Wir können nur Dornen sehen?

Dornen, Schmerzen

Corona de dolor?

Dornen? Wir sehen lediglich Dornen? Eine symbolische Aussage – sie bezieht sich auf die Dornen der Krone, die Christus (Jesus) bei seiner Kreuzigung getragen haben soll. Dornen – Kreuzigung – qualvoller Tod – Wiederauferstehung – ein wirklich sehr theatralisches, symbolträchtiges Schauspiel. Spiegelt sich hier das Gesellschaftsdenken? Der Weg des Lebens, den man erträgt, mit aufgesetzter Schmerzkrone (Krone – wie passend) um dann zu siechen, letztlich hilflos zu sterben. Das mit der Auferstehung – na ja. Das bleibt abzuwarten. Nichts genaues weiß man nicht.

Am Ende der Tod?

Die Dornen – sie sind das Bild für den Schmerz, den man zu ertragen hat, in vielfältiger Weise. Und immer verfolgt er uns, ganz subtil, selbst bei den schönsten Gelegenheiten. So ist der Schmerz der Preis fürs Leben, scheint es. Man bezahlt ihn jeden Tag auf’s Neue und bekommt am Ende den Tod dafür. Die Dornen – sie bedeuten die Sünde, die Schuld, die man auf sich lädt, ganz zwangsläufig, auf seinem Weg. Sie stehen für die Verzweiflung ob dem Sinn des Lebens, die Frage nach der Bedeutung von Krankheit, Krieg, Zerstörung.

Kreuzigung unserer selbst?

Nichts positives in diesem schrecklichen Bild der Kreuzigung unserer selbst. Und doch haben wir die Wahl. Wir halten die Krone aus Dornen in der einen Hand und in der anderen schneeweiße Blumen der Vergebung. Doch – die leuchtend weißen Blüten zu sehen – das ist uns verwehrt. Das haben wir verlernt. Das ist uns genommen worden. Denn des Körpers Augen, seine Sinne, sind nicht in der Lage, sie zu erkennen. Als Körper zu agieren, meint, mit Dornen zu handeln

Wir geben, was unsere Überzeugung ist?

Versuchst Du, in Deinem Leben einen Platz ohne Dornen zu finden – es ist Dir nicht gestattet, fast niemals möglich (wenn dann nur wirkliche Augenblicke) – in einer Welt der Dornen, der Schuldzuweisungen, der Urteile. Wenn wir also geben – aus diesem Universum der Dornen heraus, dann nur das, was wir auf unseren Altar gelegt haben – Schmerz. Jedoch – die Wirklichkeit: Der Körper ist überhaupt nicht in der Lage zu geben, zu nehmen, zu schenken, zu akzeptieren, anzubieten.

Nur der Geist kann wertschätzen?

Nur der Geist alleine kann wertschätzen. Und auch nur der Geist entscheidet, was er geben möchte, was er nehmen will. Bist du nun in den Gedanken der Vergänglichkeit und der Idee eines angreifbaren Gottes unterwegs, der seinen Kindern für sie unbegreifbare, böse Dinge antut, so wirst du diese auch auf deinem Altar haben – und sie als höchsten Wert zu verschenken suchen. Und dieser Altar ist auch der Ort, an den die ewige Liebe einkehren möchte, die Schöpfung.

Der Liebe einen Altar bereiten?

Wie aber soll ihr dies möglich sein, ist doch alles mit Stacheln bedeckt? Sind doch da nur Sünde und der Pesthauch des Todes? Die fürchterliche Angst? So biete der Liebe dies nicht an! Offeriere ihr nicht deine blutrot funkelnden Dornen – tust du das, so hast du dich für den Körper und die Verweslichkeit, die Sünde, das Urteil, die Schuld und den Tod entschieden. Hebe dich über diesen Schleier der Angst, gestalte dein Heim, deinen Altar, deinen Geist, zu einem Ort, an den die Liebe gerne einkehren möchte.

Die weißen Blüten der Vergebung?

Dann wird sie kommen, sie ist schon da. Du wirst die weißen Blüten der Vergebung erkennen, gibst sie weiter an deine Brüder und Schwestern, leuchtest ihnen, mit ihrer Helligkeit, den Weg. Die Kreuzigung hat es nie gegeben, die Dornenkrone ist Illusion, der Weg der ewigen, alles vergebenden, liebenden Unschuld ist bereitet. Gott ist niemals für uns gestorben! Er lebt mit uns! Die Kreuzigung und das Sterben eines Gottessohnes sind finstere Bilder des Dornenego.

Das innere Kind?

Diese Schau der weißen Blüten – sie ist die Schau deines Inneren Kindes. Denn nichts anderes als die Sicht der Liebe, der Wahrheit ist es, was das Innere Kind ausmacht. Unseres inneres Kind schläft – nenne es Kundalini, nenne es Regenbogenschlange oder Prana – nenne es Erleuchtung oder Heiligstes– es ist Frieden, Liebe, ohne Urteil, Alles. Es ist die Schöpfung. Du bist dein Inneres Kind! Du bist also Gott. Bereite dir ein würdigen Altar der Liebe. Ohne Dornen.

Prämissen der Vergänglichkeit?

Wenn wir unser Leben aus den Urteilen und Prämissen einer Weltgesellschaft definieren, die ihre Basis und jedwede Logik im Prinzip der Schuld, des Todes, des Egos hat, können wir die unglaublich wunderbare Schönheit der Blume der Vergebung, der Schöpfung, wie sie uns jeden Bruchteil der Sekunde in ihrem Atem angeboten wird, nicht erkennen. Ein dunkler Schleier der Trauer ob unserer Vergänglichkeit, gar der Glaube, Gott, die Schöpfung, sei in dieser Chaosdefinition verborgen, liegt über unseren Sinnen.

Fazit

Sei gewahr! Dies ist kein unbedachter Gedanke, kein Spielzeug, das man hin und her wirft um es dann wieder abzulegen. Doch öffne nur dein Herz – versuche lediglich, die Liebe in deinen Alltag einkehren zu lassen – wie immer du sie auch definieren magst – sie wird sich ausdehnen, in ihrer Wahrheit. Und du wirst immer mehr erkennen. Das ist so unabdingbar, wie Gott das ewige Leben ist und wir mit ihm.

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Das Ziel des Tantra Yoga

The modern tantra path

Ungeachtet aller vorgeblichen Strömungen in moderner Tantra Praxis, ist die Vereinigung, der freie Fluss der Energien das Ziel der tantrischen Praxis. . Das Erwachen der Kundalini, der Regenbogenschlange, einem Symbol für die Alleinheit, sich ausweitend über, durch die sieben Chakren. Wen sollte es wundern, dass in dieser Vereinigung aller göttlichen, schöpferischen Energien, der Liebe also schlechthin, Hautfarbe, Alter, Geschlecht, Beziehungsstatus, Religion, Körperstatur – all diese Urteile, Unterscheidungen, vollkommen belanglos sind?

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Das Tantra erschließt eine neue Basis für Beziehungen?

Die Liebe der Schöpfung braucht, um es einfach zu beschreiben, einen Platz in Ihnen, an dem sie sich wohlfühlt, so dass sie sich ausdehnen kann. Vorhanden ist sie schon immer – mächtiger als Sie sich je vorstellen könnten. Doch, Sie können Sie nicht richtig erkennen. Die Energien, die Sie in Tantra Übungen, im Tantra Bewusstsein freisetzen, sind wie Wasser in Ihrem vertrockneten, der Wüste gleichem Garten.

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Mit Wertigkeiten ans Kreuz des Lebens genagelt?

Werte, Wertigkeiten

Bösartige Worte

Es gibt etliche Worte, die sind durchwegs positiv, man findet beim besten Willen keinen Negativismus in Ihnen. Als da wären zum Beispiel Vertrauen, Frieden, Mitgefühl und etliche mehr. Nun – es existieren auch Buchstabenkombinationen, die durchwegs negativ sind, böse, könnte man sagen. Damit sind nun beileibe keine Schimpfwörter gemeint, das Ego arbeitet wesentlich subtiler. Das spezielle Wort, welches wir uns ein wenig näher angucken ist „Werte“.

Wertesystem ist gleich Dualismus

Gemeint sind die Werte des Menschen in seinem Leben. Sobald wird dieses Wort vor Augen haben, hat es uns schon mit unwahrscheinlicher Raffinesse in die Dualität gezogen. Durchaus faszinierend. Das Wort „Werte“ ist lediglich eine andere Begrifflichkeit für das Egodenken. Den Dualismus. Das Wertesystem. Die Fragmentierung und Ausgrenzung. Die Trennung von Gott und der Schöpfung. Wortzusammenhänge tauchen auf. „Lebensunwert“ – sehr bedrohlich. Doch auch: „Wertvoll“ „Wertlos“ – vollkommen verschwommen, zerteilt in unzählige Bedeutungsebenen.

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Das stolpernde Komma

Und das ist der springende Punkt. Denn es wäre ohne Weiteres möglich, die bayerische Staatsbibliothek mit einer Abhandlung über die menschlichen Werte zu füllen. Und das Ego würde begeistert in die Hände klatschen und zufrieden lächeln. Wert – schon das Wort schreit nach besonderer Beachtung. Es ruft auch – nach Urteil. Jedem Wert geht ein Urteil voraus. Werturteil. Womit der Punkt also zu hüpfen beginnt.

Hehre Werte

Die Bestie „Wert“ beißt sich selbst in den Schwanz und heult vor Freude. Und jeden, der auch nur in ihre Nähe gerät, besprüht sie mit ihrem Geifer. Viele machen das Wort lediglich am Geld fest. Deren Leben besteht scheinbar aus materiellen Werten. Andere, ein wenig vergeistigter, denken auch an Ehre, Ruhm, Macht und so fort. Immer aber sind dies Manifestationen des Urteils, damit der Schuld, der Angst, des Todes und also der Vergänglichkeit – und damit der Angreifbarkeit des Gottesgedanken, der doch ewig ist.

Kein Nullpunkt einer Wertigkeit

So ist es uns also unmöglich, in diesem Wirrwarr an Skalen und Beurteilungen, Meinungen und Ratschlüssen, eine vertrauenswürdige, feste Basis zu finden, einen Nullpunkt der Begrifflichkeit des Wertes. Den kann es, aus der Bedeutungslosigkeit des Wortes heraus, nicht geben. Das ist das Dilemma der Menschen. Sie versuchen in diesem chaotischen Wertesystem, welches das Ego so hervorragend installiert hat, Gott zu finden. Das kann verständlicherweise nicht funktionieren. Gott urteilt nicht. Er ist.

Wir sind Teil des Wertigkeitsdenkens

Solange wir die Welt aus dem Blickwinkel dieses Denksystems, dieses Wertesystems betrachten, wir dazu selber Teil der Hierarchie sind, sind wir gefangen. Eine Wertigkeit erfordert immer ein „Gut“ oder ein „Schlecht“ – will meinen „Gut“ oder „Böse“. Verstehen Sie? Damit wurde das Böse in das Denken der Menschen katapultiert. Ohne Wertigkeit könnte es kein „Böse“ geben. Und hier liegt sie, verborgen unter den dunklen Tüchern des Konsumdenkens – die Lösung – die Auflösung.

Die Liebe kennt keine Wertigkeiten

Gibt es in der Liebe ein Wertesystem? Kennt sie irgendwelche Unterschiede? Die Liebe, wie jeder an vielen ganz praktischen Beispielen in seinem Leben feststellen kann, löst das Wertesystem auf. Das hört sich nun bedrohlich an. Was wären wir denn ohne unser Wertesystem? Eine Horde kiffender, durcheinander vögelnder Hippies? (Womit wir schon wieder – das ist die Bösartigkeit dieses Wortes – mitten im Dualismus gelandet sind)

Ein Untergrund aus Sünde, Angst und Tod

Tatsächlich beschreibt ein Bild aus dem Buddhismus dieses so mechanistisch wirkende Szenario der Auflösung unseres Denksystems, hervorragend – es geht um so viel mehr als unser gesellschaftliches Verhalten. Wir stehen mit unserem Denken auf einem schwarzen Grund, geformt aus Sünde, Schuld, Urteil, – der Boden beinhaltet Tod und Vergänglichkeit, Schmerz und Krankheit. Das Wertesystem. Vor uns ein dunkler, dräuender Abgrund, Flammen züngeln.

Das Jetzt kennt keine Wertigkeiten – nur hier ist die wahre Liebe daheim

Der heilige Augenblick, der eine Moment, in dem wir erkennen, dass das Jetzt die Liebe ist, der winzige Zeitpunkt, wenn uns deutlich wird, dass sie, die Schöpfung, über jede Wertung vollkommen erhaben ist, dass unser grausames, selbstquälendes Denken nur ein Traum, nur Illusion ist, im Angesicht eines allbarmherzigen Schöpfers, dessen geliebte Kinder wir sind – das ist der Schritt in diesen schwarzen Abgrund – und in dem gleichen Augenblick stehst du auf „Goldenem Grund“.

Prozess der Transformation in der Welt des Wertes

Und bleibst doch in der Welt der Wertigkeiten. Doch von nun an beginnt der Prozess der Umwandlung. Die Türen, Tore, zu neuen Schichten der Erkenntnis tun sich auf, die Fesseln des dualistischen Denksystems, der Wertigkeiten, zerfallen langsam – zärtlich berührt von der Wahrheit – zu dem Nichts, das sie immer bedeuteten. Deine Welt beginnt wieder im hellen Licht des Positiven zu strahlen. Die Ängste verfliegen – nie waren sie wirklich.

Fazit

Die wahre Liebe hat die Macht, das von uns erdachte – und scheinbar auch gelebte – Weltengesellschaftssystem der Wertigkeiten aufzulösen. In der Tat ist jeder Wunsch ihrer Allmacht bereits seit Anbeginn der Zeit Wirklichkeit. Doch wir sprechen ihre Sprache nicht, wir können sie nicht verstehen, ignorieren sie darum. Unsere Verständigungsmittel ist der Gedanke der Wertigkeit. Lasst uns die Wahrheit erkennen, nicht mehr in den falschen Zungen der Schuld reden und denken – lasst uns das Kommunikationsmittel der Liebe auf immer verwenden!

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Ist unser Glaube Egoismus?

Wer sagt, Alles sei in Ordnung – ist strohdumm, verleugnet die Realität!

Die Welt ist abgefuckt – wo ist Gott?

Wir lieben die Sünde?

Sünde, Liebe,

Perfektionierte Sünde?

„Wir lieben die Sünde.“ Die Aussage dieses Satzes scheint ganz eindeutig zu sein. Beschrieben ist hier – so mutet es an – das alte Dilemma der Menschheit. Sex und Völlerei, Habgier. Wir haben die Sünde perfektioniert. Es ist also unser großes Ungemach, dass wir ständig diesen Versuchungen ausgesetzt sind und ihnen nicht widerstehen können. Um es uns ein wenig einfacher zu gestalten, haben wir, in altbekannter Manier, den Begriff der Sünde bis ins Unkenntliche fragmentiert.

Nicht zu definieren?

Wir werden uns also verdammt schwer tun, den Begriff irgendwo festzumachen – das ist nicht weiter verwunderlich und klar – denn er kann keine Definition haben. Die Begrifflichkeit der Sünde ist vollkommen relativ, vollkommen subjektiv. Es ist immer unsere ganz eigene, individuelle Sünde. Schuld. Die wir versuchen, zu beschreiben, als unser Fehlverhalten gegenüber den Gesetzen des Schöpfers.

Das Böse ist immer und überall?

Eine ganz schreckliche Situation, in der wir uns da befinden. Das Böse ist immer und überall. Woran liegt das? Warum leben wir nicht in einer Welt der Liebe? Nun – es ist der unverbrüchliche Glaube an die Sünde, der das unmöglich macht. Wer an die Sünde glaubt, ihr sein Leben widmet, der ist der Überzeugung, der Geist könne angreifen, sich so schuldig machen. Diese Schuld nun ist kein Irrtum – Schuld – Sünde kann nicht berichtigt werden, im Gegensatz zum Fehler, zum Irrtum. Die Schuld bleibt uns auf immer erhalten.

Der Gedanke der Sünde möchte die Schöpfung angreifen?

Die Sünde verlangt nach Strafe – wie der Fehler nach Berichtigung ruft. Doch wird Strafe niemals Berichtigung sein. So bleibt die Sünde, bleibt die Schuld in unserem Geist, wir manifestieren sie. Wir sind tatsächlich der Auffassung, der Schöpfung unseren Negativismus aufzwingen zu können. Wir betrachten „Gott“ als eine Institution, die dem Angriff ausgesetzt sein könnte, der zu widerstehen es möglich ist, der man eine Niederlage beibringen könnte.

Überheblicher Größenwahn des Egos?

Diese Auffassung, der Glaube an die Sünde – das ist nichts als überheblicher Größenwahn des Egodenkens, das dir aufzeigen möchte, dass die Schöpfung unvollständig und veränderbar ist. Und hier tut sich wieder dieses erstaunliche Phänomen auf: Wir haben die Sünde mehr als verinnerlicht. Sie bildet die Grundlage unserer Denkstruktur. Sünde heißt Urteil. „Ich habe gesündigt.“ Das ist ein Urteil meines Geistes über mich selbst. Sünde ist Dualismus in Reinkultur.

Sünde ist die Trennung des Menschen von Gott?

Das Urteil des Geistes lautet: „Du bist schuldig!“ Schuld meint, einfach ausgedrückt, gewissen definierten Anforderungen nicht genügt zu haben. Vermeintlich Böses getan, das vermeintlich Gute unterlassen zu haben. Wer nun der Überzeugung ist, Sünde sei Wirklichkeit, sei möglich und fassbar, ja, die Sünde zu erkennen, zu bekämpfen, sie zu akzeptieren, sei heilig – der zementiert die Trennung von Gott, von der Schöpfung, dem ewigen Gedanken der Liebe. Eine größenwahnsinnige Illusion, die postuliert, Gott selbst sei veränderbar und unvollständig.

Die Sünde – ein Heiligtum des Ego?

Für das Egodenken ist die Idee der Sünde vollkommen heilig – ihr Mittelpunkt. Das ist damit gemeint, wenn gesagt wird, dass wir die Sünde lieben. Wir lieben sie, im wahrsten Sinne bis zum Tod, bis dass der Tod uns scheidet. Sie ist die Urgrundlage unseres Denksystems, das sich aus Tod und Vergänglichkeit speist. Das Ego überbringt die Sünde der Angst. Und es fordert Strafe. Die Wahrheit aber überbringt die Sünde der Liebe, wo sie als Irrtum erkannt wird.

Nur ein Fehler, ein Irrtum?

Die Schöpfung kann aus ihrer zeitlosen Reinheit heraus lediglich einen Fehler sehen, den ein Mensch gemacht hat. Auch du siehst ihn und nennst ihn Sünde, weil du nicht die Zeitlosigkeit, die Ewigkeit der Schöpfung bedenkst. Ein Irrtum aber kann berichtigt werden. Und dieser, dein Irrtum der Sünde, ist schon längst, seit Anbeginn der Zeit, in Ordnung gebracht worden. Die Schöpfung kennt keine Uhr.

Explosion des Egogedanken?

Die Idee der Erbsünde ist eine unbemerkt bleibende Explosion des Egodenkens in unglaublicher Größe und Gewalt. Gott, die Schöpfung wird zum einem Etwas, das zwischen Gut und Böse unterscheidet. Das Gesetze und Hierarchien bedeutet. Das urteilt, für schuldig befindet und bestraft. Und so erschuf die Schöpfung die Welt. In Sünde. Was für ein Irrsinn, wenn man sich ansieht, was die Liebe ist, was die Schöpfung tatsächlich verdeutlicht. Die Alleinheit. Die Ewigkeit. Wird hier nicht klar, wie vollkommen verrückt die Idee der Sünde im Antlitz dieser Größe ist?

Blind auf dem Laufband des Konsums?

Wir haben uns in die Idee der Sünde verrannt – aber so was von gründlich, dass wir nichts mehr anderes sehen können. Ist das die „Liebe zu der Sünde?“ die wirklich gemeint ist? Genau das sind sie: Die Lumpen vor unseren Augen, die uns blind machen, auf dem Laufband des Konsums. Die uns Gott, die Schöpfung, die wahre Liebe zum verschwommenen Ideal haben verkommen lassen, einem bloßen „Ach wäre das schön, aber“.

Sünde ein Lügengebäude des Ego?

Lösen Sie dieses Grundkonzept der Sünde auf! Es ist ein gigantisches Lügengebäude, das Sie in der Illusion der Egowirklichkeit gefangen hält. Dies ist der vollkommen praktische Weg. Es gilt ganz einfach, die Liebe walten zu lassen. Wenn wir erkennen, dass hinter dem undurchsichtigen Nebel des Sündengedankens die Liebe als Basis allen Seins steht, – die Liebe, die kein Gut und kein Böse, kein Richtig und Falsch kennt – sondern einfach nur ist, mit uns – dann erkennen wir, dass „Sünde“ nur eine kranke Idee des Ego ist.

Die Sünde löst sich auf?

In diesem Wissen der Sündenlosigkeit ist es mir möglich, jeden zu lieben. Das so grundlegende Prinzip der Ausdehnung der Liebe wird überdeutlich. Und wenn ich bewusst beginne, zu lieben, wird meine Sicht auf die Welt sich ändern, hin zu der ewigen, zeitlosen Wahrheit der Liebe – das passiert für das Weltbild jedes einzelnen ganz persönlich. Das heißt, vollkommen konkret, der Sündengedanke löst sich auf. Die Sicht auf die Herrlichkeit hinter diesem dunklen Nebel tut sich auf – Schritt für Schritt – Tür für Tür, die sich für mich ganz persönlich öffnet.

Fazit

Kann denn Liebe Sünde sein? Tief in uns selbst, verborgen durch dieselben Fetzen vor unseren Augen, die es auch verhindern, dass wir die Liebe und Sündenlosigkeit in anderen sehen, da ist der Altar der Wahrheit, das Licht. Indem wir uns in unserem Leben aus ehrlichem Herzen bemühen, zu lieben, ohne Sünde zu sehen, bereiten wir ihn für die Wahrheit, die großartige Liebe der Schöpfung. Wir bieten ihr Willkommen, wir laden sie ein. Und wie freudig sie unserer Einladung folgt!

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Ein fundamentaler Begriff?

Wow! Nun sind wir im Fundamentalismus gelandet. Der Begriff Glaube – er scheint wie gemacht, die Geister zu scheiden. Eine vollkommen subjektive Angelegenheit, möchte man meinen. Ganz privat und mehr oder weniger intim. Doch selbstverständlich hat jeder Glaube Wurzeln. Von der Definition her, alleine, sind diese sehr tief. Sie liegen verankert in dem, was man Leben heißt, Erziehung, das Lernen von unumbrüchlichen Grundsätzen, die man sich zurechtbiegt, zumindest gedanklich, für sich selbst. Ob man seinen Glauben lebt, ist wieder eine andere Frage.

Die Wahrheit zerschmettert?

Was glauben wir? Wo? Und in welcher Beziehung? Wie? Weshalb? Ein nur ein wenig offener Blick tut uns kund, dass unser Glauben zutiefst fragmentiert ist. Zerteilt, aufgesplittert. Da ist diese Kristallkugel, der Glaube – und das Gesellschaftsdenken hat sie in Abertausende von Splittern zerschlagen. Unsere Aufgabe als Mensch scheint es nun zu sein, (jedenfalls sind wir tunlichst bemüht) unter diesen Splittern den einen zu finden, der die Wahrheit enthält.

Das Fehlen der Ganzheit tut subtil weh?

Tatsächlich ist es so, dass wenn einer von uns auf seinem Weg einen dieser Splitter glänzen sieht, er – in ganz menschlicher Manier – diesen, in seinem Glauben für sich beansprucht – verteidigt bis auf’s Messer und erst loslässt, wenn er ein schöneres Bruchstück erblickt, eines, dass ihm besser gefällt. Dass die Menschen aber die ehemalige Form der zerschmetterten Kugel suchen, die Ganzheit, die Alleinheit, das gelangt nicht an ihr Bewusstsein, tut ihnen nur ganz subtil im Hintergrund weh.

Mögen täte ich schon?

Und selbst wenn Sie eine Ganzheit in ihrer Spiritualität, ihrem Glauben, erkennen möchten, vergällen sie sich selbst den Blick darauf, indem sie das Bild mit Dualitäten überfrachten, mit Himmel und Hölle, mit Hierarchien von Engeln und Göttern und Heiligen, mit Ritualen, mit Geheimnissen, mit Magie.


Glauben – das heißt konkret, in Etwas die Wahrheit wahrnehmen wollen. Wo finden wir in diesem Dasein, dieser Zeit, dieser Welt, Wahrheit?

Präambeln und Algorithmen?

Wir glauben, in unterschiedlichsten Kategorien an die verschiedensten Dinge – alle erklärt durch die Präambeln und Algorithmen der Weltgemeinschaft. Keine objektive Wahrheit, es ist vielmehr ein vollkommen chaotisches, instabiles Lügengerüst aus den subjektiv verformten Splittern der einstigen Wahrheit, wackelig zusammengezimmert. Nichts an diesem Etwas ist es wert, daran zu glauben, im Sinne eines Schöpfers, im Sinne des Glaubens an einen Gott.

Liegt die Wahrheit in der Vergangenheit?

Liegt die Wahrheit in vergänglichen Dingen? Liegt sie in der Zukunft? Liegt sie in der Vernunft der Menschheit? Was ist Wahrheit überhaupt?


Die pure Wahrheit ist, definitionsgemäß, vollkommen vorurteilslos.

Das schließt … unsere Welt aus. Unser komplettes Denksystem.

Was aber ist vollkommen ohne Urteil, kennt kein Gut und kein Böse, ist immer nur positiv und ist immer vertrauenswürdig? Ist immer Ganz und nicht teilbar? Die absolute Liebe. Ergo – die Schöpfung.

Glauben ist Ganzheit?

Will meinen, sehen Sie hin! Da ist die Kristallkugel des wahren Glaubens, herrlich strahlend, gleißend, selber Licht. Sie war nie zerbrochen! Und erkennen Sie, wie wunderbar! Wir brauchen nicht länger unter den Splittern nach der Wahrheit suchen, wir können uns voller Vertrauen in die Liebe begeben. So – und nur so – ist es möglich, zur Ganzheit zu gelangen – indem wir erkennen, dass jede Tat der Liebe eine weitere Stufe zum heiligen Gipfel ist.

Die Schöpfung kennt keine Geheimnisse?

Die gelebte, gezeigte, wahrgenommene, reflektierte, sich ausdehnende Liebe wird die Kristallkugel des Glaubens und der Wahrheit für Sie, ganz persönlich, wieder zusammenfügen, Sie werden erkennen, dass sie nie zerbrochen war. Ha! Werden Sie jetzt sagen. Das ist mir zu einfach. Nur lieben – und das ist alles? Ja! Es ist tatsächlich so absolut einfach. Die Schöpfung ist kein Geheimnis, kennt keine Geheimnisse. Gott ist jetzt hier. Liebe praktisch umzusetzen. Jetzt. Ohne Probleme. Lieben Sie! Lieben Sie mit absoluter Ehrlichkeit!

Liebe ist der Weg ins Licht?

Wo immer Sie stehen. Was immer auch Ihre Meinung zum Universum, zu Gott, zu Religion ist, was auch ihre Lebensanschauung sein möge – zu lieben, nicht in Perfektion, jedoch so gut Sie es eben vermögen – sich also auf die Liebe einzulassen, an Sie zu glauben, in ihr die Wahrheit zu sehen, auf sie zu vertrauen – das ist der Weg ins Licht. Das ist wahrer Glaube. Auf diesem Weg gehen wir alle, doch umfangen noch von Finsternis. Die Liebe löst diese Dunkelheit, hin zum Nichts, aus dem dieses Dunkel immer bestand, sanft auf.

Fazit

Der wahre Glaube ist Liebe – und die Liebe löst den Gedanken von schuldigen Körpern, gefangen in der Vergänglichkeit, zum Tod und zur Sünde verurteilt – gnädig auf. Wer diese eine Entscheidung der gelebten Liebe trifft – den wird die Schöpfung umarmen, der ist der Angst entronnen. Der kann seinen Weg voll Vertrauen an der Hand des liebenden Vater gehen. Die Wahl: Sich an den Illusionsplittern der fragmentierten einstigen Wahrheit verletzen oder in die Kugel der Wahrheit des Glaubens an die vollständige Liebe eintauchen. Nur diese beiden Entscheidungen gibt es im Leben.

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Was ist die Begrenzung von Körper und Liebe?

Warum zementiert unser Beten falsche Grundsätze?

Dankbarkeit inmitten dieses großen Unglücks?

Körpergefängnis? Körper und Geist

Körper, Geist

Sensible Begrifflichkeiten?

Ein Thema – beinahe zu groß, um darüber zu schreiben. Ganz nahe an uns dran, eine sensible Begrifflichkeit, die es behutsam zu behandeln gilt. Schnallen Sie sich also bitte an, denn wir werden diesen Grundsatz ignorieren. Schaffen wir uns zu Beginn ein paar Grundlagen. Körper bestehen aus Materie. Materie, das ist das, aus dem das ganze, für uns sichtbare Universum besteht. Insofern, ein kleiner, erleichternder Gedanke zu Beginn, sind wir der Alleinheit doch schon ein Stückchen näher.

Erlösung geht immer über die Körperlichkeit hinaus?

Die letztendliche Schlussfolgerung aller Religionen, der Gedanke von der Erlösung durch einen übermächtigen Gott, geht immer über die Idee der Körperlichkeit hinaus. Man könnte auch sagen, geht immer über die Materie hinaus. Das scheint nicht weiter verwunderlich, wenn wir uns das, was hinter der Materie steckt, mal ansehen. Materie besteht aus Atomen, Atome wiederum aus dem Atomkern, der Hülle, an den die Elektronen lang schießen, sowie ein paar Protonen und Neutronen, die im Kern herumwuseln.

99,6 Prozent Nichts?

Stellen wir uns den Atomkern so groß wie einen Fußball vor, so wären es von diesem Mittelpunkt zu den Elektronen etwa 10 Kilometer – durch ein NICHTS. Das will heißen, wir, genauer unser Körper, besteht zu 99,6 Prozent aus Nichts. Wenn wir eine Ebene höher gehen, bestehen wir aus Wasser, ein Ebene drunter, so sagt der Nobelpreisträger Hans-Peter-Dürr, der unser Problem als erleuchteter Wissenschaftler physikalisch angeht, – dass es überhaupt keine Materie in dem uns beschriebenen Sinne gäbe.

Neuronales Netzwerk?

Der Geist, die Gedanken, unser Gedächtnis, die Steuerzentrale für unseren Körper, ist, wenn wir die Wissenschaft bemühen, ein neuronales Netzwerk. Zwar ungeheuer kompliziert, aber das war’s dann auch schon. Ein wirklich nettes Bild, dass die Physik da von unserem Körper malt. Doch weg von all dieser Theorie, die, zu Ende gedacht, den großen Gedanken mittels abstrakter Beweise lediglich unterstreicht. Fort also, von Quantenmechanik und Wellenfunktion.

Alles was wir haben?

Keine noch so eingehende Beschreibung kann das in Worte fassen, was wir für, mit, durch, in unserem Körper, den wir mit unserem Ich gleich setzen, wirklich empfinden. Viele Menschen sind der simplen Ansicht, der Körper sei alles, was wir besitzen. Ein teures Gut, dass es noch aufzupolieren gilt, in das man investiert. Schönheit, Ästhetik als Schlüssel zum Leben. Andere setzen auf den Geist. Den sie über die Sinne des Körpers erreichen.

Schönheit und Kraft?

Der Körper steht also sehr offensichtlich im Mittelpunkt unseres Interesses. Körper können sich lieben, Körper können sich hassen, können angreifen, müssen sich verteidigen. Körperlich, martialisch. Schönheit. Kraft. Ausdauer. Gebrechlichkeit, Siechtum, Alter. Eine ganz große Sache ist uns da gegeben. Und tatsächlich spielen Körper, in dieser großen Illusion, die entscheidende Rolle.

Der Körper reflektiert die Welt?

Wenn wir uns die Idee vom Körper ansehen, ein wenig zur Seite treten, können wir erkennen, das alles Leid, auch Glück, die ganze Welt mit ihrer Bedeutung, die Erziehungs- und Gesellschaftssysteme, unser sozialer Status, unsere Liebe, unser Leben schlechthin, über das, was als Körper, als lebender Körper definiert ist, reflektiert wird. Anhaftungen, würde der Buddhist sagen.

Nichts?

Leben und Tod. Der Körper ist vergänglich, er überdauert nur eine gewisse Zeitspanne. Wie der Träger des Bundesverdienstkreuzes, des Alternativen Nobelpreises (Right Livelihood Award) erkennt, bestehen wir aus Nichts (und Allem), die Physik sagt aus Wasser – unser Körper kann es also nicht sein, der unser „Leben“ tangiert. Es wird offensichtlich, da muss mehr sein. Unser Geist ist nicht nur Denken, sondern drückt sich über den Körper aus.

Der Geist ist der eigentliche Körper?

Unser Geist, unser Denken, gibt der Zusammenwürfelung von Atomen Leben und Sinn. Unser Geist koordiniert. Wenn man so will, ist er der eigentliche Körper. Versteht man die ungeheure Bedeutung dieser Schlussfolgerung, kommt ehrfurchtsvolles Staunen auf. Denn ja – wir denken. Wir denken unseren Körper. Das Ego möchte uns jede Sekunde unseres Lebens das Gegenteil beweisen. Und es bringt unendlich viele Zeugen heran.

Die unbestechlichen Zeugen?

Was sind diese Zeugen? Da sind Geburt, Krankheit, Sünde, Tod. Die Unterschiede zwischen schön und hässlich, zwischen reich und arm. Zwischen mächtig und machtlos, gesund und krank. Das ist das Rad des Lebens. Das Rad der Vergänglichkeit? Das ist die Heimat des Ego, der Schuld und des Angriffs, der notwendigen Verteidigung. Das ist das Weltreich der Körper. Ein jeder ganz allein. Unmöglich, sich wirklich zu vereinigen, die Liebe, die in der Körperwelt postuliert wird, nur Oberfläche.

Keine Liebe in der Körperwelt?

Hier, in diese Gedanken, hat die wirkliche Liebe der Schöpfung keinen Einlass. Das ist eine Welt, die ihre Trennung von Gott, in fragmentierender Betrachtung der Dinge, immer weiter treibt. Solange wir der Überzeugung anhängen, wir seien, als Körper, Teil dieser Körperwelt, akzeptieren wir Vergänglichkeit und Leid, Sünde und Angst als unser Dasein. Das Verständnis, die Erkenntnis, kann nicht zu Körpern kommen. Es gilt, den Altar im Geiste zu errichten.

Der Körper ist uns Zweck und nicht Mittel?

Der Punkt ist sehr deutlich: Du siehst den Körper als Zweck – und nicht als Mittel. Alle deine Bestrebungen dienen dem Ziel, es dem Körper bequemer, angenehmer zu gestalten. Damit akzeptierst du bedingungslos die Regeln des Egos. Doch: Um diesem ganzen, entsetzlichen Chaos zu entkommen, ist nicht mehr nötig, als es einmal zu erkennen. Einmal den Körper vollständig aus deinen Sinnen entfernen.

Der Körper ist fragmentierte Zeit?

In keinem einzigen Augenblick existiert der Körper überhaupt. Immer ist er eine gedankliche Vorwegnahme oder aber eine Erinnerung. Nur dadurch, dass da scheinbar Zukunft und Vergangenheit dieses Dinges existieren, kann es als wirklich durchgehen. Und nur dadurch, dass fragmentierte Zeit definiert ist, kann auch Sünde, Schuld, Angst und Verzweiflung existieren. Im Jetzt, im absoluten Moment, im heiligen Augenblick, der sich auftut, wenn sich der Körper nur für ganz kurze Zeit vollkommen aus deinem Geist entfernt, geschieht das Wunder.

Im Jetzt ist die Auflösung?

Das ist die Erkenntnis, die Auflösung. Du kehrst in deinen Körper zurück, jedoch in einem Gewahrsein, das nichts mehr mit dem Vorher zu tun hat. Solange du in Vergangenheit und Zukunft verweilst, ist es nicht möglich, diesen gesegneten Moment anzunehmen. Du bist auch nicht in der Lage, dich auf ihn vorzubereiten, ohne ihn in die Zukunft verlegt zu haben. Viele aber verbringen lange Zeit, ihre ganze Lebensspanne, in diesem Zustand der Vorbereitung – und sicherlich erzielen sie hier und dort Erfolge.

Das Ziel der absoluten Liebe?

Es könnte sein, dass du unterwegs bist, zu versuchen, ein Ziel zu erreichen, das du akzeptiert hast.

Doch es ist von außerordentlicher Schwierigkeit, gegen die Sünde ankämpfen zu wollen, sie auflösen zu wollen – denn dadurch manifestiert man sie. Ein ungemeiner, ausgesprochen belastender Aufwand, zu versuchen, das als heilig zu sehen, was man eigentlich hasst und verachtet. Genauso die tiefe Kontemplation, die Zurückgezogenheit der Eremiten, die langen Stunden der Meditation – alle mit dem Ziel, den Körper loszulassen. Schlicht unnötig, diese Vorbereitung. .

Immer von heiligem Erfolg gekrönt?

Ganz sicher, ohne jedwede Frage, sind diese Versuche, diese Pfade der Spiritualität, letzten Endes vom Erfolg gekrönt. Alleine darum, weil ihr Ziel die Liebe ist. Doch sie sind zeitaufwendig und ebenso oft unsagbar mühsam. Diese Mittel, die da guten Glaubens (im wahrsten Sinne des Wortes) angewendet werden, sind nur auf die Zukunft ausgerichtet, mit dem Zweck, die Erlösung aus einem Zustand jetziger Unzulänglichkeit und Unwürdigkeit zu erreichen.

Ich brauche nichts tun?

„Ich brauche nichts zu tun.“ Dieser Satz, diese Überzeugung, beinhaltet vollkommenes Vertrauen, Treue, ungeteilte Loyalität. Verinnerliche dies nur für einen winzigen Moment, und du erreichst mehr, als in der ganzen Zeit, die du in Kontemplation und im Kampf gegen Versuchung und Sünde verbracht hast. Verstehe: Wenn du etwas tust, beziehst du den Körper unweigerlich mit ein. Verstehst du, dass da nichts ist, was zu tun ist, ziehst du den Körper aus deinem Geist ab. Da tut sich das „Jetzt“ auf, eine Tür neben der Zeit, eine Abkürzung. Hier existiert keine Zeit mehr, denn wer nichts tut, benötigt sie nicht. Keine Sünde und keine Zeit.

Der heilige Augenblick?

Dies ist der Ort, den der heilige Geist aufsucht, an dem er für dich immer erreichbar, der Ruhepunkt im Chaos der Welt, deine innere Mitte ausfüllt, inmitten all der geschäftigen Aktivitäten des Egos. Hier ist das Gewahrsein außerhalb des Körpers, hat die Begrenzung, die der Körper darstellt, ihr Ende. Der Körper wurde gemacht, das Unbegrenzte zu begrenzen. Er ist eine Begrenzung der Liebe. Solange du dich auf die Sinne des Körpers verlässt, wirst du die wirkliche Größe die überall um dich herum ist, nicht erkennen können.

Wir sehen uns unzweifelhaft als Körper?

Nun ist der Körper aber ein unentrinnbarer Bestandteil unseres Daseins. Ein Teil der Schöpfung, Werkzeug und Instrument, uns gegeben, zu erkennen. Da liegt nahe, dass er auch eine Möglichkeit darstellt, der Wahrheit, dem Ziel, konkret näher zu kommen. Wir wissen, unser Körper, eigentlich alles, ist Lichtreflexion, ist Energie. Im Tantra sieht man eine Verbindung zwischen Blockaden der Energieleitungen in unseren Körpermanifestationen und dem Fluss der kosmischen Energie, dem Prana, um uns herum. Mit entsprechenden körperlichen Übungen (hier tut sich die Verbindung von Geist und Körper auf!) ist es möglich, diese „Chakra Blockaden“ aufzulösen.

Tantra versucht die Idee der Alleinheit zu praktizieren

Was wir hier ganz deutlich erkennen, ist der Versuch, das oben erklärte, die Sache mit der Abkürzung, ganz aktiv in die Tat umsetzten. Das bedeutet schlichtweg, durch konzentrierte Aktivität, die Aktivität zu transzendieren. Um zu einem Punkt zu gelangen, wo Energien frei fließen, verschmelzen und über die Körperlichkeit hinausführen. Nach langer, langer Übung bis hin zu diesem Punkt des Nichtstuns, der dann verinnerlicht wird.

Fazit

Es gibt nichts zu tun, außer nichts zu tun. Der Weg des Körpers zu diesem Ziel führt ohne Frage über das Tantra. Hier, im Tantra, einem der vielen Wege, finden letztlich Körper und Geist in einer Art von Auflösung zusammen. Eine Umwandlung findet statt. Die Attribute des Lebens verändern sich. Tantra ist nicht notwendigerweise körperlich – vielmehr ist es eine Idee – die Quellidee der Alleinheit, die dem Tantraismus zugrunde liegt.

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Der Grundpfeiler jeden Glaubens

Beten, so scheint offensichtlich, ist einer der Grundpfeiler jeden Glaubens. An wen richtet sich das Gebet? An eine Dimension, welche die Macht hat, Dinge zu verändern, ja, sogar Wunder geschehen zu lassen. Dabei lässt sich dieser Kommunikationspartner nicht im eigentlichen Sinne eingrenzen. Denn den Gedanken seines „Gottes“, den hat jeder für sich selbst entwickelt. Letztlich spielt hier auch die Religionszugehörigkeit keine Rolle mehr.

Beten für das Ego?

Doch treten wir etwas näher an diese Begrifflichkeit heran. Da sie so wesentlich scheint, in unserem Leben, zumindest doch für die Mehrzahl der Menschen, tut sich beim geschult kritischen Denker der Verdacht auf, dass da unter Umständen das Ego seine schmutzigen Finger im Spiel haben könnte. Und wir benötigen beileibe kein Vergrößerungsglas, dies erkennen zu können. Die erste Frage, die wir stellen wollen zeigt schon alles auf.

Worum beten wir?

Wir bitten, beten, um Ausschließlichkeit. Wir beten für Dualität, vielleicht Ungerechtigkeit, wir beten subjektiv in höchstem Grade, wir beten vermessen, überheblich, naiv. Dies ist unser Beten, solange wir diese undefinierte Dimension (Gott) darum bitten, konkrete Dinge in einer bestimmten Art und Weise geschehen zu lassen. Denn: Aus welcher Position heraus beten wir denn? Wir haben nicht die geringste Ahnung von den Zusammenhängen der Dinge, des Universums. Wir sind nicht in der Lage, auch nur das Geringste zu beurteilen.

Bitte um einen anderen Irrsinn

Und doch beten wir, aus dieser Position des Wahnsinns unseres Traums heraus, dieser Irrsinn möge sich verändern. Was ja grundsätzlich nicht falsch ist. Wir aber bitten nicht um die grundsätzliche Änderung dieser unserer Traumwelt, sondern nur um die Korrektur eines Fragments. Das Gebet an sich ist ungeheuer mächtig, ganz egal, in welcher Intention es ausgesprochen wird. Doch – wie soll eine liebende Schöpfung Dinge, Gebete, erkennen die nicht ihre Sprache sprechen?

Gebet ist Vertrauen

Das will meinen, das Gebet ist keine grammatikalische Zusammenstellung von Worten zu einem gewissen Sinn hin, einer Bitte, eines Gebetes – es ist viel Mehr – nämlich das sich Anvertrauen, die Hingabe an das Sosein – nicht die kleinliche Bitte um die Korrektur von Wahngedanken. Jeder Wunsch, jedes Gebet, dass wir in Liebe, in der Sprache der Schöpfung aussprechen, ist bereits in Erfüllung gegangen, ist bereits Wirklichkeit. Nur – wir sind nicht in der Lage dies zu erkennen.

Angriff und Schuld oder Vertrauen

Hier tut sich eine andere Grundwahrheit ganz deutlich auf: Beten heißt Vertrauen. Und nicht Roulette spielen. Dieses Vertrauen ist zwangsläufiger Weise ganzheitlich. Es gilt: Ganz oder Gar nicht. Es gibt immer nur zwei Entscheidungen im Leben. Entweder ich entscheide mich dafür, auf das Leben mit Angriff und Verteidigung zu antworten – oder aber ich vertraue. Entscheide ich mich für die Schuld – also für Verurteilung und Angriff – heißt das, ich mache die Ideen des Ego zu meinem Gott.

Aus dem Chaos heraus um Chaos bitten

In dieser Position, inmitten der verrückten Ideen des Ego Chaos, um etwas zu beten, zu bitten, dass sich ebenfalls innerhalb des Geltungsbereiches des Egos befindet, seine Ideen und Ziele vertritt, scheint, wenn man es derart betrachtet, reichlich absurd. Nichtsdestotrotz – auch wenn das Gebet, die Bitte, nur aus der Kleinheit des Denkens formuliert ist, oberflächlich auf oberflächliche Ziele gerichtet ist – die Schöpfung erkennt die Bestandteile der Liebe und setzt den Wunsch sofort um.

Was haben wir uns wirklich gewünscht?

Es bleibt uns überlassen, zu erkennen, was wir uns tatsächlich gewünscht haben – und dass dieser Wunsch seit Anbeginn der Zeit schon in Erfüllung gegangen ist. Diese Erkenntnis ist Erleuchtung. Und so beinhaltet jedes Gebet die Erleuchtung. Das wahrhaftige, allumfassende Gebet sollte sein, darum zu bitten, zu erkennen. Darum zu bitten, in der Lage zu sein, der Schöpfung, in ihrer vollkommenen Güte, Vertrauen schenken zu können.

Direkte Kommunikation mit Gott

Beten – das ist unmittelbare Kommunikation mit der Schöpfung. Die Sprache der Schöpfung ist die Liebe. Die Ursprache – wir verstehen sie, so wir uns nur ein wenig bemühen. Und sprechen wir unser Gebet in der Sprache der Liebe, so überwinden wir damit jedweden Zeitbegriff. Dies ist der Weg Wunder zu wirken: Das Gebet in vollkommener, wahrer Liebe.

Fazit

Wir sollten einfach vermeiden, unsere Gebete zu einem Angriff auf die Schöpfung zu machen. Demut, im richtigen Sinne, ist eher die Form, die zu Wählen angemessen ist. Beten, das heißt, seine Probleme und Ängste, die unlösbar scheinen, auf den Altar der Schöpfung, der Liebe in seinem eigenen Inneren zu legen, auf dass deren Fürsorge sie auflöse. Und diese Auflösung dann wirklich zu verspüren, ist nur ein Quäntchen Vertrauen notwendig.

Ein Mönch erzählt aus seiner Meditation

Ich meditierte, jahrelang. Immer näher kam da dieser quirlende, sich selbst verschlingende Tunnel, in allen erdenklichen Farben und sich ständig verändernden Mustern, Spiralen, Phasen, Lichtern, Strahlen. Als ich, in etlichen meiner Übungen, das Ende des Tunnels erreichte, schien es kurze Zeit das Weltenall, doch dann verwandelte ich mich in einen Vogel, der weit über der Erde schwebte. Ich sah die Konturen der Landschaft, die Berge am Horizont, aus seinen Augen. Meist erwachte ich hier.

Einmal jedoch – es gibt immer nur einmal – verstand ich. Als der Vogel landete, verwandelte mich in einen Bären – mit allen Sinnen – doch zur selben Zeit erkannte ich, dass ich nicht nur Bär und Vogel war, sondern Ameise, Strauch und Baum und Stein – die ganze Schöpfung. Ich bin Schöpfung. Das hat sich niemals geändert. Ich bin mit meinem ganzen Sein die Schöpfung.


Om Shiva

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Grausame Zeit

Sich die Zeit als ein gefräßiges Tier, ein Monster vorzustellen, das ist eine einfache Übung. Und betrachten wir die Zeit, – ohne uns nun in quantenphysikalischen Erklärungsversuchen zu ergehen – von unserem, uns so final gegebenen, Standpunkt aus, so hat sie etwas durchwegs grausames. Sie nimmt die Schönheit, die Körperkraft, das Augenlicht, den Gehörsinn, die Gesundheit, sie tötet Freunde und die Lieben, sie zerstört Bauwerke, Anhäufungen von Macht. Unangreifbar und unerbittlich.

Zeit
Zeit

Ein Riese namens Zeit

Das kann einem schon Angst bereiten, nicht? Ein Gigantismus, dem wir da gegenüberstehen. Und jedes winzigste Stückchen dieses allzu übermächtigen Gedankens, jeder Bruchteil einer Sekunde also – fassen wir die Zeit in gebräuchliche Begrifflichkeiten – verkörpert die ganze Idee der Zeit, ihren vollkommenen Machtanspruch. Denn – das wissen wir alle – die schrecklichsten Dinge passieren in einem solchen winzigen Zeitraum. In einem solchen fragmentierten Raum der Zeit.

Hier ist die Ursache

Womit wir, lediglich mit dieser obigen Feststellung – in einem vollkommenen, in einem schöpferischen Schritt – die Ursache des Dilemmas erkennen können. Die Fragmentierung nämlich, die unseren Zeitbegriff bestimmt. Die Idee einer Zeit, in der, in der einen Sekunde Abgrund-Böses, in der nächsten, das schönste Bild der Welt, auftaucht. Die Idee der vollkommen Ungewissheit. Des Chaos, wenn man so möchte, zumindest des unentwirrbaren Knäuels. (Denken wir an den Flügelschlag eines Schmetterlings … )

Fragmentation

Indem wir die Zeit in Einzelteile transformieren, (nicht einmal lediglich eine simple Dualität) indem wir sie so also bis zur Unkenntlichkeit aufspalten, entfernen wir uns von ihrer wahren Bedeutung als Eins, in der alles überragenden, beinhaltenden, Idee der Schöpfung. Wir ersetzen die Vollkommenheit und Gänze durch Schnipsel eines durchaus imaginären Zeitbegriffes. Mit diesen kleinen Fetzen, die so winzig sein können, dass wir sie nicht mehr bemerken, doch immer mehr oder minder aus Angst gemacht, sind wir im Leben unterwegs.

Splitter
Splitter

Blind im Sturm der Zeitschnipsel

Nehmen wir dieses Bild: Ein Mensch, gebückt, denn der Rucksack der Sorgen und Bedrängnisse, (das sind seine Wegzeichen, die er als Erfahrung sorgsam aufhebt) den er auf seinem Weg immer weiter auffüllt, ist schwer. Er geht durch einen Sturm von Schnipseln, wie Schneeflocken, Zeitstückchen, die die Sonne verdunkeln, bis hin zur Finsternis. Der Sturm der Zeit weht sie ihm in die Augen, (auch rosa Sonnenbrillen helfen wenig) schwer kleben sie an seiner Kleidung. Jedes Stückchen, jeder Splitter, jede Flocke, in diesem Orkan des Zeitbegriffes, in dem er, nur noch Sturm im Sturm erkennend, dahin wankt, ist ein Fetzen Ersatz für die Wahrheit.

Zu Angst ersetzt

Und begonnen hat dieser entsetzliche Sturm, bestehend aus nicht mehr erkennbaren Fragmenten der Wahrheit, – so in Angst gewandelt – mit dem einem Ur-Irrtum, der für das Egodenken steht: Nämlich, dass da Verschiedenheiten sind, – der Gedanke der Trennung von Gott, der Schöpfung und den Menschen. Dies war das chaotische, zersplitternde Ersetzen der Wahrheit, so sie nicht mehr zu erkennen ist, der Tausch der vollkommenen Ganzheit mit Illusion. Hat also die nie vergangene Wirklichkeit des Unendlichen dem Zeitbegriff überbracht, die kindliche, naive Freude der Angst, das Leben dem Tod.

Wir sehen nur die Ersatzstückchen für die Lieblichkeit

Aus diesem Bild, lieber Wanderer, hast du dir deine Leinwand gebastelt, auf der du dein Leben, kleine Teile deines Pfades, im Orkan der Zeit, zu erkennen meinst. Du meinst, diese scheinbare Realität der Fetzen des Ego Zeitbegriffes, durcheinanderwirbelnd, sich verbindend und verschmelzend, sich trennend, immer neu, in wirren chaotischen Mustern, sinnlose, winzige Förmchen des Ersatzes, ohne Gewicht, gleich Flaum, sei deine Schuld, dein Irrtum, – der in dir ist. Doch ist dieser Wahnsinn, diese Angst, nur außen.

Nur Irrsinn – keine Sünde

Die Wahrheit der Schöpfung, die Liebe, ist keine Angst. Sie hat dich nicht verlassen, sie ist nicht in dieser komplett wahnsinnigen Fetzenwelt des Ersatzes da draußen. Sie ist bei dir geblieben, dich zu erlösen, warm, weich und immer bei dir. Versuche nicht in dem sinn- und planlosen Taumeln der Flocken Bedeutung zu finden, sie sind nicht von Belang. Es gibt auch keine Unterschiede zwischen Ihnen, letztlich sind sie in ihrer Illusion alle gleich. Belege sie nicht mit Namen wie Sünde oder Schuld, denn sie sind lediglich Wahnsinn. Habe keine Angst vor ihnen.

Eine Welt aus durchgeknallten Projektionen

Denn dieser Irrsinn ist außerhalb von dir. In dir dagegen ruht die Wahrheit, das Gegenteil des Wahns, die geistige Gesundheit, die Schuldlosigkeit. Denn der wahre Sinn konnte lediglich still in deinem Inneren bleiben, angesichts des Wahnsinns deiner verrückten Projektionen, aus denen du deine Welt gestaltet hast. Doch eine hervorragende Eigenschaft der Liebe ist es, sich auszudehnen.

An der Hand der Schöpfung

Und so bist auch du, vielleicht ohne es zu ahnen, doch mit völliger, aus der Nichtexistenz des Zeitbegriffes erwachsenen Gewissheit, an der sanften Hand des heiligen Geistes, dessen Aufgabe es ist, deine Ängste, entstanden aus deiner projektierten Sicht der fragmentierten, ersetzenden Zeitfetzen, aufzulösen – hin zu der vollkommen Liebe, der allumfassenden, unendlichen, zeitlosen, absoluten Kommunikation.

Die falsche Sicht der Zeit verinnerlicht

Es gibt hier eine Schwierigkeit im Verständnis. Es ist nämlich tatsächlich so, dass der Mensch diese zerstörerische Betrachtungsweise – nämlich dass Schuld und Wahnsinn in Ihm selbst zu suchen sind – verinnerlicht hat. Der erste Schritt, um beim obigen Bild zu bleiben, muss es nun also sein, zu erkennen, dass es diese Zeitfetzen gibt, dass sie die Ursache der Lebensangst sind. Der weitere Weg, durch immer neue Pforten, die sich auftun, ist der, hin zu einer Welt mit blauem Himmel, in der kein Sturm aus Zeitfragmenten, kein Zerstörungsgedanke des Ego mehr, die Sicht fortnehmen, auf die Wirklichkeit.

Weg zum Licht

Wie immer, wenn wir es mit ganz grundlegenden Begriffen, absoluten Basisalgorithmen des Lebens als Mensch zu tun haben, „Körper“ „Zeit“ „Tod“ als Beispiel, tut sich in einer solchen Begrifflichkeit, natürlich, ein Weg zum Licht auf. So auch in diesem Monster „Zeit“. Denn – wir haben ja unmittelbaren Zugriff auf die Zeit – zumindest auf unsere Zeit. Und das ist – verstehen wir uns richtig, im wahrsten Sinne dieses Wortes, alle Zeit der Welt.

Die persönliche Zeit?

Das ist ganz praktisch gemeint. Es ist möglich, den existierenden Zeitbegriff, DEINE ganz persönliche Zeit, als Hebel zu verwenden, sich selbst aufzulösen. Hört sich paradox an, ist aber so. Wir müssen die Zeit auflösen. Wenn wir das nur im Ansatz (!) probieren, werden unsere Bemühungen, durch eine Potenzierung der angestrebten Erkenntnis ihrer Bedeutungslosigkeit, uns unweigerlich und unendlich (!) sanft aus dem Sturm in den warmen Frühling führen.

Fazit

Der eigentlich offensichtliche Weg heißt also sehr einfach, aus der Zeitgesellschaft auszusteigen. Das kann damit beginnen, die Armbanduhr abzulegen. Sich selbst Raum, außerhalb der Zeit, zu geben. Auf Nachrichtensendungen zu verzichten. Verpflichtungen und Verantwortungen zu transzendieren. Sich auf die Zeit in sich selbst zu fokussieren. Sich von Zeitbegriffen nicht mehr manipulieren zu lassen. Dies sind Anstrengungen, welche die Bereitschaft aufzeigen, die der heilige Geist, als Mittler, benötigt, um alle weiteren Schritte für dich, mit dir zu gehen.

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Standpunkt Höhle Sokrates

Die Quelle der Dinge

Es existieren eine Menge an Worten, die hervorragenden Untergrund bieten, aus Ihnen die Quelle der Dinge herauszufiltern. Sehen wir einmal ab, von den, sicherlich nie zur Gänze in ihrer Pracht beschriebenen, Begrifflichkeiten wie Liebe, Vertrauen, Mitgefühl und der positiven Dinge mehr – greifen wir uns ein „alltägliches“ Wort. Eines, dass in diesem von uns gelebten Denksystem die allergrößte Achtung erfährt. Wir reden über den „Standpunkt“.

Unsicherheit

„Meine Meinung, meine Sicht der Dinge, logische Tatsache, statistisch erwiesen, allen Vermutungen zufolge, nach neuesten Berechnungen, es hat sich erwiesen, Wissenschaftler bestätigten …“ Merken Sie was? Fällt Ihnen auch diese gigantische Unsicherheit auf? Können Sie sie riechen? Da ist nichts, in diesen Formulierungen, was auch nur ein kleines Wenig Halt geben würde. Es gibt keinen festen Punkt.

Archimedes

„Dos moi pou sto kai kino taen gaen!“ „Gib mir einen Punkt, wo ich hintreten kann, und ich hebe die Erde aus den Angeln!“ Archimedes hat es schon geahnt. Was der gute alte Philosoph zu verdeutlichen suchte, ist, weit weg von der Physik, dass keine Begrifflichkeit, kein Wortbild, kein Gedankenbild, – nichts, aus dem wir unsere Sicht der Welt schöpfen – irgendeine wirkliche Realität hätte. Die Wahrheit – sie fehlt schlicht und einfach. Es kann sie nicht geben, in diesem Denken.

Irrsinnige Überheblichkeit

Was Archimedes und nach ihm andere Erleuchtete, in Worte zu fassen sucht, ist die gigantische Überheblichkeit, die – im Sinne der erklärenden Denkstruktur – in dem Wort „Standpunkt“ liegt. Um das zu erkennen, müssen wir dem Standpunkt sozusagen auf den Grund gehen. Wie entsteht ein Standpunkt? Wo kommt er verdammt nochmal her? Ahhh! Natürlich! Da sind Sie, die Menschen, schnell mit einer Antwort dabei. „Das Wissen!“ sagen Sie mit einem triumphierenden Lächeln. „Die Erfahrung!“

Einen Schritt zurück

Dabei verkennen Sie völlig, wie lächerlich diese Aussage tatsächlich ist. Treten Sie einfach mal einen Schritt zurück. So. Nun betrachten Sie sich, als denkender, erzogener, Mensch und das, was Sie zu wissen glauben. Fein. Setzen Sie das Wissen, lediglich dieser Welt, dieses Denksystems, dagegen. Nein! Nicht abhauen jetzt! Schauen Sie sich das an! Und erzählen Sie mir noch einmal etwas über den Begriff „Standpunkt“.

Zwang zu verstehen

Da kommen Ängste auf? Ja. Das, was Sie da jetzt verspüren – ist Ihre Lebensangst. Denn Sie leben in dem ganz unmittelbaren Zwang, verstehen zu müssen, Wissen anzuhäufen, sich adäquat zu verhalten. Und alles was passiert, resultiert aus Ihrem Wissen, dem, was Sie aus dem konstruieren, dass Sie da aus den Informationen, zu denen Sie, in welcher entarteten Form auch immer, Zugang haben, herausgefiltert, und zu einem Bild, einem „Standpunkt“ zusammengesetzt haben. Ihr Wissen ist vollkommen und durch und durch – subjektiv.

Winzigstes Fragment

Und nicht nur das. Es ist lediglich ein allzu winziges Fragment des Weltenwissens in der Dualität. Und, wie alle Elemente in der Dualität, ist es eine Seifenblase, entstanden aus der allerersten Entscheidung, gefällt aus dem freien Willen des Gotteskindes heraus, dass es ein Gut und ein Böse geben kann. Sie können die Größe Ihres Irrtums nicht erkennen. Da wir schon einmal einen Riesen der Antike bemüht haben, soll uns nun ein anderer Vertreter zur Hilfe kommen.

In „Politeia“ erzählt Sokrates seinen Gesprächspartnern Glaukon und Adeimantos, den beiden Brüdern Platons, das Gleichnis von den Gefangenen in der Höhle.

Sokrates beschreibt eine unterirdische, höhlenartige Behausung, von der aus ein rauer und steiler Gang nach oben zur Erdoberfläche führt. Der Gang ist ein Schacht, der in Höhe und Breite der Höhle entspricht. In der Höhle leben Menschen, die dort ihr ganzes Leben als Gefangene verbracht haben. Sie sind sitzend an Schenkeln und Nacken so festgebunden, dass sie immer nur nach vorn auf die Höhlenwand blicken und ihre Köpfe nicht drehen können. Daher können sie den Ausgang, der sich hinter ihren Rücken befindet, nie erblicken und von seiner Existenz nichts wissen. Auch sich selbst und die anderen Gefangenen können sie nicht sehen; das Einzige, was sie je zu Gesicht bekommen, ist die Wand, der sie zugedreht sind. Erhellt wird ihre Behausung von einem Feuer, das hinter ihnen weit oben in der Ferne brennt. Die Gefangenen sehen nur dieses Licht, das die Wand beleuchtet, nicht aber dessen Quelle. Auf der Wand sehen sie Schatten.

Zwischen dem Inneren des Gefängnisses und dem Feuer befindet sich eine kleine Mauer, die nicht so hoch ist, dass sie das Licht des Feuers abschirmt. Längs der Mauer tragen Menschen unterschiedliche Gegenstände hin und her, Nachbildungen menschlicher Gestalten und anderer Lebewesen aus Stein und aus Holz. Diese Gegenstände ragen über die Mauer hinaus, ihre Träger aber nicht. Manche Träger unterhalten sich miteinander, andere schweigen.

Da die bewegten Gegenstände auf die Höhlenwand, der die Gefangenen zugewendet sind, Schatten werfen, können die Höhlenbewohner die bewegten Formen schattenhaft wahrnehmen. Von den Trägern ahnen sie aber nichts. Wenn jemand spricht, hallt das Echo von der Höhlenwand so zurück, als ob die Schatten sprächen. Daher meinen die Gefangenen, die Schatten könnten sprechen. Sie betrachten die Schatten als Lebewesen und deuten alles, was geschieht, als deren Handlungen. Das, was sich auf der Wand abspielt, ist für sie die gesamte Wirklichkeit und schlechthin wahr. Sie entwickeln eine Wissenschaft von den Schatten und versuchen in deren Auftreten und Bewegungen Gesetzmäßigkeiten festzustellen und daraus Prognosen abzuleiten. Lob und Ehre spenden sie dem, der die besten Voraussagen macht.

Nun bittet Sokrates Glaukon sich vorzustellen, was geschähe, wenn einer der Gefangenen losgebunden und genötigt würde, aufzustehen, sich umzudrehen, zum Ausgang zu schauen und sich den Gegenständen selbst, deren Schatten er bisher beobachtet hat, zuzuwenden. Diese Person wäre schmerzhaft vom Licht geblendet und verwirrt. Sie hielte die nun in ihr Blickfeld gekommenen Dinge für weniger real als die ihr vertrauten Schatten. Daher hätte sie das Bedürfnis, wieder ihre gewohnte Position einzunehmen, denn sie wäre überzeugt, nur an der Höhlenwand sei die Wirklichkeit zu finden. Gegenteiligen Belehrungen eines wohlgesinnten Befreiers würde sie keinen Glauben schenken.

Wenn man den Befreiten nun mit Gewalt aus der Höhle schleppte und durch den unwegsamen und steilen Aufgang an die Oberfläche brächte, würde er sich dagegen sträuben und wäre noch verwirrter, denn er wäre vom Glanz des Sonnenlichts geblendet und könnte daher zunächst gar nichts sehen. Langsam müsste er sich an den Anblick des Neuen gewöhnen, wobei er erst Schatten, dann Spiegelbilder im Wasser und schließlich die Menschen und Dinge selbst erkennen könnte.

Nach oben blickend würde er sich erst mit dem Nachthimmel vertraut machen wollen, später mit dem Tageslicht, und zuletzt würde er es wagen, die Sonne unmittelbar anzusehen und ihre Beschaffenheit wahrzunehmen. Dann könnte er auch begreifen, dass es die Sonne ist, deren Licht Schatten erzeugt. Nach diesen Erlebnissen und Einsichten hätte er keinerlei Bedürfnis mehr, in die Höhle zurückzukehren, sich mit der dortigen Schattenwissenschaft zu befassen und dafür von den Gefangenen belobigt zu werden.

Sollte er dennoch an seinen alten Platz zurückkehren, so müsste er sich erst wieder langsam an die Finsternis der Höhle gewöhnen. Daher würde er einige Zeit bei der dort üblichen Begutachtung der Schatten schlecht abschneiden. Daraus würden die Höhlenbewohner folgern, er habe sich oben die Augen verdorben. Sie würden ihn auslachen und meinen, es könne sich offenbar nicht lohnen, die Höhle auch nur versuchsweise zu verlassen. Wenn jemand versuchte, sie zu befreien und nach oben zu führen, würden sie ihn umbringen, wenn sie könnten.

Fazit

Bevor ich gelyncht werde, beende ich diese Betrachtung. Was vollkommen klar ist, wer sich mit diesem Gedanken befasst, verspürt gewiss eine Art von Hoffnungslosigkeit, die Situation scheint geklärt und aussichtslos. Ja, Ok. Wir sind blind, wir sehen nur Schatten. Fertig. Die gute Nachricht: Jeder von uns ist da, wo er sich gerade befindet, in seinem Leben, auf dem vollkommen richtigen Weg. Vollkommen.

Wir sind das Licht

Wir sind nicht nur nicht die Gefangenen, die lediglich Schatten sehen, wir sind auch nicht die Figuren der Wirklichkeit, die diese Schatten werfen, sondern wir sind die Ursache, wir sind das Feuer. Die Liebe. Nicht umsonst ist das Feuer das Element des Anahata Chakra – des Herz Chakras. In jedem von uns brennt dieses Licht und wir sind hier, um unsere Schatten hin zu unserem eigenen Licht, das das Licht der Schöpfung ist, aufzulösen.

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Dieser Begriff der Bewusstheit ist mit der Begrifflichkeit der schöpferischen Liebe nicht nur verknüpft, sie besitzen nahezu identische Bedeutung. Die bewusste Aufmerksamkeit, das Dasein in sich selbst. Zu verspüren, dass alles zusammengehört, das ist Bewusstheit.
Ein Weg zu einem bewussten Empfinden des Seins, ist die Meditation.

Erkenntnis löscht aus, was nie gewesen

Wenn die falschen und störenden Ströme, die das Ego sich aus vergangenen Erinnerungen schlussfolgert, nicht mehr interessant sind, weil nichtig, wenn das Denken sich auf das „Jetzt“ konzentriert, dann wird Bewusstheit aufkeimen. Ist das Tor einmal aufgetan, wird es sich nicht mehr schließen, vielmehr werden immer neue Tore sichtbar. Ein Weg, der letztlich zum Begreifen führt.

Die Lösung liegt nicht in den Gedanken

Es ist überhaupt nicht schwer, einen Zustand der Bewusstheit herzustellen. Es genügt, wenn wir uns zur Gänze auf unseren Körper oder auch nur einen Teil unseres Körpers konzentrieren. Bekannte Methoden, beispielsweise autogenes Training, die Muskelentspannung nach Jakobson, sind ausgezeichnete Übungen, um einzusteigen. Mit der Zeit wird eine andere Begrifflichkeit der Welt deutlich.

Außerhalb des Denkens

Irgendwann erkennt das aus der Schöpferkraft Entstandene in dir, das die Lösung nicht in dem liegen kann, was menschliches Denken ist. Wäre dem so, würden wir in einem Paradies leben. Was das menschliche, unbewusste Denken tatsächlich erschafft, erkennen wir, wenn wir uns die Erde und die Menschen betrachten.

Bewusstheit meint auch Vertrauen

Das, was da passiert, hat bestimmt nichts mit Liebe, also der Schöpfung, wie sie in Wirklichkeit ist, zu tun. Krieg, Hunger, Folter, Gier, Machtbesessenheit.
Bewusstheit, das heißt, sich in die Hände der Schöpfung, so wie sie ist, so wie man selber ist, fallen zu lassen. Das bedeutet, sich auf das absolute Jetzt einzulassen, das Jetzt, in dem es weder Vergangenheit noch Zukunft gibt. Das so unmittelbar ist, dass es nicht für die Angst oder irgendein Leiden taugt. Erreicht man dieses Jetzt, erkennt man die Unsinnigkeit jeder Überlegung, erkennt, dass sie aus Fragmenten von Erfahrungen oder Leid in der Vergangenheit bestehen.

Das Jetzt ist ohne Urteil

Das Leben ist ein Mosaik – du bist in der Lage das Ganze zu sehen. Darum haben diese Fragmente aus der Vergangenheit (vergangen!) im Jetzt keine Bedeutung. Im Jetzt ist das Denken still. Das was zu sehen ist, wird ohne Urteil, ohne Positivismen oder Negativismen aufgenommen. Es gibt keine Dualität, die Meinung bedeuten würde. Doch gerade diese Meinungslosigkeit ist es, die Meinung darstellt und verwirklicht.

Die Schöpfung tatsächlich sehen

Bewusstheit meint letztlich, die Schöpfung in Schwester und Bruder zu erkennen. Zu erkennen, dass sie schuldlos sind, denn all die Schuld ist nur Illusion. Wie kann ein Kind der Schöpfung unvollkommen sein, wie kann es schuldig sein? Was an Schuldsprechung gibt überhaupt einen Sinn? Bewusstheit kann nicht im Gedanken der Schuld oder Schuldzuweisung existieren.

Die erlebte Welt ist ein Traum

Bewusstheit ist das Erkennen, dass die Welt, so wie ich sie durch die Brille meines Egos sehe, nichts anderes als eine sehr, sehr hohle Projektion ist. Ich befrachte mich, mit all den Vorurteilen, die ich gesammelt habe, so arg, dass ich oft unter dieser Last, die mir ja das Leben angeblich aufbürdet, zusammenzubrechen scheine. Könnte ich doch nur erkennen, das all dies Leid nicht von der Schöpfung gewollt ist.

Fazit

Wie kann die absolute Liebe das Leid wollen? Das Leid entsteht durch die falsche, die denkende Betrachtung von Prämissen, die aus puren Irrsinn geschaffen worden sind. Bewusstheit ist die Existenz in der Erkenntnis, das alles Eins ist. Bewusstheit impliziert die absolute Liebe. Sie ist ein sanftes Verschmelzen aller Dinge – hin zu einer Bedeutung, einem Sinn und Zweck und einem Gefühl.

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