Was ist die Begrenzung von Körper und Liebe?

Körper

Wie betrachte ich meinen Körper?

Den Menschen ist ihr Körper in aller Regel mehr als heilig. Er ist das Instrument, das uns nach Außen darstellt, er bereitet Schmerzen oder Lust – er stellt das dar, was wir zu sein glauben. Er, der Körper, ist wir. Unser Leben ist nach seinen Wünschen ausgerichtet. Er ist unser Daheim. Er bestimmt über uns mit Krankheit, Gesundheit, letztlich dem Tod. Und wir haben diesen kleinen Fleck gut gesichert. Einen großen Zaun haben wir errichtet, der unser Körper ist, verteidigen unser Territorium bis auf das Messer.

Körper
Körper

Was verteidigen wir denn da?

Wir sind entschieden, mit diesem Körper gegen das Universum anzugehen. Das leichte Kräuseln des Ozeans beschließt, es sei das Meer. Der winzige Lichtstrahl bildet sich ein, er sei die Sonne. Allein fühlt er sich, fürchtet die Sonne, das Meer, die ihn verschlingen möchten. Was für eine Angst erzeugende Überzeugung! Was ist der Körper aber? Er ist nichts, wenn ihn nicht unser Geist bewegt.

Wir begrenzen uns?

Das Meer, die Sonne sind unbeeindruckt von der Überheblichkeit der kleinen Bewegung auf dem Wasser, dem winzigen Sonnenstrahl. Der Ozean wogt weiter, die Sonne leuchtet – ein marginales Fragment ist nur Teil ihres Ganzen – es wäre nicht ohne sie und sie wären nicht ohne es. So begrenzen wir unseren Geist mit dem Körper, beschränken unser Gewahrsein auf die armseligen Sinne, die uns der Körper zur Verfügung zu stellen scheint.

Ein Kurs in Wundern

Die Liebe an sich wird durch den Körper begrenzt. Mit dem, was der Körper an Informationen zur Verfügung stellt, ist verhindert, dass Sie das große, herrliche Ganze erblicken, welches, um diese kleine triste, wüstengleiche Insel Ihres Leibes herum, das Leben ausmacht. Der Körper ist immer auf die Form begrenzt, alles was er erkennen kann, ist Ding, sind Äußerlichkeiten. Auch Gott können Sie sich nicht ohne Körper vorstellen.

Warum findet die Idee nicht zu mir?

Doch wie könnte die Erleuchtung, Gott, der heilige Geist – wie könnte eine solche erhabene Idee – seine Wohnstatt in einem verweslichen Körper suchen? Wie könnte die Liebe, die göttliche Idee, aufgehen, in die durch das Körperliche begrenzte Liebe? Solange wir, für uns, diese Grenze, diesen Zaun nicht auflösen, solange wir nicht unser Eiland, unseren Körper, als das erkennen, was er ist, nämlich ein Körper, der außer Leib nichts ist, keine eigenen Entscheidungen trifft – und keine Idee darstellt – kann die Idee, auch nicht zu uns finden.

Einen Garten erschaffen?

Es gilt, dem Gottesgedanken einen würdigen Ort des Aufenthaltes zu bereiten. In Begrenzung kann er seine Wohnung nicht finden. Und der Körper ist nichts anderes, als jene Begrenzung. Er ist die Mauer um ein staubkorngroßes Fragment deines Geistes, ein winziges Teilchen nur, ein Kräuseln des Wassers, ein Sonnenstrahl – der das Ganze verneint, glaubt, alleine zu sein. Einsam in einem abgegrenzten Körper, neben anderen abgegrenzten Leibern. Dies ist das Reich, der Gedanke des Ego.

Sense of life
Sense of life

Existiert der Lichtstrahl ohne die Sonne?

Die Wahrheit jedoch ist, Sie sind nicht das Teilchen, das Fragment des Ganzen, jener winzige Teil Ihres Geistes, der sich einbildet, als Körper, Sonnenstrahl, sein eigenes Universum zu sein, getrennt von anderen, die er nicht erreichen kann. Denn so, wie der Lichtstrahl Teil der Sonne ist, ohne den auch die Sonne nicht wäre, so ist auch Ihr Geist Teil des Ganzen, ohne Grenzen. Unbegrenzt – eben nicht das winzige Fleckchen, mit Stacheldraht und Tretminen eingezäunter Wüste, das Sie erschaffen haben.

Wie die Wüste fruchtbar gestalten?

12 Worte hin zum Frieden

Sie sind der Herrscher über diese trockene Einöde. Möchten Sie der Sonnenstrahl sein, der doch ohne die Sonne nicht existiert, die Bewegung des Wassers, abhängig vom Ozean? Ihr Geist, Ihr Denken, ist unzählige Male größer. Denn es ist wahrhaftig die Liebe, die Sie außerhalb Ihres kleinen Reiches umgibt – und sie findet ihre Bedeutung in der Auflösung aller Grenzen. Sie kennt keine Unterschiede, geht ganz auf, in der Fürsorge, die sie ist.

Nur der Wunsch genügt?

So ist es an Ihnen, sie einzulassen, die Barrieren niederzureißen, den kargen Boden zu einem blühenden Garten zu verwandeln, in dem Sie andere Seelen auf Ihrem Weg zu einer Rast einladen können, wo auch die Liebe sich ins Unendliche ausdehnen wird. Die Liebe reicht zu allem hin, was gleich ihr geschaffen wurde. Wie einfach ist es, nur ein kleines Wollen ist notwendig, sie einzulassen!

Jetzt

Wer wahrhaftig erkennt, dass sein kleines, ödes, immer nur auf den Körper bezogenes Reich des Ego, von alles durchdringender, ewiger und immer nur im Sinne der Fürsorge umfassender Liebe umgeben ist, wer darum bittet, sie zu erkennen – dem ist dieser Wunsch bereits gewährt. Und Stück um Stück verwandelt sich das karge Eiland in einen prachtvollen, von wundervollen Farben flirrenden, immergrünen Garten, in dem man gerne ein Weilchen ruht.

Fazit

Kein Teil der Liebe ruft die Liebe vergebens an. Zu erkennen, dass die Gedanken des Ego, die den Körper zum Herrscher und Götzen erheben, nur der Grund sind, warum die wahre Liebe uns verborgen bleibt, braucht nur ein kleines Wollen, der Liebe zugerufen. Alle Türen, hin zu dem atemberaubenden, sich bald ins Ewige ausdehnenden Garten, werden geöffnet, sind schon geöffnet. Eine nach der anderen für Sie sichtbar. Doch noch können Sie die allumfassende Liebe nicht wirklich, gänzlich wahrnehmen. Zuviel an Staubdunst aus Ihrer Wüste verdunkelt Ihren Blick.

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Ich würde doch nie Suizid begehen?

Gemeint ist nicht die unnachgiebige Zerstörung des globalen Lebensraumes. Das wäre ein Thema für NoPlastique.

Die Sache, die Causa, von der wir hier reden, ist so einfach, man könnte wohl verzweifeln.
Was ist ein Selbstmörder?

Jemand, der beschließt, dass sein Leben ein Ende haben soll.“

Einverstanden? Gut. Soeben haben Sie Ihre Selbstmordgedanken erneut bestätigt. Fühlen Sie sich bitte nicht hinter’s Licht geführt – es ist tatsächlich nur ein winziger Denkfehler. Man könnte, in modernem Terminus auch sagen: Eine falsche Programmierung des Betriebssystems. Denn es wurde, wird Ihnen eingebläut – der Gedanke ist primäre Grundlage – wir sterben. Der Tod ist das Ende dieses Lebens.

Suizid
Suizid

Alles muss sterben – das ist der Kreislauf des Lebens, oder?

Das ist so weit vollkommen richtig. Zellen unterliegen einer Alterung, irgendwann werden sie nutzlos, können ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen. Dies denken wir uns – gut aufgepasst – zum Sinn und Zweck unseres Lebens, als Fundament, als unabdingbare Prämisse. Ein Leitsatz, an dem wir unser komplettes Dasein ausrichten. Es handelt sich darum, in einer begrenzten Zeit „etwas“ zu schaffen. Unser Lebensantrieb ist der Tod.

Traue ich mich, den Tod anzusehen?

Und niemand wagt, ihn wirklich anzusehen. Zu groß ist die Angst vor diesem wächsernen Gesicht. So nehmen wir sie hin, diese Grundidee – und versuchen im Weiteren das Beste draus zu machen. Da gibt es eine Fixierung auf den Körper, den alternden, den siechenden, den schmerzenden Körper. Den schönen, jungen gesunden oder den hässlichen Leib. Und nur der Tod, der Gevatter wird sie alle gleich machen. Wir haben Angst um unseren Körper, das hält uns am Leben.

Mother Earth Calling
Beautiful Song by Nousound

Dann wäre die Grundidee unseres Lebens die Angst?

Fatalerweise scheint dem so zu sein. Setzen Sie sich mal ein wenig abseits von sich selbst, sehen Sie auf das, was ihr tägliches Leben ausmacht. Angst vor einer Krankheit, um den gesunden Körper, existenzielle Angst um Geld, Angst um die gesellschaftliche Situation, den Lebensraum. Die Furcht vor dem Tod fasst das alles zusammen. Was aber ist die Ursache dieser Ängste, auch dieser Angst vor dem Tod? Ihre Gedanken!

Ich denke mir also meinen Selbstmord?

Sie leben ihn! Er ist fest verankert in Ihrem chaotischen Gedankenkarussell, er ist ein großes Zahnrad, eine Schwungscheibe, die ihr Denken immer weiter fragmentiert und noch wirrer gestaltet. Höchstens 80 Jahre – dann ist Schluss. So reihen Sie sich ein, in den Trauerzug der Menschen, hin zu ihrem Ableben, in schwarz gehüllt und voller Trauer.
„Was, ach – soll denn das Leben sein – so es doch in Asche endet?“

Was sind diese Ängste und wo kommen sie her?

Dieser Trauerzug der lebenden Menschen zum Tod hin erlebt sein Leben in Furcht vor Gott. „Gottesfürchtig“ sagt die katholische Kirche. Furchtbare Dinge warten da, ob der Sünden, die man begangen hat. Oder es ist alles nur vorbei, sagen die Atheisten. (Bereitet auch Angst). Nur wenn du alles richtig machst, kommst du in den Himmel. Wie macht man alles richtig? – Die Angst, falsch zu handeln.

Jetzt
Jetzt

Gedanken kann aber doch ändern?

Überlegen Sie – was wäre, wenn all diese Beklommenheiten, Bedrohungen, Ängste, nicht existieren würden? Wenn dies alles nur ein „Traum“ wäre? Aus dem Sie aufwachen und, weil Sie Durst haben, aus einem Brunnen mit erfrischendem, kristallklarem Wasser trinken. Wäre für einen liebenden Schöpfer denn das Leben seiner Kinder in Angst erstrebenswert? Es ist ihre freie Wahl. Denn es gibt nichts anderes, als die Freiheit, welche die Liebe ihren Söhnen und Töchtern geben kann. So schufen sie sich, in ihren Gedanken des freien Willens, die Hölle, einen strafenden Gott, maßten sich Urteil über Gut und Böse an, proklamierten die Sünde.

Ein Gedanke, der aus freiem Willen entstanden ist, zeigt sich nicht statisch. Er kann geändert werden. Was aber könnte diese Gedanken – die Grund sind für die Ängste – verschwinden lassen, sie in eine positive Richtung lenken? Die Angstgedanken finden ihre eigentliche Ursache in der Tatsache, dass nichts in der Welt, die wir erleben, auch nur den geringsten Schein einer Konstante aufweist. Denn – Alles ist vergänglich.

Ein Kurs in Wundern
Ein Kurs in Wundern

Wo ist die Konstante, die meinem Leben die Angst wegnimmt?

Die Konstante ist – es ist doch wirklich so einfach – die Liebe! Was ist Liebe? Wie definiert sie sich? Was ist denn mit Liebe gemeint? Liebe ist Liebe ist Liebe. Sie ist absolut. Sie durchdringt alles. Sie nennt sich unbedingtes Vertrauen. Das fehlt uns, in unserem Leben. Wenn wir uns den Begriff der Liebe – nicht der unsinnigen Quereleien mit einem körperlichen Partner – ansehen, erkennen wir, dass sie auflöst. Alle Schuld, alle Selbstzweifel. „Kann denn Liebe Sünde sein?“ Nein. Die Sünde wird von der Liebe aufgelöst – sie kann in ihr nicht sein.

12 Worte hin zum Frieden
12 Worte hin zum Frieden

Wir sind frei von Sünde?

So sind wir denn – Kinder der absoluten Liebe, aus ihr geboren – vollkommen frei von Sünde. Unsere Schuld ist Illusion. Gedankenchaos. Wer würde vor so einem aufgeblasenen, nur aus Vorurteilen, manipulierten Meinungen, kruden Grundsätzen bestehenden Etwas Angst haben?
Sobald wir uns – ein Gleichnis spricht von einem Abgrund, vor dem wir stehen, wir müssen nur einen Sprung ins Nichts tun, um auf einem goldenen Felsen zu landen – in das Vertrauen, in die Liebe der Schöpfung begeben, sind wir gewiss, dass uns nichts passieren kann. Das alles nur aus Liebe geschieht. Alles, was wir tun, ist gut.

Eternal
Eternal

Wo befindet sich die Sünde?

In der Vergangenheit – der Zukunft. Also in Bildern, die es nicht mehr gibt, oder solchen, die erst noch gedacht werden müssen. Im Jetzt, dem tatsächlichen Jetzt werden wir Sie nicht finden. Ein gutes Argument für ihre Nichtexistenz. Denn die Bilder aus Vergangenheit und Zukunft – das sind ja lediglich unsere Gedanken – fein frisiert, im Smoking, im Abendkleid. Oder in Sack und Asche, mit Geschwüren bedeckt.

Aber meine Stromrechnung muss ich trotzdem bezahlen?

Sie leben Ihr Leben, so gut Sie es können. Begeben Sie sich in Abhängigkeiten, entstehen andere Abhängigkeiten. Immer, ganz egal, wo Sie mit Ihrem Glauben oder Nichtglauben, Ihren Überzeugungen aber stehen, umfängt Sie die Fürsorge der Schöpfung, bewacht Sie in Ihrem Traum, in Ihren Gedanken, die diesen Traum erzeugen. Das ist das Einzige, was nicht Ihrem freien Willen unterliegt. Probieren Sie aus, aus reinem Herzen an die Liebe zu glauben – nicht voranzugehen, nicht zu versuchen, Dinge zu erzwingen, dabei zu glauben, gottgleich die Geschehnisse manipulieren zu können – sondern einfach voll Vertrauen dem Vater, der Schöpfung zu folgen, deren Hand Sie zur Führung genommen haben. Ganz erstaunliche, lichte Pforten werden sich für Sie auftun.

Eine neue Erde
Eine neue Erde

Ist die Abgrenzung von der Liebe die Trennung?

Der Selbstmord der Menschen besteht nicht in der Tatsache, dass sie ihren Planeten gnadenlos ausbeuten und zerstören. Das ist nur die ferne Folge des feststehenden Grundsatzes, dass der Tod existiert. Der Grund für den Glauben an den Tod, ist das mangelnde Vertrauen in die Schöpfung. Wir selbst begrenzen uns hin zum Verwesenden, zum Sterblichen.

Wir grenzen uns ab, von der Liebe, von Gott, separieren uns, in von uns selbst erschaffenen Gedankengebäuden, die da heißen Tod, Sünde, Schuld, Gier, Eifersucht, Krankheit, – in Angst. Das ist die Trennung. Seit Adam und Eva. Seit Beginn der Schöpfungsgeschichte. Und keine dieser Gedankenkonstruktionen hat irgendeinen festen Urgrund – allesamt sind sie nur eine Ausgeburt von Fehlinterpretationen. Noch dazu verändern sie sich ständig.

Fazit

Der Tod ist das alles überragende Argument des Egos. In seinem chaotischen, nie berechenbaren Theater um Gefühle, Überzeugungen, Moralismen, um Schuld und Sühne, ist die Personifizierung des Vergänglichen der Protagonist. Diese Tatsache aber, weiß das Ego gut mit den von ihm erzeugten Angstgedanken zu verbergen. Könnten wir dieses Gedankengebäude – und nichts anderes ist es – also bröckeln sehen, tauchte das dahinter stehende Licht der Schöpfung, der ewigen Liebe auf.

Das strahlende Licht der ewigen Liebe – die den Tod negiert. Liebe, abseits der menschlichen Verballhornung des Begriffes, ist absolut. Zeitlos. Also unendlich. Was das Sein des Menschen ausmacht, ist nicht sein vergänglicher Körper, sind nicht die Schlussfolgerungen, die sein Geist aus dem Chaos der Welt gezogen hat. Ist nicht das Leben in Trennung von Gott, einem „Ich“ in einem dem Verfaulen anheim gestellten Körper. Aus der unendlichen Liebe geboren, sind auch wir unendlich, unsterblich.

No Black No White
No Black No White

Die Welt ist abgefuckt – wo ist Gott?

Vertrauen

Den Weg zur Erleuchtung finden – den Sinn des Lebens verstehen. Manch einer hegt diesen Wunsch, andere meinen, den Pfad bereits gefunden zu haben, wieder andere verharren in Angst, weil sie glauben, nichts zu verstehen. Was sind die Pfade? Blicken wir uns um. Da gibt es die großen Religionsbewegungen – den Islam, das Christentum, die Glaubensrichtungen des Hinduismus, des Buddhismus.

Vertrauen

Sind die Glaubensbekenntnisse der Kirchen der richtige Weg?

Ungezählte intelligente Geister, eine unübersehbare Zahl an Religionen haben sich an diesem Pfad versucht. Tatsächlich finden sich in unserem Leben, gegrundet in den Schriften der diversen Religionen, Wegweiser en masse. Die Stifter der großen Religionen, Buddha, Jesus, Mohammed, haben sicherlich die Wahrheit erkannt und versucht, sie weiterzugeben. Doch ist ihr Bemühen für viele Menschen nicht nachvollziehbar.

Das ist darum so, weil der Dualismus des Systems die Bedeutung des weiter gegebenen Wissens alsbald in seinem Sinne verfälscht hatte. Wobei mit Blick auf die Struktur offenbar wird, dass die östlichen Religionen in ihrem Verständnis zumindest Möglichkeiten offen lassen, während das archaische Christentum über Jahrhunderte vollkommen blind und verblendet war. Auch in den Schriften über Jesus sind deutliche Spuren der einstigen Weisheit zu finden. Doch sie sind pervertiert und in Form (!) gebogen.“

12 Worte hin zum Frieden
12 Worte hin zum Frieden

Ist also Zweifel an den Weltreligionen angebracht?

Das ist eine grundlegende Frage – die Antwort lautet schlicht Nein. Das, was in Ihrem persönlichen Denken vorhanden ist – ihre individuelle, ureigene Glaubensansicht – ist Realität. Und Sie befinden sich auf dem absolut richtigen, dem einzig möglichen Weg. „Wie kann das sein?“ werden Sie sich vielleicht fragen. Von sich denken: „Ich bin ein Sünder. Ich bin schuldig. Ich habe gegen nahezu jedes Gebot verstoßen. Wie kann mein Weg denn richtig sein? Ich möchte mich ändern!“

Tausend Vater unser, fünf Stunden im Lotussitz – und keinen Fetzen Erleuchtung?

Reden wir über Arroganz. Über Kuhhandel. Opfer, die bedeuten, dass ich etwas weggebe, das mir lieb ist – was mit Schmerz verbunden ist. Arrogant ist es, zu meinen, man hätte die Fähigkeit, sich auf den Empfang des „Göttlichen“ vorzubereiten. „Ich versenke mich jetzt etliche Stunden im Lotussitz, auch wenn das tierisch wehtut, die Lehre will es so. Außerdem müssen da unbedingt mindestens drei Räucherstäbchen brennen, die ich aber keinesfalls durch Pusten vom Brennen zum Glühen bringen darf.“ Das ist der Kuhhandel.

Wir sind tatsächlich der Meinung, mit dieser Fülle an Illusionen, die uns zur Verfügung stehen, eine „Erleuchtung“ herbei „zwingen“ zu können. Natürlich haben Sie vollkommen Recht! Doch anders, als Sie denken mögen. Denn – Sie sind längst erleuchtet. Es ist nicht nötig, zu opfern. Warum? Gott, die Schöpfung, ist absolute Liebe. Sie verlangt nichts von ihren Kindern, dass diesen Schmerzen zufügen würde. Es ist ferner überheblich, zu meinen, dass es uns, in unserer Blindheit, unserem Unwissenheit, möglich wäre, Vorbereitungen für Gottes Plan, den Plan der Schöpfung, zu treffen.

Jetzt
Jetzt

Erleuchtung – die Blindheit ablegen?

Wir haben also erkannt, dass all die teilweise wirklich schmerzhaften Rituale, die Gedankensituationen des „Opferns“, die der Großteil aller Religionsgemeinschaften sehr zwingend fordert, als Präambel, Gerüst und Waffe verwendet, nichts wert sind, wenn es um die Idee der Schöpfung geht. Es gibt nun, – um die Kontroverse abzukürzen, werden wir diesen Pfad der Erklärung beschreiten – diesen einen Moment, in welchen dem Individuum Entscheidendes klar wird. Wir wollen ihn „Heiligen Augenblick“ nennen.

Was ist der „heilige Augenblick“?

Es ist der Zeitpunkt, zu dem erkannt wird, dass die Welt der Egotäuschung, dieses Universum aus subjektiven Schlussfolgerungen, nichts mit der Wahrheit zu tun hat, die zu finden wir auf die Suche gegangen sind. Es gibt nun eine ganz hervorragende, erlösende Nachricht: Nur ein winziges Bisschen an Bereitwilligkeit ist notwendig – kein Opfer, kein quälendes Ritual – und die Schöpfung wird Sie liebend in die Arme nehmen. Wird jeden Ihrer weiteren Schritte – wie es schon immer gewesen ist – fürsorglich, voller Güte, lenken und überwachen.

Sandspielkasten
Sandspielkasten

Kann ich diesen „heiligen Augenblick“ festhalten, ausdehnen?

Das Wunderschöne ist: Wenn Sie wollen, bleibt er bei Ihnen – er tut das ohnehin – doch wenn Sie das nur ein wenig möchten, sind Sie sich dessen bewusst, können Gnade aus ihm schöpfen. Sie haben einen Brunnen des Vertrauens, mit dem kristallklaren Wasser der Liebe. Sind aus einem Alptraum erwacht, um nun einen wunderschönen Traum zu erleben. Und es nichts notwendig, außer dieser kleinen Bereitwilligkeit, die Wirklichkeit zu erkennen.

Ein Kurs in Wundern
Ein Kurs in Wundern

Die Schöpfung liebt – und wenn Sie sich Ihr nur zuwenden, wird sie alles daran setzen, ihren Geist zu sich zu führen. In Liebe. Wir kommen zu dem Vertrauen, dass alles, was uns, der Welt passiert, auch wenn es noch so unverständlich ist, aus diesem Geist der Liebe der Schöpfung für ihre Kinder passiert. Dass also wirklich alles und jedes noch so unverständliche, ja schreckliche, traurige Geschehen einen Grund hat, der in der Quelle der Liebe zu suchen ist.

Es ist dies ein Vertrauen, gleichermaßen ein Loslassen der chaotischen Gedankenwelt, die unsere Ängste entstehen lässt. Es ist – als ob man sich an die Hand eines weisen, gütigen, allmächtigen Vaters begibt. Er hält dich warm und fest, vertraust du nur. Er zeigt und erzeugt den Pfad, die Straße, die Mittel. Wir dürfen uns geliebt und ohne Angst fühlen. Nichts, was je passierte, war schlecht. Ein Fehler nur, ein Irrtum, der schon lange behoben wurde – keine Sünde, keine quälende Schuld – das sind nur Egogedanken.

Don't be afraid!
Don’t be afraid!

Fazit

Verstehen Sie das Ausmaß dessen, was da gerade offenbar wurde? Nichts, was Sie jemals getan haben, was Ihnen je passiert ist – war auch nur im Ansatz verkehrt. Alles, wirklich alles, passierte und passiert aus der Liebe der Schöpfung zu Ihnen. Darum sind Sie in diesem Text gelandet, darum haben Sie damals jene wegweisende Entscheidung getroffen … es ist Ihr Pfad – und er führt Sie in die Wahrheit, die Liebe. Zeit existiert nicht.

Ohne Angriff und Verteidigung überleben? Unmöglich!

Hammer

Ist es idiotisch zu glauben, man könne ohne Verteidigung, ohne Angriff bestehen?

Sehen wir uns doch sehr einfach einmal die Bedeutung der beiden Worte an. Auf den ersten Blick, ist das eine das Gegenteil des anderen. Offensichtlich sind die beiden Begrifflichkeiten jedoch voneinander abhängig, denn ohne Angriff gäbe es keine Verteidigung – sie wäre nicht notwendig. Was ist Verteidigung? Der Schutz der ureigenen Interessen gegen eine Attacke auf dieselben. Die Mittel der Verteidigung sind verschieden.

Hammer

Wenn ich mich nicht verteidige, werde ich zermalmt?

Angriff ist die beste Verteidigung – sonst könnte ja jeder mit mir machen, was ihm gerade einfällt.”

Eine kleine Geschichte. Lehnen Sie sich zurück.

Also … Es war einmal …

Wir gesellen uns zu Herrn Julius Schwadron. Er sitzt gerade vor dem Fernseher, auf seiner Couch, im Wohnzimmer der kleinen Reihenhaushälfte, die er, nach dem Tod seiner Frau vor 3 Jahren, alleine bewohnt. Während er gespannt den Worten des Tagesschausprechers lauscht, der sich über die neuesten Zahlen zu Firmeninsolvenzen auslässt, fühlt er einen Störfaktor an der Grenze seines rechten Sichtbereichs. Er wendet den Kopf, stellt fest, das einzige Bild in der Wohnung (außer der Madonna im Schlafzimmer) – ein röhrender Hirsch bei Sonnenaufgang – hängt nicht mehr an seinem Platz.

Aus unerfindlichen Gründen hat sich die Befestigung aus der Wand gelöst. Julius steht nun vor dem Unglück – das gerahmte Bild liegt kopfüber an der Wand gelehnt, doch es ist unbeschadet geblieben, der Nagel oder die Schraube in der Wand fehlt. Er sieht das Utensil – einen Eisenstift – auf dem Teppich. Julius empört sich. Das Verhalten des Ölgemäldes, oder des Nagels – wie man es auch betrachten mochte – ungerecht? Ungerechtfertigt? Jedenfalls zumindest unangenehm, störend, auf alle Fälle nicht akzeptabel.

Auf der Suche nach einem Hammer, um Nagel und Bild an seinen alten Standpunkt zu expedieren – damit das Gleichgewicht der Dinge wieder herzustellen – räumt Julius Schwadron die halbe Wohnung um – erfolglos. Es ist kein Hammer zu finden. Julius überlegt – zögert (sehr lange) – dann entschließt er sich, den Nachbarn leihweise um eine solche Gerätschaft zu bitten. Er kennt ihn nicht, es würde das erste Mal sein, dass man sich begegnet.

Immer noch sehr zögerlich, zieht er sich seinen Mantel über, schlüpft in die Halbschuhe. (Wer ist dieser fremde Mann?) Begleiten wir nun Herrn Schwadrons (Gedanken) Gang bis vor die Haustür des Nachbar. Um sich etwas selbstsicherer zu sein, kramt er in seinem Gedächtnis. Was weiß er über den Mann? Nichts. Bis auf das Rauschen der Toilettenspülung, ab und an den Duft einer Mahlzeit, verhält dieser Bursche sich vollkommen unauffällig.

Ist das nicht schon an und für sich verdächtig? Gerade noch berichtete die Tagesschau über neue Aktivitäten des IS-Terrors. Vielleicht bedeutete diese verdächtige Ruhe aber auch eine Drogenabhängigkeit? Hier schüttelte Julius Schwadron besorgt den Kopf. Etwas ganz anderes: Was würde dieser suspekte Mensch denken, wenn er ihn um den benötigten Hammer fragte? Mit Verachtung, da war sich Julius vollkommen sicher, würde er ihn behandeln. Herablassend. Denn wer besaß schon ein Reihenhaus, aber keinen Hammer? Er würde sich lächerlich machen, diesem bärtigen Terroristen gegenüber.

Gerade dabei, den nachbarlichen Gartenanteil zu durchqueren, zögerte Julius in seinem Schritt. Dieses Arschloch würde jedem in der Siedlung erzählen … das Getuschel hinter seinem Rücken würde noch zunehmen. Siedend heiß fiel Herrn Schwadron nunmehr das Worst Case Szenario ein. Dieser arrogante Pinsel würde ihn auslachen, sicher.
„Kaufen Sie sich doch einen Hammer! Der Baumarkt ist keine drei Kilometer entfernt!“
würde er blasiert bemerken, die Tür vor seiner Nase schließen.
AH! Dieser …! Julius schluckte schwer.

Wie eigenständig drückte sein Zeigefinger den goldfarbenen Klingelknopf. Ein wohltönender Dreiklang Gong. Sekunden verstrichen – für Schwadron dehnte sich diese Zeit irgendwie ins Nichts – die Tür öffnete sich. Da stand ein Mann, vielleicht dreißig Jahre alt, glattrasiert, er trug einen dunklen Anzug. Seine Augen blickten Julius durch eine schmale, randlose Brille freundlich an. Zu allem Überfluss hing an seinem rechten Bein ein etwa fünfjähriges Mädchen, das Herrn Schwadron ebenfalls aus großen Augen betrachtete.

„Sie! Sie!“
Dies presste Julius Schwadron noch erstickt hervor. Dann brüllte er los:
„Du glaubst wirklich, ich bräuchte deinen verdammten Hammer? Den kannst du dir in den Hintern schieben, du Kommunistenschwein, du drogenabhängiger Terrorist! Du Denunziant! Allen erzählen, ich wäre ein Arschloch, weil keinen habe, keinen Hammer? Hä? Das würde dir so gefallen? Hm? Ich hau dir gleich!“

Das rasche Schließen der nachbarlichen Tür ließ Schwadrons Wutattacke in sich zusammenfallen, schützte Herrn Schwadron vor weiteren, ernsthaften Verwicklungen. Mit pochendem Herzen, schwer atmend, sich und die Welt erst verfluchend, dann bemitleidend, kehrte er in seine Wohnung auf seine Couch, zum Fernseher, zurück. Ein Scheißleben!

Das Ölbild steht heute noch kopfüber an der Wand.

Verteidigung – Angriff – Haben Sie was gemerkt?

Sie lachen. Ihnen würde so etwas nie passieren, nein? Kommen Sie bitte mal näher. Ja. Sie! Noch ein Stückchen! Hören Sie gut zu. Es wird geflüstert.

Wissen Sie was da irgendwie beschrieben ist? IHR Leben!”

Und ahnen Sie etwas? Es gibt, geneigter Leser, dazu, vorläufig, nichts weiter zu sagen.

Sandspielkasten
Sandspielkasten

Was ist denn das mit der Trennung? Ich dachte wir sind alle Eins?

The Wall

Ist vielleicht die Trennung von Gut und Böse gemeint?

Die Frage, was denn nun – in einer nondualistischen Weltanschauung – der Begriff Trennung bedeutet, ist durchaus berechtigt, die Antwort komplex. Wir wissen, die Liebe vereint Gut und Böse, löst diese Begrifflichkeiten auf. Eine Grenze zwischen Gut und Böse, eine Trennung in dieser Hinsicht, kann es also nicht geben. Auch eine Linie zwischen Mensch und Natur kann nicht gemeint sein, denn es ist offensichtlich, dass wir Eins sind.

The Wall

Ist die Trennung der Unterschied zwischen denen, die verstehen – und den anderen?

In gewisser Weise ist es sicherlich so – zwangsläufig – dass diejenigen die “verstehen”, zumindest dabei sind, diese Trennung zu überwinden. Dieser Zaun, über den wir hier spekulieren aber, zeigt sich weit ausgedehnter, nicht so ohne weiteres greifbar. Möchte man sie fassen, diese “Trennung” ist sie auch schon fort. Nein, es beschreibt auch nicht den Unterschied zwischen zwei solchen scheinbar sehr realen Wirklichkeiten, wie Himmel und Hölle. Nicht wirklich.

No Black No White
No Black No White

Vielleicht reden wir über die Trennung zwischen Traum und Wachen?

Träume – das ist lediglich eine Weiterführung des Wachens. Wie wir, während wir uns des “Wachseins” bewusst sind, handeln – nämlich, als ob wir an den Dingen, die passieren, direkt beteiligt sind, sie zu unseren Gunsten (Oder – aus Versehen – auch zum Schlechten) wenden können – so sehen wir uns auch im Traum. Der Traum der Nacht lässt uns noch die Möglichkeit, Gottgleich zu agieren, doch die Angst holt uns hier wie dort ein. Auch das ist also nicht die Trennung, die wir suchen.

Ist die Trennung dieses uralte Bild von Adam und Eva?

Das ist zumindest ein Ansatz, ein Erklärungsversuch, den wir weiterverfolgen können. Es geht um die Versuchung, den Apfel und die Schlange. Den Verlust des Paradieses – “unter Schmerzen sollst du gebären” – die Sünde. Abgesehen von der Frage, was passiert wäre, wenn Adam und Eva nicht offensichtlich Veganer gewesen wären – dann hätten sie nämlich die Schlange verzehrt – ein durchaus ernst zu nehmendes Gleichnis, dass sich in vielen Religionen und Weltanschaungen ganz ähnlich auffindet.

Bleiben wir jedoch beim Bild der Bibel. Der Apfel scheint ganz eindeutig ein Symbol zu sein. Der Apfel der Erkenntnis. Die süße Frucht des freien Willens. In der heiligen Schrift schlicht: Die Sünde. Doch was passiert hier wirklich? Der Dualismus, die Unterscheidung zwischen GUT und BÖSE wird manifestiert. Aus einer Welt der absoluten Liebe, die keine Urteile, keine Unterscheidungen kannte, aus dem Paradies, erwächst mit diesem ersten Richtspruch der Wahnsinn der Welt. Ein fades, scheinbares, nur in anderen, genauso irrsinnigen Argumenten, belegtes Urteil, gibt das nächste.

Jetzt
Jetzt

Ist es die Trennung zwischen Sünde und Sündenlosigkeit?

Wir reden von der Mauer zwischen dem Erkennen, dass es keine Sünde gibt – und auf der anderen Seite der Welt aus Schuld, Gier Krankheit, Tod und Siechen – die Welt, die im Urteil, in der Schuld, dem “Sündenfall”, der “Erbsünde” gelebt wird. Die Gevatter Tod zu ihrem einzig realistischen Gott erhoben hat. Was ist diese Idee von der Erbsünde also? Sie beschreibt, in sehr verdrehter, ausgelegter und bemühter Art und Weise, den Beginn der Furcht vor einem liebenden Gott.

Ist es diese Idee, nämlich dass Gott straft, welche die Trennung begründet?

Wir rücken der Angelegenheit schon näher. Die katholische Kirche hat aus dieser Ansicht – nämlich, dass Gott ein Gott der Strafe ist – eine Weltkirche aufgebaut – und auch viele, gar die meisten anderen Religionen – kein Wunder – sie alle sind aus Religionen von Naturvölkern entstanden – singen dieses Credo. Doch die Trennung – dieses gigantische Etwas – liegt in der Überzeugung, dass der Mensch mächtiger als Gott ist – indem er (der Mensch) nämlich in der Lage ist, etwas zu tun, das diesem (Gott) missfällt. Das für sich zu entscheiden, ist ihm (dem Menschen) ohne Weiteres möglich, denn er ist (als höchstes Gut) mit freiem Willen ausgestattet.

12 Worte hin zum Frieden
12 Worte hin zum Frieden

Die Trennung, die so beschrieben ist, ist also bloß ein Fehler?

Der größte Fehler der denkenden Menschheit. Denn so entfernt sie sich von jedem Vertrauen, das sie in die Schöpfung haben kann, sie denkt sich Gott, die Liebe, zum Feind, hat Angst vor ihm. Das lebt der Intellekt der Menschen seit diesem Irrtum. Aus diesem ersten Urteil haben sich weitere gebildet, sie sind zu einer Welt des Krieges, der Armut, des Todes geworden – im Bestreben des Menschen, sein Urteil über das der ewigen Liebe zu stellen.

Ist es uns möglich, diese Trennung zu überwinden?

Wenn wir uns deutlich dartun, dass die ganze Sache damit angefangen hat, dass da ein Urteil auftauchte – der Gedanke eines Urteils – dass dies (vollkommen unzureichend mathematisch erklärt) der winzige Bruchteil eines Wertes unendlich weit hinter dem Komma des Nullpunkts ist – der fragmentiert wurde – sich dann in schrecklicher, chaotischer Weise potenziert hat – bis hin zu der Welt der Idee des Todes, der Angst, die wir erleben zu scheinen – wenn wir das also sehen können, ist eine Tür aufgegangen.

Wir können nun ohne Weiteres postulieren, dass aus diesem Gedanken, etwas (einen Willen) außerhalb von Gott (der Schöpfung) zu erschaffen, all unser Ungemach entstand und entsteht. Nun (haben Sie es gemerkt?) steht die Lösung im Raum, offen, glühend, wärmend, befreiend. Denn es geht lediglich darum, das Vertrauen in Gott, in die Liebe, in die Schöpfung, wieder zum Mittelpunkt unseres Denkens zu machen.

Ein Kurs in Wundern
Ein Kurs in Wundern

Die Trennung hat also ursächlich mit meinen Gedanken zu tun?

Ihr Denken urteilt. Das Wort an sich – “UR-teil” – im Deutschen, ist interessant. Denn tatsächlich teilen sie nichts als den ersten Fehler, mit Ihren urteilenden Gedanken. Wir sollten also von unseren Gedanken, von unseren Urteilen wegkommen. Sie transformieren – hin zum liebevollen Gedanken, zur Vergebung – und genau das scheint eine schier unmögliche Aufgabe zu sein. Denn ohne “knallhartes” Urteil, so vermeinen wir, ist nicht zu überleben in dieser Welt.

Wir sind letztlich allein, wir müssen uns der Denkwelt der Gesellschaft anpassen, sonst können wir nicht überleben?

An dieser Stelle möchte wir ein Licht anzünden, – ach was – einen fetten Halogenstrahler. Es dreht sich, im hellen Schein des Wissens betrachtet, um die Begrifflichkeiten “Gedanken” und “Vertrauen”. Denn tatsächlich “denken” wir, es gäbe nichts, in das wir “vertrauen” könnten. Zumeist hat uns alles enttäuscht, wir finden keine wirkliche Basis in dieser Welt. In dieser, unserer Welt, die wir uns selbst, aus unseren vom wirren Denkgebäude der Gesellschaft manipulierten Gedanken, gebastelt haben.

Don't be afraid!
Don’t be afraid!

Was tun, in dieser fatalen Situation?

Um etwas in und an einer Situation zu verändern, ist es vorrangig notwendig, sie, diesen Umstand, erkennen, beschreiben zu können. Manchmal kommt die Einsicht, wenn besondere Dinge passieren – leider sind es zumeist im ersten Moment sehr subjektiv leidvolle erlebte Erfahrungen. Wenn beispielsweise das eigene Unternehmen, das eigene, mühselig erarbeitete Projekt, den Bach runtergeht. Wenn das komplette Leben zerstört scheint, eine schlimme Krankheit auftaucht, wenn ein lieber Nahestehender stirbt – doch durchaus ebenso in positiv belegten Momenten – immer aber ganz besonderen Augenblicken.

Der heilige Augenblick?

Im Erleben des „HEILIGEN AUGENBLICKES“ – wenn also ein solcher heiliger Moment den Geist klarsichtig gestaltet, doch auch durch jahrelange Meditation, ein priesterliches, mönchisches Leben – wird man vom Gedanken des Urteils abrücken können. Man wird erkennen, dass hinter dem Gedankenwirrwarr, den aus ihm entstehenden Ängsten, die ewige Liebe aufleuchtet. Dass dies die Sonne ist, deren Strahl wir sind. Dass die Trennung zu überwinden ist.

Nameless Love
Nameless Love

Fazit

Die Mauer der Trennung ist ein vom Denken der Menschen geschaffenes Weltbild – die Schau der Welt, des Lebens, diesseits der Mauer, in seinem allertiefsten Urgrund pure Theorie. Illusion, Blendung und letztlich – wie unsagbar traurig – nur aus Angst bestehend. Erkennen wir diese Konstruktion – Halleluja! VIEL MEHR! – versuchen wir nur, sie zu erkennen, um zurück zur Liebe zu gelangen – befinden wir uns auf dem Weg. Nichts kann mehr schief gehen. Nichts konnte jemals schief gehen, nichts ist jemals schief gelaufen.

Das ist die perfekte Nachricht: Wir können vertrauen. Wir haben es nicht nötig, zu urteilen, weil wir wissen, (unser Vertrauen hüllt uns dabei warm ein) dass ALLES, von dem wir denken, es passiere, bloße Illusion aus unseren manipulierten Gedanken ist. Dass dieses Knäuel aber nichts zu bedeuten hat, denn die herrliche, allmächtige, ewige Liebe, die Schöpfung, die Wahrheit, ist nur einen Lidschlag entfernt. Und sie ist die Quelle der Welt. Sie liebt uns in ewiger Fürsorge.

Sense of life
Sense of life

Wer sagt, Alles sei in Ordnung – ist strohdumm, verleugnet die Realität!

Wenn ich mich umsehe, gibt’s da nur Covid, Arbeitslosigkeit, Lockdown und Masken?

Bevor wir in Medias Res gehen, malen wir uns doch ein gedankliches Bild desjenigen, der den Satz in der Überschrift von sich gibt:

Wir erfinden die Figur menschlich, mittelgroß, androgyn, unbestimmten Alters. Sie trägt einen schweren Rucksack auf dem Rücken. Die schlanken Arme ausgestreckt links und rechts des Körpers, in beiden Händen pralle Plastiktüten. Eine hellblaue Maske verhüllt die Hälfte des Gesichts, ein Glas der schwarzen, dicken Hornbrille, die den Rest, Augen, Augenbrauen, Augensäcke, bis zum Haaransatz verdeckt, ist in einem kleinen Spinnennetz gesprungen. Leicht vornüber gebeugt, die Schultern hängend, steht der Durchschnittskonsument im Raum. Seine Stimme ist gebrochen.

Wer sagt, Alles sei in Ordnung, der ist strohdumm und verleugnet die Realität!“

Bieten wir ihm an, sich niederzusetzen, (hier der Sessel) sich auszuruhen, die schwere Last abzulegen. Wir offerieren ihm eine Tasse heißen Tees – wenden uns wieder der Fragestellung zu. Der neue Freund wird uns beim weiteren Diskurs genau beobachten.

Wie soll ich das Leben gut finden, wenn doch überall nur die Scheiße am Dampfen ist?

Rucksack und Taschen, die unser Gast, – das Durchschnittswesen – mit sich schleppt, sind gefüllt mit alltäglichen Sorgen wie um den momentanen Kontostand, die Anforderungen der Arbeit. 1000 andere Ängste und selbstauferlegte Grenzen, die ausgesprochen schwer wiegen, sind da sorgfältig verpackt. Vermeiden wir nun die Diskussion, warum das Offensichtliche so ist, wie es scheint – sind wir nicht alle arme Schweine? – und wenden uns (ja vollkommen richtig erkannt – es geht ums uns!) dem zu, was uns zu dieser Ansicht der Dinge – unserer Weltenschau – bringt.

Was ist es, dass es uns so schwer macht?

Gerade haben wir in der belastenden, manchmal beinahe unerträglichen Bürde, die wir mit uns tragen, also die 1000 Ängste erkannt. Fragen Sie sich nur einmal, wie viel von Ihrem Verhalten – in dem Sie umgebenden Chaos – von Ihren Ängsten (in welcher versteckten Form auch immer) bestimmt ist. Und nun seien Sie so offenherzig – geben Sie es zu – Ihr Leben wird zu einem Großteil von Ängsten bestimmt. Jedweder Form von Ängsten. Und wenn Sie (Ihr Ego) es noch so gut verstecken können.

Don't be afraid!
Don’t be afraid!

Wie diesen manipulierenden Ängsten entkommen?

Wenn Sie (tatsächlich) erkannt haben, dass eben die Angstgefühle – auch positiv belegte Ängste – ihr Leben in einer Art und Weise gestalten, die Ihnen nicht gefällt, die sie gutmütig hinnehmen oder einfach um der Sache willen ertragen – hat sich eine weitere Tür aufgetan. Sie wird sich niemals wieder schließen.

Sehen Sie, wie unser, oben beschriebener, Avatar sich aus dem Sessel erhebt, den wir ihm angeboten haben? Mühsam zwar, seine rechte Hand umklammert die Armlehne der Sitzgelegenheit – doch dann – dann steht er. Sein triumphierendes Lächeln ist hinter der Maske nicht zu sehen. Jedoch gerade einmal ein flüchtiger Augenblick – wie er etwa empfunden wird, bei einer Sternschnuppe – dann gibt es da wieder den Rucksack, die lebensschweren Taschen. Er sinkt zurück.

Jetzt
Jetzt

Woher kommt die Angst, das Unbehagen, der Zweifel, die Unzufriedenheit in meinem Leben?

Uuhh … denken Sie vielleicht. Alles so verdammt negativ belegt. So ist das nun einmal. Wozu jammern? Take it easy! Und weiter geht’s. Trotzig. „Wat willste denn machen?“

Unser erschöpfter Bruder im Geiste, mittlerweile wieder sinnierend dasitzend, versonnen unserem Gespräch lauschend, hebt an dieser Stelle seinen Kopf, nickt. Die Schultern zucken nach oben, sicherlich, um diese Aussage zu unterstreichen. „Wat willste denn machen?“

Er zeigt uns mit vorgestreckten Armen seine bleichen, ausgebreiteten Handflächen. Seine Augen, Iris, Pupillen, Lider – nur schwer hinter der trüben, auf einer Seite zersplitterten Brille zu erkennen, ganz offensichtlich fragend.

Ist Angst nicht normal?

Wir wollen uns nicht aufhalten, über die Diskussion, ob dieses Leben, so wie es Ihnen erscheint, nun lebenswert ist, oder nicht. Genießen Sie es nach Kräften! Wir traben weiter im Text, machen uns auf die Suche nach dem großen Manipulator. Der Angst. Statt aber nun zu ergründen, woher sie kommt, (wie langweilig) packen wir die Sache anders an. Wo ist Sie, Himmel noch mal, nicht? Wo hat sie uns nicht im Griff?

Sandspielkasten
Sandspielkasten von Th. OM

Gibt es eine Zeit ohne Angst?

Wir haben solche fragilen Augenblicke, denn – nur kurz währt dieses allumfassende Gefühl gemeinhin – alle schon erlebt. Bei der Geburt eines Kindes, der Beobachtung eines Naturschauspieles, auch beim Tod eines Freundes, sogar in der körperlichen Liebe – seltene Momente, in denen die Wertigkeiten so verschoben sind, dass nur die Wahrheit offenbar wird. Einen flüchtigen Atemzug lang. Spürbar wird der sanfte Hauch der Liebe, die Umarmung der Ewigkeit. Da ist keine Angst.

12 Worte hin zum Frieden
12 Worte hin zum Frieden

Was vertreibt die Angst, in solchen Augenblicken der Gnade?

Es ist die Einzigartigkeit der gefühlten Situation. Was wir empfinden, ist ein mikroskopisches Aufleuchten der Schöpfung. Dieses unbeschreiblich winzige Partikel der Herrlichkeit, das zu vernehmen ist, strahlt so hell, ist von solch allumfassender Glorie – dass jeder Gedanke daneben verblasst. OK? Gut! Dann erstarren Sie bitte in Ihrem Denken. Sehen wir uns unseren netten Besucher an. Seine Teetasse ist leer. Lasst uns ihm nachschenken.

Der Durchschnittsmensch, den wir uns zuzuhören eingeladen haben, interessiert sich nun, wohl aufgrund unseres Gespräches, angelegentlich für den Inhalt seines Gepäcks. Mit dem Oberkörper halb über die Lehne gelegt, fischt er mit langen Fingern ein Paket nach dem anderen zutage.
Seine Brille rutscht ein wenig, er hält inne, in seinem Tun, sie wieder nach oben zu schieben. Schweißperlen tauchen wie aus dem Nichts auf seiner Stirn auf.

Eindrucksvolle Päckchen sind es, denn deren Inhalt ist vielschichtig verpackt in wertvollen Bögen. Sie tragen Namen wie „Verantwortung, Einzigartigkeit, Status, Religion, Freiheit.“ Wir beobachten ihn erneut, fünf Minuten später. Er hat die Hüllen von einigen der Kartons entfernt. Alle zeigen denselben Inhalt: Komprimierte Angst. Sie liegt nun als imaginärer, schwarzer Haufen neben dem Sessel. Unser Freund kauert in der linken Ecke des Polsterstuhls, voller Furcht starrt er abwechselnd uns, das schwarze Häuflein, sein übriges Gepäck an. „Gibt es denn kein Entkommen?“ scheint er zu fragen. Wir sehen, wie eine kleine Träne hinter seinen Augengläsern den Weg findet, über die blaue Maske purzelt.

Ein Kurs in Wundern
Ein Kurs in Wundern

Wo kommt sie her, all die Angst, all die schwere Bürde?

Wir haben Sie beschrieben gesehen, die winzigen Momente ohne Angst. Sie rühren daher, dass kein Platz mehr für Gedanken der Angst ist, weil ein kleines Aufblitzen der Liebe, der Wahrheit sie verdrängt, für einen Wimpernschlag lang auflöst. Die faszinierende Wirklichkeit des minimalen Scheins der Wahrheit, dieses von uns empfundene Blinzeln der Schöpfung, ersetzt sie. Mehr noch, es lässt sie verschwinden. Die Gedanken der Angst. Und die Angst ist ein Gedanke – der Gedanke schlechthin. Lassen Sie uns schlussfolgern und unterstreichen: Meine Angst besteht zur Gänze aus Gedanken. Doch Halt!

Der von uns so freundlich empfangene Besucher hat den kleinen Beistelltisch – ein einfaches Accessoire aus Bambusgeflecht – umgeworfen, der Klang der zerspringenden Untertasse hat uns aus der Unterhaltung gerissen. Wir beobachten mit staunenden Augen, wie er die mitgebrachten Taschen, den Rucksack, brachial entleert, auskippt. Schließlich sehen wir seine fruchtlosen Bemühungen – wie ein Betrunkener trampelt er auf den einzelnen Päckchen herum – den Inhalt zu vernichten. Wir belassen ihn bei seinem sinnlosen Tun. Um Tisch und Porzellan kümmern wir uns später. Wichtiger die Frage:

Ist die Angst nur ein Gedanke?

Die Angst – ein genereller Gedanke, der sich aus diversen Konklusionen – aus vielen unterschiedlichen Gedanken subsummiert, zu einem körperlich spürbaren Gefühl auswächst. Der unser Leben bestimmt. Gedanken der Furcht, ganz massiv, unbezwingbar, wiederkehrend und bedrohlich, wie vereiste Felswände, gegen die wir immer wieder – verzweifelt manchmal – anzugehen versuchen. Ohne sichtbaren Erfolg. Ein scheinbar aussichtsloses Unterfangen.

Um uns zu beruhigen, blicken wir einmal mehr hinüber zu der Gestalt, die wir erschaffen haben. Sie sitzt nun, lässig gekleidet in Jackett, Jeans, weißem Hemd, Lederslipper, die schmale Krawatte locker geknotet, vornübergebeugt auf der Kante des Lehnstuhls. Teetasse mitsamt Untersatz stehen, wie von Zauberhand, erneut auf dem Bambustischlein. Die Hornbrille, ebenso die Stoffmaske ist verschwunden – enthüllt ist ein wunderschönes, ebenmäßiges, schmales, elfengleiches Gesicht.

Vertrauen
Vertrauen

Was sind Gedanken?

Ein Gedanke ist immer ein Fragment. Ein Teil, eine Abwandlung oder auch die Zusammenfassung einer anderen Gedankenkonstruktion. Wir könnten nun unsere Recherche in Richtung der Konzeption des Urwortes, des Gedanken, der am Anfang stand, abgleiten lassen. Sicherlich ebenfalls ein interessanter Diskurs. Wir vermeiden dies jedoch, indem wir das Urwort als bereits gefunden erklären. Es lautet: OM. Doch weiter mit unseren Gedanken, den Gedankenkonstruktionen.

Worauf beruhen diese Gedankenkonzepte?

Die unser Leben entscheidend mitgestaltenden Angstkonstruktionen finden ihre Ursache in den verschiedenen Dingen, die uns während unserer Lebensreise begegnet sind, in jedweder Form. Gedanken – das sind Schlussfolgerungen aus diesen Prägungen. (Manipulationen?) Die Rede ist (gerade einmal im Ansatz aufgezählt) von Erziehung, geographischer Verortung, sozialen Umständen, Bildungsstand, geldwerter Situation, Gesundheit, Alter, Arbeitssituation, Beziehungsstand, Aussehen, Geschlecht – ganz zu schweigen von Manipulation durch Konsumzwang und Medien.

Eine neue Erde
Eine neue Erde

Unsere Gedankenkonzepte bestehen aus einem Tollhaus der Ideen anderer?

Was zu erkennen ist, wenn wir einen kleinen Schritt zurücktreten, stellt ein ungeheuer dicht verwobenes Knäuel von Voreingenommenheiten dar, ein vollkommen willkürliches, chaotisches Etwas – gespeist aus den Weisheiten der Welt, welche aus noch unendlich viel mehr Voreingenommenheiten zusammengebastelt sind. Eine Welt, die, so wie wir sie wahrzunehmen in der Lage sind, lediglich aus Vorurteilen besteht.

Unser Gast ist – irgendwie unruhig – aufgestanden. Er steht jetzt hinter dem Sitzmöbel. Seine Arme liegen locker auf der samtenen Oberfläche der Lehne. Seine Augen, die wir nun zum ersten Mal studieren können, sie zeigen einen grünbraunen Ton – leuchten bei den letzten Worten interessiert auf. Er scheint einen Einwand anbringen zu wollen, ja, er öffnet sogar den Mund – ebenmäßig weiße Zähne sind zu sehen – dann senkt er den Kopf. Versinkt erneut in Nachdenken. Doch er lächelt.

We gotta ground our Love
We gotta ground our Love

Ist es möglich, in einem solchen, durchgedrehten Chaos Angstfreiheit zu finden?

Sie sind bereits frei von Angst! Sie sind lediglich nicht in der Lage, das zu erkennen. Denn Ihre Gedanken haben einen dicken Verband (einen Verbund von Scheinbarkeiten) vor ihren Augen befestigt. Wie eine dieser 3D Brillen. Sie rennen auf einem Laufband Illusionen hinter her. Es scheint unmöglich zu sein, dem ohne Verlust zu entkommen. Die gute Nachricht, die es zu überbringen gilt: Es ist – und zwar durchaus praktisch – möglich, den Manipulationslumpen von den Augen zu entfernen.

Wie kann ich zu der Wahrheit hinter all meinen Gedanken kommen?

Schon diese Fragestellung macht es deutlich. Die Wahrheit, die liebende Schöpfung, verbirgt sich hinter den Gedanken. Was also einfacher, als die Gedanken zu entfernen, sie zum Schweigen zu bringen, zumindest, – Nein! Wir geben ihnen ganz einfach eine neue Richtung. Das gestaltet sie mit ein wenig Bemühen zunehmend durchsichtiger – die Herrlichkeit ewigen Lebens, alles umfassender Liebe und Zeit- als auch bedingungslosem Glück scheint auf.

"Move on" NOUSOUND
„Move on“ NOUSOUND

Wie soll ich denn nun mit meinen Gedanken umgehen?

Nun, wo schlüssig geworden ist, dass Ihr komplettes Leben, die Welt, die Sie mit Ihren Sinnen empfinden, lediglich aus der Illusion Ihrer aus den spärlichen Informationen Ihrer Perspektive zusammen gezimmerten Gedankenkonstruktionen besteht – ersetzen Sie sie. Jetzt. Eine neue Erde. Nochmals – so abgehoben die Erklärungsversuche, die uns hierher, an diesen Punkt des Textes getragen haben, klingen mögen – Es ist praktisch, technisch, möglich, die Gedanken, damit sein Leben, sein Erleben, seine Ängste, positiv zu beeinflussen.

Was fange ich mit meinem erlebten Denken an?

Der praktische Schlüssel ist ein Denken, sind Gedanken der Meditation. Die Konzentration auf ein Mantra – ob gesprochen, gedacht, gesehen, empfunden, gehört oder gefühlt – diese Fokussierung löst die eigenen Denkvorgänge ab, ersetzt sie, löst sie nach gewisser Zeit langsam auf. Jenseits des Denkens durch, mithilfe, dieser konfusen Weltenwirklichkeit, von der wir vorher sprachen, wird immerwährender Friede, Liebe, das absolute Eins der Schöpfung offenbar. Eine sich öffnende Tür nach der anderen führt dorthin.

15 minute Meditation Arrangement
15 Minuten Meditation Arrangement

Fazit

Unsere Realität, unsere Ängste sind – durch und durch – nicht nur bloß geprägt von unseren Gedankenkonstruktionen, sondern vielmehr aus Ihnen hergestellt. Die angebliche, so verführerische, vollkommen subjektive, trotzdem unverständliche Wirklichkeit dieser Konstrukte speist sich aus dem noch verrückteren Gerüst (das gar keines ist), welches sich entwickelt, wenn man eben solche subjektiven Denkspiele als unbestreitbare Prämissen verwendet. Die Doktrin der katholischen Kirche sei angemahnt. Doch – erinnern Sie sich an die Türen. Sicherlich findet sich die eine oder andere.

Unser Gast in dem Lehnsessel wurde vollkommen sträflich vernachlässigt. Wie ist ihm?
Sehen Sie nur und seien Sie verwundert! Wir dürfen staunende Zeugen einer wundersamen Metamorphose werden. In einiger Entfernung von Lehnstuhl und Rucksack, Taschen, den schwarzen Häufchen der Angst überall – dem Teegeschirr und dem Bambus-Beistelltisch – steht er, in unerfindlichem Raum. Der Satz: „Alles ist in Ordnung“ – sphärisch – klingt aus dem Ungefähren auf. Seine Körperlichkeit ist uns ein einziges, warmes, wunderbares Leuchten. Eine Pforte – ein lichtes Tor – erscheint im Hintergrund. Schon ist unser Freund durch sie hindurchgegangen und verschwunden.

„Hallo? Da hat gerade jemand an Ihre Tür geläutet! Haben Sie es gehört?“

Warum ist Verzeihung Blödsinn?

Denk-Fragmente

Ist Verzeihung nicht eine große Tugend?

Es sei mir verziehen 🙂 – wenn der folgende Text für Sie als Beschreibung eines Wortspiels erscheint. Wir befinden uns jedoch im Universum der Worte – so erhält das Gesagte denn sein Gewicht.

Zunächst sollte die generelle Bedeutung des Wortes „Verzeihung“ in Augenschein genommen werden. Es meint:

„Du hast etwas falsch gemacht, (in größerem Rahmen: eine Sünde begangen). Das ist grundsätzlich sehr schlecht. Eigentlich ist das nicht zu akzeptieren. Weil ich jedoch so ein gutmütiger, gläubiger, vergeistigter, der Schöpfung nahestehender Mensch bin, verzeihe ich dir. Deine Schuld bleibt bestehen, doch wir wollen nicht mehr auf sie sehen.“

Fragmente

Was wäre diese Verzeihung vor der Schöpfung wert?

Wenn ich also jemandem generös verzeihe, halte ich ihn in der Schuld fest. Denn die Schuld, die Sünde, besteht ja weiterhin. Man hat lediglich ein graues Tüchlein darüber gelegt – das man im Übrigen zu jeder passenden Gelegenheit wieder lüften kann. Indem wir „verzeihen“ – die Verzeihung vielleicht angenommen wird – ketten wir uns selbst und den anderen in dieses Schuld und Sühne Chaos – den Urgrund im Dualismus des Menschengeschlechts – welcher die bis ins Verrückte fragmentierte Welt der Illusionen, die wir als Realität leben, ausmacht.

Was ist die Vergebung im Gegensatz zur Verzeihung?

Die Vergebung löst auf. Sie bedeutet, dass derjenige, der vergibt, verstanden hat, dass seine Vergebung – seine Verzeihung – niemals notwendig war. Denn diese Schuld, Sünde, der Fehler, entwächst dem Bild der Welt des in immer kleinere Fragmente zersplitterten Lebenschaos. Die Schuld, die Sünde hat keine Basis, kann sich lediglich an momentan scheinbar gültige Prämissen halten. Wer also erkennt, dass es in der Schöpfung keine Schuld, keine Sünde geben kann – der ist in der Lage zu vergeben. Aufzulösen.

Jetzt
Jetzt

Wie hängen Verzeihung, Vergebung, Gerechtigkeit und Urteil zusammen?

Jeder Verzeihung geht ein Urteil voraus. Die Vergebung löst Urteil, Verzeihung, Schuld und Sünde auf. Sie ist die wahre Gerechtigkeit, Urgrund der Liebe, erhaben über die Lächerlichkeiten, die sich in Knäuel von Disputen über Plus und Minus, Gut und Böse ergehen. Vergebung heißt, ohne Urteil zu erkennen. Die herkömmliche Sicht der Dinge gleicht dem nächtlichen Blick in das Firmament durch ein zusammengerolltes Stück Papier – nur ein winzig kleiner Teil des Himmels ist wahrzunehmen. Wie könnte ein Urteil über das Universum hier Bedeutung haben?

Das Urteil ist die Ursache?

Die Ursache, die Quelle, ist die Liebe. Doch das Urteil ist der Grund für die Sicht des Menschengeschlechts auf die Dinge. Der Beginn, der Anfang – die Unterscheidung zwischen Gut und Böse. Der Schöpfung, der absoluten Liebe ist ein solcher Gedanke vollkommen fremd. Sie ist die Wahrheit. Das Urteil eines Egos – die Einschätzung der Sachlage mithilfe des zusammengerollten Stückes Papier – noch dazu in einer fragmentierten Welt des Chaos – nimmt sie gar nicht wahr.

Eine neue Erde
Eine neue Erde

Wenn ich nicht urteile, kann ich nicht entscheiden. Wie soll das denn funktionieren?

Ein Geist hat die Möglichkeit zu lernen, dass sein Urteil über das Leben – die Verknüpfung mit einem mehr als gigantischem Gewirr von Prämissen, grundlegenden Theorien – vollkommen subjektiv und voreingenommen, in höchstem Maße überheblich ist. Das ist notwendigerweise so, weil aus der Perspektive eines Körpers, einer Bakterie im unendlichen Universum – eines einzelnen, einsamen Sonnenstrahles, der verzweifelt, weil er nicht erkennt, dass er Teil der Sonne ist – beobachtet wird. Ein Urteil gefällt wird.

Ist das erkannt, wenn vielleicht auch nur im Ansatz – wird deutlich, dass alles in unserem Leben, unserer Lebensgeschichte, einen unendlich bedeutungsvollen Sinn hat, den wir aber nicht erblicken können, weil unsere Urteile, unser Annehmen der Illusionen, der Ängste, die sie produzieren, uns blind hält. Dieser von den meisten Menschen nicht mehr wahrgenommene Sinn ist die Liebe, aus der wir entstanden sind. Sie ist die ewige Schöpfung. In diesen Sinn, in die Liebe, können wir vertrauen, sie entscheidet für uns, aus puren und einzigem Wohlwollen ihren Kindern gegenüber. Diese Einsicht machte die Lässigkeit von Figuren wie Buddha oder Jesus aus.

Fazit

Wer verzeiht, manifestiert für sich und all die, welche er damit verurteilt, die Illusion des negativen, undurchschaubaren, vom Ego listig versteckten Weltenchaos, der Anhaftung. Vergebung hingegen heißt Auflösung der Schuld, der Sünde. Meint, den Bruder anzunehmen wie sich selbst. Bedeutet, nicht den Körper zu sehen, seine Attribute verteidigen zu meinen. Ruft ganz einfach auf, zu erkennen, dass im Zusammenspiel der Meinungen, Thesen, Grundlagen, die sich ständig ändern, aus unserer Perspektive kein Urteil möglich ist. Vollkommen unsinnig wäre. Wir dem Mitmenschen lediglich vergeben brauchen, dass er dies nicht erkennt.

Ich bin nur Instrument, eine Flöte, durch die der Atem des Schöpfers weht.“

Ein Kurs in Wundern
Ein Kurs in Wundern

Warum hat Meditation nichts mit Räucherstäbchen und Kerzenschein zu tun?

Meditation

Nützliche Accessoires zur Meditation?

Natürlich – diese Accessoires, Duftkerzen, Räucherkegel, Teppichpracht, stehen für Gelassenheit, orientalische Ruhe, entspanntes Flair, angenehmes Setting. Doch bereits in dem Augenblick, in dem wir uns auf dem Weg in die Konzentration der meditativen Übung begeben, spielen sie überhaupt keine Rolle mehr. In der Meditation möchten wir unseren Geist auf eine Ebene bewegen, der nichts mehr von dieser Welt anhaftet. Auch nicht der Geruch von Sandelholz. Doch hat dieser Text nichts mit der Technik der Meditation zu tun.

Calm down

Was gibt es einzuwenden, zur Meditation in einem netten Ambiente?

Seien Sie nicht gleich eingeschnappt. Das Bereitstellen einer netten Umgebung, die Einrichtung, Gestaltung des Raumes alleine schon, ist eine Andachtsübung, gehen wir die Sache richtig an. Natürlich, es fällt Ihnen – gefangen in dieser Welt der Präambeln – schwer, Ihren Ärger (Unmut?) zu zäumen. Sie suchen 1000 Gründe, warum das Setting zur Meditation so wichtig ist, das Ritual womöglich sogar – denken vielleicht an die Zeremonien in buddhistischen Klöstern oder in westlichen Kathedralen.

Und so, ganz einfach, sind wir angelangt bei dem, was der Kernpunkt der Angelegenheit ist. Stellen Sie sich ganz einfach die Frage, was Ihnen wichtig ist, bei der Meditation. Antworten Sie ehrlich. Auch wenn es weh tut – wichtig ist weder Ort noch Zeit – denn genau diesem Gedankenkonstrukt möchten wir ja entkommen. Nein – niemand möchte Ihnen Ihre Architektur wegnehmen, Ihre Duftkerzen, Buddhafiguren und Malas.

12 Worte hin zum Frieden
12 Worte hin zum Frieden

Meditation – Alles lediglich eine Frage des Verständnisses?

Niemand hier in diesem Text, schon gar nicht die Schöpfung, möchte, dass Sie etwas opfern. Fühlen Sie sich einfach wohl! Alles, was der einzelne unternimmt, ist sein Weg, ist genau das Richtige. Worauf hingewiesen sein möchte, ist – in vielen Religionsgemeinschaften, auf vielen der tausenden von Pfaden, die zur Wahrheit führen sollen, wird der Ritus, das Ambiente, (bis hin zum Magischen) in den Vordergrund gestellt.

Wo stehe ich spirituell, mit meiner Meditation?

Stellen Sie sich einfach die Frage, inwieweit die Beanspruchung der Sinne des Körpers, dessen momentane Ebene sie ja durch die Meditation Übung zumindest ein wenig transparent gestalten möchten, mit diesem Ziel, das auf ultimativ geistiger Ebene erstrebt wird, vereinbar ist. Meditieren Sie gar Ihr Ambiente, Ihr Setting? Wie viel Zeit investieren Sie, von Ihrer Pause für die Meditation, auf die Rituale? Sicherlich können Sie diese Frage in einem positiven Sinn beantworten.

15 minute Meditation Arrangement
15 minute Meditation Arrangement

Reden wir letztlich von Götzen?

Wenn wir uns erinnern, dass das göttliche, die reine Liebe in uns, nichts mehr mit Körperlichkeit zu tun hat – inwieweit ist dies für uns spritueller Alltag? Welchen Ausmaßes sind die Äußerlichkeiten, denen wir anhängen? Von welchen Vorschriften, von wem erfunden, lassen wir uns führen? Leiden wir unter Umständen dabei sogar? Die Liebe, die wir zu erreichen suchen, ist absolut. Sie möchte keine Opfer. Opfern, heißt, etwas weggeben, das einem lieb ist. Das tut weh. Die Liebe möchte nicht, dass ihre Kinder Schmerzen empfinden.

Was soll man denn nun unter Götzen verstehen?

Zumeist nimmt bei einigen Suchenden sehr einfach das Ritual, der Ablauf der Dinge, das Setting gleichfalls, immer größeren Platz in einer spirituellen Handlungsweise ein. Natürlich kann man guten Geschmack bei der Einrichtung eines Raumes, einer Örtlichkeit zeigen – auch der Preis der benützten Artefakte ist letztlich nicht von Interesse – jedoch – wo hört die Weltlichkeit auf – wo beginnt, wo steht die Anhaftung? Dies ist eine ernsthaftere Frage, als Sie vielleicht denken.

Ein Kurs in Wundern
Ein Kurs in Wundern

Meditation, Kerzenschein und Räucherstäbchen?

Natürlich! Das gibt ein gutes Körpergefühl. Alles ist erlaubt. Wünschenswert lediglich, die Hinwendung zum Wesentlichen. Zum Verstehen, dass die Quelle das Ziel ist. Dass dieser Ursprung, die Quelle, nicht mit diesen Objekten, was auch immer sie sein mögen, – ob sie mit magischen Attributen belegt sind, oder nicht – identisch ist. Sich vielmehr auf einer Ebene befindet, die eben nichts mit diesen Bildern zu tun hat, denen ihre Bedeutung doch bloß durch eine Illusion, die sie selber sind, gegeben ist.

Fazit

Ganz bestimmt ist nichts gegen einen netten Raum zu sagen, in dem man seine Andacht, seine Meditation verrichtet. Nichts gegen seine Ausstattung. Es gibt keine Einwände. Worauf jedoch verwiesen sein soll, ist die Ritualisierung des Glaubens wie – lediglich beispielhaft – in der katholischen Kirche. Denken Sie an die prachtvollen Gewänder, die diamantenbesetzten Mitren, die goldenen Kelche. Das Argument, die Verbindung, ist gar nicht so weit herbeigeholt, wie es vielleicht scheinen mag, denn Tatsache ist, in ihren Urgründen speist sich der Ritus des westlichen, christlichen Glaubens in der Götzenanbetung seiner Vorgängerreligionen.

NoPlastique
NoPlastique

Was haben meine Gedanken, hat mein Denken, mit dem Universum zu tun?

Gedanken Universum

Ich denke den ganzen Tag alles mögliche, hat das denn etwas Größeres zu bedeuten?

Da ist er! Halten Sie ihn fest, diesen Gedanken! Denn hier wird etwas an sich unbeschreibliches offenbar, eine Angelegenheit von solchem Ausmaß, dass sie alle bekannten und unbekannten Grenzen auflöst, ewig und die Sinne raubend in ihrer – nur noch Staunen machenden – sternenfunkelnden Macht. Ihre Gedanken sind die Essenz – sind die Quelle Ihrer Schöpfung. Umfassend – geeint, die Wirklichkeit.

Universum Denken
Universum Denken

Warum ist die Sache mit meinem Denken so gigantisch?

Was ist Ihre Ansicht der Dinge? Wie sehen Sie die Welt? Wie gelangen Sie zu dieser Ansicht? Im Grunde eine sehr einfache Geschichte. Ihr Körper – will meinen Ihre Sinne – sammeln Informationen. Das, was Sie bereits gelernt haben, wird ständig abgeglichen mit dem, was als Erfahrungsschatz gewertet, in eine Meinung oder Ansicht einfließt. Eine mehr als komplexe Angelegenheit – und dabei handelt es sich, subjektiv bis weit über jedwede erträgliche Schmerzgrenze hinaus, um Ihr Leben.

Subjektive Bilder der Vergangenheit in meinem Denken?

Denn Ihr Ego – mitsamt all den Widersprüchen, die Sie zu erkennen glauben, wird Ihnen, in irgendwelchen konkreten Situationen, lediglich die Bilder aus der Vergangenheit zur Verfügung stellen, die gerade an der Oberfläche sind, opportun – sicherlich auf einer ausgesprochen wackeligen Basis – beeinflusst von sehr körperlichen Dingen, die mit dem Hormonhaushalt zu tun haben, mit dem, was Ihre Vergangenheit, Ihre Existenz, Ihr Ich eben ausmacht.

Manipuliertes Weltbild?

Da sind Faktoren der Manipulation, wie gesellschaftliche Ethik- und Moralvorstellungen, das allgemein gültige Weltbild (um es generell zu beschreiben). Die Einflüsse Ihres sozialen Umfeldes, Ihre Erziehung, Ihr allgemeiner Bildungsstand, politische Tendenzen im sozialen Geschehen, nicht zuletzt – auch wenn auf all die gerade gesagten Dinge zurück zu führen – Ihre körperliches Befinden – sie tangieren Ihr Weltbild. Machen Sie zu dem, was Sie sich vorstellen, dass Sie sind.

We gotta ground our Love
We gotta ground our Love

Das ist doch Blödsinn? Die Welt ist so, wie sie ist? Insch Allah?

Die Causa, über die wir reden, ist tatsächlich so einfach, dass, man möchte meinen, 99 Prozent aller denkenden Wesen, (zumindest auf der Erde) sie schlicht und einfach nicht sehen.


Sie sind Gott!

Sie sind in der Lage, über die Welt zu bestimmen, Sie können Sie erschaffen, Sie haben Sie erschaffen, Sie erschaffen Sie in diesem Augenblick! Ihre Bilder, Ihre Gedanken, Ihr Empfinden, das aus diesen Gedanken entsprießt, zeigt Ihren Sinnen das, wonach Sie sie auf die Suche schicken. Ihre Welt. Sie erschaffen alles, was ihre Sinne empfinden. Sie schicken sie auf die Suche danach – die guten und die unagenehmen Dinge. Ihr Leben ist das Spiegelbild Ihrer Gedanken.

Das Leben ein Spiegel der Gedanken?

Jedes wundervoll gefärbte Blatt, das sich im Herbstwind vom Ast trennt und zu Boden taumelt, ist Ihre Schöpfung. Hier tut sich ein wenig die ewige Wahrheit auf. Wie bei der Geburt eines neuen Lebenwesens, oder dem Erlebnis eines atemberaubenden Sonnenaufgangs – ganz kurz blitzt die wunderbare Schönheit, die in allem liegt – es vebindet – auf. Doch schnell wischen die Ängste dieses wunderbare Gefühl wieder fort.

Eingezäunt und scharf bewacht?

Die Welt, die Sie verteidigen, für die Sie ungeheure Anstrengungen unternehmen. Gebastelt aus den subjektiven, vorsortierten, manipulierten und tangierten Fragmenten, die Sie, mit dem ungeheuren Wissen (Ironie!) eines Sonnenstrahls, der meint, er sei die Sonne, einer kleinen Welle, die vermeint das Meer zu sein, zu all dem gemacht haben, was sich nun Ihr empfundenes Leben nennt. Sie sich zusammengeschustert haben aus dem Chaos, aus dem winzigen Einblick in das Chaos, der Ihnen von der Welt gegeben wurde.

Eternal
Eternal

Wenn meine Gedanken, mein Denken, so wichtig wäre, wie kommt es, dass ich eigentlich nichts beeinflussen kann? Dass ich dem Schicksal, dem Karma ausgeliefert bin?

Weil Sie im Regelfall mitten in einem faszinierenden 4 D Videofilm sitzen, der Sie beinahe jeden Augenblick des Tages bis an die Grenzen Ihrer Existenz fordert. Sie reagieren auf die Reize, die Ihnen der Film vorgaukelt, sie verteidigen sich, Sie greifen an, Sie entwickeln genial ausgeklügelte Strategien, in diesem Film.

Sie fühlen sich als gegängelter Darsteller. Als billiger Komparse. Doch das ist es eben! Die Wahrheit, die hinter der Kinoleinwand leuchtet. Sie sind der Regisseur! Der Produzent, derjenige, der castet, der für die Kostüme zuständig ist. Ihr Film, Ihr Reißer, Ihre Schmonzette, Ihr Drama! Ihr Actionfilm.
Ihre GEDANKEN!

Schön gesagt – was nutzt mir das?

Was würden all die Zeilen, die hier niedergeschrieben sind, nutzen, wenn sich nichts ändern würde? Probieren Sie einmal, sich einen Ihrer ärgsten Feinde vorzustellen. Möglichst objektiv. Ohne große Gefühlsaufwallungen. So. Nun wünschen Sie ihm etwas wunderschönes, Gesundheit, Glück. Spüren Sie es?
Wenn Sie in der Lage sind, ihm diese positiven Dinge aus wirklich tiefsten Herzen, “mit einer reinen Seele” zu wünschen – dann wird sich – in diesem Augenblick – Ihr Leben ändern.

Und auch wenn das nun wie etwas esoterisch anmutende Phantasie klingt, – da ist eine Verbindung zwischen den Lebewesen. Es gibt eben die Wahrheit hinter der Kinoleinwand, die Wirklichkeit, die man sieht, nimmt man die Augenbinde aus Illusionen ab. Und die bedeutet positive Einheit, Ewigkeit, Verbundenheit. In dieser Verbundenheit, gerade mit anderen Geistern, die Ihnen begegnen, gestalten Sie Freund und Feind. Sie fällen Urteile. Vollkommen richtig! Tun Sie das!

Aber sehen Sie die Liebe, welches die Quelle ist. Gestalten Sie Ihre Gedanken, Ihre Urteile und Wünsche in Liebe – und Ihre Welt, Ihr Universum wird sich verändern.

Fazit

Was so einfach klingt – ändern Sie einfach Ihre Gedanken hin zur Liebe – passiert selbstverständlich nicht von einem Tag auf den anderen. Manche Mystiker benötigen Ihr ganzes Leben, um auf den Trichter zu kommen. Doch es funktioniert auch mit Training. Trainieren Sie Ihre Gedanken – hin zum Positiven. Sehen Sie nicht den ökonomischen Nutzen des Waldweges, sondern erkennen Sie, mit vor staunender Dankbarkeit feuchten Augen, das in herbstlichen Farben gestaltete Laubblatt in Ihren Händen.

Der Sinn und die Sexualität

Sexualität

Nahezu jede Religion postuliert die letztliche Keuschheit als den Weg der Heiligen, Buddhas, der Erleuchteten.

Das kommt nicht von ungefähr. In einem Zustand, der die Auflösung des Egos, seine Umwandlung hin zur Sicht der Wahrheit als letztes Ziel hat, wird die körperliche Ebene zunehmend transzendiert. Die Genüsse, Freuden, die dem Suchenden die Sexualität bietet, werden hinter sich gelassen, denn die Erfüllung, die aus der letztlichen Schau der Dinge kommt, macht sie unnötig.

Sexualität
Sexualität

Wie sieht es mit Tantra aus?

Der Hinduismus kennt den Weg des Tantra, eine Art des Yoga. Auch diese Möglichkeit der Selbstfindung, des Weges hin zur Wahrheit der Schöpfung ist nur eine von vielen Tausenden Straßen zur Auflösung. Den Ansatz, über den Körper zur Erleuchtung zu finden, hier die blockierten Chakren zu aktivieren, ist so alt wie die religiöse Philosophie.

Ganz egal jedoch, welche Verhaltensweise zum Ziel geführt hat. Jemand, der den Pfad so weit gegangen ist, wird absolute Kontrolle über den Körper haben, den er benützt. So wird irgendeine Art von Sexualität, wenn er sie denn für notwendig und wünschenswert hält, weder von Zeit noch Intensität ein Problem für sie oder ihn sein.

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Soll ich also keusch leben, um die Erleuchtung zu finden?

Hinter dieser Idee steht ganz deutlich der Opfergedanke. Opfern – das meint das Weggeben von etwas, dass einem lieb ist, dass einem wertvoll ist. Man gibt, quasi unter Schmerzen, man opfert – um sich selbst zu erhöhen. Was dem Menschen, dem Sohn Gottes weh tut, ist nicht im Sinne der Schöpfung. Das ist eine sehr tiefe Wahrheit, die sich in Vertrauen manifestiert.


Der Weg zu Erleuchtung fordert keine Opfer!

Was für ein Schöpfer, der seinen Kindern den Weg zurück zu ihm nur unter Schmerzen, mit Opfern, in einer Welt der Grausamkeit und Zerstörung möglich zu machen scheint. Dass dies nicht die Wahrheit sein kann, die Wahrheit und Gewissheit einer liebenden Schöpfung, ist offensichtlich. Und so löst sich diese Welt der Schreckensillousionen auf, je näher der Einzelne seinem Erwachen kommt. Die Wahrheit, die nichts mehr mit diesem grausamen Bild zu tun hat, wird deutlich. Liebe.

Sense of life
Sense of life

Liebe und Sexualität gehören zusammen

Der Körper mit all seinen Möglichkeiten, mit seiner Sensorik, den Gefühlen, mit den Empfindungen, die er uns mit seinen Nerven zukommen lässt, ist ein überaus wunderbares Geschenk der Schöpfung. Ein wundersames Instrument, um darauf die Meldodie der Liebe zu spielen. Sexualität bedeutet regelmäßig Glücksempfinden. Die Schöpfung möchte ihre Kinder vereint glücklich und in Liebe sehen.

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