Wir haben das Staunen verlernt?

Staunen

Ehrfürchtiges Staunen

In Ehrfurcht und Liebe staunen. Erkennen wir, das alles das Eine ist, dass alles zusammengehört, sehen wir auch im kleinsten Teil der Schöpfung, der Natur, der Formgebung, den Zusammenhang. Bis in die Winzigkeiten hinein, die überragende Schönheit, die Genialität der Funktion. Erkennen wir, so beschreiben wir uns selber. Wir erkennen uns selbst in diesem ehrfurchtsvollem Staunen. Es ist ein Staunen der Liebe, ein überwältigendes, überwältigtes Staunen, das uns verstummen lässt, angesichts der Großartigkeit, die wir betrachten, doch auch weil diese Herrlichkeit niemals in Worte gekleidet werden könnte.

Staunen?

Genialität der Schöpfungskraft

Sie steht über allen Worten, über jedem Dualismus, kennt weder Zeit noch Raum, denn sie stellt all dies dar, beinhaltet es. Ein NonPlusUltra ohne irgendeine Bedingung. Reine Schöpfung, reine Liebe. Reines Vertrauen. Das ist wahrhaftig staunenswert! Das macht wirklich glücklich. Das sind wir. Das bist du. Das ist die Unbedingtheit.

Universen in jeder Blume

Jede Sekunde sollten wir uns dieses glücklichen Staunens gewahr sein. Wir finden es in jeder Blume, jedem Stein, jeder Form. Auch ein unbewusster Mensch wird einen kleinen Glanz verspüren, wenn er sich in einer sternenklaren Nacht auf dem Himalaja den Himmel betrachtet. Wenn er das Wunder der Geburt erlebt. Auch ihn wird eine gewisse Ahnung überkommen, wenn er Formen vergehen sieht. Doch für den, der in den scheinbaren Realitäten des Ego gefangen ist, sind, nach diesem allzu kurzen Einblick, sofort wieder andere Bilder zuständig.

Gefangen in Materialismus und Schuldgefühlen

Trauer, Sorgen, Bedenken, Materialismus, Angst und Schuldgefühle wischen diesen Augenblick der Ewigkeit scheinbar hinfort, hüllen ihn in ihre Leichentücher der Vergänglichkeit und Schuld. In Wahrheit kann nichts dies Licht in dir zum Erlöschen bringen. Denn es ist die Schöpfung selbst, die da aus dir spricht. Das, was unter den verhüllenden Tüchern deines Denkens deine wahre Bestimmung ist. Um die zu finden, genügt es vollkommen, sich dieses ehrfurchtsvollen Staunens zu verinnerlichen.

Türen öffnen sich und werden nie mehr geschlossen

Denn in ihm ist alles geborgen, was notwendig ist, um die Liebe der Schöpfung in ihrer Unbeschreiblichkeit zu erfassen. Wer in diesem Staunen versteht, was mit Denken nicht begriffen werden kann, der tut Türen zur unsterblichen Ewigkeit auf. Türen, hinter den denen sich sanftes Licht befindet, die sich nie mehr schließen werden. Du bist bereits am Ziel, nur den Weg hast du noch nicht gefunden! Sieh dir deinen Körper an, er ist ein Abbild der Universen. Und diese Universen sind in jedweder Form vorhanden.

Keine Trennung existent

Das ist die Allmacht der Schöpfung, die alles zu einem Ganzen zusammenfügt. Es gilt zu erkennen, dass eine Trennung, wie du sie vergegenwärtigst, wie du sie vorgelebt bekommst, von einem wahnsinnigen System, welches dabei ist, sich, fast masochistisch langsam, selbst umzubringen, nie stattgefunden hat.

Du existiert nicht neben, sondern in der Schöpfung

Niemals hast du neben der Schöpfung existiert. Doch genau das ist es, was das Ego verspricht. Es schreit dich an, das alles könntest du aus dir selbst heraus lösen, es reißt dich mit Bildern aus der Vergangenheit erneut in deine schreckliche Illusion von der Vergänglichkeit deines Selbst, das aber doch die Schöpfung ist und ihrem Wesen nach über Sterblichkeit und Unsterblichkeit vollkommen erhaben, sie beinhaltend.

Die Schöpfung kennt keine Negativismen

Erkennst du aber, mit Erstaunen, mit Jubel, mit einem ungeheuren Glücksgefühl, dass die Schöpfung niemals Negativismen gekannt noch erkannt hat, so ist das Ego hilflos, wird zu dem, was es immer war: Bedeutungslos, niemals gewesen. Schall und Rauch, die nur ein Gedankenbild waren. Traum. Diese Erkenntnis liegt in der Sicht des ehrfurchtsvollen Staunens. Das Staunen voller Ehrfurcht der Schöpfung gegenüber, ist Erkenntnis, ist umfassende Liebe. Indem du erkennst, gibst du gleichzeitig und empfängst.
Das ist das EINE.

Fazit

Wir haben das ehrfürchtige Staunen verlernt, in unserer Gesellschaft. Alles wird fragmentiert, in seine Einzelteile zerlegt, über die man dann disputiert. Wir umgeben uns mit Fragmenten einer Fragmentierung, wir erheben diese Methodik zu unserem Gott, unserem Götzen. Die Trennung ist nahezu perfekt. Und so, und doch wird großes Staunen über all die Menschen kommen. Denn die Idee der Schöpfung ist die Erkenntnis.

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Blindes Vertrauen in die Schöpfung?

Wer sagt, Alles sei in Ordnung – ist strohdumm, verleugnet die Realität!

Keine Magie? Keine andere Wirklichkeit?

Ich kann alle diese Kriege, diese Not beenden? Schwachsinn?!

Kriege und Not beenden?

Bin ich Gott?

“Wir, ich und du – jeder einzelne von uns, könnte alle Kriege, Leid und Not auflösen!”
Betrachtet man diese Worte, wird man in aller Regel, ganz einfach ob ihrer Absurdität, den Kopf schütteln, bestenfalls mitleidig lächeln. Nicht mit allem Geld der Welt, wären Armut, Hunger, Krankheit und Verzweiflung vom Planeten zu schaffen. Was für eine Naivität, welch Blödsinn schlicht, dies zu behaupten.

Subjektivität?

In der Tat begeben wir uns nun in eine Erklärung, die nicht einfach zu verstehen ist – oder aber so genial einfach, dass sie außerhalb unserer gewohnten Begrifflichkeiten steht. Auf der berühmten Suche nach dem festen Punkt, um das Thema angreifen zu können, benutzen wir den Zustand der Subjektivität, beziehungsweise das, was diese Begrifflichkeit zu umschreiben versucht. Subjektiv – das heißt von Meinung beeinflusst, aus Ratschlüssen von anderen oder falschen Prämissen heraus handelnd, tendenziös, vielleicht einseitig.

Wie erfassen wir die Welt?

Sehen wir uns das an, was wir von der Welt erfassen. Die kleine Geschichte von den Blinden, die um den Elefant herum verteilt sind und ihn an verschiedenen Stellen berühren, beurteilen sollen, was denn dieses Tier nun sei, trifft es nahezu auf den Punkt. Oder wie wäre es mit den Menschen, die eine aufgemalte Ziffer Sechs (oder war es die Neun?) von zwei Seiten aus betrachten? Unser Verstehen, unser Sehen, unser Hören, auch unser Fühlen, ist von Subjektivität durchdrungen.

Zeitabhängig und tendenziös?

Klar ist, diese Subjektivität, die sich natürlich in größtem Maße in unseren Gedanken, unserem Denken abspielt, ist durchaus tendenziös, zeitabhängig. Sie entsprießt der Erfahrung, wird man sich zu verteidigen suchen. Das heißt, unser Bild der von uns gelebten Welt, entspringt einer subjektiven Erfahrung. Jede Erfahrung wiederum wird auch subjektiv verarbeitet und eingeordnet, trägt zur Schattierung des jeweiligen Weltbildes bei.

Quelle
Quelle

Dunkle Farbpalette?

Schattierung – benutzen wir auf unserer gedanklichen Klettertour dieses Wort als nächsten Haken. Wir sind die Maler unseres Lebens. Und wie gerne würden wir ein Bild in strahlenden Farben malen, mit lachenden, zufriedenen Menschen. Doch – unsere Farbtöpfe kennen nur wenige leuchtende Bestandteile. Dunkel herrscht vor, grau, vielleicht gerade einmal ein tiefes Blau. Wir sind gezwungen zu malen, und das Leben gibt uns nur Grau- und Pastelltöne. Dunkle, subjektive Schattierungen.

Wir sind die Macher?

Wir sind die Schöpfer unseres Lebensbildes. Doch anstatt in Kreativität und positiver Intuition zu schwelgen, immer neue wundervolle Gestalten und Geschichten zu erfinden, ergehen wir uns darin, mit vorgegebenen Schablonen zu arbeiten. Und mag da einer noch so begabt sein, die dunklen Farben, die naiven Formen, sind vorgegeben, und werden vom absoluten Großteil der Menschen angenommen, weil sie diese als die einzige und absolute Wirklichkeit akzeptieren.

Farben sind Mangelware?

Als Neugeborenes in diese Welt hinein katapultiert, sind wir in aller Regel gezwungen, die Schablonen einer zutiefst über den Lebenssinn unsicheren Gesellschaft zu adaptieren, wir bekommen eine entsprechende Umwelt geliefert – mit deren Prämissen wir leben, überleben müssen. Sind unsere Gemälde zu Beginn, als Kleinkind noch bunt, mit schillernden Figuren und Abenteuern erfüllt, verblassen sie mit der zunehmenden Subjektivität, die sich aus sich selbst heraus potenziert. Helle Farben sind plötzlich Mangelware.

Unser Weltbild?

Wir erkennen den Krieg, das Leid, die Krankheiten, die Ungerechtigkeiten, den Zwang und die Lügen. Was wir nicht erkennen, ist, dass sie ein von uns gemaltes Bild sind. Unsere Subjektivität, unser mangelndes Wissen, die Manipulation, der wir unterworfen sind, die lediglich düsteren Farben, neben den seltenen Farbklecksen, die uns zur Verfügung gestellt wurden, machen das Endergebnis aus. Unser Weltbild. Unsere Sicht der Dinge.

Nur düstere Schablonen?

Die vorgegebenen Farbtöne, die Schablonen, potenzieren sich aus sich selbst heraus. Jede Frage, jedes Urteil, multipliziert sie, potenziert sie. So entsteht ein vollkommen illusionäres, zutiefst subjektives Schablonengebilde in düsteren Farben, ein Kartenhaus, dass nur jeder einzelne für sich selbst sehen kann. Die Liebe wird dieses Kartenhaus, welches Sie sich gebastelt haben – schließlich ist es Ihr persönliches Leben – nicht zusammenstürzen lassen. Vielmehr wird sie die dunklen Farben sanft entfernen.

Friends of the Universe
Friends of the Universe

Die Schöpfung ist bunt?

Bleiben wir bei der Betrachtungsweise unser Leben sei ein Bild. Wenn Sie nun einwenden, es seien letzten Endes nicht Sie, der das Bild malen würde, sondern die Umstände, macht das, wie Sie schnell erkennen, keinen Unterschied. Sie arbeiten mit den vorgegebenen Mitteln. Die Aufgabe der der Schöpfung, Gottes, wenn Sie so möchten, muss es denn nun sein, es uns zu ermöglichen, ein erquickliches Bild voller bunter Phantasie auf die Leinwand zu bringen.

Unerträglich für das Ego?

Und hier beginnt das Wunder der Kommunikation mit der Schöpfung, der Liebe, dem Alleins. In seiner absoluten, allmächtigen Liebe hat sie, er, es die Leinwand längst, seit Anbeginn allen Seins, mit den herrlichsten Farben, den wunderbarsten Mustern und aller Schönheit, die mehr ist, als wir uns erdenken können, bemalt. Ein Bild, das so voller Hingabe und Brillianz ist, dass es das Ego nicht ertragen kann.

Wunderbares Quellbild?

Als sehr kleine Kinder, noch wenig manipuliert, konnten wir dies Quellbild noch realisieren. Und wenn wir uns nun erneut dieser, uns eigentlich erschaffenden, Kommunikation mit der Liebe zuwenden, wenn wir sie einlassen, wenn wir ihr einen würdigen Altar bereiten, verschwindet Stück für Stück die Illusion der düsteren Farben, die wir auf das göttliche Antlitz des Lebens geschmiert haben. Bis wir es zur Gänze wiedererkennen.

Gedanken nur aus der Vergangenheit?

Wenn wir begreifen, dass unsere Gedanken – die aus der Vergangenheit stammen – vollkommen subjektiv und düster manipuliert, aus sich heraus vollkommen chaotisch, ohne Bezug, nur wertend aus anderen Illusionen, also aus Nichts heraus – unser vollständiges Weltbild ausmachen (mitsamt der Zukunft, die wir locker aus der Vergangenheit lesen) beginnen wir zu begreifen, dass die Liebe im Jetzt ist. Sie war von Anfang an da, nie konnte auch nur ein Hauch unserer düsteren Illusionen ihre Herrlichkeit trüben.

Das herrliche Gemälde wiedererkennen?

Der Wille der Schöpfung für jeden von uns ist, dass die düsteren, traurigen Farben sich auflösen mögen, so dass wir das Bild der Liebe in seiner unvergleichlichen Schönheit wieder erkennen können. Und was die absolute Schöpfung, die keine Zeit und kein Urteil kennt, als ihren Willen zeigt, das ist bereits geschehen. Und jedes einzelne, noch so unbedeutende Geschehen im Leben eines Menschen, ist der Tatsache zu verdanken, dass die Schöpfung ihn zu eben dieser Liebe, die ihn die Wahrheit hinter den Egogedanken erkennen lässt, zu diesem bunten, wunderbaren Antlitz der Schöpfung auf seinem Bild, führen möchte, es ihn wiedererkennen lassen möchte.

Sandspielkasten
Sandspielkasten

Auf die Farbe konzentrieren?

Und wenn wir uns nur dieser Schöpfung, die doch so herrlich und vielfältig und bunt ist, erneut zuwenden, wenn wir uns auf die Farbareale in unserem Lebensbild konzentrieren, also auf das, was Wirklichkeit ist, in unserem Bild, wird die Schöpfung für uns persönlich die dunklen Farbanteile auflösen. Wir erkennen dann wahrhaftig eine vollkommen neue Welt. Wir sind in der Lage, zu erinnern, dass die Dunkelheit unseres Bildes, die Geschöpfe, die es bevölkern, von uns erschaffen sind – unsere Schöpfungen aus der Subjektivität, denn wir sind Götter, welche die Liebe nicht erkannten.

Zur liebevollen Wirklichkeit erwachen?

Wir erkennen einen Traum, wir erwachen aus ihm in die Wahrheit. Und diese Wahrheit ist da, ist vorhanden, wirklich und absolut. Ewig, außerhalb jeder Zeit und jeder erzwungenen Begrifflichkeit. Es ist die unbedingte Wahrheit jenseits allen Urteils und dem Leid, der Sünde, dem Tod und der Krankheit, die aus dieser Begrifflichkeit entstehen. Weit jenseits dieser Anhaftungen, die das, was Gott ist, die unbedingte Liebe nämlich, nie für seine Kinder gewünscht haben kann, die darum auch nie existiert haben, nur nichtige Illusion bleiben.

Unsere Entwicklung erweckt uns

Das heißt, ganz konkret, wir erwachen im Lauf unserer spirituellen Entwicklung, hin zu einem immer helleren Bild der Welt. In der Erkenntnis unserer Gleichheit, unseres Eins Seins mit der Schöpfung, lösen wir die Dunkelheit auf. Wir besiegen, die Liebe, die Schöpfung steht uns bei, die dunklen Anteile in unserem Lebensbild, denn wir erkennen, sie sind nur Farce und Manipulation. Als Erwachter aus dem Traum stehen wir, alles durchdringend, im Jetzt. Das ist Erleuchtung, für die es keine Worte gibt.

Fazit

Wir leben ein durch und durch, bis zum Wahnsinn hin, subjektives Lebensbild. Fragmentiert, sich widersprechend, chaotisch, durch sich selbst in seinem Wahnsinn potenziert, die leuchtende Wahrheit der existierenden Wirklichkeit ins traurige Dunkel der Vergänglichkeit, auch der Vergangenheit, verdrängend. Wir müssen erkennen, dass wir in dieser Subjektivität Götter sind – wenn wir uns nur entscheiden, sie zu erkennen, diese Subjektivität. Denn dann löst sie sich in Nichts auf, wird als Egomanipulation deutlich – und übrig bleibt nur Liebe. Der Wunsch und das Sein der Schöpfung.

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Der Opfergedanke zerstört?

Weshalb können wir nicht erkennen, dass der Tod nicht existiert?

Frieden in unserer Gesellschaft unmöglich?

Blindes Vertrauen in die Schöpfung?

Vertrauen

Vertrauen in das Sosein. Man sagt, der Moment des Begreifens dieser Wirklichkeit, die nichts mit irgendeinem Wort zu tun hat, weil sie keine Worte benötigt, sei wie der Sprung von einem (in Wirklichkeit nicht existierenden) sicheren Untergrund in einen schwarzen, dräuenden Abgrund. Doch kaum hat man diesen Schritt getan, findet man sich auf einem goldenen Sockel wieder. Dem goldenen Sockel, der in dem Vertrauen auf die Schöpfung beruht.

Das Sosein annehmen

Dieses Vertrauen ist Hingabe, Akzeptanz des Soseins. Es ist das unumstößliche Wissen, dass meine wahre Existenz von unendlicher Liebe erfüllt ist. Diese über alles Denkbare hinaus gehende Liebe kann nichts mit irgendetwas Eingebildeten zu tun haben. Da ist kein Platz für den Tod, für Leiden, Schmerz, Schuld, Rache, Sünde, Angriff. Die Liebe schließt dies aus. Diese Illusionen können für sie, die sie die reine Wahrheit ist, nicht sichtbar sein, da sie nie existiert haben.

Eingebildete Sünden

Diese reine, untrügliche, über alles erhabene Liebe ist es, der wir unser Vertrauen schenken, der wir uns öffnen, die wir bitten, uns zu erfüllen – sichtbar zu werden. Denn in uns war sie schon immer, wir haben sie lediglich, vom Ego getäuscht, nur ansatzweise verspüren können. Doch wenn wir uns vertrauensvoll in die Hände der Schöpfung legen, an ihrer Brust den zarten Atem der unbedingten Liebe suchen, wenn wir alle Schuld, alles Negative, jede der eingebildeten Sünden, all unsere Aggressionen, die Angriffe, unser komplettes, erfundenes Leben in ihre Hände legen, in der Gewissheit, vom Sinn, von der Schöpfung in ewiger Liebe nicht nur umfangen zu sein, sondern vielmehr die Liebe selbst zu sein, in ihrer ewigen Ausdehnung, wird unser Rufen erfolgreich sein. Alles, was vonnöten ist, ist das Vertrauen.

Vertrauen

Vertrauen in die Wahnideen des Ego?

Ein Vertrauen, das, wie alles Positive der Schöpfung, 1000-fach zurückgegeben wird. Was spricht dagegen, in dieses Vertrauen zu investieren, dass die Erlösung ist? Stattdessen vertrauen die Menschen den Wahnideen des Egos, dessen Ziel doch in Wirklichkeit der Glaube an die Illusion des Todes, der Sünde, also der Ohnmacht Gottes ist. Sie sind der Überzeugung, das was sie, geleitet von Ideen aus der nicht existenten Vergangenheit, taten, die Liebe der Schöpfung beeinträchtigen könnte. Sie malen ein Bild der Schöpfung, der allumfassenden Liebe, dass durch Schuld, Leiden, Ängste, den Tod beeinträchtigt werden kann. Da es diese Erfindungen in der Liebe nicht geben kann, verwickeln sie sich immer mehr in deren Ausweglosigkeit.

Aus Tod und Sünde definiert?

Dabei ist die Tür, das Tor immer vor ihnen, weit geöffnet. Doch ist es nicht möglich, dies wirklich zu erkennen, solange man verzweifelt versucht, sich aus Schuld und Sünde, Tod und Vergänglichkeit zu erklären, zu definieren. Die Liebe, deren unzweideutiger Teil wir sind, ist Eins und ewig, unsterblich, allumfassend. Die schmutzigen Federn der Negativität bläst ihr urgewaltiger Sturm hinfort in Nichts. Es ist dieses Vertrauen, die Möglichkeit all seine Schuld, die Ängste, die Trauer, die Sorgen in die Hände der Schöpfung zu legen. Sich darzubieten. Und sich selbst zurückerhalten in Liebe.

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Ego-Irrsinn

Es ist ein Glücksgefühl, das aus dem Tiefsten unseres Seins kommt, als Antwort auf das, was die Schöpfung ist. Dieses sich hingeben, sich an die warme Brust der Schöpfung zu schmiegen, hat jede Ausdehnung, die wir zu geben bereit sind. Letztlich ist dieses Vertrauen ein Wissen, dass aus einer Quelle kommt, die das Ego mit jeder List und jedem Wahnsinn zu verbergen sucht. Denn dieses unumstößliche Wissen wird das, was das „Ich“ zu sein scheint, das „Ich“, welches sich über die Vergänglichkeit definiert, das sich aus dem Tod heraus, aus Verwesung und Trauer, Schuld und Sünde erklärt, für komplett wahnsinnig einstufen.

Sandspielkasten
Sandspielkasten

Außerhalb des Dualismus

Mit der Konsequenz der Erfahrung der übergroßen Liebe. Es geht also darum, den Tod anzusehen, ihm ins Gesicht zu sehen, den Schleier fort zu reißen, um das zu erblicken, was da in Wirklichkeit ist: Die Freude, das Vertrauen, die alle Universen ergreifende Liebe, das Mitgefühl schlechthin, der Frieden, als das was er wirklich ist. Oberhalb jeder dualistischen Perspektive. Denn den Tod kann es nicht geben, wenn es die Schöpfung gibt.

Der Tod nur eine furchterregende Floskel

Sehen wir nur, erkennen wir nur ganz simpel, dass wir Teil der einen Schöpfung sind, die die Liebe ist, wird auch ganz klar, dass der Tod lediglich eine furchterregende Floskel ist, die uns nur deswegen ängstigt, weil uns eingetrichtert worden ist, an sie zu glauben. Aus ihr heraus schöpft das Ego seine Logik. Hier findet es den grundlegenden Fehler in der Schöpfung, hier kann es beweisen, dass die Schöpfung unvollständig ist, denn nichts kann den Tod, den das Ego malt, den wir als Wirklichkeit ansehen, aufhalten.

Don't be afraid!
Don’t be afraid!

Hinter dem Schleier die Universen

Erkennen wir jedoch die Täuschung, lassen diesen wächsernen Schleier, den wir nie genauer ansehen wollten, verschwinden, stehen dahinter die ewigen Universen, die Herrlichkeit des Erschaffenen, rein und klar, unschuldig. Diese Erlösung ist in uns. Doch während wir an die Ermordung des Schöpfungssinnes durch die Einbildungen unseres Denkens glauben (welcher Unsinn: die über alles erhabene, vollständige Schöpfung würde für sich selbst, für ihre Kinder, niemals etwas Negatives zulassen, wie Tod, Sünde, Vergeltung, Verwesung, ein Ende der Kommunikation zwischen dem Himmelskind in dir und dem Himmel. ), während wir also an den Tod glauben, sind wir nicht in der Lage, sind wir nicht willens und bereit, die Liebe, welche die Wirklichkeit ist, zu erkennen.

Fazit

Wir sind schlicht blind. Der Weg ist nun, sehr einfach zu erkennen, dass ein perfekter Schöpfer niemals etwas so schmähliches wie den Tod zulassen würde. Genau sowenig die Sünde, die Schuld, irgendetwas, dass seine Reinheit beeinträchtigen würde. Vertrauen in die Liebe.

Free
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Die Kirche – Sex als mächtiger Manipulator?

Dankbarkeit inmitten dieses großen Unglücks?

Unsere Liebe ist immer egoistisch?

Liebe Egoismus

Projektionen aus der Vergangenheit

Die Liebe ist die Schöpfung, deren Teil wir sind, – so sind wir selber Liebe. In der tatsächlichen Liebe gibt es keine Sünde, keine Schuld, keine Angst. Es gibt keine Vergangenheit. Diese Liebe ist so vollständig, dass die Winzigkeit des Egos, das doch unser Leben, unsere Ansicht der Dinge bestimmt, mit brutaler, wahnsinniger Gewalt, mit den Gedanken und Bildern von Grausamkeiten, Ungerechtigkeiten, in materieller Verbindung, sich als das entlarvt, was es ist. Irrsinn, Projektion, Blindheit in größtem Maße.

Liebe und Ego

Tür zum allmächtigen Licht

Wer sich der Größe der Liebe, der Tiefe der Bedeutung des Begriffes LIEBE tatsächlich bewusst wird, der wird den Lichtstrahl aufblitzen sehen. Und wer auch nur einen mikroskopischen Teil dieser Wahrheit erblickt hat, der hat eine Tür zum allmächtigen Licht aufgetan, die nie mehr verschlossen werden kann. Er wird, ganz nach seinem ureigenen Willen, seiner Bereitschaft, die Nachricht verstehen, die Helligkeit durch seinen Körper scheinen lassen. Und er wird nicht alleine sein. Denn sein Licht strahlt weithin.

Ein Wort, an dem das Ego scheitert

Liebe. Dieses Wort ist heilig. Es stammt direkt aus der Schöpfung. Es ist nicht möglich, es negativ zu belegen. Auch wenn es in der Welt der Formen, also von einem unbewussten Standpunkt aus, aufgenommen wird, ist es doch Schlüssel zur erkennenden Sichtweise. Das Ego wird an ihm scheitern. Eine weitere gute Nachricht, die einem bald als selbstverständlich erscheinen wird, ist, dass, hat man dieses Wort in seiner wirklichen Bedeutung verstanden, verinnerlicht, alle andere sich von ganz alleine ergibt.

Nur ein Fingerzeig zum Mond

Liebe. Dieses Wort ist ein leuchtender Pfad, ein Weg der zu dir selbst führt. Es kann als Wort nicht erklären, doch erschließt es sich dem, was über allen Denkschemata steht. Es ist festes Fundament, es durchdringt die Phantastereien des Egos, das nur den negativen Dualismus vermittelt, weil es zu sonst nichts in der Lage ist. Doch sei in diesem Zusammenhang ein buddhistischer Weiser zitiert, der über den Weg hin zur Erkenntnis gesagt hat, jeder noch so gut gemeinte Rat, jeder Hinweis auf die letzte Wirklichkeit, könne immer nur ein Hinweis sein, so in etwa, wie man mit dem Finger auf den Mond zeigen könne.

Liebe

Liebe ist in den Köpfen der Menschen, hier ist es egal, welche Sprache. Die Liebe als Wort steht wohl über jeder Linguistik. Sie ist dabei eines der missverständlichen Dinge überhaupt. Das Wort als solches ist in der Gesellschaft missbraucht, in den Schmutz gezogen, vergewaltigt worden. Das passiert immer noch. Jeden Tag auf das Furchtbarste. Denn die Liebe, von der die Menschen reden, ist egoistisch, ist sachbezogen. Die Bedeutung des Wortes hat sich im Konsum, im Seximus, der Moralität, der Desinformationen, sozusagen im Sumpf des Gesellschaftssystems vollkommen verloren.

Die Liebe ist die Quelle

Ich liebe dich! Heißt das jetzt, dass ich dir eine Schachtel Mon Cherie kaufe? Oder dich bumse? Dich heirate? Ich liebe es! Will ich es kaufen? Vielleicht stehlen? Liebe ich es? Oder gefällt es mir? Interessiert es mich vielleicht nur gerade, momentan? Liebe ist dieses Prickeln im Bauch. Und hier wird es interessant. Denn was wir mit einem wahrhaftig „geliebten“ Partner erleben, geht über alle Normalitäten und Regeln hinweg, dieses Prickeln, das sind wir, ganz tief wir selbst, da spricht unsere Quelle – die nämlich auch die Liebe ist.

Liebe ist mehr

Das sind die Resonanzen, dieses Prickeln im Bauch, die der Urgrund zurückgibt. Und wenn wir nun von Liebe sprechen, dann ist eben nicht die Liebe gemeint, die in Sexshops oder im Puff verkauft wird, es ist auch nicht die Liebe gemeint, die ein Fan für seinen Verein empfindet, es ist nicht die körperliche Vereinigung zweier Menschen gemeint, es ist nicht das fürsorgliche Verhalten Hunden oder Katzen gegenüber gemeint.

Religiöse Wertvorstellungen pervertieren die wahre Liebe

Nicht zu verwechseln, doch hier wird es für viele Menschen sehr gefährlich, ist diese Liebe, von der wir gerade redeten, mit der, von der die christlichen Priester, Mönche oder Nonnen reden. Gefährlich ist die Geschichte deswegen, weil von diesen Menschen die Liebe zu Gott, die eigentliche Liebe, die umfassende, alles einschließende Liebe, pervertiert wird, im Sinne ihrer im christlichen, moslemischen, jüdischen, sonstigen dualistischen Wertvorstellungen, in Regeln gezwängt, in Ketten gelegt. Die Liebe wird hier immer zum Zweck.

Die Schöpfung ist ohne Urteil

Die Liebe, die wir meinen, ist nicht diese Liebe zu einem Gott, der definiert ist, den man nur unter gewissen Umständen, unter gewissen Voraussetzungen, an bestimmten Orten, mit gewissen Erlaubnissen und, und, und, lieben darf. Der urteilt, was und wer zu lieben und ist und wer oder was nicht. Die Liebe, von der wir reden, ist eine Liebe, die nicht nur alles durchdringt, sondern die unser Urgrund ist.

Unser Denken ist reine Fiktion

Der letzte, einzige, absolute Punkt der Schöpfung, die Quelle – ist die Liebe. So ist die Schöpfung allumfassende Liebe – wie auch wir selbst. Nur die Ethik, die Moralismen, die Gesetze und Strukturen, die Erziehung – also das was unser Denken ist – all diese Fiktionen – hindern uns daran, dies zu erkennen. Wenn wir also an Liebe denken, dann ist nicht diese, definierte, vorgegebene, dualistische „Liebe“ zu irgendetwas gemeint, sondern die Liebe zur Schöpfung, zu uns selbst, zu schlechthin ALLEM.

Liebe ist Freude

Liebe heißt unbedingt auch Freude. Diese beiden Wörter gehören ganz selbstverständlich zusammen. Freude heißt Liebe, Liebe heißt Freude. Liebe ist ein so mächtiges Wort, dass es nachgerade egal ist, wie man es interpretiert. Tut man etwas aus Liebe – aus reinem Herzen, reiner Liebe – man versteht – ich meine nicht die Liebe zum Geld, zu einem neuen Grundstück am See, hier ist die Rede von „unbedarfter“ Liebe, so ist es gut. Die reine körperliche Liebe ist Liebe – sie ist Kommunikation, ist Austausch, ist sensitives Erleben, ist ein Näherkommen – ist positiv.

Liebe verändert positiv

Jedes noch so kleine Stückchen Liebe, das gelebt wird, verändert die Welt zum Positiven. Wenn wir uns darüber klar werden, dass jeder Mensch, genauso wie wir auch, ein Teil der Schöpfung ist, lediglich in seinem Verhalten durch Gesellschaft, Erziehung, Moralismen, Religionen – durch also vielerlei Einflüsse verändert ist, quasi blind und nur mithilfe der vom System vorgeschriebenen Regeln zu überleben in der Lage ist, wird uns klar, dass wirklich jeder, ob Mensch ob Tier, ob Gandhi oder Hitler – LIEBENSWERT ist.

Liebespotential nicht erkannt

Liebe ist das stärkste Wort überhaupt, weil es letztlich das beschreibt, was unser Lebensinhalt ist, was wir selbst sind, auf dem die Natur, die Schöpfung, das Universum basiert. Würden die Menschen das, was an Liebespotential da ist, (es ist unendlich) nur ein wenig ausschöpfen, – was wäre es für ein paradiesisches Leben auf der Erde. Doch die bittere Realität ist, dass von Liebe auf dieser Welt, in diesem Denksystem keine Spur zu finden ist.

Missbrauchte Liebe

Die Liebe, besser das Wort Liebe, wird, wie eingangs schon erwähnt, auf vielfältige Art missbraucht. Von Staat, der Industrie, Religionen, Diktatoren, Politikern, ebenso von ganz normalen Menschen. Wir, die wir in diesen Strukturen leben, sind so überfrachtet mit Signalen, dass es uns zumeist nicht mehr möglich ist, das zu sehen, was eigentlich mit Liebe gemeint ist. Die Liebe, von der hier die Rede ist, sind wir selbst, sie ist in jedem von uns, als Urgrund für unser Dasein.

Die Schöpfung ist Liebe

Und das ist nicht so oberflächlich gemeint, als dass hier von der körperlichen Liebe die Rede wäre, die zu neuem Leben führt. Die Liebe ist die Quelle allen Daseins, des Universums. Sie ist nicht nur sein Anfang, sondern sie ist die Schöpfung selbst. Die Schöpfung ist Liebe. Alles, was aber aus Liebe heraus entsteht, kann nicht schlecht sein.

Wir können wahre Liebe nicht erkennen

Darum sind wir alle voller Liebe, sind wir alle, ist das Leben, das Universum, gut. Voller Liebe, durchdrungen von ihr, sie selbst. Liebe ist. Wir (eigentlich alle Menschen), die sich den Konformen von Erziehung und Wissenschaft zwangsläufigerweise – weil sie nun einmal in diesen Strukturen leben – unterwerfen, sind bedauerlicherweise fast nie in der Lage, diese Liebe zu erfahren, sie zu verstehen.

Gefangen in einem komplexen System

Wir sind in einem ungeheuer komplexen System gefangen, das auf grundlegenden Axiomen aufgebaut ist. Verändert man diese Axiome (die reine Fiktion sind – gebt mir einen festen Punkt etc. …) verliert alles seinen Sinn, was das System postuliert hat. Die wahre Liebe, die, von der hier geredet wird, hat nichts mit den Prämissen und Grundlagen, den geschriebenen und ungeschriebenen Gesetzen dieses Systems zu tun. Sie steht nicht auf irgendeiner Seite, sondern an einem Ort, der mit dieser Definition überhaupt nichts zu tun hat. Sie sprengt jeden Dualismus, stellt sich über, unter, in, hinter, durch die Dinge.

Unbedingte Liebe

Alles geschieht aus unbedingter Liebe. Deswegen ist es auch nicht notwendig, über irgendetwas, das man als negativ empfindet, traurig zu sein. Man weiß ja, dass es aus unbedingter Liebe zu einem selbst passiert, zum Leben, zum Schöpfer, zum Eins, dass man ja selber ist. Es ist also schlichtweg unmöglich, das es irgendetwas negatives gibt. Die Negativsmen entstehen nur aus dem, was wir an Regeln leben, was man uns mit Konsum, Erziehung, Schule, Ausbildung, Werbung, Fehlinformationen, beigebracht hat. Wirklich, real ist das alles nicht. Wenn wir von Liebe reden, reden wir über die großen Zusammenhänge. Ängste, das was Liebe verhindert, entstehen immer aus falschen oder unzureichenden Informationen.

Unzureichende Informationen

Die Informationen, die wir erhalten, können gar nichts anderes sein als unzureichend. Sie sind schon aufgrund ihrer Form – in Sprache gepackt – missverständlich und unzuverlässig. Doch wir haben unser Leben darauf aufgebaut. Wenn wir uns heute nicht ihnen konform verhalten, erwarten wir Nachteile. Das macht uns Angst. Wir stehen also vor diesem riesigen Gebäude aus Lügen, in dem wir leben, ahnen es. Und gehen doch jeden Morgen, wenn wir aufstehen, wieder hinein. Erkennen wir jedoch einmal, dass dieses Gebäude nur Fiktion ist – und der wahren Liebe in die Schöpfung nicht standhalten kann – sind wir schon auf dem richtigen Weg.

Die Liebe erschließt sich Stückweise

Es ist natürlich nicht möglich, einfach Adieu zu sagen, zu dieser Struktur der (unbewussten) Lügen. Die Liebe, versucht man sie erst einmal in ihrer wirklichen Bedeutung zu ergründen und zu leben, erschließt sich stückweise. Eines führt zum anderen. Wahre Liebe, die Liebe, die zu beschreiben versucht wird, entsteht aus sich selbst. Jedes Bisschen, das wir geben, gibt uns genauso viel, wenn nicht mehr zurück. Liebe ist Glück.

Ein universelles Schlüsselwort, das schlicht und einfach alles bedeutet. Die Schöpfung besteht aus Liebe, alles was passiert, geschieht aus Liebe.

Liebe ist Freude und Frieden

Denn das, was diese unbeschreibliche Liebe des Schöpfers zu jedem einzelnen seiner Geschöpfe ist, beinhaltet die Freude, den Frieden. In diese Liebe setzten wir unser Vertrauen, ihr sind wir dankbar, für die Fülle des Lebens, das uns umgibt. Schön ist es, dieses Pulsen der Schöpfung bewusst zu verspüren, ein ehrfurchtsvolles Staunen bemächtigt sich unser. Einher mit der Erkenntnis, dass der Schöpfer nur Liebe ist, alles was passiert, also nur aus Liebe geschieht, gehen Kreativität, Inspiration, das Schöpfen aus einer Quelle, die über den Realitäten steht, welche doch nur zusammengepfuschte Illusionen des Ego sind. Liebe ist der Schlüssel zu den Universen, zur Schöpfung des Schöpfers, die eins mit allem ist.

Der Ursprung

Es ist das Wort der ungeheuren Macht, aus seiner wahren Bedeutung entspringt ganz einfach alles. Darum sind Illusionen, Meinungen, unser Denken, welches irgendwelche Dinge, Situationen, Umstände angeht, die uns vielleicht Leiden machen, unwichtig, denn sie passieren aus der Liebe des Schöpfers zu seinen Kindern, die eins sind mit ihm. Es gibt nichts Negatives, denn alles passiert aus Liebe. Die Liebe die gemeint ist, geht über alle Formen, die vergänglich sind, hinaus. Der Tod ist lediglich die Bestätigung der Vergänglichkeit von Formen. Nie aber würde der Schöpfer in seiner Liebe ein Sterben, Leiden in der Form, wie wir es wahrnehmen, in unserem trennenden Denken, zulassen.

Liebe ist absolut und ewig

Gott ist ewig, darum auch wir. So kann es keinen Tod geben. Nur eine Form löst sich auf, geht hin zu der ewigen Quelle, die sich außerhalb all der Illusionen befindet, geht in die Liebe. In das Licht der Liebe des Schöpfers. Das ist kein Grund zu trauern, ganz im Gegenteil. Sieht man die Wahrheit, ist dies ein Grund zur Freude.

Liebe bedeutet Ganzheit

Denn was kann herrlicher sein, als die allumfassende Liebe Gottes, des Schöpfers, der sich ganz stark in Mutter Erde manifestiert. So ist diese Liebe auch ein Trost, wenn wir der Vergänglichkeit der Form nahekommen. Wir sind gewiss, der Verstorbene kehrt in diese Schöpfung, die Liebe ist, heim. Das ist Grund zur Freude. Die Liebe ist das, was die Welt ausmacht. Liebe bedeutet unbedingte Ganzheit. Sie vereint alle Widersprüche, deckt deren Sinnlosigkeit, ja Nichtexistenz auf. Liebe ist vollkommen ganz.

Geblendet von unseren Gedanken

Die Welt besteht aus Liebe, sie ist erfüllt von ihr. Unser einziger Fehler ist, dass wir sie, die wir sie ganz selbstverständlich in uns tragen – denn wir sind Teil der Schöpfung und die Schöpfung ist die Liebe – nicht erkennen zu können, geblendet von unserem Denken, dass die Illusion für wirklich hält. Unser Denken, dass die Wirklichkeit, die pure Liebe nicht erkennen kann, hat sich selbst die Augen verbunden.

Egodenken mit verbundenen Augen

Es greift sich, je nach Situation, irgendwelche Dinge aus der Erinnerung, der Vergangenheit, setzt damit ein Ego zusammen, das die Welt und das Leben nur unter den Prämissen dieser Erinnerung und den „logischen Schlüssen“ daraus sieht. Dass all diese Eindrücke, begründet in der dualistischen Anschauung der Dinge, der Einteilung in Gut und Böse etc. letzten Endes nur pure Phantasie sind, dringt nicht in das unbewusste Denken ein. So entsteht eine Welt, die augenscheinlich ohne Liebe ist. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Hinter all dieser negativen Projektion steht die Schöpfung.

Liebe ist zwangsläufig

Sehr einfach: Da die Schöpfung die Liebe selbst ist, die alles ausfüllt, kann ihr Erschaffen auch nur Liebe sein. Alles also, was passiert, – der Wille der Schöpfung, – geschieht aus purer Liebe. Auch, wenn wir das aus unserem begrenzten Verstand, unserer eingeschränkten Erkenntnis absolut nicht erkennen können. Doch ist diese Erkenntnis der allumfassenden Liebe vollkommen zwangsläufig. Das kann uns ein gewaltiger Trost sein. Die Liebe kennt keine Zeit.

Liebe ist nicht singular

Ein wesentliches Merkmal dieser Liebe ist, dass sie ja keineswegs einseitig ist. In dem Maße, in dem diese Liebe gelebt, weitergegeben wird, kehrt sie zurück, wird die hervorragende Liebe der Schöpfung deutlich, bezogen auf den einzelnen, der insoweit kein Individuum, sondern Teil der Schöpfung, der Liebe schlechthin, damit unsterblich ist. Die Liebe der Schöpfung zu ihren Kindern ist ewig und unbegrenzt. In dieser vollkommenen Liebe gibt es keine Schuld, kein Leid, keine Vergangenheit und darum auch keine Angst. Diese Liebe der Schöpfung findet sich lediglich in der Wirklichkeit des „Jetzt“.

Das Ich definiert sich aus Formen

Das, was in einer blinden Gesellschaft, das „Ich“ ausmacht, welches sich über Formen definiert, das Ego, kann im absoluten „Jetzt“ nicht existieren. Der Grund ist, dass es von unserem Denken erschaffen ist. Dieses Ego setzt sich zusammen aus Fragmenten der Vergangenheit, Erinnerungen, Erfahrungen, Lektionen in der Welt der Formen. Diese Bezugspunkte, reine Illusion aus der Vergangenheit, benützt es, um die Zukunft zu deuten. Die Gegenwart wird überbrückt. Sie ist nur der Wartesaal für die Hirngespinste aus der Vergangenheit, die die Zukunft beeinflussen sollen, Angst generieren.

Schuld kann es nicht geben

Die Gegenwart, erkennt man sie als solche, ist das absolute, angstfreie, von der Vergangenheit nicht beeinflusste „Jetzt“- die Liebe. Denn Liebe ist angstfrei. Ganz einfach weil sie unbeeinflusst im Jetzt stattfindet, wie alles, was Schöpfung ist. Angst kommt immer aus dem Erfahrungsschatz der Vergangenheit, der in die Zukunft projiziert wird. Das Verstehen wirklicher Liebe, der Liebe der Schöpfung zu ihren Geschöpfen, liegt nur offen, wenn man sich von der Vorstellung trennen kann, dass irgendein Wesen, das eine Schöpfung des Schöpfers ist, irgendeine Schuld tragen könnte. (Wie könnte dies sein? Dann wäre die Schöpfung selber schuldig?) Lediglich wenn man dies erkennt, ist man in der Lage die Universalität, die schier unvorstellbare und unerklärliche, alles ergreifende, übergreifende Liebe zu verstehen. Damit hat das Ego nichts am Hut. Es wird sich mit aller Entschiedenheit wehren. Denn die Ängste, die ahnungsvollen Blicke in die Zukunft sind das, aus dem es sich definiert.

Das Pulsen der unbedingten Liebe

Das Ego, das sich der Formenwelt ergibt, kann den Hintergrund, der keine Dimension hat, der also die Hierarchien sprengt, nicht oder nur sehr selten erkennen. Manchmal leuchtet das Licht der Schöpfung vage durch den Nebel, den das Ego erzeugt. Vielleicht beim Anblick eines Sonnenaufganges im Gebirge, vielleicht wenn man bei der Geburt eines Lebewesens anwesend ist. Dieses Pulsen des Lebens, der unbedingten Liebe, gilt es zu vergegenwärtigen, auszudehnen, weiterzutragen. Schuld ist Illusion. Im Jetzt sind wir schuldlos. Die Gesetze, die uns für schuldig befinden, haben nie existiert. Sie sind so wahnsinnig, wie das, aus dem sie entstanden sind. Im ewigen Jetzt haben sie keine Bedeutung.

Gebunden in der Welt der Formen

Die Schöpfung ist größer als jeder Makel, sie nimmt ihre Geschöpfe nur als das an, was sie in Wirklichkeit sind. Ihre Kinder. Die Schuld, die durch die Illusionen der Vergangenheit manifestiert ist, gehört nicht zu dem, was ihre Kinder wirklich sind, darum hat sie keine Wertigkeit. Alles was ist, ist unbedingte Liebe. Nachdem die Schöpfung pure Liebe ist, ist alles, was aus ihr heraus passiert, auch in der Welt der Form, die ja auf der Schöpfung beruht, reine Liebe.

Hingabe an das Jetzt

Wenn wir aus dem, was passiert, in der Welt der Formen, einen anderen Beweggrund sehen, außer der wahrhaften Liebe Gottes, sind wir noch gefangen in der Welt der Formen, haben wir uns noch nicht vollkommen getrennt von der Trennung, sind wir noch ohne die Hingabe an das Jetzt, schöpfen mit unserem Ego aus der Vergangenheit, kreieren wir Leid und Sorge, Schuld.

Was passiert, passiert aus Liebe, auch wenn wir es nicht verstehen

Wenn wir nicht verstehen, aus welchem Grund die vielleicht grausamsten Dinge passieren, müssen wir sie hinnehmen, so wir nichts tun können sie zu beenden. In der Gewissheit, dass es genauso wie es ist, der Wille der Schöpfung ist. Und wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass der Wille der Schöpfung immer und ewig die absolute Liebe ist, auch wenn wir dies nicht mit den Dingen, die passieren, in Einklang bringen können. Die Schöpfung ist unfehlbar in ihrer allumfassenden Liebe.

Liebe dehnt sich aus

Liebe ist Fülle. Sie ist, da sie die Schöpfung selbst ist, unendlich groß, sie dehnt sich aus. Wer in der Lage ist, sie zu erkennen, sieht, dass sie alles vereinnahmt. Sie durchdringt die stärksten Mauern, weil für sie die Mauern gar nicht existieren. Es ist die Rede von der Liebe der Schöpfung zu dem, was erschaffen ist, als Teil der Schöpfung. Was könnten die Schöpfungen der Schöpfung anderes tun, als zu erkennen, dass sie vom Vater, Mutter Schöpfung als Teil ihrer selbst geliebt werden? Dass diese Liebe jetzt, im Augenblick da ist, dass man sie nicht suchen braucht, weil sie Teil jedes Kindes der Schöpfung ist. Es gilt lediglich, sie endlich zu erkennen.

Leben und Angst
Leben und Angst

Ego verliert seine Deutung

Doch das Ego, dass mit seinen Erinnerungen aus der Vergangenheit, die es in die Zukunft projiziert, um die Gegenwart zu verdecken (die Gegenwart ist nur noch der Ort um auf die Zukunft zu warten), kennt die wahre Liebe nicht, denn die hat nichts mit ihm zu tun. Das Ego würde im Licht dieser mächtigen, allumfassenden Liebe nicht mehr existieren, es würde schlicht seine Bedeutung verlieren, besser eine Neue erlangen: überhaupt gar keine. Im Licht der Liebe sind wir alle vollkommen unschuldig. Denn so hat die Schöpfung uns aus sich selbst heraus erschaffen. Liebe ist die vollständige Unschuld.

Trennung von der Schöpfung

Da die Schöpfung Liebe ist, können wir, als ihre Kinder, nichts anderes sein. Dies aber wird nicht erkannt, von den von Machtgier, Geiz und anderen Unarten der Gesellschaft blind gewordenen. Sie haben sich von der Schöpfung getrennt, sind der Ansicht, sie wären in der Lage, irgendwelche Ziele zu erreichen, in ihrer so stark eingegrenzten Welt. Sie trennen sich selbst vom Universum, von der Liebe, weil sie sich von Kleinheit beeindrucken lassen. Sie halten fest an Formen, sind enttäuscht, wenn sich herausstellt, dass diese äußerst vergänglich sind. Zumeist begeben sie sich dann in das nächste Formenbild, ohne auch nur einen Augenblick inne zu halten.

Der heilige Augenblick

Es gibt jedoch ebenso Momente, in denen offensichtlich und klar wird, wie belanglos Formen sind, dass Vergangenheit und Zukunft nur Illusionen, Einbildung unseres Ego sind. Die sind im absoluten Jetzt, dem Moment, dem Augenblick zu finden. Nur das Ego schafft eine Vorstellung, ein Denken, dass den Tod beinhaltet, die Schuld, die Angst vor dem Tod, vor der Hölle. Die Schöpfung lebt das ewige Leben. Die Schöpfung hat mit Vergangenheit und Zukunft nur soviel zu tun, als dass sie diese Begriffe vollkommen unnötig macht. Sie existieren für die Schöpfung nicht. Denn sie ist im Jetzt. Im vollkommen reinen, unschuldigen, liebevollen Jetzt. Liebe schließt alles Negative aus. Kann den Liebe Sünde sein? Eben das ist nicht der Fall.

Diese Welt des Irrsinns hat nie existiert

In der Liebe, die gemeint ist, die nichts mit dem zu tun hat, was wir vielleicht in einer Begegnung von Körpern zu sehen glauben, in dieser Liebe, die allumfassend und allbedeutend ist, spielt diese Welt des Wahnsinns, welche unser Ego erschaffen hat, nur noch die Rolle, die ihr als Illusion gebührt – sie hat nie existiert. In der Liebe vergehen alle Dualismen, sie ist „Eins“. Sie löst die Gegensätze, die Trennung von von ihr, also die Trennung von der Schöpfung, in ihrem alles überstrahlendem Licht auf. Sie liegt in uns. Sie ist die wirkliche Quelle für unsere Existenz, für unser Sein. Nicht das, was wir mit unseren begrenzten Sinnen, unserem genarrten Denken meinen.

Liebe kennt weder Zeit noch Raum

Die Liebe wandelt die Illusionen nicht. Sie verdeutlicht lediglich, dass sie nie existiert haben können. Das passiert durch die Erkenntnis der Liebe. Wer sie nämlich nur verspürt hat, wen sie nur gestriffen hat, dem geht auf, dass angesichts ihrer zeitlosen, formlosen Allmacht, ihrer Allgegenwärtigkeit, ihrer endlosen Ausdehnung, die weder Zeit noch Raum kennt, alles andere zwangsläufigerweise, vollkommen ohnmächtig dieser Präsenz, die gleichzeitig, weil sie alles ist, auch Nichtpräsenz darstellt, zugeordnet ist.

Fazit

Es existiert nur eine Wahrheit. Das ist die Liebe. Wir sind von ihr umgeben, durchdrungen. Nur gibt es allzu viele Menschen, die dies nicht sehen können. Sie suchen die Liebe vergeblich in der Form. Und wenn sie denken, sie hätten sie gefunden, wird sie ihnen jäh durch die Vergänglichkeit jeder Form entrissen. Die wahre Liebe, die unangreifbare, ewige Liebe liegt jenseits aller Form. Aller Norm.

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Ohne Angriff und Verteidigung überleben? Unmöglich!

Hammer

Ist es idiotisch zu glauben, man könne ohne Verteidigung, ohne Angriff bestehen?

Sehen wir uns doch sehr einfach einmal die Bedeutung der beiden Worte an. Auf den ersten Blick, ist das eine das Gegenteil des anderen. Offensichtlich sind die beiden Begrifflichkeiten jedoch voneinander abhängig, denn ohne Angriff gäbe es keine Verteidigung – sie wäre nicht notwendig. Was ist Verteidigung? Der Schutz der ureigenen Interessen gegen eine Attacke auf dieselben. Die Mittel der Verteidigung sind verschieden.

Hammer

Wenn ich mich nicht verteidige, werde ich zermalmt?

Angriff ist die beste Verteidigung – sonst könnte ja jeder mit mir machen, was ihm gerade einfällt.”

Eine kleine Geschichte. Lehnen Sie sich zurück.

Also … Es war einmal …

Wir gesellen uns zu Herrn Julius Schwadron. Er sitzt gerade vor dem Fernseher, auf seiner Couch, im Wohnzimmer der kleinen Reihenhaushälfte, die er, nach dem Tod seiner Frau vor 3 Jahren, alleine bewohnt. Während er gespannt den Worten des Tagesschausprechers lauscht, der sich über die neuesten Zahlen zu Firmeninsolvenzen auslässt, fühlt er einen Störfaktor an der Grenze seines rechten Sichtbereichs. Er wendet den Kopf, stellt fest, das einzige Bild in der Wohnung (außer der Madonna im Schlafzimmer) – ein röhrender Hirsch bei Sonnenaufgang – hängt nicht mehr an seinem Platz.

Aus unerfindlichen Gründen hat sich die Befestigung aus der Wand gelöst. Julius steht nun vor dem Unglück – das gerahmte Bild liegt kopfüber an der Wand gelehnt, doch es ist unbeschadet geblieben, der Nagel oder die Schraube in der Wand fehlt. Er sieht das Utensil – einen Eisenstift – auf dem Teppich. Julius empört sich. Das Verhalten des Ölgemäldes, oder des Nagels – wie man es auch betrachten mochte – ungerecht? Ungerechtfertigt? Jedenfalls zumindest unangenehm, störend, auf alle Fälle nicht akzeptabel.

Auf der Suche nach einem Hammer, um Nagel und Bild an seinen alten Standpunkt zu expedieren – damit das Gleichgewicht der Dinge wieder herzustellen – räumt Julius Schwadron die halbe Wohnung um – erfolglos. Es ist kein Hammer zu finden. Julius überlegt – zögert (sehr lange) – dann entschließt er sich, den Nachbarn leihweise um eine solche Gerätschaft zu bitten. Er kennt ihn nicht, es würde das erste Mal sein, dass man sich begegnet.

Immer noch sehr zögerlich, zieht er sich seinen Mantel über, schlüpft in die Halbschuhe. (Wer ist dieser fremde Mann?) Begleiten wir nun Herrn Schwadrons (Gedanken) Gang bis vor die Haustür des Nachbar. Um sich etwas selbstsicherer zu sein, kramt er in seinem Gedächtnis. Was weiß er über den Mann? Nichts. Bis auf das Rauschen der Toilettenspülung, ab und an den Duft einer Mahlzeit, verhält dieser Bursche sich vollkommen unauffällig.

Ist das nicht schon an und für sich verdächtig? Gerade noch berichtete die Tagesschau über neue Aktivitäten des IS-Terrors. Vielleicht bedeutete diese verdächtige Ruhe aber auch eine Drogenabhängigkeit? Hier schüttelte Julius Schwadron besorgt den Kopf. Etwas ganz anderes: Was würde dieser suspekte Mensch denken, wenn er ihn um den benötigten Hammer fragte? Mit Verachtung, da war sich Julius vollkommen sicher, würde er ihn behandeln. Herablassend. Denn wer besaß schon ein Reihenhaus, aber keinen Hammer? Er würde sich lächerlich machen, diesem bärtigen Terroristen gegenüber.

Gerade dabei, den nachbarlichen Gartenanteil zu durchqueren, zögerte Julius in seinem Schritt. Dieses Arschloch würde jedem in der Siedlung erzählen … das Getuschel hinter seinem Rücken würde noch zunehmen. Siedend heiß fiel Herrn Schwadron nunmehr das Worst Case Szenario ein. Dieser arrogante Pinsel würde ihn auslachen, sicher.
„Kaufen Sie sich doch einen Hammer! Der Baumarkt ist keine drei Kilometer entfernt!“
würde er blasiert bemerken, die Tür vor seiner Nase schließen.
AH! Dieser …! Julius schluckte schwer.

Wie eigenständig drückte sein Zeigefinger den goldfarbenen Klingelknopf. Ein wohltönender Dreiklang Gong. Sekunden verstrichen – für Schwadron dehnte sich diese Zeit irgendwie ins Nichts – die Tür öffnete sich. Da stand ein Mann, vielleicht dreißig Jahre alt, glattrasiert, er trug einen dunklen Anzug. Seine Augen blickten Julius durch eine schmale, randlose Brille freundlich an. Zu allem Überfluss hing an seinem rechten Bein ein etwa fünfjähriges Mädchen, das Herrn Schwadron ebenfalls aus großen Augen betrachtete.

„Sie! Sie!“
Dies presste Julius Schwadron noch erstickt hervor. Dann brüllte er los:
„Du glaubst wirklich, ich bräuchte deinen verdammten Hammer? Den kannst du dir in den Hintern schieben, du Kommunistenschwein, du drogenabhängiger Terrorist! Du Denunziant! Allen erzählen, ich wäre ein Arschloch, weil keinen habe, keinen Hammer? Hä? Das würde dir so gefallen? Hm? Ich hau dir gleich!“

Das rasche Schließen der nachbarlichen Tür ließ Schwadrons Wutattacke in sich zusammenfallen, schützte Herrn Schwadron vor weiteren, ernsthaften Verwicklungen. Mit pochendem Herzen, schwer atmend, sich und die Welt erst verfluchend, dann bemitleidend, kehrte er in seine Wohnung auf seine Couch, zum Fernseher, zurück. Ein Scheißleben!

Das Ölbild steht heute noch kopfüber an der Wand.

Verteidigung – Angriff – Haben Sie was gemerkt?

Sie lachen. Ihnen würde so etwas nie passieren, nein? Kommen Sie bitte mal näher. Ja. Sie! Noch ein Stückchen! Hören Sie gut zu. Es wird geflüstert.

Wissen Sie was da irgendwie beschrieben ist? IHR Leben!”

Und ahnen Sie etwas? Es gibt, geneigter Leser, dazu, vorläufig, nichts weiter zu sagen.

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