzen unsere Phobien, Neurosen, Abneigungen, Zwangsvorstellungen nicht nur, sie erzeugen sie ganz gezielt – in der Gesellschaft. Sie sind ein durchaus wichtiger Teil der Mauern des Labyrinths.

Eine neue Instanz des Denkens?

Um uns nun aus diesen Zwängen zu lösen, muss eine andere Denkstruktur zur Anwendung kommen. Beginnen wir damit, das Bild des gefangenen Menschen in einem Labyrinth aus Ängsten und Vorschriften, Blockaden auf eine andere Weise zu sehen. In dieser, unserer neuen Zeichnung nun , ist der Mensch die Mauer des Labyrinths, das Labyrinth selber. Es gibt niemanden, kein Außen, dass begrenzen würde. Die Idee des Labyrinths ist nur eine Idee. Wir sind vollkommen frei – viel mehr noch – wir sind die Erschaffer des Labyrinths.

Das Wissen um die Illusion ändert nichts an der Illusion?

Um nun, – wir befinden uns ja trotzdem schließlich in diesem Labyrinth, dass wir darum wissen, dass es nur eine Idee ist, Illusion, ändert an der Sache vorläufig nichts – gilt es gegen diese Vorstellung des Labyrinths (also gegen uns selbst, komplett entgegengesetzt zu unserem Denken) anzugehen. Worin bestehen denn die Zwangsvorstellungen in unserem Leben? Wie wäre es, ein wunderschönes Beispiel, denn mit dem Tod? Oder auch der Krankheit? Der Einsamkeit, dem Nicht geliebt sein? Das alles sind Dinge, die aus unserer Denkstruktur heraus definiert werden und so scheinbar Wirklichkeit gewinnen – Mauersteine in den Wänden unseres Labyrinths.

Verstandesarbeit?

Und wenn jemand nun sagt: „Aber das sind doch Realitäten, wir sterben, wir werden krank, wir leiden.“ dann ist dies lediglich die Bestätigung für die Ideen der Neurosen, die er (als Ego) mit ungeheurer Energie vertritt. Die Urgrund all dieser Neurosen ist die Ignoranz. Das menschliche Urteilsdenken ist übermächtig in den Vordergrund gerutscht, hat das Wunderbare, Herrliche für uns mit einem grauen, gar schwarzem Schleier bedeckt, jedweden Jubel ob der Herrlichkeit der Universen verstummen lassen.

Kognitive Dissonanz?

Wenn wir uns deutlich machen, dass diese „Realitäten“der Gesellschaft in keiner Weise vereinbar sind mit dem Gedanken des Absoluten – also der Liebe – von ebensolch absoluter Logik uns überzeugen lassen, viel mehr noch, unser heiliges Vertrauen in die Nichtexistnenz der beschriebenen Illusionen setzen, dann kann die Schöpfung, die Liebe, unseren Ruf hören,. Wenn wir jedoch unseren Aufschrei, unsere Bitte nach Liebe, an die Götzen richten, werden wir auch nur vergängliche Illusion im Gegenzug erhalten – keine Wahrheit.

Wiedererkanntes Selbstvertrauen?

Mit dem vollkommenen Vertrauen in die Liebe der Schöpfung aber, ändert sich unser Weltbild, ändert sich unsere Welt. Denn wir erkennen, das es mitnichten der Weg ist, Kleinheit zu leben und zu proklamieren. Es gibt mit dieser Erkenntnis über sein „Selbst“ als Schöpfer, als Kind Gottes, als Erschaffer alles Sichtbaren und Unsichtbaren keine Grenzen mehr, keine Ängste, die irgendwie hinderlich sein könnten. Und obwohl die Liebe keine Zeit kennt, zwingt das Denken der Menschen sie dazu, diesen Weg ebenfalls in den Begriff des Zeitlichen einzubinden.

Zeit in der Zeit – um die Wirklichkeit sehen zu können?

Das meint für uns, als Lernende auf dem Weg, dass obzwar alles, was an Problematik je existiert hat, schon längst aufgelöst ist, wir aber Zeit in dieser von uns erschaffenen Zeit benötigen, um diese Wahrheit zu erkennen. Denn wir sind auf vielfache Weise behindert, mit all unseren Sinnen, blockiert, blind und ohne Empfinden für diese Herrlichkeit, die doch so zum Greifen nah bei uns ist.Die Gesellschaft hat uns jeden wirklichen Affekt genommen.

Eine Million vollkommen richtiger Wege?

Es ist nun wohl tatsächlich so – wir sind in einer ungeheuer komplexen Situation gefangen – und ob genau dieser Komplexität scheinen sich auch tausende von Wegen aufzutun. Die Schöpfung in ihrer Liebe wird jeden Weg annehmen. Begreifen wir jedoch unsere oben beschriebenen Blockaden, verstehen wir, dass wir nur zu blind gemacht sind, das Paradies um uns herum wahrzunehmen, – reduziert sich die Zahl dieser Wege ganz enorm. Bis hin zur kompletten Nacktheit des Menschen, im Denken und als Körper.

Der nackte Mensch?

Unser Körper – das Etwas, das wir als „Ich“ definieren, als „mein“ zumindest. Das größte Geschenk der Liebe – als wunderbares Instrument des Verständnisses – ein „Etwas“, auf das wir direkten Zugriff haben, dass mehr als ein Teil von uns ist, mehr als jedes intellektuelle Bestreben. Hier, in unseren Energieströmen, sind die Blockaden manifestiert. Wir finden uns also auf den Körper als Manifestation in der Illusion reduziert – mit all seinen Energieströmen, welche durch die Vorstellung eines Körpers (wie sie unserer Denkaststruktur zueigen ist) in ihrem Fluss beschränkt wenn nicht zur Gänze behindert sind.

Tantra – ein Körperweg zur Erleuchtung?

Das Tantra – welches keineswegs mit dem zu tun hat, was der Begriff im gesellschaftlichen Konsens für den einzelnen bedeuten mag – zeigt zum einen auf sehr körperliche Weise, durch Körperübungen, Yogaübungen, konkretem Muskeltraining zum anderen auf dem intellektuellen, und ebenso auch dem sensitiven Weg diese Blockierungen aufzuzeigen und zu beseitigen, aufzulösen.

In der Freude Energien vereinen?

Das Ziel muss immer das Ganze sein – Tantra erreicht letztlich über den Körper den Zustand des Nichtkörpers, der Vereinigung in Energien – rein und klar und unbeeinflusst. Wo sonst, auf welchem Weg sonst, wäre dies so praktisch, so umfassend, so direkt und einfach möglich? Ein weiteres Attribut des Tantra, dass an die absolute Liebe erinnert: Tantra bringt Freude, Entspannung, Sensationen an Wohlbehagen. Dinge, die anfallen, wenn die Liebe der Lehrmeister ist.

Der „verkörperte“ Weg aus der Dinglichkeit?

Tantra ist der, im wahrsten Sinne des Wortes „verkörperte“ Wille und Weg aus der Dualität der dinglichen Welt, die unsere Körper und damit vermeintlich auch uns definiert. Wir reden hier von der erhabenen Idee des Tantra. Nicht vom Ausleben sexueller Triebe auf Kosten anderer. Tantra ist ein sehr direkter, ein sehr mit Nähe verbundener Weg – wir vermeiden das Wort „Intimität“, denn es verkörpert die Regularien des Dualismus. Doch ist diese wirkliche Nähe, die Vereinigung von Energieströmen, weit entfernt von dem, was in der Gesellschaft als erlebte Sexualität gehandelt wird. Keine gesellschaftliche Definition kann hier hinreichend sein.

Träume
Träume

Tantra ist HEILIG?

Um mit dem gebräuchlichen Vokabular zu sprechen, deutlich zu machen, darzulegen: Tantra ist HEILIG.. Und das ist durchaus umfassend gemeint. Das bedeutet, hier treten, vom ersten Augenblick an, Energiekräfte auf, die auf keinem der ungezählten vielen, anderen Wege und sogenannten andereren Wege in solcher Signifikanz, so direkt und deutlich spürbar, auftauchen können. Tantra ist – einleuchtender Weise, schließlich hat unser Körper am meisten mit uns zu tun – der vollkommen direkte Weg – (was den Körper anlangt, gibt es keinen anderen, außer den des Schmerzes in jeder Hinsicht – und der ist absolut untauglich) die uns von der Schöpfung der Liebe selber gegebenen Ressourcen (den Körper und damit auch die Lust) sinnvoll – zur Erkenntnis, zur Wahrheit hin, zu nutzen.

Fazit

Die Methodik des Tantra löst die generelle, menschliche Zwangsneurose auf. Denn das Tantra ist vom Gedanken der Liebe gänzlich durchdrungen. Dieser allumfassende, expandierende Liebesgedanke manifestiert sich in Begegnungen unter dem gedanklichen Vorzeichen des Tantra. Die Struktur des Gesellschaftsdenkens kann im Tantra nur sehr schwer Griff finden, die Sache ist eben glatt – zu nackt. Keine Diskrepanzen, an dem man sich festkrallen könnte. Die kaum vorstellbare Auflösung der menschlichen, kognitiven Dissonanz, das Verschwinden dieser Welt des immer schmerzlich nagenden Zweifels – hier wird sie Realität – in der Vereinigung der Energien.

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Das Ziel des Tantra Yoga

Macht NICHTS?

Nichts, Etwas

Die Macht des Nichts

Vollkommen richtig! An dieser Stelle nun ein paar Worte über die Macht des Nichts. Im Übrigen ein wunderbares Wort – auch im allgemeinen Sprachgebrauch. Wo „es“ (mehr oder minder) das Fehlen jedweden „Etwas“ bedeutet. Zwirbeln wir die Geschichte also, sinnigerweise, von hinten auf – stellen wir uns die Frage nach dem „Etwas“. Eine wichtiges Problem zu Beginn: Das Nichts ist relativ absolut – ist es das „Etwas“ ebenso? Im Dualismus wird diese Frage ohne Zweifel mit einem Ja beantwortet.

Ein absolutes Etwas?

Ein klares Nein ist jedoch allzu offensichtlich, denn die Eigenart des „Etwas“ liegt in seiner Begrenzung, seiner vergänglichen Struktur. Womit das Allumfassende des Nichts im Gegenzug strahlend aufscheint. Man kann ja nun sehen, dass das Nichts die Wahrheit sein muss – denn wie kann auch irgendetwas (egal natürlich auch die in eben diesem Moment nicht mehr existierende Unwahrheit) im absoluten Nichts eine falsche (irgendeine) Bedeutung erlangen?

Nichts – die Begrifflichkeit ist in der Liebe enthalten?

Wir kennen diese Beschreibung des Absoluten – alles Beinhaltenden – denn Absolut (nicht nur in relativem Sinne) ist die Liebe. Wie also aufscheint, ist der Begriff des Nichts (der hier im Sprachgebrauch als Gegensatz von Etwas benutzt wird) im Absoluten der Liebe bereits enthalten. Die Liebe ist auch das Nichts. Sie ist ebenso das Alles. So ist diese Beschreibung des Nichts, nichts anderes als eine Beschreibung der Liebe.

Das „Etwas“ muss Unwahrheit sein?

Wenn also das Nichts die Wahrheit ist, muss das „Etwas“ zwangsläufig die Unwahrheit sein – das ist eine Schlussfolgerung. Das zweite, weitaus bedeutendere Resümee aus dieser einfachen Logik ist: Wenn das Nichts absolut und die Wahrheit ist – dann kann das „Etwas“ gar nicht existieren. Es wird also somit logisch bewiesen, dass das „Etwas“ die „Realität“, bloße, pure Illusion ist. Ein Traum. Eine Nachtmaar. Ein Trip. Nicht dieser logische Schluss – sondern vielmehr das, was wir unser Leben nennen.

Die Anhaftung an eine Illusion?

Was also ist „Etwas“? Die Anhaftung an eine Illusion, eine Unwahrheit, ein Irrtum, ein Denkfehler. Und wie ist es möglich, diesen Anhaftungen zu entkommen? Ein Weg ist sicherlich die Struktur des buddhistischen Gedanken, aus dem diese Begrifflichkeit der Anhaftung übernommen ist. Wir sehen uns unzweifelhaft gefangen, in diesem „Etwas“. Was aber ist dieses Etwas im Absoluten, in der Wahrheit, in der Liebe? Es ist ein Traum des Absoluten. Dieses, die Wahrheit, das Nichts, das Absolute, die Liebe, sind auch wir. Wir träumen uns selbst.

Eine Welle über den Planeten?

Doch es gibt ein langsames Erwachen. Ein Ruf, die alte Melodie, geht über den Planeten und die Menschen reißen die stinkenden Fetzen, die sie vor ihren Augen befestigen ließen, herunter. Und die Wahrheit, die absolute Liebe, das Nichts – es ist von dermaßener Umfänglichkeit, dass es in jedem Partikel des „Etwas“ aufscheint. Wenn wir uns beispielsweise ein Blatt nur lange genug ansehen, (die Liebe kennt keine Zeit) – löst es sich zu NICHTS auf.

Liebe ist überall?

Und dieser Atem der Vergänglichkeit, der Weg ins Nichts, in die Liebe, die Wahrheit, scheint in jedem Zweig, in jeder Blüte auf, die wir sich im Winde bewegen sehen. Fast wird die Welt durchsichtig, hin zu dieser Wahrheit, diesem Nichts, diesem warmen Licht, gibt man sich nur Mühe, zu lieben. Das Nichts, die Liebe, gibt uns viele Möglichkeiten, sich ihr zu nähern, mit ihr zu kommunizieren.

Das Ende des Vergänglichen und der Anfang des Ewigen

Nichts – das ist das Ende des Vergänglichen und der Anfang des Ewigen. Wir finden ein wenig Nichts in den wärmenden Strahlen der Sonne, in der Stille, der Meditation, in der Vereinigung unserer Energien. Durch all das vergängliche Etwas scheint das helle Licht des Nichts, der Liebe hindurch, wie das Sonnenlicht durch das Geäst eines Baumes scheint. Zeit ist unwichtig.

Fazit

Wir verstehen, dass es darum geht, sich ganzheitlich, mit allen Energien, in Distanz zum Etwas zu bringen – vielmehr, dies, als Illusion erkannt, aufzulösen. Die ungeheure Macht des Nichts, der absoluten Liebe, die, als Quellenergie, dabei in pulsierender, sich verstärkender Zärtlichkeit den Hintergrund und alles andere auflöst, reicht uns dabei behutsam ihre Hand. Und der Weg, den wir mit unserer Körperlichkeit alle gehen, verwandelt sich in das Schönste, das wir uns nur vorstellen können.

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Spiritualität und Emotionen

Emotionen Gefühle

Die Quintessenz menschlichen Daseins?

Gefühle – das beschreibt mehr oder minder die Quintessenz menschlichen Daseins. Wir alle – ganz ohne Zweifel – sind im Grunde Gefühlsmenschen. Unsere Entscheidungen fällen wir, ganz egal – auch aus einer Zwangslage heraus – mittels einer gefühlten Einschätzung der Lage. Das aber ist nun so eine Sache mit „Gefühlen“. Sie sind per Definition subjektiv, manipuliert, extrem singulär. Sehen wir uns einmal an, wie Gefühle so beschaffen sind, wo sie denn eigentlich herkommen.

Ein riesiger Begriff?

Schon bei der Betrachtung des Wortes wird seine Überrdimensionalität deutlich. Was eigentlich, ist nicht von Gefühlen, von Emotionen bestimmt? Die Wissenschaft beschreibt die Emotion als den Auslöser von Gefühlen – eine weitere Partitionierung, die in der psychiatrischen Behandlung von Menschen, (deren Gefühle „gestört“ sind) ihre subtile Fortsetzung findet. Es scheint wichtig zu postulieren, dass der Mensch an sich, ganz und gar „Emotion und Gefühl“ ist.

Eine momentane Lebenssituation?

Versuchen wir uns der Begrifflichkeit zu nähern. Ein Gefühl – das ist eine gewisse Art von Standpunkt, eine Einstellung, eine Betrachtung, letztendlich schlussfolgernde Beschreibung der Lebenssituation, der regelmäßig eine Entscheidung folgt. Angesichts des Gigantismus der Begrifflichkeit, ist man nun von „Natur“ aus geneigt, ihn weiter zu zerspalten. Da kommt dann die Biologie ins Spiel, die Hormone, die DNA und vieles mehr. Wir werden diesen „wissenschaftlichen Weg“ nicht gehen, sondern bewegen uns diametral in die andere Richtung.

Die treibende Kraft?

Anstatt uns also nun in Einzelheiten über die Gefühlswelt zu ergehen, erkennen wir sie einfach als das, was die treibende Kraft unseres kompletten Lebens in dieser Realität ist – wie bereits dargelegt – die Quintessenz dessen, wie wir uns als Mensch, als subjektiv empfindendes Individuum, in dieser Gesellschaftsordnung verorten. Dass Gefühle von einzigartiger Subjektivität sind, scheint offen da zu liegen. Was aber begründet diese „Einzigartigkeit“ der Gefühle, wie kommen sie zustande?

Die Macht der Angst?

Verwenden wir zu Verdeutlichung ein Gefühl, das in diesem Zusammenhang einen gewissen Alleinstellungswert hat – die Angst.

Da war diese Sache – komplett unlösbar. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat’s einfach gemacht.“

Der größte Teil unserer Gefühle ist ganz konkret durch die Angst bestimmt. Etwas mehr oder weniger davon. Angst ist ein ausgesprochen grundlegendes Gefühl. Mit ein bisschen guten Willen ist es möglich, die Begrifflichkeit des „Gefühls“, der „Emotion“ , auf das zu reduzieren, was Angst bedeutet. Angst, das bedeutet, eine Situation als gefährlich einzuschätzen. Das Leben ist gefährlich. So entsteht schon einmal eine erste Angstfrequenz, ein Grundton, der natürlich durch Erziehung, Wissen, sozialem Umfeld und viele andere Faktoren bestimmt ist.

Eine graduierte Kurve der Angst?

Bleiben wir beim guten Willen – die Gefühle sind also nicht anderes als bestimmte – von Gesellschaft und Wissenschaft durchaus formulierte – Fixpunkte, Gradierungen in einer Angstkurve. Wenig oder gar keine Angst erzeugt in dieser Struktur ein gutes Gefühl, also positive Emotionen, ein Plus an Angst dagegen, generiert negative Gefühle und affirme Handlungen zur Vermeidung. So ist das also. Gefühle sind Abstufungen der Lebensangst.

Die kleine, momentane Angst?

Schon vielfach haben wir das festgestellt: Es sind die Ängste, die uns tangieren. Es sind unsere Lebensängste, die von mächtigen Institutionen ausgenützt und benutzt werden, unsere Handlungsweise zu beeinflussen, zu manipulieren. Doch was ist zu tun gegen die „kleine Angst“, die Ängste, die uns, ganz unmittelbar, aus dem Moment, „aus dem Bauch heraus“, gewisse Dinge nicht annehmen lassen? Heißt es nicht immer, man solle seiner Intuition folgen?

Die Sache mit dem Bauch?

Vollkommen richtig? Um die Sache vereinfacht dazustellen, ist hier lediglich die Frage, ob sie einen feisten Schmerbauch ihr eigen nennen, oder vielleicht ein muskulöses Sixpack. Die Entscheidung aus dem Bauch heraus … ist die unbewusste Quintessenz der Erfahrungen, die ein Mensch für sich, vollkommen persönlich, gemacht hat. (Plus einer guten Portion Urinstinkte). Hier spricht (obwohl das von eingefahrenen Denkstrukturen durchaus auch anders betrachtet wird) der „gesunde Menschenverstand“.

Gefühle sind Schlussfolgerungen des Denkens?

Ängste – Gefühle – die Quintessenz der Erfahrungen. Fein. Erfahrungen – das sind Geschehnisse, (Mehr oder minder logische) Schlussfolgerungen des Denkens. Des Denkens, Urteilens, in einer Welt, ohne wirklich festen Punkt, in der sich alles ständig ändert. Ein auf und ab der Gefühle. Irgendetwas beeinflusst also unsere Gefühle. Beeinflusst auch das Bauchgefühl. Es ist – ein wenig absurd, denn Denken und Fühlen sind ja zwei in der Linguistik zwei vollkommen verschiedenen Ebenen – es ist Tatsache, dass wir uns von Gefühlsmenschen zu Verstandesmenschen gewandelt haben.

Unser Gefühlsuniversum?

All die Ängste, die wir mit eben diesem (durchaus wissensmanipulierten) Verstand erschaffen, bestimmen also, in ihrem Auf und Ab, unser Leben – unser Gefühlsuniversum. Die Grundsatze, Paradigmen, die logischen Schlussfolgerungen und Urteile, die Prämissen für dieses ganzheitliche Erleben von (zu großen Teilen unbewussten) Ängsten, werden uns von frühester Kindheit an, mit allen erdenklichen Mitteln, geprägt von nahezu irrsinniger Raffinesse der Gesellschaft, des politischen Systems, des Kapitalwillens, eingebläut.

Wir potenzieren unsere selbstgesetzten Grenzen?

So ist unser Handeln, sind unsere Ängste, ja selbst Entscheidungen, die vorgeblich „aus dem Bauch heraus“ getroffen werden, durchtränkt, triefend von dem chaotischen Sarkasmus einer scheinbaren, vorgeblichen Gesellschaftsordnung. Wir taumeln blind, suchen Halt, werden immer wieder enttäuscht. So vermehren wir die Grenzen, die wir uns selbst in unserem Leben setzen, quasi in sich potenzierender Art und Weise.

Gefühlswelt der Ängste?

Was also überdeutlich wird, ist, dass, solange wir in einer Gefühlswelt der Ängste leben, einer von uns selbst, mit Bausteinen der Gesellschaft, erbauten Sandburg, in der wir uns und das, was wir in Wirklichkeit sind, verstecken, wird es unmöglich sein, die Wahrheit um das, was Gefühle, die Emotionen, für den Menschen wirklich sind, zu erfahren. Wir blockieren uns selbst. Immer sind unsere Gefühle, Emotionen und Reaktionen von Scheinbarkeiten erfüllt, in Fesseln gelegt. Auf das Bauchgefühl, das zarte Prickeln, hören wir nicht mehr, oder wir verkennen es.

Nummerierte Gefühle?

Wie unser gesamtes, von Ängsten bestimmtes Leben, zerteilen und sortieren, nummerieren wir, in ungebrochenem Schubladendenken, – auch unsere Gefühle. Eine dicke Decke aus suggerierten, aus angelernten Ängsten umhüllt unsere Emotionen, beinahe ersticken sie, in diesem Zwang. Und mit ungeheurer Eloquenz verteidigen wir unseren (vollkommen lebensfeindlichen) Standpunkt – geben dem Denken den Vorzug, wägen ab – sind schon lange wieder verloren, in der Finsternis, dem Nebel, all dieser Angstgedanken.

Kleinheit der Gefühlswelt?

Wir begrenzen alles was wir sind, in größtmöglicher Kleinheit. Es ist ein (unbestimmtes, vages) „Bis hierhin und nicht weiter“ , das uns in diese Kleinheit der Ängste, des Denkens, der Gefühle, der Emotionen verbannt. Einsperrt. Doch welche ungeahnte, von Angst vollkommen befreite Größe liegt hinter diesen, selbst gebauten, undurchsichtigen Betonmauern! Der Sprung auf goldenen Grund, den wir uns aus freiem Willen selbst verwehren.

Die Grundfrequenz aller Gefühle?

Weiter: Es gibt eine Grundfrequenz aller Gefühle. Das Urgefühl. Pulsierend, immer da, fürsorglich, alles umfassend, zärtlich, die Wirklichkeit, die uns alle umgibt, die uns ausmacht, die wir sind, die unsere Wahrheit ist. Die wirkliche, nicht von der Gesellschaft definierte Liebe. Die alles durchdringende Vereinigung jedweder positiven Energien. Sie ist das, was wir immerzu suchen. Hinter unseren Betonwänden, in unserem schrecklichen Gefängnis aber, nimmermehr finden werden. So gilt es denn, unser ALLES zu leben, das, was wir selbst hinter all den Konformitäten sind. Nackt, ohne diese dicke Decke, einfach nur diesem wahren, wirklichen, unser Denken und unsere Körperlichkeit mit allen Energien umfassenden Grundton, der vereinigenden Liebe sich ausliefern, sich in die Wahrheit fallen zu lassen, den viel zu dicht geflochtenen Umhang aus Vorurteilen, Ängsten, manipulierten Gefühlen, für immer abzulegen.

Grenzen ausloten?

Durchaus von Bedeutung ist, dass ein „Ausleben“, die also vorgeblich unwillkürliche Freiheit der vom Ego diktierten Gefühle, (die „freie“ gesellschaftlich definierte „Liebe“) wie sie uns verlockend präsentiert wird, eine nur ausgesprochen fragwürdige, wenn nicht negative Wirkung auf unseren Weg zum wahren Ziel, hat. Es zeigt sich als ein planloser Versuch, dualistische Denkstrukturen zu sprengen, bringt nur noch größere Bedrängnis, in potenzierter, sich überschlagender Dualität. Deswegen ist die Ganzheit der liebenden Intention, die Angstfreiheit (zumindest ihre Überwindung – für einen Sekundenbruchteil) von großer Wichtigkeit für den Weg.

Das „biologische“ Gefühl

Wir empfinden, fühlen Schmerz, Berührungen, wir interpretieren alle unsere „biologischen“ sensitiven Wahrnehmungen, mittels unseres Körpergefühls. Und diesem haben wir ein Korsett angelegt, wir haben den goldenen Vogel in einen eisernen Käfig gesperrt. Dieser Käfig wird gemeinhin „Denken“ genannt. Vorteile, Urteile, Grundsätze, Bekenntnisse, Meinungen, Standpunkte. Unser Leben scheint darin zu bestehen, den Schlüssel zu finden?

Das „gedachte“ Gefühl

Unser Denken bestimmt unser Gefühl. Der Weg ist, dieses Denken zu befreien, ja, es gar aufzulösen, in seiner ungemeinen Komplexität. Das Gewahrsam bestimmter Zusammenhänge, die durch sich öffnende Türen der Erkenntnis deutlich werden, zusammen mit dem freien Willen, vorgegebene, von der Gesellschaft etablierte Mauern aktiv aufzulösen, führt zu dem, bis dahin von Ängsten verschleierten, vernebelten Punkt der Grenzüberschreitung. Und da ist Licht.

Fazit

Unsere Gefühle, unsere Emotionen, sind bestimmt von unserem Denken. Wir erschaffen hier die Basis, die Treppenstufen, den Untergrund, auf dem wir durch unser Leben gehen. Wenn es uns jerdoch gelingt, unsere Ganzheit, unsere Allheit, in sowohl körperlicher (der Körper als Träger und Kommunikator positiver Lebens-Liebesenergien) und geistiger Kommunion (der Geist als der Macher aller Dinge) dem Gefühl der ursächlichen, fürsorglichen, absoluten Liebe angstfrei zu überantworten, sind wir auf dem Weg zur letztlichen Wahrheit. .

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Der Weg aus dem Dualismus heraus

Dualismus

Weiß ich?

Manch einer auf dem Weg wird sich fragen, wie es denn nun weiter gehen soll, da er durchaus meint, verstanden zu haben. Da ist er also, dieser Dualismus – auf’s Feinste erklärt und zerpflückt – jetzt wissen wir endlich mit wem wir es zu tun haben. „Und – ich habe es ja schon immer gesagt, die ganze Sache entzieht sich letztlich doch unserem Verständnis. Aber gut, wir wissen, die ganze Angelegenheit ist absolut – so vertrauen wir denn also … in das, was wir nicht verstehen.“

Der Glauben Nicht Verstandenes

Ist das nicht wahrer Glaube? Ist das nicht wahres Vertrauen? Wir setzen unser Ich ein, unser Denken, für etwas, das wir nicht verstehen. Wenn dies also kein Vertrauen, kein Glaube ist? Und nun ja, trotz dieses Vertrauens, dieses Glaubens … es bleibt uns, nach dieser Partitionierung von Dualismus und dem, was er nicht ist, zu unserem großen Bedauern noch immer die Welt des Dualen, in der wir uns befinden, mit allen Konsequenzen – ob als gut oder schlecht betrachtet. Was heißt das? Sehr simpel: Wir haben die Sache mit einem ungeahnten, unbemerkten, grandiosen Mechanismus in eine der dualistischen Schubladen geschoben. Und isch habe fettisch. Das wars.

Mehr als Erkenntnis?

Es gilt also mehr zu erreichen, als die bloße Erkenntnis, wie die Struktur, das Wesen des Ego und sein duales Denksystem zu funktionieren meinen. Denn es ist ungeheuer einfach, sich an diesem Punkt des Weges, im Besitz eines vermeintlichen Wissens um die „letzte Wahrheit“ (die man zwar nicht versteht, an die man aber glauben kann) von den Präsentationen des Egobewusstseins weiterhin als gefangen zu sehen. Die Erkenntnis dieser Fesseln, dieser Restriktionen, ist hedoch unbestreitbar da – wir haben diese Begrifflichkeiten ja definiert.

Eine spirituelle Sackgasse?

Also: „Da muss noch mehr sein!“ Wer in dieser gedanklichen Sackgasse steckt, der sollte innehalten, seine Position überdenken. Wie steht er da, inmitten all dieser Wertigkeiten? Ist er befangen? Was sind die Anhaftungen? Der Punkt ist: Mit schematischen Definitionen kann lediglich ein chaotisches, dualistisches „Wissen“ erworben und dann auch im Sinne des Dualismus weiterverarbeitet werden. Die Erkenntnis der Existenz des Dualismus bedeutet jedoch noch lange nicht sein Ende.

Der Dualismus ist unbedingt singular

Wer nun also ernsthaft damit beschäftigt ist, den Dualismus aus seinem Leben zu streichen, die unselige Dynamik der Gesellschaft, das Milieu des Dualen aufzugeben, der wird, nahezu vollkommen zwanghaft, versuchen, die dualistische Weltsicht auf irgendeine verschrobene Art und Weise mit der Nichtstruktur des Nondualismus zusammen zu bringen. Das kann nur in der Hosen gehen. Das überragende, erhebende, erhabene Sein der Liebe, der Schöpfung, des Lichts, steht diametral zum System des Dualismus. Die beiden sind nicht vereinbar. No way. Das geht nicht.


Unterschwelliger Zweifel immer da?

Jeder Mensch hat insgeheim den Wunsch, diesem Chaos-System zu entkommen, das macht unser stetes leises Unbehagen aus – so gut es uns auch in dem Egouniversum, das uns ausmacht, zu gehen scheint. Betrachten wir das Ganze einmal ein wenig distanziert, tut sich die Lösung auf. Es gilt, eine getrennte Nutzung der Systeme aufzubauen. Das meint – wir nutzen in einem bestimmten Rahmen entweder das Eine – oder aber – gezwungenermaßen – das Andere. Das kann lediglich funktionieren, weil eines der beiden Denksystem absolut ist – nämlich die Schöpfung die Liebe.

Platz außerhalb der Zeit?

So bietet sich also die Partitionierung – eigentlich ja eine Idee des Dualismus – als wunderbarer Ausweg aus einem schier nicht lösbaren Dilemma. Mit einer Reihe von, durchaus dualistisch anmutenden, Hilfsmitteln, ist es möglich, für einen Platz in der Zeit, der Wahrheit nackt und unbedarft des dualistischen Konformes gegenüber zu treten und ihrer Wahrheit in großen Schritten näher zu kommen.


Die große Angst sich zu verlieren?

Die große Angst aller Menschen, nämlich sich zu verlieren in diesem System des Nichtsystems, ist vollkommen unnötig. Das dualistische Gesellschafts-Denk-Gehorsamkeits-Urteils-Schuldes Prinzip ist dermaßen tief in jedem von verankert, dass es uns unweigerlich zurückholt, in seine Fesseln. Doch die Möglichkeit, tatsächlich zu großen Teilen unbehelligt von dualistischen Strukturen zu verweilen, ist wunderbar, vollkommen logisch und von der Schöpfung als Pfad gegeben.

Nichts im dualistischen Leben ruft nach Veränderung?

So bleibt also in dem dualistischen Leben, den Konzeptionen des Dualismus, vorläufig alles beim Alten. Nichts was da wäre, dass danach riefe, verändert zu werden. Wie würde es denn auch Sinn machen, etwas zu ändern zu wollen, dass man als durch und durch verrückt erkannt hat? So treten die Wünsche des Dualismus, je weiter wir auf diesem aktiven Pfad des mentalen und körperlichen Trainings weiterwandern, uns lösen, immer mehr in den Hintergrund, bis sie schließlich zur Gänze verblassen.

Der Weg führt zum Moment des Verständnisses?

Die beste Nachricht: Dieser Schritt, dieses Eingeständnis, dass die Schöpfung, die Liebe und auf der „anderen Seite“ der Dualismus, niemals, wie auch immer, zusammen kommen können, denn sie stehen einander diametral gegenüber, ist der Beginn eines Lernens, dass unweigerlich zum „heiligen“ zum einzigen „Augenblick“ des vollkommenen Verständnisses führt. Kein Moment in der Zeit ist das, nichts, was sich in Worten oder Gedanken ausdrücken ließe.

Fazit

So wird also deutlich, dass es möglich ist, ein Wissenspaket außerhalb des Zeitbegriffes des Dualismus zu verinnerlichen – ohne dass sich dies in irgendeiner Art und Weise auch nur überhaupt auf die Welt des Dualismus, die ja weiterhin die Oberhand behält, auswirkt. Arbeitsverhältnisse bleiben Arbeitsverhältnisse, die Miete bleibt dieselbe, die Beziehung. Das seit der Geburt verinnerlichte Bild hat durchaus Bestand. Doch natürlich wird sich die Egowelt durch unser Wissen letztlich auflösen, sie wird zunehmend von Licht durchstrahlt, diese Dunkelheit des Egos, in der wir gefangen sind. Bis hin zu dem Punkt, wo wir ganz „realistisch“ erfahren dürfen, was es heißt, das Licht selber zu sein.

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