Was kann uns Gnade bedeuten?

Der Gnade unterworfen?

Ein Wort, das ins Ungefähre verwischt. Doch in jeder Ausformulierung wird eine hintergründige Übermacht, etwas “starkes” im Gegensatz zum Schwachen, ganz fundamental. So wird “das” ausformuliert, das Gnade denn auch gewähren kann. In sehr subtiler Psychologie benutzt gerade die westliche Religiosität den Begriff dazu, den Menschen zu erklären, wie klein und schuldig sie denn seien. Nur die “göttliche” Gnade kann da noch helfen.

Gnade – ein unbestimmtes Ding?

Und das System hinter der Gnadenidee möchte genau das, nämlich ein übermächtiges Aussen installieren, dem man mit leichter Hand alles unterschieben kann. Diese Unbestimmtheit der “Gnade” erzeugt, wen wundert es – tiefgründige Lebensangst. Und so verbringen wir also unser Dasein, in Angst die Frage stellend, ob wir, mit unserer Existenz, denn der Gnade überhaupt wert sind. Dieser große unbewusste, unterbewusste Angstdämon gestaltet unser Leben.

Angstgnadensklaven?

Und die Gotterklärer machen sich die Angst, deren Ursache sie sind, mit ihrem Gnade vollem Gott, schlau zunutze, um die Menschen, Sklaven gleich, auszubeuten. Nichts als die Betonierung der Urteilskonstruktion der Gesellschaft ist alles, was da als Gnade verkleidet daherkommt, lediglich plumper Dualismus. Wenn Gnade nun keine Gnade ist – was ist dann “Gnade” in Wirklichkeit, für was steht der Begriff?

Urteilslose Gnade?

Um uns näher heranzutasten …. Die Gnade, die wir suchen, hat nichts mit Urteil, nicht mit Wert, nichts mit irgendeiner Art von Einschätzung zu tun. Darum kann es sie in unserem Denksystem nicht geben. Gnade ohne Urteil ist hier nicht möglich. Da ist er – der kognitive Irrtum. Das, was wahre Gnade heißt, versteckt sich hinter eben dieser Mauer. Der Mauer der Trennung von Gott und den Menschen.

Gnade ist Aufhebung der Trennung

Man kann folgerichtig formulieren, dass das Niederreissen dieser Mauer, die Aufhebung der Trennung also, für uns, die wir uns in dieser Wahrnehmungsblockade befinden, die momentan erreichbare Gnade darstellt. Das, was Gnade wirklich ist, ist das Alleins, ist natürlicher Zustand. Das bedeutet, dass wir das unbedingte Zentrum unserer Welt sind. Ich bin das Zentrum im Alleins – ich selber bin Schöpfer – ich, ganz persönlich und vollkommen durchdringend, bin die unbedingte, alles ausfüllende Gnade.

Fazit

Wer sich dies zueigen macht, der wandert auf goldenem Grund. Als Gnade, in und mit Gnade, durch Gnade, lüften wir die trüben Schleier, werden uns unserer Herrlichkeit als Erschaffer wieder bewusst. In dieser Gnade heben wir auf, lösen unseren Denkfehler auf. Wir erkennen, dass die Gnade im Ganzen liegt und dass genau wir dieses Ganze sind. Tatsächlich. Da ist kein Platz mehr für irgend etwas anderes. Absolute Liebe, absolute Gnade – und Du bist dies.

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