Das Mutter Theresa Syndrom

Mutter Theresa

Spaziergang in der eigenen Hölle?

Wer suchet, der findet. So herzlich einfach ist das beschrieben, was die Ordensshwester Theresa, auch genannt „Mutter Theresa“ umgesetzt hat. Ganz ohne Schnörkel und sakrales Drumherum. Wir möchten nicht am Heiligenschein der Dame rütteln – das geht nicht – weil den ein jeder Mensch unverbrüchlich besitzt. Doch ist die Schwester ein herausragend bekanntes Beispiel … für … 

Selbst gezimmertes Leid?

Man könnte etwas sarkastisch formulieren, Mama Theresa habe in unseren Tagen Hunger, Leid und, unzumutbare Lebensumstände, neu erfunden. Es ist ihr hoch anzurechnen, den Finger in die Wunde gelegt zu haben, sich dabei selbst, nicht ohne Inszenierung, auf dem Opferaltar präsentierend. Es bleibt die überragende Hilfe, die generiert wurde. 

Irgendetwas seltsames?

Jedoch – abseits von all dem, was da an Positivem entstand – irgendetwas an der Angelegenheit hinterlässt ein fades Gefühl – irgendetwas stimmt da nicht. Gehen wir der Sache auf den Grund. Was stellt die Figürlichkeit der Mutter Theresa für die Menschen dar? Sie ist die, sich selbst für andere aufgebende Mutterperson – in einer Welt der Krankheit, – einer Welt, die sich nicht um ihre „Ärmsten“ kümmert. 

Eine Welt des Elends?

Um was es uns nun geht, ist genau dieses Bild, das die Ordensfrau und die Organisationen, die hinter ihr stehen, zielbewusst – ja – propagieren – der Weltöffentlichkeit mit großem monetären Aufwand beibringen, sie damit konfrontiert, das große Unglück, ihr als Realität, unwiderlegbar und glaubwürdig, hinterbracht wird. Es wird ein Bild der überbordenden Elends gezeichnet, um so Geld zu erwirtschaften.  

Verzweiflung?

So weit so gut und kein ungewöhnliches Gebaren, in der Welt de Konsums. Es geht nun hier nicht um die Tatsache, dass das kapitalistische Konsumgewebe auch in diesem Fall – lediglich einmal mehr – alles überzogen und durchdrungen hat. Nein. Vielmehr dreht es sich um die Person der Mutter Theresa selbst. Sie verzweifelte an dieser Aufgabe, sie wurde brutal und zynisch, berechnend. 

Barmherzigkeit letztlich unmöglich?

An dieser Stelle verlassen wir die Persönlichkeitsbeschreibung der Theresa – wir reden nun vielmehr von uns selbst – als spirituelle Menschen in der Welt, die wir wahrnehmen. Woher stammen diese Zweifel, ob der Barmherzigkeit, warum scheint sie sich für uns nicht umsetzen zu lassen ? Wenn wir all unser Geld geben würden, unsere Lebenszeit investieren – es wäre nicht mehr, als ein Tropfen Wasser, in ein flackerndes Feuer gespritzt. 

Ein Horrorbild verinnerlicht?

Was passiert, wenn wir uns dergestalt mit der Welt befassen? Wenn wir unser Sammeln von Informationen auf die Hungernden, die Armen, die Gefangenen, die dem Tod geweihten, die Verdurstenden, fokussieren? Wir malen ein Gemälde, das wir selber in allem Umfang leben. Wir suchen die Pein des Lebens – und darum finden wir sie überall. Und aus dieser Pein ersteht neues Leiden – wenn man so möchte, „generationen“übergreifend.

Liebe verlangt zwingend Opfer?

Es gibt hier – in der Erklärungswelt der dualistischen Idee – eine grundsätzliche Frage zur Definition der Begrifflichkeit „Liebe“. Und wir nähern damit uns mehr und mehr dem Erkennen dieses knochigen Gerüst des Selbstbetruges, das uns doch ständig begleitet, wie auch im Fall der Ordensfrau Teresa.. Ein Winkelzug des Egos – mit durchschlagendem Einfluss auf unser Daseinsbild. Denn – ist Liebe das sich aufopfern für andere? Ist Liebe die Vernachlässigung des eigenen Körpers? Ist Liebe denn ursächlich Krankheit, Schmerz, Leid, Ungemach? Ein Krieg, ein blutiger, noch dazu? Genau das wird propagiert, mit grösstmöglichem Aufwand.

Traurige Verortung?

Was für ein ausgemachter Schwachsinn! Wie vollkommen geblendet und fehlgeleitet, das Denken der Gesellschaft! Wie furchtbar traurig! Tausende Pinselstriche mehr, zu dem Bild der Menschen, die sich im Trauerzug an ihrem eigenen Grab einreihen. Es ist Dein Bild der Welt! Statte es mit Hungernden und Verdurstenden aus, so wirst Du sie auch finden. Suche Krieg und Hunger, Du erlebst ihn.

Arrogante Haltung?

Und welche Arroganz, vielmehr wohl Naivität, sich hinzustellen, auf die blutende Wunde zu deuten und zu rufen:“Seht her! Das ist die Welt! Voll von Ungemach und Trauer! Doch ich, ich versuche zu helfen!“ Die hilfreiche Mutter Teresa posaunt dieses triste Bild einer hungernden, leidenden Welt mit all der ihr gegebenen Popularität in die Welt hinaus. Und die Menschheit glaubt ihr. Jedes Wort ein Angriff auf de Schöpfung

Der Weg aber dann doch nicht?

Mit vollkommener Gewissheit findet sich in dem, was die Ordensschwester tat, der vollkommene Wille der liebenden Schöpfung – doch der „Weg“ ist dies nicht. Und die Ordensfrau musste deshalb verzweifeln, musste zu dem Ungeheuer werden, zynisch und ohne jede Hoffnung, überrollt von der Größe des Elends. Dies ist der Weg nicht! Wer Elend sehen will, aus seinem tiefsten Wollen heraus, der wird es auch zu sehen bekommen. Das ist die unheilvolle Dynamik des Egos.

Fazit

Liebevolle Gedanken, ein Vorrat an positivem Gedankengut, der so groß ist, dass leidvolle Gedankenkonstruktionen keinen Platz mehr finden, dieses „Auffüllen“ des Denkens, mit wirklich wertvollen Dingen, generiert entsprechend eine positive Welt. So einfach ist das! Unsere Gedanken erschaffen die Welt! Lasst uns eine Welt der Blumen und Bienen, der warmen Sonne,des glitzernden Wassers und der farbenprächtigen Sonnenaufgänge denken! Nur so wird sie Wirklichkeit, die wir auch wiedererkennen können!

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