Vegan oder vegetarisch oder …?

Großartige Gedankenblase

Es ist keineswegs Absicht, hier großartig für die eine oder andere Seite einer Münze, der gigantische Größe im Gesellschaftsdenken, auch in der Spiritualität zugeordnet worden ist, Stellung zu beziehen. Doch lassen Sie uns die Thematik ein wenig näher betrachten. Das erste Argument, das, insoweit vollkommen zurecht, von den Befürwortern des veganen Lebens angeführt wird, ist, sehr grundlegend, das Gebot der Liebe zu allen Geschöpfen Gottes.

Problemchen

Dem scheint nicht viel entgegen zu setzen zu sein. Wir wissen aber mit derselben Sicherheit, dass es keine Sünde geben kann, in der Wirklichkeit der Liebe. Ein Konflikt, der keiner ist, tut sich auf. Der Knoten löst sich zur Gänze, wenn wir den Urgrund, aus dem diese Diskussion stammt, ansehen. Der entsprechende Denksanstoß: Es ist dem entsprechend „gut“ kein Fleisch zu essen, aber „böse“ wenn wir es tun. Und ich heiße Adam und Du Eva.

Lost paradise

Ist zu verstehen, was hier abgeht? Es ist sehr einfach von Nöten, eine Ebene tiefer zu gehen (oder „höher“) um die Problematik sich in Nichts auflösen zu sehen. Es kann die Schöpfungsliebe solches oder entgegengesetztes Verhalten nicht verurteilen, nicht einmal wahrnehmen. Diese diametralen Wertigkeiten, diese Diskussion, ist lediglich in der Körperwelt von ausgesprochen relativer („realer“) Bedeutung.

Ideenproblem

Es dreht sich hier auch um ausgesprochen „gedankliche“ Problematik, man hat uns die entsprechenden Prämissen, Leitideen, Standpunkte, Moralismen, seit wir in die Gesellschaft – wie auch immer – geboren sind, anerzogen. Man hat uns diese oder jene Meinung, auch den Wandel im Standpunkt, anerzogen, anmanipuliert. Und nach dieser Logik hat das vergane oder vegetarische Leben einiges für sich.

Der leidige Opfergedanke

Nichts desto trotz besteht die große Möglichkeit, dass hier ein „Opfergedanke“ ins Spiel kommt. Ein der Erkenntnis nicht wirklich zuträgliches Verhalten, das wir tunlichst zu vermeiden suchen sollten. Wer dagegen aus seinen Überlegungen heraus, freiwillig, zum Verweigerer von tierischen Eiweissen wird, dem sei dies, genau wie dem Fleischesser – vollkommen schuldfrei – selbst überlassen.

Sich für das Unglücklich sein entscheiden

„Opfern“ will in diesem Zusammenhang meinen, wir versagen uns den Genuss von Fleisch. Obwohl es uns schmeckt, lediglich, weil die entsprechenden Gedanken uns in diese „Ecke“ stellen, entscheiden wir uns, diesen „Genuss“ zu opfern. Es ist ein Opfern, ganz grundsätzlich, immer gegen den Gedanken der Schöpfungsliebe. Solange wir uns also etwas „versagen“ müssen, um unser Ziel zu erreichen, uns schlecht dabei fühlen – ist unsere Entscheidung nicht wirklich frei.

Starkes Bild

Das Bild der Liebe, das wir hier hochhalten, ist ausgesprochen mächtig, durchaus nachvollziehbar. Unserem Seelenfrieden zu Liebe, ist es angebracht, diesem Pfad zu folgen – obschon, im weiteren Fortschreiten, für jeden Einzelnen, vollkommen klar, ersichtlich wird, dass wir es, sagen wir einmal, „verkehrt herum“ halten, dieses hehre Bild. Wenn wir den entsprechenden Konflikt (mit allen dazugehörigen Umständen) in unserem Denken installieren, etablieren, ihn verinnerlicht haben – dann bleibt uns tatsächlich nichts anderes übrig, als eine Entscheidung zu treffen.

Fazit

Was wir in der Spiriualität aber tatsächlich erreichen möchten, ist Freiheit von solch kleinlichen, kleinen Gedankengängen/Entscheidungen („Wer sich über Kleines aufregt, ist selber klein“) – die doch nur die Regeln der Körperwelt, in ihrer kompletten Illusion, widerspiegeln. So bleibt jede „Streitigkeit“ reine Spiegelfechterei – im wahrsten Sinne des Wortes. Es liegt an uns, genau das in unser Universum zu implementieren, was uns glücklich macht. Das ist der Wille der Schöpfungsliebe. Großes Denken – keine Partitionioerung.

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