Wie können wir das Wunderbare im Leben wiederfinden?

Zwangsneurose

Sind wir alle Psychopathen?

Die Wissenschaft hat für den mentalen Zustand in dem wir uns alle (ohne Ausnahme) befinden, für unser Leben – beziehungsweise das, was wir für unser Leben halten, einen ganz speziellen Fachausdruck. Zwangsneurose.

Wikipedia schreibt:

Die Zwangsstörung oder Zwangserkrankung (englisch obsessive-compulsive disorder bzw. OCD) gehört zu den psychischen Störungen. Es besteht für erkrankte Personen ein innerer Zwang oder Drang, bestimmte Dinge zu denken oder zu tun. Die Betroffenen wehren sich zwar meist gegen diesen auftretenden Drang und erleben ihn als übertrieben und sinnlos, können ihm willentlich jedoch meist nichts entgegensetzen. Die Störung bringt deutliche Belastungen und Beeinträchtigungen des Alltagslebens mit sich.

Zwangsgedanken

Bei Zwangsgedanken handelt es sich um zwanghaft sich aufdrängende Denkinhalte, die üblicherweise als unsinnig erkannt werden. Einige Betroffene leiden zudem zusätzlich an formalen Denkstörungen, vor allem an Perseveration, Gedankenkreisen, eingeengtem Denken oder Gedankenarmut. In schweren Fällen kommen auch überwertige Ideen vor. In der Regel lösen Zwangsgedanken Abwehrrituale auf verhaltens- oder kognitiver Ebene aus. Selten vorkommende Zwangsgedanken ohne Gegenreaktion werden im angloamerikanischen Raum vereinzelt auch mit dem Begriff „Pure-O“ (engl. „pure obsessive“) bezeichnet.“

Die Gesellschaftsneurose?

Wie zu erkennen ist, kann die Symptomatik eins zu eins auf unser Leben übertragen werden. Die Zwänge, die Zwangsgedanken/Zwangsstörungen, jedoch, die wir leben, die uns beschreiben, uns ausmachen, uns definieren, sind dermaßen dicht mit unserem Alltag verwoben, dass es uns schier unmöglich ist, sie zu erkennen. Wir sehen die Neurose vor lauter Neurosen nicht. Es ist, als ob jede einzelne dieser Handlungen, dessen, was wir tun, obwohl wir seine offensichtliche Sinnlosigkeit für uns erkennen, ein Stück der Mauern eines Labyrinths darstellen, in dem wir uns hoffnungslos verlaufen haben.

Ein wirres Labyrinth?

Es ist uns unmöglich, über die Mauer aus Zwangsvorstellungen, verbunden mit den dazugehörigen Handlungen, hinaus zu sehen. Wir sind isoliert, in unserem Glauben. Gezwungen, in eine bestimmte Richtung, die uns die Mauer der Neurosen, der Ängste vorschreibt, zu wandern. Und bei dem Wort „vorschreibt“ blitzt etwas auf. Wir reden hier von unserem Leben, das unvorteilhaft und eigentlich gegen unser besseres Wissen, ja, gegen unseren Willen, von Ängsten beeinflusst, gelenkt wird.

Die Zwangsvorstellung ist auch eine Waffe der als mächtig Betrachteten

Wir haben den Begriff der Zwangsvorstellung aus der Psychologie übernommen. Die Figuren der Mächtigen, die sich in unserem Egoleben reflektieren, sind sich dieser psychologischen Dynamik durchaus bewusst und benutzen unsere Phobien, Neurosen, Abneigungen, Zwangsvorstellungen nicht nur, sie erzeugen sie ganz gezielt – in der Gesellschaft. Sie sind ein durchaus wichtiger Teil der Mauern des Labyrinths.

Eine neue Instanz des Denkens?

Um uns nun aus diesen Zwängen zu lösen, muss eine andere Denkstruktur zur Anwendung kommen. Beginnen wir damit, das Bild des gefangenen Menschen in einem Labyrinth aus Ängsten und Vorschriften, Blockaden auf eine andere Weise zu sehen. In dieser, unserer neuen Zeichnung nun , ist der Mensch die Mauer des Labyrinths, das Labyrinth selber. Es gibt niemanden, kein Außen, dass begrenzen würde. Die Idee des Labyrinths ist nur eine Idee. Wir sind vollkommen frei – viel mehr noch – wir sind die Erschaffer des Labyrinths.

Das Wissen um die Illusion ändert nichts an der Illusion?

Um nun, – wir befinden uns ja trotzdem schließlich in diesem Labyrinth, dass wir darum wissen, dass es nur eine Idee ist, Illusion, ändert an der Sache vorläufig nichts – gilt es gegen diese Vorstellung des Labyrinths (also gegen uns selbst, komplett entgegengesetzt zu unserem Denken) anzugehen. Worin bestehen denn die Zwangsvorstellungen in unserem Leben? Wie wäre es, ein wunderschönes Beispiel, denn mit dem Tod? Oder auch der Krankheit? Der Einsamkeit, dem Nicht geliebt sein? Das alles sind Dinge, die aus unserer Denkstruktur heraus definiert werden und so scheinbar Wirklichkeit gewinnen – Mauersteine in den Wänden unseres Labyrinths.

Verstandesarbeit?

Und wenn jemand nun sagt: „Aber das sind doch Realitäten, wir sterben, wir werden krank, wir leiden.“ dann ist dies lediglich die Bestätigung für die Ideen der Neurosen, die er (als Ego) mit ungeheurer Energie vertritt. Die Urgrund all dieser Neurosen ist die Ignoranz. Das menschliche Urteilsdenken ist übermächtig in den Vordergrund gerutscht, hat das Wunderbare, Herrliche für uns mit einem grauen, gar schwarzem Schleier bedeckt, jedweden Jubel ob der Herrlichkeit der Universen verstummen lassen.

Kognitive Dissonanz?

Wenn wir uns deutlich machen, dass diese „Realitäten“der Gesellschaft in keiner Weise vereinbar sind mit dem Gedanken des Absoluten – also der Liebe – von ebensolch absoluter Logik uns überzeugen lassen, viel mehr noch, unser heiliges Vertrauen in die Nichtexistnenz der beschriebenen Illusionen setzen, dann kann die Schöpfung, die Liebe, unseren Ruf hören,. Wenn wir jedoch unseren Aufschrei, unsere Bitte nach Liebe, an die Götzen richten, werden wir auch nur vergängliche Illusion im Gegenzug erhalten – keine Wahrheit.

Wiedererkanntes Selbstvertrauen?

Mit dem vollkommenen Vertrauen in die Liebe der Schöpfung aber, ändert sich unser Weltbild, ändert sich unsere Welt. Denn wir erkennen, das es mitnichten der Weg ist, Kleinheit zu leben und zu proklamieren. Es gibt mit dieser Erkenntnis über sein „Selbst“ als Schöpfer, als Kind Gottes, als Erschaffer alles Sichtbaren und Unsichtbaren keine Grenzen mehr, keine Ängste, die irgendwie hinderlich sein könnten. Und obwohl die Liebe keine Zeit kennt, zwingt das Denken der Menschen sie dazu, diesen Weg ebenfalls in den Begriff des Zeitlichen einzubinden.

Zeit in der Zeit – um die Wirklichkeit sehen zu können?

Das meint für uns, als Lernende auf dem Weg, dass obzwar alles, was an Problematik je existiert hat, schon längst aufgelöst ist, wir aber Zeit in dieser von uns erschaffenen Zeit benötigen, um diese Wahrheit zu erkennen. Denn wir sind auf vielfache Weise behindert, mit all unseren Sinnen, blockiert, blind und ohne Empfinden für diese Herrlichkeit, die doch so zum Greifen nah bei uns ist.Die Gesellschaft hat uns jeden wirklichen Affekt genommen.

Eine Million vollkommen richtiger Wege?

Es ist nun wohl tatsächlich so – wir sind in einer ungeheuer komplexen Situation gefangen – und ob genau dieser Komplexität scheinen sich auch tausende von Wegen aufzutun. Die Schöpfung in ihrer Liebe wird jeden Weg annehmen. Begreifen wir jedoch unsere oben beschriebenen Blockaden, verstehen wir, dass wir nur zu blind gemacht sind, das Paradies um uns herum wahrzunehmen, – reduziert sich die Zahl dieser Wege ganz enorm. Bis hin zur kompletten Nacktheit des Menschen, im Denken und als Körper.

Der nackte Mensch?

Unser Körper – das Etwas, das wir als „Ich“ definieren, als „mein“ zumindest. Das größte Geschenk der Liebe – als wunderbares Instrument des Verständnisses – ein „Etwas“, auf das wir direkten Zugriff haben, dass mehr als ein Teil von uns ist, mehr als jedes intellektuelle Bestreben. Hier, in unseren Energieströmen, sind die Blockaden manifestiert. Wir finden uns also auf den Körper als Manifestation in der Illusion reduziert – mit all seinen Energieströmen, welche durch die Vorstellung eines Körpers (wie sie unserer Denkaststruktur zueigen ist) in ihrem Fluss beschränkt wenn nicht zur Gänze behindert sind.

Tantra – ein Körperweg zur Erleuchtung?

Das Tantra – welches keineswegs mit dem zu tun hat, was der Begriff im gesellschaftlichen Konsens für den einzelnen bedeuten mag – zeigt zum einen auf sehr körperliche Weise, durch Körperübungen, Yogaübungen, konkretem Muskeltraining zum anderen auf dem intellektuellen, und ebenso auch dem sensitiven Weg diese Blockierungen aufzuzeigen und zu beseitigen, aufzulösen.

In der Freude Energien vereinen?

Das Ziel muss immer das Ganze sein – Tantra erreicht letztlich über den Körper den Zustand des Nichtkörpers, der Vereinigung in Energien – rein und klar und unbeeinflusst. Wo sonst, auf welchem Weg sonst, wäre dies so praktisch, so umfassend, so direkt und einfach möglich? Ein weiteres Attribut des Tantra, dass an die absolute Liebe erinnert: Tantra bringt Freude, Entspannung, Sensationen an Wohlbehagen. Dinge, die anfallen, wenn die Liebe der Lehrmeister ist.

Der „verkörperte“ Weg aus der Dinglichkeit?

Tantra ist der, im wahrsten Sinne des Wortes „verkörperte“ Wille und Weg aus der Dualität der dinglichen Welt, die unsere Körper und damit vermeintlich auch uns definiert. Wir reden hier von der erhabenen Idee des Tantra. Nicht vom Ausleben sexueller Triebe auf Kosten anderer. Tantra ist ein sehr direkter, ein sehr mit Nähe verbundener Weg – wir vermeiden das Wort „Intimität“, denn es verkörpert die Regularien des Dualismus. Doch ist diese wirkliche Nähe, die Vereinigung von Energieströmen, weit entfernt von dem, was in der Gesellschaft als erlebte Sexualität gehandelt wird. Keine gesellschaftliche Definition kann hier hinreichend sein.

Träume
Träume

Tantra ist HEILIG?

Um mit dem gebräuchlichen Vokabular zu sprechen, deutlich zu machen, darzulegen: Tantra ist HEILIG.. Und das ist durchaus umfassend gemeint. Das bedeutet, hier treten, vom ersten Augenblick an, Energiekräfte auf, die auf keinem der ungezählten vielen, anderen Wege und sogenannten andereren Wege in solcher Signifikanz, so direkt und deutlich spürbar, auftauchen können. Tantra ist – einleuchtender Weise, schließlich hat unser Körper am meisten mit uns zu tun – der vollkommen direkte Weg – (was den Körper anlangt, gibt es keinen anderen, außer den des Schmerzes in jeder Hinsicht – und der ist absolut untauglich) die uns von der Schöpfung der Liebe selber gegebenen Ressourcen (den Körper und damit auch die Lust) sinnvoll – zur Erkenntnis, zur Wahrheit hin, zu nutzen.

Fazit

Die Methodik des Tantra löst die generelle, menschliche Zwangsneurose auf. Denn das Tantra ist vom Gedanken der Liebe gänzlich durchdrungen. Dieser allumfassende, expandierende Liebesgedanke manifestiert sich in Begegnungen unter dem gedanklichen Vorzeichen des Tantra. Die Struktur des Gesellschaftsdenkens kann im Tantra nur sehr schwer Griff finden, die Sache ist eben glatt – zu nackt. Keine Diskrepanzen, an dem man sich festkrallen könnte. Die kaum vorstellbare Auflösung der menschlichen, kognitiven Dissonanz, das Verschwinden dieser Welt des immer schmerzlich nagenden Zweifels – hier wird sie Realität – in der Vereinigung der Energien.

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Das Ziel des Tantra Yoga

Macht NICHTS?

Nichts, Etwas

Die Macht des Nichts

Vollkommen richtig! An dieser Stelle nun ein paar Worte über die Macht des Nichts. Im Übrigen ein wunderbares Wort – auch im allgemeinen Sprachgebrauch. Wo „es“ (mehr oder minder) das Fehlen jedweden „Etwas“ bedeutet. Zwirbeln wir die Geschichte also, sinnigerweise, von hinten auf – stellen wir uns die Frage nach dem „Etwas“. Eine wichtiges Problem zu Beginn: Das Nichts ist relativ absolut – ist es das „Etwas“ ebenso? Im Dualismus wird diese Frage ohne Zweifel mit einem Ja beantwortet.

Ein absolutes Etwas?

Ein klares Nein ist jedoch allzu offensichtlich, denn die Eigenart des „Etwas“ liegt in seiner Begrenzung, seiner vergänglichen Struktur. Womit das Allumfassende des Nichts im Gegenzug strahlend aufscheint. Man kann ja nun sehen, dass das Nichts die Wahrheit sein muss – denn wie kann auch irgendetwas (egal natürlich auch die in eben diesem Moment nicht mehr existierende Unwahrheit) im absoluten Nichts eine falsche (irgendeine) Bedeutung erlangen?

Nichts – die Begrifflichkeit ist in der Liebe enthalten?

Wir kennen diese Beschreibung des Absoluten – alles Beinhaltenden – denn Absolut (nicht nur in relativem Sinne) ist die Liebe. Wie also aufscheint, ist der Begriff des Nichts (der hier im Sprachgebrauch als Gegensatz von Etwas benutzt wird) im Absoluten der Liebe bereits enthalten. Die Liebe ist auch das Nichts. Sie ist ebenso das Alles. So ist diese Beschreibung des Nichts, nichts anderes als eine Beschreibung der Liebe.

Das „Etwas“ muss Unwahrheit sein?

Wenn also das Nichts die Wahrheit ist, muss das „Etwas“ zwangsläufig die Unwahrheit sein – das ist eine Schlussfolgerung. Das zweite, weitaus bedeutendere Resümee aus dieser einfachen Logik ist: Wenn das Nichts absolut und die Wahrheit ist – dann kann das „Etwas“ gar nicht existieren. Es wird also somit logisch bewiesen, dass das „Etwas“ die „Realität“, bloße, pure Illusion ist. Ein Traum. Eine Nachtmaar. Ein Trip. Nicht dieser logische Schluss – sondern vielmehr das, was wir unser Leben nennen.

Die Anhaftung an eine Illusion?

Was also ist „Etwas“? Die Anhaftung an eine Illusion, eine Unwahrheit, ein Irrtum, ein Denkfehler. Und wie ist es möglich, diesen Anhaftungen zu entkommen? Ein Weg ist sicherlich die Struktur des buddhistischen Gedanken, aus dem diese Begrifflichkeit der Anhaftung übernommen ist. Wir sehen uns unzweifelhaft gefangen, in diesem „Etwas“. Was aber ist dieses Etwas im Absoluten, in der Wahrheit, in der Liebe? Es ist ein Traum des Absoluten. Dieses, die Wahrheit, das Nichts, das Absolute, die Liebe, sind auch wir. Wir träumen uns selbst.

Eine Welle über den Planeten?

Doch es gibt ein langsames Erwachen. Ein Ruf, die alte Melodie, geht über den Planeten und die Menschen reißen die stinkenden Fetzen, die sie vor ihren Augen befestigen ließen, herunter. Und die Wahrheit, die absolute Liebe, das Nichts – es ist von dermaßener Umfänglichkeit, dass es in jedem Partikel des „Etwas“ aufscheint. Wenn wir uns beispielsweise ein Blatt nur lange genug ansehen, (die Liebe kennt keine Zeit) – löst es sich zu NICHTS auf.

Liebe ist überall?

Und dieser Atem der Vergänglichkeit, der Weg ins Nichts, in die Liebe, die Wahrheit, scheint in jedem Zweig, in jeder Blüte auf, die wir sich im Winde bewegen sehen. Fast wird die Welt durchsichtig, hin zu dieser Wahrheit, diesem Nichts, diesem warmen Licht, gibt man sich nur Mühe, zu lieben. Das Nichts, die Liebe, gibt uns viele Möglichkeiten, sich ihr zu nähern, mit ihr zu kommunizieren.

Das Ende des Vergänglichen und der Anfang des Ewigen

Nichts – das ist das Ende des Vergänglichen und der Anfang des Ewigen. Wir finden ein wenig Nichts in den wärmenden Strahlen der Sonne, in der Stille, der Meditation, in der Vereinigung unserer Energien. Durch all das vergängliche Etwas scheint das helle Licht des Nichts, der Liebe hindurch, wie das Sonnenlicht durch das Geäst eines Baumes scheint. Zeit ist unwichtig.

Fazit

Wir verstehen, dass es darum geht, sich ganzheitlich, mit allen Energien, in Distanz zum Etwas zu bringen – vielmehr, dies, als Illusion erkannt, aufzulösen. Die ungeheure Macht des Nichts, der absoluten Liebe, die, als Quellenergie, dabei in pulsierender, sich verstärkender Zärtlichkeit den Hintergrund und alles andere auflöst, reicht uns dabei behutsam ihre Hand. Und der Weg, den wir mit unserer Körperlichkeit alle gehen, verwandelt sich in das Schönste, das wir uns nur vorstellen können.

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Spiritualität und Emotionen

Emotionen Gefühle

Die Quintessenz menschlichen Daseins?

Gefühle – das beschreibt mehr oder minder die Quintessenz menschlichen Daseins. Wir alle – ganz ohne Zweifel – sind im Grunde Gefühlsmenschen. Unsere Entscheidungen fällen wir, ganz egal – auch aus einer Zwangslage heraus – mittels einer gefühlten Einschätzung der Lage. Das aber ist nun so eine Sache mit „Gefühlen“. Sie sind per Definition subjektiv, manipuliert, extrem singulär. Sehen wir uns einmal an, wie Gefühle so beschaffen sind, wo sie denn eigentlich herkommen.

Ein riesiger Begriff?

Schon bei der Betrachtung des Wortes wird seine Überrdimensionalität deutlich. Was eigentlich, ist nicht von Gefühlen, von Emotionen bestimmt? Die Wissenschaft beschreibt die Emotion als den Auslöser von Gefühlen – eine weitere Partitionierung, die in der psychiatrischen Behandlung von Menschen, (deren Gefühle „gestört“ sind) ihre subtile Fortsetzung findet. Es scheint wichtig zu postulieren, dass der Mensch an sich, ganz und gar „Emotion und Gefühl“ ist.

Eine momentane Lebenssituation?

Versuchen wir uns der Begrifflichkeit zu nähern. Ein Gefühl – das ist eine gewisse Art von Standpunkt, eine Einstellung, eine Betrachtung, letztendlich schlussfolgernde Beschreibung der Lebenssituation, der regelmäßig eine Entscheidung folgt. Angesichts des Gigantismus der Begrifflichkeit, ist man nun von „Natur“ aus geneigt, ihn weiter zu zerspalten. Da kommt dann die Biologie ins Spiel, die Hormone, die DNA und vieles mehr. Wir werden diesen „wissenschaftlichen Weg“ nicht gehen, sondern bewegen uns diametral in die andere Richtung.

Die treibende Kraft?

Anstatt uns also nun in Einzelheiten über die Gefühlswelt zu ergehen, erkennen wir sie einfach als das, was die treibende Kraft unseres kompletten Lebens in dieser Realität ist – wie bereits dargelegt – die Quintessenz dessen, wie wir uns als Mensch, als subjektiv empfindendes Individuum, in dieser Gesellschaftsordnung verorten. Dass Gefühle von einzigartiger Subjektivität sind, scheint offen da zu liegen. Was aber begründet diese „Einzigartigkeit“ der Gefühle, wie kommen sie zustande?

Die Macht der Angst?

Verwenden wir zu Verdeutlichung ein Gefühl, das in diesem Zusammenhang einen gewissen Alleinstellungswert hat – die Angst.

Da war diese Sache – komplett unlösbar. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat’s einfach gemacht.“

Der größte Teil unserer Gefühle ist ganz konkret durch die Angst bestimmt. Etwas mehr oder weniger davon. Angst ist ein ausgesprochen grundlegendes Gefühl. Mit ein bisschen guten Willen ist es möglich, die Begrifflichkeit des „Gefühls“, der „Emotion“ , auf das zu reduzieren, was Angst bedeutet. Angst, das bedeutet, eine Situation als gefährlich einzuschätzen. Das Leben ist gefährlich. So entsteht schon einmal eine erste Angstfrequenz, ein Grundton, der natürlich durch Erziehung, Wissen, sozialem Umfeld und viele andere Faktoren bestimmt ist.

Eine graduierte Kurve der Angst?

Bleiben wir beim guten Willen – die Gefühle sind also nicht anderes als bestimmte – von Gesellschaft und Wissenschaft durchaus formulierte – Fixpunkte, Gradierungen in einer Angstkurve. Wenig oder gar keine Angst erzeugt in dieser Struktur ein gutes Gefühl, also positive Emotionen, ein Plus an Angst dagegen, generiert negative Gefühle und affirme Handlungen zur Vermeidung. So ist das also. Gefühle sind Abstufungen der Lebensangst.

Die kleine, momentane Angst?

Schon vielfach haben wir das festgestellt: Es sind die Ängste, die uns tangieren. Es sind unsere Lebensängste, die von mächtigen Institutionen ausgenützt und benutzt werden, unsere Handlungsweise zu beeinflussen, zu manipulieren. Doch was ist zu tun gegen die „kleine Angst“, die Ängste, die uns, ganz unmittelbar, aus dem Moment, „aus dem Bauch heraus“, gewisse Dinge nicht annehmen lassen? Heißt es nicht immer, man solle seiner Intuition folgen?

Die Sache mit dem Bauch?

Vollkommen richtig? Um die Sache vereinfacht dazustellen, ist hier lediglich die Frage, ob sie einen feisten Schmerbauch ihr eigen nennen, oder vielleicht ein muskulöses Sixpack. Die Entscheidung aus dem Bauch heraus … ist die unbewusste Quintessenz der Erfahrungen, die ein Mensch für sich, vollkommen persönlich, gemacht hat. (Plus einer guten Portion Urinstinkte). Hier spricht (obwohl das von eingefahrenen Denkstrukturen durchaus auch anders betrachtet wird) der „gesunde Menschenverstand“.

Gefühle sind Schlussfolgerungen des Denkens?

Ängste – Gefühle – die Quintessenz der Erfahrungen. Fein. Erfahrungen – das sind Geschehnisse, (Mehr oder minder logische) Schlussfolgerungen des Denkens. Des Denkens, Urteilens, in einer Welt, ohne wirklich festen Punkt, in der sich alles ständig ändert. Ein auf und ab der Gefühle. Irgendetwas beeinflusst also unsere Gefühle. Beeinflusst auch das Bauchgefühl. Es ist – ein wenig absurd, denn Denken und Fühlen sind ja zwei in der Linguistik zwei vollkommen verschiedenen Ebenen – es ist Tatsache, dass wir uns von Gefühlsmenschen zu Verstandesmenschen gewandelt haben.

Unser Gefühlsuniversum?

All die Ängste, die wir mit eben diesem (durchaus wissensmanipulierten) Verstand erschaffen, bestimmen also, in ihrem Auf und Ab, unser Leben – unser Gefühlsuniversum. Die Grundsatze, Paradigmen, die logischen Schlussfolgerungen und Urteile, die Prämissen für dieses ganzheitliche Erleben von (zu großen Teilen unbewussten) Ängsten, werden uns von frühester Kindheit an, mit allen erdenklichen Mitteln, geprägt von nahezu irrsinniger Raffinesse der Gesellschaft, des politischen Systems, des Kapitalwillens, eingebläut.

Wir potenzieren unsere selbstgesetzten Grenzen?

So ist unser Handeln, sind unsere Ängste, ja selbst Entscheidungen, die vorgeblich „aus dem Bauch heraus“ getroffen werden, durchtränkt, triefend von dem chaotischen Sarkasmus einer scheinbaren, vorgeblichen Gesellschaftsordnung. Wir taumeln blind, suchen Halt, werden immer wieder enttäuscht. So vermehren wir die Grenzen, die wir uns selbst in unserem Leben setzen, quasi in sich potenzierender Art und Weise.

Gefühlswelt der Ängste?

Was also überdeutlich wird, ist, dass, solange wir in einer Gefühlswelt der Ängste leben, einer von uns selbst, mit Bausteinen der Gesellschaft, erbauten Sandburg, in der wir uns und das, was wir in Wirklichkeit sind, verstecken, wird es unmöglich sein, die Wahrheit um das, was Gefühle, die Emotionen, für den Menschen wirklich sind, zu erfahren. Wir blockieren uns selbst. Immer sind unsere Gefühle, Emotionen und Reaktionen von Scheinbarkeiten erfüllt, in Fesseln gelegt. Auf das Bauchgefühl, das zarte Prickeln, hören wir nicht mehr, oder wir verkennen es.

Nummerierte Gefühle?

Wie unser gesamtes, von Ängsten bestimmtes Leben, zerteilen und sortieren, nummerieren wir, in ungebrochenem Schubladendenken, – auch unsere Gefühle. Eine dicke Decke aus suggerierten, aus angelernten Ängsten umhüllt unsere Emotionen, beinahe ersticken sie, in diesem Zwang. Und mit ungeheurer Eloquenz verteidigen wir unseren (vollkommen lebensfeindlichen) Standpunkt – geben dem Denken den Vorzug, wägen ab – sind schon lange wieder verloren, in der Finsternis, dem Nebel, all dieser Angstgedanken.

Kleinheit der Gefühlswelt?

Wir begrenzen alles was wir sind, in größtmöglicher Kleinheit. Es ist ein (unbestimmtes, vages) „Bis hierhin und nicht weiter“ , das uns in diese Kleinheit der Ängste, des Denkens, der Gefühle, der Emotionen verbannt. Einsperrt. Doch welche ungeahnte, von Angst vollkommen befreite Größe liegt hinter diesen, selbst gebauten, undurchsichtigen Betonmauern! Der Sprung auf goldenen Grund, den wir uns aus freiem Willen selbst verwehren.

Die Grundfrequenz aller Gefühle?

Weiter: Es gibt eine Grundfrequenz aller Gefühle. Das Urgefühl. Pulsierend, immer da, fürsorglich, alles umfassend, zärtlich, die Wirklichkeit, die uns alle umgibt, die uns ausmacht, die wir sind, die unsere Wahrheit ist. Die wirkliche, nicht von der Gesellschaft definierte Liebe. Die alles durchdringende Vereinigung jedweder positiven Energien. Sie ist das, was wir immerzu suchen. Hinter unseren Betonwänden, in unserem schrecklichen Gefängnis aber, nimmermehr finden werden. So gilt es denn, unser ALLES zu leben, das, was wir selbst hinter all den Konformitäten sind. Nackt, ohne diese dicke Decke, einfach nur diesem wahren, wirklichen, unser Denken und unsere Körperlichkeit mit allen Energien umfassenden Grundton, der vereinigenden Liebe sich ausliefern, sich in die Wahrheit fallen zu lassen, den viel zu dicht geflochtenen Umhang aus Vorurteilen, Ängsten, manipulierten Gefühlen, für immer abzulegen.

Grenzen ausloten?

Durchaus von Bedeutung ist, dass ein „Ausleben“, die also vorgeblich unwillkürliche Freiheit der vom Ego diktierten Gefühle, (die „freie“ gesellschaftlich definierte „Liebe“) wie sie uns verlockend präsentiert wird, eine nur ausgesprochen fragwürdige, wenn nicht negative Wirkung auf unseren Weg zum wahren Ziel, hat. Es zeigt sich als ein planloser Versuch, dualistische Denkstrukturen zu sprengen, bringt nur noch größere Bedrängnis, in potenzierter, sich überschlagender Dualität. Deswegen ist die Ganzheit der liebenden Intention, die Angstfreiheit (zumindest ihre Überwindung – für einen Sekundenbruchteil) von großer Wichtigkeit für den Weg.

Das „biologische“ Gefühl

Wir empfinden, fühlen Schmerz, Berührungen, wir interpretieren alle unsere „biologischen“ sensitiven Wahrnehmungen, mittels unseres Körpergefühls. Und diesem haben wir ein Korsett angelegt, wir haben den goldenen Vogel in einen eisernen Käfig gesperrt. Dieser Käfig wird gemeinhin „Denken“ genannt. Vorteile, Urteile, Grundsätze, Bekenntnisse, Meinungen, Standpunkte. Unser Leben scheint darin zu bestehen, den Schlüssel zu finden?

Das „gedachte“ Gefühl

Unser Denken bestimmt unser Gefühl. Der Weg ist, dieses Denken zu befreien, ja, es gar aufzulösen, in seiner ungemeinen Komplexität. Das Gewahrsam bestimmter Zusammenhänge, die durch sich öffnende Türen der Erkenntnis deutlich werden, zusammen mit dem freien Willen, vorgegebene, von der Gesellschaft etablierte Mauern aktiv aufzulösen, führt zu dem, bis dahin von Ängsten verschleierten, vernebelten Punkt der Grenzüberschreitung. Und da ist Licht.

Fazit

Unsere Gefühle, unsere Emotionen, sind bestimmt von unserem Denken. Wir erschaffen hier die Basis, die Treppenstufen, den Untergrund, auf dem wir durch unser Leben gehen. Wenn es uns jerdoch gelingt, unsere Ganzheit, unsere Allheit, in sowohl körperlicher (der Körper als Träger und Kommunikator positiver Lebens-Liebesenergien) und geistiger Kommunion (der Geist als der Macher aller Dinge) dem Gefühl der ursächlichen, fürsorglichen, absoluten Liebe angstfrei zu überantworten, sind wir auf dem Weg zur letztlichen Wahrheit. .

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Was ist denn eigentlich Kundalini?

Mit Wertigkeiten ans Kreuz des Lebens genagelt?

Unsere Liebe ist immer egoistisch?

Der Weg aus dem Dualismus heraus

Dualismus

Weiß ich?

Manch einer auf dem Weg wird sich fragen, wie es denn nun weiter gehen soll, da er durchaus meint, verstanden zu haben. Da ist er also, dieser Dualismus – auf’s Feinste erklärt und zerpflückt – jetzt wissen wir endlich mit wem wir es zu tun haben. „Und – ich habe es ja schon immer gesagt, die ganze Sache entzieht sich letztlich doch unserem Verständnis. Aber gut, wir wissen, die ganze Angelegenheit ist absolut – so vertrauen wir denn also … in das, was wir nicht verstehen.“

Der Glauben Nicht Verstandenes

Ist das nicht wahrer Glaube? Ist das nicht wahres Vertrauen? Wir setzen unser Ich ein, unser Denken, für etwas, das wir nicht verstehen. Wenn dies also kein Vertrauen, kein Glaube ist? Und nun ja, trotz dieses Vertrauens, dieses Glaubens … es bleibt uns, nach dieser Partitionierung von Dualismus und dem, was er nicht ist, zu unserem großen Bedauern noch immer die Welt des Dualen, in der wir uns befinden, mit allen Konsequenzen – ob als gut oder schlecht betrachtet. Was heißt das? Sehr simpel: Wir haben die Sache mit einem ungeahnten, unbemerkten, grandiosen Mechanismus in eine der dualistischen Schubladen geschoben. Und isch habe fettisch. Das wars.

Mehr als Erkenntnis?

Es gilt also mehr zu erreichen, als die bloße Erkenntnis, wie die Struktur, das Wesen des Ego und sein duales Denksystem zu funktionieren meinen. Denn es ist ungeheuer einfach, sich an diesem Punkt des Weges, im Besitz eines vermeintlichen Wissens um die „letzte Wahrheit“ (die man zwar nicht versteht, an die man aber glauben kann) von den Präsentationen des Egobewusstseins weiterhin als gefangen zu sehen. Die Erkenntnis dieser Fesseln, dieser Restriktionen, ist hedoch unbestreitbar da – wir haben diese Begrifflichkeiten ja definiert.

Eine spirituelle Sackgasse?

Also: „Da muss noch mehr sein!“ Wer in dieser gedanklichen Sackgasse steckt, der sollte innehalten, seine Position überdenken. Wie steht er da, inmitten all dieser Wertigkeiten? Ist er befangen? Was sind die Anhaftungen? Der Punkt ist: Mit schematischen Definitionen kann lediglich ein chaotisches, dualistisches „Wissen“ erworben und dann auch im Sinne des Dualismus weiterverarbeitet werden. Die Erkenntnis der Existenz des Dualismus bedeutet jedoch noch lange nicht sein Ende.

Der Dualismus ist unbedingt singular

Wer nun also ernsthaft damit beschäftigt ist, den Dualismus aus seinem Leben zu streichen, die unselige Dynamik der Gesellschaft, das Milieu des Dualen aufzugeben, der wird, nahezu vollkommen zwanghaft, versuchen, die dualistische Weltsicht auf irgendeine verschrobene Art und Weise mit der Nichtstruktur des Nondualismus zusammen zu bringen. Das kann nur in der Hosen gehen. Das überragende, erhebende, erhabene Sein der Liebe, der Schöpfung, des Lichts, steht diametral zum System des Dualismus. Die beiden sind nicht vereinbar. No way. Das geht nicht.


Unterschwelliger Zweifel immer da?

Jeder Mensch hat insgeheim den Wunsch, diesem Chaos-System zu entkommen, das macht unser stetes leises Unbehagen aus – so gut es uns auch in dem Egouniversum, das uns ausmacht, zu gehen scheint. Betrachten wir das Ganze einmal ein wenig distanziert, tut sich die Lösung auf. Es gilt, eine getrennte Nutzung der Systeme aufzubauen. Das meint – wir nutzen in einem bestimmten Rahmen entweder das Eine – oder aber – gezwungenermaßen – das Andere. Das kann lediglich funktionieren, weil eines der beiden Denksystem absolut ist – nämlich die Schöpfung die Liebe.

Platz außerhalb der Zeit?

So bietet sich also die Partitionierung – eigentlich ja eine Idee des Dualismus – als wunderbarer Ausweg aus einem schier nicht lösbaren Dilemma. Mit einer Reihe von, durchaus dualistisch anmutenden, Hilfsmitteln, ist es möglich, für einen Platz in der Zeit, der Wahrheit nackt und unbedarft des dualistischen Konformes gegenüber zu treten und ihrer Wahrheit in großen Schritten näher zu kommen.


Die große Angst sich zu verlieren?

Die große Angst aller Menschen, nämlich sich zu verlieren in diesem System des Nichtsystems, ist vollkommen unnötig. Das dualistische Gesellschafts-Denk-Gehorsamkeits-Urteils-Schuldes Prinzip ist dermaßen tief in jedem von verankert, dass es uns unweigerlich zurückholt, in seine Fesseln. Doch die Möglichkeit, tatsächlich zu großen Teilen unbehelligt von dualistischen Strukturen zu verweilen, ist wunderbar, vollkommen logisch und von der Schöpfung als Pfad gegeben.

Nichts im dualistischen Leben ruft nach Veränderung?

So bleibt also in dem dualistischen Leben, den Konzeptionen des Dualismus, vorläufig alles beim Alten. Nichts was da wäre, dass danach riefe, verändert zu werden. Wie würde es denn auch Sinn machen, etwas zu ändern zu wollen, dass man als durch und durch verrückt erkannt hat? So treten die Wünsche des Dualismus, je weiter wir auf diesem aktiven Pfad des mentalen und körperlichen Trainings weiterwandern, uns lösen, immer mehr in den Hintergrund, bis sie schließlich zur Gänze verblassen.

Der Weg führt zum Moment des Verständnisses?

Die beste Nachricht: Dieser Schritt, dieses Eingeständnis, dass die Schöpfung, die Liebe und auf der „anderen Seite“ der Dualismus, niemals, wie auch immer, zusammen kommen können, denn sie stehen einander diametral gegenüber, ist der Beginn eines Lernens, dass unweigerlich zum „heiligen“ zum einzigen „Augenblick“ des vollkommenen Verständnisses führt. Kein Moment in der Zeit ist das, nichts, was sich in Worten oder Gedanken ausdrücken ließe.

Fazit

So wird also deutlich, dass es möglich ist, ein Wissenspaket außerhalb des Zeitbegriffes des Dualismus zu verinnerlichen – ohne dass sich dies in irgendeiner Art und Weise auch nur überhaupt auf die Welt des Dualismus, die ja weiterhin die Oberhand behält, auswirkt. Arbeitsverhältnisse bleiben Arbeitsverhältnisse, die Miete bleibt dieselbe, die Beziehung. Das seit der Geburt verinnerlichte Bild hat durchaus Bestand. Doch natürlich wird sich die Egowelt durch unser Wissen letztlich auflösen, sie wird zunehmend von Licht durchstrahlt, diese Dunkelheit des Egos, in der wir gefangen sind. Bis hin zu dem Punkt, wo wir ganz „realistisch“ erfahren dürfen, was es heißt, das Licht selber zu sein.

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Die Sache mit den Seifenblasen

Unser Leben ein Horrorkabinett?

Ist Gott lesbisch? Übt er Tantra Yoga?

Bringt die Zärtlichkeit ans Tageslicht!

Zärtlichkeit


Zärtlichkeit – das ist ganz intim?

Zärtlichkeit – eine Begrifflichkeit, die, obwohl Du das nicht so wahrnimmst, sofort ein Schubladendenken in Dir auslöst – in den allermeisten Fällen. Denn Zärtlichkeit – da sind wir im Intimen gelandet, das hat etwas mit Liebe zu tun? Und Zärtlichkeit bekommt nicht jeder? Nur ganz besondere Menschen in Deinem Leben? Das heißt also – du partitionierst Deine Liebe, Du gibst sie nicht ganz weiter, sondern vielleicht nur winzige Bruchteile. Die Zärtlichkeit gehört wohl eher nicht unbedingt zu diesen Partikeln.


Geregelte Zärtlichkeiten

Wir kennen verschiedene Arten von Zärtlichkeit. Die Art und Weise etwa, wie man einen fragilen, einen zerbrechlichen Gegenstand berührt, wie man ein Tier, eine Blüte, anfasst. Doch kennen wir auch zärtliche Gedanken, Blicke. Auch die Sprache, das gesamte Verhalten des Menschen, letzten Endes, kann zärtlich sein. Und nun die große Trennung: Zärtlichkeiten unter Menschen, Berührungen, sind strengstens reglementiert.

Zärtlichkeit durchnummeriert?

Die Zärtlichkeit findet sich definiert, in Schubladen gepackt, kategorisiert, einer Vielzahl von absurden Regeln unterworfen. Ja, die Zärtlichkeit wird sogar unter gesetzliche Strafe gestellt, mal ganz abgesehen von der Sünde, welche die Kirche ausgesprochen schnell zur Hand hat. Von dem Unwohlsein, den inneren Kämpfen der Menschen, die gegen ihre wahre, ausgesprochen zärtliche Natur anzukämpfen gezwungen sind, den Gewissensbissen, den Schuldgefühlen, hervorgerufen durch diese Manipulation, ganz zu schweigen.

Zärtlichkeit ist out?

Wir alle sehnen uns nach Zärtlichkeit, nach einer lieben, tröstenden Hand, – doch Kirche und Gesellschaft haben die Zärtlichkeiten stigmatisiert, haben uns dunkle Gewänder angezogen – so wir uns unserer Nacktheit und unseren Gefühlen schämen sollen. Zärtlichkeit – das ist sicher zu großen Teilen auch körperliche Berührung. Doch viele Menschen trauen sich heute nicht, den anderen überhaupt zu berühren. Die Politik, der Staat, das Gesellschaftgefüge, die Macht der Oberen, das monentäre System der Kaptalvermehrung, trägt noch einen Gutteil dazu bei.

Zärtlichkeit ist peinlich?

Wir ordnen die Zärtlichkeit ins Intime, wie wir schon festgestellt haben. Und fühlst Du dieses Unbehagen, das da von irgendwoher kommt? Diesen leisen Zweifel, ob es richtig ist, Liebe zurückzuhalten, sie aufzuteilen, die Zärtlichkeit nur für ganz besondere Augenblicke aufzubewahren? Die Zärtlichkeit ist ein wesentlicher Hauptbestandteil der Liebe – und du hältst sie, die Liebe, mit Deiner Partitionierung gefangen.

Tiefe Sehnsucht nach Zärtlichkeit

Die Wahrheit ist – Du – jeder Mensch – sehnt sich zutiefst nach Zärtlichkeit – und die unheilvolle Verbündelung mit der Sexualität, dem Intimen, die zu großen Teilen aus der Doktrin der Religionen stammt, entzieht sie ihm. Es scheint, als ob wir uns selbst beschneiden, in unserer Prüderie. Und dies ist eine von der Kirche schon immer gepredigte, durchgesetzte, hin manipulierte, manifestierte Sicht der Dinge. Wir haben eine vollkommen unnatürliche Hyperintimität gelernt. Und diese bewirkt das Fehlen der Zärtlichkeit.

Verhängnisvolle Hyperintimität

Diese durch die Kirche generierte Hyperintimität durchdringt unser komplettes Leben. Da ist die Doktrin der Familie, der Heirat, da sind die zahlreichen Vorschriften, die sich die Gesellschaft und der Staat, auch in den Gesetzen zueigen gemacht haben. In erster Linie jedoch ist die schon im Kindesalter beginnende Manipulation, das Lernen unverbrüchlicher Grundsätze, was die „schmutzige Sexualität“ angeht. Unsere Erziehung tötet die Zärtlichkeit ab. Wir lernen die Rollenspiele der Gesellschaft – und – wie gleich zu Beginn festgestellt – hier haben wir unsere Schubladen, die fest zementiert sind.

Wir schämen uns unserer selbst

Und so – anstatt der Zärtlichkeit Platz zu geben, sie zu geben und zu erhalten, zu genießen, was zum Leben gehört, was Teil der ewigen Wahrheit der Liebe ist – schämen wir uns einiger Stellen unseres Körpers und deren Empfindungsmöglichkeiten. Ein unheimlich tief sitzender Dualismus – die grundsätzliche Unterscheidung, das Urteil „Gut und Schlecht“ und das daraus entstehende, ursächlich falsche Schamgefühl, hält uns davon ab, frei zu sein, im Jetzt zu sein, Zärtlichkeit, Liebe, ganz unbedarft zu schenken und geschenkt zu bekommen.

Das System hat uns die Liebe genommen

Das System, mit allen seinen Gesetzen, Vorschriften, Grundsätzen und Moralismen hat uns die Liebe genommen! Kämpfen wir dafür, sie zurückzuholen! Unsere übermächtige, alles durchdringende und befreiende Waffe soll dabei die Zärtlichkeit sein. Gegen Zärtlichkeit ist das komplexe System vollkommen hilflos. Es ist entwaffnet, hat keinen Bereich mehr, den es okkupieren, zerstören oder auch nur berühren könnte.

Zärtlichkeit in den Alltag integrieren

Wenn wir der Wahrheit der Liebe, der Schöpfung , näher kommen möchten, müssen wir unsere Liebe ganz geben. Und das heißt, ganz konkret, die Zärtlichkeit in unseren Alltag zu reintegrieren. Und es ist eben nicht irgendeine sexuelle Art von Zärtlichkeit gemeint. Lernen wir doch, diese Begrifflichkeit unter anderen Vorzeichen zu sehen! Sicherlich weist Zärtlichkeit immer auch etwas körperliches auf, ein Berühren, ein Zusammenkommen. Doch das muss nicht in der Sexualität seinen Werdegang finden. Und wenn, dann ist das keineswegs schlecht.

Restriktive Sexualität?

Ganz abgesehen davon: Auch die Begrifflichkeit der Sexualität ist ein strengstens restriktiver. In jede Richtung. Wer, wann, wo, mit wem, wie. In dieser Denkstruktur bedeutet Zärtlichkeit zwangsläufig Sex. Und diese umfassende Vereinnahmung mit einem durch die Kirche, die Religionen und Glaubensgrundsätze so grausam belegten Thema, gestaltet die Zärtlichkeit zu etwas, das man nur mit ausgesprochener Sparsamkeit, wenn überhaupt, hergibt.

Vollkommen falsche Grundlagen

Es ist an der Zeit, mit diesen falschen Prämissen aufzuräumen. Wir müssen der Zärtlichkeit und mit ihr der Liebe wieder den angestammten Platz zurück geben. Liebe ist absolut und dehnt sich ständig aus. Werden wir ihrem Ruf gerecht! Vergessen wir unsere so bedrückende Schamhaftigkeit, lassen wir die Zärtlichkeit in unserem Leben zu. Es gibt keinen Grund, vor sich selbst, seinem Körper, und anderen Körpern Angst zu haben. Es ist nicht gut, vor der Zärtlichkeit Angst zu haben. Jeder Augenblick des Lebens ist behütet von der Liebe – und in der Zärtlichkeit – ganz ohne irgendwelche nur gedachten Hintergründe – da findet sie sich wieder.

Unsere Zärtlichkeit ist durch Angst bestimmt?

Unsere Zärtlichkeit ist von Angst bestimmt – dieselbe Angst, die das Ego generiert, um uns in der Welt der Lieblosigkeit, des Urteils, der Krankheit und des letztlichen gewissen Todes zu halten. Lassen wir alle Ängste los – geben wir uns der Zärtlichkeit ohne Vorbehalte hin – dies der Weg der Liebe, der Weg in die Erkenntnis, in die Schöpfung. Angst und Scham, übertriebene Intimität, haben in der Liebe keinen Platz.

Zärtlichkeit ist Teil der allumfänglichen Liebe

Das System des Dualismus versucht, uns die Zärtlichkeit vergessen zu machen, denn die Zärtlichkeit ist Teil der allumfänglichen Liebe, die der größte Feind des Ego ist. Die Zärtlichkeit – und mit ihr die Liebe wiederzufinden, das muss unser Ziel sein. Und wenn wir einander nur ein wenig erkennen, hin zu dem Eins in Liebe, ist es das höchste Streben und Glück, anderen Zärtlichkeit zu schenken und sie selbst zu erhalten. Zärtlichkeit und Liebe dehnen sich aus. Wer sie weggibt, wer sie auch im Übermaß verschenkt, verliert sie nicht, sondern mehrt sie. Der Vorrat ist unendlich.

Fazit

Es ist von allergrößter Bedeutung, dass die angelernte, die vermittelte, anerzogene, Angst vor der Zärtlichkeit, durch die Zärtlichkeit selber aufgelöst wird. Jedwede ehrliche Zärtlichkeit, die Freude, die empfunden wird, bedeutet das Ausdehnen der Liebe – unser aller Ziel auf diesem Weg. Die Welt hat der Zärtlichkeit den Mantel des Verderbten übergeworfen – befreien wir sie in ihrer wunderschönen, ehrlichen Nacktheit. Berühren wir sie, berühren wir unser Sein.

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Was ist denn eigentlich Kundalini?

kundalini

Kundalini und Prana – der göttliche Atem

Die Begrifflichkeit, die das Wort Kundalini beschreibt, finden wir, querbeet, in allen Religionen und jedem spirituellen Denken. Kundalini im Tantra versteht sich als die Schlange, die Kundalinischlange, die, am Ende der Wirbelsäule im Wurzel Chakra ruht, dreifach zusammengerollt – und darauf wartet, geweckt zu werden. Ist sie einmal wach, die Kundalinischlange, die für die göttliche Energie steht, windet sie sich die 7 Chakren empor. Der Weg zur Erleuchtung,

Kein Tier

Es ist ja nun, wir wissen das alle, immer so, dass Menschen Worte allzu wörtlich nehmen. Nein, die Kundalinischlange ist nicht körperlich, kein Kaltblüter, der da in ihren Unterleib wohnt. Vielmehr ist die Symbolik der Schlange hier in Verbindung mit den 7 Chakren, den 7 Energiezentren des Körpers zu sehen. Kundalini – das ist letzten Endes eine Idee zu der Energie, die uns umgibt, die wir sind.

Eine Idee

Und eine Idee bleibt es – bis man sich der Aufgabe, diese Schlange sanft zu wecken, sie zu ihrer Stärke zurückzuführen, mit ganzen Herzen, in Liebe widmet. Dann hat die Kundalinischlange nicht mehr mit Tantra oder Yoga zu tun – vielmehr wird der Begriff erkannt, als das was er bedeutet: Ein Symbol, dass die Alleinheit darstellt, verortet durch die Struktur einer bestimmten spirituellen Richtung, hier das Tantra (Yoga).

Der moderne Tantra Pfad
Der moderne Tantra Pfad

In allen spirituellen Ausformungen

Wie Eingangs erwähnt, findet sich die Schlange im Zusammenhang mit Lebensenergie, mit göttlicher Energie, durch alle Erklärungsmodelle hindurch. So kennen die Aborigines die Regenbogenschlange, die hier, in ungleich größeren Dimensionen und – ein wesentliches Merkmal der Spiritualität der australischen Ureinwohner, dabei keinesfalls in einem Körper verortet, sondern vielmehr alles erfassend, alles bestimmend, alles durchdrngend.

Lediglich Symbol

Prana, Chi, Kundalini, Hrm, – Versuche diverser spiritueller Richtungen, demselben Kind verschiedene Namen zu geben. Um Prana – im oder mit Kundalini, also das Chi, den Lebensatem – verstehen zu können, ist es notwendig, sich tatsächlich und mit ganzen Willen auf die – im übrigen auch nur sehr unzureichende – Erklärungsart in Form von Worten einzulassen. Wir müssen lediglich diesem Bild, dass wir für uns selber von dieser heiligen Sache generieren, Vertrauen schenken.

Wir sind keine Körper

Es ist, gerade wenn wir mit Begriff Kundalini im Tantra umgehen, von enormer Wichtigkeit zu sehen, das das, was die Kundalinischlange verkörpert, nicht durch den Körper verstanden werden kann. Der Körper ist immer nur Instrument, Werkzeug. Doch mit der Quellenergie, dem Kundalini, dem Prana, dem Chi, hat er letztlich nichts zu tun. Erleuchtung entsteht nicht aus körperlichen Übungen. Hier erhält der Satz: „Der Weg ist das Ziel“ ausgesprochen wuchtige Bedeutung.

Erklärungsversuche

Viele Erleuchtete haben nach Wegen, nach Erklärungssystemen gesucht, die das Unerklärliche erklären. Es wurden also, vollkommen außerhalb jedes Kundalini, jedes Chi, Strukturen installiert, die es einfacher gestalten sollten, auf diesen Weg des wirklichen Wissens zu gelangen. Und obwohl das, was wir als Fleisch und Mensch sehen, in seiner Beschränktheit in der Nichterkenntnis, – der Buddhist würde sagen, den Anhaftungen, niemals Erleuchtung erlangen kann, ist er uns und vor allem der Schöpfung doch willkommenes Instrument, die Wahrheit noch ein wenig mehr zu enthüllen.

Nur Fingerzeige

Wenn wir im Tantra davon reden, dass Chakren blockiert sind, von denen wir auch ganz genau wissen, wo sie zu finden sind, dann ist das Symbolik in Vollendung, fast mutet es als Betrug an dem an, der die Wahrheit sucht. Was wir also – das sollte deutlich sein – in jeder Spiritualität finden, sind lediglich Leitersprossen. Die meisten Menschen aber , setzen sich, wenn sie die eine Sprosse einmal erkannt haben, darauf und bleiben, wo sie sind. Im Besitz der heiligen Wahrheit der Sprosse.

„Aha! So ist das. Nun habe ich dies auch verstanden.“ Und ab geht es zurück in den von Dualismen triefenden Alltag.

Wir packen in unsere Schubladen

Das liegt an der Nähe dessen, was über Chi, Prana und so fort zu beschreiben versucht wird, zum Sachlichen, zum Materiellen. Wir kategorisieren, dann ist die Sache nummeriert und wird in eine Gedankenschublade gelegt. Wir vermenschlichen diesen Spirit, legen ihn in intellektuelle Ketten. Sobald unser Denken dies aber getan hat – nämlich eine Sache, die es überhaupt nicht versteht, mit diversen Erklärungsschemata abzuspeichern, haben wir auch schon verloren, die Erkenntnis ist an uns vorbei. Das ist das unerbittliche Egospiel.

Schroeders Katze

Es mutet ein wenig an, wie das Spiel mit Schroeders Katze – sobald du es greifen möchtest, ist es schon gar nicht mehr da. Der Sinn ist nicht in unserer Denkstruktur zu finden. Um wirklich ein wenig zu verstehen, ist es notwendig, die Attiduden der Gesellschaft abzulegen, es ist dies eine Transformation des Denkens, die absolut ist. Was sich hinter der Trennung von Gott, die wir Menschen in jedem Augenblick unseres Lebens wahrnehmen, der Trennung von der Schöpfung, der Abspaltung von der wahren Liebe, – das passiert durch den Gesellschaftgedanken der Körperlichkeit – aufzeigt, ist so groß, dass wir es mit unseren Körpersinnen, unserer Wahrnehmung, gar nicht verstehen können.

Es ist notwendig, einen Altar der Liebe zu errichten

Dieser Atem Gottes, die Energien der Kundalinischlange, das Prana, das in unseren Chakren wirksam wird, das Chi – schlichtweg die Energie der Schöpfung – also die Quelle – die Liebe, kann sich nur vorsichtig und schrittweise auftun – und alles, was wir zu tun haben, ist ihm einen Altar zu bereiten. Das ist beispielsweise auch – ganz körperlich – das Tantra. Der Liebe einen Altar bereiten, einen Ort, an dem sie gerne verweilt..

Instrument der Wahrheitsfindung

Unser Körper ist sicherlich ein Tempel – doch noch vielmehr ist er ein Instrument, dass uns gegeben wurde, die Wahrheit zu finden. Ein alter Mönch erkannte vor vielen 1000 Jahren: Ich bin nur das Loch in einer Flöte, durch die Gottes Atem strömt. An uns ist es ganz klar, dieses unbeschreibliche Geschenk, dieses Werkzeug gut zu behüten – doch ist unser Pfad zu Liebe hin unabhängig von ihm. Wenn wir nämlich erkennen, uns nicht mit den Attributen des Körpers, will heißen Krankheit, Siechtum, Leiden, Tod, Vergänglichkeit identifizieren, sind wir in der Lage, die Liebe, die Schöpfung, mehr und mehr zu erkennen. Und wir werden nichts anderes mehr so sehnlich wünschen, als noch mehr zu erkennen.

Fazit

Wie also vollkommen deutlich wird, ist die Begrifflichkeit des „Kundalini“ beziehungsweise noch weiter gehend, seine Materialisierung in die sagenhafte Schlange (die bei den Aborigines die ganze Welt umspannt und letztlich ausmacht) lediglich als ein Behilfsmittel zu sehen. Das Prana ist nicht körperlich, diese Energie, das Chi – es ist die Transzendierung unseres Geistes weg von dualistischen, urteilenden, bewertenden Denkstrukturen.

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Wie kann ich Tantra Yoga verstehen?

Tantra Yoga

Geht es um besseren Sex?

Viele Menschen haben nur unzureichendes Wissen, ein Zuwenig an Information über das Wesen des Tantra – so kommt es zu einigen reichlich obskuren Ansichten über das, was Tantra denn nun eigentlich darstellt. Dass es um Sex geht, um besseren Sex, um Liebeskunst – soviel scheint deutlich zu sein. Auch mit spezieller Massage wird das Wort Tantra gerne verbunden. Doch Tantra ist anders – wesentlich mehr.

Ist Tantra eine neue Sichtweise des Lebenssinns?

Dass eine neue Sichtweise der Dinge entsteht, gerade, wenn man sich auf die Ziele des Hinduismus, des Buddhismus – schlicht einer zur Non-Dualität tendierenden Weltanschauung einlässt – kann nicht ausbleiben. Doch auch für eingeschworen spirituelle Geister bietet die so praktische Erfahrung im Tantra vollkommen neue Bezugspunkte. Erfahrung und gewonnene Intuitonsfähigkeiten in der Praxis des Tantra erweitern den spirituellen Horizont nahezu notwendigerweise.

The modern tantra path
The modern tantra path

Tantra ist praktische spirituelle Erfahrung?

Die Basis des tantrischen Denken besteht ganz einfach darin, die praktische Erfahrung, den Körper und seine Empfindungen, über, zumindest neben die Erfahrung des Geistes, der Philosophie zu stellen. Den Körper zu einem Schlüssel zu gestalten, der ein Tor zur Wahrheit nach dem anderen auftut. Das erscheint mehr als natürlich, denn schließlich ist es der Körper, der uns auf unserer Reise begleitet. Doch letztlich führt Tantra, das ist das Ziel, weit über den sterblichen, verweslichen Körper hinaus.

Im Tantra muss ich die Welt also nicht aufgeben?

In der Ansicht, dass es keine Gegensätze wirklich gibt, also dem Nicht Dualistischen Denken, wie es der Tantriker „benutzt“ sind die Unterschiede zwischen der von uns erfahrenen, relativen Welt, dem „Samsara“ und dem Nirvana, der transzendierten Welt, nicht vorhanden. Es geht dem Praktiker des Tantra also nicht um Weltfernheit, wie sie in anderen Religionen postuliert wird, sondern vielmehr um dauerhafte Befreiung, ohne dabei tatsächlich vom materiellen Leben Abstand nehmen zu müssen.

Es existieren keine Gegensätze?

Es gibt lediglich das „Universelle Bewusstsein“. Alles, was wir an Gegensätzen erleben, woraus sich die unheilvolle Dynamik unseres Lebensdenken ergibt, ist – wie könnte es anders sein – pure Illusion. Dies ist die letzte Wahrheit, zu der auch das Tantra Yoga uns führen will. Es gilt, trotz der Verhaftung mit der materiellen Welt, eine innere Souveränität im Denken aufzubauen. Das Denken und eben auch der Körper, sind gebettet in eine größere Wahrheit, die uns alle Furcht nimmt.

Glaubt man im Tantra an die Wiedergeburt?

In den indisch-asiatischen Religionen ist die Reinkarnation, verbunden mit dem Begriff „Karma“ eine essentielle Basis ihrer geistigen Haltung. Die Kette dieser Wiedergeburten bildet die ethische Qualität unseres Lebenswandels ab. Ein Entkommen aus diesem Rad des Lebens ist lediglich möglich, wenn wir den Energien der Erleuchtung, der Befreiung ungehinderten Fluss gewähren. Dazu verwendet man im Tantra die Philosophie der Chakren, der Lebensenergie, des Kundalini.

Die sieben Hauptchakren

Den sieben Hauptchakren werden Blätter zugesprochen, je nach der Tradition oder Schule auch Farben. Von den Göttern, die zu ihnen gehören, wollen wir absehen. Jedes der sieben Hauptchakren sieht sich in Verbindung mit einem Attribut.

Als Hauptchakren gelten, von unten ansteigend:

Muladhara
Wurzelchakra mit vier Blättern

Svadhisthana
Sakral- oder Sexualchakra mit sechs Blättern,

Manipura
Nabel- oder Solarplexuschakra mit zehn Blättern

Anahata
Herzchakra mit zwölf Blättern

Vishuddha
Hals- oder Kehlchakra mit sechzehn Blättern

Ajna, Stirnchakra
mit zwei Blättern

Sahasrara
Kronen- oder Scheitelchakra, als tausendblättriger Lotos

Sind die Chakren Bindeglied zwischen Körper und Geist?

Die Chakren haben, jedes für sich, ausgesprochen tiefe Bedeutung. Sie stellen das gedachte Bindeglied dar, zwischen unserer Körperlichkeit und dem der Wahrheit hinter den Illusionen. Wir können die Irrtümer unseres Lebens mit diesem Gedankenhaken transzendieren. Indem wir uns ganz auf unseren Körper konzentrieren, begeben wir uns in jenes „Jetzt“, dass andere Formen der Spiritualität so verzweifelt zu erlangen suchen.

Fazit

Indem wir Unvollkommenheit erkennen – hier eben die Blockade unserer Chakren – ein Terminus, Symbolik – und uns bereit erklären, diesen Irrtum (die Unvollkommenheit) zu bereinigen – indem wir unsere Geisteshaltung ändern – rutschen wir ganz automatisch – mitsamt des Empfindens unseres Körpers – in den Bereich der Transzendenten. Es liegt nur an uns, dies zu intensivieren, zu lernen, zu trainieren – um schließlich das geeinte Ziel – das Ziel jeder Spiritualität – die Erleuchtung – zu erreichen.

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Praktische Übungen im Tantra Yoga

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Das Ziel des Tantra Yoga

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Ungeachtet aller vorgeblichen Strömungen in moderner Tantra Praxis, ist die Vereinigung, der freie Fluss der Energien das Ziel der tantrischen Praxis. . Das Erwachen der Kundalini, der Regenbogenschlange, einem Symbol für die Alleinheit, sich ausweitend über, durch die sieben Chakren. Wen sollte es wundern, dass in dieser Vereinigung aller göttlichen, schöpferischen Energien, der Liebe also schlechthin, Hautfarbe, Alter, Geschlecht, Beziehungsstatus, Religion, Körperstatur – all diese Urteile, Unterscheidungen, vollkommen belanglos sind?

The modern tantra path
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Das Tantra erschließt eine neue Basis für Beziehungen?

Die Liebe der Schöpfung braucht, um es einfach zu beschreiben, einen Platz in Ihnen, an dem sie sich wohlfühlt, so dass sie sich ausdehnen kann. Vorhanden ist sie schon immer – mächtiger als Sie sich je vorstellen könnten. Doch, Sie können Sie nicht richtig erkennen. Die Energien, die Sie in Tantra Übungen, im Tantra Bewusstsein freisetzen, sind wie Wasser in Ihrem vertrockneten, der Wüste gleichem Garten.

Das Buch „The modern Tantra Path“ geht zusammen mit Ihnen diesen außergewöhnlichen Weg, nimmt Sie und Ihren Partner an die Hand. Holen Sie es sich jetzt! (Englisch)

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Gelebtes Patriachat?

Mit einem einzigen Blick auf die gelebte Realität der vorherrschenden Religionen wird ohne Weiteres deutlich, dass hier gelebtes Patriarchat zementiert ist. Die Rolle der Frau wird subtil auf die der Mutter reduziert, in Hinduismus beispielsweise, ist ihr der Zugang zu heiligen Schriften verwehrt, – die ist der ausschließlich männlichen Brahmanenschaft überlassen. Hier, ganz wie auch im muslimischen Glauben, fällt der Frau, statt des Gebetes und der Meditation als Weg zur Erleuchtung, zu, die Rolle als Mutter, Behüter der Kinder und der Küche – den Diener des Mannes, ihres Gottes, zu spielen.

Ist Gott lesbisch?

Keine tiefliegende Beteiligung

Nicht viel anders sieht die Rolle der Weiblichkeit im katholischen Glauben aus. Eine durchaus männliche Domäne. Auch hier finden sich die männlichen Hierarchieansprüche fest verankert in den religiösen Texten. Den Frauen wird auf ganz grundsätzliche Art und Weise die aktive Beteiligung an katholischer Spiritualität nur ausgesprochen restriktiv gestattet – in Klöstern. Desweiteren bleibt sie auf ihre Rolle in der Familie beschränkt.

Ablenkung von der Erleuchtung?

Die Begründungen, die in diesem Zusammenhang geliefert werden, sind recht grundsätzlich – wie zu erwarten. Die katholische Kirche punktet hier mit der Vision der Frau als Verführerin hin zum Bösen – buchstäblich die schillernde Schlange mit dem süßen Apfel. Doch auch diverse Auslegungen in Richtung tieferer Spiritualität sagen der Frau in ihrer Sexualität nach, vom Pfad der Erleuchtung abzulenken. In erster Linie wohl eine Reflexion der Männerwelt.

Weibliche Unzulänglichkeit?

Als körperliche Unzulänglichkeiten der Weiblichkeit schlechthin betrachtete Natürlichkeiten – die Menstruation, die Geburt – separieren die Frau zusätzlich. Doch – lassen Sie uns hier einen gedanklichen Schlussstrich ziehen. Denn jede weitere Diskussion über Gendering, über Emanzipation und Frauenrechte in den Religionen – die Situation ist uns bekannt – betoniert lediglich die chaotische Dualität, aus der heraus diese Kontroverse überhaupt erst entstanden ist.

The modern tantra path
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Männlein und Weiblein

Und jetzt tut sich der springende Punkt des Diskurses auf. Die Dualität. Schwarz und Weiß. Männlich und Weiblich. Gut und Böse. Das Urteil.
„Moment …!“
werden einige rufen.
„Das geht dann doch zu weit. Es ist doch unbestritten, dass es Mann und Frau als geschlechtlichen und gesellschaftlichen und ökonomischen und auch religiösen, spirituellen Unterschied gibt!“

Allumfassender Gedanke?

Wir balancieren gerade auf einem dünnen Faden. Wenn Sie das erkennen, sind Sie schon ein gutes Stück vorangeschritten. Wenn nicht – die Schöpfung hat es bereits für Sie erledigt, sie ahnen nur noch nichts. Das einzige Ziel, welches der ewige, allumfassende Gedanke der Schöpfung ist, ist die Aufhebung jedes Unterschiedes. Die Wirklichkeit, die Wahrheit kennt keine Hierarchien. Diese Wirklichkeit, das Licht der ganzen, allumfassenden Liebe, brennt in jedem von uns.

Transzendierte Körperlichkeit

Wir erheben uns in der Spiritualität, wie ja der Name schon verdeutlicht, über den Körper hinaus. Das heißt, wir überschreiten Grenzen. Wir versuchen zumindest, die Körperlichkeit zu transzendieren. Indem wir aber vergegenwärtigen, dass Spiritualität über das Körperliche weit hinaus geht, haben wir auch die Mauer des Geschlechtlichkeiten, ganz ohne es wirklich zu bemerken, locker übersprungen.

Problem der Realität

Nun, werden Sie entgegenhalten. Schön und Gut. Aber wenn ich im wirklichen Leben erwache, bin ich wieder eine Frau/ein Mann. Und das war’s dann. Ganz offensichtlich stehen wir also vor einem grundsätzlichen Problem. Wenn man so weiter denken würde, nämlich, Spiritualität hätte nichts dem Körper zu tun, also nichts mit mir, der ich mich doch zumindest auch als Körper definiere, entsprechend männlich oder weiblich – nun dann wäre ich zumindest verwirrt. Der Weg der Lösung aus diesem Dilemma, auch die Antwort auf jede Frage, zumindest der Pfad dorthin, findet sich in der Idee des Tantra.

Rollen

Tantra Yoga – eine vollkommene Lösung

Hier wird das Zusammenschmelzen dieser beiden, so gegensätzlichen, gedanklichen Komponenten angestrebt. Das Tantra verdeutlicht die Wahrheit, dass wir Energiefluss sind, es ist die Idee der göttlichen Energie. Das, was hier letztendlich mit Energie umschrieben ist, steht, (im Versuch die Bedeutung mit Begrifflichkeiten zu veranschaulichen) sogar über, neben, unter, zwischen jedweder Neutralität. So wird eine Geschlechterrolle, auch im körperlichen Sinne, vollkommen obsolet.

Unsichtbare Antwort

Der panphilosophische Ansatz ist wohl, ohne Frage, die Vereinigung dieser männlichen und weiblichen Energien – beziehungsweise – hier kommen wir der Sache sehr Nahe – eine Frage der Erkenntnis über ihre Einheit, – die so primitiv und naiv und einfach und offensichtlich ist, dass wir – in unser dualistisch fragmentierenden Art – Äonen benötigen, um die Antwort zu sehen. Doch – jeder Einzelne von uns ist mit unfassbarem Glück gesegnet.

tantra yoga
tantra yoga

Auflösung von Gedankenbildern

Denn – das ist eine unumstößliche Tatsache, die sich aus der Begrifflichkeit „Schöpfung, Liebe“ schlussfolgert – der Pfad, auf dem wir unser Leben beschreiten, führt durch Tore der Erkenntnis, welche die WUNDERsame Eigenschaft aufweisen, unser chaotisches, dualistisches, urteilendes Denksystem aufzulösen. Zeit existiert für die Liebe, für die Schöpfung nicht. So gelangen wir zwangsläufig an diese Türen, schreiten durch sie hindurch – und verstehen. Finden die Antwort.

Allumfassendes Alleins

Wir sind. Es ist. Das ist das Sosein. Das ist das „Jetzt“. In diesem Verständnis, in dieser Erkenntnis, die uns, ganz ohne unser Zutun, (eher noch ohne unser Zutun) zunehmend erfasst, scheinen zutiefst illusorische Unterschiede nicht mehr auf, sie verschwinden in ihrer Bedeutungslosigkeit. Denn die Quelle ist allumfassend und Ganz. Sie verströmt sich, sich weitet sich aus. Das ist ihre Eigenart als Schöpfung, als Liebe.

Fazit

Es funktioniert, die Sache auf einen Nenner zu bringen, wenn wir uns von der Idee des Ego trennen, das uns erklärt, schmerzhaft beweist, dass wir Körper sind. Solange wir dieser Idee anhängen, sind wir auch in dieser vagen Rolle der Geschlechtlichkeit gefangen. Und das Gendering – ist nur ein verzweifelter, eher unbewusster Versuch, in der Welt der Formen und Urteile, alles zusammenbringen.

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Die Welt ist abgefuckt – wo ist Gott?

Frieden in unserer Gesellschaft unmöglich?

Die Kirche – Sex als mächtiger Manipulator?

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Benutzen die großen Kirchen unsere Sexualität zur Machterhaltung?

Gigantische Katakomben könnte man füllen, mit den Büchern und Abhandlungen, die zum Thema Sexualität alleine in den westlichen Religionen geschrieben sind. Eine ausgesprochen bigotte Einstellung – kulturgeschichtlich, gesellschaftswissenschaftlich von größter Relevanz – beeinflusst sie unser komplettes Lebensbild nachhaltigst. Sie, die Sexualität und der “fachgerechte” Umgang mit ihr, ist ein mächtiges Werkzeug jeder Kirche.

Sexualität als Machtinstrument

Sexualität als Sünde

Über die Jahrhunderte weg haben es die Religionen geschafft, der körperlichen Liebe einen konkreten Bezug zu der von ihnen proklamierten “Sünde” unterzuschieben. Es gibt eine einfache, grundsätzliche Überlegung bei dieser Taktik:

„Wenn die Kirche die Macht über die Sexualität hat, sie als etwas Sündhaftes brandmarken kann, ist sie im Besitz eines immerwährenden Instruments der moralischen Geißelung. Denn wenn der Mensch eines tut – dann miteinander Sex haben. Egal ob Sünde oder nicht.“

Festgemauertes Gesellschaftsdenken

So scheint unweigerlich auf, dass all die Prüderie, die scheinheilige Moral, die ethischen Ansprüche der Religionen in Bezug auf Sexualität, lediglich profane, geistige und materielle Machtgelüste untermauern. Das Bild, das man uns vorstellt, ist rein manipulativ. Doch wir haben es verinnerlicht, es ist Teil des übergeordneten Gesellschaftsdenkens, festgemauert, wie oben schon bemerkt, in zahllosen Schriften und Grundsatzregeln, bis hin zu den 10 Geboten.

Vorurteile

Sex ist etwas Schmutziges

Sex ist etwas Schmutziges. Das ist in unseren Köpfen. Da sind riesige Mauern aufgebaut. Wie Keulen schwingen die Priester die Begrifflichkeiten von Jungfräulichkeit, Altersunterschied, Geschlecht, sexuelle Praktiken, den Stand der Ehe, den Gebrauch von Verhütungsmitteln, die Abtreibung. Eine Moral, die ganz grundsätzlich zu einem latenten Unwohlsein der Menschen in ihrem Einflussbereich, besonders eben der westlichen Hemisphäre, beiträgt.

Eine gedankliche Zwangsjacke

Was kann an solcher Restriktion göttlich sein? Was hat sie nur im Entferntesten mit Liebe zu tun? Was passiert ist, in den letzten Jahrhunderten, ist tatsächlich, dass sich die Kirche, mit eben diesem Bild von Sexualität, eine ungeheure Macht über das Denken der Menschen verschafft hat – ein ausgezeichnetes Mittel, um Sie, ganz konkret, über das was sie sind, nämlich Körper – in eine gedankliche Zwangsjacke zu stecken. Wo benötigt man Zwangsjacken? In der Psychiatrie. Hier nun geht es um das Irrenhaus des Gesellschaftssystems.

Tantra – der Pfad

Anklagende Hyperintimität

Alles, was mit Sexualität zu tun hat, wird im westlichen Glauben, auch im Islam, in eine finstere Ecke gestellt, wo es nur zu bestimmten Gelegenheiten und mit schlechtem Gewissen kurz hervor geholt werden darf. Subtil erschufen die „Führer im Glauben“ eine durch und durch dualistische, tendenziöse, diskriminierende, verurteilende, anklagende Hyperintimintät. Dass diese so proklamierte Trennung, diese Entwürdigung des Natürlichen, generell frauenfeindlich ist, muss nicht betont werden.

Sex deckt komplettes Spektrum menschlicher Beziehungen ab

Sexualität ist eine Komponente, die mehr in unserem Leben bestimmt, als offensichtlich ist. Es geht nicht nur darum, wie wann und wo und mit wem Sex zu haben ist, sondern um eine tiefgehende Strömung, die das komplette Spektrum menschlicher Beziehungen abdeckt. Die postulierten Grenzen, Verbote, aufoktroyierten Weltanschauungen, greifen in die innersten Werte unserer Gesellschaft nicht nur ein. Nein. Sie formulieren Sie.

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Die verpönte Körperlichkeit – die Ursache latenten Unwohlseins

Sieht man die Angelegenheit in einem positiven Licht, wie es unser Bestreben ist, entpuppt sich die verpönte Körperlichkeit, die Beschränkung unseres Körpers, die wir durch das angenommene Denksystem erfahren, geradezu als Segen. Denn hier tut sich eine Möglichkeit auf, unser Denken, die verschrobenen Ansichten der Kirche, die unser Leben so nachdrücklich, nahezu entsetzlich manipulieren, ad absurdum zu führen – das latente Unwohlsein los zu werden.

Katalogisierter Verdrängungsprozess

Die großen Religionen sind, in sich, ein einziger Verdrängungsprozess. Anstatt die Dinge anzunehmen, werden sie kategorisiert, be- und verurteilt. Gerade über die Sexualität, die einen so immens großen Teil der Menschlichkeit ausmacht, findet eine ungeheure Manipulation statt. Diametral in schwärzestem Dunkel steht sie jeder schöpferischen Grundsätzlichkeit dessen, was uns geschenkt wurde, nämlich unsere Körperlichkeit, entgegen.

Knoten in der Wahrnehmung der Wirklichkeit

Man könnte, sehr bildlich, auch beschreiben, das von der Kirche gezeichnete Bild der Körperlichkeit, der Sexualität schlechthin, aus der Historie als unbedingt und grundsätzlich in die Gegenwart transformiert, hat einen gigantischen Knoten in unserer Wahrnehmung der Dinge generiert. Es ist, als ob, jedes mal, wenn irgendetwas, auch nur im Entferntesten, mit Geschlechtlichkeit zu tun hat, ein Schalter in unserem Hirn umgelegt würde.

Bigottes Weltbild

Das ist genau das, was die Jugend, ein großer Teil der Bevölkerung in den 70zigern und 80zigern erkannt hatte. Auch, wenn der Kern des Gedanken dieser Bewegung sich bis heute ein Wenig im Benimm der Gesellschaft niederschlägt, die Prüderie, das bigotte Weltbild, das schon vorher herrschte, fand schnell Wege, diese ideelle Befreiung zu boykottieren und wieder verschwinden zu lassen. Verschwörungstheoretiker würden jetzt als Beispiel das Aids Virus nennen, in unseren Tagen vielleicht Corona.

Einbahnstraße des Dualismus

Was hier, betrachtet man sich die Causa ein wenig aus der Distanz, vollkommen offensichtlich wird, ist, dass die Doktrin der großen Religionen eine Einbahnstraße des dualistischen Denkens, des Materialismus, zementieren. Wie vollkommen anders dagegen der Ansatz des Tantra! Eben nicht in den Schmutz ziehend, als Kopulationswerkzeug zur Erzeugung von Nachfahren wertend, wird hier das Geschenk der Schöpfung an uns, unser Körper nämlich, mit all seiner wunderbaren Funktionalität geehrt.

Körperverletzung als Weg zur Seeligkeit?

Auch wenn die Spitzfindigkeit der Theologen letztlich Wahrheit postuliert, wenn sie sagt, die Erleuchtung, das letzte Ziel, sei nicht über den Körper zu erreichen, straft sie sich mit ihrer Opfer- und Geißelungsattidüde, dem verkündeten Weg der Entsagung als Pfad zu Gott, doch nur selber Lügen. Was letztlich beispielhaft deutlich wird in der Art und Weise, wie „Geistliche“ Priester, ihre Sexualität – vielleicht gezwungenermaßen – ausleben.

Der Körper – ein heiliger Tempel

Das Tantra nun sieht den Körper als das göttliche, heilige Instrument, dass uns gegeben worden ist, als ein Weg, die Allheit wieder zu erkennen. Das Tantra erhebt den Körper über diese profane Sicht einer materialistischen, dualistischen, abwertenden Denkart, gestaltet ihn zu einem Schlüssel der Offenbarung. Auch wenn die hierarchische Ordnung der Energien, die das Tantra sieht, proklamiert, jenseits von Nondualismus steht, ist dies hier doch nur ein Pfad, mit vorhandenen Erklärungsmustern, die Ewigkeit darzustellen.

Tantra – der Weg der angstfreien Schuldlosigkeit

Während altherbebrachte Religionen sich also mühen, die Schuld im menschlichen Dasein weiterhin zu porträtieren, zeigt das Tantra den Weg der Schuldlosigkeit auf. Ein so vollkommener Gegensatz zur Doktrin der Kirchen, dass ihn manch einer nicht erkennen kann. Die Schuld, die, im Glauben der altherbrachten Religionen, jedem Gläubigen auferlegt wird, heißt immer Angst. Die These der Kirche ist ein Gott, eine Schöpfung, vor der man Angst haben muss. In alle Ewigkeit. Nicht umsonst die Hölle.

Die sanfte Hand

Die Ursache und Wirkung des tantrischen Weltbildes ist es, genau diesen, so fundierten, vollkommen unlogischen Ansatz, aufzulösen. Möchte man es formulieren, könnte man sagen, das tiefste Wesen des Tantra, dass nur von jenen erfahren werden kann, die sich dem Vertrauen in die Liebe (nicht nur die körperliche), also in die Schöpfung hingeben, ist die sanfte Hand, welche all unsere bis dahin empfundene Körperlichkeit, durch die Erkenntnis der wahren Körperlichkeit, in eine, wahrhaftig nicht beschreibbare, Herrlichkeit transzendiert.

Fazit

Moralismen, ethische Grundsätze, der „Anstand“, angeblich „ungeschriebene Regeln“, anerzogener Ekel, gesetzliche Regelungen, schlichte, gewollte Unwissenheit und Naivität, das alles sind die Grundpfeiler einer Sicht auf die Sexualität, wie sie in der Gesellschaft nahezu weltweit unverbrüchlich festgelegt ist. Das Tantra ist ein Weg, sich über diese Anschauung zu erheben, vielmehr sie aufzulösen. Ein Pfad, der zu der Erkenntnis führt, dass jedes Urteil der Anfang von Angst ist.

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