Wir vergewaltigen die Zeit hin zur Schuld!

Zeit Vergewaltigung Schuld

Die Zeit – ein Korsett der Angst?

Zeit in Angst, Angst in Zeit. Die erste Sekunde stellte den, in zeitlichen Begriffen dargestellten, 0-Punkt des Dualismus dar. Indem wir die Ewigkeit gedanklich fragmentierten, legten wir den Grundstein für unsere Ignoranz. Schon oberflächlich betrachtet, zeugt die nur grobe Sicht auf das noch gröbere Muster “Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft” für das Chaos und die furchterregende Potenz, mit der das Ego diese Struktur verteidigt.

Die Zeit vergewaltigt

Schuld bis in die Ewigkeit?

In Zeitbegriffen des Ego gefangen, erleben wir die Vergänglichkeit, den Tod. Das ist sein erklärtes Ziel. Und auch den Begriff der Ewigkeit nimmt es für sich in Anspruch. Denn die Schuld, die wir in der Zeit angehäuft haben, ist ewig, verfolgt uns über unsere körperliche Vergänglichkeit hinaus – zusammen mit dem Ego. So spricht das Ego zwar vom „Himmel“, macht jedoch gleichzeitig deutlich, dass er für uns nicht erreichbar ist.

Die Zeit nur eine Ansammlung von Schuld?

Zeit – das heißt Veränderung. Heiligkeit – die umfassende Liebe der Schöpfung – kennt keine Veränderung. So wird deutlich, dass die Zerteilung eines Zeitbegriffes in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft lediglich ein Konstrukt des Egos ist, mit dem Ziel, Schuld und Tod und Sünde und Vergänglichkeit ganz durchdringend zu manifestieren. Die Schuld kommt aus der Vergangenheit und wirkt in die Zukunft. Das, was Gegenwart sein sollte, ist nur eine Ansammlung von Vergangenheit, verschwindet darin.

Sich potenzierende Schuldkonstruktion?

Das, was das Ego tut, ist, aus den Fragmenten der Zeit eine Schuldkonstruktion zu basteln, die sich potenziert und geradewegs in die Hölle führt. Die Begrifflichkeiten von Vergangenheit und Zukunft sind sein Werkzeug. Wie erstaunlich klar, unverbrüchlich und strahlend kommt dagegen die Wahrheit ans Licht. Die reine Gegenwart. Eine Gegenwart, ohne eine Vergangenheit, die sie übertüncht, um die Zukunft zu verdunkeln.

Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft

Jetzt?

Außerhalb jeder Wertung des Egos gibt es das Jetzt.
Das „Jetzt“ der absolute Augenblick, in dem es weder Vergangenheit noch Zukunft geben kann, ist das Ziel der Schöpfung der Liebe, das schon längst erreicht ist – ohne Zeit, ohne Form, ohne Erinnerung. Dieses „Jetzt“ wird in dir aufsteigen, allmählich, wie eine Kerzenflamme sich wandelt, zur Feuersglut. Dieses Jetzt, welches dich im Glück und vollkommener Schuldlosigkeit umfängt, ist das, was du mit dem, was dir das Egowissen zeigt, niemals erreichen wirst.

Das Jetzt wartet in dir

Doch du kennst es, du wirst es wiedererkennen. Es tut sich vielleicht auf, wenn du den Mikrokosmos einer Blume verinnerlichst, wenn du bei der Geburt deines Kindes anwesend bist. Doch sind diese kurzen Momente schnell vorbei, die Hässlichkeit des Egoangetriebenen Lebens, macht sie vergessen. Und doch ist die Möglichkeit dieses Blickwinkels immer in dir.
Vergegenwärtige: Das „Jetzt“, in dem sich am Ende keine Fragmente einer eingebildeten Vergangenheit, einer aus der Vergangenheit projizierten Zukunft mehr befinden, ist deswegen frei von Tod, Verwesung, Angst, Schuld und Trauer, Gier und Leid, frei von jedem Schmerz – die doch alle nur Illusionen der Vergangenheit sind.

Zeit Schuld Vergwewaltigung
Die Strategie des Ego

Das Jetzt kennt weder Vergangenheit noch Zukunft

Im Jetzt existiert diese Vergangenheit nicht. Nur das, was liebevoll ist, kann erkannt werden. Hast du dich auf die Liebe eingelassen, auf den Frieden, wird dieses Jetzt dich erfassen, wird es dich tragen. Die einzige Voraussetzung ist, dass du diese Liebe möchtest. So einfach ist das. Sie wird zu dir kommen. Du brauchst nicht leiden und dich nicht anstrengen. Wenn dein Wille der Wille der Schöpfung ist, so wird sie dich nicht alleine lassen, wie sie keines ihrer Kinder je vergessen hat.

Die Liebe wird alle erreichen

Auch denen, welche sich arrogant und verächtlich, ihr Ego gesättigt durch die vorgebliche Macht, aufgeblasen, von ihr abwenden, sie verleugnen, bietet sie die Allmacht der universenumspannenden Liebe an. Doch, blind in ihrer verblendeten Gier, systemgebunden, sind sie nicht in der Lage, sie zu erkennen. So fahren sie fort, in ihrem Zerstörungswerk, bis sie sich, im Augenblick der Auflösung ihrer Form, mit ihrem wirklichen Ich, kurzzeitig befähigt sehen, die übergroße Liebe zu erkennen, die allem Leben zugrunde liegt. Hier scheint für sie der Anfang und das Ende zu sein.

Der Tod ist Illusion

Die Wirklichkeit ist die Ewigkeit. Der Tod existiert nicht. Er ist Illusion. Hinter dem, was wir dort vermuten, wo wir vom Tod reden, scheint eine immerwährende Sonne, die des ewigen Lebens. Und der Tod, wie ihn das Ego verwendet, ist lediglich eine wirkungslose Drohung. Es ist, als ob vor den Menschen eine rote Fahne geschwenkt würde, sie sich, wie eine Herde Rinder, geschlossen dem Pferch zuwenden. Könnten sie doch bloß zu ihrer wahren Natur aufwachen, das Paradies erkennen, das hinter der roten Fahne des weltlichen Wissens in der raumlosen und zeitlosen Ewigkeit, die wir wirklich sind, auf sie wartet. Erwacht aus diesem leidvollem Traum der Macht über die Schöpfung! Erkennt ihre Liebe in Euch.

Zeitlos

Nichts geht verloren

Nie, ist etwas verloren. Jetzt. Ja, dieses Jetzt ist lebendig vorhanden. Es findet sich jenseits des Denkens. Und doch ist es so nah, dass wir es zumeist nicht erkennen. Es versteckt sich im Flügelschlag des Kolibris genau so, wie in der Vernichtung von Milliarden von Quadratkilometern Regenwald. Es ist vielleicht vorhanden, wenn ein Zen-Mönch seine Schüler auffordert, mit einer Hand zu klatschen, wenn ein Buddha, um eine tief bedeutungsvolle Rede zu halten, eine Lotosblume über seinen Kopf hält.

Gottes Atem


„Ich bin lediglich das Loch in einer Flöte,
durch die Gottes Atem strömt.“

Fazit

Diese Weisheit, diese Hingabe in den wundervollen Willen der Liebe, außerhalb der Zeit, mag ein Beginn des Wissens sein. Mag der Beginn einer überirdischen Melodie voller Klarheit, rein und unschuldig, sein. Diese zeitlose Melodie, das ist das Versprechen der Liebe, wird uns in Ewigkeit begleiten. Und deine Brüder werden den Klang vernehmen und sie werden beginnen die Tücher vor ihren Augen eines nach dem anderen zu entfernen. Und das Licht der Wahrheit, welches in der Melodie schwingt, wird ihre traurigen Gemüter erhellen, auch wenn sie es nicht wahrhaben möchten.

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Wir sind nur dumme, kleine Kinder im Sandkasten?

Immer wieder wird die Frage gestellt, was denn der Sinn des Lebens. Das ist eine Frage der Betrachtung. Ein Beispiel die Welt zu betrachten wäre, sich einen Kinderspielsplatz, einen Sandkasten anzuschauen. In dem Sandkasten spielen die Kinder, sie bauen ihre Häuser ihre Paläste, formen sich aus dem Sand vielleicht Autos, führen Kämpfe gegen andere Kinder, fahren mit ihren aus Sand geformten Fahrzeugen durch die Straßen ihrer Städte. Es herrschen Aggression und und Krieg. Eifersucht Neid. „Andere haben eine schönere Sandburg als ich“

Ja, so sitzen sie da und spielen. Und die Sonne trocknet den Sand und alles vergeht. Alles ist vergänglich. Ein großes Wehklagen bricht an, weil die Kinder nicht begreifen, dass sie in einem Sandkasten sitzen. Aber Gott sei Dank – im wahrsten Sinne des Wortes – steht abseits des Sandkastens, mit all den wunderbaren Palästen und Autos ,den Kriegen, der Schuld und den Sünden, der Vergänglichkeit, steht neben dem Sandkasten der Vater groß und stark und hell – und er leuchtet mit all seinem Licht und er streckt die Hand aus zu den Kindern und sagt „Kommt! Get off the playground! Lasst den Unsinn! Kommt zu mir! Kommt an m eine Hand! Wir gehen nach Hause!“


Ja … aber die Menschen sind ganz offensichtlich blind. Oder verblendet?Manipuliert? Bleiben in ihrem Sandkasten, zum großen Teil. Begreifen erst einmal mal gar nicht, dass sie in so einem untergekommen sind. Man könnte die Gesellschaft beschreiben als ein Laufband, das die Menschen dazu antreibt, immer schneller zu laufen in Richtung hin, zu einem Bild, dass vor ihnen in einem goldenen Rahmen hängt, ein schönes Auto ein neues Haus, Urlaub, was auch immer.

Und sie strampeln und rennen und tun und machen wie der Esel mit der Karotte vor der Schnauze. Und laufen und laufen. Und manches Mal erreichen sie das Ziel sogar, dann sehen sie – das ist nur ein Bild. Sie reißen es herunter und hängen ein neues auf . Und wieder fangen sie an zu laufen, bis sie nicht mehr können, und eines Tages der Körper sagt: „Das wars und Tschüss“. Und dann fängt die ganze Sache von vorne an.

Anstatt dass sie einmal herunterhüpfen würden, von diesem Laufband, und nachschauen würden, was denn mit dem Bild eigentlich Sache ist. Was vielleicht hinter dem Rahmen, in dem dieses Bild befestigt ist, steckt. Was der Rahmen selber ist. Nein, nein. Die bleiben auf Ihrem Laufband.

Dabei ist die Sache wirklich so einfach. Wenn wir von der einfachen, wirklich grundlegenden Prämisse ausgehen, dass Gott die Liebe ist, und das ist ganz unbestritten so, denn außer der Liebe beinhaltet alles irgendwo einen Gegensatz – die Liebe aber ist eben einfach allumfassend und sie beinhaltet jede Komponente, die irgendwie vorstellbar ist.

Denn wie, so frage ich, könnte die allumfassende Liebe jemals zulassen, dass eines ihrer Kinder Leid erfährt? Also – schlichtweg unmöglich. Darum gestaltet sich das Ganze eben so, dass wir, wie in einer Wolke aus Schuld und Verderben und Sünde und Verzeihung und blablabla – alles was eben damit zu tun hat – dass wir ihn dieser Wolke kleben, wir schweben da drin, und sehen vor lauter diesem Nebel, diesen unendlichen Konsequenzen und Urteilen, die wir täglich fällen, sehen wir nicht das, was eigentlich die Basis ist. Nämlich die unendliche Liebe.

Sie ist wie die Schöpfung – ewig – unendlich – das heißt also, es gibt keinen Dualismus in der Liebe. Es gibt nur das Eine – das ist die Liebe, die allumfassende, sich ständig ausbreitende, sich verströmende Liebe. Das ist die Schöpfung. Wenn wir von dieser Grundlage ausgehen, dann sehen wir, dass, wenn die Schöpfung ihre Kinder, die Söhne, die Gottessöhne liebt, in der Art, wie eben die Liebe gestaltet ist, unendlich, sich verströmend, ohne Grenzen, ewig während, – dann wird ganz klar deutlich, dass all das was hier auf dieser Erde an Leid passiert, was wir sehen, was wir wahrnehmen, an Sünde und Schuld, und Tod und Krankheit und was auch immer – nur Illusion sein kann. Es ist ein böser Traum.

Aber diese Nebel in denen wir leben, die kommen nur aus uns selbst. Die kreieren wir selbst – in einer vollkommen wirren Art und Weise versuchen wir uns den wirren und unverständlichen und niemals nachvollziehbaren Geschehnissen in dieser Illusionsrealität anzugleichen. Anzupassen. Mit Ihnen zu spielen. Das Spiel richtig zu spielen. Und das wird nie, nie, nie funktionieren. Das geht überhaupt nicht. Die Welt ist verrückt. Die kann gar nicht anders sein. Und das ist eine böse Verrücktheit. Das ist eine Verrücktheit, die Schuld und Leid erzeugt. Von dem her steht sie in absoluter Diametrie, in vollkommenen Gegensatz, zu dem, was die eigentliche Idee, die Grundidee, die Wurzel des Ganzen ist – und das ist allumfassende ewige Liebe. Keine Frage.

Ein Frage die auch gern gestellt wird, wie kann ich denn nun mit der Tatsache umgehen, dass die Welt, die erlebe, die ich wahrnehme, nur Illusion ist? Nun das ist keineswegs der Fall. Das ist keine Illusion. Die Antwort ist ganz einfach. Wenn man mal anfängt zu erkennen, wenn man den Willen hat, den festen Willen, die Wahrheit zu erkennen, wenn man auf der Suche danach ist, eben auf der Suche nach diesem „Sinn des Lebens“ dann wird man allmählich zu dem Punkt kommen, wo sich eine Tür öffnet. Einer Tür die zu einer anderen Ebene des Verständnisses führt.

Von da aus geht die Suche weiter, und wir sind froh über diese Suche. Denn mit neuen Erfahrungen tun sich neue Tore auf, eine schier endlose Kette von Dinge, Erfahrungen, Meinungsbildungen, die sich da in unserem Ich auftun, und letztlich dazu führen, dass wir immer weniger von diesem Nebel, an Schuld und Verzweiflung und Tod und Krankheit sehen, als wir es vorher taten. So löst sich dieser Nebel eben langsam auf, – je weiter wir fortschreiten – Tor für Tor öffnet sich – der Nebel wird lichter – und wir erkennen immer mehr die tatsächlichen Grundstrukturen – die tatsächliche Quelle. Und das ist die Liebe.

Das macht uns als Menschen auch liebevoll – wir geben Liebe – und das Tolle ist – wir empfangen sie in denselben Maße – in einer schier unerklärbaren Art und Weise – die … sich wirklich nicht erklären lässt. Das ist der Punkt, wo man sagen kann, der Weg zum Sinn des Lebens ist auf 1000 Arten zu beschreiten, aber man kann lediglich den Weg aufzeigen – den letzten Schritt – oder die letzten Schritte – die muss jeder für sich ganz alleine tun.

Und alle Mysterien, alle Versuche der Religionen, Philosophen, Schamanen, können immer nur ein Fingerzeig sein – ein Fingerzeig hin zum Mond. Den Mond, den erkennt jeder für sich selbst. Und die ganze Sache ist eigentlich tatsächlich soo einfach – dass sie schon wieder schwierig ist. Es ist wirklich wie – wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Es liegt auf der Hand, es ist zu einfach, für unser kompliziertes Denken. Das ist der Grund.

Kathmandu Nepal

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Wir haben nichts und sind nichts?

Haben

Ein Blick auf das Wort “Haben”.

„Haben“ – Ein durchaus vielschichtiges Buchstabengebilde. Es deutet zum einen auf den Besitz einer Sache hin, zum anderen kann es jedoch genauso einen sehr vagen, nicht präszisierbaren geistigen, spirituellen Lebensumstand bedeuten. (Ich habe Glück, habe Bedenken). Betrachtet man sich die Wortschöpfung genauer, entpuppt sie sich geradezu als „schwarzes Loch“. In derselben Intensität ist dieser Begriff flüchtig.

Es geht nicht um reich und arm

Befürchten Sie nun nicht, in einen Disput über die Bedeutung des Besitztums, des materiellen „Habens“ hineingezogen zu werden. Die Tatsache, dass Besitztum mit dem Tod endet, dürfte Ihnen, zumindest hinreichend, bekannt sein. Wir können also, aus spiritueller Sicht, grundlegend postulieren, materieller Besitz hat keine größere Bedeutung. Wie aber sieht es mit dem „Haben“ im nicht materiellem Sinne, im Geiste des Menschen aus?

Intellektuelles Haben?

Da haben wir eine Menge. (Lächel) Doch dieses „Haben“ ist bei Weitem nicht so statisch, wie es das materielle Haben ist. Es kann ein flüchtiger Gedanke sein, es kann etwas undefinierbares wie „Hoffnung“ oder „Glück“ sein, oder eine eher dauerhafte Angelegenheit, gleich dem generellen Wissen, dem „Wissensschatz“. Was dabei ganz offensichtlich ist, dieses „geistige“ Haben ist eng verknüpft mit dem materiellen Haben – auch enden beide mit dem Tod?

Sind wir das Haben?

Um der Sache auf den Grund zu gehen, versuchen wir zu klären, wo denn dieses „Haben“ im spirituellen, nicht manifesten Sinne herkommt. Wenn wir etwas haben, muss da vorher ein Zustand gewesen sein, in dem wir es nicht hatten. Oder dieses gewisse Haben ist untrennbarer Teil von uns. Da verschwimmt die Grenze zwischen Haben und Sein, auch im materiellen Sinn. Immer aber braucht das „Haben“ eine Basis, es muss für etwas existieren.

Schuldig?

Wie ist diese Basis? Was ist sie? Gibt es für diverse Arten von „Haben“ verschiedene Untergründe? Wenn ja, wo ist der Urgrund? Ein vollkommen unbedarftes „Etwas“, nur mit Instinkten behaftet? Es bekommt, in diese Existenz geworfen, um zu haben. Wer aber bestimmt über dieses Haben, das erhalten wird, wer sortiert und wertet? Die Philosophie der Weltengesellschaft. Die aus Urteil entstanden ist, deren erster Gedanke die Schuld darstellte.

In die Schuld hineingeboren

In diesem Licht betrachtet, scheint das „Haben“ nicht unbedingt dem simplen, unbedarften „Sein“, ganz ohne irgendwelches „Haben“, vorzuziehen zu sein. Doch, so wie es aussieht, scheinen wir in die Schuld hineingeboren zu werden, in sie hinein zu wachsen. Wir werden in das „Haben“, die schuldverhaftete Definition der Weltengesellschaft für diese Begrifflichkeit, mit aller Macht des Dualitätsgedanken hineingezogen.

Mühsal, Not und Qual

So stehen wir vor einem Scherbenhaufen. All das „Haben“, das wir uns über die Attribute des Gesellschaftsdenkens angeeignet haben, entpuppt sich als untentwirrbares, nicht beherrschbares Chaos – materiell, als auch, was unsere Erfahrung, unser Wissen, unsere Urteilsfähigkeit, unsere geistigen Umstände angeht. Abgesehen davon beide ohnehin zum Tode verurteilt. Bedauernswert. Nicht als Mühsal, Not und Qual.

Ganesha
Ganesha

Ewiges Leuchten

Es gibt jedoch ein „Haben“, das kein „Haben“ ist. Einen Besitz, der alles andere, mit Negativsmen behaftete, aus sich selbst heraus auflöst. Dieser „Besitz“ ist das „Haben“ neben, über, durch, innerhalb und außerhalb des weltengesellschaftlichen „Habens“ dem Urteil, der Verurteilung, der Schuld, der Sünde, dem Tod, dem implizierten Ende. Es ist der Funken wahrer Liebe in uns. Den niemals jemand oder etwas ersticken kann.

In Form gepresst?

Und damit wird deutlich, dass wir zwei Möglichkeiten sehen dürfen, in unserem Leben. Einmal, das, was wir als unbedarftes, neutrales Etwas bezeichnet haben, welches den Torturen des Gesellschaftssystems entsprechend in Form gepresst wird, das Kind – diesem Urteilsdenken zu überlassen. Oder aber zweitens, – wie schön diese Formulierung hier passt – unser inneres Kind zu entdecken, es zu umarmen. Das innere Kind, das der Funken der Liebe ist, der immer schon, als Essenz der Schöpfung und unseres Seins in uns lag, wiederzuerkennen. Tatsächlich ist es unberührt von den Schuldzuweisungen und Dogmen der Welt und kann uns darum den Frieden bringen.

Das innere Kind

So offenbart sich denn, was es ist, dieses innere Kind, von dem wir bereits so viel hörten. Es ist die Liebe. Sie hat keine Attribute nötig, sie kennt gar keine Unterschiede. Wo sie, abseits von der Bedeutung des Begriffs in unser verklausulierten Welt, wahrhaftig und durchdringend erkannt wird, dehnt sie sich aus. Wird als Wirklichkeit deutlich. Die Nebelschwaden des verhafteten Denkens lösen sich auf ins Nichts – Kinder an die Macht.

Wahrheit in der Schöpfung

Die Wahrheit, die wir suchen, liegt in der Blume, der Blüte, die sanft im Wind schaukelt. Ehrfürchtig staunend, voll zärtlicher Zuneigung betrachtet von einem unbedarften kleinen Wesen. Es ist uns die Fähigkeit verloren gegangen, diese Blume noch zu sehen, den watteweichen Wind zu spüren, uns ohne Furcht umarmen zu lassen, von der Schöpfung. Zuviel Angst vor dem, was unsere Mauern aus Urteilen, Vorurteilen, niederreißen würde, als nichtig erkannt, auflösen würde.

Fazit

Es ist die Angst vor einer Unwissenheit, wie wir sie gerne kleinen Kindern zuschreiben, unser „Schatz“ an Erfahrungen, der uns von der Liebe, dem inneren Kind, dem ewig leuchtenden, warmen Licht in uns, abtrennt. Wir meinen, zu viel zu wissen. Unsere Logik, in diesem naiven Glauben verbringen wir unser Leben, ist unbezwingbar. Wie überheblich diese Sicht der Dinge ist, wird uns wieder und wieder bewiesen, doch wir geben nicht auf, im Irrsinn Sinn zu suchen. Verzweifeln am Leben, weil es uns nicht gelingt.

Morgenlicht

Es war damals. Das Jahr Zweitausendacht.
Afghanistan, ein kleines Dorf in der Provinz Farah.
Die sechsjährige Salina, eingehüllt in eine fadenscheinige, grau verschorfte Decke, drückte sich an ihre Mutter Alizee. Die Nächte waren kalt, doch nicht darin lag die Gefahr.
Die kündigte sich mit einem feinen, tiefen Summen an. Wenn man absolut nichts tat, nur saß und wartete, nicht einmal zu atmen wagte vor Angst, – dann vernahm man dieses Geräusch. Lange bevor es sonst ein menschliches Ohr hätte wahrnehmen können.
Und die vielen Male des staunend schreckerfüllten Bangens hatten Salinas Sinne noch geschärft.
Es war da. Sie hörte es.
Doch sie konzentrierte sich auf das Flüstern der Mutter. Die redete, behutsam und leise, als ob das etwas an dem halben Meter Erde, der sie schützen sollte, ändern würde. Als ob so die Bomben der Flieger nicht ihr Ziel fänden.
„Weißt du Salina, Kleines, es gibt da eine Geschichte, die möchte ich dir gerne erzählen.“
Ihre Stimme zitterte.
Jetzt.“
Salina blickte auf.
Die Augen ihrer Mutter wirkten seltsam strahlend. Doch, nein, sie täuschte sich. Es war der Staub, der Sand der Wüste, der Wind trug ihn in den hintersten Winkel. Auch hierher.
„Wenn die Menschen auf diese Erde kommen, so erzählen sich die Alten, ist das gleich einer Geburt aus dem vollkommenem Wissen, dem Strahlen der Ewigkeit, wie immer sie auch aussehen mag.“
Sie strich dem Mädchen über das schwarz glänzende Haar, das sie jeden Morgen unnachgiebig kämmte. Unwillkürlich erschauerte Salina.

„Ein Neugeborenes, so sagen sie, befindet sich mitten im Herzen der Erkenntnis, die Tore in alle Ewigkeiten der Weisheit stehen ihm auf.“
Das unbestimmte Summen, so zart von beiden gespürt, hatte an Zorn gewonnen, verkündete nunmehr in dumpfem Brummen seine Endgültigkeit, seine gnadenlose Logik.
„Es weiß um Sein und Nichtsein, um Entstehen und Vergehen. Es sieht staunend in die Seelen der Menschen, erkennt ihre Wut und ist von Liebe zu ihnen erfüllt.“
Das Geräusch, das anschwoll, allmählich zu einem vagen, dumpfen Sägen wurde, zwang sie, die Stimme zu erheben.
Salina hatte die Decke abgestreift, kniete nunmehr vor ihrer Mutter auf dem gestampften Lehmboden, barg das Gesicht in deren Schoß. Als die Mutter weitersprach, spürte sie die Schwingungen der Stimmbänder in Alizees Unterleib, ein warmes, wohltuendes Gefühl. Die Decke des behelfsmäßigen Schutzkellers erbebte. Ein zweites Geräusch hatte sich zu den tiefen Tönen gemischt. Ein Kreischen erst, nun grelles Pfeifen.
„Doch dann“,
so sagte Alizee,
„schwebt ein Engel hernieder, und landet ganz sanft neben dem neuen, winzigen Menschlein. Unendlich zärtlich legt es ihm den Finger auf die Mitte der Lippen. Von diesem Augenblick an, verliert das Kind jede Erinnerung an diese machtvollen, weisen Dinge und wird wahrhaftig zum menschlichen Geschöpf.“
Noch eine Sekunde bevor die Lehmdecke zerbrach, vollendete Alizee ihre Geschichte.
„Deswegen hat jeder Erdenbewohner diese Einbuchtung an der Oberlippe.“
Sie hielt ihren Oberkörper schützend über ihre Tochter.
Als Salina wieder aufsah, war da ein engelgleiches Wesen, hellweiß umstrahlt, es lächelte und sagte:
„Hallo Salina! Liebes! Erkennst du mich wieder?“
Und Salina erkannte.

Thom Delißen

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Blindes Vertrauen in die Schöpfung?

Vertrauen

Vertrauen in das Sosein. Man sagt, der Moment des Begreifens dieser Wirklichkeit, die nichts mit irgendeinem Wort zu tun hat, weil sie keine Worte benötigt, sei wie der Sprung von einem (in Wirklichkeit nicht existierenden) sicheren Untergrund in einen schwarzen, dräuenden Abgrund. Doch kaum hat man diesen Schritt getan, findet man sich auf einem goldenen Sockel wieder. Dem goldenen Sockel, der in dem Vertrauen auf die Schöpfung beruht.

Das Sosein annehmen

Dieses Vertrauen ist Hingabe, Akzeptanz des Soseins. Es ist das unumstößliche Wissen, dass meine wahre Existenz von unendlicher Liebe erfüllt ist. Diese über alles Denkbare hinaus gehende Liebe kann nichts mit irgendetwas Eingebildeten zu tun haben. Da ist kein Platz für den Tod, für Leiden, Schmerz, Schuld, Rache, Sünde, Angriff. Die Liebe schließt dies aus. Diese Illusionen können für sie, die sie die reine Wahrheit ist, nicht sichtbar sein, da sie nie existiert haben.

Eingebildete Sünden

Diese reine, untrügliche, über alles erhabene Liebe ist es, der wir unser Vertrauen schenken, der wir uns öffnen, die wir bitten, uns zu erfüllen – sichtbar zu werden. Denn in uns war sie schon immer, wir haben sie lediglich, vom Ego getäuscht, nur ansatzweise verspüren können. Doch wenn wir uns vertrauensvoll in die Hände der Schöpfung legen, an ihrer Brust den zarten Atem der unbedingten Liebe suchen, wenn wir alle Schuld, alles Negative, jede der eingebildeten Sünden, all unsere Aggressionen, die Angriffe, unser komplettes, erfundenes Leben in ihre Hände legen, in der Gewissheit, vom Sinn, von der Schöpfung in ewiger Liebe nicht nur umfangen zu sein, sondern vielmehr die Liebe selbst zu sein, in ihrer ewigen Ausdehnung, wird unser Rufen erfolgreich sein. Alles, was vonnöten ist, ist das Vertrauen.

Vertrauen

Vertrauen in die Wahnideen des Ego?

Ein Vertrauen, das, wie alles Positive der Schöpfung, 1000-fach zurückgegeben wird. Was spricht dagegen, in dieses Vertrauen zu investieren, dass die Erlösung ist? Stattdessen vertrauen die Menschen den Wahnideen des Egos, dessen Ziel doch in Wirklichkeit der Glaube an die Illusion des Todes, der Sünde, also der Ohnmacht Gottes ist. Sie sind der Überzeugung, das was sie, geleitet von Ideen aus der nicht existenten Vergangenheit, taten, die Liebe der Schöpfung beeinträchtigen könnte. Sie malen ein Bild der Schöpfung, der allumfassenden Liebe, dass durch Schuld, Leiden, Ängste, den Tod beeinträchtigt werden kann. Da es diese Erfindungen in der Liebe nicht geben kann, verwickeln sie sich immer mehr in deren Ausweglosigkeit.

Aus Tod und Sünde definiert?

Dabei ist die Tür, das Tor immer vor ihnen, weit geöffnet. Doch ist es nicht möglich, dies wirklich zu erkennen, solange man verzweifelt versucht, sich aus Schuld und Sünde, Tod und Vergänglichkeit zu erklären, zu definieren. Die Liebe, deren unzweideutiger Teil wir sind, ist Eins und ewig, unsterblich, allumfassend. Die schmutzigen Federn der Negativität bläst ihr urgewaltiger Sturm hinfort in Nichts. Es ist dieses Vertrauen, die Möglichkeit all seine Schuld, die Ängste, die Trauer, die Sorgen in die Hände der Schöpfung zu legen. Sich darzubieten. Und sich selbst zurückerhalten in Liebe.

Friends of the Universe

Ego-Irrsinn

Es ist ein Glücksgefühl, das aus dem Tiefsten unseres Seins kommt, als Antwort auf das, was die Schöpfung ist. Dieses sich hingeben, sich an die warme Brust der Schöpfung zu schmiegen, hat jede Ausdehnung, die wir zu geben bereit sind. Letztlich ist dieses Vertrauen ein Wissen, dass aus einer Quelle kommt, die das Ego mit jeder List und jedem Wahnsinn zu verbergen sucht. Denn dieses unumstößliche Wissen wird das, was das „Ich“ zu sein scheint, das „Ich“, welches sich über die Vergänglichkeit definiert, das sich aus dem Tod heraus, aus Verwesung und Trauer, Schuld und Sünde erklärt, für komplett wahnsinnig einstufen.

Sandspielkasten
Sandspielkasten

Außerhalb des Dualismus

Mit der Konsequenz der Erfahrung der übergroßen Liebe. Es geht also darum, den Tod anzusehen, ihm ins Gesicht zu sehen, den Schleier fort zu reißen, um das zu erblicken, was da in Wirklichkeit ist: Die Freude, das Vertrauen, die alle Universen ergreifende Liebe, das Mitgefühl schlechthin, der Frieden, als das was er wirklich ist. Oberhalb jeder dualistischen Perspektive. Denn den Tod kann es nicht geben, wenn es die Schöpfung gibt.

Der Tod nur eine furchterregende Floskel

Sehen wir nur, erkennen wir nur ganz simpel, dass wir Teil der einen Schöpfung sind, die die Liebe ist, wird auch ganz klar, dass der Tod lediglich eine furchterregende Floskel ist, die uns nur deswegen ängstigt, weil uns eingetrichtert worden ist, an sie zu glauben. Aus ihr heraus schöpft das Ego seine Logik. Hier findet es den grundlegenden Fehler in der Schöpfung, hier kann es beweisen, dass die Schöpfung unvollständig ist, denn nichts kann den Tod, den das Ego malt, den wir als Wirklichkeit ansehen, aufhalten.

Don't be afraid!
Don’t be afraid!

Hinter dem Schleier die Universen

Erkennen wir jedoch die Täuschung, lassen diesen wächsernen Schleier, den wir nie genauer ansehen wollten, verschwinden, stehen dahinter die ewigen Universen, die Herrlichkeit des Erschaffenen, rein und klar, unschuldig. Diese Erlösung ist in uns. Doch während wir an die Ermordung des Schöpfungssinnes durch die Einbildungen unseres Denkens glauben (welcher Unsinn: die über alles erhabene, vollständige Schöpfung würde für sich selbst, für ihre Kinder, niemals etwas Negatives zulassen, wie Tod, Sünde, Vergeltung, Verwesung, ein Ende der Kommunikation zwischen dem Himmelskind in dir und dem Himmel. ), während wir also an den Tod glauben, sind wir nicht in der Lage, sind wir nicht willens und bereit, die Liebe, welche die Wirklichkeit ist, zu erkennen.

Fazit

Wir sind schlicht blind. Der Weg ist nun, sehr einfach zu erkennen, dass ein perfekter Schöpfer niemals etwas so schmähliches wie den Tod zulassen würde. Genau sowenig die Sünde, die Schuld, irgendetwas, dass seine Reinheit beeinträchtigen würde. Vertrauen in die Liebe.

Free
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Weshalb können wir nicht erkennen, dass der Tod nicht existiert?

Tod und Angst und Liebe

Unsere größte Angst ist vollkommen umsonst?

Die grundlegende Angst, die uns das ganze Leben lang begleitet, ist die vor dem Tod. Wir versuchen, nicht hinzusehen, wir verleugnen ihn – probieren, ihn von unserem Alltag fernzuhalten. Doch immer taucht er auf, unversehens, als Basis, als „The cycle of life“. Fast scheint es, (tatsächlich verhält es sich so) wir würden den Tod leben.

Liebe und Tod

Ein steiniger Weg?

Unsere Sicht auf die Welt verbindet letztlich alles mit diesem Begriff der Vergänglichkeit. Was ist auf den ersten Blick untrennbar mit dem Sterben verbunden? Krankheit, Leid. Trauer. Wut? Angst. Verzweiflung? Unverständnis? Erlösung? Die Paarung „Leben und Tod“ (in einem grausamen Ungleichgewicht – schließlich ist der Tod, der Himmel, die Hölle, ja auf ewig angelegt) ist der steinige Weg, auf dem wir unterwegs sind.

Zweifel über das Ende?

Wenn wir nun versuchen, auf dieser Basis, auf diesem Pfad, das Leben zu genießen, steht da doch immer Ungewissheit, Zweifel. Mehr noch. Wir sind uns bewusst, dass dieser Gott, den wir da annehmen, unser Leben an einem seidenen Faden hält, den er jederzeit zerreißen kann. Als ob das nicht genug wäre, kämpfen wir mit Krankheit, Machtstreben, Gier, Leid, den unendlich vielen Schwierigkeiten unseres Daseins.

Zu Staub zerfallen?

Wofür? Am Ende steht der Tod. Unausweichlich. Und auch, wenn dann vielleicht ein paar Würmer ihre Nahrung finden, sie werden genauso vergehen. Das ist unser Welt-, unser Lebensbild. Und wage da einer, dies anzuzweifeln! Wovon geht dieses Lebensbild aus? Es postuliert, dass das, was uns ausmacht, der fleischliche Körper ist. So ist es also Gottes Wille, dass dieser Körper leidet, sich in Qualen über seinen Werdegang ergeht, voller Unverständnis durch eine brutale, chaotische Welt wandert, um dann letztlich zu Staub zu zerfallen.

Bestimmende Angst?

Der Tod – er ist das Symbol der Angst vor Gott. Denn wer diesen Glauben lebt, findet sich in einer Welt der Vergänglichkeit, ganz ohne Hoffnung. Einzig eben der Tod bleibt – doch auch dies ist eine äußerst ungewisse Erlösung. Da sind diese Begrifflichkeiten von Schuld und Sünde, (Todsünde), Hölle, Fegefeuer, Gottes Gericht, die es zu bedenken gilt. Könnte man behaupten, dass dieses Spiel irgendetwas mit einem liebevollen Schöpfer zu tun hat? Ein Schöpfer, der seine Schöpfung dem Tod anheim stellt?

Tod und Liebe gehen nicht zusammen?

Was offensichtlich wird, ist, dass wenn ein Gott uns als Körper erschaffen hat, er ein ausgesprochen unversöhnlicher, keineswegs liebevoller Gott ist. Denn wo Tod ist, da gibt es keine Liebe. Liebe ist unbegrenzt, ewig und absolut – per Definition. Der Tod „verkörpert“ die Begrenzung. Zwei unvereinbare Gegensätze. Und alle verzweifelten Versuche, in der Dualität des Todesgedanken, der Idee der Schuld, Sünde und Angst, die Liebe zu finden, müssen kläglich scheitern.

Die Wahrheit der Liebe?

Gott ist. Er ist entweder Angst oder Liebe. Es gibt nur diese zwei Entscheidungen. Die eine schließt die andere aus. Das liegt sehr einfach in der Wahrheit der Liebe. Sie ist unbegrenzt, keine Art von Angst hat hier Platz, kann je existiert haben. So ist das, was uns erschaffen hat, ein Gedanke, frei von Furcht, von tiefster Ehrlichkeit und Liebe durchdrungen, das hell aufstrahlende Licht, das nichts mit Verwesung, Vergänglichkeit und Leid zu tun hat, diese Begrifflichkeiten gar nicht wahrnimmt, weil sie, als Illusionen der Angst, nie gewesen sind.

Das Ass im Ärmel des Egos

Die Idee des Todes ist die Trumpfkarte des Egos. Nur unter seinen Prämissen, den Vorbedingungen der Angst, lässt er uns diesen Gedanken betrachten. Und solange wir uns als begrenzte Körper in einer durch die Idee des Todes eingemauerten Welt betrachten, wird das Ego auch grimmiges Recht behalten. Es gilt also, sich von dieser Idee – dem Götzen des Todes und der Vergänglichkeit – abzuwenden. Sich zu drehen, hin zu dem Licht, aus dem wir erschaffen sind. Dem glänzenden Strahlen eines liebevollen Gottes.

Tod kann kein Leben gebären?

Einher mit diesem Durchschauen des Egotricks namens „Tod“, geht dem erkennenden Blick auf dieses vom Tod erschaffene Leben, dessen Eigenart als Illusion auf. Wie kann Tod Leben gebären? Ist es nicht vielmehr die Liebe, also die Schöpfung, die Leben ist? Wie könnte sie auch nur das Geringste mit dem Tod zu tun haben? Wir sind aus der Liebe geboren, nicht aus dem Tod. Das ist unsere Bestimmung.

Freiheit von Furcht

Das bedeutet die Erkenntnis, dass wir weit mehr sind, als dieser vergängliche Körper. Dass sämtliche Argumente, die für den Tod sprechen würden, in der Liebe, die Gott, die Schöpfung ist, vergehen, aufgelöst sind. Mit dieser erleuchtenden Erkenntnis zu leben, heißt Freiheit von Angst und Leiden. Heißt vollkommenes Vertrauen in die Liebe, in einer Erleichterung, die nichts anderes als himmlisch ist.

Durst nach Frieden?

Die Liebe ist ist das Wasser, das unseren Durst stillt, diesen unsagbaren Durst nach Frieden, nach Sinn, unseren Herzenswunsch, den jeder tief in sich spürt. Diese große Leere, diese Verwirrung, dieses Nichtwissen, die neblige Beklommenheit ob der Sinnfindung im Lebensbild, das, was das Ego mit Vehemenz im Dunklen hält, sie wandelt sich. Es ist, als ob wir in einem Boot auf dem langen Fluss des Lebens trieben, nicht über den Rand blicken könnten. Und wird uns die Gelegenheit gegeben, aus diesem Bootsleib, der uns gefangen hält, in Hunger und Durst und ohne Liebe, ständig vom Tod bedroht, zu springen, so sagt uns jede Erfahrung, dass das Wasser salzig ist, unseren Untergang bedeutet.

Der Fluss zur Quelle

Die Wahrheit ist, sobald wir diesen Bootsleib des Dualismus verlassen, in dem der Tod und in seinem Gefolge, Angst, Hass, Zwietracht, Leid und Krankheit ihr Zuhause haben, erkennen wir – voller Freude – das Wasser in diesem symbolhaften Bild ist pure Liebe, die uns schon immer getragen hat. Wir sind ihre Geschöpfe und so ist für uns das Gefühl, in ihrer Umarmung zu sein, das wundervollste und natürlichste auf der Welt. So tauchen wir ein, in die Schöpfung, die uns zum Anfang des Flusses trägt, zur Quelle. Zur Allheit.

Fazit

Wenn uns aufgeht, das die Wände des Bootes, das komplette Gefährt, lediglich aus den faulen Illusionen, den Schuldzuweisungen und Beurteilungen des Egos zusammengebastelt sind, immer mit dem Ziel, uns in der Fragmentierung zu halten, die das urteilende Denken ausmacht, lösen sich diese auf, wie es faulige Planken eben tun. Wir erheben uns aus der Welt des sinnlosen Urteilens, schreiten in das Vertrauen, das, mit dem ersten Gedanken in die richtige Richtung, immer mehr aller Zweifel hinweg nimmt.

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Schuldbeladen durch die Zeit

Schuld

Zeitfenster?

Wissen Sie, dass Sie alle Zeit der Welt haben? Nein. Sie ahnen es nicht einmal. Denn, Sie sind der festen Überzeugung, sie leben dieses Statement, an die Zeit gebunden, gefesselt zu sein. Die Zeit – Sie werden geboren, haben eine kurze Frist das Beste aus diesem allzu beengten Zeitfenster, dass Ihnen geschenkt worden ist, zu gestalten. Immer bedrängt von dieser Zeit, die Sie altern und erkranken lässt, die Sie unerbittlich nach vorne treibt. Wohin? In den unausweichlichen Tod.

Zeit und Schuld

Arme Sünder?

Geboren um zu sterben – so ist all die Mühe des Lebens, Dinge anzuhäufen, Macht zu erlangen, doch nur sinnlos. Noch dazu – ein gnädiger Gott erbarme sich uns armen Sündern, haben wir in dieser Zeitspanne genügend Gelegenheit, Schuld und Sünde auf uns zu laden. So lässt uns unser Ego klar erkennen: Es gibt den Himmel zwar, doch ganz bestimmt nicht für uns. Es wartet also die Hölle. Was für eine angsteinflößende Vision, die uns da durch unser Leben begleitet!

Projektionen auf vorher unbefleckte Leinwand?

Gehen wir der Sache ein wenig auf den Grund. Zeit. – Wir (unser Ego) greifen uns Bilder aus der Vergangenheit, projizieren Sie in die Zukunft. Das ist dann unser Leben. All die Schuld, die wir in unserem Leben anhäufen, (immer mehr) wird dabei selbstredend mit transportiert. Deformiert, beeinflusst, verzerrt, gestaltet diese Schuld jedes Gemälde, das wir entwerfen. Denn aus wahrer Schuld gibt es kein Entrinnen. Angsteinflößend, das. Zeit besteht aus Angst. In der Zeit entsteht die Schuld. Und mitten drin, scheinen wir zu wirbeln.

Jetzt
Jetzt

Sich potenzierende Schuld?

Die Bilder aus Vergangenheit und Zukunft, mit Schuld beladen, die ständig noch zunimmt, scheinen also unser Dasein zu sein. Was das Ego dabei hinterlistig, verschlagen, wie sein Wollen ist, unterschlägt, ist die Gegenwart. Sie, als denkender Mensch, sind in der Lage, die Vergangenheit getrennt zu sehen. Sie können eindeutig sagen, was Zukunft ist. Was ist die Gegenwart? Ohne, dass sie von Bildern aus der Vergangenheit oder Zukunft verzerrt wäre?

Augenblick ohne Urteil?

Die Gegenwart, ohne Schuld und Angst aus der Vergangenheit, ohne irgendeine Beeinflussung, das ist die Wahrheit. Und darum reden wir vom heiligen Augenblick. In diesem Moment, ohne irgendeine Beurteilung, ohne die Fragmente von Illusionen aus Vergangenheit oder Zukunft, ist die Schöpfung in ihrer Reinheit und Klarheit beheimatet. Doch unser Zeitbegriff treibt uns fort, von dieser Einsicht.

Freaky mind
Freaky mind

Gnade?

Die Schöpfung ist die absolute Liebe. Absolutes muss sich ausdehnen. So können wir die Liebe im Augenblick finden, im heiligen Augenblick – und diesen Moment ausdehnen, in die Zukunft hinein. Können so die Zukunft, frei von Angst durch Illusionen aus der Vergangenheit, erkennen. Sie haben Ihr ganzes Leben damit zugebracht, der Zeit, als Vergangenheit und Zukunft, zu frönen. Suchen Sie diesen wunderbaren, wahrlich seligen, heiligen Moment, diesen Augenblick der Gnade, in dem Ihnen offenbart wird, dass die Gegenwart – ist.

Folgen unausweichlich?

Vielleicht trifft es Sie wie ein Schlag, vielleicht dämmert es langsam in Ihrem Verstand herauf. Die Folgen dieses Gedankenganges jedoch sind unausweichlich. Denn Sie, ganz egal, sind ein Kind der Gegenwart. Ihre Illusionen von Angst, in Vergangenheit und Zukunft, waren schon immer einfach „Nichts“. Rauch, der sich spurlos auflöst. Das absolute Jetzt, dass ist es, was Sie ausmacht. Und dieses Jetzt – es transzendiert den Zeitbegriff.

Love to share
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Zeit ist nicht – ist Jetzt?

Es transzendiert den Begriff der Zeit. Das meint, es gibt nur nicht irgendeinen Anlass, Angst zu haben. Es gibt keinen Tod. Es kann keine Hölle geben. Nichts von dem, was Ihr Ego formt, hat irgendeine Berechtigung. Sehen Sie das und seien Sie frei. Die Liebe ruft Ihnen zu, sie streckt ihre Arme aus, Sie zu umfangen. Da ist sie! Schuldlos, rein, klar, allumfassend, im heiligen Augenblick des Erkennens.

Eine neue Erde
Eine neue Erde

Leben ohne Angst?

Zeit heißt immer Veränderung. Gott, die Schöpfung, die Liebe, ändert sich nicht. Sie ist da, ewig, im Jetzt. Diese Wahrheit, einmal erkannt, ermöglicht ein Leben ohne Furcht. Denn die Erkenntnis löst die alten Muster, werden sie einem erst deutlich, einfach auf. Was wir sind, ist heilig, unveränderbar, im Jetzt. Es hat nichts mit diesen Illusionen, Bildern, Urteilen des Egos zu tun. Nicht mit unserem Körper, dem Werkzeug, das in der Zeit verhaftet zu sein scheint. Die Zeit ist eine Erfindung des Egos. „Euch zu knechten …“

Fazit

Verstehen Sie, dass es im „Jetzt“ keine Angst geben kann. Und das „Jetzt“ ist immer. Denn die Liebe, Gott, die Schöpfung, ist über jeden Zeitbegriff erhaben. Sehen Sie das, staunen Sie, begreifen Sie. Wir entstammen dieser Liebe. Sie kann sich nicht verändern, so sind wir, was sie ist. Nichts anderes als pure Liebe. Und um das zu erhalten, dieses, was schon immer unser war, weil wir es sind, ist es nur notwendig, das reine „Jetzt“ zu erkennen. Im heiligen Augenblick – der jedem gegeben wird.

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Leben wir in einem System der Schuld?

Unser Leben besteht gemeinhin aus Angriff und Verteidigung. Das bedeutet sehr einfach, dass wir, aus unserer angenommenen Situation heraus, ein Urteil fällen – um diesem Urteil zu entkommen, greifen wir an. Wir projizieren unsere Ängste auf den „Gegner“. Er ist schuldig. Und wir müssen uns entweder gegen seine Bosheit verteidigen, oder aber ihn angreifen. Das Urteil eines Geistes über einen anderen, trennt, spaltet – nunmehr ist dieses Denken allein – in einer nach unverständlichen Regeln agierenden Welt.

Kann es in der Liebe Schuld geben?

Der Urgrund allen Angriffs, aller Verteidigung, aller Schuld, aller Angst – die uns zum Handeln in diesem obskuren System zwingt – ist also das Urteil. Wir befinden das Gegenüber als nicht der Liebe wert. Welch wahrhaftig irrsinniger, Gedanke! Gerade die Liebe ist doch absolut, kennt keine Begrenzungen, ist die Wahrheit. Doch das verrückte System der Welt ist darauf aufgebaut, sie, die Liebe, nach Belieben zurecht zu biegen, ihre Begrifflichkeit anzupassen oder sie komplett zu verleugnen, nie jedoch, sie in ihrer allumfassenden Wahrheit zu erkennen.

Basiert die Welt des Ego auf Urteil?

Dieses Weltengesellschaftsystem ist an seiner Schuld, die Grundlage ihres Denkens ist, zum kompletten Wahnsinn getrieben. Ihm, diesem Konstrukt aus Schuld und Strafe, haben wir unser Leben verschrieben. Sein ehernes Gesetz ist Leiden, Schmerzen, Tod. Neugeborene kommen mit und durch Schmerzen auf die Welt, sie wandern den Weg – erfahren Tod, Krankheit, Trennung, Leid, Kummer. Der Geist scheint gefangen, der Körper verletzlich. Das Grausamste: Was wahrhaft geliebt wird, scheint dem Verlieren anheim gestellt.

Ein Kurs in Wundern
Ein Kurs in Wundern

Ist das der Weg der Liebe?

Die Menschen scheinen zu lieben. Doch sie verlassen und man verlässt sie. Ist das die Welt der wahrhaft liebenden Schöpfung? Keiner, der nicht einen hartherzigen Gott als Verursacher sähe, für das, was wir in diesem Chaos, hilflos, erkennen können. Wir fragmentieren unser Leben durch den Begriff der Schuld, der Sünde. Dieser Begriff trennt – der eine ist mehr schuld, der andere weniger. Wir taumeln von einer unbewussten Angst zur Nächsten, suchen Konstanten in einem chaotischem System aus Schuldzuweisungen.

Wenn diese Welt der Unterscheidungen, der Hierarchien, die überfrachtet ist mit Ängsten, deren letzte Konsequenz immerwährendes Erleben des Todes, des Siechens, des brutalen Angriffs und der verzweifelten Verteidigung sind, als Weg zur Erleuchtung unabdingbar – so wäre Gott, die Schöpfung wahrhaftig grausam. Denn wie wäre es möglich, dass ein liebender Vater, eine fürsorgliche Mutter, ihre Kinder derart leiden lässt, um sie zur Erlösung zu führen? Denn die Liebe tötet nicht, um zu erlösen.

Kann die Erlösung im Angriff liegen?

Würde die Erlösung im Angriff liegen, würde man der Liebe unterstellen, zu urteilen. Dann wäre die Schöpfung tatsächlich eine strafende. Dieser Gedanke Adams – der Utopie einer Welt der Schuld – ist das, was wir als „Ursünde“ bezeichnen. Wäre er nicht mit diesem Gedanken unterwegs gewesen, wie hätte er jemals der Meinung sein können, die Gottesidee hätte ihn aus dem Paradies vertrieben?

Quelle
Quelle

Was hat die Fragmentierung mit der Schuld, der Sünde, zu tun?

Indem wir urteilen, trennen wir. Wir unterteilen in Gut und Böse, wir basteln uns ein Alleinstellungsmerkmal. Wir bauen eine Mauer. Wir verwandeln uns in eine mehr oder minder harte Billardkugel, die willkürlichen Kräften ausgesetzt ist, auf dem unebenen Grund des Billardtisches unseres Lebens. Weit entfernt von dem „Alles-Eins“ der Schöpfung lassen wir uns bewegen von den Energiewellen aus Schuldzuweisungen, Ethik und Moral. WIR sind fragmentiert!

15 minute Meditation Arrangement
15 minute Meditation Arrangement

Was ist dieses „Alles-Eins“?

Ja. Und hier ist er. Der Haken, der feste Punkt, an dem wir die Welt aufhängen, um sie zu bewegen. Nehmen Sie die nächsten Worte bewusst auf.
„Das, was wir als „Alles-Eins“ suchen, ist – leider muss man allegorisch werden – ist Herbst und Sommer, ist Blatt und Kaffeeduft, ist Träne und Buch, Wind, Einsamkeit, Staubkorn, Sexualität, Eisberg, Verachtung, Sonnenstrahl, Zorn, ist Baum, digitaler Wecker, Geld, Staunen und zarter Kuss, ist Rubin, Salz und Weltall, Erde, Vakuum und Wollsocke. Lassen Sie jede Kategorisierung weg. Keine Abgrenzung zwischen Zitronenschale und Laternenpfahl. Zwischen rotglühendem, duftendem Blütenkelch und dem Gefühl des Verlassenseins, des Hasses, kein Unterschied zwischen Wasser und Fels.“

Sandspielkasten
Sandspielkasten

Fazit

Was wir da gerade zu beschreiben versucht haben – dieses „Alles-Eins“- entzieht sich herkömmlicherweise jeder Beschreibung. Es ist ganz klar mehr, als ein Medium wiedergeben könnte – aufgrund der dem Medium zu eigenen, subjektiven Beschränkung auf sich selbst. Doch vielleicht tut sich beim dem Versuch, dies – was nicht zu erfassen ist – denn doch zu erfassen, ein winziges Leuchten auf. Denn dieses „Alles-Eins“ ist schlicht die absolute Liebe. Versucht man sie zu erkennen, wird sie dankbar ihre Lippen zum Kuss öffnen.

Was ist die Begrenzung von Körper und Liebe?

Körper

Wie betrachte ich meinen Körper?

Den Menschen ist ihr Körper in aller Regel mehr als heilig. Er ist das Instrument, das uns nach Außen darstellt, er bereitet Schmerzen oder Lust – er stellt das dar, was wir zu sein glauben. Er, der Körper, ist wir. Unser Leben ist nach seinen Wünschen ausgerichtet. Er ist unser Daheim. Er bestimmt über uns mit Krankheit, Gesundheit, letztlich dem Tod. Und wir haben diesen kleinen Fleck gut gesichert. Einen großen Zaun haben wir errichtet, der unser Körper ist, verteidigen unser Territorium bis auf das Messer.

Körper
Körper

Was verteidigen wir denn da?

Wir sind entschieden, mit diesem Körper gegen das Universum anzugehen. Das leichte Kräuseln des Ozeans beschließt, es sei das Meer. Der winzige Lichtstrahl bildet sich ein, er sei die Sonne. Allein fühlt er sich, fürchtet die Sonne, das Meer, die ihn verschlingen möchten. Was für eine Angst erzeugende Überzeugung! Was ist der Körper aber? Er ist nichts, wenn ihn nicht unser Geist bewegt.

Wir begrenzen uns?

Das Meer, die Sonne sind unbeeindruckt von der Überheblichkeit der kleinen Bewegung auf dem Wasser, dem winzigen Sonnenstrahl. Der Ozean wogt weiter, die Sonne leuchtet – ein marginales Fragment ist nur Teil ihres Ganzen – es wäre nicht ohne sie und sie wären nicht ohne es. So begrenzen wir unseren Geist mit dem Körper, beschränken unser Gewahrsein auf die armseligen Sinne, die uns der Körper zur Verfügung zu stellen scheint.

Ein Kurs in Wundern

Die Liebe an sich wird durch den Körper begrenzt. Mit dem, was der Körper an Informationen zur Verfügung stellt, ist verhindert, dass Sie das große, herrliche Ganze erblicken, welches, um diese kleine triste, wüstengleiche Insel Ihres Leibes herum, das Leben ausmacht. Der Körper ist immer auf die Form begrenzt, alles was er erkennen kann, ist Ding, sind Äußerlichkeiten. Auch Gott können Sie sich nicht ohne Körper vorstellen.

Warum findet die Idee nicht zu mir?

Doch wie könnte die Erleuchtung, Gott, der heilige Geist – wie könnte eine solche erhabene Idee – seine Wohnstatt in einem verweslichen Körper suchen? Wie könnte die Liebe, die göttliche Idee, aufgehen, in die durch das Körperliche begrenzte Liebe? Solange wir, für uns, diese Grenze, diesen Zaun nicht auflösen, solange wir nicht unser Eiland, unseren Körper, als das erkennen, was er ist, nämlich ein Körper, der außer Leib nichts ist, keine eigenen Entscheidungen trifft – und keine Idee darstellt – kann die Idee, auch nicht zu uns finden.

Einen Garten erschaffen?

Es gilt, dem Gottesgedanken einen würdigen Ort des Aufenthaltes zu bereiten. In Begrenzung kann er seine Wohnung nicht finden. Und der Körper ist nichts anderes, als jene Begrenzung. Er ist die Mauer um ein staubkorngroßes Fragment deines Geistes, ein winziges Teilchen nur, ein Kräuseln des Wassers, ein Sonnenstrahl – der das Ganze verneint, glaubt, alleine zu sein. Einsam in einem abgegrenzten Körper, neben anderen abgegrenzten Leibern. Dies ist das Reich, der Gedanke des Ego.

Sense of life
Sense of life

Existiert der Lichtstrahl ohne die Sonne?

Die Wahrheit jedoch ist, Sie sind nicht das Teilchen, das Fragment des Ganzen, jener winzige Teil Ihres Geistes, der sich einbildet, als Körper, Sonnenstrahl, sein eigenes Universum zu sein, getrennt von anderen, die er nicht erreichen kann. Denn so, wie der Lichtstrahl Teil der Sonne ist, ohne den auch die Sonne nicht wäre, so ist auch Ihr Geist Teil des Ganzen, ohne Grenzen. Unbegrenzt – eben nicht das winzige Fleckchen, mit Stacheldraht und Tretminen eingezäunter Wüste, das Sie erschaffen haben.

Wie die Wüste fruchtbar gestalten?

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Sie sind der Herrscher über diese trockene Einöde. Möchten Sie der Sonnenstrahl sein, der doch ohne die Sonne nicht existiert, die Bewegung des Wassers, abhängig vom Ozean? Ihr Geist, Ihr Denken, ist unzählige Male größer. Denn es ist wahrhaftig die Liebe, die Sie außerhalb Ihres kleinen Reiches umgibt – und sie findet ihre Bedeutung in der Auflösung aller Grenzen. Sie kennt keine Unterschiede, geht ganz auf, in der Fürsorge, die sie ist.

Nur der Wunsch genügt?

So ist es an Ihnen, sie einzulassen, die Barrieren niederzureißen, den kargen Boden zu einem blühenden Garten zu verwandeln, in dem Sie andere Seelen auf Ihrem Weg zu einer Rast einladen können, wo auch die Liebe sich ins Unendliche ausdehnen wird. Die Liebe reicht zu allem hin, was gleich ihr geschaffen wurde. Wie einfach ist es, nur ein kleines Wollen ist notwendig, sie einzulassen!

Jetzt

Wer wahrhaftig erkennt, dass sein kleines, ödes, immer nur auf den Körper bezogenes Reich des Ego, von alles durchdringender, ewiger und immer nur im Sinne der Fürsorge umfassender Liebe umgeben ist, wer darum bittet, sie zu erkennen – dem ist dieser Wunsch bereits gewährt. Und Stück um Stück verwandelt sich das karge Eiland in einen prachtvollen, von wundervollen Farben flirrenden, immergrünen Garten, in dem man gerne ein Weilchen ruht.

Fazit

Kein Teil der Liebe ruft die Liebe vergebens an. Zu erkennen, dass die Gedanken des Ego, die den Körper zum Herrscher und Götzen erheben, nur der Grund sind, warum die wahre Liebe uns verborgen bleibt, braucht nur ein kleines Wollen, der Liebe zugerufen. Alle Türen, hin zu dem atemberaubenden, sich bald ins Ewige ausdehnenden Garten, werden geöffnet, sind schon geöffnet. Eine nach der anderen für Sie sichtbar. Doch noch können Sie die allumfassende Liebe nicht wirklich, gänzlich wahrnehmen. Zuviel an Staubdunst aus Ihrer Wüste verdunkelt Ihren Blick.

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Leben und Angst

Ist Angst ein vollkommen bestimmender Faktor in unserem Leben?

Angst bestimmt das Leben des Menschen. Zumindest in 95 Prozent aller Hemisphären. Die Ängste sind unendlich, facettiert, verschleiert, verkannt, unsichtbar. Man könnte sehr einfach sagen: Die heutige Gesellschaft hat Angst vor dem Leben. Sie zeigt Furcht, das zu verlieren, was sie ausmacht. Für den Einzelnen der Arbeitsplatz, die finanzielle Situation, die Wohnung, vielleicht die Umweltsituation. Das jedoch, sind lediglich die gröbsten Ängste. 

Die Diktatur der Angst ist wesentlich umfassender. Da geht es um den eigenen Körper. Die Furcht vor Krankheit, davor, sein gutes Aussehen zu verlieren, zu altern. Es dreht sich um die Kinder, um die man Todesängste aussteht. Es geht um die Sünden, die man begangen hat, die Verfehlungen, die einem ein schlechtes Gewissen bereiten. Und all diese Furcht, in ihren kleinsten Partikeln, bestimmt unser Leben. Nicht zuletzt, diese grausame Angst vor dem Tod.

Wie entsteht meine Angst?

Wenn Sie sich diese Frage stellen, sind Sie schon ein gutes Stück weiter. Denn es ist tatsächlich ausschließlich IHRE Angst. Sie entsteht aus Ihren Gedanken. Ihre Gedanken – das sind all die Erfahrungen, die Lerninhalte, die Einflüsse, welche die geographische Umgebung auf Ihr Dasein hatte, das soziale Umfeld, in dem Sie aufwuchsen, Ihre Bildung, Ihr Arbeitsplatz, Ihre Erziehung … 

Don't be afraid!
Don’t be afraid!

Meine Angst besteht also aus Gedankenbildern?

Ja. Diese Bilder aus der Vergangenheit sind in Ihrem Kopf – sie sind verknüpft mit all den angenehmen und unangenehmen Schlussfolgerungen, die Ihr Gehirn aus einer der unendlich vielen Möglichkeiten der Kombination dieser Bilder und Schlussfolgerungen beschließt, für Sie zur Realität werden zu lassen. Das gilt nicht nur für die Angst, das hat Gültigkeit für Ihr komplettes Leben. Und für das, was Ihre größte Angst darstellt: Gevatter Tod.

Wie könnte ich jemals diesen Projektionen der Angst entkommen?

Das ist so einfach, dass die allermeisten Leute es nicht erkennen können. Denn das, was die angstvollen Gedanken, die uns beherrschen, die uns zu Sklaven des Ego erklären, auflöst – das ist Vertrauen. Das Gegenteil von Angst ist Vertrauen. Wie ein kleines Kind an der Hand seines Vaters keine Furcht hat, so können auch wir uns an die Hand der liebenden Schöpfung geben. In der Gewissheit, dass aus der absoluten Liebe, aus der heraus auch wir Menschen geboren sind, kein Grund für Angst erwachsen kann. 

Vertrauen
Vertrauen

Warum leben wir in ständiger Angst?

Alles, was uns in unserem Leben, welches, bedingt durch die oben erwähnten angsterfüllten Gedankenkonstruktionen, wie wir meinen, begegnet, passiert, trotzdem wir es nicht erkennen können, aus der Liebe der Schöpfung zu jedem Einzelnen seiner Kinder, die zwangsläufig aus demselben bestehen, wie sie, die Liebe. Also ebenfalls aus absoluter Liebe. In dieser Liebe kann es nichts Böses geben, sie enthält alles, löst Gegensätze, den Dualismus auf. Doch aufgrund unserer Blindheit, wegen der Augenbinde aus Konventionen, Ethik, Moral, Gesetzen, Erziehung, Konsum – aus unserer manipulierten Situation heraus – können wir das nicht sehen, können nicht vertrauen – leben in ständiger Furcht. 

Love to share
Love to share

Fazit

Um diesen Anhaftungen des Lebens, wie der Buddhismus sie umschreibt, zu entkommen, ist es lediglich notwendig, sich vertrauensvoll an die Hand der Schöpfung, der Liebe zu begeben. in der vollkommenen Gewissheit, dass, obwohl wir die Situation nicht verstehen, obwohl sie uns, unser Leben, vielleicht zu zerstören scheint, das, was passiert, aus Liebe passiert. Sogar der Tod – die Urangst – der ohnehin nur denselben chaotischen Bildern entstammt, wie unsere anderen, unbegründeten Ängste.  

Ein ganz hervorragender Weg zur Liebe …

Wie kann es keinen Tod geben?

Was ist der Tod?

Zuerst, bevor man über etwas redet, dass man weder erlebt hat, noch überhaupt weiß, was es eigentlich ist, dieses Phänomen “TOD”, wäre es angebracht, zu überlegen:
“Was ist Leben?” Im Zusammenhang mit der Sterblichkeit fasst die Lehre des Buddhismus die Erklärung zu dieser Frage recht passabel in Worte. Hier wird erklärt, das Leben ist eine Folge von Anhaftungen. Es (das Leben) dreht sich also darum, von diesen Anhaftungen frei zu werden. Der Hinduismus ersetzt den Tod durch die Wiedergeburt. Auch hier kann man den Weg, dieses Rad der Reinkarnation anzuhalten, damit vergleichen, Anhaftungen im Leben los zu werden. 

Wie, als was sind diese Anhaftungen zu verstehen?

Der Buddhismus postuliert, Anhaftungen sind Leidenschaften, die den Menschen an das irdische Leben fesseln. Es verhält sich so, dass der Großteil aller Menschen vollkommen blind lebt. Ein dickes Tuch vor den Augen, bestehend aus Urteilen, Verurteilungen, einer Unmenge an Angst und Angriff als auch Verteidigung, ein Chaos aus Bildern und Erinnerungen – geboren aus der Manipulation des Einzelnen durch soziales Umfelds, der Schule, der Erziehung, der Arbeit, der Geographie und vielen anderen Faktoren. 

All die Bilder, die Erinnerungen, kommen aus der Vergangenheit. Unser Gehirn hat sie sorgfältig sortiert, aus bestehenden Informationen Schlüsse gezogen und auch diese abgespeichert. So malen wir uns unser Bild der Welt aus unseren eigenen, überarbeiteten Erinnerungen aus der Vergangenheit, die gar nicht mehr existiert. Und auch die Zukunft, die es gar nicht gibt, malen wir uns mithilfe dieser, unserer, individuellen, vollkommen mangelhaften Information.

Warum kann jemand behaupten, der Tod wäre nicht wirklich?

Wir leben also unseren eigenen, komplett individuellen Traum – und der endet mit dem Tod. So jedenfalls die Idee des Egos, das mit dieser Überzeugung vollkommene Macht über uns gewinnt. Angst. Das Prinzip des Herrschens, wie auch im Chaos der Welt, die wir träumen, beschreibt ANGST. Möge die Angst mit dem Tod vorbei sein oder aber die Angst vor dem Tod lässt dich leben … Es dreht sich um Angst. 

Sollen wir in Angst leben?

Ist es das, was ein liebender Schöpfer möchte? Seine Kinder in einem undurchdringlichen Nebel von Angst, düsteren Geheimnissen, einen gequälten Jesus am Kreuz, magischen Ritualen einer reichen Priesterschaft sich unterwerfend, zur selben Zeit in einer Welt zu überleben suchend, die lediglich aus Repression und Furcht vor Urteilen besteht? Nein! Das ist das dunkle Tuch, das vor den Augen der Menschen befestigt ist.  

Können wir dieses schreckliche Selbstverständnis auflösen?

Gott, das Unaussprechliche, das Ewige, der Schöpfer, ist die Liebe. Die Schöpfung ist absolut. Das heißt sie beinhaltet tatsächlich ALLES. Gut und Böse, schön und häßlich. Schuld und Sünde, Leid, Angst und Tod. Sie haben keinen Bestand in der Liebe, werden von ihr absorbiert, aufgelöst. 

Die Liebe könnte ihren eigenen Geschöpfen, Gott könnte seinen Kindern, die Liebe könnte ihren Söhnen und Töchtern niemals etwas Böses antun. Dazu ist sie einfach nicht fähig. Darum gibt es keinen Tod, kein Leid. Diese Dinge sind Illusionen, die das Ego aufrecht erhält, weil es nur in einer Welt von Schuld und Sünde und Leid und Tod existieren kann. 

Don't be afraid!
Don’t be afraid!

Was ist die heilige Wirklichkeit?

Die Wirklichkeit aber, die heilige Wahrheit hinter diesem dicken Tuch, das wir vor unseren Augen tragen, ist die Liebe. Wir müssen uns lediglich erinnern, denn sie ist als Teil der Schöpfung in jedem von uns als Ganzes. In der Liebe, gleichbedeutend mit “Schöpfung” kann es keinen Tod geben. Das schließt ihre Definition aus. Sie ist absolut. Vertrauen wir uns der Liebe an, kann es keinen Tod geben. Denn wir sind Kinder der absoluten, ewigen, unsterblichen Schöpfung, die das Ultimum an Liebe ist.  

Vertrauen
Vertrauen

Wie kann es keinen Tod geben?

Gott, das Unaussprechliche, das Ewige, der Schöpfer ist die Liebe. Die Schöpfung ist absolut. Das heißt sie beinhaltet tatsächlich ALLES. Gut und Böse, schön und häßlich. Schuld und Sünde, Leid, Angst und Tod. Sie haben keinen Bestand in der Liebe, werden von ihr absorbiert, aufgelöst. Die Liebe könnte ihren eigenen Geschöpfen, Gott könnte seinen Kindern, die Liebe könnte ihren Söhnen und Töchtern niemals etwas Böses antun. Dazu ist sie einfach nicht fähig.

Darum gibt es keinen Tod, kein Leid. Diese Dinge sind Illousionen, die das Ego aufrecht erhält, weil es nur in einer Welt von Schuld und Sünde und Leid und Tod existieren kann. Die Wirklichkeit aber ist die Liebe. Wir müssen uns lediglich erinnern, denn sie ist als Teil der Schöpfung in jedem von uns.

„Meister, gibt es ein Leben nach dem Tod?“
„Das weiß ich nicht.“
„Aber bist du denn nicht der Meister?“
„Ja, aber kein toter Meister.“

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