Entschleunigung der Wut?

Entschleunigung

Einen Gang herunterschalten

Ganz generell könnte man sagen, dass es für die Gesellschaft allerhöchste Zeit ist, auf die Bremse zu treten, den Fuß vom Gas zu nehmen. „Zeit“ für Entschleunigung“. Das gilt natürlich final für den Einzelnen. Doch eine solch generelle Forderung erscheint nicht zielführend. Was also könnten wir an der Gesellschaftskonstruktion ändern, ohne ihr die Basis zu nehmen? Was können wir tun, ohne dass ein fauler Kompromiss aus all unseren Anstrengungen wird?

Positive Kommunikation erzeugt positive Aktion?

Nun, der Weg dahin ist so einfach, wie alles an der Schöpfung immer, in jeder Beziehung und jedem Aspekt, immer das Einfachste und Offensichtlichste ist. Gesellschaft – das bedeutet in erster Linie und nahezu ausschließlich Kommunikation. Kommunikation zeitigt Aktion. Und die Aktion zeigt sich in nahezu linearer Korrelation zur Kommunikation. Es ist also möglich, über die Kommunikation die Aktion zu ändern.

Eine relativ dehnbare Sache?

Das führt uns also dahin, die Kommunikation ein wenig näher zu betrachten. Man möchte meinen, Kommunikation sei Information. Und Punkt. Wie wir alle wissen, weit gefehlt. Denn die Sprache ermöglicht es uns – nur ein Beispiel – dieselbe Grundinformation in unterschiedlicher Weise (damit entsprechend unterschiedlicher, folgender Aktion) zu präsentieren. Sonst hätte man wirklich alle Überbringer schlechter Nachrichten aufgehängt. Man kann statuieren: Kommunikation kann auch Manipulation sein, bzw. ist sie in den meisten Fällen.

Die Quelle ändern?

Wir können weiter feststellen, dass eine Information negativistischen Charakter haben muss, bzw. sie ist so ausgedrückt oder birgt den Anschein – um eine entsprechende „negative“ Reaktion hervorzurufen. Was wäre in dieser Situation das wirksamste Mittel, Negativaktionen/Reaktionen zu unterlaufen, zu vermindern, letztlich unmöglich zu gestalten? Wir müssen an die Quelle gehen. Informationen müssen übertragen werden – wir reden also von der Sprache. Der Vokalisation, der Verbifizierung.

Shut up?

Existieren in einer Sprache wirklich durchdringend keine Möglichkeiten mehr, irgendetwas tendenziös negatives zu definieren, zu thematisieren – wird die entsprechende negative Aktion ausbleiben. Da es uns nun aber nicht gegeben ist, die Linguistik der Welt zu ändern, hilft nur der ganz einfache Weg der Weisen und Erleuchteten: WIR HALTEN UNSER VORLAUTES MAUL. So simpel und durchschlagend wirksam ist das.

Gigantische Überheblichkeit?

Zuerst ist hier als Erklärung angebracht festzustellen, dass es uns überhaupt nicht möglich ist, zu „Wissen“ also zu „Urteilen“. Denn, wir wissen nichts. Wie ein Mann, der Abends die Zeitung zusammenrollt, in den Nachthimmel guckt, in seiner begrenzten Perspektive ein oder zwei Sterne sieht. Daraus – aus dieser großartigen Einsicht – mit dieser Informationsbasis, anhand dieser Vorgabe – erstellt er seinen Lebensplan, verhält er sich, reagiert er. Wir sind gezwungen, in Unwissen zu handeln.

Vor-LAUT?

Ein nahezu unbekanntes Phänomen ist die Tatsache, dass unsere Zunge schneller ist, als unser Gehirn. Tatsächlich: Wir reden, bevor wir denken. Das, seien sie nicht beunruhigt (oder doch), ist (leider) kein Zeichen für Dummheit, sondern im Gegenteil für Intelligenz und Lernfähigkeit. Wir reagieren mit (Sprach) Schablonen auf bestimmte Situation, Trigger. Das passiert im Kleinen und im Großen.

Ganzheitliche Unwissenheit?

Und dieses Verhalten ist eben nicht nur auf stereotype Situationen des Alltags begrenzt. Dieses Schablonendenken begleitet uns umfassend auf unserem Lebensweg – wenn wir nicht etwas dagegen unternehmen. Das will meinen, dieses Problem bezieht sich nicht lediglich auf die Basis der Linguistik, des mitgeteilten Wortes, sondern vielmehr auch auf gedachte Situationen des Lebens, die sich in ihrer Größe den Vokabeln erst einmal entziehen. Wir reagieren auch auf ganz lebensbestimmende Situationen mit der Tragik der von uns erlernten Negativreaktionen – bedingt durch „Sprache“.

Auflösung der Negativimnen?

Unsere Aufgabe ist es, dieser von uns selbst, auch in unserem freien Willen; hergestellten Situation, die Grundlage zu entziehen. Und das funktioniert – wie wie vorhin schon festgestellt haben, über eine Restriktion des Vokabels – über eine gnadenlose Reduzierung – bis hin zur vollständigen Auflösung – alle Negativismen. Was so unendlich schwierig erscheint – es ist unser Weg im Dasein, in Richtung Erkenntnis – es passiert in der Zeit von ganz allein.

Besonnenheit eine hervorragende Eigenschaft?

Dass unser Vokabular, das, was wir sagen, sich im Laufe der Zeit, zumindest bei den allermeisten Menschen ändert – die sogenannten „Besonnenheit des Alters“, ist nichts anderes, als die Unterstreichung dieser, unserer Tendenz des „inneren Kindes“, die jedoch in Wirklichkeit und Durchaus, nichts mit irgendeinem biologischen Alter zu tun hat. Es ist schlicht und einfach die Absolutheit des Liebesgedanken, die hier umfassend, letztlich durch alle Zeitbegriffe, zuerst lediglich sichtbar wird um später allumfassend einfach zu „SEIN“.

Achstamkeit der Sprache?

Mit dem Mittel der Achtsamkeit, der ganz besonderen Besonnenheit, wenn es darum geht, was wir sprechen, welche Gedanken wir in welcher Art vertonen und so Aktionen herbeiführen – ob gewollt oder nicht – ist es möglich, die Welt zu ändern. Denn die
Re-AKTION, die Du mit Deinen Vertonungen hervorrufst, tangiert grundlegend Deine Welt. Und die ist alles was Du hast, Du bist der Drehbuchautor, Regisseur und der Schauspieler, sämtliche Statisten sind Deine Schöpfungen. Sprich liebevoll und besonnen mit ihnen, und sie werden liebevoll und besonnen handeln.

Woran scheitern wir?

Woran nun diese Bemühungen der Achtsamkeit und der liebevollen Worte und Werke zumeist scheitern, das ist die Zeit. Auch eine Erfindung dieses unseligen Denksystems, in dem wir uns gefangen halten. Denn – wir geben – voller Hingabe, in Demut, ja wir opfern, uns selbst, unser Selbstverständnis. Geben das, was wir unter Liebe verstehen. (In der Zeit) Und erwarten, (gefälligst) auch etwas dafür zurückzubekommen. (In der Zeit). Unser großer Irrtum: DIE LIEBE KENNT KEINE ZEIT!

Entschleunigung

Fazit

So tut sich eine Eigenschaft auf, die den Glauben an die Liebe bestätigt, in jeder Sekunde rechtfertigt und uns beweist, dass der Weg der Richtige ist: Das unendliche Vertrauen in die vollkommen grundlegend einfache Schöpfung, in Gott, in die Liebe. Mit diesem Vertrauen passieren die „Wunder“ in der Zeit, öffnen sich immer wieder neue Portale des Vertrauens, werden immer neue Beweise für die absolute Wahrheit der unendlichen Liebe an uns herangetragen.

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Erwartungen – ein Schlüssel zu unserem Leben?

Das Ziel der Erhabenheit

Weshalb können wir nicht erkennen, dass der Tod nicht existiert?

Tod und Angst und Liebe

Unsere größte Angst ist vollkommen umsonst?

Die grundlegende Angst, die uns das ganze Leben lang begleitet, ist die vor dem Tod. Wir versuchen, nicht hinzusehen, wir verleugnen ihn – probieren, ihn von unserem Alltag fernzuhalten. Doch immer taucht er auf, unversehens, als Basis, als „The cycle of life“. Fast scheint es, (tatsächlich verhält es sich so) wir würden den Tod leben.

Liebe und Tod

Ein steiniger Weg?

Unsere Sicht auf die Welt verbindet letztlich alles mit diesem Begriff der Vergänglichkeit. Was ist auf den ersten Blick untrennbar mit dem Sterben verbunden? Krankheit, Leid. Trauer. Wut? Angst. Verzweiflung? Unverständnis? Erlösung? Die Paarung „Leben und Tod“ (in einem grausamen Ungleichgewicht – schließlich ist der Tod, der Himmel, die Hölle, ja auf ewig angelegt) ist der steinige Weg, auf dem wir unterwegs sind.

Zweifel über das Ende?

Wenn wir nun versuchen, auf dieser Basis, auf diesem Pfad, das Leben zu genießen, steht da doch immer Ungewissheit, Zweifel. Mehr noch. Wir sind uns bewusst, dass dieser Gott, den wir da annehmen, unser Leben an einem seidenen Faden hält, den er jederzeit zerreißen kann. Als ob das nicht genug wäre, kämpfen wir mit Krankheit, Machtstreben, Gier, Leid, den unendlich vielen Schwierigkeiten unseres Daseins.

Zu Staub zerfallen?

Wofür? Am Ende steht der Tod. Unausweichlich. Und auch, wenn dann vielleicht ein paar Würmer ihre Nahrung finden, sie werden genauso vergehen. Das ist unser Welt-, unser Lebensbild. Und wage da einer, dies anzuzweifeln! Wovon geht dieses Lebensbild aus? Es postuliert, dass das, was uns ausmacht, der fleischliche Körper ist. So ist es also Gottes Wille, dass dieser Körper leidet, sich in Qualen über seinen Werdegang ergeht, voller Unverständnis durch eine brutale, chaotische Welt wandert, um dann letztlich zu Staub zu zerfallen.

Bestimmende Angst?

Der Tod – er ist das Symbol der Angst vor Gott. Denn wer diesen Glauben lebt, findet sich in einer Welt der Vergänglichkeit, ganz ohne Hoffnung. Einzig eben der Tod bleibt – doch auch dies ist eine äußerst ungewisse Erlösung. Da sind diese Begrifflichkeiten von Schuld und Sünde, (Todsünde), Hölle, Fegefeuer, Gottes Gericht, die es zu bedenken gilt. Könnte man behaupten, dass dieses Spiel irgendetwas mit einem liebevollen Schöpfer zu tun hat? Ein Schöpfer, der seine Schöpfung dem Tod anheim stellt?

Tod und Liebe gehen nicht zusammen?

Was offensichtlich wird, ist, dass wenn ein Gott uns als Körper erschaffen hat, er ein ausgesprochen unversöhnlicher, keineswegs liebevoller Gott ist. Denn wo Tod ist, da gibt es keine Liebe. Liebe ist unbegrenzt, ewig und absolut – per Definition. Der Tod „verkörpert“ die Begrenzung. Zwei unvereinbare Gegensätze. Und alle verzweifelten Versuche, in der Dualität des Todesgedanken, der Idee der Schuld, Sünde und Angst, die Liebe zu finden, müssen kläglich scheitern.

Die Wahrheit der Liebe?

Gott ist. Er ist entweder Angst oder Liebe. Es gibt nur diese zwei Entscheidungen. Die eine schließt die andere aus. Das liegt sehr einfach in der Wahrheit der Liebe. Sie ist unbegrenzt, keine Art von Angst hat hier Platz, kann je existiert haben. So ist das, was uns erschaffen hat, ein Gedanke, frei von Furcht, von tiefster Ehrlichkeit und Liebe durchdrungen, das hell aufstrahlende Licht, das nichts mit Verwesung, Vergänglichkeit und Leid zu tun hat, diese Begrifflichkeiten gar nicht wahrnimmt, weil sie, als Illusionen der Angst, nie gewesen sind.

Das Ass im Ärmel des Egos

Die Idee des Todes ist die Trumpfkarte des Egos. Nur unter seinen Prämissen, den Vorbedingungen der Angst, lässt er uns diesen Gedanken betrachten. Und solange wir uns als begrenzte Körper in einer durch die Idee des Todes eingemauerten Welt betrachten, wird das Ego auch grimmiges Recht behalten. Es gilt also, sich von dieser Idee – dem Götzen des Todes und der Vergänglichkeit – abzuwenden. Sich zu drehen, hin zu dem Licht, aus dem wir erschaffen sind. Dem glänzenden Strahlen eines liebevollen Gottes.

Tod kann kein Leben gebären?

Einher mit diesem Durchschauen des Egotricks namens „Tod“, geht dem erkennenden Blick auf dieses vom Tod erschaffene Leben, dessen Eigenart als Illusion auf. Wie kann Tod Leben gebären? Ist es nicht vielmehr die Liebe, also die Schöpfung, die Leben ist? Wie könnte sie auch nur das Geringste mit dem Tod zu tun haben? Wir sind aus der Liebe geboren, nicht aus dem Tod. Das ist unsere Bestimmung.

Freiheit von Furcht

Das bedeutet die Erkenntnis, dass wir weit mehr sind, als dieser vergängliche Körper. Dass sämtliche Argumente, die für den Tod sprechen würden, in der Liebe, die Gott, die Schöpfung ist, vergehen, aufgelöst sind. Mit dieser erleuchtenden Erkenntnis zu leben, heißt Freiheit von Angst und Leiden. Heißt vollkommenes Vertrauen in die Liebe, in einer Erleichterung, die nichts anderes als himmlisch ist.

Durst nach Frieden?

Die Liebe ist ist das Wasser, das unseren Durst stillt, diesen unsagbaren Durst nach Frieden, nach Sinn, unseren Herzenswunsch, den jeder tief in sich spürt. Diese große Leere, diese Verwirrung, dieses Nichtwissen, die neblige Beklommenheit ob der Sinnfindung im Lebensbild, das, was das Ego mit Vehemenz im Dunklen hält, sie wandelt sich. Es ist, als ob wir in einem Boot auf dem langen Fluss des Lebens trieben, nicht über den Rand blicken könnten. Und wird uns die Gelegenheit gegeben, aus diesem Bootsleib, der uns gefangen hält, in Hunger und Durst und ohne Liebe, ständig vom Tod bedroht, zu springen, so sagt uns jede Erfahrung, dass das Wasser salzig ist, unseren Untergang bedeutet.

Der Fluss zur Quelle

Die Wahrheit ist, sobald wir diesen Bootsleib des Dualismus verlassen, in dem der Tod und in seinem Gefolge, Angst, Hass, Zwietracht, Leid und Krankheit ihr Zuhause haben, erkennen wir – voller Freude – das Wasser in diesem symbolhaften Bild ist pure Liebe, die uns schon immer getragen hat. Wir sind ihre Geschöpfe und so ist für uns das Gefühl, in ihrer Umarmung zu sein, das wundervollste und natürlichste auf der Welt. So tauchen wir ein, in die Schöpfung, die uns zum Anfang des Flusses trägt, zur Quelle. Zur Allheit.

Fazit

Wenn uns aufgeht, das die Wände des Bootes, das komplette Gefährt, lediglich aus den faulen Illusionen, den Schuldzuweisungen und Beurteilungen des Egos zusammengebastelt sind, immer mit dem Ziel, uns in der Fragmentierung zu halten, die das urteilende Denken ausmacht, lösen sich diese auf, wie es faulige Planken eben tun. Wir erheben uns aus der Welt des sinnlosen Urteilens, schreiten in das Vertrauen, das, mit dem ersten Gedanken in die richtige Richtung, immer mehr aller Zweifel hinweg nimmt.

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