Stillstand in der Spiritualität?

Stillstand

Wir sind das Zentrum des Seins?

Der Weg ist das Ziel. Und das Ziel ist Erkenntnis. Der Weg zur Erkenntnis ist die Interaktion mit der Nichtdinglichkeit. Wir sind das bewegte, unbewegte Zentrum des Seins. In unserem Traum manifestieren wir die Welt. Die Aktion in unserem Traum ist zielgerichtet und dient der Auflösung der dinglichen Aktion. Erkenntnis heißt, das nichtige Wesen der Aktion in der Dinglichkeit zu erkennen. Erkenntnis meint, durch Aktion die Zahl der dinglichen Aktion zu vermindern – bis hin zum Licht. Es gibt keinen Stillstand – und wir sollten auch nicht versuchen, ihn zu leben.

Liebe ist tätig?

Der Pfad zur Erkenntnis ist der Pfad der Liebe. Liebe ist tätig. Sie expandiert. Wir sind das Werkzeug Gottes. Was möchte die Schöpfung mit einem Werkzeug, einem Instrument, das keines sein möchte? Was ist der Sinn eines Hammers, der keiner sein will? Wir befinden uns inmitten des Gedankens der vollkommenen Dinglichkeit. Unserem Geist ist es gegeben, dies, so wie wir die Situation auch geschaffen haben, wieder aufzulösen.

Die Dinglichkeit auflösen?

Das ist der Weg, den jeder von uns zu gehen hat. Der Platz der Meditation, der mehr oder weniger außerhalb dieses dinglich-duialistischen Aktivismusses in Chaos zu finden ist, ist vorrangig ein Ruheraum. Um die Dinglichkeit jedoch aufzulösen, müssen wir uns aus der Dinglichkeit heraus mit der Nichtdinglichkeit – uns, dem ruhenden Zentrum – zusammentun. In Aktion. Wir stehen nicht in einem Fluss. Wir sind der Fluß. Pantha Rei.

Heiliges Handeln?

Jede Tat in Liebe manifestiert den Frieden, die Ruhe, die Glückseligkeit der Nichtdinglichkeit. So, mit jedem Atemzug, der für einen Bruder, eine Schwester, in wahrer Liebe getan wird, löst sich das Chaos der Teilung und Trennung mehr und mehr auf. Liebe ohne Hintergrund, vollkommen pur, in der Dinglichkeit zu manifestieren – das ist mehr als Aktion. Das ist heiliges Handeln. So löst also das heilige Handeln die völlig chaotische Aktion der Dinglichkeit auf.

Die unverbrüchliche Wahrheit?

Und wann ist mein Handeln in der Dinglichkeit heilig? Schon immer war Dein Handeln heilig. Der einzige Unterschied: Du wusstest es nicht. Hier ist nun die unverbrüchliche Wahrheit: Jede Deiner Taten, jedes Deiner Worte, jeder einzelne Deiner Gedanken, ist heilig und erschafft. Ist nichtdingliche Aktion – getan, um der vorgeblichen Bewegung der Dinglichkeit, des dualistischen Gedanken letzten Einhalt zu gebieten.

Interaktion innerhalb des Spielraumes?

Das Handeln, die Aktion in Richtung jedweder Sinnfindung lässt sich nicht nur aus Worten und Gesprächen lernen. Wir müssen der Liebe in unserem Leben Spielraum geben, zu wirken. Das ist gemeint mit der Interaktion aus der Dinglichkeit heraus in die Wahrheit, die Wirklichkeit. Und nur hier, in den Wirren des Gesellschaftgedanken, den wir leben, in unserer Realitaät also, in unserer Sprache kann die umfassende Idee der Liebe auch zur Auflösung eben dieser Strukturen tätig werden.

Stillstand

Fazit

Darum bedanke wohl, welche Worte und Taten und Gedanken Du erschaffst. Du stehst in der vollkommenen Verantwortung für Deinen Pfad – für die Welt schlechthin. Doch sei getrost, dass jeder Deiner Gedanken, Deiner Worte und Taten aus der Liebe der Schöpfung stammt, deren einziges Bestreben es ist, Dich zu Deiner eigenen Wahrheit zurückzuführen. Zu dem, was Du in Wirklichkeit bist – und nur verleugnest in Deinem Denken in Kleinheit.

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Schuld

Wir kommen alle in die Hölle?

Unter den Dächern, welche die moderne Konsumgesellschaft ihr zu bieten hätte, würde die Liebe tatsächlich “eingehen” – sie hätte keine Chance, gesehen, bemerkt zu werden. Vielmehr ist der Begriff “Liebe” in der profitorientierten Markwirtschaft – Stillstand des Wachstums bedeutet Rückschritt – ein grober Hemmschuh. Mimosen haben hier nichts zu suchen, mit Liebe lässt sich kein Geld verdienen – außer man verkauft Vibratoren.

Schuld und Sühne

Was ist mit der ganz intimen Schuld?

Doch mal abgesehen davon, dass das Verhalten der Menschheit, ganz generell, eine Todsünde im wahrsten Sinne des Wortes ist – wie steht es mit der ganz persönlichen Schuld? Nicht die Mitschuld an der Zerstörung unseren Planeten – sondern die Schuld, die Sie sich für sich selbst aufgeladen haben. Entstanden aus Fehlverhalten, mangelndem Wissen, falschen Informationen, einem Missverständnis. Einer falschen Sichtweise der Dinge. Doch Ihre Schuld. Ihre tiefe Schuld. Mea Culpa.

Schuld ist die Basis des Systems

Nein, Sie sind nicht aus Versehen auf einer Seite des Vatikans gelandet. Die katholische Kirche aber, mit ihr zusammen auch der islamische Glaube, viele Glaubenorientierungen dieser Welt, haben die Sünde zu ihrem Gott erhoben. Nicht die Liebe ist es, nicht die wunderbare Schöpfung, die sie verehren, sondern vielmehr das Ritual, in ihr Möglichkeiten zu finden, die Sünde zu proklamieren. Ein subtiler Negativismus, der schließlich scheinheilig auf die “Erlösung”, das “Jüngste Gericht” verweist.

Schuld entsteht aus dem Gedankenchaos der Welt

Die persönlichen Schuldempfindungen nun, die auch Sie, wie jeder andere im Einflussbereich des auf dem Erdball vorherrschenden Systems hat, werden nicht nur durch theologische, sittliche, moralische Grenzen begründet. Vielmehr spielen auch die Strukturen der Herrschenden, die generelle Weltsicht, die Sie sich angeeignet haben, eine große Rolle. Dieser Schuld – aus dem Ungefähren des Staatssystems, der theologischen Ansichten, der unberechenbaren, chaotischen Situation, enstanden – dieser Schuld ordnen Sie sich unter.

Schuld ist nicht nur relativ – sie ist nicht existent

Sie beeinflusst – und vielleicht ist Ihnen das gar nicht so wirklich bewusst – alle Ihre Lebensentscheidungen. Was aber, wenn Sie nun erfahren, dass der Begriff der Schuld Unsinn ist? Dass es überhaupt keine Schuld gibt, sie nicht geben kann, sie nie gegeben hat? Wenn Sie die folgende Sitaution vergrößern, wird vielleicht klar, was gemeint ist. Ganz einfach. Laufen Sie im afrikanischen Busch nackt durch die Gegend, wird niemand etwas sagen. In Deutschland werden Sie verhaftet. Gott, die Schöpfung ist, vergrößert, sozusagen der afrikanische Busch.

12 Worte hin zum Frieden
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Schuld existiert nur in einem System der Verurteilung

Was gemeint ist, der Begriff der Schuld hat nur Bedeutung in einem System, dass sich der Verurteilung gewidmet hat. Verurteilung bedeutet, dass ein Mensch, nach irgendwelchen, aus dem System gezogenen Gesichtspunkten, schlechter oder besser ist als ein anderer. Das ist gegen Alles, was die Liebe in Wahrheit darstellt. Wenn wir sehen und anerkennen, dass Gott, die Schöpfung, nur die absolute Liebe sein kann, verstehen wir auch, dass Schuld und Urteil hier keinen Platz finden, nicht existieren.

Verurteilung aus Blindheit

Sie sind mit großer Wahrscheinlichkeit nach wie vor mit diesen Ketten der Schuld, der Sünde, der Wiedergutmachung, vielleicht in Bezug darauf, mit den Fesseln der Verzweiflung gebunden. Denn, seit Sie auf die Welt gekommen sind, trainieren Sie Ihre Schuldgefühle. Ihr Trainingsprogramm ist zum Teil von der Welt, die Sie erleben, sorgfältig zusammen gestellt. Eine Augenbinde nach der anderen vor Ihren Augen, ein gefälschtes Bild nach dem anderen, an dem Sie sich orientieren. Die Liebe findet auf diesem Laufband keinen Platz mehr.

Sandspielkasten
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Nur Sie sehen Ihre Schuld

Verstehen Sie, dass die Basis, für die so schwer wiegende Schuld, die Sie empfinden, überhaupt nicht existiert? Sie ist ein Gedankengespinst, dass Ihr Leben ausmacht. Gott, die Schöpfung, die Liebe, kann diese Schuld, an der Sie so schwer tragen, die tatsächlich nur Sie selbst kennen, überhaupt nicht sehen. Doch er sieht, wie Sie aus freiem Willen leiden, und er ruft Sie. Und wenn Sie den Ruf hören und mit nur einem Zucken der Augebrauen antworten, wird er Sie an seine Hand nehmen. Sie gehen den weiteren Weg, der ohnehin immer beschützt war, nun wissentlich an der Hand des Vaters.

Fazit

In der Liebe, in der Schöpfung, in Gott hat die Schuld keinerlei Existenzberichtung. Sie ist nur einfach, was Sie immer war: Nichts. Entscheiden Sie sich nun ganz offensiv für die Liebe, werden Sie trotz aller Bemühungen (vielleicht gerade wegen der Bemühungen) noch eine ganze Weile benötigen, diesen alten, mit dem Denksystem der Liebe in keinster Weise zu vereinbarenden Gedankensalat der Schuld und des Urteils sich auflösen zu sehen. Schließlich haben Sie gerade dieses chaotische System der Hierarchien, Urteile, Verurteilungen, Strafen, Ihr ganzes Leben lang vollkommen verinnerlicht.

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