Wir lieben die Sünde?

Sünde, Liebe,

Perfektionierte Sünde?

„Wir lieben die Sünde.“ Die Aussage dieses Satzes scheint ganz eindeutig zu sein. Beschrieben ist hier – so mutet es an – das alte Dilemma der Menschheit. Sex und Völlerei, Habgier. Wir haben die Sünde perfektioniert. Es ist also unser großes Ungemach, dass wir ständig diesen Versuchungen ausgesetzt sind und ihnen nicht widerstehen können. Um es uns ein wenig einfacher zu gestalten, haben wir, in altbekannter Manier, den Begriff der Sünde bis ins Unkenntliche fragmentiert.

Nicht zu definieren?

Wir werden uns also verdammt schwer tun, den Begriff irgendwo festzumachen – das ist nicht weiter verwunderlich und klar – denn er kann keine Definition haben. Die Begrifflichkeit der Sünde ist vollkommen relativ, vollkommen subjektiv. Es ist immer unsere ganz eigene, individuelle Sünde. Schuld. Die wir versuchen, zu beschreiben, als unser Fehlverhalten gegenüber den Gesetzen des Schöpfers.

Das Böse ist immer und überall?

Eine ganz schreckliche Situation, in der wir uns da befinden. Das Böse ist immer und überall. Woran liegt das? Warum leben wir nicht in einer Welt der Liebe? Nun – es ist der unverbrüchliche Glaube an die Sünde, der das unmöglich macht. Wer an die Sünde glaubt, ihr sein Leben widmet, der ist der Überzeugung, der Geist könne angreifen, sich so schuldig machen. Diese Schuld nun ist kein Irrtum – Schuld – Sünde kann nicht berichtigt werden, im Gegensatz zum Fehler, zum Irrtum. Die Schuld bleibt uns auf immer erhalten.

Der Gedanke der Sünde möchte die Schöpfung angreifen?

Die Sünde verlangt nach Strafe – wie der Fehler nach Berichtigung ruft. Doch wird Strafe niemals Berichtigung sein. So bleibt die Sünde, bleibt die Schuld in unserem Geist, wir manifestieren sie. Wir sind tatsächlich der Auffassung, der Schöpfung unseren Negativismus aufzwingen zu können. Wir betrachten „Gott“ als eine Institution, die dem Angriff ausgesetzt sein könnte, der zu widerstehen es möglich ist, der man eine Niederlage beibringen könnte.

Überheblicher Größenwahn des Egos?

Diese Auffassung, der Glaube an die Sünde – das ist nichts als überheblicher Größenwahn des Egodenkens, das dir aufzeigen möchte, dass die Schöpfung unvollständig und veränderbar ist. Und hier tut sich wieder dieses erstaunliche Phänomen auf: Wir haben die Sünde mehr als verinnerlicht. Sie bildet die Grundlage unserer Denkstruktur. Sünde heißt Urteil. „Ich habe gesündigt.“ Das ist ein Urteil meines Geistes über mich selbst. Sünde ist Dualismus in Reinkultur.

Sünde ist die Trennung des Menschen von Gott?

Das Urteil des Geistes lautet: „Du bist schuldig!“ Schuld meint, einfach ausgedrückt, gewissen definierten Anforderungen nicht genügt zu haben. Vermeintlich Böses getan, das vermeintlich Gute unterlassen zu haben. Wer nun der Überzeugung ist, Sünde sei Wirklichkeit, sei möglich und fassbar, ja, die Sünde zu erkennen, zu bekämpfen, sie zu akzeptieren, sei heilig – der zementiert die Trennung von Gott, von der Schöpfung, dem ewigen Gedanken der Liebe. Eine größenwahnsinnige Illusion, die postuliert, Gott selbst sei veränderbar und unvollständig.

Die Sünde – ein Heiligtum des Ego?

Für das Egodenken ist die Idee der Sünde vollkommen heilig – ihr Mittelpunkt. Das ist damit gemeint, wenn gesagt wird, dass wir die Sünde lieben. Wir lieben sie, im wahrsten Sinne bis zum Tod, bis dass der Tod uns scheidet. Sie ist die Urgrundlage unseres Denksystems, das sich aus Tod und Vergänglichkeit speist. Das Ego überbringt die Sünde der Angst. Und es fordert Strafe. Die Wahrheit aber überbringt die Sünde der Liebe, wo sie als Irrtum erkannt wird.

Nur ein Fehler, ein Irrtum?

Die Schöpfung kann aus ihrer zeitlosen Reinheit heraus lediglich einen Fehler sehen, den ein Mensch gemacht hat. Auch du siehst ihn und nennst ihn Sünde, weil du nicht die Zeitlosigkeit, die Ewigkeit der Schöpfung bedenkst. Ein Irrtum aber kann berichtigt werden. Und dieser, dein Irrtum der Sünde, ist schon längst, seit Anbeginn der Zeit, in Ordnung gebracht worden. Die Schöpfung kennt keine Uhr.

Explosion des Egogedanken?

Die Idee der Erbsünde ist eine unbemerkt bleibende Explosion des Egodenkens in unglaublicher Größe und Gewalt. Gott, die Schöpfung wird zum einem Etwas, das zwischen Gut und Böse unterscheidet. Das Gesetze und Hierarchien bedeutet. Das urteilt, für schuldig befindet und bestraft. Und so erschuf die Schöpfung die Welt. In Sünde. Was für ein Irrsinn, wenn man sich ansieht, was die Liebe ist, was die Schöpfung tatsächlich verdeutlicht. Die Alleinheit. Die Ewigkeit. Wird hier nicht klar, wie vollkommen verrückt die Idee der Sünde im Antlitz dieser Größe ist?

Blind auf dem Laufband des Konsums?

Wir haben uns in die Idee der Sünde verrannt – aber so was von gründlich, dass wir nichts mehr anderes sehen können. Ist das die „Liebe zu der Sünde?“ die wirklich gemeint ist? Genau das sind sie: Die Lumpen vor unseren Augen, die uns blind machen, auf dem Laufband des Konsums. Die uns Gott, die Schöpfung, die wahre Liebe zum verschwommenen Ideal haben verkommen lassen, einem bloßen „Ach wäre das schön, aber“.

Sünde ein Lügengebäude des Ego?

Lösen Sie dieses Grundkonzept der Sünde auf! Es ist ein gigantisches Lügengebäude, das Sie in der Illusion der Egowirklichkeit gefangen hält. Dies ist der vollkommen praktische Weg. Es gilt ganz einfach, die Liebe walten zu lassen. Wenn wir erkennen, dass hinter dem undurchsichtigen Nebel des Sündengedankens die Liebe als Basis allen Seins steht, – die Liebe, die kein Gut und kein Böse, kein Richtig und Falsch kennt – sondern einfach nur ist, mit uns – dann erkennen wir, dass „Sünde“ nur eine kranke Idee des Ego ist.

Die Sünde löst sich auf?

In diesem Wissen der Sündenlosigkeit ist es mir möglich, jeden zu lieben. Das so grundlegende Prinzip der Ausdehnung der Liebe wird überdeutlich. Und wenn ich bewusst beginne, zu lieben, wird meine Sicht auf die Welt sich ändern, hin zu der ewigen, zeitlosen Wahrheit der Liebe – das passiert für das Weltbild jedes einzelnen ganz persönlich. Das heißt, vollkommen konkret, der Sündengedanke löst sich auf. Die Sicht auf die Herrlichkeit hinter diesem dunklen Nebel tut sich auf – Schritt für Schritt – Tür für Tür, die sich für mich ganz persönlich öffnet.

Fazit

Kann denn Liebe Sünde sein? Tief in uns selbst, verborgen durch dieselben Fetzen vor unseren Augen, die es auch verhindern, dass wir die Liebe und Sündenlosigkeit in anderen sehen, da ist der Altar der Wahrheit, das Licht. Indem wir uns in unserem Leben aus ehrlichem Herzen bemühen, zu lieben, ohne Sünde zu sehen, bereiten wir ihn für die Wahrheit, die großartige Liebe der Schöpfung. Wir bieten ihr Willkommen, wir laden sie ein. Und wie freudig sie unserer Einladung folgt!

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Wir haben unsere Kreativität verkauft?

Kreativität, Licht

Unsere Kreativität entspringt der Schöpfung

Je weiter wir auf dem Pfad voran schreiten, desto mehr werden wir verschiedene Dinge in unserem Leben bemerken, die sich ganz grundsätzlich positiv ändern. So finden wir in der Ruhe, die aus dem zunehmenden Verschwinden von Angst und dem entsprechenden Verhalten ziehen, eine ungeheure Kraft. Mit unserer Erkenntnis stehen wir allein – doch wir spüren, wie sie sich auswirkt.

Kreativität verschleudert?

Die Superposition

Als jemand, der um seine Superposition weiß, wirst du die Fülle der Schöpfung in jedem Tun, das dem Jetzt entspringt, ganz deutlich verspüren. Das Universum der Universen kommt zu deiner Hilfe. Kreativität, das heißt, unter der Fülle der Möglichkeiten ohne die geringsten Vorbehalte zu wählen. Und dazu ist man aus der absoluten Superposition der Schöpfung heraus, zu der man sich zur Gänze bekannt hat, fähig. Doch ist keine wirkliche Anstrengung notwendig.

Die Allheit

Die Schöpfung ist der Brunnen des Wissens, wir dürfen aus dieser Quelle trinken, so viel wir möchten. Nur erkennen müssen wir sie. Wer sich der Allumfasstheit der Dinge bewusst wird, der wird Zusammenhänge sehen, die andere nie erkennen werden. Und hier liegt die ursächliche falsche Sichtweise des Egos begründet, im schlichten Nichtwissen der Systemgebundenen, die sich dabei für ganz erstaunlich kreativ und extraordinär halten.

Die Schöpfung kennt keine Negativität

Darum liegt in deiner Kreativität als Wanderer des Pfades, die Macht, aufzuzeigen. Die Wahrheit, also die Liebe, als einzig bestimmenden Faktor des Lebens sichtbar zu machen. Die Kreativität, die hier wirkt, ist nicht zielloses Probieren, wie die angebliche Kreativität des Egos. Es ist die Schöpferkraft selber, die da wirkt. Denn jedes einzelne der Kinder der Schöpfung ist Teil der Schöpfung, also auch der Schöpfungskraft. Wir müssen uns darüber klar werden, dass die Liebe, also die Schöpfung, also ihre Kreativität, die auch die deine ist, niemals etwas Negatives veranlassen wird. Das ist unmöglich, da Liebe immer nur absolut positiv ist. Es gibt also keine Zerstörung. Weder des Belebten noch des Unbelebten.

Alles geschieht aus Liebe

Alles, tatsächlich alles, passiert aus der Liebe. Verstehen wir das nicht, stürzen wir in einen Abgrund von Verzweiflung und Trauer oder wir begeben uns in Aktivitäten, die unseren Blick von dieser ungeheuren Tatsache ablenken. Genauso, wie es das Ego gerne möchte, um seine unbedingte Diktatur der Sinnlosigkeit aufrecht zu erhalten. Angst, wie auch immer geartet, ist negativ und wird wirkliche Kreativität schier unmöglich machen. Das Ego lebt eine Welt der Angst.

Die Sünde – das Universalspezifikum des Ego

Ein Allzweckmittel, ein Universalspezifikum des Ego, welches die Menschen in ihrer Kreativität fehlleitet, ist die Idee der Sünde. Sie ist das Fundament dessen, was unser Denken vermittelt. Dies ist, dass wir angeblich, obwohl wir doch Teil der Schöpfung, also der ursächlichen Liebe sind, in der Lage seien, durch die so genannte Sünde, dem Willen der Schöpfung, die doch Vollkommen und vollendet ist, zuwider zu handeln. Das will heißen, das Ego vermittelt uns, wir als Teil der Schöpfung, wären mächtiger als die raum- und zeitlose Ewigkeit, die Schöpfung selbst.

Verschleuderte Kreativität

Und so verschleudern wir, für die kleinen Vorteile, die wir zu gewinnen denken, unsere Kreativität in Großraumbüros, Fabrikhallen, hinter Computern. Damit Geld zu besorgen. Wir sind so beschäftigt damit, die Probleme zu lösen, die wirr uns erschaffen haben, dass wir den Blick auf das Einfachste vollkommen verloren haben. Wir sind blind für die Kreativität der Schöpfung.

Wir maßen uns die Sünde an

So würde die Sünde vom Sündenfreien entlarvt, als lächerlicher Versuch, die Liebe des Allumfassenden zu einer Welt der Sünde umzuformen. Doch ist dieser lächerliche scheinende Versuch des Ego nahezu ganz ausgezeichnet gelungen. So haben wir uns abgefunden, in einer Welt der Schuld, die Liebe zu verleugnen, die falsche Kreativität in die falsche Richtung anzuwenden, in einer Welt der Sünder zu leben. Ohne mit der Wimper zu zucken maßen wir uns die Sünde an, arroganterweise. Die Herrlichkeit des Allumfassenden dagegen wird zum bloßen Ideal erniedrigt. Heilig, doch unerreichbar.

Sünder hochwillkommen

Ja, wer demütig einsieht, dass er ein armer Sünder ist, dem wird göttliches Verständnis zugesprochen. So haben uns Ego und weltliche Genossen unter Kontrolle. Wahre Kreativität aber entsteht nur in Freiheit. Die Kreativität des Egos kann nur Trugbild sein, denn das Ego selber gibt es nicht. Auch wenn es uns davon zu überzeugen versucht, vergeht es doch, mit all seinem Leiden, seiner Angst, seiner Trauer, vor dem Licht der unbedingten Liebe, die keine Vergangenheit kennt.

Kreativität des Lebens

Und hier ist die Kreativität eine wahrhaftige, die den Rahmen des Begriffes, seine Bedeutung, ins Unendliche ausweitet. So ist diese Kraft nicht nur die Geschicklichkeit im Umgang mit Projekten, sondern vielmehr die Kreativität des Lebens selber. Die Masken durchblickend, aus der Wirklichkeit schöpfend, erkennst du den Zusammenhang der Fragmente, die andere nur zweifelnd als solche erkennen und nichts weiter. So sehend, bist du in der Lage, auch die Gesamtheit der Kreativität einzubringen, in alles was du bist und tust. Dass die Kreativität durchaus unendlich ist, weißt du ohnehin.

Fazit

Die wirkliche Kreativität ist in jedem einzelnen Sekundenbruchteil des Daseins. Die Schöpfung ist Kreativität, und auf unserem Weg zum Licht bekommen wir, je weiter wir fortschreiten, mehr und mehr von dieser positiven Kreativität geschenkt. Will meinen wir können, diese unsere Kreativität erkennen und umsetzen – denn die Liebe, die dasselbe ist, wie die Kreativität, hat uns nie verlassen.

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Schöpfung Hass Liebe

Könnte Gott nicht auch der Hass sein?

Immer wieder fühlen sich die Menschen verwirrt, verständnislos, alleine gelassen, wenn sie das, was man ihnen über den Schöpfer, den Gott erzählt – hell und strahlend voller Licht, Löwe und Schaf nebeneinander, keine Sorgen mehr – mit der Wirklichkeit vergleichen, die sie jeden Tag vor Augen geführt bekommen. Ein allmächtiger, liebender Schöpfer, der Kriege und Krankheit und Seuchen und Unwetterkatastrophen und den grausamen Tod von Menschen zulässt? Wahrhaftig ein toller, der Ehrfurcht würdiger Gott.

Eine Welt der Niedertracht?

Wo also, so stellt sich die Frage, ist in dieser Welt der Vergänglichkeit, des Todes, der Krankheit und des Schmerzes nun die berühmte Liebe des allmächtigen Gottes? Ist es nicht vielmehr so, dass wir in einer Welt des Hasses und der Niedertracht leben? Bar jeden Gottes, jedes göttlichen Gedankens? Ist dieser Gott also ein heimtückischer, verschlagener? Einer der Wein predigt, aber Galle ausschenkt? Ein niederträchtiger Lügner?

Keine blasphemische Frage?

Diese Frage zu stellen ist nicht blasphemisch, im Gegenteil – in der Situation, in der sich die menschliche Gesellschaft momentan befindet, drängt sie sich geradezu auf. Und – wie wir erkennen, ist dieses Problem von absoluter Wichtigkeit, zumindest in einer Diskussion die mit Worten und in Denkbegriffen geführt wird. Denn – wenn Gott tatsächlich die allumfassende Liebe wäre, dann würde sich wirklich die Frage nach dem Sinn des gegensätzlichen Lebens, wie wir es führen, ganz dringlich stellen.

Gott ist absolute Liebe?

Folgen Sie mir darum auf dem kleinen Diskurs, der die Sache klären wird, die Dinge offenbar macht. Wenn die Schöpfung die Liebe ist, wenn Gott als die absolute Zärtlichkeit erkannt wird, ist alle Angst Illusion aus der Vergangenheit und als nichtig begriffen. Abgesehen von dem tiefen Gefühl in unserem Inneren, das uns zuruft, dass Gott tatsächlich die Liebe ist, wenn auch eine unbegreifbare Liebe, ist es zudem möglich, das Dilemma in Buchstaben und Worten aufzulösen. Lassen Sie uns einen Versuch wagen.

Ein weiterer magischer Punkt?

Kann es, alleine semantisch, eine Welt geben, deren Gott der Hass ist? In der es keine Liebe gibt, keine Vergebung, nur Niedergang und Vergänglichkeit, nur Rachegedanken und Vernichtung? Der absolute Hass in Gegenüber zur vollkommenen Liebe? Man sollte doch meinen, es wäre nur logisch, dass dies, zumindest als postulierter Gedanke möglich, und gültige Schlussfolgerung wäre. Und genau hier haben wir wieder so einen magischen Punkt.

Hass braucht immer ein Ziel?

Denn die Antwort auf die obige Frage nach absolutem Hass, ist ein klares, wunderbares Nein. Dieses deutliche Nein liegt begründet in der Natur der Dinge, der Begrifflichkeiten von Gut und Böse. Hass, Schuld, Rache – das sind ausgesprochen einseitige Dinge, Befindlichkeiten, die ein Ziel benötigen. Da muss jemand sein, zum Hassen, zum sich rächen. Das bedeutet auch, derjenige muss hassenswert sein, es muss einen Unterschied geben, zu anderen, die nicht oder wenigstens minder hassenswert sind.

Hass braucht Urteil?

Das heißt also, um zu hassen, ist immer ein Urteil notwendig. Das eine ist schlecht und wird gehasst, das andere „gut“ und wird weniger verabscheut. Hass ist zutiefst dualistisch. Hier wird wieder einmal die Verrücktheit, das Chaos des Universums deutlich. Denn wie soll irgendein Mensch, mit seinen so begrenzten Möglichkeiten, Sinnen, als Winzigkeit im unendlichen Raum, ein gültiges Urteil fällen? Eine Meinung, lediglich, kein Urteil wäre möglich. Und doch sind die Regeln der Gesellschaft zementiert.

Zerteilung der Wirklichkeit?

Hass ist also eine Fragmentierung der Realität – wir teilen diese, unsere subjektive Wahrheit, auf, in Gut und Böse. Und was das zu sein hat, das bestimmt unsere Erziehung, das soziale Umfeld, die Gesellschaft. Wir können klar und mit scharfer Linie gezeichnet, den in Urteile gebundenen Gedanken über den Lebenssinn erkennen. Wie anders dagegen definiert die Liebe diesen Sinn. Wie durchdringend und alles implementierend ist ihre Begrifflichkeit!

Hass muss Grenzen haben?

Liebe ist bedingungslos. Sie kennt kein Urteil, sie ist absolut. Gut und Böse lösen sich in ihr auf, verlieren ihre Bedeutung, ihre Gültigkeit. Liebe ist ganzheitlich, sie separiert nicht, sie teilt nicht auf, kennt keine Grenzen. Der Hass muss Grenzen kennen, muss beschränkt sein, muss einen Gegensatz verdeutlichen. Es muss etwas bestimmtes, abgesondertes, besonders hassenswertes geben. Sonst ergäbe der Hass keinen Sinn.

Ohne Liebe kein Hass?

Und so findet sich also auch hier, mitten im allertiefsten Hass, zwangsläufig ein Quäntchen Liebe, sonst wäre der Hass, der ja von Gegensätzen lebt, einfach nicht existent. Was wir so erkennen ist, dass der Hass nicht absolut sein kann. Es ist nicht möglich, dass der Hass der Schöpfer der Welt ist. Vielmehr tut sich dem staunenden Auge die Erkenntnis auf, dass die Schöpfung Liebe sein MUSS – denn nur die Liebe ist in Vollkommenheit positiv, absolut und beinhaltet alles an Gegensätzen, das der dualistische Gedanke hervorgewürgt hat.

Nichts negatives in der Liebe zu finden?

Hass fragmentiert und ist fragmentierend. Die Liebe ist, ganzheitlich, sie ist, Alles. Sie ist komplette Kommunikation. Versuchen Sie einen Negativismus in der Begrifflichkeit der absoluten Liebe zu finden – sie werden kläglich scheitern. Dasselbe gilt übrigens für viele, mit dem Wort Liebe auf Innigste verbundene Wörter, in ihrer absoluten Bedeutung: Vertrauen, Friede, Mitgefühl, Dankbarkeit. Freude. Hier scheint die durchdringende Absolutheit des Begriffes Liebe klar auf.

Leben in einer ungefähren Bedeutung?

Nur die Schöpfung und die Liebe sind absolut – umfassen alles. Was jenseits der eingebildeten Trennung im Dualismus, den der Mensch lebt, verbleibt, ist immer bestimmendes Teilchen eines bestimmenden Teilchens eines bestimmenden Teilchens, eines bestimmenden Teilchens etc. usw. Undefinierbar eigentlich, doch man hat ihm ungefähre Bedeutung zugedacht. Und in diesem Ungefähren verbringen wir unser Leben. In dem Bestreben, es weiter zu fragmentieren, mit dem Ziel, durch Teilung seine Ganzheit zu verstehen. Wie sehr haben wir uns verlaufen!

Im Labyrinth des Lebens?

Genau so, wie der verirrte Wanderer im finsteren Wald, reagieren wir auch. Die Welt, das Leben machen uns Angst. Und jeder Angstgedanke erzeugt einen neuen. Dies ist das Labyrinth. Der Ausweg ist die Erkenntnis über die Absolutheit der Liebe. Wir erheben uns, die Schwerkraft des Hasses entweicht, wir steigen auf und sehen das Labyrinth von oben, unseren Körper, unseren Geist, gefangen in diesem Irrgarten des Dualismus, erkennen unsere Gedanken, unser Gedankenbild der Trennung als nichtig, sich auflösend in der Unendlichkeit, der Ewigkeit, dem Absoluten, em Einen der Liebe.

Ungeheure Bedeutung?

Verstehen Sie, was das für Sie bedeutet? Wir haben gerade schlüssig bewiesen, dass die Schöpfung, in unseren Begrifflichkeiten, nur die Liebe sein kann. Die Liebe aber löst alles Negative auf, denn sie ist gänzlich positiv. Das heißt für Sie, all Ihre bisherigen Prämissen, die Sie aus den Unterscheidungen des Dualismus gewonnen haben, Urteile aus Vorurteilen, aus Hass und Feindschaft, genauso auch aus vorgeblicher Liebe (die hier immer egoistisch und zerstörend ist) – Urteile um des Urteils willens – sind vollkommen bedeutungslos – angesichts der Liebe, die deren angebliche Bedeutung vollkommen auslöscht. Die erkennen lässt, dass diese niemals auch nur die geringste Geltung hatten.

Fazit

Mit dieser Erkenntnis können Sie Ihr Leben ändern. Doch – auch wenn Sie diese Wahrheit nun nicht sehen können, wenn Ihnen Ihr Dasein das genaue Gegenteil zu beweisen scheint: Jede kleine Tat der Liebe – also jede kleine Tat der Wirklichkeit – wird eine weitere Tür öffnen, die ihnen den Weg zeigt, hin zu diesem Wissen. Diesem Verstehen. Bis hin zu der Erleuchtung, dass Sie selber Gott sind, eins mit der Alleinheit der Liebe.

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Der Coronavirus – Wir und die Freude

Corona Virus Freude

Kontrollierte Freude?

Ganz offensichtlich, so scheint es, in der momentan im Geist der Menschheit wallenden Viruskrise, ist Freude eine Sache, die man ausgezeichnet reglementieren kann. Freude hängt in unserem Denken viel von äußeren Umständen ab – und die Mächtigen haben ganz offensichtlich die Möglichkeit und den Willen, diese Bedingungen weg von Freude, hin zu dem, was ihre Vorstellung ist, zu verändern.

Wir und die Freude

Freude ist Freiheit?

Doch ist Freude tatsächlich so abhängig? Ist sie nicht vielmehr auch eine Kraft, die Fesseln sprengt, die unbändiges Wollen, ein lautgerufenes „JA!“ enthält? Ist Freude, der Wille zur Freude, das Bejahen des Lebens in Freiheit, so bezwingbar? Die Historie hat schreckliche Geschichten zu erzählen, über die Unterdrückung der Freude. Doch – das was Freude wirklich bedeutet – kann nie und nimmer bezwungen werden.

Freude – nur ein schönes Wort?

Freude – das ist sicherlich ein Zustand, den jeder von uns gerne für sich hätte, den jeder gerne als Dauerzustand erleben würde. Ein tolles Wort in seiner Komplexität. Was ist Freude? Es beinhaltet all die Wahrheiten: Friede, Liebe, Glück, Vertrauen, Dankbarkeit – eigentlich alles, was irgendwie positiv ist, in unserer Kommunikation. Ausgesprochen umfangreicher Bedeutungsinhalt.

Entzug der Freude?

Letzten Endes, betrachten wir die Sache genauer, steht das Ideal unserer gelebten Gesellschaft dieser Begrifflichkeit diametral gegen über. Es ist die Mauer, das Kettengewirr, die Restriktion, die Einschränkung und Uniformierung der Freude. Unsere Gesellschaft reglementiert Freude. Auch dies schon immer eine Waffe der Obrigkeit, seine Wurzeln findend in der herrschenden Dualität des Konsums, der egoverhafteten Gedankenstruktur der Menschheit.

Fragmentierte Freude?

So gewaltig das ist, was in dem Wort Freude steckt, so gewaltig sind auch die Widerstände, die verhindern, dass diese Freude unser gelebter Alltag wäre. Die Ursache für den Niedergang der wahren Freude in unserer Lebensdarstellung ist dermaßen fragmentiert, sitzt mit ihren Ranken in jeder winzigen Überlegung – dass sie nur in ganzheitlicher Art und Weise betrachtet und so die wahre Bedeutung der Freude wieder offenbar wird.

Freude ist heilig?

Es ist sehr einfach die Art und Weise, wie wir die Dinge betrachten – unsere dualistische Weltanschauung. Wir sind nicht in der Lage zu erkennen, was Freude ist, weil wir sie in dieses Einteilungssystem von Gut und Böse, von Plus und Minus eingebunden haben. Damit verliert das Heilige, Allumfassende der Freude , eingebunden in dualistisches Hierarchiedenken, gefesselt fürwahr, den größten Teil dessen, was sie wirklich ist. Wir verspüren nur noch lächerliche Bruchstücke, einen winzigen Abglanz nur, dessen, was Freude tatsächlich bedeutet.

Hierarchien

Freude ist Vertrauen?

Sicherlich ist es unser aller Ziel, diese Freude, ohne zeitliche Begrenzung, zu erleben. Sozusagen in Freude zu ertrinken. Zumindest doch eine schöne Vorstellung. Nun, das ist möglich und gar nicht schwer. Es geht um Vertrauen. Um nichts anderes. Wenn ich erkannt habe, dass jedes einzelne meiner Urteile vollkommen belanglos ist, angesichts der Vollkommenheit der Schöpfung – vertreten durch den „Vater“ an dessen Hand ich mich bedingungslos gebe, in vollsten Vertrauen auf diese Vollkommenheit der Liebe – dann wird mich diese Freude, diese Liebe durchdringen. Das passiert tatsächlich körperlich. Die Freude manifestiert sich als körperlich spürbare Energie.

Freude ist im Jetzt

Die pure Freude am Dasein, wenn ich erkannt habe, dass alles Liebe ist. Dass es nie einen Konjunktiv (hätte, wäre, wenn) gab, noch geben wird! DAS FUNKTIONIERT NICHT! Alles ist im Jetzt. Die Freude über die Schöpfungen Gottes. Die Freude, dass ich sein darf, die Freude, dass ich mich auf immerdar beschützt fühlen darf, dass mir die Welt, wie sie von den Menschen gemalt und gelebt wird, nichts mehr anhaben kann. Dass ich die Wahrheit erkennen darf, dass ich dieses Empfinden auch körperlich verspüre, als eine Quelle des Wohlbefindens, des inneren Friedens.

Kompletter Sinn

Die Freude, dass sich alle Sinnlosigkeit aufgelöst hat, die Freude eines kleinen Kindes, das sich an die Mutterbrust kuschelt, warm und weich, in absoluter, gewisser Sicherheit. Die Freude über die tiefe innere Zufriedenheit, die Offenbarung über die Wahrheit der Formen, die Freude über die Gewissheit, dass es keinen Tod gibt. Freude über die Erkenntnis dessen, was durch alle Religionen hindurch die absolute Gültigkeit hat. Freude darüber, zu erkennen, dass die Erkenntnis bei uns, in uns ist. Vor unseren Augen. Ohne irgendwelche Rätsel. Zum Greifen nahe.

Rules

Liebe ist Leben ist Freude

Mit dieser Freude ist die Liebe, der Frieden, ganz eng verknüpft, sie sind eines. Das gilt für die anderen Wörter, wie das Vertrauen, den Frieden, das ehrfurchtsvolle Staunen, die Inspiration, die Kreativität ganz genauso immer gleichermaßen. Sie sind jedes für sich Schlüssel, einen sich jedoch in ihrer Tiefe. Dort ist die Quelle – die Liebe. Was kann sich je messen an der Freude des Lebens, die in jeder einzelnen Pflanze leuchtet, in jedem Lebewesen? Eine unbändige, nicht zu greifende Kraft, die Leben auch in noch so erdrückenden Situationen gedeihen lässt, die über allem steht, weil sie das Bewusstsein selber ist, welches so sehr im Jetzt verwurzelt ist, dass sie keine Angst kennt.

Freude ist frei von Sünde

Freude ist wie jedes dieser Wörter in ihrer wahren Bedeutung frei von Sünde. Die Freude, also die Freude, die der Schöpfer, die Schöpfung gerne geben will, ist allumfassend. Schuld oder Sünde, Angst, Verzweiflung oder Depression haben keinen Platz in ihrer Gegenwart. Diese Freude ist wirklich, Schuld und Sünde, die pure Illusion darstellen, haben in ihr, die sie die Wirklichkeit ist, nie existiert. Sie sind als solches erkannt. In dieser Freude, mit dieser Freude, einer ungewöhnlichen Hellsichtigkeit der Natur gegenüber, mit der wir staunend, voll Ehrfurcht die Schöpfung betrachten, erkennen wir die Liebe, deren Teil wir sind, legen unser Vertrauen in diese Liebe, erleben sie vollkommen bewusst.

Inspiration

Unübertroffene Schöpferkraft

Aus dieser Sicht, aus dieser Wahrheit, die wir nicht mit unseren Sinnen, unserem Denken wahrnehmen können, die uns erleuchtet, aus dieser Bewusstheit, ergeben sich Kreativität, Inspiration, Achtsamkeit, Mitgefühl und tiefe Dankbarkeit diesem, jede Vorstellung übertreffenden, Schöpfer gegenüber. Diese Freude am Leben ist heilig. So wie es ein jeder von uns ist. Die wahre Freude, mit allem anderen Positiven eins, ist nicht mit Mitteln der unbewussten Kommunikation, des dualistische Gedankens zu erklären, zu erfassen.

Freude, die über Vergangenheit und Zukunft steht

Wer diese Freude verspürt, merkt, dass sie über aller unbewussten Erfahrung, allen Trugbildern des Egos steht, sie durch ihre Anwesenheit zu dem Nichts macht, das sie immer waren. Diese Freude hat nichts gemein mit Vergangenheit oder Zukunft, sie existiert, weil sie Sinn der Schöpfung ist. Und die Schöpfung ist ohne und über aller Zeit, darum ist sie Jetzt. Im Jetzt aber gibt es keine Vergangenheit, also keine Sünde, und auch keine Zukunft, also keine Angst.

Fazit

Es gilt die Einschränkungen, die wir der Freude durch unser dualistisches Denken, durch unsere Verhaftung in gesellschaftliche etablierten Moralismen, Gesetzen, Vorurteilen, auferlegen, zu sprengen. Das passiert unweigerlich im Augenblick der Erkenntnis, in dem wir verstehen, dass wir den Traum dieses Lebens tief schlafend, durch die Liebe der Schöpfung zärtlich zugedeckt mit feingewobenen Decken der ewigen Fürsorge, erleben.

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Der Opfergedanke zerstört?

Am Anfang war die lächelnde Unbedingtheit

Was ist die Begrenzung von Körper und Liebe?

Wir haben das Staunen verlernt?

Staunen

Ehrfürchtiges Staunen

In Ehrfurcht und Liebe staunen. Erkennen wir, das alles das Eine ist, dass alles zusammengehört, sehen wir auch im kleinsten Teil der Schöpfung, der Natur, der Formgebung, den Zusammenhang. Bis in die Winzigkeiten hinein, die überragende Schönheit, die Genialität der Funktion. Erkennen wir, so beschreiben wir uns selber. Wir erkennen uns selbst in diesem ehrfurchtsvollem Staunen. Es ist ein Staunen der Liebe, ein überwältigendes, überwältigtes Staunen, das uns verstummen lässt, angesichts der Großartigkeit, die wir betrachten, doch auch weil diese Herrlichkeit niemals in Worte gekleidet werden könnte.

Staunen?

Genialität der Schöpfungskraft

Sie steht über allen Worten, über jedem Dualismus, kennt weder Zeit noch Raum, denn sie stellt all dies dar, beinhaltet es. Ein NonPlusUltra ohne irgendeine Bedingung. Reine Schöpfung, reine Liebe. Reines Vertrauen. Das ist wahrhaftig staunenswert! Das macht wirklich glücklich. Das sind wir. Das bist du. Das ist die Unbedingtheit.

Universen in jeder Blume

Jede Sekunde sollten wir uns dieses glücklichen Staunens gewahr sein. Wir finden es in jeder Blume, jedem Stein, jeder Form. Auch ein unbewusster Mensch wird einen kleinen Glanz verspüren, wenn er sich in einer sternenklaren Nacht auf dem Himalaja den Himmel betrachtet. Wenn er das Wunder der Geburt erlebt. Auch ihn wird eine gewisse Ahnung überkommen, wenn er Formen vergehen sieht. Doch für den, der in den scheinbaren Realitäten des Ego gefangen ist, sind, nach diesem allzu kurzen Einblick, sofort wieder andere Bilder zuständig.

Gefangen in Materialismus und Schuldgefühlen

Trauer, Sorgen, Bedenken, Materialismus, Angst und Schuldgefühle wischen diesen Augenblick der Ewigkeit scheinbar hinfort, hüllen ihn in ihre Leichentücher der Vergänglichkeit und Schuld. In Wahrheit kann nichts dies Licht in dir zum Erlöschen bringen. Denn es ist die Schöpfung selbst, die da aus dir spricht. Das, was unter den verhüllenden Tüchern deines Denkens deine wahre Bestimmung ist. Um die zu finden, genügt es vollkommen, sich dieses ehrfurchtsvollen Staunens zu verinnerlichen.

Türen öffnen sich und werden nie mehr geschlossen

Denn in ihm ist alles geborgen, was notwendig ist, um die Liebe der Schöpfung in ihrer Unbeschreiblichkeit zu erfassen. Wer in diesem Staunen versteht, was mit Denken nicht begriffen werden kann, der tut Türen zur unsterblichen Ewigkeit auf. Türen, hinter den denen sich sanftes Licht befindet, die sich nie mehr schließen werden. Du bist bereits am Ziel, nur den Weg hast du noch nicht gefunden! Sieh dir deinen Körper an, er ist ein Abbild der Universen. Und diese Universen sind in jedweder Form vorhanden.

Keine Trennung existent

Das ist die Allmacht der Schöpfung, die alles zu einem Ganzen zusammenfügt. Es gilt zu erkennen, dass eine Trennung, wie du sie vergegenwärtigst, wie du sie vorgelebt bekommst, von einem wahnsinnigen System, welches dabei ist, sich, fast masochistisch langsam, selbst umzubringen, nie stattgefunden hat.

Du existiert nicht neben, sondern in der Schöpfung

Niemals hast du neben der Schöpfung existiert. Doch genau das ist es, was das Ego verspricht. Es schreit dich an, das alles könntest du aus dir selbst heraus lösen, es reißt dich mit Bildern aus der Vergangenheit erneut in deine schreckliche Illusion von der Vergänglichkeit deines Selbst, das aber doch die Schöpfung ist und ihrem Wesen nach über Sterblichkeit und Unsterblichkeit vollkommen erhaben, sie beinhaltend.

Leben

Die Schöpfung kennt keine Negativismen

Erkennst du aber, mit Erstaunen, mit Jubel, mit einem ungeheuren Glücksgefühl, dass die Schöpfung niemals Negativismen gekannt noch erkannt hat, so ist das Ego hilflos, wird zu dem, was es immer war: Bedeutungslos, niemals gewesen. Schall und Rauch, die nur ein Gedankenbild waren. Traum. Diese Erkenntnis liegt in der Sicht des ehrfurchtsvollen Staunens. Das Staunen voller Ehrfurcht der Schöpfung gegenüber, ist Erkenntnis, ist umfassende Liebe. Indem du erkennst, gibst du gleichzeitig und empfängst.
Das ist das EINE.

Fazit

Wir haben das ehrfürchtige Staunen verlernt, in unserer Gesellschaft. Alles wird fragmentiert, in seine Einzelteile zerlegt, über die man dann disputiert. Wir umgeben uns mit Fragmenten einer Fragmentierung, wir erheben diese Methodik zu unserem Gott, unserem Götzen. Die Trennung ist nahezu perfekt. Und so, und doch wird großes Staunen über all die Menschen kommen. Denn die Idee der Schöpfung ist die Erkenntnis.

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Blindes Vertrauen in die Schöpfung?

Wer sagt, Alles sei in Ordnung – ist strohdumm, verleugnet die Realität!

Keine Magie? Keine andere Wirklichkeit?

Am Anfang war die lächelnde Unbedingtheit

Unbedingtheit Angst

Unbedingtheit ist absolut?

Und da ist sie, die ewige Unbedingtheit. Doch dem Mensch, in Entfaltung des ihm geschenkten freien Willens, ist zugesprochen, eine winzige Illusion der Skepsis zu träumen. Zutiefst erschrocken über diese Freiheit, fürchtet er sich nun vor dem, was er als Allmächtig betrachtet, und an dessen Sosein er gezweifelt hatte. Aus dem winzigen Partikel des Unglaubens schuf er in Potenzierung dieses mikroskopischen Zweifels, dieses Urteils, seine traurige, einsame Welt, in der er sich fortan vor der Unbedingtheit der Schöpfung zu verstecken suchte.

Unbedingtheit ist liebevoll

Im Urteil existiert keine wahre Liebe?

In dieser Welt des Urteilens, des Zweifelns, des Fragmentierens, hat die wahre Liebe keinen Platz. Jedes einzelne Wort der von Menschen betriebenen, sogenannten „Kommunikation“ führt sie nicht nur ad absurdum, sondern zeichnet sie geradezu als lächerlich. So wird deutlich, dass aber auch überhaupt nichts, was irgendwie abseits dieser Unbedingtheit wahrgenommen zu werden scheint, auch nur den geringsten Sinn ergeben könnte.

Der Glaube, die Unbedingtheit sei der Tod?

Da ist der hüpfende Punkt: Wir sehen uns, in lichten Momenten, einer Unbedingtheit gegenüber, die uns lediglich Angst macht. Mehr noch: Von unserer Warte aus, in der Schuldsprechung gefangen, verknüpfen wir dieses Gefühl, dieses eigentlich nicht beschreibbare Etwas, mit dem Tod, gleichzeitig verknotet mit unserer Begrifflichkeit von was auch immer „Gott“. Das ist pure Angst. Schrecken, Ungewissheit, mag sein, Entsetzen.

Leben in der Furcht des Zweifels?

Worin aber liegt denn unser Entsetzen, unsere Furcht letztlich begründet? Wir haben es gesehen. Es ist der Zweifel, es ist die Fragmentierung. Es ist unsere Ignoranz, die Unfähigkeit unseres Denksystems, das Ganze zu sehen. Wir zweifeln jede Sekunde, anstatt in stiller Dankbarkeit anzunehmen. Und wir weigern uns, auf den Urgrund zu sehen. Wir begnügen uns mit Angeblichkeiten, die sich aus unserem fragmentierenden Illusionen ergeben. Verwandeln diese Oberflächlichkeiten in unserem Denken, indem wir sie wieder und wieder aufteilen, zu gigantischen Konstruktionen.

Die Unbedingtheit ist liebevoll!

Das ist die schwarze Farbe, die auf das leuchtende Bild der Unbedingtheit geschüttet ist! Das ist der stinkende Misthaufen den, jeder einzelne für sich, auf sie gekippt hat! Und es scheint uns so unendlich schwer, zu erkennen, das hinter dem, was wir uns da zusammen träumen, es mit den schrecklichsten Attributen versehen haben, die Unbedingtheit steht – und dass es eine liebende Unbedingtheit ist. Wir können ihr in Allem vertrauen.

Kein Grund zur Furcht mehr?

All unsere Angst ist unbegründet! Doch sie anzusehen, bedeutet, diesen Abgrund zu sehen, der die Trennung, die zwischen dem trügerischen Untergrund unserer Träume und unserer schwarzen Angst vor der Unbedingtheit besteht, ausmacht. Das heißt, – in die von uns selbst erschaffene Dunkelheit hineinzugehen – um zu erkennen, dass sie nie existiert hat. Wir springen von unserem Felsen, tun den Schritt in den schwarzen Schlund, und landen im demselben Augenblick auf goldenen Boden.

Reine, unabänderliche Freude?

Verstehen Sie, was das bedeutet, wenn Sie erkennen, dass diese Unbedingtheit liebevoll ist? Das ist pure Freude. Keine Angst, keine Sorgen sind da übrig. Platzen könnten Sie, vor Dankbarkeit. Es ist diese Erfahrung einer Taufe hin zum Sinn. Eine wahre Wiedergeburt, ein Wiedererkennen, ein Aufwachen. Ein Orgasmus, eine Zeugung, eine Geburt, hinein in unbedingtes Vertrauen, wie es vorher noch niemals erlebt werden konnte.

Vertrauensvolles Wissen um den richtigen Weg?

Vertrauen in die Schöpfung, in den Vater, an dessen Hand wir uns begeben, ohne auch nur den Hauch von Furcht. Gewiss, von ihm auf dem richtigen Pfad geführt zu sein. Möge der Weg auch ab und an steinig erscheinen. Wir wissen, jeder einzelne Kiesel, dem wir begegnen, liegt dort, wo er liegt, an der vollkommen richtigen Stelle. So wie auch wir in unserem Leben genau das richtige tun und sind, das nun so unbedingt, und mehr und mehr, von spürbarer Liebe der Schöpfung durchflutet wird. Hier ist das Sosein.

Fazit

Wenn wir erkennen, dass all die Hierarchien, aus denen wir usner Leben zusammengebastelt haben, von der Unbedingtheit in Liebe schon seit Beginn aller Zeit, seit aller Ewigkeit, der Unendlichkeit, aufgelöst sind, bleibt da nur noch das glückliche Vertrauen des kleinen Kindes. Des grinsenden Dummkopfes. Des meditierenden Buddha. Lasst die Kinder und die Narren zu mir kommen, denn ihrer ist das Himmelreich.

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Frieden in unserer Gesellschaft unmöglich?

Frieden Gesellschaft

Die Bedeutung der Liebe wird verkannt

Frieden. Was anderes als Frieden kann die Liebe wollen, die uns alle, die alles erschaffen hat? Was anderes als Liebe ist der Frieden? Der universelle Frieden, der Frieden, der aus einer Nichtdualität der Dinge kommt, der Einsicht der Menschen, dass aus dem geteilten Denken nur Zwietracht entstehen kann – ist nicht zu trennen vom Leben, von der Schöpfung. Frieden heißt Vertrauen, Freude, Achtsamkeit, Kreativität – Liebe.

Bewusstes Erleben der Schöpfung

Frieden ist Freude, ist bewusstes Erleben der Schöpfung, das Verweilen im Jetzt, das Vertrauen, dass die Schöpfung allmächtig ist und wirklich alles aus purer Liebe des Schöpfers zu seinen Söhnen, seinen Töchtern passiert. Die Kreativität, die Inspiration, die gefunden wird, wenn der Frieden mit sich selbst gefunden ist, der innere Friede also. Die Gewissheit, das nichts geschieht, was nicht aus Liebe geschieht.

Im Urteilsdenken gefangen

Diese Gewissheit fehlt unserer Gesellschaft vollkommen. Wir beurteilen eine Situation – kategorisieren sie, können sie letztlich nur oberflächlich betrachten – von unserem vielzitierten Tellerrand aus nämlich – und sind aus unseren Denkstrukturen heraus, nicht in der Lage zu erfassen, dass es da noch mehr geben könnte – das jedes Passieren zwangsläufig Liebe ist.

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Friends of the universe

Vergebliche Suche in der Konstruktion der Schuld

Wir postulieren eine falsche, durchaus unvollständige Vorstellung der Begrifflichkeit des Friedens. Gefangen in der Welt des Urteils bleibt uns auch gar nichts anderes übrig. Wir taumeln in diesem Labyrinth umher, suchen in der Konstruktion der Schuld, im Gedanken der Vergänglichkeit, der Körper, nach dem, was wir so sehr vermissen – eben den Frieden. Er ist in uns, er ist da – doch wir können ihn nicht greifen. Denn sobald wir dies mit unserem Denksystem versuchen, beginnen wir zu urteilen.

Wahrheit hinter den Schleiern

Der Frieden, der tatsächliche Gültigkeit besitzt, aber hat nichts zu tun mit dem, was das System, die denkenden, unbewussten Wahnsinnigen darunter verstehen. Denn der Friede der Schöpfung ist absolut. Nichts aus dieser Welt der Dualismen, die Unfrieden erst möglich machen, hat Bestand vor dem Frieden, der Liebe, der Freude, dem Vertrauen, das die Schöpfung, die in jedem von uns, als die Kinder der Schöpfung, steckt, anbieten kann. Frieden, das heißt Schuldlosigkeit, frei von Schuld, das zu sehen, was hinter den Schleiern der Blindheit, der Ängste, welches das Ego mit der Vergangenheit heraufbeschwört, die Wahrheit ist.

Free
Free

Geblendet vom Licht der Wahrheit

Die grenzenlose Liebe der Schöpfung zu ihrem Ebenbild, die ewige Wahrheit, die sich nicht mit Dingen abgibt, die negative Projektionen aus der Vergangenheit sind. Die ewige Wahrheit, dass ein Bild der Zukunft nur ein eingebildetes Bild ist, das nie Realität wird. Ein Bild des Ego, das immer von der Vergangenheit zehrt, weil es das Licht des Jetzt, den Glanz der Liebe zu dem, was wir sind, was uns geschaffen hat, nicht ertragen kann.

Das Ego zerfällt zu Staub

Und im vollkommenen Jetzt des Verstehens, in dieser gleißenden Helligkeit der wahren Liebe, zerfällt das Ego zu Staub. Hier, in diesem Augenblick dem absoluten Jetzt, liegt der wahre Friede. Ohne Vergangenheit keine Fehden, keine Feinde. Stille, stattdessen. Denn das vollkommene Jetzt ist die Schöpfung selber, die keinen Raum kennt, da sie der Raum selber ist. Da ist Frieden. Der Frieden, der in jedem von uns geborgen ist.

Fazit

Solange wir uns an unser Denksystem des Dualismus klammern, werden wir die Bedeutung des Friedens nicht begreifen. Solange wir irgendwelche Schubladen erkennen können, entweicht uns diese Begrifflichkeit in ihrer wahren, unbeschreiblichen Wirklichkeit. Sie bleibt so in unseren Denkstrukturen eine Farce, auch wenn wir sie lautstark verkünden. Nur wenn wir jedes Urteil weglassen, kann wahrer Friede zur Realität werden.

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Weshalb können wir nicht erkennen, dass der Tod nicht existiert?

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Keine Magie? Keine andere Wirklichkeit?

Magie

Eine schöne neue Welt

Auch wenn wir nicht über Weltuntergangsszenarien reden möchten – eine schöne neue Welt haben wir uns da erschaffen! Doch was – stellen wir diese Frage einmal so in den Raum – sehen wir da in diesem Begriff der „Wirklichkeit“? Gibt es überhaupt etwas anderes, als das, was wir sehen, ertasten, erschmecken, hören, wissen, ahnen, verstehen? Eine andere Wirklichkeit? Nun, jetzt – sind alle die, welche an Magie und eine Geisterwelt denken, sogar die, die sich nach dem Tod die Erlösung und ein Paradies vorstellen, schwer enttäuscht – es gibt sie eben nicht, diese andere Wirklichkeit.

Allgemeiner Protest

Wir hören einen allgemeinen, protestierenden Aufschrei, beobachten Kopfschütteln. Zornesrote Gesichter. Der eine oder andere verlässt den Saal. Keine Geister? Keine Magie? Kein Paradies? Keine andere Wirklichkeit? Wo kämen wir denn dahin? Die Antwort ergibt sich von selbst. Nämlich diese: Wir kämen heraus aus unserem Denksystem. Tatsache ist, es gibt nur eine Wirklichkeit – und die ist wunderschön, voller Glück, Freude und Liebe.

Zwei Bilder

Weiterhin profund ist – es besteht durchaus die Möglichkeit der Wahl – eine Wahl jedoch, die keine ist. Es wäre eine Wahl zwischen zwei Bildern der Welt. Der Welt der Dunkelheit und Vergänglichkeit, der Magie und Geister, an deren Ende der Tod unerbittlich wartet, die sich schon jetzt voll von Leiden und Unbill jeder Art zeigt – oder die reine, unbedarfte Liebe, untrennbar verbunden mit Freude und Glück. An diesem Punkt haben wir die Möglichkeit, uns diese zwei so unterschiedlichen Bilder einmal genauer anzusehen.

Überwältigender Anblick

Da ist das Bild unserer Wirklichkeit. Prunkvoll kommt es daher, in einem prächtigen Rahmen, überbordernd von Diamanten, Smaragden, Rubinen, reich geschnitzt, wahrhaftig eindrucksvoll. Er ist so beeindruckend, dieser Rahmen, dass wir das Bild, um das es eigentlich geht, übersehen. Besser, wir vermeiden es, hinzusehen. Denn dort in diesem Bild, fast nicht zu sehen, unbedeutend und klein wirkend, unter dem üppigen Rahmen, grinst der Tod.

Blut, Schweiß, Tränen

Doch die verlockenden Schmuckstücke dieses Rahmens leuchten nur im Dunklen. Es sind die Tränen, geschliffen gleich Diamanten, das vergossene Blut funkelt wie Rubine, eingewoben sind Träume der Selbstzerstörung, der Selbsterhöhung, Albdrücke des Opfers, der Sünde. Das was sie wirklich sind, wird erst offenbar, wenn sie im Licht betrachtet werden. Und diese Helligkeit entspringt dem anderen Bild.

Eternal
Eternal

Bild der Wahrheit

Nahezu ohne Rahmen ist das Bild der Wahrheit. Helligkeit geht vom ihm aus. Und der Blick des Betrachters richtet sich ohne Angst auf dieses Bild, dass keinen Rahmen nötig hat. Deine Bereitwilligkeit, dich ganz auf das Bild einzulassen, lässt dich verstehen, dass es ein Bild der Ewigkeit ist, gefasst in einen nur spinnenfeinen Rahmen der Zeit, so dass du es erkennen kannst. Konzentrierst du dich auf dieses Bild, wird dir gewahr, es war lediglich der Rahmen, der dich denken ließ, es sei ein Bild.

Egobild an das Licht bringen

Betrachtest du das Bild des Ego, siehst es in einer Beziehung zum Bild der Ewigkeit und des Himmels, kannst du das in der Dunkelheit gehaltene Egobild mit seinem Rahmen ins Licht bringen. Angstfrei erkennst du, dass es lediglich ein Bild ist – ein Bild von dem, was du für die Wirklichkeit gehalten hast. Jenseits davon ist nichts. Sieh dir dagegen das Bild des Lichts genau an, und es verwandelt sich. Der Rahmen, die Zeit, verblasst, – und du verstehst – dies ist kein bildliche Darstellung eines Denkkonzepts, dies ist vielmehr die Wirklichkeit.

Im Tausch die gesamte Schöpfung

So wird dir also, im Austausch für das unbedeutende, verschwommene, finstere, düstere Bild des Ego, des Todes, versteckt hinter seinem verhängnisvollen, prunkvollen Rahmen, welches sich doch ganz ohne Bedeutung und Wert zeigt, im Gegenzug die gesamte Schöpfung, Gott, die Liebe und das Glück angeboten. Doch bedenke: Die Wahl ist immer vollkommen. Es wird dir niemals gelingen, das eine Bild in den Rahmen des anderen zu pressen. Schon viele Menschen sind an diesem unmöglichen Unterfangen gescheitert.

Illusionen lösen sich auf

Was zu tun ist, ist der Schöpfung zu vertrauen. Mit jeder Minute unseres Lebens erkennen wir, ganz unweigerlich, deutlicher, dass wir in den Schmucksteinen des übergroßen und unverhältnismäßig großen Egeorahmens nicht die Wertigkeit des Seins finden. Dass das Bild, das wir verehren, das finstere Antlitz der Vergänglichkeit und Dunkelheit ist. Doch die heiligen Augenblicke im Leben jedes Menschen dehnen sich aus, das Bild der Ewigkeit, der Schöpfung, der Liebe, löst irgendwann die Illusion des Egokonzepts, des Rahmens und des enthaltenen Bildes von irdischem Leid und Qual auf.

Fazit

Nicht der Rahmen eines Bildes ist das, was man an einem Bild betrachten sollte. Sehen wir uns das strahlende freudige, von allmächtiger Liebe erfüllte Bild des Lichts nur lange genug an, wird uns klar – sanft verblasst der Rahmen der Zeit – hier ist kein Bildnis, sondern DER Gedanke. Allumfassend, alles beinhaltend, pur und unsere Quelle.

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Wer sagt, Alles sei in Ordnung – ist strohdumm, verleugnet die Realität!

Dankbarkeit inmitten dieses großen Unglücks?

Warum sind wir als Mensch geboren?

Der Golem und die Angst

Angst Gott

Infragestellung des eigenen Selbstverständnisses?

Mit allzu großer Selbstverständlichkeit wird ab und an vom Leser solcher Schriften (wie es auch dieser Text ist) verlangt, von seiner bisherigen Sichtweise Abstand zu nehmen, ja, sie zu verleugnen. Das Ziele jeder Argumentation ist es immer, das Denksystem des anderen zu ändern. Das gilt ganz generell in dualistischen Kommunikationsgebahren. Ein erster Schritt hin zum großen Verständnis, ist also die Infragestellung des eigenen Selbstverständnisses, des eigenen Denksystems.

Gold und Diamanten

Vokabeln der Denkstruktur?

Die Auflösung bestehender Denkarchitektur muss aus diesen Strukturen selber heraus passieren. Das will meinen, die Schöpfung, die versucht, verstehen zu machen, benützt das bestehende Denksystem, um mit unendlicher Geduld und von außerhalb dieser Begrifflichkeit, eben diese Struktur der Überzeugungen aufzulösen. Dieser Vorgang, das Aufdämmern der wahren Liebe, hat kein Initial, kennt keine Zeit, ist alles durchdringend – passiert in jedem Augenblick. Es ist unsinnig, ihn in den Vokabeln der Denkstruktur, in der wir verhaftet sind, zu suchen.

Macht der Worte?

Es ist unbedingt so, dass Worte eine gewisse Macht besitzen. Sie können Bilder vor unseren Augen heraufbeschwören, können der Grundstein sein, zu weiterer Einsicht, welche das nächste Tor, zum Verständnis hin, öffnet. So liegt in manchen Texten, – wir erinnern uns nur an die Poesie eines Rainer Maria Rilke – eine Kraft, die ganz betörend ist. Die Metaphern des Zen sind ein anderes Beispiel.

Der Golem und die Angst

Und es begab sich vor langer Zeit, dass die Menschen eine Figur Ihres Schöpfungs- und Lebensverständnisses bauten. Sie schufen diese bildhafte Gestalt in einer großen Gemeinschaft der Erde, alle zusammen. Jeder gab ein wenig Frieden, Bewusstheit, Achtsamkeit, Vertrauen, Dankbarkeit, Mitgefühl, Wissen, Kreativität, Intuition, ehrfürchtiges Staunen, Vergebung, Liebe, sein Jetzt.

Was entstand, war eine Figürlichkeit, wie Gold und Diamanten glitzernd, glänzend, von unbeschreiblicher Schönheit. Und jedem der zu ihr aufsah, nur an sie dachte, schenkte sie ein tröstendes, gedankliches Bild ihrer Liebe. So lebten die Menschen lange Zeit im Glanze ihrer eigenen Göttlichkeit – bis die Angst in ihr Denken einzog. Sie sahen das Abbild ihrer göttlichen Tugenden in Gefahr, fürchteten um seinen Bestand.

Aus diesem Denksystem heraus nun, erschienen die Horden des Feindes. In ihrer Furcht, die übermächtigen Gegner würden die Herrlichkeit der Statue erkennen, sie zur Beute machen, verhüllten sie die Figürlichkeit sorgfältig mit Lehm, erschufen einen plumpen Golem, einen ungestalten Götzen. Der Feind, die Angst, drang ein – und tatsächlich erkannte sie die wahre Pracht der Statue nicht, ließ sie unberührt.

Der Feind blieb und wurde zur Normalität. Zur Realität. Bald vergaß man, dass die Figur, die weiterhin der Anbetung diente, einst ganz anders ausgesehen hatte. Mit den Jahrhunderten gestaltete sich der Lehm zu Stein, Vögel nisteten in kleinen Bäumen, die auf seiner Oberfläche wuchsen. Dann aber geschah es. Als ein besonders andächtiger Mönch gerade, in Meditation vor der Staue versunken, dasaß, erschütterte ein gewaltiges Beben die Erde.

Der zu Stein gewordene Lehm löste sich vom kleinen Finger des Lehmkolosses. Der Bruder erkannte das, was unter der Felsschicht verborgen lag. Fein ziseliert, leuchtend strahlend, unvergleichlich in seinem Glanz. Als er sich wieder gefasst hatte, rief er aufgeregt seine Mitbrüder, um ihnen diese außerordentliche Entdeckung zu zeigen. Doch – soviel er auch deutete, erklärte, hinwies – sie vermochten nicht zu erkennen, was ihm offenbar war.

So trat er an die Figur heran, versuchte mit viel Kraft die Steinschicht zu entfernen. Bald aber wurde ihm klar, dass er nur das winzige Stückchen, dass von ihm selber in dieser Figürlichkeit steckte, von der dicken Schicht, die es umgab, befreien konnte. Nur er es erkennen konnte. Die Figur in ihrer Ganzheit wieder zum Erstrahlen zu bringen, das war lediglich in Gemeinschaft Aller möglich. Und so machte sich der Bruder, unsterblich geworden, durch den kleinen Blick in das Strahlen der Schöpfung, auf den Weg, allen die Wahrheit hinter dem Lehmgolem zu erklären. Und er heißt Jesus, Buddha, Mohammed und hat viele Namen Erleuchteter angenommen.

Th. Om

Sind Bittgebete ein Angriff auf die Schöpfung?

Bittgebet

Sind Gebete manchmal unsinnig?

Als Erstes, bitte urteilen Sie nicht im Vorhinein. (Es gibt tatsächlich Menschen, die lediglich die Überschriften lesen, um sich dann zu entrüsten) Wir reden von Bittgebeten, nicht vom Gebet im Allgemeinen. Trotzdem wir bestimmt feinfühlig an das Thema herangehen, werden sich wohl dennoch etliche auf den Schlips getreten fühlen.

Bitte lieber Gott, mach …

Beten ist Kommunikation mit der Schöpfung?

Beten – das ist Kommunikation mit der Schöpfung – da kann es keine Regeln, Einschränkungen, „Nutzungsbedingungen“ geben. Was versucht wird aufzuzeigen, ist lediglich die irrtümliche, falsch intonierte Intention eines Gebetes – einer Bitte an Gott, dieses oder jenes geschehen, oder aber auch nicht geschehen zu lassen. Die Liebe hat jeden wirklichen Wunsch eines Menschen längst erfüllt, es gilt lediglich, diese Tatsache zu erkennen.

Bitten heißt Zweifeln?

Bevor wir also richten, sehen wir uns das Bittgebet einmal an. Es ist schriftlich vorwiegend verbreitet in der Liturgie der westlichen Kirchen. Als gebräuchliche Umgangsform der Kommunikation mit Gott, beherrscht es das Denken nahezu aller Menschen. Der Mensch des Westens, auch in seiner Spiritualität, liebt wohl das Direkte. Die Religionen des Ostens, gemeint sind also Buddhismus, Hinduismus und andere Glaubensrichtungen dieser Tendenz, zeigen zum Gebet zwar eine vollkommen andere Auffassung, doch sind direkte Bitten an den Allmächtigen wohl genauso gegenwärtig.

Bittend beten – ein Zeugnis der Verwirrtheit?

Und wem ist es zu verdenken, wenn er im Moment der Verzweiflung, oder ganz einfach, weil ihm irgendeine Sache ganz besonders am Herzen liegt, in einem Gebet den „lieben Gott“ um Hilfe bittet. Nun. Es geht hier nicht darum, irgendeine Gläubigkeit in Bezug auf Stoßgebete oder auch herkömmliche Bittgebete zu verurteilen. Jedoch – wenn man so möchte – ein Bittgebet an die Schöpfung zeugt von tiefster Verwirrtheit, ja nachgerade von Unglauben.

Sense

Die Bitte an Gott – ein Trick des Ego?

Man könnte sogar formulieren, so ein Bittgebet wäre ein Hohngedanke des Ego, ein überheblicher Egoismus, der uns weiterhin gefangen halten lassen möchte, in seiner Welt der Urteile und Vorurteile. Wie gelangen wir zu dieser Behauptung? Nun. Was ist das Innerste der Bitte? Eine Bitte an die Schöpfung ist, das Weltgeschehen so laufen zu lassen, dass es im Sinne meiner Bitte passiert. Man könnte nun sagen, das ist naiv, weil, wie würde man denn das Geschehen auf der Welt, nur wegen einer einzelnen Person, ändern? Der Gläubige antwortet, aus tiefsten Herzen, „für Gott ist alles möglich“.

Die Schöpfung ist nicht vollständig?

Und das ist vollkommen richtig! Und genau deswegen ist es überheblicher Egoismus, diese Vertretung des Standpunktes, SIE, der Bittsteller, wüssten, um was Sie zu bitten haben. In erster Linie jedoch, dass Sie mit Ihrer Bitte, voll von dem unbewussten Hohn des Ego, den unausgesprochenen Vorwurf formulieren, die Schöpfung wäre nicht vollständig, man müsse ihr sozusagen auf die Sprünge helfen. Wie vollkommen arrogant!

Die Dualität untermauert?

In der Tat ist also die Bitte an die Schöpfung, um ein konkretes Geschehen, das Zeugnis dafür, dass Sie weiterhin im Dualismus gefangen sind, eine Tatsache, die Sie mit einer Bitte, die Dinge anders sein zu lassen, als sie es sind, noch zementieren. Es geht also darum, dass Sie mit der Formulierung einer solchen Bitte, der Schöpfung aus tiefsten Herzen unterstellen, der Plan Gottes sei nicht vollständig, die Dinge liefen falsch oder sie könnten falsch laufen. Das stellt sie selbst ins Dunkel, denn Sie verleugnen ganz einfach die Liebe und ihre Allmacht. Da ist kein Vertrauen.

Jede Bitte ist bereits erfüllt

Die liebende Schöpfung ist jede einzelne Sekunde des Lebens, ihres Daseins, so wie Sie es sehen können, bei Ihnen. Und in ihrer unendlichen Liebe erfüllt sie jeden Ihrer Wünsche, noch bevor Sie diesen überhaupt formuliert haben. In ihrer Blindheit, in Ihrem ach so vergeblichen Bemühen zu verstehen, (darum erbitten Sie ja) können Sie das aber nicht erkennen. So sind Sie über viele Dinge zutiefst enttäuscht und zweifeln – auch an der Schöpfung.

Was in Liebe erbeten wird, ist bereits wahrhaftig

Maßen Sie sich nicht an, zu verstehen! Vertrauen Sie! Jede Bitte ist Ihnen bereits erfüllt, so sie aus einem reinen Herzen kommt. Verstehen Sie gut, dass die Schöpfung Liebe ist – darum kann Sie lediglich die Dinge der Liebe erkennen – das Böse ist für Sie nicht existent. Das ist ein Knackpunkt! Wenn wir also darum bitten, dies oder jenes möge geschehen, können wir sicher sein, das jeder Bestandteil unserer Bitte, der aus wahrer, nicht egoistischer Liebe existent ist, auch schon Wahrheit ist.

Weg aus dem Chaos

Doch wer von uns möchte beurteilen, was die wirklichen Beweggründe sind, was die tatsächliche Basis unserer Wünsche ist? Und wer könnte ermessen, ob diese oder jene Begebenheit des Lebens, die passiert, nun das gewünschte Ergebnis zeitigt? Einzig die Schöpfung selber – die Allheit – ist da. Unberührt von all dem, in grenzenloser Liebe zu jedem einzelnen Geschöpf. So, in diesem Licht der Dinge, scheint es wahrhaftig nicht angebracht, in Bittgebeten zu versinken.

Die Bitte, Vertrauen zu erlernen

Das richtige Beten, ist Beten – kein Bitten. Die Bitte, die man an die Schöpfung richtet, kann lediglich sein, einen erkennen zu lassen, dass jede Bitte bereits erfüllt ist. Einen zu erlösen, von den Tüchern, welche die Welt uns vor die Augen bindet. Vertrauen benötigt keine Bitte. Die einzige Bitte könnte sein, dieses Vertrauen zu erhalten. Und, noch gar nicht formuliert – ist dieses Vertrauen bereits da. Die Liebe kennt keine Zeit. Wer vertraut, in die Schöpfung, transzendiert darum diese Zeit.

Überheblichkeit?

Es zeugt von großer Überheblichkeit oder tiefgehender Naivität, irgendwelche Bitten an die Schöpfung zu richten. Ein Dank an die Schöpfung, dass alles ganz genau so ist, wie es ist, wäre wesentlich verständnisinniger. Meditation – das Herz zu öffnen – abseits aller Gedanken, das „So sein“ des Lebens annehmen, in der Erkenntnis, dass die liebende Allmacht der Schöpfung für jeden Menschen in vollkommener Zuneigung handelt, sein Geschick regelt, mit dem einzigen Ziel, ihn zu der letzten Wahrheit, der Liebe der Schöpfung zu führen.

Dankeschön sagen

Fazit

Vielleicht ist das Gebet als Bitte, wie wir es beschrieben haben, nicht arrogant oder überheblich – vielleicht zeugt es nur von einem tiefen Unverständnis dessen, was Schöpfung, was die Wahrheit ist. Noch wahrscheinlicher ist es pure Angst. Wir haben schon oft über die Schöpfung als die Liebe schlechthin gesprochen. In der Gewissheit, dem Vertrauen in diese Liebe, löst sich die Angst auf. Denn die beiden haben nichts miteinander zu tun. Jede Bitte wird unnötig.

Interessant

Nur zwei Möglichkeiten der Entscheidung in unserem Leben?

Weshalb können wir nicht erkennen, dass der Tod nicht existiert?

Zehn Seelen wohnen, ach, in meiner Brust – Sind wir alle schizophren?