Der Weg aus dem Dualismus heraus

Dualismus

Weiß ich?

Manch einer auf dem Weg wird sich fragen, wie es denn nun weiter gehen soll, da er durchaus meint, verstanden zu haben. Da ist er also, dieser Dualismus – auf’s Feinste erklärt und zerpflückt – jetzt wissen wir endlich mit wem wir es zu tun haben. „Und – ich habe es ja schon immer gesagt, die ganze Sache entzieht sich letztlich doch unserem Verständnis. Aber gut, wir wissen, die ganze Angelegenheit ist absolut – so vertrauen wir denn also … in das, was wir nicht verstehen.“

Der Glauben Nicht Verstandenes

Ist das nicht wahrer Glaube? Ist das nicht wahres Vertrauen? Wir setzen unser Ich ein, unser Denken, für etwas, das wir nicht verstehen. Wenn dies also kein Vertrauen, kein Glaube ist? Und nun ja, trotz dieses Vertrauens, dieses Glaubens … es bleibt uns, nach dieser Partitionierung von Dualismus und dem, was er nicht ist, zu unserem großen Bedauern noch immer die Welt des Dualen, in der wir uns befinden, mit allen Konsequenzen – ob als gut oder schlecht betrachtet. Was heißt das? Sehr simpel: Wir haben die Sache mit einem ungeahnten, unbemerkten, grandiosen Mechanismus in eine der dualistischen Schubladen geschoben. Und isch habe fettisch. Das wars.

Mehr als Erkenntnis?

Es gilt also mehr zu erreichen, als die bloße Erkenntnis, wie die Struktur, das Wesen des Ego und sein duales Denksystem zu funktionieren meinen. Denn es ist ungeheuer einfach, sich an diesem Punkt des Weges, im Besitz eines vermeintlichen Wissens um die „letzte Wahrheit“ (die man zwar nicht versteht, an die man aber glauben kann) von den Präsentationen des Egobewusstseins weiterhin als gefangen zu sehen. Die Erkenntnis dieser Fesseln, dieser Restriktionen, ist hedoch unbestreitbar da – wir haben diese Begrifflichkeiten ja definiert.

Eine spirituelle Sackgasse?

Also: „Da muss noch mehr sein!“ Wer in dieser gedanklichen Sackgasse steckt, der sollte innehalten, seine Position überdenken. Wie steht er da, inmitten all dieser Wertigkeiten? Ist er befangen? Was sind die Anhaftungen? Der Punkt ist: Mit schematischen Definitionen kann lediglich ein chaotisches, dualistisches „Wissen“ erworben und dann auch im Sinne des Dualismus weiterverarbeitet werden. Die Erkenntnis der Existenz des Dualismus bedeutet jedoch noch lange nicht sein Ende.

Der Dualismus ist unbedingt singular

Wer nun also ernsthaft damit beschäftigt ist, den Dualismus aus seinem Leben zu streichen, die unselige Dynamik der Gesellschaft, das Milieu des Dualen aufzugeben, der wird, nahezu vollkommen zwanghaft, versuchen, die dualistische Weltsicht auf irgendeine verschrobene Art und Weise mit der Nichtstruktur des Nondualismus zusammen zu bringen. Das kann nur in der Hosen gehen. Das überragende, erhebende, erhabene Sein der Liebe, der Schöpfung, des Lichts, steht diametral zum System des Dualismus. Die beiden sind nicht vereinbar. No way. Das geht nicht.


Unterschwelliger Zweifel immer da?

Jeder Mensch hat insgeheim den Wunsch, diesem Chaos-System zu entkommen, das macht unser stetes leises Unbehagen aus – so gut es uns auch in dem Egouniversum, das uns ausmacht, zu gehen scheint. Betrachten wir das Ganze einmal ein wenig distanziert, tut sich die Lösung auf. Es gilt, eine getrennte Nutzung der Systeme aufzubauen. Das meint – wir nutzen in einem bestimmten Rahmen entweder das Eine – oder aber – gezwungenermaßen – das Andere. Das kann lediglich funktionieren, weil eines der beiden Denksystem absolut ist – nämlich die Schöpfung die Liebe.

Platz außerhalb der Zeit?

So bietet sich also die Partitionierung – eigentlich ja eine Idee des Dualismus – als wunderbarer Ausweg aus einem schier nicht lösbaren Dilemma. Mit einer Reihe von, durchaus dualistisch anmutenden, Hilfsmitteln, ist es möglich, für einen Platz in der Zeit, der Wahrheit nackt und unbedarft des dualistischen Konformes gegenüber zu treten und ihrer Wahrheit in großen Schritten näher zu kommen.


Die große Angst sich zu verlieren?

Die große Angst aller Menschen, nämlich sich zu verlieren in diesem System des Nichtsystems, ist vollkommen unnötig. Das dualistische Gesellschafts-Denk-Gehorsamkeits-Urteils-Schuldes Prinzip ist dermaßen tief in jedem von verankert, dass es uns unweigerlich zurückholt, in seine Fesseln. Doch die Möglichkeit, tatsächlich zu großen Teilen unbehelligt von dualistischen Strukturen zu verweilen, ist wunderbar, vollkommen logisch und von der Schöpfung als Pfad gegeben.

Nichts im dualistischen Leben ruft nach Veränderung?

So bleibt also in dem dualistischen Leben, den Konzeptionen des Dualismus, vorläufig alles beim Alten. Nichts was da wäre, dass danach riefe, verändert zu werden. Wie würde es denn auch Sinn machen, etwas zu ändern zu wollen, dass man als durch und durch verrückt erkannt hat? So treten die Wünsche des Dualismus, je weiter wir auf diesem aktiven Pfad des mentalen und körperlichen Trainings weiterwandern, uns lösen, immer mehr in den Hintergrund, bis sie schließlich zur Gänze verblassen.

Der Weg führt zum Moment des Verständnisses?

Die beste Nachricht: Dieser Schritt, dieses Eingeständnis, dass die Schöpfung, die Liebe und auf der „anderen Seite“ der Dualismus, niemals, wie auch immer, zusammen kommen können, denn sie stehen einander diametral gegenüber, ist der Beginn eines Lernens, dass unweigerlich zum „heiligen“ zum einzigen „Augenblick“ des vollkommenen Verständnisses führt. Kein Moment in der Zeit ist das, nichts, was sich in Worten oder Gedanken ausdrücken ließe.

Fazit

So wird also deutlich, dass es möglich ist, ein Wissenspaket außerhalb des Zeitbegriffes des Dualismus zu verinnerlichen – ohne dass sich dies in irgendeiner Art und Weise auch nur überhaupt auf die Welt des Dualismus, die ja weiterhin die Oberhand behält, auswirkt. Arbeitsverhältnisse bleiben Arbeitsverhältnisse, die Miete bleibt dieselbe, die Beziehung. Das seit der Geburt verinnerlichte Bild hat durchaus Bestand. Doch natürlich wird sich die Egowelt durch unser Wissen letztlich auflösen, sie wird zunehmend von Licht durchstrahlt, diese Dunkelheit des Egos, in der wir gefangen sind. Bis hin zu dem Punkt, wo wir ganz „realistisch“ erfahren dürfen, was es heißt, das Licht selber zu sein.

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Was bedeutet eigentlich Dualismus?

Dualismus

Dualismus – die Grundlage westlichen Denkens?

Steigt man in ein wirklich spirituelles Gespräch ein, weit weg von allen Ritualen und Chantings, von allen Meditations- und Körperübungen die zur Erleuchtung führen sollen, weit entfernt auch von den spirituellen Führern, die das Heil ihrer Jünger mittels einer nahezu diktarorisch anmutenden „Heilsstruktur“ anstreben, – ist man an einem solchen Diskurs beteiligt, wird zwangsläufig sehr schnell das Wort „Dualismus“ auf’s Tapet gelangen.

Wu?

Um die wirkliche Bedeutung dieser Begrifflichkeit des Dualismus zu verstehen, ist es am Besten, zumindest ein adäquater Weg, sich mit den Schriften des Zen-Buddhismus zu befassen. Einen wunderbaren Erklärungsansatz findet man auch in Werken des „Dadaismus“ der frühen 70 ziger. Schauen wir uns doch dieses so wichtige Wort einfach einmal an. Das Duale, die Zweiheit steckt darin. Duo. Dos. Zwei. Die Reduktion eines Etwas auf zwei Betrachtungsweisen.

Analytisches Denken des Westens?

Der Begriff Dualismus umschreibt das analytische Denken des westlich orientierten Menschen. Weit weg von dieser ursprünglichen Begrenzung auf zwei unterschiedliche Standpunkte der Betrachtung, wird weiter partitioniert, bis scheinbar nicht mehr übrig bleibt. Im analytischen Denken stellt der Dualismus eine Kettenreaktion, tatsächlich vergleichbar mit einer nicht enden wollenden nuklearen Explosion, dar. Die erste Unterscheidung zwischen „Gut“ und „Böse“ die Zündung.

Adam und Eva?

Hier stoßen wir, was nicht weiter erstaunlich ist, auch auf ein Erklärungsschema im christlichen Glauben. Einige Wahrheiten haben sich auch in diesen überlieferten Worten und Maßregeln gehalten, welche die Menschen zum großen Teil, vollkommen desorientiert, als Wort Gottes erkennen möchten. In diesem Sammelsurium der Bibel finden sich die Worte zum Paradies, zum Baum der Erkenntnis, der verbotenen Frucht.

Kette der Zerteilung ins Chaotische?

Dort ist der Anfang der oben erwähnten Chaoskette, der Beginn des Menschentraumes, der Anfang des egoverhafteten Denkens, die Trennung von Gott, von der bedingungslosen Liebe, beschrieben. Es ist dieser vage Augenblick als Adam dern Apfel von Eva annimmt. Als sich die „Erkenntnis“ des Dualsimus auftut. Der Augenblick der Entscheidung des freien menschlichen Willens als Kind Gottes, etwas als „Verboten“ anzusehen, also eine Entscheidung zu treffen, zwischen „Gut“ und „Böse“. Sich also von der Alleinheit Gottes, der absolut ist und keine Unterschiede kennt, zu trennen.

Sich ausdehnende Trennung von Gott?

Diese Trennung – eigentlich nur ein Denkfehler – besteht bis heute, sich ausdehnend wie das Universum. Aus dieser „Erkenntnis“ heraus, entschied sich der Geist für ein Leben in eben diesem Dualismus, der nichts anderes meinen will, als Vergänglichkeit, Krankheit, Leiden, Siechtum und Tod, wie sie der Buddhismus als „Anhaftungen“ kennt. Im christlichen Glauben wurde das Ganze in unglaublicher Weise reduziert und reglementiert, bis wir die fabelhafte Begrifflichkeit der „Sünde“ vorfanden.

Dualismus – Urgrund des menschlichen Leidens?

Das so einfach anmutende Wort „“Dualismus“ entpuppt sich als der Urgrund des menschlichen Leidens. Aus ihm entsteht Ungewissheit, zusammen mit ihr zwangsläufig die Angst. Die Angst, die das Leben der Menschheit nicht lediglich tangiert, sondern in regelrechter Weise ausmacht. Die beinahe faszinierende Eigenschaft des dualen Gedankens, in perfider Weise ganz ähnlich der Liebe, er dehnt sich nämlich aus.

Aufspalten bis zum Unverständnis?

Das menschliche Denken dividiert, partitioniert, ausgehend von diesem ersten verhängnisvollen Denkansatz, immer weiter, ohne Ende. Dies ist der Punkt. Das menschliche Denken, die Egostruktur teilt, nimmt weg – die Schöpfung gestaltet das Ganze. Was ganz offensichtlich wird: Wir verlieren uns in der Existenz einer dualistischen Denkstruktur, die immer weiter aufteilt, immer mehr vom Gedanken der Alleinheit abkommt, die Trennung von Gott, Schöpfung, Liebe somit zunehmend manifestiert.

Abseits jeder Hierarchie?

Wahre, wirkliche Spiritualität, – die Abkürzung des Pfades, auf dem wir uns alle unweigerlich befinden – benötigt Disziplin. Doch ist diese Disziplin lediglich dazu aufzuwenden, den Gedanken der Disziplin aufzulösen. Hier liegt eine Offensichtlichkeit, an der viele Menschen scheitern. Denn ein solcher Versuch führt an den Abgrund des bisherigen Ichs. Das Ego suggeriert unheimliche Angst, schon bei der bloßen Betrachtung dieser Möglichkeit. Regeln, Hierarchien – damit Furcht vor Repression, wie auch immer Unterschiede, damit Angst – sichern seine Existenz.

Die Dunkelheit der negativen Gedanken vor unserem Erkennen

Wenn also hier von Disziplin die Rede ist, dann ist damit die praktische Übung an den bestehenden Denkstrukturen gemeint. Es sind genau diese ausgesprochen chaotischen, scheinbar ineinander verwobenen, sich selbst bestätigenden und doch jeden Augenblick sich individuell ändernden Gedankenknäuel, welche die Dunkelheit vor unserem wirklichen Sehen ausmachen. Der Abgrund von dem vorher gesprochen wurde, ist die Entscheidung, die jede Seele einmal treffen wird – doch es ist der Sprung von einem schwarzen, verbrannten Felsen in einen vermeintlichen Abgrund – landen wird man auf „Goldenem Grund“ wie ein Mönch vor vielen Jahrhunderten einmal formulierte.

Was ist dieser Sprung in den „Abgrund“?

Es ist der Augenblick des Verständnisses. Der Moment, an dem man erkennt, wie es um die Wertigkeiten dieses Lebens bestellt ist. In dem man sich entscheidet, diese Struktur der Urteile und Ängste zu verlasssen, um sein Vertrauen in die einzigen Hände zu legen, die es in der Wirklichkeit, der Wahrheit gibt – es sind die des Vaters, die uns umfassen, die wir selbst sind.

Dualismus ist eine egoverhaftete Denkstruktur?

Dualismus ist also die egoverhaftete Denkstruktur, die in zutiefst zwiegespalterner Art und Weise jedwedes Ding zerteilt, zersplittert, und sich diebisch freut, wenn es ihr angeblich gelingt, einzelne Fragmente wieder zusammen zu setzen, so dass sie einen – wie auch immer – Sinn ergeben. Fast beschwört dies das Bild eines gigantischen Stücks Käse herauf, in dem die Menschlein vorgefertigten Gängen folgen, sich in Löchern des Käseleibes verstecken, manche wagen sogar, eigene Tunnel zu graben, doch immer bleiben sie in dem Gewirr der Gänge gefangen. .

Im Dualismus kann es keine Wahrhaftigkeit geben?

Zu versuchen, in diesem Denken einen Sinn zu finden, eine Wahrhaftigkeit, muss immer scheitern. Die Suche nach Gott, nach der Schöpfung, der Liebe, bleibt, so man in diesem Gedanken der Dualität verhaftet ist, vollkommen sinnlos. Es kann sich hier keine Art von Vertrauen in irgendetwas ergeben – alles ist dem Gedanken der Vergänglichkeit, des Unterschiedes, des Urteils, der Sünde und damit der Angst ausgeliefert.

Der moderne Tantra Pfad
Der moderne Tantra Pfad

Hinter den Gedankenberg blicken?

Ist man in der Lage, dieses Gedankengebäude des Dualismus zu erkennen, wird deutlich, dass dahinter die Herrlichkeit verborgen liegt. Die wunderbare Nachricht ist, uns allen ist es gegeben, – es ist unser Weg – dies zu erkennen. Die Schöpfung, die Liebe, kennt keine Zeit, unser sehnliches Streben nach dem vertrauensvollen Urgrund ist längst erfüllt – er ist da – nur können wir ihn nicht erkennen, wegen der Lumpen des dualistischen Sehens, der vor unseren Augen klebt.

Staunende Ehrfurcht voller Freude?

Was die Erkenntnis mit sich bringt, das ist ein so gewaltiges und tiefes, von staunender Ehrfurcht erfülltes Gefühl der Freude am Leben, dass ihm nichts gleichkommt. Und doch ist es nur ein milder, sanfter, nahezu vager Abglanz der wahren Herrlichkeit. Es ist letztlich das Wissen um die Ganzheit der Schöpfung – es ist das Leben in einem schönen Traum, mit der Gewissheit des Aufwachens zur Unsterblichkeit. Denn wie könnte die Schöpfung, die Liebe Anfang und Ende kennen?

Sprung auf „Goldenen Grund“?

Es ist dieser Sprung in den Abgrund, um auf „Goldenem Grund“ zu landen, kein Abbruch des Lebens, das bis dahin geführt wurde – keine Abkehr ins Eremitentum, in unerreichbare, mystische, mysteriöse, distanzierte Heiligkeit. Die Schöpfung, Gott die Liebe, ist kein Geheimnis, sie ist nicht nur von Auserwählten zu erreichen. Mit der Erkenntnis ändern sich unsere Wertigkeiten. Wir sind in der Lage das Schöne, die Wirklichkeit anzunehmen und so auch zu sehen.

Fazit

Das einzige Gegenmittel, dass die Menschen aus diesem Denkgefängnis der dualistischen Denkstrukturen des Ego erlöst – ist die wahre Liebe, die Schöpfung selbst – in Form von liebevollen Gedanken, die keine Unterschiede beinhalten, das Negative auflösen, zur Seite schieben, nicht der Beachtung Wert finden. Die Meditation, ein Mantra – kann unser ganzes Denken ausfüllen – hier tun sich nun Chanting als auch alle Arten der Bewegung, beispielsweise des Tanzes – schlicht der Körperlichkeit, als Möglichkeit auf – was uns auch zum Tantra führen kann. Immer geht es um die Wahrheit, die vollständig, also ohne Unterschiede, absolut ist.

„IF YOU MEET BUDDHA ON YOUR WAY – KILL HIM!“

Wir vergewaltigen die Zeit hin zur Schuld!

Zeit Vergewaltigung Schuld

Die Zeit – ein Korsett der Angst?

Zeit in Angst, Angst in Zeit. Die erste Sekunde stellte den, in zeitlichen Begriffen dargestellten, 0-Punkt des Dualismus dar. Indem wir die Ewigkeit gedanklich fragmentierten, legten wir den Grundstein für unsere Ignoranz. Schon oberflächlich betrachtet, zeugt die nur grobe Sicht auf das noch gröbere Muster “Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft” für das Chaos und die furchterregende Potenz, mit der das Ego diese Struktur verteidigt.

Die Zeit vergewaltigt

Schuld bis in die Ewigkeit?

In Zeitbegriffen des Ego gefangen, erleben wir die Vergänglichkeit, den Tod. Das ist sein erklärtes Ziel. Und auch den Begriff der Ewigkeit nimmt es für sich in Anspruch. Denn die Schuld, die wir in der Zeit angehäuft haben, ist ewig, verfolgt uns über unsere körperliche Vergänglichkeit hinaus – zusammen mit dem Ego. So spricht das Ego zwar vom „Himmel“, macht jedoch gleichzeitig deutlich, dass er für uns nicht erreichbar ist.

Die Zeit nur eine Ansammlung von Schuld?

Zeit – das heißt Veränderung. Heiligkeit – die umfassende Liebe der Schöpfung – kennt keine Veränderung. So wird deutlich, dass die Zerteilung eines Zeitbegriffes in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft lediglich ein Konstrukt des Egos ist, mit dem Ziel, Schuld und Tod und Sünde und Vergänglichkeit ganz durchdringend zu manifestieren. Die Schuld kommt aus der Vergangenheit und wirkt in die Zukunft. Das, was Gegenwart sein sollte, ist nur eine Ansammlung von Vergangenheit, verschwindet darin.

Sich potenzierende Schuldkonstruktion?

Das, was das Ego tut, ist, aus den Fragmenten der Zeit eine Schuldkonstruktion zu basteln, die sich potenziert und geradewegs in die Hölle führt. Die Begrifflichkeiten von Vergangenheit und Zukunft sind sein Werkzeug. Wie erstaunlich klar, unverbrüchlich und strahlend kommt dagegen die Wahrheit ans Licht. Die reine Gegenwart. Eine Gegenwart, ohne eine Vergangenheit, die sie übertüncht, um die Zukunft zu verdunkeln.

Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft

Jetzt?

Außerhalb jeder Wertung des Egos gibt es das Jetzt.
Das „Jetzt“ der absolute Augenblick, in dem es weder Vergangenheit noch Zukunft geben kann, ist das Ziel der Schöpfung der Liebe, das schon längst erreicht ist – ohne Zeit, ohne Form, ohne Erinnerung. Dieses „Jetzt“ wird in dir aufsteigen, allmählich, wie eine Kerzenflamme sich wandelt, zur Feuersglut. Dieses Jetzt, welches dich im Glück und vollkommener Schuldlosigkeit umfängt, ist das, was du mit dem, was dir das Egowissen zeigt, niemals erreichen wirst.

Das Jetzt wartet in dir

Doch du kennst es, du wirst es wiedererkennen. Es tut sich vielleicht auf, wenn du den Mikrokosmos einer Blume verinnerlichst, wenn du bei der Geburt deines Kindes anwesend bist. Doch sind diese kurzen Momente schnell vorbei, die Hässlichkeit des Egoangetriebenen Lebens, macht sie vergessen. Und doch ist die Möglichkeit dieses Blickwinkels immer in dir.
Vergegenwärtige: Das „Jetzt“, in dem sich am Ende keine Fragmente einer eingebildeten Vergangenheit, einer aus der Vergangenheit projizierten Zukunft mehr befinden, ist deswegen frei von Tod, Verwesung, Angst, Schuld und Trauer, Gier und Leid, frei von jedem Schmerz – die doch alle nur Illusionen der Vergangenheit sind.

Zeit Schuld Vergwewaltigung
Die Strategie des Ego

Das Jetzt kennt weder Vergangenheit noch Zukunft

Im Jetzt existiert diese Vergangenheit nicht. Nur das, was liebevoll ist, kann erkannt werden. Hast du dich auf die Liebe eingelassen, auf den Frieden, wird dieses Jetzt dich erfassen, wird es dich tragen. Die einzige Voraussetzung ist, dass du diese Liebe möchtest. So einfach ist das. Sie wird zu dir kommen. Du brauchst nicht leiden und dich nicht anstrengen. Wenn dein Wille der Wille der Schöpfung ist, so wird sie dich nicht alleine lassen, wie sie keines ihrer Kinder je vergessen hat.

Die Liebe wird alle erreichen

Auch denen, welche sich arrogant und verächtlich, ihr Ego gesättigt durch die vorgebliche Macht, aufgeblasen, von ihr abwenden, sie verleugnen, bietet sie die Allmacht der universenumspannenden Liebe an. Doch, blind in ihrer verblendeten Gier, systemgebunden, sind sie nicht in der Lage, sie zu erkennen. So fahren sie fort, in ihrem Zerstörungswerk, bis sie sich, im Augenblick der Auflösung ihrer Form, mit ihrem wirklichen Ich, kurzzeitig befähigt sehen, die übergroße Liebe zu erkennen, die allem Leben zugrunde liegt. Hier scheint für sie der Anfang und das Ende zu sein.

Der Tod ist Illusion

Die Wirklichkeit ist die Ewigkeit. Der Tod existiert nicht. Er ist Illusion. Hinter dem, was wir dort vermuten, wo wir vom Tod reden, scheint eine immerwährende Sonne, die des ewigen Lebens. Und der Tod, wie ihn das Ego verwendet, ist lediglich eine wirkungslose Drohung. Es ist, als ob vor den Menschen eine rote Fahne geschwenkt würde, sie sich, wie eine Herde Rinder, geschlossen dem Pferch zuwenden. Könnten sie doch bloß zu ihrer wahren Natur aufwachen, das Paradies erkennen, das hinter der roten Fahne des weltlichen Wissens in der raumlosen und zeitlosen Ewigkeit, die wir wirklich sind, auf sie wartet. Erwacht aus diesem leidvollem Traum der Macht über die Schöpfung! Erkennt ihre Liebe in Euch.

Zeitlos

Nichts geht verloren

Nie, ist etwas verloren. Jetzt. Ja, dieses Jetzt ist lebendig vorhanden. Es findet sich jenseits des Denkens. Und doch ist es so nah, dass wir es zumeist nicht erkennen. Es versteckt sich im Flügelschlag des Kolibris genau so, wie in der Vernichtung von Milliarden von Quadratkilometern Regenwald. Es ist vielleicht vorhanden, wenn ein Zen-Mönch seine Schüler auffordert, mit einer Hand zu klatschen, wenn ein Buddha, um eine tief bedeutungsvolle Rede zu halten, eine Lotosblume über seinen Kopf hält.

Gottes Atem


„Ich bin lediglich das Loch in einer Flöte,
durch die Gottes Atem strömt.“

Fazit

Diese Weisheit, diese Hingabe in den wundervollen Willen der Liebe, außerhalb der Zeit, mag ein Beginn des Wissens sein. Mag der Beginn einer überirdischen Melodie voller Klarheit, rein und unschuldig, sein. Diese zeitlose Melodie, das ist das Versprechen der Liebe, wird uns in Ewigkeit begleiten. Und deine Brüder werden den Klang vernehmen und sie werden beginnen die Tücher vor ihren Augen eines nach dem anderen zu entfernen. Und das Licht der Wahrheit, welches in der Melodie schwingt, wird ihre traurigen Gemüter erhellen, auch wenn sie es nicht wahrhaben möchten.

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Der Opfergedanke zerstört?

Opfer

Wer opfert, spricht schuldig

Denn, wenn es Opfer gibt, dann muss jemand bezahlen und jemand bekommen. Die einzige Frage, die dann noch bleibt, ist die, wie hoch der Preis ist, und was man dafür bekommt.“

Der Opfergedanke ist eine der hervorragenden Waffen des Ego, ein ausgezeichnetes Instrument, den Blick auf die Wirklichkeit zu verschleiern. Opfern, meint, der Anziehungskraft des Dualismus, dem Ego zu huldigen, des Urteils, damit der Schuld weiterhin alle Pforten weit zu öffnen. Obwohl die Intention dessen, der opfert, gewisslich eine komplett andere ist. Opfern bedeutet, sich von etwas zu trennen, das einem lieb ist.

Opfer

Ein Handel mit der Schöpfung?

Wir geben, was uns lieb und teuer ist. Wie großherzig. Im Gegenzug erwarten wir – vielleicht gar nicht einmal zwangsläufig in dieser Wirklichkeit – eine adäquate Gegenleistung. Meistens wissen wir aber dabei sehr genau, was als „adäquat“ zu bezeichnen ist, wir haben eine gute Vorstellung von dem, was wir wünschen – und wir begehren, unsere Realität in diesem Sinn zu verändern. Vollkommen gefangen im durchdringenden Dualismus, dem urteilenden Gebaren des Opfergedankens, können wir jedoch nur enttäuscht werden.

Die Idee des Opferns ist Schmerz?

Die Absurdität der Idee des Opferns tut sich auf, wenn wir uns nur vergegenwärtigen, dass Opfern zwangsläufig Schmerz heißt – wäre es sonst sinnvoll? Wir fügen uns Schmerz zu, um die Schöpfung der Liebe zu beeindrucken, mit dem Ziel, sie zum Handeln zu zwingen. Die Liebe kennt keinen Schmerz! Sie ist nicht in der Lage, das „Opfer“ zu erkennen! Das Opfer ist die Idee des Ego, die absolute Liebe dagegen ist der Gedanke der Freude, der Kreativität, der Dankbarkeit, der überhaupt nichts mit Schmerz und Leid zu tun hat.

Mächtiger Egogedanke?

Opfern heißt geben und nehmen. Die Liebe, die Schöpfung, kennt diese Paarung nicht. Hier ist das Geben das Empfangen, da haben Begrifflichkeiten wie Schmerz oder Verlust niemals existiert. Wenn wir opfern, gehen wir der Idee nach, Schmerz, den wir uns zufügen, zu etwas Heiligem zu gestalten. Eine tolle Geschichte, für das Ego, das doch den Schmerz für sich gepachtet hat! So ist das Opfern ein Egogedanke mit ungeheurer Macht.

Sense

Opfergedanke und Liebe?

Opfern, in dem Sinn, dass wir etwas hergeben, um etwas anderes zu bekommen – dies, wenn man es sich lediglich ein wenig näher betrachtet – bestimmt unseren Lebensplan? Betrachten wir uns den Komplex einmal von einer besonderen Warte aus. Die Beziehung zwischen zwei Menschen, gerne benutzt man hier den Begriff „Liebe“, ist ein ausgezeichnetes Beispiel. Der Partner besitzt viele Vorteile, die möchte das Ego haben. Hier kommt der Opfergedanke ins Spiel. Wir geben uns, zumindest Teile von uns, hin, bieten sie dar. Voller Schmerz.

Wut auf die Schöpfung

Erwarten im Gegenzug – ich gebe weg, also gibst du auch weg – letztlich ebenfalls ein Opfer. Wir opfern Teile unseres Selbst – das bereitet uns Schmerz und wir sind wütend, auf denjenigen, der uns dazu zwingt, diese Opfer zu bringen. Und ist dies nicht Gott – verkörpert in unserer Suche nach dem Sinn, nach der Liebe? Wir leben in Wut auf Gott. Wie weit ist diese Projektion von der Wahrheit, der Quelle, der Liebe entfernt!

Schuld ist der Preis der Liebe, bezahlt wird er mit Angst?

Was das Ego zu verbergen sucht, ist diese große, subtile Idee, die immer hinter allen seinen Aktionen steht. Nämlich, dass es dir verdeutlicht, dass „Liebe“ immer unzählige Opfer fordert, also untrennbar mit Angst und deshalb Angriff verknüpft ist. Sein Credo heißt: Schuld ist der Preis der Liebe, bezahlt wird er mit Angst. Und wenn die Schöpfung also die Liebe ist, ich sie total möchte, würde dieses vollständiges Opfer, vollkommene Schuld, Angst, bedeuten. Vollständigen Verlust.

Nur Körper können Opfer bringen

In unserem Leben versuchen wir diese Angst vor der Liebe zu kompensieren, indem wir lediglich unseren Körper als Dreh und Angelpunkt sehen. Ihn zu opfern, fällt dem Ego nicht weiter schwer. Dient dies doch dem Ziel, uns weiter in der Dunkelheit zu halten. Unsere Wut, unsere Verärgerung, unser Unverständnis steigert sich zudem ins Wahnsinnige, wenn „das Opfer nicht angenommen wird“.

Ego applaudiert

Die Struktur des Opfergedankens, der die dualistische Machart des Egos entscheidend ausmacht, übt (zumeist mehr oder weniger unbewusst) eine solche Macht auf unser Leben aus, dass wir lieber nicht hinsehen. Das Ego klatscht immer Beifall. Denn es hält uns so ganz sicher in absoluter Trennung gefangen. Mit jedem Opfer verstärken wir den Dunst des urteilenden, schuldig sprechenden, Schmerz zufügenden, Urängste bereitenden Nebels, der uns von der Wahrheit der Liebe zu trennen scheint.

Fazit

Die Liebe, die Schöpfung, verlangt niemandem etwas ab. Sie entzieht nicht, sie gibt. Der irrige Gedanke, dadurch, dass man sich Schmerz und Verlust zufügt, könne man Liebe ernten, ruft nur Wut, Verzweiflung, Unverständnis hervor. Es ist der Weg der Schöpfung, keine Opfer von niemandem zu verlangen. Tun wir Gleiches. Es gibt nichts, was wir nicht schon hätten, nichts ist uns entzogen, nichts würde dem Begriff des Opfers Sinn geben.

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Blindes Vertrauen in die Schöpfung?

Schuld und Sünde – ich bin nicht wert, dass du eingehst, unter mein Dach …

Der Golem und die Angst

Unsere Liebe ist immer egoistisch?

Liebe Egoismus

Projektionen aus der Vergangenheit

Die Liebe ist die Schöpfung, deren Teil wir sind, – so sind wir selber Liebe. In der tatsächlichen Liebe gibt es keine Sünde, keine Schuld, keine Angst. Es gibt keine Vergangenheit. Diese Liebe ist so vollständig, dass die Winzigkeit des Egos, das doch unser Leben, unsere Ansicht der Dinge bestimmt, mit brutaler, wahnsinniger Gewalt, mit den Gedanken und Bildern von Grausamkeiten, Ungerechtigkeiten, in materieller Verbindung, sich als das entlarvt, was es ist. Irrsinn, Projektion, Blindheit in größtem Maße.

Liebe und Ego

Tür zum allmächtigen Licht

Wer sich der Größe der Liebe, der Tiefe der Bedeutung des Begriffes LIEBE tatsächlich bewusst wird, der wird den Lichtstrahl aufblitzen sehen. Und wer auch nur einen mikroskopischen Teil dieser Wahrheit erblickt hat, der hat eine Tür zum allmächtigen Licht aufgetan, die nie mehr verschlossen werden kann. Er wird, ganz nach seinem ureigenen Willen, seiner Bereitschaft, die Nachricht verstehen, die Helligkeit durch seinen Körper scheinen lassen. Und er wird nicht alleine sein. Denn sein Licht strahlt weithin.

Ein Wort, an dem das Ego scheitert

Liebe. Dieses Wort ist heilig. Es stammt direkt aus der Schöpfung. Es ist nicht möglich, es negativ zu belegen. Auch wenn es in der Welt der Formen, also von einem unbewussten Standpunkt aus, aufgenommen wird, ist es doch Schlüssel zur erkennenden Sichtweise. Das Ego wird an ihm scheitern. Eine weitere gute Nachricht, die einem bald als selbstverständlich erscheinen wird, ist, dass, hat man dieses Wort in seiner wirklichen Bedeutung verstanden, verinnerlicht, alle andere sich von ganz alleine ergibt.

Nur ein Fingerzeig zum Mond

Liebe. Dieses Wort ist ein leuchtender Pfad, ein Weg der zu dir selbst führt. Es kann als Wort nicht erklären, doch erschließt es sich dem, was über allen Denkschemata steht. Es ist festes Fundament, es durchdringt die Phantastereien des Egos, das nur den negativen Dualismus vermittelt, weil es zu sonst nichts in der Lage ist. Doch sei in diesem Zusammenhang ein buddhistischer Weiser zitiert, der über den Weg hin zur Erkenntnis gesagt hat, jeder noch so gut gemeinte Rat, jeder Hinweis auf die letzte Wirklichkeit, könne immer nur ein Hinweis sein, so in etwa, wie man mit dem Finger auf den Mond zeigen könne.

Liebe

Liebe ist in den Köpfen der Menschen, hier ist es egal, welche Sprache. Die Liebe als Wort steht wohl über jeder Linguistik. Sie ist dabei eines der missverständlichen Dinge überhaupt. Das Wort als solches ist in der Gesellschaft missbraucht, in den Schmutz gezogen, vergewaltigt worden. Das passiert immer noch. Jeden Tag auf das Furchtbarste. Denn die Liebe, von der die Menschen reden, ist egoistisch, ist sachbezogen. Die Bedeutung des Wortes hat sich im Konsum, im Seximus, der Moralität, der Desinformationen, sozusagen im Sumpf des Gesellschaftssystems vollkommen verloren.

Die Liebe ist die Quelle

Ich liebe dich! Heißt das jetzt, dass ich dir eine Schachtel Mon Cherie kaufe? Oder dich bumse? Dich heirate? Ich liebe es! Will ich es kaufen? Vielleicht stehlen? Liebe ich es? Oder gefällt es mir? Interessiert es mich vielleicht nur gerade, momentan? Liebe ist dieses Prickeln im Bauch. Und hier wird es interessant. Denn was wir mit einem wahrhaftig „geliebten“ Partner erleben, geht über alle Normalitäten und Regeln hinweg, dieses Prickeln, das sind wir, ganz tief wir selbst, da spricht unsere Quelle – die nämlich auch die Liebe ist.

Liebe ist mehr

Das sind die Resonanzen, dieses Prickeln im Bauch, die der Urgrund zurückgibt. Und wenn wir nun von Liebe sprechen, dann ist eben nicht die Liebe gemeint, die in Sexshops oder im Puff verkauft wird, es ist auch nicht die Liebe gemeint, die ein Fan für seinen Verein empfindet, es ist nicht die körperliche Vereinigung zweier Menschen gemeint, es ist nicht das fürsorgliche Verhalten Hunden oder Katzen gegenüber gemeint.

Religiöse Wertvorstellungen pervertieren die wahre Liebe

Nicht zu verwechseln, doch hier wird es für viele Menschen sehr gefährlich, ist diese Liebe, von der wir gerade redeten, mit der, von der die christlichen Priester, Mönche oder Nonnen reden. Gefährlich ist die Geschichte deswegen, weil von diesen Menschen die Liebe zu Gott, die eigentliche Liebe, die umfassende, alles einschließende Liebe, pervertiert wird, im Sinne ihrer im christlichen, moslemischen, jüdischen, sonstigen dualistischen Wertvorstellungen, in Regeln gezwängt, in Ketten gelegt. Die Liebe wird hier immer zum Zweck.

Die Schöpfung ist ohne Urteil

Die Liebe, die wir meinen, ist nicht diese Liebe zu einem Gott, der definiert ist, den man nur unter gewissen Umständen, unter gewissen Voraussetzungen, an bestimmten Orten, mit gewissen Erlaubnissen und, und, und, lieben darf. Der urteilt, was und wer zu lieben und ist und wer oder was nicht. Die Liebe, von der wir reden, ist eine Liebe, die nicht nur alles durchdringt, sondern die unser Urgrund ist.

Unser Denken ist reine Fiktion

Der letzte, einzige, absolute Punkt der Schöpfung, die Quelle – ist die Liebe. So ist die Schöpfung allumfassende Liebe – wie auch wir selbst. Nur die Ethik, die Moralismen, die Gesetze und Strukturen, die Erziehung – also das was unser Denken ist – all diese Fiktionen – hindern uns daran, dies zu erkennen. Wenn wir also an Liebe denken, dann ist nicht diese, definierte, vorgegebene, dualistische „Liebe“ zu irgendetwas gemeint, sondern die Liebe zur Schöpfung, zu uns selbst, zu schlechthin ALLEM.

Liebe ist Freude

Liebe heißt unbedingt auch Freude. Diese beiden Wörter gehören ganz selbstverständlich zusammen. Freude heißt Liebe, Liebe heißt Freude. Liebe ist ein so mächtiges Wort, dass es nachgerade egal ist, wie man es interpretiert. Tut man etwas aus Liebe – aus reinem Herzen, reiner Liebe – man versteht – ich meine nicht die Liebe zum Geld, zu einem neuen Grundstück am See, hier ist die Rede von „unbedarfter“ Liebe, so ist es gut. Die reine körperliche Liebe ist Liebe – sie ist Kommunikation, ist Austausch, ist sensitives Erleben, ist ein Näherkommen – ist positiv.

Liebe verändert positiv

Jedes noch so kleine Stückchen Liebe, das gelebt wird, verändert die Welt zum Positiven. Wenn wir uns darüber klar werden, dass jeder Mensch, genauso wie wir auch, ein Teil der Schöpfung ist, lediglich in seinem Verhalten durch Gesellschaft, Erziehung, Moralismen, Religionen – durch also vielerlei Einflüsse verändert ist, quasi blind und nur mithilfe der vom System vorgeschriebenen Regeln zu überleben in der Lage ist, wird uns klar, dass wirklich jeder, ob Mensch ob Tier, ob Gandhi oder Hitler – LIEBENSWERT ist.

Liebespotential nicht erkannt

Liebe ist das stärkste Wort überhaupt, weil es letztlich das beschreibt, was unser Lebensinhalt ist, was wir selbst sind, auf dem die Natur, die Schöpfung, das Universum basiert. Würden die Menschen das, was an Liebespotential da ist, (es ist unendlich) nur ein wenig ausschöpfen, – was wäre es für ein paradiesisches Leben auf der Erde. Doch die bittere Realität ist, dass von Liebe auf dieser Welt, in diesem Denksystem keine Spur zu finden ist.

Missbrauchte Liebe

Die Liebe, besser das Wort Liebe, wird, wie eingangs schon erwähnt, auf vielfältige Art missbraucht. Von Staat, der Industrie, Religionen, Diktatoren, Politikern, ebenso von ganz normalen Menschen. Wir, die wir in diesen Strukturen leben, sind so überfrachtet mit Signalen, dass es uns zumeist nicht mehr möglich ist, das zu sehen, was eigentlich mit Liebe gemeint ist. Die Liebe, von der hier die Rede ist, sind wir selbst, sie ist in jedem von uns, als Urgrund für unser Dasein.

Die Schöpfung ist Liebe

Und das ist nicht so oberflächlich gemeint, als dass hier von der körperlichen Liebe die Rede wäre, die zu neuem Leben führt. Die Liebe ist die Quelle allen Daseins, des Universums. Sie ist nicht nur sein Anfang, sondern sie ist die Schöpfung selbst. Die Schöpfung ist Liebe. Alles, was aber aus Liebe heraus entsteht, kann nicht schlecht sein.

Wir können wahre Liebe nicht erkennen

Darum sind wir alle voller Liebe, sind wir alle, ist das Leben, das Universum, gut. Voller Liebe, durchdrungen von ihr, sie selbst. Liebe ist. Wir (eigentlich alle Menschen), die sich den Konformen von Erziehung und Wissenschaft zwangsläufigerweise – weil sie nun einmal in diesen Strukturen leben – unterwerfen, sind bedauerlicherweise fast nie in der Lage, diese Liebe zu erfahren, sie zu verstehen.

Gefangen in einem komplexen System

Wir sind in einem ungeheuer komplexen System gefangen, das auf grundlegenden Axiomen aufgebaut ist. Verändert man diese Axiome (die reine Fiktion sind – gebt mir einen festen Punkt etc. …) verliert alles seinen Sinn, was das System postuliert hat. Die wahre Liebe, die, von der hier geredet wird, hat nichts mit den Prämissen und Grundlagen, den geschriebenen und ungeschriebenen Gesetzen dieses Systems zu tun. Sie steht nicht auf irgendeiner Seite, sondern an einem Ort, der mit dieser Definition überhaupt nichts zu tun hat. Sie sprengt jeden Dualismus, stellt sich über, unter, in, hinter, durch die Dinge.

Unbedingte Liebe

Alles geschieht aus unbedingter Liebe. Deswegen ist es auch nicht notwendig, über irgendetwas, das man als negativ empfindet, traurig zu sein. Man weiß ja, dass es aus unbedingter Liebe zu einem selbst passiert, zum Leben, zum Schöpfer, zum Eins, dass man ja selber ist. Es ist also schlichtweg unmöglich, das es irgendetwas negatives gibt. Die Negativsmen entstehen nur aus dem, was wir an Regeln leben, was man uns mit Konsum, Erziehung, Schule, Ausbildung, Werbung, Fehlinformationen, beigebracht hat. Wirklich, real ist das alles nicht. Wenn wir von Liebe reden, reden wir über die großen Zusammenhänge. Ängste, das was Liebe verhindert, entstehen immer aus falschen oder unzureichenden Informationen.

Unzureichende Informationen

Die Informationen, die wir erhalten, können gar nichts anderes sein als unzureichend. Sie sind schon aufgrund ihrer Form – in Sprache gepackt – missverständlich und unzuverlässig. Doch wir haben unser Leben darauf aufgebaut. Wenn wir uns heute nicht ihnen konform verhalten, erwarten wir Nachteile. Das macht uns Angst. Wir stehen also vor diesem riesigen Gebäude aus Lügen, in dem wir leben, ahnen es. Und gehen doch jeden Morgen, wenn wir aufstehen, wieder hinein. Erkennen wir jedoch einmal, dass dieses Gebäude nur Fiktion ist – und der wahren Liebe in die Schöpfung nicht standhalten kann – sind wir schon auf dem richtigen Weg.

Die Liebe erschließt sich Stückweise

Es ist natürlich nicht möglich, einfach Adieu zu sagen, zu dieser Struktur der (unbewussten) Lügen. Die Liebe, versucht man sie erst einmal in ihrer wirklichen Bedeutung zu ergründen und zu leben, erschließt sich stückweise. Eines führt zum anderen. Wahre Liebe, die Liebe, die zu beschreiben versucht wird, entsteht aus sich selbst. Jedes Bisschen, das wir geben, gibt uns genauso viel, wenn nicht mehr zurück. Liebe ist Glück.

Ein universelles Schlüsselwort, das schlicht und einfach alles bedeutet. Die Schöpfung besteht aus Liebe, alles was passiert, geschieht aus Liebe.

Liebe ist Freude und Frieden

Denn das, was diese unbeschreibliche Liebe des Schöpfers zu jedem einzelnen seiner Geschöpfe ist, beinhaltet die Freude, den Frieden. In diese Liebe setzten wir unser Vertrauen, ihr sind wir dankbar, für die Fülle des Lebens, das uns umgibt. Schön ist es, dieses Pulsen der Schöpfung bewusst zu verspüren, ein ehrfurchtsvolles Staunen bemächtigt sich unser. Einher mit der Erkenntnis, dass der Schöpfer nur Liebe ist, alles was passiert, also nur aus Liebe geschieht, gehen Kreativität, Inspiration, das Schöpfen aus einer Quelle, die über den Realitäten steht, welche doch nur zusammengepfuschte Illusionen des Ego sind. Liebe ist der Schlüssel zu den Universen, zur Schöpfung des Schöpfers, die eins mit allem ist.

Der Ursprung

Es ist das Wort der ungeheuren Macht, aus seiner wahren Bedeutung entspringt ganz einfach alles. Darum sind Illusionen, Meinungen, unser Denken, welches irgendwelche Dinge, Situationen, Umstände angeht, die uns vielleicht Leiden machen, unwichtig, denn sie passieren aus der Liebe des Schöpfers zu seinen Kindern, die eins sind mit ihm. Es gibt nichts Negatives, denn alles passiert aus Liebe. Die Liebe die gemeint ist, geht über alle Formen, die vergänglich sind, hinaus. Der Tod ist lediglich die Bestätigung der Vergänglichkeit von Formen. Nie aber würde der Schöpfer in seiner Liebe ein Sterben, Leiden in der Form, wie wir es wahrnehmen, in unserem trennenden Denken, zulassen.

Liebe ist absolut und ewig

Gott ist ewig, darum auch wir. So kann es keinen Tod geben. Nur eine Form löst sich auf, geht hin zu der ewigen Quelle, die sich außerhalb all der Illusionen befindet, geht in die Liebe. In das Licht der Liebe des Schöpfers. Das ist kein Grund zu trauern, ganz im Gegenteil. Sieht man die Wahrheit, ist dies ein Grund zur Freude.

Liebe bedeutet Ganzheit

Denn was kann herrlicher sein, als die allumfassende Liebe Gottes, des Schöpfers, der sich ganz stark in Mutter Erde manifestiert. So ist diese Liebe auch ein Trost, wenn wir der Vergänglichkeit der Form nahekommen. Wir sind gewiss, der Verstorbene kehrt in diese Schöpfung, die Liebe ist, heim. Das ist Grund zur Freude. Die Liebe ist das, was die Welt ausmacht. Liebe bedeutet unbedingte Ganzheit. Sie vereint alle Widersprüche, deckt deren Sinnlosigkeit, ja Nichtexistenz auf. Liebe ist vollkommen ganz.

Geblendet von unseren Gedanken

Die Welt besteht aus Liebe, sie ist erfüllt von ihr. Unser einziger Fehler ist, dass wir sie, die wir sie ganz selbstverständlich in uns tragen – denn wir sind Teil der Schöpfung und die Schöpfung ist die Liebe – nicht erkennen zu können, geblendet von unserem Denken, dass die Illusion für wirklich hält. Unser Denken, dass die Wirklichkeit, die pure Liebe nicht erkennen kann, hat sich selbst die Augen verbunden.

Egodenken mit verbundenen Augen

Es greift sich, je nach Situation, irgendwelche Dinge aus der Erinnerung, der Vergangenheit, setzt damit ein Ego zusammen, das die Welt und das Leben nur unter den Prämissen dieser Erinnerung und den „logischen Schlüssen“ daraus sieht. Dass all diese Eindrücke, begründet in der dualistischen Anschauung der Dinge, der Einteilung in Gut und Böse etc. letzten Endes nur pure Phantasie sind, dringt nicht in das unbewusste Denken ein. So entsteht eine Welt, die augenscheinlich ohne Liebe ist. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Hinter all dieser negativen Projektion steht die Schöpfung.

Liebe ist zwangsläufig

Sehr einfach: Da die Schöpfung die Liebe selbst ist, die alles ausfüllt, kann ihr Erschaffen auch nur Liebe sein. Alles also, was passiert, – der Wille der Schöpfung, – geschieht aus purer Liebe. Auch, wenn wir das aus unserem begrenzten Verstand, unserer eingeschränkten Erkenntnis absolut nicht erkennen können. Doch ist diese Erkenntnis der allumfassenden Liebe vollkommen zwangsläufig. Das kann uns ein gewaltiger Trost sein. Die Liebe kennt keine Zeit.

Liebe ist nicht singular

Ein wesentliches Merkmal dieser Liebe ist, dass sie ja keineswegs einseitig ist. In dem Maße, in dem diese Liebe gelebt, weitergegeben wird, kehrt sie zurück, wird die hervorragende Liebe der Schöpfung deutlich, bezogen auf den einzelnen, der insoweit kein Individuum, sondern Teil der Schöpfung, der Liebe schlechthin, damit unsterblich ist. Die Liebe der Schöpfung zu ihren Kindern ist ewig und unbegrenzt. In dieser vollkommenen Liebe gibt es keine Schuld, kein Leid, keine Vergangenheit und darum auch keine Angst. Diese Liebe der Schöpfung findet sich lediglich in der Wirklichkeit des „Jetzt“.

Das Ich definiert sich aus Formen

Das, was in einer blinden Gesellschaft, das „Ich“ ausmacht, welches sich über Formen definiert, das Ego, kann im absoluten „Jetzt“ nicht existieren. Der Grund ist, dass es von unserem Denken erschaffen ist. Dieses Ego setzt sich zusammen aus Fragmenten der Vergangenheit, Erinnerungen, Erfahrungen, Lektionen in der Welt der Formen. Diese Bezugspunkte, reine Illusion aus der Vergangenheit, benützt es, um die Zukunft zu deuten. Die Gegenwart wird überbrückt. Sie ist nur der Wartesaal für die Hirngespinste aus der Vergangenheit, die die Zukunft beeinflussen sollen, Angst generieren.

Schuld kann es nicht geben

Die Gegenwart, erkennt man sie als solche, ist das absolute, angstfreie, von der Vergangenheit nicht beeinflusste „Jetzt“- die Liebe. Denn Liebe ist angstfrei. Ganz einfach weil sie unbeeinflusst im Jetzt stattfindet, wie alles, was Schöpfung ist. Angst kommt immer aus dem Erfahrungsschatz der Vergangenheit, der in die Zukunft projiziert wird. Das Verstehen wirklicher Liebe, der Liebe der Schöpfung zu ihren Geschöpfen, liegt nur offen, wenn man sich von der Vorstellung trennen kann, dass irgendein Wesen, das eine Schöpfung des Schöpfers ist, irgendeine Schuld tragen könnte. (Wie könnte dies sein? Dann wäre die Schöpfung selber schuldig?) Lediglich wenn man dies erkennt, ist man in der Lage die Universalität, die schier unvorstellbare und unerklärliche, alles ergreifende, übergreifende Liebe zu verstehen. Damit hat das Ego nichts am Hut. Es wird sich mit aller Entschiedenheit wehren. Denn die Ängste, die ahnungsvollen Blicke in die Zukunft sind das, aus dem es sich definiert.

Das Pulsen der unbedingten Liebe

Das Ego, das sich der Formenwelt ergibt, kann den Hintergrund, der keine Dimension hat, der also die Hierarchien sprengt, nicht oder nur sehr selten erkennen. Manchmal leuchtet das Licht der Schöpfung vage durch den Nebel, den das Ego erzeugt. Vielleicht beim Anblick eines Sonnenaufganges im Gebirge, vielleicht wenn man bei der Geburt eines Lebewesens anwesend ist. Dieses Pulsen des Lebens, der unbedingten Liebe, gilt es zu vergegenwärtigen, auszudehnen, weiterzutragen. Schuld ist Illusion. Im Jetzt sind wir schuldlos. Die Gesetze, die uns für schuldig befinden, haben nie existiert. Sie sind so wahnsinnig, wie das, aus dem sie entstanden sind. Im ewigen Jetzt haben sie keine Bedeutung.

Gebunden in der Welt der Formen

Die Schöpfung ist größer als jeder Makel, sie nimmt ihre Geschöpfe nur als das an, was sie in Wirklichkeit sind. Ihre Kinder. Die Schuld, die durch die Illusionen der Vergangenheit manifestiert ist, gehört nicht zu dem, was ihre Kinder wirklich sind, darum hat sie keine Wertigkeit. Alles was ist, ist unbedingte Liebe. Nachdem die Schöpfung pure Liebe ist, ist alles, was aus ihr heraus passiert, auch in der Welt der Form, die ja auf der Schöpfung beruht, reine Liebe.

Hingabe an das Jetzt

Wenn wir aus dem, was passiert, in der Welt der Formen, einen anderen Beweggrund sehen, außer der wahrhaften Liebe Gottes, sind wir noch gefangen in der Welt der Formen, haben wir uns noch nicht vollkommen getrennt von der Trennung, sind wir noch ohne die Hingabe an das Jetzt, schöpfen mit unserem Ego aus der Vergangenheit, kreieren wir Leid und Sorge, Schuld.

Was passiert, passiert aus Liebe, auch wenn wir es nicht verstehen

Wenn wir nicht verstehen, aus welchem Grund die vielleicht grausamsten Dinge passieren, müssen wir sie hinnehmen, so wir nichts tun können sie zu beenden. In der Gewissheit, dass es genauso wie es ist, der Wille der Schöpfung ist. Und wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass der Wille der Schöpfung immer und ewig die absolute Liebe ist, auch wenn wir dies nicht mit den Dingen, die passieren, in Einklang bringen können. Die Schöpfung ist unfehlbar in ihrer allumfassenden Liebe.

Liebe dehnt sich aus

Liebe ist Fülle. Sie ist, da sie die Schöpfung selbst ist, unendlich groß, sie dehnt sich aus. Wer in der Lage ist, sie zu erkennen, sieht, dass sie alles vereinnahmt. Sie durchdringt die stärksten Mauern, weil für sie die Mauern gar nicht existieren. Es ist die Rede von der Liebe der Schöpfung zu dem, was erschaffen ist, als Teil der Schöpfung. Was könnten die Schöpfungen der Schöpfung anderes tun, als zu erkennen, dass sie vom Vater, Mutter Schöpfung als Teil ihrer selbst geliebt werden? Dass diese Liebe jetzt, im Augenblick da ist, dass man sie nicht suchen braucht, weil sie Teil jedes Kindes der Schöpfung ist. Es gilt lediglich, sie endlich zu erkennen.

Leben und Angst
Leben und Angst

Ego verliert seine Deutung

Doch das Ego, dass mit seinen Erinnerungen aus der Vergangenheit, die es in die Zukunft projiziert, um die Gegenwart zu verdecken (die Gegenwart ist nur noch der Ort um auf die Zukunft zu warten), kennt die wahre Liebe nicht, denn die hat nichts mit ihm zu tun. Das Ego würde im Licht dieser mächtigen, allumfassenden Liebe nicht mehr existieren, es würde schlicht seine Bedeutung verlieren, besser eine Neue erlangen: überhaupt gar keine. Im Licht der Liebe sind wir alle vollkommen unschuldig. Denn so hat die Schöpfung uns aus sich selbst heraus erschaffen. Liebe ist die vollständige Unschuld.

Trennung von der Schöpfung

Da die Schöpfung Liebe ist, können wir, als ihre Kinder, nichts anderes sein. Dies aber wird nicht erkannt, von den von Machtgier, Geiz und anderen Unarten der Gesellschaft blind gewordenen. Sie haben sich von der Schöpfung getrennt, sind der Ansicht, sie wären in der Lage, irgendwelche Ziele zu erreichen, in ihrer so stark eingegrenzten Welt. Sie trennen sich selbst vom Universum, von der Liebe, weil sie sich von Kleinheit beeindrucken lassen. Sie halten fest an Formen, sind enttäuscht, wenn sich herausstellt, dass diese äußerst vergänglich sind. Zumeist begeben sie sich dann in das nächste Formenbild, ohne auch nur einen Augenblick inne zu halten.

Der heilige Augenblick

Es gibt jedoch ebenso Momente, in denen offensichtlich und klar wird, wie belanglos Formen sind, dass Vergangenheit und Zukunft nur Illusionen, Einbildung unseres Ego sind. Die sind im absoluten Jetzt, dem Moment, dem Augenblick zu finden. Nur das Ego schafft eine Vorstellung, ein Denken, dass den Tod beinhaltet, die Schuld, die Angst vor dem Tod, vor der Hölle. Die Schöpfung lebt das ewige Leben. Die Schöpfung hat mit Vergangenheit und Zukunft nur soviel zu tun, als dass sie diese Begriffe vollkommen unnötig macht. Sie existieren für die Schöpfung nicht. Denn sie ist im Jetzt. Im vollkommen reinen, unschuldigen, liebevollen Jetzt. Liebe schließt alles Negative aus. Kann den Liebe Sünde sein? Eben das ist nicht der Fall.

Diese Welt des Irrsinns hat nie existiert

In der Liebe, die gemeint ist, die nichts mit dem zu tun hat, was wir vielleicht in einer Begegnung von Körpern zu sehen glauben, in dieser Liebe, die allumfassend und allbedeutend ist, spielt diese Welt des Wahnsinns, welche unser Ego erschaffen hat, nur noch die Rolle, die ihr als Illusion gebührt – sie hat nie existiert. In der Liebe vergehen alle Dualismen, sie ist „Eins“. Sie löst die Gegensätze, die Trennung von von ihr, also die Trennung von der Schöpfung, in ihrem alles überstrahlendem Licht auf. Sie liegt in uns. Sie ist die wirkliche Quelle für unsere Existenz, für unser Sein. Nicht das, was wir mit unseren begrenzten Sinnen, unserem genarrten Denken meinen.

Liebe kennt weder Zeit noch Raum

Die Liebe wandelt die Illusionen nicht. Sie verdeutlicht lediglich, dass sie nie existiert haben können. Das passiert durch die Erkenntnis der Liebe. Wer sie nämlich nur verspürt hat, wen sie nur gestriffen hat, dem geht auf, dass angesichts ihrer zeitlosen, formlosen Allmacht, ihrer Allgegenwärtigkeit, ihrer endlosen Ausdehnung, die weder Zeit noch Raum kennt, alles andere zwangsläufigerweise, vollkommen ohnmächtig dieser Präsenz, die gleichzeitig, weil sie alles ist, auch Nichtpräsenz darstellt, zugeordnet ist.

Fazit

Es existiert nur eine Wahrheit. Das ist die Liebe. Wir sind von ihr umgeben, durchdrungen. Nur gibt es allzu viele Menschen, die dies nicht sehen können. Sie suchen die Liebe vergeblich in der Form. Und wenn sie denken, sie hätten sie gefunden, wird sie ihnen jäh durch die Vergänglichkeit jeder Form entrissen. Die wahre Liebe, die unangreifbare, ewige Liebe liegt jenseits aller Form. Aller Norm.

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Den Weg zur Erleuchtung finden – den Sinn des Lebens verstehen. Manch einer hegt diesen Wunsch, andere meinen, den Pfad bereits gefunden zu haben, wieder andere verharren in Angst, weil sie glauben, nichts zu verstehen. Was sind die Pfade? Blicken wir uns um. Da gibt es die großen Religionsbewegungen – den Islam, das Christentum, die Glaubensrichtungen des Hinduismus, des Buddhismus.

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Sind die Glaubensbekenntnisse der Kirchen der richtige Weg?

Ungezählte intelligente Geister, eine unübersehbare Zahl an Religionen haben sich an diesem Pfad versucht. Tatsächlich finden sich in unserem Leben, gegrundet in den Schriften der diversen Religionen, Wegweiser en masse. Die Stifter der großen Religionen, Buddha, Jesus, Mohammed, haben sicherlich die Wahrheit erkannt und versucht, sie weiterzugeben. Doch ist ihr Bemühen für viele Menschen nicht nachvollziehbar.

Das ist darum so, weil der Dualismus des Systems die Bedeutung des weiter gegebenen Wissens alsbald in seinem Sinne verfälscht hatte. Wobei mit Blick auf die Struktur offenbar wird, dass die östlichen Religionen in ihrem Verständnis zumindest Möglichkeiten offen lassen, während das archaische Christentum über Jahrhunderte vollkommen blind und verblendet war. Auch in den Schriften über Jesus sind deutliche Spuren der einstigen Weisheit zu finden. Doch sie sind pervertiert und in Form (!) gebogen.“

12 Worte hin zum Frieden
12 Worte hin zum Frieden

Ist also Zweifel an den Weltreligionen angebracht?

Das ist eine grundlegende Frage – die Antwort lautet schlicht Nein. Das, was in Ihrem persönlichen Denken vorhanden ist – ihre individuelle, ureigene Glaubensansicht – ist Realität. Und Sie befinden sich auf dem absolut richtigen, dem einzig möglichen Weg. „Wie kann das sein?“ werden Sie sich vielleicht fragen. Von sich denken: „Ich bin ein Sünder. Ich bin schuldig. Ich habe gegen nahezu jedes Gebot verstoßen. Wie kann mein Weg denn richtig sein? Ich möchte mich ändern!“

Tausend Vater unser, fünf Stunden im Lotussitz – und keinen Fetzen Erleuchtung?

Reden wir über Arroganz. Über Kuhhandel. Opfer, die bedeuten, dass ich etwas weggebe, das mir lieb ist – was mit Schmerz verbunden ist. Arrogant ist es, zu meinen, man hätte die Fähigkeit, sich auf den Empfang des „Göttlichen“ vorzubereiten. „Ich versenke mich jetzt etliche Stunden im Lotussitz, auch wenn das tierisch wehtut, die Lehre will es so. Außerdem müssen da unbedingt mindestens drei Räucherstäbchen brennen, die ich aber keinesfalls durch Pusten vom Brennen zum Glühen bringen darf.“ Das ist der Kuhhandel.

Wir sind tatsächlich der Meinung, mit dieser Fülle an Illusionen, die uns zur Verfügung stehen, eine „Erleuchtung“ herbei „zwingen“ zu können. Natürlich haben Sie vollkommen Recht! Doch anders, als Sie denken mögen. Denn – Sie sind längst erleuchtet. Es ist nicht nötig, zu opfern. Warum? Gott, die Schöpfung, ist absolute Liebe. Sie verlangt nichts von ihren Kindern, dass diesen Schmerzen zufügen würde. Es ist ferner überheblich, zu meinen, dass es uns, in unserer Blindheit, unserem Unwissenheit, möglich wäre, Vorbereitungen für Gottes Plan, den Plan der Schöpfung, zu treffen.

Jetzt
Jetzt

Erleuchtung – die Blindheit ablegen?

Wir haben also erkannt, dass all die teilweise wirklich schmerzhaften Rituale, die Gedankensituationen des „Opferns“, die der Großteil aller Religionsgemeinschaften sehr zwingend fordert, als Präambel, Gerüst und Waffe verwendet, nichts wert sind, wenn es um die Idee der Schöpfung geht. Es gibt nun, – um die Kontroverse abzukürzen, werden wir diesen Pfad der Erklärung beschreiten – diesen einen Moment, in welchen dem Individuum Entscheidendes klar wird. Wir wollen ihn „Heiligen Augenblick“ nennen.

Was ist der „heilige Augenblick“?

Es ist der Zeitpunkt, zu dem erkannt wird, dass die Welt der Egotäuschung, dieses Universum aus subjektiven Schlussfolgerungen, nichts mit der Wahrheit zu tun hat, die zu finden wir auf die Suche gegangen sind. Es gibt nun eine ganz hervorragende, erlösende Nachricht: Nur ein winziges Bisschen an Bereitwilligkeit ist notwendig – kein Opfer, kein quälendes Ritual – und die Schöpfung wird Sie liebend in die Arme nehmen. Wird jeden Ihrer weiteren Schritte – wie es schon immer gewesen ist – fürsorglich, voller Güte, lenken und überwachen.

Sandspielkasten
Sandspielkasten

Kann ich diesen „heiligen Augenblick“ festhalten, ausdehnen?

Das Wunderschöne ist: Wenn Sie wollen, bleibt er bei Ihnen – er tut das ohnehin – doch wenn Sie das nur ein wenig möchten, sind Sie sich dessen bewusst, können Gnade aus ihm schöpfen. Sie haben einen Brunnen des Vertrauens, mit dem kristallklaren Wasser der Liebe. Sind aus einem Alptraum erwacht, um nun einen wunderschönen Traum zu erleben. Und es nichts notwendig, außer dieser kleinen Bereitwilligkeit, die Wirklichkeit zu erkennen.

Ein Kurs in Wundern
Ein Kurs in Wundern

Die Schöpfung liebt – und wenn Sie sich Ihr nur zuwenden, wird sie alles daran setzen, ihren Geist zu sich zu führen. In Liebe. Wir kommen zu dem Vertrauen, dass alles, was uns, der Welt passiert, auch wenn es noch so unverständlich ist, aus diesem Geist der Liebe der Schöpfung für ihre Kinder passiert. Dass also wirklich alles und jedes noch so unverständliche, ja schreckliche, traurige Geschehen einen Grund hat, der in der Quelle der Liebe zu suchen ist.

Es ist dies ein Vertrauen, gleichermaßen ein Loslassen der chaotischen Gedankenwelt, die unsere Ängste entstehen lässt. Es ist – als ob man sich an die Hand eines weisen, gütigen, allmächtigen Vaters begibt. Er hält dich warm und fest, vertraust du nur. Er zeigt und erzeugt den Pfad, die Straße, die Mittel. Wir dürfen uns geliebt und ohne Angst fühlen. Nichts, was je passierte, war schlecht. Ein Fehler nur, ein Irrtum, der schon lange behoben wurde – keine Sünde, keine quälende Schuld – das sind nur Egogedanken.

Don't be afraid!
Don’t be afraid!

Fazit

Verstehen Sie das Ausmaß dessen, was da gerade offenbar wurde? Nichts, was Sie jemals getan haben, was Ihnen je passiert ist – war auch nur im Ansatz verkehrt. Alles, wirklich alles, passierte und passiert aus der Liebe der Schöpfung zu Ihnen. Darum sind Sie in diesem Text gelandet, darum haben Sie damals jene wegweisende Entscheidung getroffen … es ist Ihr Pfad – und er führt Sie in die Wahrheit, die Liebe. Zeit existiert nicht.