Wir vergewaltigen die Zeit hin zur Schuld!

Zeit Vergewaltigung Schuld

Die Zeit – ein Korsett der Angst?

Zeit in Angst, Angst in Zeit. Die erste Sekunde stellte den, in zeitlichen Begriffen dargestellten, 0-Punkt des Dualismus dar. Indem wir die Ewigkeit gedanklich fragmentierten, legten wir den Grundstein für unsere Ignoranz. Schon oberflächlich betrachtet, zeugt die nur grobe Sicht auf das noch gröbere Muster “Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft” für das Chaos und die furchterregende Potenz, mit der das Ego diese Struktur verteidigt.

Die Zeit vergewaltigt

Schuld bis in die Ewigkeit?

In Zeitbegriffen des Ego gefangen, erleben wir die Vergänglichkeit, den Tod. Das ist sein erklärtes Ziel. Und auch den Begriff der Ewigkeit nimmt es für sich in Anspruch. Denn die Schuld, die wir in der Zeit angehäuft haben, ist ewig, verfolgt uns über unsere körperliche Vergänglichkeit hinaus – zusammen mit dem Ego. So spricht das Ego zwar vom „Himmel“, macht jedoch gleichzeitig deutlich, dass er für uns nicht erreichbar ist.

Die Zeit nur eine Ansammlung von Schuld?

Zeit – das heißt Veränderung. Heiligkeit – die umfassende Liebe der Schöpfung – kennt keine Veränderung. So wird deutlich, dass die Zerteilung eines Zeitbegriffes in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft lediglich ein Konstrukt des Egos ist, mit dem Ziel, Schuld und Tod und Sünde und Vergänglichkeit ganz durchdringend zu manifestieren. Die Schuld kommt aus der Vergangenheit und wirkt in die Zukunft. Das, was Gegenwart sein sollte, ist nur eine Ansammlung von Vergangenheit, verschwindet darin.

Sich potenzierende Schuldkonstruktion?

Das, was das Ego tut, ist, aus den Fragmenten der Zeit eine Schuldkonstruktion zu basteln, die sich potenziert und geradewegs in die Hölle führt. Die Begrifflichkeiten von Vergangenheit und Zukunft sind sein Werkzeug. Wie erstaunlich klar, unverbrüchlich und strahlend kommt dagegen die Wahrheit ans Licht. Die reine Gegenwart. Eine Gegenwart, ohne eine Vergangenheit, die sie übertüncht, um die Zukunft zu verdunkeln.

Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft

Jetzt?

Außerhalb jeder Wertung des Egos gibt es das Jetzt.
Das „Jetzt“ der absolute Augenblick, in dem es weder Vergangenheit noch Zukunft geben kann, ist das Ziel der Schöpfung der Liebe, das schon längst erreicht ist – ohne Zeit, ohne Form, ohne Erinnerung. Dieses „Jetzt“ wird in dir aufsteigen, allmählich, wie eine Kerzenflamme sich wandelt, zur Feuersglut. Dieses Jetzt, welches dich im Glück und vollkommener Schuldlosigkeit umfängt, ist das, was du mit dem, was dir das Egowissen zeigt, niemals erreichen wirst.

Das Jetzt wartet in dir

Doch du kennst es, du wirst es wiedererkennen. Es tut sich vielleicht auf, wenn du den Mikrokosmos einer Blume verinnerlichst, wenn du bei der Geburt deines Kindes anwesend bist. Doch sind diese kurzen Momente schnell vorbei, die Hässlichkeit des Egoangetriebenen Lebens, macht sie vergessen. Und doch ist die Möglichkeit dieses Blickwinkels immer in dir.
Vergegenwärtige: Das „Jetzt“, in dem sich am Ende keine Fragmente einer eingebildeten Vergangenheit, einer aus der Vergangenheit projizierten Zukunft mehr befinden, ist deswegen frei von Tod, Verwesung, Angst, Schuld und Trauer, Gier und Leid, frei von jedem Schmerz – die doch alle nur Illusionen der Vergangenheit sind.

Zeit Schuld Vergwewaltigung
Die Strategie des Ego

Das Jetzt kennt weder Vergangenheit noch Zukunft

Im Jetzt existiert diese Vergangenheit nicht. Nur das, was liebevoll ist, kann erkannt werden. Hast du dich auf die Liebe eingelassen, auf den Frieden, wird dieses Jetzt dich erfassen, wird es dich tragen. Die einzige Voraussetzung ist, dass du diese Liebe möchtest. So einfach ist das. Sie wird zu dir kommen. Du brauchst nicht leiden und dich nicht anstrengen. Wenn dein Wille der Wille der Schöpfung ist, so wird sie dich nicht alleine lassen, wie sie keines ihrer Kinder je vergessen hat.

Die Liebe wird alle erreichen

Auch denen, welche sich arrogant und verächtlich, ihr Ego gesättigt durch die vorgebliche Macht, aufgeblasen, von ihr abwenden, sie verleugnen, bietet sie die Allmacht der universenumspannenden Liebe an. Doch, blind in ihrer verblendeten Gier, systemgebunden, sind sie nicht in der Lage, sie zu erkennen. So fahren sie fort, in ihrem Zerstörungswerk, bis sie sich, im Augenblick der Auflösung ihrer Form, mit ihrem wirklichen Ich, kurzzeitig befähigt sehen, die übergroße Liebe zu erkennen, die allem Leben zugrunde liegt. Hier scheint für sie der Anfang und das Ende zu sein.

Der Tod ist Illusion

Die Wirklichkeit ist die Ewigkeit. Der Tod existiert nicht. Er ist Illusion. Hinter dem, was wir dort vermuten, wo wir vom Tod reden, scheint eine immerwährende Sonne, die des ewigen Lebens. Und der Tod, wie ihn das Ego verwendet, ist lediglich eine wirkungslose Drohung. Es ist, als ob vor den Menschen eine rote Fahne geschwenkt würde, sie sich, wie eine Herde Rinder, geschlossen dem Pferch zuwenden. Könnten sie doch bloß zu ihrer wahren Natur aufwachen, das Paradies erkennen, das hinter der roten Fahne des weltlichen Wissens in der raumlosen und zeitlosen Ewigkeit, die wir wirklich sind, auf sie wartet. Erwacht aus diesem leidvollem Traum der Macht über die Schöpfung! Erkennt ihre Liebe in Euch.

Zeitlos

Nichts geht verloren

Nie, ist etwas verloren. Jetzt. Ja, dieses Jetzt ist lebendig vorhanden. Es findet sich jenseits des Denkens. Und doch ist es so nah, dass wir es zumeist nicht erkennen. Es versteckt sich im Flügelschlag des Kolibris genau so, wie in der Vernichtung von Milliarden von Quadratkilometern Regenwald. Es ist vielleicht vorhanden, wenn ein Zen-Mönch seine Schüler auffordert, mit einer Hand zu klatschen, wenn ein Buddha, um eine tief bedeutungsvolle Rede zu halten, eine Lotosblume über seinen Kopf hält.

Gottes Atem


„Ich bin lediglich das Loch in einer Flöte,
durch die Gottes Atem strömt.“

Fazit

Diese Weisheit, diese Hingabe in den wundervollen Willen der Liebe, außerhalb der Zeit, mag ein Beginn des Wissens sein. Mag der Beginn einer überirdischen Melodie voller Klarheit, rein und unschuldig, sein. Diese zeitlose Melodie, das ist das Versprechen der Liebe, wird uns in Ewigkeit begleiten. Und deine Brüder werden den Klang vernehmen und sie werden beginnen die Tücher vor ihren Augen eines nach dem anderen zu entfernen. Und das Licht der Wahrheit, welches in der Melodie schwingt, wird ihre traurigen Gemüter erhellen, auch wenn sie es nicht wahrhaben möchten.

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Achtsamkeit

Wo ist der Weg?

Achtsamkeit ist der Weg in die Bewusstheit. Nur wenn ich dieses Wort in seiner Gesamtheit verinnerliche, bejahe, bin ich auf dem richtigen Weg. Achtsamkeit, das heißt, sich im Augenblick, im „Jetzt“ zu befinden. Das meint, das derjenige, der seine ganze Aufmerksamkeit auf den Moment fokussiert, weder von Vergangenheit noch von der Zukunft tangiert wird. Jetzt ist jetzt ist Leben. Nichts sonst.

Achtsamkeit heißt Freiheit von Angst

Mit Achtsamkeit, mit Aufmerksamkeit dem Augenblick gegenüber, ist es möglich, sich von allen Ängsten, die ja aus Erinnerungen und Gedankenbildern, also Illusionen bestehen, zu lösen. Mit dieser Achtsamkeit entzündet man ein Lichtlein, das Licht des Bewusstseins. Wer sich ganz bewusst und achtsam im Jetzt bewegt, der kennt keine Ängste. Denn die Reinheit des Bewusstseins, ohne all die formalen Anhaftungen, deren Konsens nun einmal die dualistische Anschauung von Vergangenheit und Zukunft, von Gut und Böse, und vielen anderen grundlegenden Faktoren, die alle mit Form und Dualismus, mit Trennung zu tun haben, beinhaltet, sieht diese Ängste nicht mehr, denn sie existieren nicht. Sie sind nichts. Illusion.

Auf das Wesentliche reduzieren

Achtsamkeit ist Reduktion auf das Wesentliche. Kein Verleugnen der Realität. Die Realität, die wir leben, ist Schall und Rauch, nichts als ein gigantisches Missverständnis. Es gilt, mit aufmerksamer Wachsamkeit die Wunder der Welt zu betrachten. Wer sich in achtsamer Weise den Blütenkelch einer Blume ansieht, sich sozusagen in die Pflanze hineindenkt, all die feinen Strukturen erkennt, der wird mit entsprechender Achtsamkeit den großen, phantastischen Zusammenhang erkennen, der die Welt und die Schöpfung, die Universen und Galaxien zu einem großen, unteilbaren Ganzen einem „Da ist nichts als Liebe.“macht.

Achtsamkeit ist Jetzt

Die wirkliche Achtsamkeit führt uns ins „Jetzt“ und nur hier ist die Wirklichkeit. Im Jetzt, dass wir durch die absolute Achtsamkeit erkennen, gibt es keine Vergangenheit und Zukunft. Das heißt zwangsläufigerweise, dass im Jetzt auch keine Ängste existieren, denn die generieren sich aus all dem, was sich das Ego aus der Vergangenheit zusammen gesammelt hat, um daraus ein „Ich“ in der Welt der Formen, der verrückten Welt, die sich die Menschen mit ihrem Denken erschaffen haben, zu formen. Doch im Jetzt fällt dies weg. Da gibt es diese Vergangenheit nicht. Alles reduziert sich auf den Augenblick. Das ist Präsenz.

Das Jetzt zählt

Aus dieser Präsenz des Augenblickes heraus, des wirklichen Jetzt, ist es möglich, sehr distanziert und mit großem Überblick, ganz neutral und unbeeinflusst, nicht tangiert von irgendwelchen Ängsten aus der Vergangenheit, nicht fixiert auf die Zukunft, entspannte Entscheidungen in der Welt der Formen treffen. Die Achtsamkeit im Jetzt bezieht sich ebenso auf jede Tätigkeit, der man nachgeht. Vielleicht ist uns das Bild des Zen-Schülers, dem sein Lehrer befiehlt, den sauberen Hof zu kehren, ein Begriff.

Achtsamkeit bedeutet Inspiration

Hier wird die Idee, das „Prinzip“der Achtsamkeit sehr deutlich. Es geht nicht um die Tätigkeit des Kehrens. Wer im Jetzt, seine Aufgabe achtsam, im Sinne des Schöpfers, damit in Einklang mit sich selbst vollbringt, wird die Zukunft nicht achten. Hier begegnen uns die beiden Wörter Kreativität und Inspiration, über die wir in der Folge noch reden werden. Die Zukunft ist immer das Jetzt. Will heißen, sie existiert genauso wenig wie die Vergangenheit. Das ist der Anspruch der Liebe und Freude. Sie lassen sich nicht mit den Ansprüchen von Sünde oder Schuld vereinbaren, die vom Ego aus der Vergangenheit zur lebensechten Projektion gestellt werden.

Soul
Soul

Ein kleines Loch in der Egowirklichkeit genügt

Die Achtsamkeit, die vollkommene, unbeeinflusste Aufmerksamkeit, lässt uns das Jetzt erleben, in dem Schuld, Sünde und Angst, damit der Tod, nie existiert haben. Sie werden als das erkannt was sie sind, nämlich Trugbilder. Sie lösen sich in Nichts auf, zögerlich vielleicht, doch stetig. Denn dem Licht der Schöpfung genügt das kleine Loch, dass du ihm in deiner Egowirklichkeit gewährst. Durch diesen Spalt wird das Licht in dir immer heller strahlen, unausweichlich. Und das Ego wird sich in geruchlosen Dunst auflösen.

Das Ego ist mächtig und wehrt sich

In der Achtsamkeit ist das Ego zum Schweigen verurteilt. Hilflos muss es zusehen, wie du es entkleidest, seine Nichtexistenz entblätterst. Wahrhaftig, du kannst jedes der Worte, die dir hier aufgezeigt sind, gegen die Unbewusstheit und das Chaos, den Tod, den das Ego dir gedanklich aufgezwungen hat, wie ein Schwert benützen! Näherst du dich der wahren Bedeutung dieser zusammengesetzten Buchstaben, wird das Ego sich wehren. Unterschätze es nicht! Es wird alle Macht, die dich in der Vergangenheit halten soll, aufwenden.

Achtsamkeit im Jetzt

Doch entschließt du dich, statt mit und aus der Vergangenheit, im Jetzt zu leben, dem vollkommenen Jetzt, vergehen alle die Dinge, die sich zum Irrsinn deines Lebens zusammengeschoben haben. Alles was notwendig ist, ist die Achtsamkeit. Vollkommene Achtsamkeit im Jetzt. Je mehr du dich im Jetzt befindest, desto einfacher fällt es dir in deinem Denken – ja das ist der Weg – die Vergangenheit auszulöschen.

You are not free anymore …

Fazit

Ein gewaltiger Schritt, gegen den du dich sicherlich mit deinem Verstehen der Welt stemmen wirst. Mit aller Kraft, ohne dass du dich dagegen wehren könntest. Doch wenn du nur verstehst, wenn du nur die Ahnung hast, dass da noch mehr ist, als das Ego anbietet, nämlich Tod und Leid und Schuld und Trauer, Angst, wenn du nur ganz vage die Bereitwilligkeit spürst, dich einem „Mehr“ zu öffnen, mit der Achtsamkeit der Liebe, Freude, Dankbarkeit, dem Frieden, dann hast du das Fensterchen schon geöffnet – alles Weitere wird ganz ohne dein Zutun passieren. Das Tor zur Liebe, dass du geöffnet hast, wird nie mehr geschlossen werden. Und die Achtsamkeit der Liebe wird dich ins Vertrauen ziehen.

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Weshalb können wir nicht erkennen, dass der Tod nicht existiert?

Ich fühle mich so unbehaglich in meinem Leben. Gibt es denn kein Glück mehr für mich?

Frieden in unserer Gesellschaft unmöglich?

Keine Magie? Keine andere Wirklichkeit?

Magie

Eine schöne neue Welt

Auch wenn wir nicht über Weltuntergangsszenarien reden möchten – eine schöne neue Welt haben wir uns da erschaffen! Doch was – stellen wir diese Frage einmal so in den Raum – sehen wir da in diesem Begriff der „Wirklichkeit“? Gibt es überhaupt etwas anderes, als das, was wir sehen, ertasten, erschmecken, hören, wissen, ahnen, verstehen? Eine andere Wirklichkeit? Nun, jetzt – sind alle die, welche an Magie und eine Geisterwelt denken, sogar die, die sich nach dem Tod die Erlösung und ein Paradies vorstellen, schwer enttäuscht – es gibt sie eben nicht, diese andere Wirklichkeit.

Allgemeiner Protest

Wir hören einen allgemeinen, protestierenden Aufschrei, beobachten Kopfschütteln. Zornesrote Gesichter. Der eine oder andere verlässt den Saal. Keine Geister? Keine Magie? Kein Paradies? Keine andere Wirklichkeit? Wo kämen wir denn dahin? Die Antwort ergibt sich von selbst. Nämlich diese: Wir kämen heraus aus unserem Denksystem. Tatsache ist, es gibt nur eine Wirklichkeit – und die ist wunderschön, voller Glück, Freude und Liebe.

Zwei Bilder

Weiterhin profund ist – es besteht durchaus die Möglichkeit der Wahl – eine Wahl jedoch, die keine ist. Es wäre eine Wahl zwischen zwei Bildern der Welt. Der Welt der Dunkelheit und Vergänglichkeit, der Magie und Geister, an deren Ende der Tod unerbittlich wartet, die sich schon jetzt voll von Leiden und Unbill jeder Art zeigt – oder die reine, unbedarfte Liebe, untrennbar verbunden mit Freude und Glück. An diesem Punkt haben wir die Möglichkeit, uns diese zwei so unterschiedlichen Bilder einmal genauer anzusehen.

Überwältigender Anblick

Da ist das Bild unserer Wirklichkeit. Prunkvoll kommt es daher, in einem prächtigen Rahmen, überbordernd von Diamanten, Smaragden, Rubinen, reich geschnitzt, wahrhaftig eindrucksvoll. Er ist so beeindruckend, dieser Rahmen, dass wir das Bild, um das es eigentlich geht, übersehen. Besser, wir vermeiden es, hinzusehen. Denn dort in diesem Bild, fast nicht zu sehen, unbedeutend und klein wirkend, unter dem üppigen Rahmen, grinst der Tod.

Blut, Schweiß, Tränen

Doch die verlockenden Schmuckstücke dieses Rahmens leuchten nur im Dunklen. Es sind die Tränen, geschliffen gleich Diamanten, das vergossene Blut funkelt wie Rubine, eingewoben sind Träume der Selbstzerstörung, der Selbsterhöhung, Albdrücke des Opfers, der Sünde. Das was sie wirklich sind, wird erst offenbar, wenn sie im Licht betrachtet werden. Und diese Helligkeit entspringt dem anderen Bild.

Eternal
Eternal

Bild der Wahrheit

Nahezu ohne Rahmen ist das Bild der Wahrheit. Helligkeit geht vom ihm aus. Und der Blick des Betrachters richtet sich ohne Angst auf dieses Bild, dass keinen Rahmen nötig hat. Deine Bereitwilligkeit, dich ganz auf das Bild einzulassen, lässt dich verstehen, dass es ein Bild der Ewigkeit ist, gefasst in einen nur spinnenfeinen Rahmen der Zeit, so dass du es erkennen kannst. Konzentrierst du dich auf dieses Bild, wird dir gewahr, es war lediglich der Rahmen, der dich denken ließ, es sei ein Bild.

Egobild an das Licht bringen

Betrachtest du das Bild des Ego, siehst es in einer Beziehung zum Bild der Ewigkeit und des Himmels, kannst du das in der Dunkelheit gehaltene Egobild mit seinem Rahmen ins Licht bringen. Angstfrei erkennst du, dass es lediglich ein Bild ist – ein Bild von dem, was du für die Wirklichkeit gehalten hast. Jenseits davon ist nichts. Sieh dir dagegen das Bild des Lichts genau an, und es verwandelt sich. Der Rahmen, die Zeit, verblasst, – und du verstehst – dies ist kein bildliche Darstellung eines Denkkonzepts, dies ist vielmehr die Wirklichkeit.

Im Tausch die gesamte Schöpfung

So wird dir also, im Austausch für das unbedeutende, verschwommene, finstere, düstere Bild des Ego, des Todes, versteckt hinter seinem verhängnisvollen, prunkvollen Rahmen, welches sich doch ganz ohne Bedeutung und Wert zeigt, im Gegenzug die gesamte Schöpfung, Gott, die Liebe und das Glück angeboten. Doch bedenke: Die Wahl ist immer vollkommen. Es wird dir niemals gelingen, das eine Bild in den Rahmen des anderen zu pressen. Schon viele Menschen sind an diesem unmöglichen Unterfangen gescheitert.

Illusionen lösen sich auf

Was zu tun ist, ist der Schöpfung zu vertrauen. Mit jeder Minute unseres Lebens erkennen wir, ganz unweigerlich, deutlicher, dass wir in den Schmucksteinen des übergroßen und unverhältnismäßig großen Egeorahmens nicht die Wertigkeit des Seins finden. Dass das Bild, das wir verehren, das finstere Antlitz der Vergänglichkeit und Dunkelheit ist. Doch die heiligen Augenblicke im Leben jedes Menschen dehnen sich aus, das Bild der Ewigkeit, der Schöpfung, der Liebe, löst irgendwann die Illusion des Egokonzepts, des Rahmens und des enthaltenen Bildes von irdischem Leid und Qual auf.

Fazit

Nicht der Rahmen eines Bildes ist das, was man an einem Bild betrachten sollte. Sehen wir uns das strahlende freudige, von allmächtiger Liebe erfüllte Bild des Lichts nur lange genug an, wird uns klar – sanft verblasst der Rahmen der Zeit – hier ist kein Bildnis, sondern DER Gedanke. Allumfassend, alles beinhaltend, pur und unsere Quelle.

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Wer sagt, Alles sei in Ordnung – ist strohdumm, verleugnet die Realität!

Dankbarkeit inmitten dieses großen Unglücks?

Warum sind wir als Mensch geboren?

Der Golem und die Angst

Angst Gott

Infragestellung des eigenen Selbstverständnisses?

Mit allzu großer Selbstverständlichkeit wird ab und an vom Leser solcher Schriften (wie es auch dieser Text ist) verlangt, von seiner bisherigen Sichtweise Abstand zu nehmen, ja, sie zu verleugnen. Das Ziele jeder Argumentation ist es immer, das Denksystem des anderen zu ändern. Das gilt ganz generell in dualistischen Kommunikationsgebahren. Ein erster Schritt hin zum großen Verständnis, ist also die Infragestellung des eigenen Selbstverständnisses, des eigenen Denksystems.

Gold und Diamanten

Vokabeln der Denkstruktur?

Die Auflösung bestehender Denkarchitektur muss aus diesen Strukturen selber heraus passieren. Das will meinen, die Schöpfung, die versucht, verstehen zu machen, benützt das bestehende Denksystem, um mit unendlicher Geduld und von außerhalb dieser Begrifflichkeit, eben diese Struktur der Überzeugungen aufzulösen. Dieser Vorgang, das Aufdämmern der wahren Liebe, hat kein Initial, kennt keine Zeit, ist alles durchdringend – passiert in jedem Augenblick. Es ist unsinnig, ihn in den Vokabeln der Denkstruktur, in der wir verhaftet sind, zu suchen.

Macht der Worte?

Es ist unbedingt so, dass Worte eine gewisse Macht besitzen. Sie können Bilder vor unseren Augen heraufbeschwören, können der Grundstein sein, zu weiterer Einsicht, welche das nächste Tor, zum Verständnis hin, öffnet. So liegt in manchen Texten, – wir erinnern uns nur an die Poesie eines Rainer Maria Rilke – eine Kraft, die ganz betörend ist. Die Metaphern des Zen sind ein anderes Beispiel.

Der Golem und die Angst

Und es begab sich vor langer Zeit, dass die Menschen eine Figur Ihres Schöpfungs- und Lebensverständnisses bauten. Sie schufen diese bildhafte Gestalt in einer großen Gemeinschaft der Erde, alle zusammen. Jeder gab ein wenig Frieden, Bewusstheit, Achtsamkeit, Vertrauen, Dankbarkeit, Mitgefühl, Wissen, Kreativität, Intuition, ehrfürchtiges Staunen, Vergebung, Liebe, sein Jetzt.

Was entstand, war eine Figürlichkeit, wie Gold und Diamanten glitzernd, glänzend, von unbeschreiblicher Schönheit. Und jedem der zu ihr aufsah, nur an sie dachte, schenkte sie ein tröstendes, gedankliches Bild ihrer Liebe. So lebten die Menschen lange Zeit im Glanze ihrer eigenen Göttlichkeit – bis die Angst in ihr Denken einzog. Sie sahen das Abbild ihrer göttlichen Tugenden in Gefahr, fürchteten um seinen Bestand.

Aus diesem Denksystem heraus nun, erschienen die Horden des Feindes. In ihrer Furcht, die übermächtigen Gegner würden die Herrlichkeit der Statue erkennen, sie zur Beute machen, verhüllten sie die Figürlichkeit sorgfältig mit Lehm, erschufen einen plumpen Golem, einen ungestalten Götzen. Der Feind, die Angst, drang ein – und tatsächlich erkannte sie die wahre Pracht der Statue nicht, ließ sie unberührt.

Der Feind blieb und wurde zur Normalität. Zur Realität. Bald vergaß man, dass die Figur, die weiterhin der Anbetung diente, einst ganz anders ausgesehen hatte. Mit den Jahrhunderten gestaltete sich der Lehm zu Stein, Vögel nisteten in kleinen Bäumen, die auf seiner Oberfläche wuchsen. Dann aber geschah es. Als ein besonders andächtiger Mönch gerade, in Meditation vor der Staue versunken, dasaß, erschütterte ein gewaltiges Beben die Erde.

Der zu Stein gewordene Lehm löste sich vom kleinen Finger des Lehmkolosses. Der Bruder erkannte das, was unter der Felsschicht verborgen lag. Fein ziseliert, leuchtend strahlend, unvergleichlich in seinem Glanz. Als er sich wieder gefasst hatte, rief er aufgeregt seine Mitbrüder, um ihnen diese außerordentliche Entdeckung zu zeigen. Doch – soviel er auch deutete, erklärte, hinwies – sie vermochten nicht zu erkennen, was ihm offenbar war.

So trat er an die Figur heran, versuchte mit viel Kraft die Steinschicht zu entfernen. Bald aber wurde ihm klar, dass er nur das winzige Stückchen, dass von ihm selber in dieser Figürlichkeit steckte, von der dicken Schicht, die es umgab, befreien konnte. Nur er es erkennen konnte. Die Figur in ihrer Ganzheit wieder zum Erstrahlen zu bringen, das war lediglich in Gemeinschaft Aller möglich. Und so machte sich der Bruder, unsterblich geworden, durch den kleinen Blick in das Strahlen der Schöpfung, auf den Weg, allen die Wahrheit hinter dem Lehmgolem zu erklären. Und er heißt Jesus, Buddha, Mohammed und hat viele Namen Erleuchteter angenommen.

Th. Om

Weshalb können wir nicht erkennen, dass der Tod nicht existiert?

Tod und Angst und Liebe

Unsere größte Angst ist vollkommen umsonst?

Die grundlegende Angst, die uns das ganze Leben lang begleitet, ist die vor dem Tod. Wir versuchen, nicht hinzusehen, wir verleugnen ihn – probieren, ihn von unserem Alltag fernzuhalten. Doch immer taucht er auf, unversehens, als Basis, als „The cycle of life“. Fast scheint es, (tatsächlich verhält es sich so) wir würden den Tod leben.

Liebe und Tod

Ein steiniger Weg?

Unsere Sicht auf die Welt verbindet letztlich alles mit diesem Begriff der Vergänglichkeit. Was ist auf den ersten Blick untrennbar mit dem Sterben verbunden? Krankheit, Leid. Trauer. Wut? Angst. Verzweiflung? Unverständnis? Erlösung? Die Paarung „Leben und Tod“ (in einem grausamen Ungleichgewicht – schließlich ist der Tod, der Himmel, die Hölle, ja auf ewig angelegt) ist der steinige Weg, auf dem wir unterwegs sind.

Zweifel über das Ende?

Wenn wir nun versuchen, auf dieser Basis, auf diesem Pfad, das Leben zu genießen, steht da doch immer Ungewissheit, Zweifel. Mehr noch. Wir sind uns bewusst, dass dieser Gott, den wir da annehmen, unser Leben an einem seidenen Faden hält, den er jederzeit zerreißen kann. Als ob das nicht genug wäre, kämpfen wir mit Krankheit, Machtstreben, Gier, Leid, den unendlich vielen Schwierigkeiten unseres Daseins.

Zu Staub zerfallen?

Wofür? Am Ende steht der Tod. Unausweichlich. Und auch, wenn dann vielleicht ein paar Würmer ihre Nahrung finden, sie werden genauso vergehen. Das ist unser Welt-, unser Lebensbild. Und wage da einer, dies anzuzweifeln! Wovon geht dieses Lebensbild aus? Es postuliert, dass das, was uns ausmacht, der fleischliche Körper ist. So ist es also Gottes Wille, dass dieser Körper leidet, sich in Qualen über seinen Werdegang ergeht, voller Unverständnis durch eine brutale, chaotische Welt wandert, um dann letztlich zu Staub zu zerfallen.

Bestimmende Angst?

Der Tod – er ist das Symbol der Angst vor Gott. Denn wer diesen Glauben lebt, findet sich in einer Welt der Vergänglichkeit, ganz ohne Hoffnung. Einzig eben der Tod bleibt – doch auch dies ist eine äußerst ungewisse Erlösung. Da sind diese Begrifflichkeiten von Schuld und Sünde, (Todsünde), Hölle, Fegefeuer, Gottes Gericht, die es zu bedenken gilt. Könnte man behaupten, dass dieses Spiel irgendetwas mit einem liebevollen Schöpfer zu tun hat? Ein Schöpfer, der seine Schöpfung dem Tod anheim stellt?

Tod und Liebe gehen nicht zusammen?

Was offensichtlich wird, ist, dass wenn ein Gott uns als Körper erschaffen hat, er ein ausgesprochen unversöhnlicher, keineswegs liebevoller Gott ist. Denn wo Tod ist, da gibt es keine Liebe. Liebe ist unbegrenzt, ewig und absolut – per Definition. Der Tod „verkörpert“ die Begrenzung. Zwei unvereinbare Gegensätze. Und alle verzweifelten Versuche, in der Dualität des Todesgedanken, der Idee der Schuld, Sünde und Angst, die Liebe zu finden, müssen kläglich scheitern.

Die Wahrheit der Liebe?

Gott ist. Er ist entweder Angst oder Liebe. Es gibt nur diese zwei Entscheidungen. Die eine schließt die andere aus. Das liegt sehr einfach in der Wahrheit der Liebe. Sie ist unbegrenzt, keine Art von Angst hat hier Platz, kann je existiert haben. So ist das, was uns erschaffen hat, ein Gedanke, frei von Furcht, von tiefster Ehrlichkeit und Liebe durchdrungen, das hell aufstrahlende Licht, das nichts mit Verwesung, Vergänglichkeit und Leid zu tun hat, diese Begrifflichkeiten gar nicht wahrnimmt, weil sie, als Illusionen der Angst, nie gewesen sind.

Das Ass im Ärmel des Egos

Die Idee des Todes ist die Trumpfkarte des Egos. Nur unter seinen Prämissen, den Vorbedingungen der Angst, lässt er uns diesen Gedanken betrachten. Und solange wir uns als begrenzte Körper in einer durch die Idee des Todes eingemauerten Welt betrachten, wird das Ego auch grimmiges Recht behalten. Es gilt also, sich von dieser Idee – dem Götzen des Todes und der Vergänglichkeit – abzuwenden. Sich zu drehen, hin zu dem Licht, aus dem wir erschaffen sind. Dem glänzenden Strahlen eines liebevollen Gottes.

Tod kann kein Leben gebären?

Einher mit diesem Durchschauen des Egotricks namens „Tod“, geht dem erkennenden Blick auf dieses vom Tod erschaffene Leben, dessen Eigenart als Illusion auf. Wie kann Tod Leben gebären? Ist es nicht vielmehr die Liebe, also die Schöpfung, die Leben ist? Wie könnte sie auch nur das Geringste mit dem Tod zu tun haben? Wir sind aus der Liebe geboren, nicht aus dem Tod. Das ist unsere Bestimmung.

Freiheit von Furcht

Das bedeutet die Erkenntnis, dass wir weit mehr sind, als dieser vergängliche Körper. Dass sämtliche Argumente, die für den Tod sprechen würden, in der Liebe, die Gott, die Schöpfung ist, vergehen, aufgelöst sind. Mit dieser erleuchtenden Erkenntnis zu leben, heißt Freiheit von Angst und Leiden. Heißt vollkommenes Vertrauen in die Liebe, in einer Erleichterung, die nichts anderes als himmlisch ist.

Durst nach Frieden?

Die Liebe ist ist das Wasser, das unseren Durst stillt, diesen unsagbaren Durst nach Frieden, nach Sinn, unseren Herzenswunsch, den jeder tief in sich spürt. Diese große Leere, diese Verwirrung, dieses Nichtwissen, die neblige Beklommenheit ob der Sinnfindung im Lebensbild, das, was das Ego mit Vehemenz im Dunklen hält, sie wandelt sich. Es ist, als ob wir in einem Boot auf dem langen Fluss des Lebens trieben, nicht über den Rand blicken könnten. Und wird uns die Gelegenheit gegeben, aus diesem Bootsleib, der uns gefangen hält, in Hunger und Durst und ohne Liebe, ständig vom Tod bedroht, zu springen, so sagt uns jede Erfahrung, dass das Wasser salzig ist, unseren Untergang bedeutet.

Der Fluss zur Quelle

Die Wahrheit ist, sobald wir diesen Bootsleib des Dualismus verlassen, in dem der Tod und in seinem Gefolge, Angst, Hass, Zwietracht, Leid und Krankheit ihr Zuhause haben, erkennen wir – voller Freude – das Wasser in diesem symbolhaften Bild ist pure Liebe, die uns schon immer getragen hat. Wir sind ihre Geschöpfe und so ist für uns das Gefühl, in ihrer Umarmung zu sein, das wundervollste und natürlichste auf der Welt. So tauchen wir ein, in die Schöpfung, die uns zum Anfang des Flusses trägt, zur Quelle. Zur Allheit.

Fazit

Wenn uns aufgeht, das die Wände des Bootes, das komplette Gefährt, lediglich aus den faulen Illusionen, den Schuldzuweisungen und Beurteilungen des Egos zusammengebastelt sind, immer mit dem Ziel, uns in der Fragmentierung zu halten, die das urteilende Denken ausmacht, lösen sich diese auf, wie es faulige Planken eben tun. Wir erheben uns aus der Welt des sinnlosen Urteilens, schreiten in das Vertrauen, das, mit dem ersten Gedanken in die richtige Richtung, immer mehr aller Zweifel hinweg nimmt.

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Wir definieren uns aus „Unsinn“?

„Stop!“ Wird da Ihr Ego laut rufen, werden Sie gedanklich die Zügel anziehen. Die Vergangenheit, die Geschichte, unsere große Geschichte, meine Geschichte, mein Leben – das ist es doch, was mich ausmacht! Das bin doch ich! Ich würde doch ohne meine Vergangenheit überhaupt nicht existieren! All die Erfahrungen, die Dinge, die ich gelernt habe. Wie könnte das denn Unsinn sein? Das zu behaupten, ist Unsinn!

Gedankenchaos

Niemand nimmt Ihnen die Vergangenheit

Atmen Sie mal tief durch. Keine Angst, niemand möchte Ihnen etwas Ihnen so teures wegnehmen. Wir schauen uns das Ding nur einmal etwas genauer an. Es sind also die Bilder und Erfahrungen aus der Vergangenheit, in ihrer Gesamtheit, ihrem Zusammenwirken, die Ihr Selbst ausmachen. Eine stabile Basis? Sollte man meinen – und bucht das unter Lebenserfahrung ab. Doch tun wir mal einen Schritt mehr. Sehen wir uns an, wie ein einzelnes Bild aus diesem Erfahrungsschatz entsteht.

„Prägende“ Erfahrungen?

Sie haben also in der Vergangenheit irgendeine Erfahrung gemacht, die Sie „geprägt“ hat. Warum hat Sie diese Erfahrung geprägt? Weil Sie Schlussfolgerungen gezogen haben. Sie haben bereits vorhandene Prämissen, Erfahrungen, Bilder, verwendet, um die Situation einzuordnen, ihr einen Sinn zu geben. Die Konstruktion sieht so aus, dass Sie Bilder und Eindrücke, Erfahrungen benutzen, um andere Bilder und Erfahrungen zu interpretieren.

Sandspielkasten
Sandspielkasten

Ein stabiles Lebensbild?

Das wäre wunderschön, gäbe ein wirklich stabiles Lebensbild ab, an dem nichts zu rütteln wäre … wenn nicht … diese Subjektivität wäre. Denn die Bilder, die nun dazu dienen sollen, einen festen, ausgesprochen stabilen Untergrund für Ihr Leben darzustellen, sind in Wahrheit seidenfeine, zarte Gespinste, die sich beim geringsten Lufthauch auflösen, oder zumindest davon getragen werden. Denn wie Sie eine Situation, ein Bild erkennen, interpretieren, das hängt von unendlich vielen, letztlich nicht einzuordnenden, nicht aufzulistenden Faktoren ab.

No black no white
No black no white

Gedankenburgen?

Die Einordnung einer Situation, das Gefühl, eine Erfahrung gemacht zu haben, ist so subjektiv, wie es nur möglich ist. Ein einziger Gedanke, ein einziges diametrales Bild, ein Argument, das Sie übersehen haben, nicht sehen wollten, kann das komplette Gedankenschloss zum Einsturz bringen. Und seien Sie ehrlich. Wie oft sind Ihre Gedankenburgen schon zu Sand zerflossen? Die Situationen, die Begebenheiten, in denen bestimmte Gedanken zutreffend sind, sind in ständiger Veränderung begriffen. Da gibt es keine Konstante. Es ist pures Chaos.

Flüchtiges Netz

Pures Chaos deswegen, weil es ja nun nicht so ist, dass Sie auf Ihrer Insel der Subjektivität alleine im Universum wären. Dieser Welt aus manipulierten, flüchtigen Bildern und Schlossfolgerungen, die schon im nächsten Augenblick wieder über den Haufen geschmissen werden müssen, weil die „Umstände“ sich geändert haben. Unzählige andere Inseln pfuschen Ihnen ins Handwerk, manipulieren, geben falsche Informationen, zeigen in andere Richtungen.

Jetzt
Jetzt

Unklarer Verlauf von Ursache und Wirkung

In dieser, Ihrer Gedankenwelt, kann es keine Konstante geben, kann Vertrauen nicht existieren. Denn für Sie erscheint die Welt in einem unverständlichen Wirbel von nicht oder nur unzureichend zu bestimmendem Wechsel von Ursache und Wirkung abzulaufen. Und weder Ursache noch letztliche Wirkung können Sie auch nur annähernd bestimmen. Das macht tierische Angst. Die wiederum in Ihr Urteil einfließt. Sehen Sie? Die Katze beißt sich in den Schwanz.

Don Quichotte lässt grüßen

Wie Don Quichotte kämpfen Sie gegen imaginäre Windmühlen. Und die Schindmähre, die Sie durch Ihr Leben trägt, Ihr Körper, wird auch nicht jünger. So besitzen Sie also diese veränderlichen Gespinste aus Bildern der Vergangenheit, ein jedes aufgebaut aus anderen, genauso fragilen, sich genauso ständig ändernden Bildern, Sequenzen, aus denen Sie gedanklich Ihr Leben, Ihr ICH, Ihr SELBST konstruieren.

Eine neue Erde
Eine neue Erde

Eine subjektive Zukunft

Es kommt noch schlimmer! Denn aus Ihrer Summe der Gedanken, dieser nur allzu offensichtlich verrückten Struktur (die überhaupt keine Summe haben kann) – erschaffen Sie auch noch die Zukunft. Aus einem Universum an Gedanken, dass Sie in sich haben, picken Sie die Bilder heraus, die Ihrem Ego gerade opportun erscheinen, die Zukunft zu beschreiben – so Ihr Verhalten zu bestimmen. Abhängig nicht nur von Emotionen. Abhängig, von der sozialen Struktur, in der Sie sich befinden, Ihrem Bildungsniveau, der Örtlichkeit, der politischen Struktur, Ihrer Erziehung, der Manipulation durch Werbung, Ihr Konsumverhalten, Ihre Abstammung, Ihre Hautfarbe .. die Liste kann ins Unendliche fortgesetzt werden.

Flüchtig und bis in den Grund manipuliert?

Das Einzige was hier nun deutlich wird, ist dass das, was Sie aus diesen manipulierten, sich selbst manipulierenden Bildern erschaffen, nämlich Ihre Zukunft, (und es ist ja lediglich Ihr begrenztes Universum an subjektiven Bildern – jeder andere Mensch hat selber eines), dass Ihre Zukunft also aus demselben flüchtigen, manipulierten, unzureichenden, sich in rasend schneller Veränderung befindlichen Gedankenkonstruktionen heraus besteht, aus denen auch Ihr Bild der Vergangenheit gebastelt ist.

Egotrick?

Dies Alles ist ein gigantischer Trick des Ego, des Ichs, dass Sie leben. Denn Ihr Ego übergeht in seiner destruktiven Art ganz einfach, indem es die Bilder aus der Vergangenheit in die Zukunft projiziert, das Wichtigste. Das Jetzt. Im diesem Jetzt nämlich, hat es kein Zuhause. Hier existieren weder Bilder aus der Vergangenheit, noch werden Kopien für die Zukunft gefertigt. Hier wird die offenbare Lächerlichkeit der Bilderaussagen ganz klar deutlich.

Ein Wunder?

Sie kennen dieses Jetzt auch. Es offenbart sich gerne, wird von den Menschen dann als Wunder empfunden. Denn normalerweise sind sie nicht in der Lage es zu sehen, zu erkennen. Blind, auf einem Laufband, mit den oben beschriebenen Bildern nicht nur vor Augen, sondern sogar als Ziel. Doch manchmal scheint die Wahrheit mit einem Lichtstahl durch die Augenbinden. Ein Sonnenaufgang, irgendein besonderer Moment, der unser Herz sehr tief berührt. Die Geburt, der Tod eines Lebewesens, Eiskristalle im Sonnenlicht. Im Tantra sogar ein Orgasmus. Da ist das Jetzt.

Ein Kurs in Wundern
Ein Kurs in Wundern

Das Rad des Lebens

In diesem Jetzt gibt es keine Angst, denn dort hat die Liebe ihr Zuhause. Hier gibt es keine Urteile, die durch irgendwelche Interpretationen von subjektiv betrachteten Bildern ergehen. Hier kann es keine Sünde geben, keine Schuld, kein Leiden, keine Abhängigkeiten, keinen Zwist. Dieses Jetzt zu erkennen und zu leben, ist das Ziel. Aus ihm stammt die Kraft der Urteilslosigkeit, der Kontemplation, die distanzierte, implementierende Sicht der buddhistischen Mönche (nur als Beispiel) auf das Rad des Lebens.

Fazit

Was Ihre Wahrnehmung Ihnen mitteilt, durch Hören, Sehen, Fühlen, Denken, worauf über Ihren Geist auch Ihr Körper reagiert, der Stoff also, aus dem Sie (bis zum Wahnsinn in Fragmentation begriffen) Ihr Ich bauen, ist so subjektiv, wie nur denkbar, so relativ wie nur irgend möglich. Es besteht nur aus manipulierter Vergangenheit und Zukunft heraus. Den Urgrund, die Quelle, finden Sie im Jetzt, das unbelastet und rein nur auf Ihre Entscheidung wartet, die verrückte, manipulierte Gedankenbilderwelt, die Ihr Ego bestrebt ist, zu erhalten – nur zu erkennen.

Haben Sie erkannt, – jeder wird erkennen, Zeit existiert nicht – wird die Liebe alles andere erledigen, ganz ohne Ihr Zutun. Sie müssen lediglich dem Vater die Hand geben, vertrauen.

Das Jetzt leben.

Sense of life
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Ich fühle mich schlecht und unzufrieden – warum hilft dieser “Gott” nicht?

Nur zwei Möglichkeiten der Entscheidung in unserem Leben?

Was ist das mystische Buch “Ein Kurs in Wundern”?

Ein Kurs in Wundern

Alles, was das Werk “Ein Kurs in Wundern” beschreiben könnte, muss in gewisser Hinsicht kryptisch bleiben. “Warum?”, wird sich so mancher fragen.
Ein Buch, eine Anleitung hin zur Erleuchtung, ein literarisches Werk, das einen Weg hin zur Quelle aufzeigen soll, müsste doch für wirklich jedermann verständlich geschrieben sein?

Das ist soweit richtig. Doch fragen Sie sich einfach einmal, welches Denksystem, wer diese Frage stellt?

Kurs in Wundern

Ich stelle die Frage?

Wunderschön! Wer sind Sie? Wie beschreiben Sie sich? Wie beschreiben Sie das oder den, der diese Frage stellt? Was ist es? Ihr gesunder Menschenverstand? Ihre zwingende Logik? Nein – und um positive Stimmung aufrecht zu erhalten – „Ein Kurs in Wundern“ ist vollkommen verständlich geschrieben, (wenn auch in etwas altmodisch anmutender Alliteration) – es ist lediglich eine sehr ungewohnte, radikale, Herangehensweise an dieses grundlegende Thema der Erlösung, der Sinnfindung – das macht ohne Zweifel große Angst.

Worum geht es im „Ein Kurs in Wundern“?

Der Kurs in Wundern versucht, mithilfe von Wörtern und Sätzen, Wort- und Satzkonstruktionen, mithilfe der Literatur, ein Denksystem sichtbar zu machen, das nichts mit all dem zu tun hat, das Sie je gelernt haben. Ganz einfach dadurch, dass Sie lernen, was dieses Gelernte für Sie bedeutet, was es wert ist. Es existiert da etwas, neben in, durch, mit, über Ihrem Denksystem. Ein Licht, welches Sie verborgen halten, nicht sehen, nicht erkennen können. Dass Sie jedoch nie verlassen hat. Abseits ihres Denkens.

Jetzt
Jetzt

Wie sieht das Buch “Ein Kurs in Wundern” konkret aus?

Der Textteil zu Beginn des Buches “Ein Kurs in Wundern”ist ein wertvoller Einstieg in die Materie. Er kann im weiteren Verlauf der Benutzung des Kurses abgearbeitet werden, bringt immer wieder neue Impulse, öffnet neue Türen des Verständnisses. Der anschließende Übungsteil, mit Aufgabenstellungen und Denkschriften, ist für den Zeitraum eines komplettes Jahres ausgearbeitet. Zum Ende des Buches “Ein Kurs in Wundern” finden sich ergänzende Erklärungen für Lehrer/Schüler, nochmals in Antworten auf gängige Fragen gepackt.

Warum sagen so viele, sie verstünden das Buch “Ein Kurs in Wundern” nicht?

Das Buch, die Anleitung “Ein Kurs in Wundern” ist eine Abkürzung. Von Beginn an wirklich radikal. Der Leser wird gefordert. Noch dazu ist der Text ein wenig verschachtelt. Die Satzkonstruktion ist meisten reflexiv, was am Anfang ein wenig der Gewöhnung bedarf. Das Werk benutzt tatsächlich die Worte und Sätze, auch so wie sie abgebildet sind, als Instrument, Werkzeug. Das Buch – fordert eine Entscheidung von Ihnen.

Eine neue Erde
Eine neue Erde

Vielleicht zuerst Eckhart Tolle?

Da mit diesem Buch tatsächlich das Ende der Suche erreicht ist, kann es sein, dass, um es zu verstehen, ein wenig Vorbereitung notwendig ist – oder aber absolut nicht. Wer sich ein ganz klein bisschen in die Materie einarbeiten möchte, dem seien die Werke “Jetzt” und “Eine neue Erde” vom sehr verehrten Eckhart Tolle empfohlen. Er ist von “Ein Kurs im Wundern” zutiefst inspiriert, das wird in seinen Texten klar.

Fazit

Die Wahrheit, die sich beim Studium von “Ein Kurs in Wundern” auftun kann, gestaltet jedwede Religion, alle Worte zur Sinnsuche, alle Wege, die beschrieben sind, jedwede Askese, jedes Opfer, jede Lehre dieser Welt – als überflüssig. Mit dem praktischen Übungsteil im Buch ist es JEDEM möglich, diesen heiligen Pfad zu beschreiten. “Ein Kurs in Wundern” steht über jeder Konfession, jeder Lehre. Es macht sie unnötig.

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Denken

Was ist die Begrenzung von Körper und Liebe?

Körper

Wie betrachte ich meinen Körper?

Den Menschen ist ihr Körper in aller Regel mehr als heilig. Er ist das Instrument, das uns nach Außen darstellt, er bereitet Schmerzen oder Lust – er stellt das dar, was wir zu sein glauben. Er, der Körper, ist wir. Unser Leben ist nach seinen Wünschen ausgerichtet. Er ist unser Daheim. Er bestimmt über uns mit Krankheit, Gesundheit, letztlich dem Tod. Und wir haben diesen kleinen Fleck gut gesichert. Einen großen Zaun haben wir errichtet, der unser Körper ist, verteidigen unser Territorium bis auf das Messer.

Körper
Körper

Was verteidigen wir denn da?

Wir sind entschieden, mit diesem Körper gegen das Universum anzugehen. Das leichte Kräuseln des Ozeans beschließt, es sei das Meer. Der winzige Lichtstrahl bildet sich ein, er sei die Sonne. Allein fühlt er sich, fürchtet die Sonne, das Meer, die ihn verschlingen möchten. Was für eine Angst erzeugende Überzeugung! Was ist der Körper aber? Er ist nichts, wenn ihn nicht unser Geist bewegt.

Wir begrenzen uns?

Das Meer, die Sonne sind unbeeindruckt von der Überheblichkeit der kleinen Bewegung auf dem Wasser, dem winzigen Sonnenstrahl. Der Ozean wogt weiter, die Sonne leuchtet – ein marginales Fragment ist nur Teil ihres Ganzen – es wäre nicht ohne sie und sie wären nicht ohne es. So begrenzen wir unseren Geist mit dem Körper, beschränken unser Gewahrsein auf die armseligen Sinne, die uns der Körper zur Verfügung zu stellen scheint.

Ein Kurs in Wundern

Die Liebe an sich wird durch den Körper begrenzt. Mit dem, was der Körper an Informationen zur Verfügung stellt, ist verhindert, dass Sie das große, herrliche Ganze erblicken, welches, um diese kleine triste, wüstengleiche Insel Ihres Leibes herum, das Leben ausmacht. Der Körper ist immer auf die Form begrenzt, alles was er erkennen kann, ist Ding, sind Äußerlichkeiten. Auch Gott können Sie sich nicht ohne Körper vorstellen.

Warum findet die Idee nicht zu mir?

Doch wie könnte die Erleuchtung, Gott, der heilige Geist – wie könnte eine solche erhabene Idee – seine Wohnstatt in einem verweslichen Körper suchen? Wie könnte die Liebe, die göttliche Idee, aufgehen, in die durch das Körperliche begrenzte Liebe? Solange wir, für uns, diese Grenze, diesen Zaun nicht auflösen, solange wir nicht unser Eiland, unseren Körper, als das erkennen, was er ist, nämlich ein Körper, der außer Leib nichts ist, keine eigenen Entscheidungen trifft – und keine Idee darstellt – kann die Idee, auch nicht zu uns finden.

Einen Garten erschaffen?

Es gilt, dem Gottesgedanken einen würdigen Ort des Aufenthaltes zu bereiten. In Begrenzung kann er seine Wohnung nicht finden. Und der Körper ist nichts anderes, als jene Begrenzung. Er ist die Mauer um ein staubkorngroßes Fragment deines Geistes, ein winziges Teilchen nur, ein Kräuseln des Wassers, ein Sonnenstrahl – der das Ganze verneint, glaubt, alleine zu sein. Einsam in einem abgegrenzten Körper, neben anderen abgegrenzten Leibern. Dies ist das Reich, der Gedanke des Ego.

Sense of life
Sense of life

Existiert der Lichtstrahl ohne die Sonne?

Die Wahrheit jedoch ist, Sie sind nicht das Teilchen, das Fragment des Ganzen, jener winzige Teil Ihres Geistes, der sich einbildet, als Körper, Sonnenstrahl, sein eigenes Universum zu sein, getrennt von anderen, die er nicht erreichen kann. Denn so, wie der Lichtstrahl Teil der Sonne ist, ohne den auch die Sonne nicht wäre, so ist auch Ihr Geist Teil des Ganzen, ohne Grenzen. Unbegrenzt – eben nicht das winzige Fleckchen, mit Stacheldraht und Tretminen eingezäunter Wüste, das Sie erschaffen haben.

Wie die Wüste fruchtbar gestalten?

12 Worte hin zum Frieden

Sie sind der Herrscher über diese trockene Einöde. Möchten Sie der Sonnenstrahl sein, der doch ohne die Sonne nicht existiert, die Bewegung des Wassers, abhängig vom Ozean? Ihr Geist, Ihr Denken, ist unzählige Male größer. Denn es ist wahrhaftig die Liebe, die Sie außerhalb Ihres kleinen Reiches umgibt – und sie findet ihre Bedeutung in der Auflösung aller Grenzen. Sie kennt keine Unterschiede, geht ganz auf, in der Fürsorge, die sie ist.

Nur der Wunsch genügt?

So ist es an Ihnen, sie einzulassen, die Barrieren niederzureißen, den kargen Boden zu einem blühenden Garten zu verwandeln, in dem Sie andere Seelen auf Ihrem Weg zu einer Rast einladen können, wo auch die Liebe sich ins Unendliche ausdehnen wird. Die Liebe reicht zu allem hin, was gleich ihr geschaffen wurde. Wie einfach ist es, nur ein kleines Wollen ist notwendig, sie einzulassen!

Jetzt

Wer wahrhaftig erkennt, dass sein kleines, ödes, immer nur auf den Körper bezogenes Reich des Ego, von alles durchdringender, ewiger und immer nur im Sinne der Fürsorge umfassender Liebe umgeben ist, wer darum bittet, sie zu erkennen – dem ist dieser Wunsch bereits gewährt. Und Stück um Stück verwandelt sich das karge Eiland in einen prachtvollen, von wundervollen Farben flirrenden, immergrünen Garten, in dem man gerne ein Weilchen ruht.

Fazit

Kein Teil der Liebe ruft die Liebe vergebens an. Zu erkennen, dass die Gedanken des Ego, die den Körper zum Herrscher und Götzen erheben, nur der Grund sind, warum die wahre Liebe uns verborgen bleibt, braucht nur ein kleines Wollen, der Liebe zugerufen. Alle Türen, hin zu dem atemberaubenden, sich bald ins Ewige ausdehnenden Garten, werden geöffnet, sind schon geöffnet. Eine nach der anderen für Sie sichtbar. Doch noch können Sie die allumfassende Liebe nicht wirklich, gänzlich wahrnehmen. Zuviel an Staubdunst aus Ihrer Wüste verdunkelt Ihren Blick.

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Vertrauen

Den Weg zur Erleuchtung finden – den Sinn des Lebens verstehen. Manch einer hegt diesen Wunsch, andere meinen, den Pfad bereits gefunden zu haben, wieder andere verharren in Angst, weil sie glauben, nichts zu verstehen. Was sind die Pfade? Blicken wir uns um. Da gibt es die großen Religionsbewegungen – den Islam, das Christentum, die Glaubensrichtungen des Hinduismus, des Buddhismus.

Vertrauen

Sind die Glaubensbekenntnisse der Kirchen der richtige Weg?

Ungezählte intelligente Geister, eine unübersehbare Zahl an Religionen haben sich an diesem Pfad versucht. Tatsächlich finden sich in unserem Leben, gegrundet in den Schriften der diversen Religionen, Wegweiser en masse. Die Stifter der großen Religionen, Buddha, Jesus, Mohammed, haben sicherlich die Wahrheit erkannt und versucht, sie weiterzugeben. Doch ist ihr Bemühen für viele Menschen nicht nachvollziehbar.

Das ist darum so, weil der Dualismus des Systems die Bedeutung des weiter gegebenen Wissens alsbald in seinem Sinne verfälscht hatte. Wobei mit Blick auf die Struktur offenbar wird, dass die östlichen Religionen in ihrem Verständnis zumindest Möglichkeiten offen lassen, während das archaische Christentum über Jahrhunderte vollkommen blind und verblendet war. Auch in den Schriften über Jesus sind deutliche Spuren der einstigen Weisheit zu finden. Doch sie sind pervertiert und in Form (!) gebogen.“

12 Worte hin zum Frieden
12 Worte hin zum Frieden

Ist also Zweifel an den Weltreligionen angebracht?

Das ist eine grundlegende Frage – die Antwort lautet schlicht Nein. Das, was in Ihrem persönlichen Denken vorhanden ist – ihre individuelle, ureigene Glaubensansicht – ist Realität. Und Sie befinden sich auf dem absolut richtigen, dem einzig möglichen Weg. „Wie kann das sein?“ werden Sie sich vielleicht fragen. Von sich denken: „Ich bin ein Sünder. Ich bin schuldig. Ich habe gegen nahezu jedes Gebot verstoßen. Wie kann mein Weg denn richtig sein? Ich möchte mich ändern!“

Tausend Vater unser, fünf Stunden im Lotussitz – und keinen Fetzen Erleuchtung?

Reden wir über Arroganz. Über Kuhhandel. Opfer, die bedeuten, dass ich etwas weggebe, das mir lieb ist – was mit Schmerz verbunden ist. Arrogant ist es, zu meinen, man hätte die Fähigkeit, sich auf den Empfang des „Göttlichen“ vorzubereiten. „Ich versenke mich jetzt etliche Stunden im Lotussitz, auch wenn das tierisch wehtut, die Lehre will es so. Außerdem müssen da unbedingt mindestens drei Räucherstäbchen brennen, die ich aber keinesfalls durch Pusten vom Brennen zum Glühen bringen darf.“ Das ist der Kuhhandel.

Wir sind tatsächlich der Meinung, mit dieser Fülle an Illusionen, die uns zur Verfügung stehen, eine „Erleuchtung“ herbei „zwingen“ zu können. Natürlich haben Sie vollkommen Recht! Doch anders, als Sie denken mögen. Denn – Sie sind längst erleuchtet. Es ist nicht nötig, zu opfern. Warum? Gott, die Schöpfung, ist absolute Liebe. Sie verlangt nichts von ihren Kindern, dass diesen Schmerzen zufügen würde. Es ist ferner überheblich, zu meinen, dass es uns, in unserer Blindheit, unserem Unwissenheit, möglich wäre, Vorbereitungen für Gottes Plan, den Plan der Schöpfung, zu treffen.

Jetzt
Jetzt

Erleuchtung – die Blindheit ablegen?

Wir haben also erkannt, dass all die teilweise wirklich schmerzhaften Rituale, die Gedankensituationen des „Opferns“, die der Großteil aller Religionsgemeinschaften sehr zwingend fordert, als Präambel, Gerüst und Waffe verwendet, nichts wert sind, wenn es um die Idee der Schöpfung geht. Es gibt nun, – um die Kontroverse abzukürzen, werden wir diesen Pfad der Erklärung beschreiten – diesen einen Moment, in welchen dem Individuum Entscheidendes klar wird. Wir wollen ihn „Heiligen Augenblick“ nennen.

Was ist der „heilige Augenblick“?

Es ist der Zeitpunkt, zu dem erkannt wird, dass die Welt der Egotäuschung, dieses Universum aus subjektiven Schlussfolgerungen, nichts mit der Wahrheit zu tun hat, die zu finden wir auf die Suche gegangen sind. Es gibt nun eine ganz hervorragende, erlösende Nachricht: Nur ein winziges Bisschen an Bereitwilligkeit ist notwendig – kein Opfer, kein quälendes Ritual – und die Schöpfung wird Sie liebend in die Arme nehmen. Wird jeden Ihrer weiteren Schritte – wie es schon immer gewesen ist – fürsorglich, voller Güte, lenken und überwachen.

Sandspielkasten
Sandspielkasten

Kann ich diesen „heiligen Augenblick“ festhalten, ausdehnen?

Das Wunderschöne ist: Wenn Sie wollen, bleibt er bei Ihnen – er tut das ohnehin – doch wenn Sie das nur ein wenig möchten, sind Sie sich dessen bewusst, können Gnade aus ihm schöpfen. Sie haben einen Brunnen des Vertrauens, mit dem kristallklaren Wasser der Liebe. Sind aus einem Alptraum erwacht, um nun einen wunderschönen Traum zu erleben. Und es nichts notwendig, außer dieser kleinen Bereitwilligkeit, die Wirklichkeit zu erkennen.

Ein Kurs in Wundern
Ein Kurs in Wundern

Die Schöpfung liebt – und wenn Sie sich Ihr nur zuwenden, wird sie alles daran setzen, ihren Geist zu sich zu führen. In Liebe. Wir kommen zu dem Vertrauen, dass alles, was uns, der Welt passiert, auch wenn es noch so unverständlich ist, aus diesem Geist der Liebe der Schöpfung für ihre Kinder passiert. Dass also wirklich alles und jedes noch so unverständliche, ja schreckliche, traurige Geschehen einen Grund hat, der in der Quelle der Liebe zu suchen ist.

Es ist dies ein Vertrauen, gleichermaßen ein Loslassen der chaotischen Gedankenwelt, die unsere Ängste entstehen lässt. Es ist – als ob man sich an die Hand eines weisen, gütigen, allmächtigen Vaters begibt. Er hält dich warm und fest, vertraust du nur. Er zeigt und erzeugt den Pfad, die Straße, die Mittel. Wir dürfen uns geliebt und ohne Angst fühlen. Nichts, was je passierte, war schlecht. Ein Fehler nur, ein Irrtum, der schon lange behoben wurde – keine Sünde, keine quälende Schuld – das sind nur Egogedanken.

Don't be afraid!
Don’t be afraid!

Fazit

Verstehen Sie das Ausmaß dessen, was da gerade offenbar wurde? Nichts, was Sie jemals getan haben, was Ihnen je passiert ist – war auch nur im Ansatz verkehrt. Alles, wirklich alles, passierte und passiert aus der Liebe der Schöpfung zu Ihnen. Darum sind Sie in diesem Text gelandet, darum haben Sie damals jene wegweisende Entscheidung getroffen … es ist Ihr Pfad – und er führt Sie in die Wahrheit, die Liebe. Zeit existiert nicht.

Wer sagt, Alles sei in Ordnung – ist strohdumm, verleugnet die Realität!

Wenn ich mich umsehe, gibt’s da nur Covid, Arbeitslosigkeit, Lockdown und Masken?

Bevor wir in Medias Res gehen, malen wir uns doch ein gedankliches Bild desjenigen, der den Satz in der Überschrift von sich gibt:

Wir erfinden die Figur menschlich, mittelgroß, androgyn, unbestimmten Alters. Sie trägt einen schweren Rucksack auf dem Rücken. Die schlanken Arme ausgestreckt links und rechts des Körpers, in beiden Händen pralle Plastiktüten. Eine hellblaue Maske verhüllt die Hälfte des Gesichts, ein Glas der schwarzen, dicken Hornbrille, die den Rest, Augen, Augenbrauen, Augensäcke, bis zum Haaransatz verdeckt, ist in einem kleinen Spinnennetz gesprungen. Leicht vornüber gebeugt, die Schultern hängend, steht der Durchschnittskonsument im Raum. Seine Stimme ist gebrochen.

Wer sagt, Alles sei in Ordnung, der ist strohdumm und verleugnet die Realität!“

Bieten wir ihm an, sich niederzusetzen, (hier der Sessel) sich auszuruhen, die schwere Last abzulegen. Wir offerieren ihm eine Tasse heißen Tees – wenden uns wieder der Fragestellung zu. Der neue Freund wird uns beim weiteren Diskurs genau beobachten.

Wie soll ich das Leben gut finden, wenn doch überall nur die Scheiße am Dampfen ist?

Rucksack und Taschen, die unser Gast, – das Durchschnittswesen – mit sich schleppt, sind gefüllt mit alltäglichen Sorgen wie um den momentanen Kontostand, die Anforderungen der Arbeit. 1000 andere Ängste und selbstauferlegte Grenzen, die ausgesprochen schwer wiegen, sind da sorgfältig verpackt. Vermeiden wir nun die Diskussion, warum das Offensichtliche so ist, wie es scheint – sind wir nicht alle arme Schweine? – und wenden uns (ja vollkommen richtig erkannt – es geht ums uns!) dem zu, was uns zu dieser Ansicht der Dinge – unserer Weltenschau – bringt.

Was ist es, dass es uns so schwer macht?

Gerade haben wir in der belastenden, manchmal beinahe unerträglichen Bürde, die wir mit uns tragen, also die 1000 Ängste erkannt. Fragen Sie sich nur einmal, wie viel von Ihrem Verhalten – in dem Sie umgebenden Chaos – von Ihren Ängsten (in welcher versteckten Form auch immer) bestimmt ist. Und nun seien Sie so offenherzig – geben Sie es zu – Ihr Leben wird zu einem Großteil von Ängsten bestimmt. Jedweder Form von Ängsten. Und wenn Sie (Ihr Ego) es noch so gut verstecken können.

Don't be afraid!
Don’t be afraid!

Wie diesen manipulierenden Ängsten entkommen?

Wenn Sie (tatsächlich) erkannt haben, dass eben die Angstgefühle – auch positiv belegte Ängste – ihr Leben in einer Art und Weise gestalten, die Ihnen nicht gefällt, die sie gutmütig hinnehmen oder einfach um der Sache willen ertragen – hat sich eine weitere Tür aufgetan. Sie wird sich niemals wieder schließen.

Sehen Sie, wie unser, oben beschriebener, Avatar sich aus dem Sessel erhebt, den wir ihm angeboten haben? Mühsam zwar, seine rechte Hand umklammert die Armlehne der Sitzgelegenheit – doch dann – dann steht er. Sein triumphierendes Lächeln ist hinter der Maske nicht zu sehen. Jedoch gerade einmal ein flüchtiger Augenblick – wie er etwa empfunden wird, bei einer Sternschnuppe – dann gibt es da wieder den Rucksack, die lebensschweren Taschen. Er sinkt zurück.

Jetzt
Jetzt

Woher kommt die Angst, das Unbehagen, der Zweifel, die Unzufriedenheit in meinem Leben?

Uuhh … denken Sie vielleicht. Alles so verdammt negativ belegt. So ist das nun einmal. Wozu jammern? Take it easy! Und weiter geht’s. Trotzig. „Wat willste denn machen?“

Unser erschöpfter Bruder im Geiste, mittlerweile wieder sinnierend dasitzend, versonnen unserem Gespräch lauschend, hebt an dieser Stelle seinen Kopf, nickt. Die Schultern zucken nach oben, sicherlich, um diese Aussage zu unterstreichen. „Wat willste denn machen?“

Er zeigt uns mit vorgestreckten Armen seine bleichen, ausgebreiteten Handflächen. Seine Augen, Iris, Pupillen, Lider – nur schwer hinter der trüben, auf einer Seite zersplitterten Brille zu erkennen, ganz offensichtlich fragend.

Ist Angst nicht normal?

Wir wollen uns nicht aufhalten, über die Diskussion, ob dieses Leben, so wie es Ihnen erscheint, nun lebenswert ist, oder nicht. Genießen Sie es nach Kräften! Wir traben weiter im Text, machen uns auf die Suche nach dem großen Manipulator. Der Angst. Statt aber nun zu ergründen, woher sie kommt, (wie langweilig) packen wir die Sache anders an. Wo ist Sie, Himmel noch mal, nicht? Wo hat sie uns nicht im Griff?

Sandspielkasten
Sandspielkasten von Th. OM

Gibt es eine Zeit ohne Angst?

Wir haben solche fragilen Augenblicke, denn – nur kurz währt dieses allumfassende Gefühl gemeinhin – alle schon erlebt. Bei der Geburt eines Kindes, der Beobachtung eines Naturschauspieles, auch beim Tod eines Freundes, sogar in der körperlichen Liebe – seltene Momente, in denen die Wertigkeiten so verschoben sind, dass nur die Wahrheit offenbar wird. Einen flüchtigen Atemzug lang. Spürbar wird der sanfte Hauch der Liebe, die Umarmung der Ewigkeit. Da ist keine Angst.

12 Worte hin zum Frieden
12 Worte hin zum Frieden

Was vertreibt die Angst, in solchen Augenblicken der Gnade?

Es ist die Einzigartigkeit der gefühlten Situation. Was wir empfinden, ist ein mikroskopisches Aufleuchten der Schöpfung. Dieses unbeschreiblich winzige Partikel der Herrlichkeit, das zu vernehmen ist, strahlt so hell, ist von solch allumfassender Glorie – dass jeder Gedanke daneben verblasst. OK? Gut! Dann erstarren Sie bitte in Ihrem Denken. Sehen wir uns unseren netten Besucher an. Seine Teetasse ist leer. Lasst uns ihm nachschenken.

Der Durchschnittsmensch, den wir uns zuzuhören eingeladen haben, interessiert sich nun, wohl aufgrund unseres Gespräches, angelegentlich für den Inhalt seines Gepäcks. Mit dem Oberkörper halb über die Lehne gelegt, fischt er mit langen Fingern ein Paket nach dem anderen zutage.
Seine Brille rutscht ein wenig, er hält inne, in seinem Tun, sie wieder nach oben zu schieben. Schweißperlen tauchen wie aus dem Nichts auf seiner Stirn auf.

Eindrucksvolle Päckchen sind es, denn deren Inhalt ist vielschichtig verpackt in wertvollen Bögen. Sie tragen Namen wie „Verantwortung, Einzigartigkeit, Status, Religion, Freiheit.“ Wir beobachten ihn erneut, fünf Minuten später. Er hat die Hüllen von einigen der Kartons entfernt. Alle zeigen denselben Inhalt: Komprimierte Angst. Sie liegt nun als imaginärer, schwarzer Haufen neben dem Sessel. Unser Freund kauert in der linken Ecke des Polsterstuhls, voller Furcht starrt er abwechselnd uns, das schwarze Häuflein, sein übriges Gepäck an. „Gibt es denn kein Entkommen?“ scheint er zu fragen. Wir sehen, wie eine kleine Träne hinter seinen Augengläsern den Weg findet, über die blaue Maske purzelt.

Ein Kurs in Wundern
Ein Kurs in Wundern

Wo kommt sie her, all die Angst, all die schwere Bürde?

Wir haben Sie beschrieben gesehen, die winzigen Momente ohne Angst. Sie rühren daher, dass kein Platz mehr für Gedanken der Angst ist, weil ein kleines Aufblitzen der Liebe, der Wahrheit sie verdrängt, für einen Wimpernschlag lang auflöst. Die faszinierende Wirklichkeit des minimalen Scheins der Wahrheit, dieses von uns empfundene Blinzeln der Schöpfung, ersetzt sie. Mehr noch, es lässt sie verschwinden. Die Gedanken der Angst. Und die Angst ist ein Gedanke – der Gedanke schlechthin. Lassen Sie uns schlussfolgern und unterstreichen: Meine Angst besteht zur Gänze aus Gedanken. Doch Halt!

Der von uns so freundlich empfangene Besucher hat den kleinen Beistelltisch – ein einfaches Accessoire aus Bambusgeflecht – umgeworfen, der Klang der zerspringenden Untertasse hat uns aus der Unterhaltung gerissen. Wir beobachten mit staunenden Augen, wie er die mitgebrachten Taschen, den Rucksack, brachial entleert, auskippt. Schließlich sehen wir seine fruchtlosen Bemühungen – wie ein Betrunkener trampelt er auf den einzelnen Päckchen herum – den Inhalt zu vernichten. Wir belassen ihn bei seinem sinnlosen Tun. Um Tisch und Porzellan kümmern wir uns später. Wichtiger die Frage:

Ist die Angst nur ein Gedanke?

Die Angst – ein genereller Gedanke, der sich aus diversen Konklusionen – aus vielen unterschiedlichen Gedanken subsummiert, zu einem körperlich spürbaren Gefühl auswächst. Der unser Leben bestimmt. Gedanken der Furcht, ganz massiv, unbezwingbar, wiederkehrend und bedrohlich, wie vereiste Felswände, gegen die wir immer wieder – verzweifelt manchmal – anzugehen versuchen. Ohne sichtbaren Erfolg. Ein scheinbar aussichtsloses Unterfangen.

Um uns zu beruhigen, blicken wir einmal mehr hinüber zu der Gestalt, die wir erschaffen haben. Sie sitzt nun, lässig gekleidet in Jackett, Jeans, weißem Hemd, Lederslipper, die schmale Krawatte locker geknotet, vornübergebeugt auf der Kante des Lehnstuhls. Teetasse mitsamt Untersatz stehen, wie von Zauberhand, erneut auf dem Bambustischlein. Die Hornbrille, ebenso die Stoffmaske ist verschwunden – enthüllt ist ein wunderschönes, ebenmäßiges, schmales, elfengleiches Gesicht.

Vertrauen
Vertrauen

Was sind Gedanken?

Ein Gedanke ist immer ein Fragment. Ein Teil, eine Abwandlung oder auch die Zusammenfassung einer anderen Gedankenkonstruktion. Wir könnten nun unsere Recherche in Richtung der Konzeption des Urwortes, des Gedanken, der am Anfang stand, abgleiten lassen. Sicherlich ebenfalls ein interessanter Diskurs. Wir vermeiden dies jedoch, indem wir das Urwort als bereits gefunden erklären. Es lautet: OM. Doch weiter mit unseren Gedanken, den Gedankenkonstruktionen.

Worauf beruhen diese Gedankenkonzepte?

Die unser Leben entscheidend mitgestaltenden Angstkonstruktionen finden ihre Ursache in den verschiedenen Dingen, die uns während unserer Lebensreise begegnet sind, in jedweder Form. Gedanken – das sind Schlussfolgerungen aus diesen Prägungen. (Manipulationen?) Die Rede ist (gerade einmal im Ansatz aufgezählt) von Erziehung, geographischer Verortung, sozialen Umständen, Bildungsstand, geldwerter Situation, Gesundheit, Alter, Arbeitssituation, Beziehungsstand, Aussehen, Geschlecht – ganz zu schweigen von Manipulation durch Konsumzwang und Medien.

Eine neue Erde
Eine neue Erde

Unsere Gedankenkonzepte bestehen aus einem Tollhaus der Ideen anderer?

Was zu erkennen ist, wenn wir einen kleinen Schritt zurücktreten, stellt ein ungeheuer dicht verwobenes Knäuel von Voreingenommenheiten dar, ein vollkommen willkürliches, chaotisches Etwas – gespeist aus den Weisheiten der Welt, welche aus noch unendlich viel mehr Voreingenommenheiten zusammengebastelt sind. Eine Welt, die, so wie wir sie wahrzunehmen in der Lage sind, lediglich aus Vorurteilen besteht.

Unser Gast ist – irgendwie unruhig – aufgestanden. Er steht jetzt hinter dem Sitzmöbel. Seine Arme liegen locker auf der samtenen Oberfläche der Lehne. Seine Augen, die wir nun zum ersten Mal studieren können, sie zeigen einen grünbraunen Ton – leuchten bei den letzten Worten interessiert auf. Er scheint einen Einwand anbringen zu wollen, ja, er öffnet sogar den Mund – ebenmäßig weiße Zähne sind zu sehen – dann senkt er den Kopf. Versinkt erneut in Nachdenken. Doch er lächelt.

We gotta ground our Love
We gotta ground our Love

Ist es möglich, in einem solchen, durchgedrehten Chaos Angstfreiheit zu finden?

Sie sind bereits frei von Angst! Sie sind lediglich nicht in der Lage, das zu erkennen. Denn Ihre Gedanken haben einen dicken Verband (einen Verbund von Scheinbarkeiten) vor ihren Augen befestigt. Wie eine dieser 3D Brillen. Sie rennen auf einem Laufband Illusionen hinter her. Es scheint unmöglich zu sein, dem ohne Verlust zu entkommen. Die gute Nachricht, die es zu überbringen gilt: Es ist – und zwar durchaus praktisch – möglich, den Manipulationslumpen von den Augen zu entfernen.

Wie kann ich zu der Wahrheit hinter all meinen Gedanken kommen?

Schon diese Fragestellung macht es deutlich. Die Wahrheit, die liebende Schöpfung, verbirgt sich hinter den Gedanken. Was also einfacher, als die Gedanken zu entfernen, sie zum Schweigen zu bringen, zumindest, – Nein! Wir geben ihnen ganz einfach eine neue Richtung. Das gestaltet sie mit ein wenig Bemühen zunehmend durchsichtiger – die Herrlichkeit ewigen Lebens, alles umfassender Liebe und Zeit- als auch bedingungslosem Glück scheint auf.

"Move on" NOUSOUND
„Move on“ NOUSOUND

Wie soll ich denn nun mit meinen Gedanken umgehen?

Nun, wo schlüssig geworden ist, dass Ihr komplettes Leben, die Welt, die Sie mit Ihren Sinnen empfinden, lediglich aus der Illusion Ihrer aus den spärlichen Informationen Ihrer Perspektive zusammen gezimmerten Gedankenkonstruktionen besteht – ersetzen Sie sie. Jetzt. Eine neue Erde. Nochmals – so abgehoben die Erklärungsversuche, die uns hierher, an diesen Punkt des Textes getragen haben, klingen mögen – Es ist praktisch, technisch, möglich, die Gedanken, damit sein Leben, sein Erleben, seine Ängste, positiv zu beeinflussen.

Was fange ich mit meinem erlebten Denken an?

Der praktische Schlüssel ist ein Denken, sind Gedanken der Meditation. Die Konzentration auf ein Mantra – ob gesprochen, gedacht, gesehen, empfunden, gehört oder gefühlt – diese Fokussierung löst die eigenen Denkvorgänge ab, ersetzt sie, löst sie nach gewisser Zeit langsam auf. Jenseits des Denkens durch, mithilfe, dieser konfusen Weltenwirklichkeit, von der wir vorher sprachen, wird immerwährender Friede, Liebe, das absolute Eins der Schöpfung offenbar. Eine sich öffnende Tür nach der anderen führt dorthin.

15 minute Meditation Arrangement
15 Minuten Meditation Arrangement

Fazit

Unsere Realität, unsere Ängste sind – durch und durch – nicht nur bloß geprägt von unseren Gedankenkonstruktionen, sondern vielmehr aus Ihnen hergestellt. Die angebliche, so verführerische, vollkommen subjektive, trotzdem unverständliche Wirklichkeit dieser Konstrukte speist sich aus dem noch verrückteren Gerüst (das gar keines ist), welches sich entwickelt, wenn man eben solche subjektiven Denkspiele als unbestreitbare Prämissen verwendet. Die Doktrin der katholischen Kirche sei angemahnt. Doch – erinnern Sie sich an die Türen. Sicherlich findet sich die eine oder andere.

Unser Gast in dem Lehnsessel wurde vollkommen sträflich vernachlässigt. Wie ist ihm?
Sehen Sie nur und seien Sie verwundert! Wir dürfen staunende Zeugen einer wundersamen Metamorphose werden. In einiger Entfernung von Lehnstuhl und Rucksack, Taschen, den schwarzen Häufchen der Angst überall – dem Teegeschirr und dem Bambus-Beistelltisch – steht er, in unerfindlichem Raum. Der Satz: „Alles ist in Ordnung“ – sphärisch – klingt aus dem Ungefähren auf. Seine Körperlichkeit ist uns ein einziges, warmes, wunderbares Leuchten. Eine Pforte – ein lichtes Tor – erscheint im Hintergrund. Schon ist unser Freund durch sie hindurchgegangen und verschwunden.

„Hallo? Da hat gerade jemand an Ihre Tür geläutet! Haben Sie es gehört?“