Der Mühlstein

Entlastung

Die Bürde, die uns das dualistische Denksystem, beginnend mit der Auffassung, es sei zwingend notwendig, ein Konstellation von Gut und Böse zu leben, auferlegt, hängt uns wie ein überdimensionaler Mühlstein um den Hals. Wie es einer schweren Last zueigen ist, verlangsamt sie unseren Schritt, behindert uns in jedweder Bewegung. Ein allzu bekanntes Bild, das hier gezeichnet ist.

„Außen“ hat Schuld

Die Bürde ist ganzheitlich. Sie wächst, zusammen mit uns, in den Algorithmen der Gesellschaft. So ist es nicht abwegig, zu postulieren, dass die Gesellschaft die Last darstellt. Womit wir bei der allzu beliebten Grundeinstellung der Menschen angelangt sind: *Die anderen sind schuld*, ein undefinierbares „Außen“ das „Schicksal“, „Karma“, die bösen Menschen.

Gewichtiges Urteil

Aus dieser Grundeinstellung sprudelt das Urteil. Und das Urteil, das hat Gewicht. Das wissen wir alle. Merken Sie was? Die Schuld! Die Sünde! DIE STRAFE! Hier ist der Mühlstein definiert. Erkenntnis bedeutet einfach, zu wissen, dass dieser Mühlstein lediglich manifestierte Illusion ist, dass er nicht existiert. Diese Schau zu verhindern, ist das einzige, mit aller Brutalität durchgeführte, Wollen unserer Egoprsönlichkeit.

Zu simpel

Verstehen Sie, wie unendlich einfach die Sache ist? So einfach – dass es niemand mehr versteht, in dieser Welt, in der alles immer komplizierter, immer partitionierter wird. Dieser grundlegende Denkfehler besteht lediglich in der Annahme, dass das, was „oberhalb“ dieser Konstitution von Wertigkeiten steht, „oberhalb“ der Konstellation „Gut und Böse“, ein böswilliges, strafendes „Etwas“ sein muss. Das macht das Gewicht aus.

Wir leben „Ergebenheit“

Das Problem ist, dass das, was wir leben, die Art und Weise, wie wir unser Dasein gedanklich gestalten, genau dieses Muster hervorruft, – ein Netz, in dem wir festkleben, wie in dem einer überdimensionalen Spinne. Weil wir nun keine andere Möglichkeit des Denkens aufgezeigt bekommen, machen wir es uns nach Kräften bequem, in dieser Falle. Wir erkennen ihren Negativismus, verstehen ihn nicht wirklich und – resignieren. Wir „ergeben uns dem Schicksal“.

Gesellschaftsstrudel

Und wahrhaftig, diese Resignation fällt im Gesellschaftssog nicht schwer. Letztlich „wissen wir es nicht besser“. Auf den ersten, leider entscheidenden Blick, scheint die Sache ohnehin absurd. All das angeeignete Wissen, über, von und durch die „Gesellschaft“ – das, was ich mir in meinem Leben „angeeignet* habe – all die Algorithmen, Verhaltensregeln, Schlussfolgerungen, schmerzvollen Erfahrungen, – all das soll auf einmal Illusion sein, also wertlos?

Unmöglich dies, denkend ,zu akzeptieren

Das zu akzeptieren ist für einem „normalen“ Menschen, jemanden, der mit Haut und Haaren eingebunden ist, in das System, schlicht nicht möglich. Es nimmt ihm jede Lebensgrundlage. Aus Unverständnis, gepaart mit dem doch so festen Willen, „das Wort Gottes zu erfüllen“ versucht nun nahezu jeder, dieser zwei Unvereinbarkeiten zusammen zu bringen. Und scheitert kläglich.

Nicht machbar

Solange wir also mit den Werkzeugen unseres dualistischen Verstehens versuchen, den kontraditkionären Gedankenzustand in unser – eben vom Urteil bestimmtes – Leben zu integrieren, werden wir, immer, in einer der tausenden und abertausenden Sackgassen landen, die das Ego, hinterhältig, installiert hat.
„Suche die Liebe, aber finde sie niemals, denn sie bedeutet mein klägliches Ende!“

Kein Kerker

Wir sind also nicht die „Gefangenen unserer Welt“, wir befinden uns nicht in einem Labyrinth, in keinem Irrgarten. Wir sind diese Welt, wir sind der Irrgarten. Das Zentrum. Der absolute Autor unseres Lebendrehbuches. Und nur die Angst, die scheinbar unüberwindbare Mauer aus Furcht, welche die Egoprsönlichkeit hier zementiert hat, hindert uns daran, die Wirklichkeit zu erkennen.

Erkennen heißt auflösen

Das heißt, wenn wir erkannt haben, was dieses Egomuster mit uns anstellt, ist es auch möglich, einen Raum zu erschaffen, wo dieses lärmende,immer laut kreischende Monster nicht zu hören und zu sehen und zu spüren ist. Dieser Platz ist – selbstverständlich – in Dir. Du besitzt die Kraft, die Stärke, diesen Ort mit Deinen Gedanken zu erschaffen – indem du feststellst, dass Du durchaus in der Lage bist, in der Meditation, eben diese Gedanken – abzuschalten.

Stille

In der Stille der Gedanken liegt der Weg zur Auflösung, zur Transzendierung Deines Leids – das einen Namen hat. “Welt“. An diesem Ort, wo Geist und Körper sich in Konzentration, in Achtsamkeit, in Bewusstheit, vereinigt haben, kannst du ruhig auf deine Lebensstrukuren blicken, und Du erkennst die negativen Tendenzen, Ideen, Strömungen, Strukturen. Und da Du sie erkennst und annimmst, sie sogar zärtlich in die Arme nimmst, kannst Du sie auch auflösen, transzendieren. Das nennt man „SÜHNE“.

Fazit

Die „Sühne“ ist nichts anderes als die Auflösung der Egoverhafteten Strukturen, die Leid erzeugen, in jedweder Form. Sie „lösen sich auf“ – denn sie haben nie irgendeine Relevanz gehabt, sie sind nur Schall und Rauch, nur eine fehlerhafte Idee. Es gibt sie gar nicht. Also ist alle unsere Angst, unsere Lebensangst, vollkommen unnötig. Die angstgestaltenden Kriterien sind nicht existent. Diese Erkenntnis, verinnerlicht, nicht nur verstandesmäßig erfasst, sondern tatsächlich verinnerlicht, ist de letzte Erkenntnis.

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