Es gibt keinen Tod.

Es gibt keinen Tod.

Eine Vorstellung, die jeder einigermaßen vernunftbegabte Mensch sofort lächelnd in den Bereich der Märchen verschiebt. Schön wäre es – doch für das Altern des Körpers gibt es Hunderttausende von Beweisen. Die Wissenschaft, der Gesellschaftskonsens, postuliert die letzte Wahrheit über die Zellalterung – und nachdem es nichts gibt, was ich nicht anfassen kann, sind wir allesamt dem Tod überantwortet. Da beißt auch die noch so eifrige Maus keinen der Fäden ab. Sollte man meinen. Eine durchaus fehlerhafte Information, eine Schlussfolgerung, die auf einer chaotischen Basis ohne irgendwelche Existenzberechtigung aufgebaut ist.

Nun – das schreit nach Erklärung, nur zu offensichtlich. Die Argumentation der Gesellschaft beruft sich, beruht auf der unbedingten, tausendfach belegten Meinung, der Mensch, das Wesen des Menschen, das ICH – sei der Körper – oder „er“ würde „es“ in zumindest sehr überzeugender Weise vertreten. Diese Überzeugung beinhaltet dann das komplette Paket – neben dem sicheren Tod sind Krankheit, Krieg, Unwetterkatastrophen und auch sämtliche negativen Attribute des herrschenden Denksystems – nämlich Gier, Heuchelei, Machtbesessenheit, ein urteilendes Schuldkarussell, inbegriffen.

Das Spiel des grinsenden Ego, das uns fest in seinen Pranken hält, wäre nicht komplett, würde es nicht auch einen Ausweg aus der nur allzu offensichtlich leidvollen Situation anbieten. So bietet es geifernd die (Er) Lösung an: Den Tod. Endgültig. Wenn da nicht dieser Berg von Sünden wäre, der auch diesen Ausweg zur unwägbaren Angstfalle mutieren lässt. Und weiter geht es mit der Scheinheiligkeit: Ausformulierte Religion, ein gigantischer Kerker aus Regeln und Forderungen werden als der einzige mögliche Weg skizziert. Und in ihrer (vollkommen wortwörtlich) blinden Angst vor dem Unbekannten (dem strafenden Gott – wie man gelernt hat) unterwerfen sich die Menschen all diesen Postulaten, leben ihr Dasein in vorgeschriebener Kleinheit, begrenzt und in hohler, sinnloser, Tätigkeit des sich selbst potenzierenden Chaossystems, des dualistischen Schuld- und Urteilsgedanken gefangen.

Das einzige Wollen des Egos für unser Leben ist es, die Tatsache zu verbergen, dass es sich aus einer 0-Wertigkeit erhoben hat – sein einziger Halt ist ein Denkfehler, ein Irrtum, den das Menschenkind, in seinem von der Schöpfung geschenktem, freien Willen, begangen hat. Wir finden diese ganz grundlegende „Situation“ in nahezu allen „heiligen“ Schriften abgebildet – in diversen Versionen. In der Bibel ist es der „Sündenfall“. Adam oder Eva – Kinder der absoluten Liebe – vergessen sich in dem Gedankenblitz, dass es „Gut“ sei, die Frucht nicht zu essen – dagegen „Böse“ sie zu verspeisen. Einer atomaren Explosion gleich entsteht hier das dualistische Gedankensystem, der strafende Gott, die Trennung der Kinder der Liebe von der Liebe selbst.

Eine logisch vollkommen unmögliche Momentaufnahme, in der wir gefangen sind. Dieser Irrtum also – die Ansage, es gäbe eine „grausame Unbedingtheit“ hat die geliebten Kinder der Schöpfung in ihr Leben in Verzweiflung und vorgeblicher Vergänglichkeit getrieben. Aus dem Prinzip des „Gut“ und „Böse“, dass der Mensch nunmehr lebt, ergeben sich ganz zwanghaft all die oben beschriebenen Dinge, die Vergänglichkeit, die Schuld, die Krankheit, die Verzweiflung der Menschen ob der so offenbaren Sinnlosigkeit in der Ungerechtigkeit des menschlichen Daseins.

Nun, das Postulat: „Es gibt keinen Tod“ straft all diese Horrorschlussfolgerungen Lügen. Es steht für die Wahrheit, dass die Liebe der Schöpfer aller Welten ist, als einziges in der Lage, absolut zu wirken. In der Liebe, in der Absolutheit, der Ganzheit, dem AllEins der Liebe, gibt es keine Unterschiede, es gibt schlicht und einfach kein „Gut“ und „Böse“. Und diese Welt, installiert in Liebe, mit in Liebe geborenen, eingeborenen Kindern der absoluten Liebe, die diese Liebe auch wahrhaftig und gänzlich leben – das ist die Wirklichkeit! Eine Absolutheit ist niemals in der Lage, etwas anderes als Absolutheit weiter zu geben, es wäre gegen das innerste Streben – und das ist allumfassend zärtlich, liebevoll.


So ist ein Leben in Vergänglichkeit und Leid, wie wir es uns malen, schlicht und einfach eine Unmöglichkeit, eine bittere Illusion. Vielmehr noch ist es ebenso eine Entscheidung – denn wir haben die Wahl – zwischen dieser Welt der Vergänglichkeit und Schuld – und den Universen der allumfassenden, absoluten Liebe. Jeden Augenblick in unserem Leben ist es uns gegeben, uns, in unserem freien Willen, für das eine – oder das andere zu entscheiden.

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Die Zeit stammt aus der Urfrage?

Zugleich mit der Urfrage nach Gut und Böse, entstand auch der Begriff der Zeit im menschlichen Denken. Und ganz genauso, wie die Begrifflichkeiten Schuld und Sünde, stellt er ursächlich die Mauer dar, die das Kind Gottes vorgeblich von seinen Eltern getrennt hat. Die „Zeit“ ist das Gefängnis der Partitionierung, des Verkleinerns, der Verschleierung des Sinnes.

Kettenreaktion?

Die Zeit geht aus der Unterscheidung zwischen „Gut“ und „Böse“ hervor. Es ist hier eine Hierarchie entstanden, die den Begriff der Zeit erforderlich macht. Es muss zwangsläufig positioniert werden. Der Zustand „Gut“, genauso wie sein Gegenteil, benötigen Platz, genauso wie die unendlich vielen Facetten, die im selben Augenblick des „Sündenfalles“ entstanden. Eine Kettenreaktion, eine furchtbare Explosion.

Versuchte Zerteilung des Ursprung?

Das Gefälle, dass entsteht, wenn das Ursprüngliche zerteilt wird, ist die Zeit. Natürlich ist das unmöglich, doch die Menschen glauben daran, – so wird es „real“. In der Liebe sind alle Begrifflichkeiten in ihrer, immer konträren, mit einem Ungleichgewicht versehenen Konstellation, durch die Vereinigung, in sich selbst, ganz einfach aufgehoben, ausgelöscht.

Der strafende Gott?

Die Schuld und Sünde, aus der Vorstellung eines strafenden Gottes entstanden, machen also die Dynamik der Zeitidee aus. Und das unfehlbare Werkzeug, sie als nicht existent zu erkennen und zu verinnerlichen, ist der liebevolle Gedanke. Liebesgedanken kommen aus Deinem Wollen. Sie sind der Ruf Deines Inneren Kindes, sein fröhliches Gelächter.

Die Zeit zerbröckeln sehen?

Liebesgedanken zu Taten werden lassen. Den Liebesgedanken gestatten, das komplette Denken auszufüllen – die Zeit zerbröckeln sehen. Und was anderes, als pure Liebe, ist die Vergebung? Die Grundvoraussetzung für jedes liebevolle Denken und Handeln. Liebevolle Gedanken überbrücken die Kluft, die durch das falsche Denksystem installiert wurde. Sie erlauben direkten Zugriff auf das Glück.

Fazit

So vergeben wir unseren Schwestern und Brüdern – und zu aller erst uns selbst, in der Erkenntnis, dass Schuld und Sünde nur Hirngespinste einer 0-Wert-Gesellschaft sind. Hohle Phrasen, entstanden aus dem Nichts der Furcht vor einem strafenden Gott. In diesem neuen/uralten Verständnis findet sich vollkommene und vollkommen berechtigte Angstfreiheit, das Wissen um die eigene Unsterblichkeit, die Nichtigkeit von Krankheit, Sünde und Leid. Und wir lösen in diesem Tun die Zeit auf.

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