Die Intellektualität – der Gegenentwurf zur Liebe?

Intellekt

Kritisch hinterfragen?

Die Intellektuellen – vormals der Begriff für eine Ebene von Menschen im System, die verstandesmäßig kritisch hinterfragen, Position beziehen, ihre Meinung zumeist öffentlich kundtun. Der Intellektualität – als sie so noch bestand – haftete ein gewisser Glorienschein an – ein wenig die Tendenz des linken Revoluzzertums ebenso. Von dieser Intellektualität – mit durchaus positiven Vorzeichen, ist in unseren Tagen der Informationsexplosion nichts mehr übrig geblieben. Dieser Intellekt der hinterfragenden „Weisheit“ wurde gnadenlos durch Algorithmen einer unbestimmten AI ersetzt. Noch, zumindest bildlich gesehen.

Partuinierung von Begrifflichkeiten?

Der heute postulierte Verstand, die heutige Intellektualität, erschöpft sich ganz offensichtlich in Meinungen und Prognosen von Medienpopulisten – der Hauch von „Underground“ des einstigen Intellektualismus ist längst verschwunden. Doch – wehmütige Erinnerungen hin oder her – der Intellekt, das ist der Verstand. Eine herausragende Eigenart des verstandesmäßigen Denkens ist die Zerteilung, die Partitionierung der Begrifflichkeit schlechthin. Das ist die Methodik der intellektuellen Wahrheitsfindung. Klingelts?

Der Schlammpfuhl des Intellekts?

So unbequem diese Wahrheit auch ist – hier liegt der Grund der Trennung der Menschen im Gesellschaftssystem von der Schöpfung, der Wahrheit. Denn nichts anderes ist der Intellekt, mit nur wenigen Ausnahmen, als ein sich Suhlen in dualistischen Formulierungen, immer tiefer hinein in die Konstruktion des Urteils, der Abwägung, sie somit noch ausweitend, stärkend. Das Schlimme: Dieser Intellekt ist Meinungsmache. Information – der Weisheit letzter Schluss – reflektieren sich im Rest der nichtintellektuellen Menschheit.

Kapitalbezogner Intellekt?

Und wenn wir zu Beginn den Intellektualismus der vergangenen Jahrhunderte beschrieben haben, so existiert neben diesem, sozusagen „romantischen Intellektualismus“ mit dem Beginn der Industrialisierung, noch ein anderer. Nämlich der der bestechenden Intelligenz derjenigen, die in unseren Denkstrukturen als die „Mächtigen“ die „über die Welt bestimmenden“ gelten. Und diese durch und durch monetäre, kapitalbezogene Intellektualismus ist tödlich. Für die Erde, den Planeten, die Menschen.

Dualistischer Beton?

Der Intellekt zementiert also das dualistische Weltbild. Er dreht sich in dieser Struktur wild im Kreis, erschafft dabei, einem Derwisch mit Zauberkraft gleich, immer mehr von dem Chaos, verirrt sich immer mehr in jedoch nur scheinbaren, illusionären Begrenzungen, der er sich selber erschafft, die ihm so zwangsläufig den Weg weisen. Weiter in das immer partionierende, aufteilende, verkleinernde – sich trotzdem selbst potenzierende Gedankenchaos hinein. Unser Leben.

Selbstüberwindung des Intellekts?

„Lasset die Kinder und die geistig Armen zu mir kommen!“ Nicht von ungefähr ist dieser Aussage, einer der grundlegenden Konzepte überhaupt, in der Bibel, überliefert. Was möchte uns das sagen? Der Intellekt muss sich selbst überwinden. Wir sollen zurückkehren zur Unbedarftheit, zur Einfachheit der Betrachtung. Das Ganze sehen, ohne es auf der Stelle zu zerteilen und logisch zu erklären. Und dies ist das Ziel, dem die Intellektualität (obwohl sie durchaus das Gegenteil behauptet) konträr entgegensteht, mit ihrer Logik.

Einzelteile statt Wunder?

Es ist diese Tendenz des Abendlandes, die sich mittlerweile im Zuge des Kapitalismus über die ganze Welt verbreitet hat, die Blume zu pflücken, die Blütenblätter einzeln abzuzupfen, um sie, die Pflanze, zu erkunden und zu verstehen. Anstatt sie, in der Morgendämmerung, in ihrer wunderbaren Gänze, als ein von der Schöpfung geschenktes Zauberwunder an Komposition zu betrachten. Allein dieses vergleichende Bild zeigt auf, wie zerstörend, abwertend und irreführend der Intellekt sich darstellt.

Der Intellekt will sich nicht selbst leugnen?

Die Wahrheitsfindung ist ein Prozess, der mit dem Denken wie es uns zueigen ist, nichts zu tun hat. Der Intellekt ist bei aller Anstrengung, bei aller Diversifizierung, nicht in der Lage, das zu erkennen, was seine Gegenwart leugnen würde. Es ist nicht in der Lage, seine gedanklichen Konsequenzen als Illusion zu betrachten. Die Negation der sogenannten „Realität“ ist der größte Feind des Ego, so wendet es jedwede subtile Methodik an, uns von der Wirklichkeit der Liebe fern zu halten (das gelingt ihm durch vielerlei Ängste) um dadurch seine Existenz zu sichern.

Fazit

Es ist an uns, den Weg in dieser Erkenntnis weiter zu gehen, die Dinge in ihrer Ganzheit als wunderbares Etwas zu betrachten, fernab von jedem Intellekt die Quelle zu finden, die Stille der Gedanken, das Fehlen jedweden Urteils. In der Zeitlosigkeit, die uns zärtlich umfängt, die durchaus positiv ist. Ja, die Unbedingtheit, die der Intellekt nur mit dunklen Decken verhängt und zum Negativum der Vergänglichkeit gestaltet, ist fürsorglich, zärtlich, über alle Maßen liebend.

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Zwangsneurose

Sind wir alle Psychopathen?

Die Wissenschaft hat für den mentalen Zustand in dem wir uns alle (ohne Ausnahme) befinden, für unser Leben – beziehungsweise das, was wir für unser Leben halten, einen ganz speziellen Fachausdruck. Zwangsneurose.

Wikipedia schreibt:

Die Zwangsstörung oder Zwangserkrankung (englisch obsessive-compulsive disorder bzw. OCD) gehört zu den psychischen Störungen. Es besteht für erkrankte Personen ein innerer Zwang oder Drang, bestimmte Dinge zu denken oder zu tun. Die Betroffenen wehren sich zwar meist gegen diesen auftretenden Drang und erleben ihn als übertrieben und sinnlos, können ihm willentlich jedoch meist nichts entgegensetzen. Die Störung bringt deutliche Belastungen und Beeinträchtigungen des Alltagslebens mit sich.

Zwangsgedanken

Bei Zwangsgedanken handelt es sich um zwanghaft sich aufdrängende Denkinhalte, die üblicherweise als unsinnig erkannt werden. Einige Betroffene leiden zudem zusätzlich an formalen Denkstörungen, vor allem an Perseveration, Gedankenkreisen, eingeengtem Denken oder Gedankenarmut. In schweren Fällen kommen auch überwertige Ideen vor. In der Regel lösen Zwangsgedanken Abwehrrituale auf verhaltens- oder kognitiver Ebene aus. Selten vorkommende Zwangsgedanken ohne Gegenreaktion werden im angloamerikanischen Raum vereinzelt auch mit dem Begriff „Pure-O“ (engl. „pure obsessive“) bezeichnet.“

Die Gesellschaftsneurose?

Wie zu erkennen ist, kann die Symptomatik eins zu eins auf unser Leben übertragen werden. Die Zwänge, die Zwangsgedanken/Zwangsstörungen, jedoch, die wir leben, die uns beschreiben, uns ausmachen, uns definieren, sind dermaßen dicht mit unserem Alltag verwoben, dass es uns schier unmöglich ist, sie zu erkennen. Wir sehen die Neurose vor lauter Neurosen nicht. Es ist, als ob jede einzelne dieser Handlungen, dessen, was wir tun, obwohl wir seine offensichtliche Sinnlosigkeit für uns erkennen, ein Stück der Mauern eines Labyrinths darstellen, in dem wir uns hoffnungslos verlaufen haben.

Ein wirres Labyrinth?

Es ist uns unmöglich, über die Mauer aus Zwangsvorstellungen, verbunden mit den dazugehörigen Handlungen, hinaus zu sehen. Wir sind isoliert, in unserem Glauben. Gezwungen, in eine bestimmte Richtung, die uns die Mauer der Neurosen, der Ängste vorschreibt, zu wandern. Und bei dem Wort „vorschreibt“ blitzt etwas auf. Wir reden hier von unserem Leben, das unvorteilhaft und eigentlich gegen unser besseres Wissen, ja, gegen unseren Willen, von Ängsten beeinflusst, gelenkt wird.

Die Zwangsvorstellung ist auch eine Waffe der als mächtig Betrachteten

Wir haben den Begriff der Zwangsvorstellung aus der Psychologie übernommen. Die Figuren der Mächtigen, die sich in unserem Egoleben reflektieren, sind sich dieser psychologischen Dynamik durchaus bewusst und benutzen unsere Phobien, Neurosen, Abneigungen, Zwangsvorstellungen nicht nur, sie erzeugen sie ganz gezielt – in der Gesellschaft. Sie sind ein durchaus wichtiger Teil der Mauern des Labyrinths.

Eine neue Instanz des Denkens?

Um uns nun aus diesen Zwängen zu lösen, muss eine andere Denkstruktur zur Anwendung kommen. Beginnen wir damit, das Bild des gefangenen Menschen in einem Labyrinth aus Ängsten und Vorschriften, Blockaden auf eine andere Weise zu sehen. In dieser, unserer neuen Zeichnung nun , ist der Mensch die Mauer des Labyrinths, das Labyrinth selber. Es gibt niemanden, kein Außen, dass begrenzen würde. Die Idee des Labyrinths ist nur eine Idee. Wir sind vollkommen frei – viel mehr noch – wir sind die Erschaffer des Labyrinths.

Das Wissen um die Illusion ändert nichts an der Illusion?

Um nun, – wir befinden uns ja trotzdem schließlich in diesem Labyrinth, dass wir darum wissen, dass es nur eine Idee ist, Illusion, ändert an der Sache vorläufig nichts – gilt es gegen diese Vorstellung des Labyrinths (also gegen uns selbst, komplett entgegengesetzt zu unserem Denken) anzugehen. Worin bestehen denn die Zwangsvorstellungen in unserem Leben? Wie wäre es, ein wunderschönes Beispiel, denn mit dem Tod? Oder auch der Krankheit? Der Einsamkeit, dem Nicht geliebt sein? Das alles sind Dinge, die aus unserer Denkstruktur heraus definiert werden und so scheinbar Wirklichkeit gewinnen – Mauersteine in den Wänden unseres Labyrinths.

Verstandesarbeit?

Und wenn jemand nun sagt: „Aber das sind doch Realitäten, wir sterben, wir werden krank, wir leiden.“ dann ist dies lediglich die Bestätigung für die Ideen der Neurosen, die er (als Ego) mit ungeheurer Energie vertritt. Die Urgrund all dieser Neurosen ist die Ignoranz. Das menschliche Urteilsdenken ist übermächtig in den Vordergrund gerutscht, hat das Wunderbare, Herrliche für uns mit einem grauen, gar schwarzem Schleier bedeckt, jedweden Jubel ob der Herrlichkeit der Universen verstummen lassen.

Kognitive Dissonanz?

Wenn wir uns deutlich machen, dass diese „Realitäten“der Gesellschaft in keiner Weise vereinbar sind mit dem Gedanken des Absoluten – also der Liebe – von ebensolch absoluter Logik uns überzeugen lassen, viel mehr noch, unser heiliges Vertrauen in die Nichtexistnenz der beschriebenen Illusionen setzen, dann kann die Schöpfung, die Liebe, unseren Ruf hören,. Wenn wir jedoch unseren Aufschrei, unsere Bitte nach Liebe, an die Götzen richten, werden wir auch nur vergängliche Illusion im Gegenzug erhalten – keine Wahrheit.

Wiedererkanntes Selbstvertrauen?

Mit dem vollkommenen Vertrauen in die Liebe der Schöpfung aber, ändert sich unser Weltbild, ändert sich unsere Welt. Denn wir erkennen, das es mitnichten der Weg ist, Kleinheit zu leben und zu proklamieren. Es gibt mit dieser Erkenntnis über sein „Selbst“ als Schöpfer, als Kind Gottes, als Erschaffer alles Sichtbaren und Unsichtbaren keine Grenzen mehr, keine Ängste, die irgendwie hinderlich sein könnten. Und obwohl die Liebe keine Zeit kennt, zwingt das Denken der Menschen sie dazu, diesen Weg ebenfalls in den Begriff des Zeitlichen einzubinden.

Zeit in der Zeit – um die Wirklichkeit sehen zu können?

Das meint für uns, als Lernende auf dem Weg, dass obzwar alles, was an Problematik je existiert hat, schon längst aufgelöst ist, wir aber Zeit in dieser von uns erschaffenen Zeit benötigen, um diese Wahrheit zu erkennen. Denn wir sind auf vielfache Weise behindert, mit all unseren Sinnen, blockiert, blind und ohne Empfinden für diese Herrlichkeit, die doch so zum Greifen nah bei uns ist.Die Gesellschaft hat uns jeden wirklichen Affekt genommen.

Eine Million vollkommen richtiger Wege?

Es ist nun wohl tatsächlich so – wir sind in einer ungeheuer komplexen Situation gefangen – und ob genau dieser Komplexität scheinen sich auch tausende von Wegen aufzutun. Die Schöpfung in ihrer Liebe wird jeden Weg annehmen. Begreifen wir jedoch unsere oben beschriebenen Blockaden, verstehen wir, dass wir nur zu blind gemacht sind, das Paradies um uns herum wahrzunehmen, – reduziert sich die Zahl dieser Wege ganz enorm. Bis hin zur kompletten Nacktheit des Menschen, im Denken und als Körper.

Der nackte Mensch?

Unser Körper – das Etwas, das wir als „Ich“ definieren, als „mein“ zumindest. Das größte Geschenk der Liebe – als wunderbares Instrument des Verständnisses – ein „Etwas“, auf das wir direkten Zugriff haben, dass mehr als ein Teil von uns ist, mehr als jedes intellektuelle Bestreben. Hier, in unseren Energieströmen, sind die Blockaden manifestiert. Wir finden uns also auf den Körper als Manifestation in der Illusion reduziert – mit all seinen Energieströmen, welche durch die Vorstellung eines Körpers (wie sie unserer Denkaststruktur zueigen ist) in ihrem Fluss beschränkt wenn nicht zur Gänze behindert sind.

Tantra – ein Körperweg zur Erleuchtung?

Das Tantra – welches keineswegs mit dem zu tun hat, was der Begriff im gesellschaftlichen Konsens für den einzelnen bedeuten mag – zeigt zum einen auf sehr körperliche Weise, durch Körperübungen, Yogaübungen, konkretem Muskeltraining zum anderen auf dem intellektuellen, und ebenso auch dem sensitiven Weg diese Blockierungen aufzuzeigen und zu beseitigen, aufzulösen.

In der Freude Energien vereinen?

Das Ziel muss immer das Ganze sein – Tantra erreicht letztlich über den Körper den Zustand des Nichtkörpers, der Vereinigung in Energien – rein und klar und unbeeinflusst. Wo sonst, auf welchem Weg sonst, wäre dies so praktisch, so umfassend, so direkt und einfach möglich? Ein weiteres Attribut des Tantra, dass an die absolute Liebe erinnert: Tantra bringt Freude, Entspannung, Sensationen an Wohlbehagen. Dinge, die anfallen, wenn die Liebe der Lehrmeister ist.

Der „verkörperte“ Weg aus der Dinglichkeit?

Tantra ist der, im wahrsten Sinne des Wortes „verkörperte“ Wille und Weg aus der Dualität der dinglichen Welt, die unsere Körper und damit vermeintlich auch uns definiert. Wir reden hier von der erhabenen Idee des Tantra. Nicht vom Ausleben sexueller Triebe auf Kosten anderer. Tantra ist ein sehr direkter, ein sehr mit Nähe verbundener Weg – wir vermeiden das Wort „Intimität“, denn es verkörpert die Regularien des Dualismus. Doch ist diese wirkliche Nähe, die Vereinigung von Energieströmen, weit entfernt von dem, was in der Gesellschaft als erlebte Sexualität gehandelt wird. Keine gesellschaftliche Definition kann hier hinreichend sein.

Träume
Träume

Tantra ist HEILIG?

Um mit dem gebräuchlichen Vokabular zu sprechen, deutlich zu machen, darzulegen: Tantra ist HEILIG.. Und das ist durchaus umfassend gemeint. Das bedeutet, hier treten, vom ersten Augenblick an, Energiekräfte auf, die auf keinem der ungezählten vielen, anderen Wege und sogenannten andereren Wege in solcher Signifikanz, so direkt und deutlich spürbar, auftauchen können. Tantra ist – einleuchtender Weise, schließlich hat unser Körper am meisten mit uns zu tun – der vollkommen direkte Weg – (was den Körper anlangt, gibt es keinen anderen, außer den des Schmerzes in jeder Hinsicht – und der ist absolut untauglich) die uns von der Schöpfung der Liebe selber gegebenen Ressourcen (den Körper und damit auch die Lust) sinnvoll – zur Erkenntnis, zur Wahrheit hin, zu nutzen.

Fazit

Die Methodik des Tantra löst die generelle, menschliche Zwangsneurose auf. Denn das Tantra ist vom Gedanken der Liebe gänzlich durchdrungen. Dieser allumfassende, expandierende Liebesgedanke manifestiert sich in Begegnungen unter dem gedanklichen Vorzeichen des Tantra. Die Struktur des Gesellschaftsdenkens kann im Tantra nur sehr schwer Griff finden, die Sache ist eben glatt – zu nackt. Keine Diskrepanzen, an dem man sich festkrallen könnte. Die kaum vorstellbare Auflösung der menschlichen, kognitiven Dissonanz, das Verschwinden dieser Welt des immer schmerzlich nagenden Zweifels – hier wird sie Realität – in der Vereinigung der Energien.

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Die Sache mit dem Selbstvertrauen

Selbstvertrauen

The thing about self-confidence

Auf uns selbst zurückgeworfen?

Es geht ganz klar um Vertrauen. In dieser Welt, aus der ihr zueigenen Logik heraus, ist jedoch nichts zu finden, in das man wirklich vertrauen könnte. Wir sind auf uns selbst zurückgeworfen, unseren Gedanken des „Selbst“ Vertrauens. Von der Perspektive der für uns erkennbaren Materie aus betrachtet, ist alles vergänglich – der unvermeidliche Kreislauf des Lebens. Wie schon von anderen festgestellt wurde: Das einzige, auf das wirklich Verlass ist, scheint der Tod zu sein. Und der ist ja nun, nach dem Dafürhalten der Gesellschaft, eine äußerst obskure Angelegenheit.

Möglichst viele Regeln kennen?

Nun gut – da sind wir also – ein Mensch irgendwo in den Weiten des unendlichen Universums, auf einem blauen Ball, an irgendeinem Ort, unter vielen Milliarden anderer Menschen. Und hier gibt es Regeln. Unbestimmt und eine Menge, teilweise bis zur Unkenntlichkeit verhüllt. Der Sinn des Lebens, der Weg zum Selbstvertrauen nun, scheint es unter anderem zu sein, eine möglichst große Anzahl dieser Regeln zu kennen und anzuwenden.

Unser Selbstvertrauen gespiegelte Gesellschaftsnorm?

So gründet also unser Selbstvertrauen in den Regeln der Gesellschaft, die wir auf uns selbst reflektieren. Wir definieren uns – und unser Vertrauen (Selbstvertrauen) in diese Definition – in das, was wir über die Welt zu wissen meinen, was uns an Information und Schlussfolgerung – URTEIL – zur Verfügung steht. Es ist unsere gedankliche Formgebung der Welt, des Lebens, die unser Selbstvertrauen kommen und gehen lässt. Vermeintlich von einem „Außen“ beeinflusst.

Gefangen in gedanklicher Formgebung?

Nachdem diese „gedankliche Formgebung“ dessen, was wir erleben, (inklusive eines vermeintlichen Außen) also ganz uns gehört, sind wir auch in der Lage, „es“ zu beeinflussen. Es stellt sich also an diesem Punkt deutlich heraus, dass die gedankliche Formgebung unseres Lebens, in der wir eindeutig gefangen sind, ursächlich mit dem Selbstvertrauen zu tun hat. Mehr noch:

Superposition als Betrachter unsrer selbst?

Das Leben ist eine Perspektive der Superposition: Wir sind in diese „Superposition“ als singularer Betrachter unserer Selbst hineingeworfen. Die Art und Weise, wie wir diese, unsere Positionierung im Leben, (beileibe nicht die des gesellschaftlichen Konsens) für uns erklären, ist mithin der Hintergrund unseres Selbstvertrauens. Es gilt also einmal mehr, diese Superposition (so offensichtlich sie ist) zu erkennen.

Im Dualismus kann es keine Superposition geben?

Nun ist im in unserem Dasein aber mit aller Macht deutlich, dass im Chaos einer dualistischen Sichtweise, eine solche Superposition, (wie sie für uns aber doch unzweifelhaft besteht), nicht existieren kann. Das ist ein Dilemma, das wir nicht auflösen können. Die kognitive Dissonanz. Unser Lebenskampf, ganz kompakt. Und die Lösung für dieses Problem der Betrachtung der „Dinge“ ist eine durchaus radikale. Nämlich die Anwendung einer Denkstruktur, die der bisherigen kontradiktionär, als Antinomie, gegenüber steht.

Ein allzu großer Gegensatz?

Dazu ist es mehr als hilfreich, die Idee des Absoluten der Schöpfung, des Allumfassenden, alles umarmenden, der Liebe, zu verinnerlichen. Wenn wir uns die Großartigkeit der Liebe, der Schöpfung betrachten, im Gegenzug auf unsere sogenannte „Wirklichkeit“ blicken – wie könnte eine Dissonanz größer sein? Da scheint wahrlich kein Quäntchen Platz für die Liebe. Und das, was hier als „Liebe“ definiert ist, ist nur subjektives Statement.

Seifenblasen- Dramen – Leben?

Dieses sogenannte Leben, das von 99 Prozent aller Menschen geführt wird, erschöpft sich im Erleben von Seifenblasendramen auf einer Erfolgsleiter, deren Trittstufen aus Ängsten gefertigt sind. Lösen wir uns aber von der Denkstruktur, die dieses Bild für uns zur Realität werden lässt, verschwinden auch die Ängste, die verhindern, dass uns unser Selbstvertrauen seine wahre, uns wahrhaft angemessene, gigantische, alles überragende, absolute Größe zeigt. Der Weg dahin ist die Erkenntnis über die Liebe.

Der Virus der Gedanken der Vergebung?

Denn liebevolle Gedanken – und das ist die wunderbare Nachricht, die es überall zu verbreiten gilt – lösen diese Denkstruktur der Vergänglichkeit, des Schmerzes, des Urteils schlechthin – einfach auf. Je mehr an liebevollen Gedanken wir in dieses System einbringen, desto eher wird es kollabieren – sich zu dem Nichts auflösen, das es immer war. Und das gilt für das persönliche Denksystem ganz genauso wie es für das Denken der Welt gilt. Der Virus der liebevollen Gedanken.

Teil des Absoluten?

Wenn wir die Seifenblasendramen des Lebens, wie sie uns das Ego präsentiert, als solche erkennen, wenn es uns klar wird, dass sie nur Illusion sein können und sind, im Antlitz der alles überwältigenden, der alles überstrahlenden, der ABSOLUTEN Liebe. Und wenn wir weiter verstehen, dass jeder Mensch, jedes Lebewesen Teil dieses Absoluten, dieses Ganzen ist. Dann werden wir erkennen, dass Liebe nur Liebe hervorbringen kann – dass wir Kinder der Liebe sind.

Immer zärtlich beschützt?

Und als ein Kind der Liebe, als ein Kind der Schöpfung, sind wir eins – sind wir Alles – sind wir im Alleins der Liebe. Das heißt, wir sind jeden Sekundenbruchteil unseres Lebens, ganz ungeachtet dessen, was wir zu meinen glauben müssen, vollständig von zärtlicher Hand behütet – und alles was auch irgendwie passiert, was wir zu erleben glauben, passiert lediglich, um uns zu beschützen, um uns letztlich aufzuwecken, unsagbar fürsorglich wachzustreicheln – auf dass wir unsere Augen öffnen, hin zu der Herrlichkeit, der Unbeschreiblichkeit der Wahrheit.

Angst ist vollkommen unnötig?

Es ist also vollkommen unnötig, vor auch nur irgendetwas Angst zu haben. Die absolute Liebe kennt keinen Schmerz, kennt kein Urteil und auch keine Vergänglichkeit. Alles, was uns irgendwie Angst bereitet, kann nicht aus der Liebe stammen, die diese Dinge nicht kennt. Da die Liebe, die Schöpfung absolut ist – wird logisch erkennbar, dass diese Dinge darum nur ILLUSION sein KÖNNEN.

Kindliche Angst vor Schatten?

Wenn man einem kleinen Kind die Sache mit den Schatten erklärt, wird es weniger oder keine Angst mehr vor ihnen haben. Ganz genauso wird der Mensch auf seinem Pfad irgendwann erkennen, dass die Ängste in keiner Weise notwendig sind, ihre Ursachen, weniger als irreal, nie existiert haben. Da kommt das wahre Selbstvertrauen auf – denn angstfrei kann er voranschreiten. Lächelnd denen aufhelfen, die straucheln, die den Sinn noch verkennen.

Fazit

Es ist der Weg des unbedingten Vertrauens. Und dieses („Selbst“) Vertrauen, erkannt von dem heiligen Augenblick an, der jedem auf seinem Weg einmal zukommt, ist das Vertrauen eines Gottes in seine Schöpfung. Es ist unser Vertrauen in unsere Schöpfung. Unsere Liebe zu allem, was wir erschaffen haben. Und dies, das Alles, welches wir erschufen, als Gott, eins mit der Schöpfung, ist ohne Makel – gewiss nicht behängt mit den Gedanken der Sterblichkeit, des Schmerzes, der allgegenwärtigen Angst. Denn es ist aus Liebe, aus unserer Liebe, erschaffen, und kennt diese Begrifflichkeiten überhaupt nicht.

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Ich denke – also übergebe ich mich

Gedanken

Filter verhindern das Schlimmste?

In der Tat würden wir 24 Stunden lang über dem Spülbecken hängen, wären wir in der Lage, all die Negativismen dieser Welt zu erkennen, zu sehen, zu begreifen. Doch eine ganze Heerschar von Filtern vor unserer Wahrnehmung verhindert dies bereits im winzigsten Ansatz. In der Tat, wir wären nicht überlebensfähig, in dieser Lebensstruktur, würde unser Gehirn da nicht gnädigerweise so gut wie alles ignorieren. Und es bleiben noch genügend Ängste übrig.

Filter sind sehr vorteilhaft?

Denn mit dem Wissen um die Negativismen, um ihre Übermacht – entstehen Ängste. Angsterfüllte Gedanken. Die dann auch unseren Alltag bestimmen, ganz unterschwellig, doch ausgesprochen fordernd. Wir aber möchten über die Filter sprechen, die es uns ermöglichen, unsere Gedanken zu fokussieren. Und es scheinen Filter zu sein, die ja doch etliche Vorteile mit sich bringen. Zumindest den einen, dass uns nicht den ganzen Tag über schlecht ist.

Gefilterte Informationen?

Was filtern diese Filter denn nun eigentlich? Gedanken, die damit zusammenhängenden Informationen, die erhält, generiert, man auf vielfältige Art und Weise. Unsere körperlichen Sinne hängen damit eng zusammen, doch genauso das, was wir mit vorhandenen Informationen aus den neu dazu gewonnen Informationspaketen schlussfolgern. Eine schiere Unmenge an Faktoren beeinflussen diese Informationen. Der Filter müssten also sehr ursächlich sein, vor allem aber auch überall in unserem Denken vertreten.

Wir sind die Filter?

Soooo. Und jetzt stellen wir die Sache einmal auf den Kopf! Denn diese Filter – die Idee stammt aus den Lehrbüchern der Psychotherapie – die gibt es ganz ursächlich nicht. Oder: Wir sind die Filter. Mehr noch. Die Filter sind nicht existent, werden gar nicht benötigt, weil wir, unser Denken, unsere Gedanken, nämlich die absolute Ursache sind. Wir denken. Wir denken unser Leben, wir sind die Quelle.

Es gibt keine böse Außenwelt?

Und es ist nicht so, dass es eine „Welt“ gäbe, die außerhalb von uns Einfluss auf uns hat – deren Inhalt, deren Sosein, in Negativsem und Positivsmen zu filtern wäre. Wir sind die Welt. Wir sind der Träumer, der diese, unsere individuelle Welt, unser Leben, aus unseren Gedanken, zur scheinbaren Wirklichkeit werden lässt. Es gibt kein Außen – wir sind das Außen. Wir sind die Regisseure, und wir können auch das Drehbuch bestimmen. Der Fundus, der uns zur Verfügung gegeben ist, besteht nicht nur aus dem, was uns vom Egodenken offensichtlich angeboten und schmackhaft gemacht wird. Er ist unendlich, von betörender Vielfalt und Pracht.

Ein kalter Traum des Ego?

Was stellt unser Weg hin zur Erkenntnis nun dar? Eine Auseinandersetzung mit dem Ego, welches mit aller Energie darum kämpft, uns in diesem kalten Traum, in dem es (das Ego) existieren kann, fest zu halten. Dabei postuliert, uns vor eben dieser bösen „Außenwelt“ (die ja so gar nichts mit uns zu tun hat) beschützen zu wollen. Mit Angriff und Verteidigung. Die Waffe ist immer die Angst. In Milliarden von Ausformungen.

Nur zwei Entscheidungen?

Es ist lediglich unser freier Wille, die Erklärungsmuster des Ego anzunehmen, oder aber zu erkennen, dass es nicht unsere Bestimmung als Kinder Gottes ist, in Kleinheit zu verweilen. Es gibt nur diese beiden Entscheidungen. Es gilt zu erkennen, dass es keine Filter gibt, die uns vor einer bösen Außenwelt beschützen, die mit uns nichts zu tun hat, die uns aber in unserem Leben mit aller Gewalt beeinflusst. Wir sind dieser Einfluss! Wir bestimmen, was die Außenwelt ist, wie sie sich definiert, was sie beinhaltet. Und dies leben wir. Wir sind der Gott, der über die Welt bestimmt. In jeder einzelnen Sekunde.

Geboren aus der absoluten Liebe?

Wir können dies für uns selbst beweisen. Wir sind der Gott, geboren aus der Schöpfung, der Liebe. Die Liebe ist absolut, auch in ihrer Wahrheit, ihrer Wirklichkeit. Sie ist also das „wirkliche Leben“, dasjenige, nach dem immer jeder Mensch sucht. Solange wir, in freiem Willen, diese Absolutheit aber verleugnen, uns Götzen hingeben, werden wir auch nicht in der Lage sein, die Wirklichkeit, die Wahrheit der Liebe, der Schöpfung zu erkennen.

Ändern des Denkens hin zur Vergebung?

Ändern wir jedoch unser Denken, hin zur Vergebung, zu liebevollen Gedanken, so wird sich uns diese Wirklichkeit auch offenbaren. Wir kommen dem, was wir wirklich sind, – nämlich nicht dieser Traum eines vergänglichen Körpers in einer dem Untergang geweihten Welt – sondern vielmehr die alles überstrahlende, den Urgrund gebärende Liebe, immer näher. Und diese Nähe zur Liebe, zur Mutter zur Quelle, zu erlangen, das ist unsere Aufgabe, das ist unser Pfad.

Eine Sprache, welche die Liebe nicht versteht?

Unsere Gedanken – sie entstehen, weil wir es zulassen. Solange wir uns mit dem Denken der Verteidigung und des Angriffs – und dies ist unsere „hiesige“, hier absolut essentielle, aufspaltende Denkstruktur – beschäftigen (diesen Götzen huldigen) sprechen wir eine Sprache, welche die Schöpfung nicht versteht. Wir sind zu beschäftigt, um die, trotzdem, zärtlich, fürsorglich dargereichte Hand der Liebe zu sehen, zu erkennen.

Fazit

Ändern wir die Bedeutung, die Formgebung unserer Gedanken, hin zu Vergebung, zu durchdringend liebevollen Gedanken – sei der Versuch auch noch so klein – so wird sich unser Erleben auch in Richtung Liebe verändern. Auf wirklich WUNDERsame Art und Weise. Dies ist die Wahrheit. Wir sind die Schöpfung, wir erschaffen unseren Traum – und es ist an uns, ihn zur Wirklichkeit hin aufzulösen. Aufzuwachen.

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„Freiheit, die ich meine …“ „La Liberté!“ „Die Gedanken sind frei!“ Kriege wurden für den Begriff angezettelt, gewonnen und verloren, ganze Gesellschaften gingen unter. Man könnte nun ein Epos über diese, so vielschichtige, sogenannte „Freiheit“ verfassen, doch genug Literatur zur „großen Freiheit“ existiert bereits. Wie aber sieht es mit der ganz persönlichen, der eigenen, der kleinen Freiheit aus? Unabhängig vom generellen Begriff?

Freiheit ertrinkt im Urteil?

Denn, dass eine Freiheit, wie sie auch immer ausformuliert sein mag, nicht wirklich existiert, das ist klar zu erkennen, in dieser Gesellschaft der Grenzen, Sprachbarrieren, Formulare und Gesetze, der Restriktionen und Machtkämpfe, der Begrenzungen durch finanzielle Ressourcen, durch Bildung und Lokalität der Geburt. Abgetrennt voneinander durch Ländergrenzen. Durch Formgebung, also, Urteil aufgrund von Hautfarbe, Gesundheit, Ethnie. Kein Funken irgendeiner Freiheit ist zu sehen, nichts außer einer Freiheit in einem Käfig, ist da zu finden. Bleiben uns unsere Gedanken?

Jeder kann denken was er möchte?

„Die Gedanken sind frei.“ Sollte man doch meinen. Nun, ganz abgesehen von Körpersprache und neuster Wissenschaft, scheint das ja wohl tatsächlich so zu sein. In pessimistischer Sehweise: „Wenigstens etwas, in dem ich frei bin.“ Nun, wir geben dem Pessimismus in dieser Beziehung solange Leine, bis er sich ins Gegenteil wandelt. Denn, dass unsere Gedanken in keinster Weise irgendwelche Freiheiten genießen – ist es nicht offensichtlich?

Gedanken – Bruchstücke des Denkens?

Gedanken – das sind essentielle Bruchstücke des „Denkens“. Unser Gehirn mischt sie auf sehr geheimnisvolle Weise – und bei manchen Menschen kommt dabei ganz Erstaunliches heraus. Nun ist das Denken, der Ort also, wo die so poetisch postulierte Freiheit der Gedanken entsteht, durchaus beeinflusst vom individuellen Wissensschatz, der Verortung auf dem Erdball, der sozialen Zugehörigkeit etc. etc. Nicht nur das. Die Linguistik spielt eine ganz entscheidende Rolle.

Gedanken – Formgebung

Wir denken in unserer Muttersprache, in aller Regel. Doch das folgende gilt für alle Sprachen. Unsere Gedanken formulieren sich in Worten. Dazu kommt sicherlich noch eine Portion Ungefähres – nämlich Emotionen – die jedoch auch nur die verworteten Gedanken tangieren. Worte, – Gedanken also – aber sind Bedeutung. Wenn etwas eine Bedeutung hat, dann wurde (von wem auch immer) darüber geurteilt. Ein Urteil – Formgebung also – das meint immer auch ganz restriktive Begrenzung.

Formulierte Urteile

Was wir also sehen können ist, dass unsere in Worte formulierten Gedanken, Bedeutungen, Urteile, einer Formgebung folgen müssen – die sie auf „natürliche“ Weise durchaus begrenzt, zur Tendenz gestaltet, manipulativ wirken lässt. Das ist die Dynamik des Dualismus. Leider ist es nicht so, dass wir, in der Freiheit unserer Gedanken, das Wissen, die Umstände der Formgebung, welches uns zur Verfügung stünde, annehmen würden. Vielmehr gestaltet sich aus diesem Wirrwarr an Informationen des Individuums – man bedenke, die Formgebung ist restriktive Begrenzung – das Wissen, das Urteil, die Bedeutung selbst. Schroedingers Katze jagt begeistert ihren eigenen Schwanz.

Gedanken – Substrat des individuellen Wissensschatzes

Ein Gedanke hat Bedeutung – zusammengebaut ist diese Bedeutung aus dem winzigen Teilchen dessen, was wir zu erkennen und zu erfassen in der Lage sind, von dem, was das Weltenwissen ausmacht. Wir krabbeln also mit unseren Gedanken – im Vergleich zum Wissen der Welt, irgendwo ganz unten auf einer Skala des Möglichen. Und schon hier ist die Vielfalt so explosiv, dass sie, mit dem Beginn dieses verhängnisvollen Kreislaufs des Dualismus, zum unübersehbaren Chaos mutiert.

Winzige Bruchteile des Weltenwissens?

Wir reden hier vom Weltenwissen. Was erst mit dem Wissen um die Universen? Wir rollen aus einem Blatt Papier eine Rolle, sehen hindurch, erkennen einen winzigen Teil des nächtlichen Himmels und statuieren, dies sei das Universum. Fragil, chaotisch, begrenzt von unseren Sinnen, von unserem „Intellekt“ vom Konsens der Gesellschaft diese Sicht der Dinge, unsere Gedanken, unsere Formgebung. So zeigen sich also unsere Gedanken. Wenn hier Freiheit existieren kann – dann ist sie begrenzt und aus sich selbst heraus ebenfalls chaotisch – nicht wert, den Namen Freiheit wirklich zu tragen.

Gedanken – die letzte Bastion der Freiheit?

Wir reden über die Gedanken – „Die Gedanken sind frei – wer kann sie erahnen?“ Bleibet es dabei? Die letzte Bastion der Freiheit ist längst gefallen, vielmehr hat sie, wie wir gerade erkannt haben, nie existiert. Zumindest nicht im Konsens des dualistischen, humanistischen, Ego- referierenden Gesellschaftsdenkens. Hier muss sie, zwangsläufigerweise, bloße, vollkommen begrenzte Formulierung bleiben.

Gedanken sind Fesseln?

So wird immer deutlicher, dass die Konstruktion „Die Gedanken sind frei“ von Grund auf falsch angelegt ist. Die Gedanken, die Formgebungen, die Urteile, die Begrenzungen sind es, welche die Fesseln darstellen. Und mitnichten die „Freiheit“. Diese Freiheit, die Wahrheit, (die Freiheit in absoluter Bedeutung also) liegt jenseits aller Gedanken. In der Stille. Der Stille, die Rumi und Milarepa anrufen, die Meister Eckhart beschreibt, auf die sich ein Eckhart Tolle beruft.

Fröhliche Stille?

Diese Stille der Gedanken, der Sinne, der Emotionen findet sich in der Meditation – ebenso wie sie auf dem Pfad, den jeder von uns bis zum endgültigen Verstehen zu marschieren hat, in immer zunehmenden Maße aufscheint. Eine Stille hier, die erfüllt ist von rauschendem Leben, von Herrlichkeit, die weit über das hinausgeht, was uns die Welt, wie wir sie sehen müssen (weil es unser freier Wille ist) auch nur annähernd zeigen könnte. Diese rauschende, fröhliche Stille jenseits der Gedanken, des Denkens zu entdecken – die wahre Freiheit zu erleben – das ist jedem von uns gegeben. Und die Pforte ist, verborgen hinter unserer Denkstruktur, immer leuchtend, immer liebend, in unserem tiefen Inneren.

Die Freiheit der Schöpfung?

Die Freiheit der Schöpfung – nicht die begrenzte Freiheit in einem scheinbar geschlossenen System, so wie wir sie leben – findet sich weit jenseits unserer Gedankenstrukturen, die, aus ihrer Urart heraus, doch immer nur Begrenzung sein können. All die Attribute der wirklichen Freiheit sind die der Liebe – die der Urteilslosigkeit, des Nichtdenkens, der Überwindung des dualistischen Systems. Der Vollkommenheit, des Absoluten.

Fazit

Die wahre Freiheit ist die absolute, die alles umfassende Liebe, in Ihrer Grundbedeutung als Quelle allen Seins. Sie ist nicht unser Traum. Das, was wir uns als vermeintlich sterbende Lebewesen bedeuten, ist nicht die Wirklichkeit, und auch nicht die Gedanken, die Träume, die Urteile und Formgebungen darin. Denn wir sind nicht begrenzt. Wir kennen keine festgelegten Formen. Wir sind unendlich, sind unsterblich. Wir sind Kinder der absoluten Liebe – wir sind ihr Wesen.

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Träume – Barometer unserer Spiritualität?

Traum

Träume sind gesellschaftsfähig?

Der Begriff des Traumes, seine Deutung – fast wird mir Angst, darüber zu schreiben. Ich lächele. Denn wir finden uns hier in Argumentation mit einer sehr peniblen, sehr streitbaren Gilde – auch wenn sie von ihrer Definition her postulieren muss, dass alles möglich ist. Den Traum selbst aber in Frage zu stellen – das kann heftige Gegenargumentation, lediglich „böses Blut“ geben. Denn nicht nur für die Traumdeuter steht der Traum sehr real im Leben. Nun, wir stellen den Traum nicht in Abrede.

Jeder Traum ist ganz persönlich?

Wie erleben wir unsere Träume? Natürlich ist jeder Traum ein vollkommen persönlicher. Gewöhnlich „erwachen“ wir des Morgens, erinnern uns in unterschiedlicher Intensität und Präzision an den Traum, wobei die Erinnerung ganzheitlich ist, also auch die Gefühle und Emotionen umfasst. Das tangiert auf jeden Fall (zumindest unterbewusst) den kommenden Tag. Nicht genug, ist da nun auch noch ein gigantischer Spielplatz für spezielle, esoterische, spirituelle, Interpretationen des „Erlebten“.

Das Barometer der Träume

Um in diesem Fall ein Gesamtbild der Angelegenheit deutlich zu machen, strukturieren wir die Sache mit den Träumen. Wir kommen hier, mit unserer Dialektik, dem Barometer nahe. Es gibt, ausgesprochen grob, in einer Übersicht, drei Stufen des Träumens. Dessen, wie man Träume erlebt, dessen, was die Träume auszusagen meinen. Im Folgenden der Versuch einer partitionierten Annäherung.

  1. Der gewöhnliche Traum


Das Repertoire an Traumfilmen, Dialogen, Schauspielern, Nebendarstellern, der Fundus, Drehorten, die technischen Möglichkeiten, sind unbegrenzt. Die Handlung scheint sich sehr willkürlich zu ergeben, offensichtlich aber aktiv beeinflusst vom Geschehen des vergangenen Tages. Von den Geschehnissen, den Beobachtungen, Bildern, Emotionen, die an der „Oberfläche“ abgespeichert sind. Der Background, das ständig wechselnde, meist mehr mehr, als minder chaotische Drehbuch, sind von abgespeicherten Bildern, Erinnerungen, Lerninhalten bestimmt.

Gewöhnliche Träume sind ein Spiegel dessen, was wir als „gelebtes Leben“ als „Realität“, zu der wir jeden Morgen erwachen, betrachten. Das heißt, – auch wenn diese Begrifflichkeit gerade im allgemeinen Diskurs etwas überbelastet erscheint, – sie sind ein Abbild des Chaos des dualistischen Denksystems – mit all seinen Ängsten, die aus dem Urteil stammen. Je tiefer verhaftet wir in den Ängsten, der Schuld, den proklamierten „Sünden“ dieser Struktur sind, desto erfüllter von Ängsten, desto verworrener, zeigen sich auch unsere Traumszenarien.

  1. Der ruhige Traum

Schreiten wir fort, auf unserem Weg ins Verständnis, zur Wahrheit hin, verändern sich diese „gewöhnlichen Träume“. Denn, liebevolle Gedanken, die in zunehmendem Maße unser gesamtes Denksystem durchdringen, gestalten Träume der Vergebung. Und wie auch die schlechten Träume sich in unserem Tagesleben niederschlagen, mit Emotionen, Gedanken, ja, einer Auffassung des Lebensinhaltes – so tut es auch der Traum der Vergebung.

Je mehr wir erkennen, dass wir träumen, dass auch unser nächtlicher Traum lediglich eine andere, wesentlich komplexer gestaltete Illusion, eine weitere Dimension in eben unserem Traum des Lebens darstellt, desto mehr verschwimmen, langsam, die Unterschiede, der ruhige Traum der Nacht gleicht mehr und mehr dem sanften Traum des Lebens. Die Ganzheitlichkeit der Dinge stellt sich auch im Traum ein.

Traum
  1. Der Traum des Lebens

Als letzte Stufe auf dem Barometer der Träume, auf dem Weg des Lebens, zur Erleuchtung hin, existiert lediglich mehr ein einziger Traum: Der des Lebens in einem verweslichen Körper. Und auch dieser wird letztlich überwunden. Der Schlaf der Nacht dient lediglich der Erholung des Körpers, ungestört durch Illusionen, auf welcher Ebene auch immer. Ungestört emfängt der Mensch auf dem Weg der Erleuchtung den nächsten Tage seines von Liebe erfüllten Lebenstraumes, dankt der Sonne für ihre Wiederkehr.

Der Traum des Lebens des Menschen auf dem Weg zur Erkenntnis ist ein luzider Traum. Denn wahrhaftig sind wir Schöpfung, Liebe, sind wir Gott. Wir sind das Absolute, das diesen Traum träumt. So ergeben wir uns nicht in die Kleinheit, wir wissen, in diesem unserem Traum sind wir zu allem, zum Größten, in der Lage. Es gibt keinen Grund Angst zu haben. Die Liebe gestaltet den Traum unserer Realität zusehends durchsichtiger, die Nichtigkeit des Traumes scheint in jedem einzelnem Atom auf, das warme Licht erreicht uns, die alte Melodie wird lauter, wir selber werden zu zartem Klang.

Fazit

Die Träume der Vergebung werden uns durch die absolute, zärtliche und fürsorgliche Schöpfung, die Liebe geschenkt – dann, wenn wir ihr einen Platz bereiten in unserem Herzen – wenn wir mit aller uns verfügbaren Ehrlichkeit nach ihrer Wahrheit, der Erkenntnis über ihr Wesen verlangen. Und der Weg von den Träumen der Vergebung zum einzigen, wundervollen, bezaubernden, Lebenstraum ist nicht weit.

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Macht NICHTS?

Nichts, Etwas

Die Macht des Nichts

Vollkommen richtig! An dieser Stelle nun ein paar Worte über die Macht des Nichts. Im Übrigen ein wunderbares Wort – auch im allgemeinen Sprachgebrauch. Wo „es“ (mehr oder minder) das Fehlen jedweden „Etwas“ bedeutet. Zwirbeln wir die Geschichte also, sinnigerweise, von hinten auf – stellen wir uns die Frage nach dem „Etwas“. Eine wichtiges Problem zu Beginn: Das Nichts ist relativ absolut – ist es das „Etwas“ ebenso? Im Dualismus wird diese Frage ohne Zweifel mit einem Ja beantwortet.

Ein absolutes Etwas?

Ein klares Nein ist jedoch allzu offensichtlich, denn die Eigenart des „Etwas“ liegt in seiner Begrenzung, seiner vergänglichen Struktur. Womit das Allumfassende des Nichts im Gegenzug strahlend aufscheint. Man kann ja nun sehen, dass das Nichts die Wahrheit sein muss – denn wie kann auch irgendetwas (egal natürlich auch die in eben diesem Moment nicht mehr existierende Unwahrheit) im absoluten Nichts eine falsche (irgendeine) Bedeutung erlangen?

Nichts – die Begrifflichkeit ist in der Liebe enthalten?

Wir kennen diese Beschreibung des Absoluten – alles Beinhaltenden – denn Absolut (nicht nur in relativem Sinne) ist die Liebe. Wie also aufscheint, ist der Begriff des Nichts (der hier im Sprachgebrauch als Gegensatz von Etwas benutzt wird) im Absoluten der Liebe bereits enthalten. Die Liebe ist auch das Nichts. Sie ist ebenso das Alles. So ist diese Beschreibung des Nichts, nichts anderes als eine Beschreibung der Liebe.

Das „Etwas“ muss Unwahrheit sein?

Wenn also das Nichts die Wahrheit ist, muss das „Etwas“ zwangsläufig die Unwahrheit sein – das ist eine Schlussfolgerung. Das zweite, weitaus bedeutendere Resümee aus dieser einfachen Logik ist: Wenn das Nichts absolut und die Wahrheit ist – dann kann das „Etwas“ gar nicht existieren. Es wird also somit logisch bewiesen, dass das „Etwas“ die „Realität“, bloße, pure Illusion ist. Ein Traum. Eine Nachtmaar. Ein Trip. Nicht dieser logische Schluss – sondern vielmehr das, was wir unser Leben nennen.

Die Anhaftung an eine Illusion?

Was also ist „Etwas“? Die Anhaftung an eine Illusion, eine Unwahrheit, ein Irrtum, ein Denkfehler. Und wie ist es möglich, diesen Anhaftungen zu entkommen? Ein Weg ist sicherlich die Struktur des buddhistischen Gedanken, aus dem diese Begrifflichkeit der Anhaftung übernommen ist. Wir sehen uns unzweifelhaft gefangen, in diesem „Etwas“. Was aber ist dieses Etwas im Absoluten, in der Wahrheit, in der Liebe? Es ist ein Traum des Absoluten. Dieses, die Wahrheit, das Nichts, das Absolute, die Liebe, sind auch wir. Wir träumen uns selbst.

Eine Welle über den Planeten?

Doch es gibt ein langsames Erwachen. Ein Ruf, die alte Melodie, geht über den Planeten und die Menschen reißen die stinkenden Fetzen, die sie vor ihren Augen befestigen ließen, herunter. Und die Wahrheit, die absolute Liebe, das Nichts – es ist von dermaßener Umfänglichkeit, dass es in jedem Partikel des „Etwas“ aufscheint. Wenn wir uns beispielsweise ein Blatt nur lange genug ansehen, (die Liebe kennt keine Zeit) – löst es sich zu NICHTS auf.

Liebe ist überall?

Und dieser Atem der Vergänglichkeit, der Weg ins Nichts, in die Liebe, die Wahrheit, scheint in jedem Zweig, in jeder Blüte auf, die wir sich im Winde bewegen sehen. Fast wird die Welt durchsichtig, hin zu dieser Wahrheit, diesem Nichts, diesem warmen Licht, gibt man sich nur Mühe, zu lieben. Das Nichts, die Liebe, gibt uns viele Möglichkeiten, sich ihr zu nähern, mit ihr zu kommunizieren.

Das Ende des Vergänglichen und der Anfang des Ewigen

Nichts – das ist das Ende des Vergänglichen und der Anfang des Ewigen. Wir finden ein wenig Nichts in den wärmenden Strahlen der Sonne, in der Stille, der Meditation, in der Vereinigung unserer Energien. Durch all das vergängliche Etwas scheint das helle Licht des Nichts, der Liebe hindurch, wie das Sonnenlicht durch das Geäst eines Baumes scheint. Zeit ist unwichtig.

Fazit

Wir verstehen, dass es darum geht, sich ganzheitlich, mit allen Energien, in Distanz zum Etwas zu bringen – vielmehr, dies, als Illusion erkannt, aufzulösen. Die ungeheure Macht des Nichts, der absoluten Liebe, die, als Quellenergie, dabei in pulsierender, sich verstärkender Zärtlichkeit den Hintergrund und alles andere auflöst, reicht uns dabei behutsam ihre Hand. Und der Weg, den wir mit unserer Körperlichkeit alle gehen, verwandelt sich in das Schönste, das wir uns nur vorstellen können.

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Individuum und Persönlichkeit in der Spiritualität – Sind wir eine Horde Lemminge?

Individuum, Persönlichkeit, Ich

Keine Lemminge?

Um die provozierende Frage in der Überschrift gleich zu Beginn zu beantworten: Nein. Sind wir natürlich nicht. Jeder von uns „besitzt“; „ist“ eine Persönlichkeit – ein Individuum. (Dazu) Dass wir einer gigantischen Täuschung unterworfen sind, ist eine andere Geschichte, wobei sich Schroeders interessante Katze mal wieder in den Schwanz kneift … letztlich ist es nämlich dieselbe Story. Das Wort Persönlichkeit hat seinen Wortstamm im Lateinischen, wo es für „Maske“ (persona) steht.

Persona – die Maske?

Wir werden uns der Frage nach dem „Ich“, um das es sich bei unserer Betrachtung offensichtlich handelt, den Erklärungsstrukturen tantrischer, vedischer Tradition zuwenden. Hier wird eine Unterscheidung getroffen zwischen der Persönlichkeit und dem, was als Individuum gilt. Das Individuum ist in dieser Denkart das eigentliche „Ich“ – die „Seele“ – während die „Persona“ die Maske, die Persönlichkeit, für das steht, was an Wertigkeiten in das Menschenbild hinein interpretiert wird.

Ausgesprochen komplexe Angelegenheit?

Die Persönlichkeit, die man als menschliches Wesen darstellt, ist selbstverständlich wesentlich vielschichtiger, komplexer, als es die Begrifflichkeit „Maske“ verdeutlichen kann. Die Persönlichkeit eines Menschen definiert sich aus seiner monetären Situation, seinem gesellschaftlichen Status, der Bekanntheit, seinem Charakter, das, was er dem jeweiligen Gegenüber zu sagen hat, seinen Taten oder auch Nichtaktionen in der Vergangenheit, und, und, und… . Wir reden über nichts anderes, als das Leben eines Menschen auf diesem Planeten, in dieser Weltengemeinschaft.

Interpretationen von Wertigkeiten?

Alles das, was an Wertigkeiten in das Bild eines Menschen hinein interpretiert wird. Nun, generell sind die Wahrheiten der Gesellschaft durchaus unterschiedlicher Natur. So wird aus einer Sechs ganz flott eine Neun, nur eine Frage der Verortung. Von der bloßen „Persona“ zur Berühmtheit. Auch mit negativen Vorzeichen. Wir erkennen, dass, in dem bestehenden Denksystem der Erdenbürger, nichts von wirklicher Beständigkeit ist. Persönlichkeiten, in jedem Sinn, schon gleich gar nicht.

Selbstliebe?

Das bringt uns zum Individuum. Denn als „Ich“, als gesellschaftlich definiertes Individuum, bin ich mir meiner Persönlichkeit bewusst. Und lediglich, wenn ich meine Persönlichkeit wertschätze, erfährt sie wahre, wirkliche Wertschätzung. „So!“ Wird nun manch einer rufen. „So! Und wie soll ich mich wertschätzen, wenn es die Gesellschaft, wenn es die anderen Menschen nicht tun?“ Nun. Frage dich doch einfach, wer oder was hier welche Ansprüche stellt und weswegen.

Vorgeschriebene Geleise?

Wer der Gesellschaft der Menschen gefallen möchte, der stellt sich selbst vor ein gigantisches Problem. Leider werden wir, von Beginn unseres Lebens an, wie es sich in etlichen hervorragenden Zeichentrickfilmen verdeutlicht sieht, auf eine Bahn, auf Geleise gesetzt, und die Wagen, in denen wir mit vielen anderen eingeengt sitzen, bewegen sich von ganz alleine. Das Ziel ist ungewiss. Persönlichkeit nun bedeutet, sich einen guten Platz in diesem Gefährt des Lebens zu sichern. So, die Trauerfahrt zum Grab, wenigstens sitzend, wenn möglich, mit Polster (die Erhöhung), zu begehen.

Angst ist vollkommen unnötig?

Um nun den verzweifelten Fragern Antwort zu geben, dieser Platz, den Du Dir mit Deiner Persönlichkeit sichern möchtest, ist schon seit Anbeginn der Zeit der Deine. Und es ist nicht nur ein Platz in einem Gefährt, das durch das Leben rollt. Es ist der Königsthron. Der einzige, den es überhaupt gibt. Und Du sitzt auf ihm, vollkommen zurecht. Und was die „anderen“ sagen, hat nie existiert. Lediglich in Deiner Einbildung, dem Gedächtnis, dem Denken, Deiner „Persona“. Dem Ego.

Die Persönlichkeit ist das Ego?

Ahh! Welche Wohltat! Endlich ist es ausgesprochen. Die Persönlichkeit, die „Persona“, die Maske – vereint sich, mit sich selbst, im Egodenken. Die Persönlichkeit ist das Ego. Und noch besser: Wir konnten gerade auf wundersame Art und Weise zu dem Schluss gelangen, dass das Ego, die Persönlichkeit, nur Einbildung ist. Vielschichtig, komplex, beweiskräftig – aber pure Illusion in der erdachten Zeit. Haben wir dieses Bild der Persönlichkeit einmal als solches erkannt, sind also in der Lage, diese ausgesprochen instabile, fragile Konstruktion zu sehen, ist der Weg zum Verständnis des ewigen, des zeitlosen, von Liebe erfüllten „Ichs“ aufgetan.

Das „Ich“ abseits des Menschentraumes?

Denn tatsächlich existiert das „Ich“, das Individuum, abseits dieser Gedankenkonstruktion, dieses Menschheitstraumes. Und es ist fürwahr ewig, kennt keine Unterschiede, – es ist eine Union mit dem Absoluten. Es ist vollkommen heilig. Wir sind in vollkommener Art und Weise heilig. Nur die Liebe kann absolut sein, nur die Schöpfung kann absolut sein. Die Schöpfung ist die Liebe. Wir sind Liebe. Wir sind absolut. Wir sind alles. Jedes „Individuum“ist absolut. Jede Persönlichkeit ist einschränkende Illusion.

Die Quellwahrheit?

Dies, genau dies, ist der große Gedanke, den alle Religionen in ihrem Ursprung vermitteln wollten. Doch auch die Religionen haben ihre „Persona“ – ihre Maske – und die Nachricht der Erleuchteten, die im Ursprung so einfach war, so überaus simpel – wurde dividiert und nochmals partioniert, bis sie in die Welt der Persönlichkeiten, des undefinierten Chaos, zu passen schien. Und mit unserem Maskendenken ist es unmöglich, diese, unsere Situation zu erkennen. Wir bleiben in den Grenzen der Begrifflichkeit der Person stecken.

Undurchdringlicher Nebel?

Und wie könnte man dem denn auch entkommen? Ist es doch diese Nebelgebilde, dass uns in der Welt definiert? Fühlst du nicht diese Nebelfetzen? Von Deinem ganzen Körper hängen sie, die dichten Schwaden deiner vorgeblichen Persönlichkeit. Sie nehmen Dir die Sicht auf das ewige „Ich“, welches du schon immer gewesen bist. Und diese wunderbare Schwingung, das Wissen darüber, wie eine leise Melodie, die du Dein ganzes Leben lang hörst, die Dir Hoffnung gibt, Dich weitermachen lässt, auch wenn Deine Ohren verstopft sind, und Du nicht glaubst, sie zu vernehmen.

Fazit

Du bist Gott, bist ein eingeborenes Kind der Liebe schlechthin, Du bist Schöpfung, Alleinheit. Reibe Dich nicht in der naiven Kleinheit der Persönlichkeit, der Maske, des manipulierenden, täuschenden Denksystems des Egos auf. Zeige der Schöpfung nur ein noch so leises Wollen, diese unseligen Traumgebilde zu verlassen – sie wird Dich umarmen und lächelnd an die Hand nehmen. In dieser Realität. Als das, was Du meinst, zu sein. Als Persönlichkeit. Denn die Liebe ist die Wahrheit. Und sie wird es Dir durch Dinge beweisen, die Du für Wunder nimmst.

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Spiritualität und Emotionen

Emotionen Gefühle

Die Quintessenz menschlichen Daseins?

Gefühle – das beschreibt mehr oder minder die Quintessenz menschlichen Daseins. Wir alle – ganz ohne Zweifel – sind im Grunde Gefühlsmenschen. Unsere Entscheidungen fällen wir, ganz egal – auch aus einer Zwangslage heraus – mittels einer gefühlten Einschätzung der Lage. Das aber ist nun so eine Sache mit „Gefühlen“. Sie sind per Definition subjektiv, manipuliert, extrem singulär. Sehen wir uns einmal an, wie Gefühle so beschaffen sind, wo sie denn eigentlich herkommen.

Ein riesiger Begriff?

Schon bei der Betrachtung des Wortes wird seine Überrdimensionalität deutlich. Was eigentlich, ist nicht von Gefühlen, von Emotionen bestimmt? Die Wissenschaft beschreibt die Emotion als den Auslöser von Gefühlen – eine weitere Partitionierung, die in der psychiatrischen Behandlung von Menschen, (deren Gefühle „gestört“ sind) ihre subtile Fortsetzung findet. Es scheint wichtig zu postulieren, dass der Mensch an sich, ganz und gar „Emotion und Gefühl“ ist.

Eine momentane Lebenssituation?

Versuchen wir uns der Begrifflichkeit zu nähern. Ein Gefühl – das ist eine gewisse Art von Standpunkt, eine Einstellung, eine Betrachtung, letztendlich schlussfolgernde Beschreibung der Lebenssituation, der regelmäßig eine Entscheidung folgt. Angesichts des Gigantismus der Begrifflichkeit, ist man nun von „Natur“ aus geneigt, ihn weiter zu zerspalten. Da kommt dann die Biologie ins Spiel, die Hormone, die DNA und vieles mehr. Wir werden diesen „wissenschaftlichen Weg“ nicht gehen, sondern bewegen uns diametral in die andere Richtung.

Die treibende Kraft?

Anstatt uns also nun in Einzelheiten über die Gefühlswelt zu ergehen, erkennen wir sie einfach als das, was die treibende Kraft unseres kompletten Lebens in dieser Realität ist – wie bereits dargelegt – die Quintessenz dessen, wie wir uns als Mensch, als subjektiv empfindendes Individuum, in dieser Gesellschaftsordnung verorten. Dass Gefühle von einzigartiger Subjektivität sind, scheint offen da zu liegen. Was aber begründet diese „Einzigartigkeit“ der Gefühle, wie kommen sie zustande?

Die Macht der Angst?

Verwenden wir zu Verdeutlichung ein Gefühl, das in diesem Zusammenhang einen gewissen Alleinstellungswert hat – die Angst.

Da war diese Sache – komplett unlösbar. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat’s einfach gemacht.“

Der größte Teil unserer Gefühle ist ganz konkret durch die Angst bestimmt. Etwas mehr oder weniger davon. Angst ist ein ausgesprochen grundlegendes Gefühl. Mit ein bisschen guten Willen ist es möglich, die Begrifflichkeit des „Gefühls“, der „Emotion“ , auf das zu reduzieren, was Angst bedeutet. Angst, das bedeutet, eine Situation als gefährlich einzuschätzen. Das Leben ist gefährlich. So entsteht schon einmal eine erste Angstfrequenz, ein Grundton, der natürlich durch Erziehung, Wissen, sozialem Umfeld und viele andere Faktoren bestimmt ist.

Eine graduierte Kurve der Angst?

Bleiben wir beim guten Willen – die Gefühle sind also nicht anderes als bestimmte – von Gesellschaft und Wissenschaft durchaus formulierte – Fixpunkte, Gradierungen in einer Angstkurve. Wenig oder gar keine Angst erzeugt in dieser Struktur ein gutes Gefühl, also positive Emotionen, ein Plus an Angst dagegen, generiert negative Gefühle und affirme Handlungen zur Vermeidung. So ist das also. Gefühle sind Abstufungen der Lebensangst.

Die kleine, momentane Angst?

Schon vielfach haben wir das festgestellt: Es sind die Ängste, die uns tangieren. Es sind unsere Lebensängste, die von mächtigen Institutionen ausgenützt und benutzt werden, unsere Handlungsweise zu beeinflussen, zu manipulieren. Doch was ist zu tun gegen die „kleine Angst“, die Ängste, die uns, ganz unmittelbar, aus dem Moment, „aus dem Bauch heraus“, gewisse Dinge nicht annehmen lassen? Heißt es nicht immer, man solle seiner Intuition folgen?

Die Sache mit dem Bauch?

Vollkommen richtig? Um die Sache vereinfacht dazustellen, ist hier lediglich die Frage, ob sie einen feisten Schmerbauch ihr eigen nennen, oder vielleicht ein muskulöses Sixpack. Die Entscheidung aus dem Bauch heraus … ist die unbewusste Quintessenz der Erfahrungen, die ein Mensch für sich, vollkommen persönlich, gemacht hat. (Plus einer guten Portion Urinstinkte). Hier spricht (obwohl das von eingefahrenen Denkstrukturen durchaus auch anders betrachtet wird) der „gesunde Menschenverstand“.

Gefühle sind Schlussfolgerungen des Denkens?

Ängste – Gefühle – die Quintessenz der Erfahrungen. Fein. Erfahrungen – das sind Geschehnisse, (Mehr oder minder logische) Schlussfolgerungen des Denkens. Des Denkens, Urteilens, in einer Welt, ohne wirklich festen Punkt, in der sich alles ständig ändert. Ein auf und ab der Gefühle. Irgendetwas beeinflusst also unsere Gefühle. Beeinflusst auch das Bauchgefühl. Es ist – ein wenig absurd, denn Denken und Fühlen sind ja zwei in der Linguistik zwei vollkommen verschiedenen Ebenen – es ist Tatsache, dass wir uns von Gefühlsmenschen zu Verstandesmenschen gewandelt haben.

Unser Gefühlsuniversum?

All die Ängste, die wir mit eben diesem (durchaus wissensmanipulierten) Verstand erschaffen, bestimmen also, in ihrem Auf und Ab, unser Leben – unser Gefühlsuniversum. Die Grundsatze, Paradigmen, die logischen Schlussfolgerungen und Urteile, die Prämissen für dieses ganzheitliche Erleben von (zu großen Teilen unbewussten) Ängsten, werden uns von frühester Kindheit an, mit allen erdenklichen Mitteln, geprägt von nahezu irrsinniger Raffinesse der Gesellschaft, des politischen Systems, des Kapitalwillens, eingebläut.

Wir potenzieren unsere selbstgesetzten Grenzen?

So ist unser Handeln, sind unsere Ängste, ja selbst Entscheidungen, die vorgeblich „aus dem Bauch heraus“ getroffen werden, durchtränkt, triefend von dem chaotischen Sarkasmus einer scheinbaren, vorgeblichen Gesellschaftsordnung. Wir taumeln blind, suchen Halt, werden immer wieder enttäuscht. So vermehren wir die Grenzen, die wir uns selbst in unserem Leben setzen, quasi in sich potenzierender Art und Weise.

Gefühlswelt der Ängste?

Was also überdeutlich wird, ist, dass, solange wir in einer Gefühlswelt der Ängste leben, einer von uns selbst, mit Bausteinen der Gesellschaft, erbauten Sandburg, in der wir uns und das, was wir in Wirklichkeit sind, verstecken, wird es unmöglich sein, die Wahrheit um das, was Gefühle, die Emotionen, für den Menschen wirklich sind, zu erfahren. Wir blockieren uns selbst. Immer sind unsere Gefühle, Emotionen und Reaktionen von Scheinbarkeiten erfüllt, in Fesseln gelegt. Auf das Bauchgefühl, das zarte Prickeln, hören wir nicht mehr, oder wir verkennen es.

Nummerierte Gefühle?

Wie unser gesamtes, von Ängsten bestimmtes Leben, zerteilen und sortieren, nummerieren wir, in ungebrochenem Schubladendenken, – auch unsere Gefühle. Eine dicke Decke aus suggerierten, aus angelernten Ängsten umhüllt unsere Emotionen, beinahe ersticken sie, in diesem Zwang. Und mit ungeheurer Eloquenz verteidigen wir unseren (vollkommen lebensfeindlichen) Standpunkt – geben dem Denken den Vorzug, wägen ab – sind schon lange wieder verloren, in der Finsternis, dem Nebel, all dieser Angstgedanken.

Kleinheit der Gefühlswelt?

Wir begrenzen alles was wir sind, in größtmöglicher Kleinheit. Es ist ein (unbestimmtes, vages) „Bis hierhin und nicht weiter“ , das uns in diese Kleinheit der Ängste, des Denkens, der Gefühle, der Emotionen verbannt. Einsperrt. Doch welche ungeahnte, von Angst vollkommen befreite Größe liegt hinter diesen, selbst gebauten, undurchsichtigen Betonmauern! Der Sprung auf goldenen Grund, den wir uns aus freiem Willen selbst verwehren.

Die Grundfrequenz aller Gefühle?

Weiter: Es gibt eine Grundfrequenz aller Gefühle. Das Urgefühl. Pulsierend, immer da, fürsorglich, alles umfassend, zärtlich, die Wirklichkeit, die uns alle umgibt, die uns ausmacht, die wir sind, die unsere Wahrheit ist. Die wirkliche, nicht von der Gesellschaft definierte Liebe. Die alles durchdringende Vereinigung jedweder positiven Energien. Sie ist das, was wir immerzu suchen. Hinter unseren Betonwänden, in unserem schrecklichen Gefängnis aber, nimmermehr finden werden. So gilt es denn, unser ALLES zu leben, das, was wir selbst hinter all den Konformitäten sind. Nackt, ohne diese dicke Decke, einfach nur diesem wahren, wirklichen, unser Denken und unsere Körperlichkeit mit allen Energien umfassenden Grundton, der vereinigenden Liebe sich ausliefern, sich in die Wahrheit fallen zu lassen, den viel zu dicht geflochtenen Umhang aus Vorurteilen, Ängsten, manipulierten Gefühlen, für immer abzulegen.

Grenzen ausloten?

Durchaus von Bedeutung ist, dass ein „Ausleben“, die also vorgeblich unwillkürliche Freiheit der vom Ego diktierten Gefühle, (die „freie“ gesellschaftlich definierte „Liebe“) wie sie uns verlockend präsentiert wird, eine nur ausgesprochen fragwürdige, wenn nicht negative Wirkung auf unseren Weg zum wahren Ziel, hat. Es zeigt sich als ein planloser Versuch, dualistische Denkstrukturen zu sprengen, bringt nur noch größere Bedrängnis, in potenzierter, sich überschlagender Dualität. Deswegen ist die Ganzheit der liebenden Intention, die Angstfreiheit (zumindest ihre Überwindung – für einen Sekundenbruchteil) von großer Wichtigkeit für den Weg.

Das „biologische“ Gefühl

Wir empfinden, fühlen Schmerz, Berührungen, wir interpretieren alle unsere „biologischen“ sensitiven Wahrnehmungen, mittels unseres Körpergefühls. Und diesem haben wir ein Korsett angelegt, wir haben den goldenen Vogel in einen eisernen Käfig gesperrt. Dieser Käfig wird gemeinhin „Denken“ genannt. Vorteile, Urteile, Grundsätze, Bekenntnisse, Meinungen, Standpunkte. Unser Leben scheint darin zu bestehen, den Schlüssel zu finden?

Das „gedachte“ Gefühl

Unser Denken bestimmt unser Gefühl. Der Weg ist, dieses Denken zu befreien, ja, es gar aufzulösen, in seiner ungemeinen Komplexität. Das Gewahrsam bestimmter Zusammenhänge, die durch sich öffnende Türen der Erkenntnis deutlich werden, zusammen mit dem freien Willen, vorgegebene, von der Gesellschaft etablierte Mauern aktiv aufzulösen, führt zu dem, bis dahin von Ängsten verschleierten, vernebelten Punkt der Grenzüberschreitung. Und da ist Licht.

Fazit

Unsere Gefühle, unsere Emotionen, sind bestimmt von unserem Denken. Wir erschaffen hier die Basis, die Treppenstufen, den Untergrund, auf dem wir durch unser Leben gehen. Wenn es uns jerdoch gelingt, unsere Ganzheit, unsere Allheit, in sowohl körperlicher (der Körper als Träger und Kommunikator positiver Lebens-Liebesenergien) und geistiger Kommunion (der Geist als der Macher aller Dinge) dem Gefühl der ursächlichen, fürsorglichen, absoluten Liebe angstfrei zu überantworten, sind wir auf dem Weg zur letztlichen Wahrheit. .

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Der große, grundlegende Denkfehler

Körper

Ein simpler Denkfehler?

Ein ausgesprochen einfacher Irrtum, eine falsche „Programmierung“ (die „richtige“ Manipulation) – das ist es, was uns von der offen, ohne Mysterium dargelegten Erkenntnis, die jeder Mensch auf diesem Erdenball sucht, trennt. Und, es ist in einer Weise bedauernswert, die jeden Rahmen sprengt, denn wir können diesen Irrtum aufgrund seiner Eigenart als Fehlinformation nicht realisieren. Seine Existenz verbirgt ihn vor uns.

Der Irrtum des Fleisches?

Die Sprache hat uns die Möglichkeit gegeben, gewisse Sachverhalte erklärend zu beschreiben. Mehr aber auch nicht. Nun. Der Irrtum: Die Ansicht, das, was ein Mensch ist, sei Körper. Dieses Denkschema ist so tief in unserem Bewusstsein verankert, lässt sich durch unendlich viele Beweise belegen, ist so offensichtlich offensichtlich die Wahrheit, Wirklichkeit und Realität, dass sich für nahezu jeden Menschen, jede weitere Betrachtung ganz einfach erübrigt.

Unsere Überzeugung beweist sich selbst?

Der Körper ist eine Grundüberzeugung seiner selbst, die sich jeden Bruchteil einer Sekunde bis auf das Brutalste beweist. Alles, tatsächlich alles, hängt vom Körper ab, steht in wesentlicher Verbindung mit der Körperlichkeit. Simples Beispiel: Unser Körper fühlt sich krank oder schlecht an – unsere Gedanken sind entsprechend trüb. Erfreuen wir uns guter Gesundheit – sind da in der Regel auch positive Gedanken. Wie wertvoll doch ein gesunder Körper ist!


„In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist.“

Vergänglichkeit?

Wenn da denn nicht etliche Probleme in der Gegend stünden, die uns den Umgang mit unserem Körper arg verleiden. So gut wir ihn auch hegen und pflegen – wir sind dem Verfall ausgeliefert, der Krankheit, dem Leiden und dem gewissen, letztlichen Tod. Mit zunehmenden Alter erscheint dieser unserer Körper immer unzuverlässiger. Nun – wir haben uns – mangels fehlender Optionen – dazu entschlossen, die Angelegenheit so hinzunehmen. Unwillig zwar, mit Zweifel über das ganze Dasein belegt – doch wir sind nun einmal sterblich. Punktum.

Geboren in die Angst?

Der Punkt, an dem der Diskurs interessant wird. Wir werden in eine Welt der Ängste hineingeboren? Und die allzu seltenen Augenblicke wirklichen Glückes sind hart erkämpft, zumeist. Die Angst als Basis. Was noch? Der Tod als Schlusspunkt. Dazwischen … Angriff, Verteidigung, Rechtfertigung, Kampf. Vergebliche Sinnsuche. Gedankenchaos. So ist das nun einmal. Wie sollte es denn einen Ausweg geben? Wenn nicht die Verrücktheit oder schließlich der Tod?

Verzweifelte Suche?

Und in Verzweiflung, ja – in Zweifel – suchen wir das Schöne im Leben, suchen wir den Sinn, die Offenbarung, die dem Chaos, dass uns umgibt, ein schönes Gesicht gibt, so wie die Religionen es versprechen. Bemühen uns, in der Angst den Zauber der Wahrheit zu finden. Wir suchen die Liebe. Und können sie nicht finden. Wir tappen im Dunkeln, wissen aber tief in unserem Inneren, da ist sie, die kleine Flamme. Und sie nährt unseren Zweifel an der Richtigkeit dessen, was wir zu sehen vermeinen.

Nur ein klein wenig Verständnis

Pure Logik nun, ein kleines Bisschen Verständnis, öffnet hier ein neues, strahlend glänzendes Tor. Logik in den Begrifflichkeiten unserer Sprache, unserer Kommunikation. Die einzige absolute Begrifflichkeit in unseren Denkuniversen ist die Liebe. Sie ist allumfassend, einzigartig, hat keinen Anfang und kein Ende, beinhaltet alles. Die Schöpfung, als absolute Schöpfung, kann nur Liebe sein. Alles andere würde Urteil, Wertigkeit, Gegensatz enthalten.

Absolut ist ein immens wichtiger Begriff

Nun lesen die allermeisten Menschen über das Wort „absolut“ sehr leichtfertig hinweg. Dieser Begriff aber ist das Wort für das Ultimum an Ganzheitlichkeit. Es geht darüber hinaus nichts. Das bisschen Logik, das nun benötigt wird, ist dafür, zu erkennen, dass eine Schöpfung, die absolute Liebe ist, keinesfalls etwas erschaffen könnte, dass nicht vollkommene Liebe ist. Das würde jeder Überlegung zuwider laufen, Das geht ganz einfach nicht.

Der Körper ist nicht die Wahrheit der Schöpfung

Die simple Schlussfolgerung ist: Die Schöpfung ist Liebe, also sind auch wir Liebe. Das, was wir glauben, als Wirklichkeit zu erkennen, also eine grausame, unberechenbare, mit Krankheit, Not und Leiden überfrachtete Realität, kann nicht die Wahrheit der Schöpfung sein, kann nicht Wirklichkeit sein, muss, vollkommen einleuchtend und nach jedweder Logik, bloße Illusion sein. Das ist so großartig, so gigantisch, dass wir es nicht mehr verstehen, nicht glauben und begreifen wollen.

Wir sind die liebevolle Schöpfung selbst!

Wir sind die Liebe, wir sind heilig. Wir sind die Schöpfung! Die Liebe erschafft keine verweslichen Ebenbilder ihrer selbst. Wie wäre das auch möglich? Wir sind Geist, sind das individuelle Alleins, wir sind so groß, so mächtig, dass es über jede Begrifflichkeit hinaus geht. Wir sind ewig, unsterblich. Gott. Und ergeben uns in die erbärmliche Traumvorstellung der Kleinheit eines menschlichen Körpers.

Leben in größter Kleinheit?

Wir sind der Kleinheit unseres Körperdaseins verfallen. Die Beweislast, die für das Fleisch und Blut spricht, ist übermächtig. Diese Grundeinstellung, diese Prämisse menschlichen Daseins, sie ist so absurd, dass jede anderweitige Annäherung an dieses Thema, ohne weitere Nachfrage als eben „absurd“ erscheint. Dies ist die Falle des Egos. Es zeigt vorgeblich den Weg auf, die Bedürfnisse dieses Körpers zu stillen, ihnen nachzukommen. Und reitet unser Denken, von der Geburt an immer tiefer, in diese alle täuschende Idee, diese Kopfgeburt des Leidens.

Erschafft das Absolute irgendeine Kleinheit?

Kann das größte Existente, alles durchdringende, alles in liebevoller Harmonie beschützende – kann dies denn Kleinheit erschaffen? Könnte absolute Liebe, komplette Freude, alles umfassender Friede, könnte die Schöpfung der Alleinheit die Idee von Krieg, Krankheit, Tod und Urteil gebären? Der Mensch, mit freiem Willen, als unbedingte Prämisse, ausgestattet, erschafft sich seinen ganz individuellen, so beklemmenden Traum von seiner Welt selbst.

Die Überzeugung einer strafenden Schöpfung

Er ist gefangen in dem Irrtum, dass es eine strafende Schöpfung gäbe. Aus diesem ersten aller Denkfehler hat sich das dualistische, egobezogene Chaos unserer Welt errichtet, explosionsartig, eine sagenhafte Kettenreaktion. Eine ungeheuer dichte Struktur von Fehlern, geboren aus dem ersten Urteil. Und doch – nichts. Nicht existent. Der Traum von Körpern, die nicht existieren. Die keine, wie auch immer geartete Bedeutung haben, außer der, die ihnen die Liebe schenkt.

Wir sind keine Körper!

Die Idee der Kleinheit ablegen!

Wenn wir nur diese immense, alles begrenzende Idee unserer Kleinheit ablegen könnten. Alle unsere Ängste sind körperbezogen. Wir fürchten um diese Anhäufung von sogenannter Materie, kämpfen bis aufs Blut, ihn, unser allerhöchstes Gut, zu verteidigen. Gerne lassen wir uns täuschen, belügen und betrügen, ordnen uns ein, verkaufen unsere Zeit, unsere moralischen und ethischen Werte – nur damit es unser Körper gut hat.

Vollkommen falsche „Ich-Definition“?

Wir definieren uns über unseren Körper. Er ist unser Ich. Und ganz offenbar jedweder Äußerlichkeit, jeder Manipulation, ausgesprochen zugetan. Der „heilige Augenblick“, das ist der Punkt in der definierten Zeit, an dem Du erkennst, dass Dein Körper „nur eine Flöte ist, durch die der Atem der Schöpfung fließt“. Die Schöpfung ist Liebe – und wir sind was sie ist. Alles andere ist LÜGE.

Verkehrte, unverbrüchliche Prämisse der Körperlichkeit

Wir befinden uns mit der Prämisse unserer Körperlichkeit in den chaotischen Verwirbelungen einer Denkstruktur, deren Ziel es ist, uns weiterhin im Dunkeln zu halten, die Wahrheit zu verschleiern, sie mit Angst zu belegen, sie unsichtbar zu gestalten, in Finsternis, dichten Nebel, zu packen. Wir begrenzen uns, leben enthusiastisch unsere Kleinheit. Versuchen, in dieser Kleinheit das größte überhaupt, die Liebe, Gott, nämlich, zu entdecken, zu finden. Wie sollte das jemals funktionieren?

Nur einen Atemzug entfernt?

Doch, so urtief wir auch stecken, in diesem Gedankensumpf, so sehr wir uns auch selbst einmauern und begrenzen, so sehr wir auch in diesem, unserer Göttlichkeit vollkommen unwürdigen, Denkmechanismus verhaftet sind, eingebunden sind, ist die Wirklichkeit der Liebe tatsächlich immer nur einen Atemzug entfernt. Wer wahrhaftig erkennt, dass wir die Unendlichkeit gegenüber diesen Körpern darstellen, dem ist die Macht der Liebe nahe. Und das wirkt sich in unvorstellbar positiver, in nie auch nur geahnter Form, unendlich beglückend auf dieses, unser Leben, in der so erkannten und aufgelösten „Kleinheit“ aus.

Weg aus der Kleinheit?

Der Weg aus der Kleinheit heraus ist der Pfad der liebevollen Gedanken. Denn nur ein Gedanke sind wir, in unserer Kleinheit, ein Gedanke, der in seiner Komplexität aufgelöst, in seiner Konsistenz umgewandelt, geändert werden kann. Was für eine Erleichterung! Was für eine Befreiung! Der Körper ist lediglich ein willenloses, perfektes Etwas! Nicht der Körper erkrankt, sondern der Geist der Menschen ist krank. Wir sind Giganten! Götter! Alle Angst vorbei!

Unerträgliche Dissonanz

Und doch sind wir vermeintlich in einer Schizophrenie, einer unerträglichen Dissonanz angeblicher Wahrheiten, einem gigantischen Ungleichgewicht, gefangen, unternehmen einen unmöglichen Versuch, die Zweifel, die wir mit uns tragen, die aus dieser, von uns gedachten Situation erwachsen, in sich selbst zu bekämpfen. Wir ziehen zu Felde, untermauern, generieren, jonglieren mit Chaosgedanken in einem chaotischen System – nur weil wir nicht erkennen, dass das Chaos ursächlich ist.

Fazit

Der Auflöser, der Erheller der Unwahrheit, ist der liebevolle Gedanke. Die Tat, die Aktion, ganz gleich, welche und in welchem Format – der Gedanke der Liebe – er löst dieses System , welches uns in der Finsternis hält, auf. Und das ist eine Wirklichkeit, die wir „in Fleisch und Blut“ erfahren dürfen, haben wir uns erst einmal der unüberwindbaren, ewigen Idee der expandierenden Liebe anvertraut.

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