Im Frust gefangen?

Frust

Irritation 

So manch einem, dem es wohl möglich wäre, zu verstehen, schreckt, in der Spiritualität, die Unbedingtheit der Erklärungen zur Erkenntnis ab. Wir sind mit Aussagen konfrontiert, wie „Unsere Wahrnehmung ist Illusion“, oder „Den Tod gibt es nicht“. Gibt alleine die in den Bergifflichkeiten beinhaltete Kontradiktion schon einiges zu denken, scheint jedoch ein anderes, individuelles Problem ungleich größer.  

Grundsätzlich unverständlich 

Diese Aussagen sind nicht zu verstehen, geht man ihre Definition mit den Wissensgrundlagen an, mit der Art von Urteilssystem, die wir mehr oder minder mit dem allgemeinen „Verständnis der Dinge“ eingetrichtert bekommen. Bei dem einen generiert dieses Nichtverstehen Ablehung, ganz grundsätzlich – weil, auch wenn wir es uns nicht eingestehen wollen – es uns, das Nicht verstehen, Angst macht. Damit hat die Sache sich. Das „Ding“ wird in eine der berühmten Schubladen gepackt. Was bleibt ist konstanter unterbewusster Frust ob eines nicht lösbaren Ansatzes. 

Die, die anders verstehen

Nun gibt es aber auch Menschen, die empfinden keine Angst bzw. Ablehunung – ihr Wissensschatz ist bereits so groß, sie haben schon eine so lange Reise im Dasein hinter sich, dass sie sich nicht mit dieser Furcht oder dem Nichtverstehen abfinden. Ihre beseelte Antwort ist Vertrauen. Wer soweit vorgedrungen ist, dem sind solche Aussagen keine Schreckgespenster mehr – ganz im Gegenteil – sie sind Ansporn, sie werden als Schlüssel zu den Toren der Erkenntnis empfunden, erkannt. 

Eine heilige Aufgabe

Die Sache, der Wahrheit dieser Aussagen „auf den Grund zu gehen“, ist für diese Menschen eine vollkommen heilige Angelegenheit. Und wer an jenem „Punkt“ des „Verstehens“ angelangt ist – viel mehr noch – wer diese Worte hier liest – DER HAT ES WAHRHAFTIG VOLLBRACHT! Wer mehr auch nur als ein wenig ahnt, dass die Wirklichkeit in diesen Formulierungen verpackt ist, der muss sich keine Sorgen mehr machen. 

Am „Ende“ angelangt

Das Absolute nämlich, ist erkannt und tritt umso stärker, wahrhaftig, in die persönliche Wirkung. Die Erlösung, die Auflösung, die Sühne, die wirkliche, wahrhaftige Liebe – ist mit gigantischen Schritten unterwegs zu genau diesem Menschen, der die Stille gefunden hat. Auch wenn er nicht das geringste ahnt, oder von der Heiligkeit seines Wissens überhaupt nichts weiß. Das ALLES durchdringende der Liebe hat ihn erreicht.

Endkampf

Das Ego – das was Dich in der Gesellschaft entsprechend ihren Reglements handeln/leben, ausgestattet, mit der Kraft jeden einzelnen Bildes Deines vorgeblichen Wissens, hat die Intensität des göttlichen, beseelten Weges, den Du schon seit Beginn aller Deiner Ewigkeiten gehst, lange erkannt. In dieser Endphase Deines „irdischen“, Deines urteilenden, Deines, weil Du es so möchtest, dem Tod geweihten, „Hierseins“, verliert sich das Ego nunmehr schon in Panik.

Der gefährlichste „Gegner“ überhaupt

Doch diese Panik – und die Aktionen, die aus ihr folgen – sind aus Intelligenz in höchster vorstellbarer Qualität erstanden – Deiner ureigenen Intelligenz nämlich. Und sie wird Dir ganz hervorragende und offensichtliche und blitzgescheite Lösungen anbieten. Für den, der auf dem Pfad der wirklichen, echten, Liebe ist, sind diese Irrwege unschwer zu erkennen

Zeiterfüllte „Fehl-Offenbarung“

Was nämlich ein jeder Erklärungsversuch – Erlösungsversuch, sei er auch noch so extrovertiert – oder aber auch eine (Spielart) der Hauptreligionen oder, etwas, das dem ähnelt – was diese Schriften und Traditionen, die den komplett (!) falschen Weg aufzeigen, vereint – das ist, dass ihre Grundlage Vergangenheit oder Zukunft oder beides ist.

Die, die zuhören

Diejenigen von uns, welche sich in diesen Tagen in der wunderbaren Situation befinden, die uralte, die zärtliche Melodie der unsterblichen Schöpfung, deren eingeborene Kinder wir sind, immer vernehmlicher zu erlauschen, haben längst verinnerlicht, dass eine Lösung – vollzogen mit diesen beiden „Prädikaten“ Vergangenheit und Zukunft – nur immer weiter in die Irre, ins Chaos führt. „Suche die Liebe, aber finde sie nicht!“

Die Mondfahrt

Obwohl die Wahrheit, hat man einmal auch nur den kleinsten Zipfel gefasst, so einfach – ureinfach aufscheint – taucht hier (in vollstem, „bedrängendem“ Umfang seines Wahrheitsgehaltes, der alle Ebenen durchdringt) der wohl gut bekannte Satz eines buddhistischen Mönches aus dem sechsten Jahrundert vor unserer Zeitrechnung auf: DEN WEG ZUM MOND KANN MAN NUR BESCHREIBEN, DIE REISE DORTHIN, MUSST DU SELBER TUN.

Durchdringende Wirklichkeit

Die eigentliche, die wahre Erkenntnis, benötigt keine Erklärungen mehr, sie ist die Auflösung aller Definitionen, die Überwindung jeden Urteils. Nicht jeder, derer, die die Wahrheit bereits verinnerlicht haben, ist in der Lage, hat die Fähigkeit, diese Wirklichkeit und den Pfad dorthin, so zu beschreiben, dass er von seinen Brüdern und Schwestern verstanden wird. Tatsächlich haben wir es, durch die Jahrhunderte (Jahrtausende?) mit einem ausgesprochen restriktiven, vollends dominanten, agressiven, in höchster Form auch defensivem, ja, sogar mörderischem Unwissen, Fehlwissen zu tun, – was die „Aufklärung“ umso schwieriger gestaltet. 

Verkünder des Diametralen

Da die, von einer ganzen Handvoll wirklicher, offensichtlich Erleuchteter, definierte, zärtliche, komplett von Liebe erfüllte, Lösung in ihrer „Logik“ (besser das Gegenteil – „Unlogik“ „Nichtlogik“) in jeder Hinsicht diametral, unvereinbar mit der Denkkonfiguration der Gesellschaft ist, bedarf es wohl dieser Wissenden – wobei klar ist, dass dieses Erkennen jedem einmal zukommt – die Schöpfung kennt keine Zeit.    

Keine Reflektion möglich

Das letzte, das erste, „das“ Wissen – die Erleuchtung, die letzte Erkenntnis, das, was mit dem Verstehen im und nach dem „heiligen Augenblick“, im Jetzt passiert, hat nichts mit Wissen, Forschung, Intelligenz oder Weisheit, zu tun. Es steht über durch, in, ausserhalb, innerhalb, unter jeder Definition, jeden Urteils, jeder Einteilung, jeder Zerteilung. Es ist die heilige, die vollkommen göttliche Reflektion. Da die Schöpfung in ihrer Vollkommnheit aber nicht reflektiert werden kann – wird – ganz deutlich und WUNDERbar offensichtlich – dass wir Gott sind. Dass wir Gott sind!   

Fazit

Das Absolute kann nicht reflektiert werden, wäre dies möglich, wäre „es“ nicht mehr absolut. Dass wir es dennoch erkennen können, heißt darum vollkommen deutlich und mit messerscharfer Logik – „Reflektion des Absoluten ist nicht möglich“ – dass wir selber dieses, nicht reflektierbare „Etwas“ sind. Ergo und sehr offensichtlich – wir sind Gott, die Schöpfung, die Liebe. Mit all dem, was diese Begrifflichkeiten, in diesem Dasein, für uns ausmachen.  

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Über das Werden

Werdfen

Ursächlich?

Im rechten Licht betrachtet, vermeint das „Werden“ die Essenz des Lebens schlechthin zu sein. Die Philosophie sieht mit Heraklit und dessen fundamentaler Aussage „Panta Rhei“(Alles befindet sich im Fließen) im „Werden“ einen Faktor der ständigen Verwandlung, sowohl was das angeht, das wir für „Phänomene“ erklären, genauso wie für das, was als „Dinglich“ als Materie, bezeichnen. Parmenides, ein Zeitgenosse, vertritt die Ansicht, nur im steten Sein, im ewigen und Unveränderlichen, läge die Wahrheit. Aristoteles sieht das „Werden“ als initialen Übergang von Kraft zu Aktion. Das Werden sei die Ursache jeder Bewegung. Hegel beobachtet eine Synthese, ein sich Finden von Sein und Nichtsein – welches die Dynamik der Historie ausmacht.

Großes Wort

So ist diese Begrifflichkeit wohl durchaus ein hehres Ding, Großes klingt an, in seinen Buchstaben. So das Streben des Menschen zu „werden“ – dem Göttlichen näher zu kommen? Nun, lassen wir dem „Werden“ seinen großartigen Platz in der Dichtkunst, der Philosophie – der Psychologie. Doch es als Metapher für unser Streben nach der Wahrheit zu verwenden – ist leider nicht zielführend. Vielmehr entlarvt sich die Großartigkeit hinter dem Wort als ein weiterer, gar nicht so plumper, Versuch des Egodenkens, uns in Kleinheit zu halten.

Größer werden?

Es ist dies wohl eine ausgesprochen subtile Angelegenheit – nichtsdestotrotz sie eine grundlegende ist. „Werden“, das heißt – sich zu etwas hin zu verändern. Ein definierter Zustand ändert sich zu einem anderen definierten Zustand. Wenn wir also mit der Begrifflichkeit „Werden“ an unsere Sinnsuche herangehen, implizieren wir, dass uns dieser Sinn fehlt, dass uns dieser Gott fehlt, dass wir Geschöpfe sind, die erst „werden“ müssen, um zu Gott zu finden. Das ist die untergeschichtete Nachricht/Information/Formel: Du bist klein – darum findest Du den Sinn nicht. „Werde erst einmal erwachsen!“

Eingeflüstert

Hier wird die Manipulation offensichtlich, die das Egodenken betreibt. Denn es stellt uns – hast Du nicht gesehen – in die Ecke desjenigen, dessen Gott nicht vorhanden ist, der klein und unbedarft in einer nicht verständlichen Umwelt nach etwas sucht, an dem er sich endlich festhalten kann. Und genauso möchte die Dynamik der Gesellschaft, die Körperwelt, das System des Urteils und der Wertung, uns auch sehen. Ganz generell kann man sagen: Gelungen!

Treppen bauen

Hier wird eine Hierarchie installiert – eine Leiter. Wehren Sie sich dagegen! Verneinen Sie dieses System! Es ist nicht so, dass irgendjemand „werden“ müsste! Wir alle, jeder einzelne Mensch auf dieser wunderschönen Erde – jede Person, die Sie sehen, die Ihnen begegnet – sie alle sind bereits die perfekten Kinder Gottes! Es ist da nichts zum Werden! Es geht vielmehr darum, das SEIN anzunehmen. Und das „Sein“ liegt nur im Jetzt!

Fazit

Alles ist, seit Beginn jeder Ewigkeit, schon fertig, schon längst „geworden“ . Was das Ego, die Sündenwelt Dir zeigt, sind lediglich Reminiszenzen an eine Illusionsvergangenheit. Und wenn es Dich mit seinem „Werden“ in Kleinheit fesselt, dann zeige im Jetzt Deine Liebe. Die Liebe der Schöpfung – sie löst jedes kleingeistige „Werden“ auf – im Unbedingten Jetzt und Hier. Liebe wird nicht – Liebe ist.

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