Inspiration – wir leben das Gegenteil?

Inspiration Schöpfung

Wir unterdrücken unsere Inspiration?

Inspiration – ein schönes Bild ist das eines Sonnenstrahles, der vermeint, von der Sonne getrennt zu sein, alleine zu leuchten. Wie einsam fühlt sich dieser Sonnenstrahl, wie verlassen. Ohne Antwort auf seine Fragen, ohne seine Zweifel zu einer Lösung führen zu können. Verloren im kalten Weltall. Könnte er nur ahnen, dass er Kind der Sonne ist!

Kraft der Schöpfung

Kraft der Schöpfung?

Die Inspiration, vielleicht ist man geneigt, sie mit der Kreativität zu verwechseln, ist mit Worten, aus ihrem Ursinn heraus, nicht zu erklären. Die Inspiration ist die Kraft der Schöpfung, welche das Herkömmliche zu etwas Besonderen im Geiste des Allerschaffenden macht. Die Inspiration ist der Augenblick, in dem das Heilige offenbar wird, die Natur in ihrer Gänze aufscheint. Sinngemäß, systemgemäß, nur einen Augenblick, den per Definition ist die Inspiration lediglich ein Geistesblitz.

Die Freude hinter dem Leid?

Doch dieser Geistesblitz ist kein Geist des Egos. Er ist die Wahrheit hinter der Lüge. Er ist die Freude hinter allem Leid. Er ist das Leben, dass den Tod negiert. Er ist Aktion vor der Tatenlosigkeit. Er ist Wahrhaftigkeit, die allen Hochmut zerschmettert. Er führt uns in die Wirklichkeit, die wir, blind, geblendet durch das Gesellschaftssystem und seine Ansprüche, nie sehen konnten. Die Besonderheit dieses Geistesblitzes aber ist, dass seine Helligkeit nie vergeht, dass sie immerdar leuchtet, ja seine Helligkeit stetig zunimmt.

Inspiration steht diametral zur Schuld?

Das bedeutet Inspiration, darum ist dieser Begriff von immenser Wichtigkeit. Die Inspiration eröffnet die Welt zu einer vollkommen neuen, diametralen Bedeutung gegenüber dem Unsinn des Egobewusstseins. Es kommt einer Kerze gleich, die schon immer auf dem Altar, der in jedem von uns, als Teil der Liebe der Schöpfung, bereitet ist, brennt. Sie wird zum Feuer der Gnade und des Liebreizes, vor deren Licht die Dunkelheit der Egogesetze, denen wir uns unterworfen hatten, ganz einfach verschwinden.

Spirit

Inspiration – der wahre Geist?

Inspiration. Der Spirit, der wahre Geist tut sich auf. Er kann in allem aufleuchten, das du im Sinne der Wahrhaftigkeit tust. Das meint, die Einmaligkeit in der ungeheuren Vielfalt zu sehen. Es ist dieser heilige Augenblick, der schon immer sehnsüchtig auf dich gewartet hat. Den dein Ego, du (im Auftrag deines Egos), mit Füssen getreten hast, den du angespuckt hast, mit Verachtung gestraft. Den dein überhebliches, nur angebliches Wissen zu beurteilen vermeinte. Ihn, der doch jedes Urteil unnötig macht, die Arroganz deiner Lächerlichkeit ad absurdum führt. Doch fühle dich nicht herabgesetzt.

Erkenntnis voll Zärtlichkeit?

Die Erkenntnis, die dir vermittelt werden soll, ist voll überbordender Zärtlichkeit. Nicht du wirst der Lächerlichkeit preisgegeben, sondern dieses verhängnisvolle, aus vollkommenen Unsinn entstandene, von seiner Macht trunkene Etwas, mit dem du, Nichtwissender, einen furchtbaren Vertrag geschlossen hast, über Qualen, Leid und Lügen die, wie du bestätigst, dich ausmachen. Die Inspiration ist, dass nichts davon, nichts von diesen Horrorszenarien je wahr gewesen ist. DAS FUNKTIONIERT NICHT. Die Entscheidung ist endgültig. Es gibt lediglich ein Ganzes.

Inspiration heißt umdefinieren?

Wer die Definition des immerwährenden Leides bis zum Tod, dem Ende jeder Kommunikation mit der Schöpfung wählt, der wird die andere Seite, die eigentlich einzige Seite, nicht erkennen können, denn hier existieren die Schuld und Sünde, das Verderben, aus dem er sich definiert, nicht. Er wird sie also auch nicht entdecken können. Inspiration heißt Umdefinierung. Wandel. Sanfter Wandel. Eine Veränderung, die nicht weh tut. Denn wie könnte die Liebe ihren Kindern jemals Schmerz zufügen? Das tut nur das Ego. Doch, so wie das Ego Einbildung ist, ist es auch der geistige Schmerz, den es verursachen möchte, den es verursacht.

Wir treten ans Licht?

Mit der Inspiration erheben wir uns aus diesem Grab, treten ins Licht, welches wir nun deutlich sehen, hinter all den verzerrten Masken der Welt, die uns das Unbewusste zeichnet. Wir lösen die Vergangenheit auf, mit ihr die projizierte Unwahrheit über die Zukunft.
Diese Transzendenz, die wir erfahren, ist als das höchste Gut, als die Erleuchtung, der goldene Gral, in allen Religionen dieser Erde geborgen. Gerade der Zen-Buddhismus kommt ihr in seiner vollkommen rigorosen Art und Weise ungemein nahe. Doch wird hier genauso rigide die Erleuchtung im Augenblick gesucht. Das kann funktionieren, ist aber ebenfalls nur einer von unzähligen Wegen.

10000 Wege?

Auch andere Bestrebungen, das Asketentum, das Leben als Priester, als Eremit, können, müssen aber nicht zur entscheidenden Einsicht führen. Manchesmal geschieht es so, dass der Asket sein Asketentum stolz vor sich her trägt. Hier ist kein Asket, da ist nur ein aufgeblasenes Ego. Ein Bild, das nicht einmal verrotten kann, weil es nie existiert hat.

Selektierte Gräuelbilder?

Die Schöpfung passiert im Jetzt. Alles passiert im Jetzt. Vergangenheit und Zukunft sind nur selektierte Gräuelbilder, geschaffen, um dich zu fesseln in der postulierten, von dir angenommenen Vergänglichkeit. Das Jetzt, dass dich durch die Inspiration erfährt, dass du durch die Inspiration erfährst, kann, aus seinem Ursinn heraus, nichts anderes erkennen, als sich selbst. Das macht deutlich, dass andere Zustände als das Jetzt nie existiert haben. Sie sind nur Träume, Hirngespinste, Gedankenbilder, verzerrte Fragmente, zurechtgeschustert vom Irrsinn, vom Chaos, mit dem einzigen Ziel, dich in der Angst zu halten.

Liebe kann keinen Schmerz kennen?

Und nochmals: Wie soll es jemals der allumfassenden Liebe möglich sein, Schmerz zuzufügen, Angst zu machen, Verzweiflung oder Tod zu generieren? Versteh mich richtig! LIEBE. ALLUMFASSEND. Allein der Gedanke, dass die Liebe, die Schöpfung solchen fähig wäre, macht lachen. Diese Erkenntnis vermittelt uns die Inspiration. Sie zeigt uns, die wir blind waren, die Wunder auf.

Ein weltenallerschütternder Moment?

Die ungezählte Menge an Wundern, die sich in der Schöpfung zum allumfassenden Wunder, dessen Teil sie in jedem von uns sind, vereinigen. Der Blick der Wahrheit, den uns die Inspiration vermittelt, ermöglicht, ist weltenallerschütternd. In einem einzigen heiligen Augenblick tut sich ein Himmelreich auf, da wo vorher die kahle, traurige, dem Tod überschriebene Einöde tunlichst durch übelmeinende Symbole aller Art verhüllt wurde.

Fegt die fauligen Schleier fort?

Wo Mauern aus Vorurteilen, Falschinformationen, zwangsläufigen Fehlinterpretationen, Lügen, Missgunst, Hass, Rache, Schuld, Sünde, Gier und Verachtung ein Gefängnis gestaltet haben, in welches wir uns freiwillig begeben, das wir verzweifelt ein wenig gemütlicher zu machen versuchen, erklärt das alles verstehende, alles sehende, alles umfassende Erfassen der Inspiration diese üblen Dinge für nichtexistent und fegt die fauligen Schleier fort, die dir von dir selbst auferlegt wurden, der du blind für die Liebe der Schöpfung zu dir ganz persönlich warst. Das wiederum heißt eindeutig Freude.

Blume des ewigen Lebens?

Was für ein Jubel in dem, was du für dich erkennst. Alle Schuld ist verschwunden, die Sünde kann nie existiert haben, der Tod hat sich in die strahlend schöne Blume des ewigen Lebens, in Liebe verwandelt. Der Tod, den die Inspiration der Freude und Liebe als inhaltsleeren Windbeutel entlarvt, ist das größte Hindernis, das wir zwischen unser erbärmliches Sein als Untertanen des Ego und die Wirklichkeit der Herrlichkeit und Anmut der Schöpfung stellen. Nicht einmal wirklich anzusehen, wagen wir diese zornige, unbarmherzige Maske.

Wie trockener Sand …?

Doch wie feuchter Sand, der trocken wird, in seiner Figürlichkeit zerfällt, so entschwindet das Entsetzen, die Sonne der Liebe strahlt im Glanz aller erschaffenen Universen, im vollkommenen Ganzen. Die Fratze des Todes ist Illusion und hat keine Bedeutung, hat sie nie gehabt. Niemand ist je gestorben. In dem, was sich hinter, über, durch, in dieser nichtexistenten Fratze der Illusion auftut, ist die Vollendung. Die Vollendung der Schönheit, der Liebe, des Friedens. Ihre Ausdehnung in die Ewigkeit.

Nur deine Bedeutung?

Jedes der Wörter, so zum Beispiel Vertrauen, Liebe, Inspiration, Dankbarkeit, über die hier geredet wird, hat lediglich genau die Bedeutung, die du ihm gibst. Du kannst durchaus nicht verstehen, missverstehen. Das liegt alleine an dir und deiner Bereitschaft, dich zu öffnen, hinter die Machenschaften dessen zu blicken, das dir all diesen Schmerz bereitet.Die Worte jedoch werden nicht vergehen, sie sind in ihrer, für dich vielleicht nicht erkennbaren Bedeutung, deinem Ursprung in der Schöpfung verwurzelt. Es ist überhaupt nicht möglich, sie schlecht auszulegen. Sie sind zu mächtig. Heilig, wenn du es nur zulässt.

Das Ego ist sehr mächtig?

Alles macht Sinn. Fürchte dich nicht! Das Ego ist stark. Es wird dich mit mehr als Zweifeln quälen. Doch du legst diese Zweifel, diese Rätsel, die du nicht lösen kannst, einfach vor die Schöpfung. Du übergibst sie und sie sind nie gewesen. Du bist unschuldig und rein, als Kind des Allumfassenden, der Schöpfung. Da kann keine Sünde sein, keine Hölle, keine Buße, kein Teufel, keine bösen Geister.

Fazit

Der Vorhang ist nicht gefallen, doch der Horrorfilm hat sich in seine Pixel aufgelöst. Was du nun siehst, ist ein, alle Universen umfassendes, alles erfüllendes, alldimensionales, überragendes Sosein der Liebe. Das wartet auf dich, benützt du den Schlüssel, den dir die Inspiration immer wieder anbietet. Diese Inspiration, die in jedem Kind des Allerfassenden bereits leuchtet, hat, wie auch alle anderen Begriffe im vorhergehenden Text, die Eigenschaft sich auszudehnen. Sie dehnen sich im Zeitlosen aus, bis sie in deinem Sein durch die Inspiration, den ewigen Augenblick, die Zeitlosigkeit der Zeit sichtbar gestalten. Dies ist Erkenntnis. Dies ist Grund zur tiefinnersten, nicht mehr an den Dingen haftenden Fröhlichkeit. Das macht den Buddha aus.

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Wanzen auf einem Bild aus Wasserfarben?

Wanzen auf einem Bild aus Wasserfarben?

Zelt

Ein Bild aus dem indianischen Schamanismus

Vielleicht eine etwas sehr bildhafte, gezeichnete Möglichkeit unseren Lebensversuch darzustellen, ist folgende Geschichte aus der Welt des indianischen Handwerks. Wenn wir in diese, unsere Welt hineingeboren werden, ist da bereits das Gerüst unseres Lebens Tipis aufgebaut, sozusagen die Rippen eines riesigen Zeltes, vor dem wir winzig klein und staunenden Auges stehen. Diese Gesamtheit des Bildes können wir jedoch nur in den ersten Phasen unseres Daseins erfassen, die Gerüststangen dienen uns als Haltegegriffe, an denen wir uns in das gesellschaftliche Leben hangeln.

Wanzen auf der Zeltleinwand?

Bilder vervielfältigen sich

Und dieses, von der Gesellschaft errichtete Gerüst, beginnt sich nun, mit jedem noch so winzigen Lernfortschritt, in rasender, sich noch potenzierender Geschwindigkeit, mit Leinwandfetzen, auf denen vage Bilder zu erkennen sind, zu bedecken. Als ob eine unsichtbare Hand (es sind unsere Gedanken) das Stangengerüst eines Zeltes, vorher noch deutlich erkennbar, mit losen und auch zusammengenähten Stofffetzen bedecken würde.

Zelt des Lebens

So steht denn am Ende das Zelt unseres Lebens, bemalt in größtenteils ausgesprochen düsteren, dunklen Farben, alles Licht, für das was sich im Inneren befindet, absorbierend, in seiner nicht fassbaren Größe vor uns. Die Gerüststangen, die uns als Halt dienen, um zum nächsten Bild, zum nächsten Leinwandstück zu klettern, sind hinter eben diesen nur noch zu ahnen. Doch wir steigen hinauf, streben nach oben. Klettern weiter, auch wenn die Anordnung der Gerüststangen uns nicht immer den richtigen Weg zu weisen scheint. Auf zum nächsten Bild. Denn das Äußere unseres Lebenszeltes interessiert uns, nicht das, was das Ego mit diesem Gerüst zu verbergen beginnt.

Träume
Träume

Auf der Suche nach dem großen Geheimnis

Mehr noch, wir wissen, dass es da ein Geheimnis gibt. Doch wie Ameisen, Wanzen, die nun an dieser Außenhaut des Zeltes, mit ihren vielen Bildern, hoch laufen, um zum süßen Inneren zu gelangen, den Eingang vermutet man irgendwo in den gemalten Geschichtlein, die sich allesamt als mit Wasserfarbe gemalt herausstellen, beim nächsten Regen verschwinden, können wir uns nicht vorstellen, dass dies nur die Schicht über dem Gerüst ist. So irren wir durch die Welt, immer auf der Suche nach dem Inneren, von dem wir uns immer weiter entfernen.

Die wahren Weisen

Manch einer, es sind nun beileibe nicht allzu viele, erkennt sogar, dass wir nur wie die Insekten auf diesen Bildern laufen, sieht oder ahnt zumindest die Gerüststangen, oder Teile davon oder Anzeichen dafür. Das sind die wahrhaft Weisen dieser Welt, und sie werden für ihr Wissen hoch geehrt. Viele von diesen versuchen nun, dieses wertvolle Verstehen , nahezu verzweifelt, weiter zu geben. Andere verschwinden ganz im Inneren.

Rückkehr unmöglich

Wir, die wir ahnungslos sind, sehen uns, ganz unversehens, auf mittlerer Höhe des, mit von uns und der Gesellschaft bemalten Leinwandfetzen bedeckten Gerüsts, angelangt. Blicken wir nach unten, wird uns schwindelig. Eine Rückkehr, ein Abstieg scheint ganz unmöglich. Abgesehen davon sind die Sprossen verschwunden. Nur noch Gedankenbilder in unserem Kopf. Die allermeisten von uns Wanzen krabbeln nun weiter, jedes Pixel der Bilder ein Hindernis, mehr zu sehen, das Ganze zu sehen. Das Zelt verjüngt sich bis zum Rauchabzug, wir klettern über den Rand – und fallen in das Innere.

Wirklichkeit

Kreislauf des vergeblichen Suchens

Und wir werden wieder vor dem Gerüst dieses ewigen Zeltes erwachen, erneut unseren Anstieg über die Bilder beginnen, bis hin zum Schlot. Das scheint der Kreislauf zu sein. Der große Geist aber, so sagen die alten indianischen Schamanen, ist von großer Liebe. So lässt er jedes einzelne der kleinen Geschöpfe in seiner Obhut irgendwann auf dieser Reise erkennen, dass Bilder, Gerüst, das ganze Zelt, nur ein Traum sind, den wir, am Lagerfeuer beschützt im Warmen sitzend, träumen.

Fazit

Die Wahrheit ist, wir sitzen am Lagerfeuer der Liebe, warm eingehüllt, sind die weite Prärie, sind der funkelnde Nachthimmel, sind jede einzelne Flamme, sind der große Geist selber.
„Einst träumte ich, ich sei ein Schmetterling, der aus einer Raupe gewachsen, taumelnd in die Freiheit flog. Nun weiß ich nicht, bin ich der Mensch, der träumte ein Schmetterling zu sein – oder bin ich der Schmetterling, der träumt, ein Mensch zu sein?“

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Weshalb können wir nicht erkennen, dass der Tod nicht existiert?

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Unser Leben ein Horrorkabinett?

Horror Leiden

Geboren um zu leiden?

Der christliche Glaube und das Leiden – ganz offensichtlich einigten sie sich in den frühen Zeiten der Christianisierung zu einem unverbrüchlichen Bund. Ist dies nun die umgesetzte, abendländische Verehrung des Buddhagedankens „Alles Leben ist Leiden?“ Wenn wir uns die Historie betrachten, uns einen Überblick über die Texte des alten und neuen Testaments verschaffen, die Proklamationen der diversen Herrscher über die Gläubigen, der Päpste ansehen, wenn wir den Kirchenkult ansehen – ist dieses Leiden, in allen Spielarten, jedenfalls gut vertreten.

Lebensverständnis

Christliches Glaubensverständnis?

Man könnte ohne Weiteres behaupten, der Leidensgedanke, leider weit entfernt von der zutiefst spirituellen Wahrhaftigkeit und Bedeutung des Ausspruches des Buddhas, gefangen in einer Verstandesebene, die, so archaisch sie auch ist, vollkommen grundlegend besteht, man kann behaupten, dieser Leidensgedanke sei das Aushängeschild des christlichen Glaubensverständnisses. Zahlreiche Märtyrer, die da im Zusammenhang auftauchen, Kriege, Leiden eben – die Texte, die sich mit dem Opfergedanken beschäftigen, und natürlich vor allen Dingen – die Kreuzigung Jesu.

Selten trauriges Bild?

Unser Bild Gottes ist hier von allem Beginn an gezeichnet in düsteren Farben. Das Menschsein, das sich da in seiner Existenz widerspiegelt, die Art und Weise wie der Katechismus verdeutlicht wird, wird mittels einer sehr subtilen, durchaus fragwürdigen, auf psychologische Manipulation hinauslaufende, Art und Weise, zur Trostlosigkeit verdammt. Gott wurde gequält und umgebracht. Tatsächlich wird dieses deprimierende Bild einer Gottheit, die mit und für die Menschen leidet, zumeist fraglos akzeptiert.

Als Beispiel der Liebe sterben?

Die Kirche setzt hier mit der Erklärung an, der Sohn Gottes würde sich in seiner unendlichen Gnade, in seiner Liebe für die Menschen, auch das Schlimmste, das schrecklichste Vorstellbare zufügen – um zu beweisen wie groß seine Liebe ist. Tatsächlich aber legt die westliche Religion hier den durch und durch perfiden Grundstein, jedwedes Leiden der Menschen zu legitimieren. In einer Art Spiegel passiert dasselbe im Übrigen auch in Indien – das Kastensystem zeigt denselben Gedanken, auch wenn er anders begründet wird.

Der Tod erklärt das Leben?

In jedem Fall und immer ist hier der Tod, das Hinscheiden des Körpers, allgegenwärtig. Auch das Leiden ist nur ein Stück des Weges, der letztlich zum Tod führt. Der Tod erklärt das Leben. Kreuzigung ist die Maßgabe der christlichen Religion – und das oberste Ziel des Ego. Es ist hier die Dunkelheit, in der man sich gefangen fühlt, hier ist die gewollte Blindheit, hier sind die „Hirten“, welche die Schafe zur Schur treiben.

You not gonna die
You not gonna die

Gott ist weg?

Der Abgrund, der sich für den Suchenden auftut, zwischen dem, was die kirchliche Pädagogik in ihrem Sandkasten vermittelt, und dem, was die strahlende, blendende Wirklichkeit der Liebe der Schöpfung ist, könnte tiefer, dunkler und dräuender nicht sein. Ein Tod Gottes, seine fortwährende Unerreichbarkeit, Abwesenheit (Trotz des Einschubs der Auferstehung), die (noch dazu ungewisse) Begegnung erst im Himmel, in der Ewigkeit, im Tod – das ist die Betrachtungsweise die aufoktroyiert wird.

Der Tod ist absurd?

Die Wahrheit, die Wirklichkeit ist, dass es keinen Tod gibt. Und das Bild eines gekreuzigten, leidenden Jesus, verherrlicht lediglich den absoluten Machtanspruch der Kirchen. Hier haben sie sich ein Werkzeug geschmiedet – sie alle zu knechten, zu binden. Doch wie könnte das absolut Positive, das Liebende, auch nur das Geringste mit Gefangenschaft zu tun haben? Sei es die Gefangenschaft im Kreislauf des Lebens?

Vollkommen positiv?

Die Schöpfung ist allmächtig, absolut, alles umfassend. Sie ist perfekt in aller Hinsicht. Sie steht außerhalb jeder unserer naiven Begrifflichkeiten von Tod und Auferstehung. Sie kennt keinen Zeitbegriff. Alles, wirklich alles, ist jetzt perfekt, denn das ist es, was die Schöpfung für uns möchte. Wie könnte es anders sein, im absoluten Positiven? Und es kann nicht anders sein, als dass der Wille der Schöpfung erfüllt ist, von dem Augenblick an, als alles begann.

Wer?
Wer?

Kinder der Schöpfung

Wir sind Söhne und Töchter des Erschaffens, der Göttlichkeit, der unbedingten Liebe, des unbeschränkten Positiven! Wir sind Halter des Lichts! Und es ist an uns, die Dunkelheit der Schuld, des Urteils, des Opfers, des Kreuzes, zu vertreiben, den ewigen Altar in uns zu erkennen, die Doktrin der Vergänglichkeit und des Leides einzutauschen gegen die Gewissheit, dass sie nur ein Traum ist und uns der Weg zurück zu unserem heiligen Geist immer offen steht.

Die unendliche Macht der Liebe

Was für eine Erleichterung, was für eine Herrlichkeit, wenn wir endlich verstehen, dass es möglich ist, mit der Macht der Liebe, das Licht wiederzuerkennen! Dass die Liebe, die ehrliche Liebe, der Weg aus Lebensunverständnis, aus Angst und Depression ist. Wenn wir erkennen, dass die Schöpfung in ihrer zeitlosen Güte und Besorgnis um uns ganz persönlich, für uns, ganz individuell, schon immer alles zum Allerbesten gerichtet hat?

Ein zeitloses Ziel, bereits erreicht

Dass der Pfad, den wir vollkommen ohne jede Angst gehen können, und jeder einzelne Kiesel oder Stein dieses Weges, nur aus Liebe geformt ist, mit dem einzigen Ziel, uns die helle, strahlende Wahrheit wieder erkennen zu lassen, uns sicheren Fußes zu ihr zu führen. Ein Ziel, das von Anbeginn der Zeit schon erreicht wurde. Nur unser Glauben an Illusionen, entstanden aus dem freien Willen, der jedem Geschöpf Gottes zueigen sein muss, der Traum, in dem wir gefangen sind, gestaltet die Sicht für uns unmöglich.

Fazit

Solange wir uns an den verwirrenden Formeln, jenen der „heiligen“ Schriften, orientieren, solange wir den Nachrichten von Dunkelheit, Vergänglichkeit und Schuld Glauben schenken, ihnen unser Leben zu Füßen legen, werden wir uns verirren. Die Wahrheit, die Liebe ist so einfach, dass wir sie unter all diesen Prämissen, Vorausbedingungen, Schlussfolgerungen, Algorithmen, nicht mehr erkennen können, wie es kleine Kinder noch zu tun in der Lage sind. Es gilt, wie ein kleines Kind zu erkennen.

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Denken

Denken

Das bewusste Denken der menschlichen Wesen ist ein Bild projizierter, verfälschter Information.

Unzufriedenheit -Kriege – Hungersnöte – Krankheiten – Zerstörung der Erde

Denken …

Mit Irrsinn getränkte Informationen. Sie passieren, weil Entscheidungen aus einer Unmenge von Fehlinformationen heraus getroffen werden. Der Mensch versteht sich als Produkt dieser, mit den Fehlinformationen als Basis, ursächlich falschen und verfälschten Wahrheit. Das unzufriedene Ego, der unvollkommene Mensch, in seinem durch den Konsum und aufgezwungenen Weltanschauungen diktierten Denken, sucht immer wieder seine, durch das Wissen um diese Unvollkommenheit, entstehenden Existenzängste zu verdrängen, indem es bei anderen Bestätigung sucht. Das passiert auch und vor allem durch Konfrontation. Streit, Ärger. Meinungsverschiedenheiten. Hieraus entsteht also das Leiden. Im Großen wie im Kleinen.

Unzufriedenheit -Kriege – Hungersnöte – Krankheiten – Zerstörung der Erde

Die Menschen leiden, weil sie nicht erkennen. Sie leiden an Nichterkennen, Nichtwissen
Die Erkenntnis liegt darin, dass der Mensch in einer sich selbst genierenden, fremd und eigen gesteuerten Galerie der Meinungen und Rollenspiele gefangen ist. Diese wiederum besteht aus dem, was die Begrifflichkeiten „Vergangenheit“ und „Zukunft“ zu bieten haben.
Dies ist Leiden.
Leben ohne Leiden, in Bewusstheit und Liebe das ist

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Spiritualität: Reiche Säcke kommen nicht in den Himmel?

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Ich fühle mich so unbehaglich in meinem Leben. Gibt es denn kein Glück mehr für mich?

Warum geht es den anderen immer besser und ich habe kein Glück?

Glück, allgemein die Frage der Zufriedenheit – und um diese Frage dreht es sich – ist eine Angelegenheit der Perspektive. Nein. Ich werde Ihnen nicht erzählen, Glück wäre, am Morgen aufzuwachen und gesund zu sein. (Obwohl das stimmt) Der Grund für das, was Sie “Unglück” nennen, ist das Bild, das Sie sich von der Welt gemacht haben. Das Bild der Welt, welches Ihnen aufgezwungen wurde – seine Präambeln, seine Kategorien, die Erfolgsleiter.

Soul and Brain

Wie wird denn der Erfolg, das Glück gemessen?

Sie kennen die Antwort. Der weltweite gültige Maßstab heißt schlicht und einfach Geld. Das ist zumindest das, was man Ihnen über all die Jahre eingetrichtert hat. “Geld ist negativ, doch es erleichtert die Dinge ganz ungemein”. Und niemand wird Ihnen sagen, sie möchten doch Ihren Erfolg nicht in Geldwerten abbilden – wenn Sie das so möchten. Und wir sind immer noch bei dem Bild der Welt, das Sie sich zusammen kombiniert haben, mit all Ihrem Wissen und Ihrer Erfahrung.

Sense of life
Sense of life

Wie sieht es denn aus, mein Weltbild?

Wenn Sie der Ansicht sind, allen anderen ginge es besser, sie hätten mehr verdient im Leben, abgesehen davon – die Welt geht ohnehin zugrunde an Seuchen und Kriegen – sitzen Sie in einem Boot mit dem Großteil der Menschheit – Ihr Bild des Lebens ist dunkelgrau, jedenfalls in bedrohlichen, düsteren Farben – existenzielle Ängste bedrohen es. Sie schauen aus dem Fenster – sie sehen TV, sind am PC, Handy, sie hören es im Radio. Man redet. So ist ihre Wirklichkeit, die Sie nicht mehr wirklich ertragen möchten.

Wie sehe ich meine Existenz?

Was ist es, das Leben auf diesem Planeten? Ein ständiger Kampf, Vulkane von Leidenschaften jeder Art, Neid, Missgunst, Gier. Ein dichtes Chaos, alles ändert sich jeden Augenblick, da ist keine wirkliche Linie. Würde ein unvoreingenommener Psychiater die Menschheit, das, was sie mit dem Globus anstellt, beurteilen, er käme zu dem eindeutigen Schluss: Wahnsinnig. Und das ist sie auch. Vollkommen verrückt – denn es gibt keine wirkliche Basis, nichts, auf das man vertrauen könnte.

Vertrauen
Vertrauen

Nichts auf das wir vertrauen könnten?

Das ist mehr als verständlich, denn schließlich besteht die Welt, die wir sehen, die der Einzelne, vollkommen individuell für sich und nur für sich erlebt, aus seinen Gedankenbildern, die wiederum manipulativ geformt sind von der Gesellschaft. Da diese Einschätzungen niemals richtig sein können – denn kein menschliches Wesen könnte auch nur den Bruchteil der Menge an Evidenz für eine auch nur geringfügige richtige Einschätzung aufbringen – ist unsere individuelle Beurteilung der Sachlage, nur allzu deutlich, ganz einfach falsch.

Wie könnte ich Einzelner denn diese schreckliche Welt zum Guten wenden?

Der erste, ganz einfache Schritt wäre dieser: Ersetzen Sie nur ein einziges Wort. “Wie könnte ich als Einzelner denn MEINE schreckliche Welt zum Guten wenden?” Denn es ist nur Ihre Welt, das Leben, das Sie mit Ihren Gedankenbildern gestalten. Darum ist Meditation – die Gedankenlosigkeit – für jeden, der diesem Leben anhaftet, vollkommen essentiell. Das ist ein durch und durch praktischer Ansatz, den jeder, der willens ist, vollziehen kann.

Was ist hinter den Gedankenbildern?

Das Ziel jeder Meditation ist das Loslösen von Gedanken, Gedankenmustern. Von Zwängen und Ängsten, die durch diese Muster entstehen. Am Beginn eines solchen Übungsvorhabens – denn die wirklich vollständige Loslösung, die Vereinigung also aller Gegensätze, benötigt viel Zeit, in der Zeit – wird man versuchen, die Gedanken über die Welt durch ein Mantra zu ersetzen. Dies kann ein gesprochenes oder aufgezeichnetes Mantra, ein Bild, auch eine Figur, ein Farbemuster sein.

Taucht man nun weit genug hinein, in diese Gedankenlosigkeit, löst sich von den Unbillen des täglichen Lebens, erscheint zunehmend ein Gefühl des Friedens, der Behaglichkeit – ja des Glücks. Wirkliche Meditation aber, das Loslassen – und hier sind wir wieder am Anfang – bedeutet auch Vertrauen. Setzen wir unser Vertrauen in das Chaos dieser Welt, in einen ihrer Götzen, werden wir selber zum Chaos, können auch nur Chaos erleben.

Kann man den Grund für das Chaos, dass ich für mich erlebe, in Worte packen?

Durchaus. Es genügt ein einziges Wort, das wirklich alles erklärt. Angriff. Sie meinen, das vollkommen verrückte Chaos, das Sie Ihr Leben nennen, mit Händen und Füßen verteidigen zu müssen. Und welche Verteidigung ist besser als der Angriff? Nun, dieses, Ihr verrücktes Chaos hat keine Basis, nichts darin ist konstant. Sie sind also an allen Ecken und Enden unterwegs, vollkommen unberechenbare Schicksalschläge abzuwehren, anzugreifen, mit dem guten Gewissen, sich ja nur zu verteidigen. Tapfer versuchen Sie, die Windmühlen zu besiegen.

Würden Sie Ihr Leben, das Weltall, die Erde, die Gesellschaft, die Menschen, ohne diese Ihnen anerzogene, aufgehalste, aufoktruierte Gedankenmanipulation sehen – Sie würden in ohnmächtiger, staunender Dankbarkeit auf die Knie fallen – nie mehr würden Sie sich auch nur einen Sekundenbruchteil zurück in die chaotische Verrücktheit wünschen. Sie wären garnicht mehr in der Lage sie zu erkennen – denn sie hat nie exsitiert – ist nur ein Bild Ihrer Gedanken.

Ein Kurs in Wundern
Ein Kurs in Wundern

Und wozu das alles, wenn ich am Ende doch sterben muss?

Eine Ihrer Fehleinschätzungen. Überlegen Sie mal. Wer hat Ihnen diese Gedankenkonstruktion beigebracht? In welcher Welt hat sie die vollkommen perfekte, abgrundtiefe, bis ins Mark gefürchete Bedeutung? In dem Universum des Chaos, dass Sie selbst aus Gedanken konstruiert haben, die aus sich selbst heraus nur unvollständig, wilde Spekulation in Verrücktheit sein können. Mit der so unwideruflichen Idee vom Tod hat Sie das Ego in seinem Griff der Angst.

Wenn die Idee vom Tod nur Verrücktheit ist – dann leben wir ewig?

Es gib etwas, das über uns Menschen, dem verrückten Konzept der Welt aus Chaos steht. Das uns zärtlich vereint. Es ist die Liebe. Sie ist die Quelle, die Basis. Sie ist absolut. In sie können wir unser Vertrauen setzen – wir lassen uns von der Schöpfung, der Liebe an die Hand nehmen und vertrauen vollkommen – wie ein kleines Kind an der Hand seines Vaters. Und die Liebe ist unser Vater, ist unsere Mutter – wir sind Teile dieser Eltern – wir sind aus Liebe gemacht.

In diesem Vertrauen, das auch gleichzeitig vollkommene Vergebung bedeutet, lösen sich jedwede Ängste auf – sie haben nie existiert. Wir vetrauen in die Liebe, die Schöpfung – wir vertrauen uns selbst, alls Kinder der Schöpfung, die niemals Böses gegen seine geliebten Söhne und Töchter tun würde. Die Liebe hat Leid, Siechtum, Krankheit, Sünde, den Tod – aufgelöst, ihre Nichtexistenz offenbart. Körper beenden nur ihre Funktion – lediglich als Instrument gedacht, die Wahrheit zu finden. Wir sind nicht Körper. Wir sind Geist. Der Schlafende erwacht aus dem Traum – in die ewige Liebe, die keine Zeit kennt.

Jetzt
Jetzt

Fazit

Unbehagen ist etwas sehr persönliches – es entsteht aus einer falschen Sicht der Dinge. Es stellt einen Fehler dar, ein Missverständnis, das aufgelöst werden kann. Wir haben gelernt, dass wir uns unser eigenes Unbehagen basteln, in einer unbehaglichen Welt des Chaos, ohne irgendetwas, auf das wir vertrauen könnten. Geben wir uns aber an die Hand der Quelle, lassen uns von der Schöpfung führen, ohne unsere eigenen, vollkommen irsinnigen, auf die wahrgenommene Welt fixierten Wege durchsetzen zu wollen, werden wir mit allem belohnt, was wir uns wirklich wünschen.