Worthülsen zu Lippenbekenntnissen?

Worthülsen

Die Pille zur Erleuchtung?

An Texten, die erklären, wie man garantiert zur Erleuchtung gelangt, fehlt es uns nicht. Mittlerweile gibt es sogar schon Pillen, die dasselbe versprechen.

Um die Angelegenheit abzukürzen – nämlich diie Frage zu beantworten, wie man sie denn nun erkennen könne, die falschen Propheten: Sobald ein Opfer mit der vorgestellten Gesinnung verbunden ist, mit der geforderten geistigen Haltung, ist es der falsche Weg, geht der Weg in eine inkorrekte Richtung. Liebe, die Schöpfung, verlangt keinerlei Opfer. Nie.

Zeitverschwendung, sonst nichts?

Der Pfad, die Route, wird dabei, auch wenn es nicht so scheinen mag, immer derselbe bleiben – doch wir vergeuden Zeit, in unserem Dasein. Wir behandeln hier ein prekäres Thema, denn jeder dieser Wahrheitsverkünder, seien es die großen Kirchen oder andere Prediger, pocht natürlich sehr nachhaltig auf seine Wahrheit – als die einzig Segen bringende. Und unterstützenswerte. Womit ein zweites Kriterium auftaucht, dass die Scheinheiligen entlarvt. Geld. Sobald es um das Finanzielle geht, kann von Erwachen keine Rede mehr sein.

Das Ich?

Sehr viele der “neu” aufgezeigten “Heilswege” benutzen der Ansatz der “Ich-Findung” – ganz wie es auch moderne Life Coaching Ratgeber tun. Daran ist nichts falsch. Doch, sobald hier ein Bild auftaucht “Ich und die anderen” im Sinne eines Urteils, ist die vermeintliche “Erklärung” vom wahren Ziel abgewichen. Das wird erschreckend deutlich in dem Buch, dem Film, “Celestine”. Ein wunderbarer Ansatz betreffs des Liebesgedanken – komplett zerstört von dem Glauben, andere Menschen wären in irgendeiner Weise negativ, oder könnten mir etwas stehlen (Hier geht es um Energie). Ein sich als Ilussion erweisender Kontrapunkt zu der allumfassenden Wirklichkeit der Liebe.

Ausschließlichkeit?

Ein viertes Zeichen dafür, dass die vetretene, verkündete Glaubensansicht nicht den rechten Weg geht, ist die “Ausschließlichkeit”. Wer immer auch postuliert, den Anspruch vertextet, den einzig seligmachenden Weg, eine singuläre, somit einschränkende Lösung zu bieten, kann gar nicht anders, als am Ziel vorbeigeschossen zu sein. Wahrer Glaube, die Idee und Wirklichkeit der Liebe schließt immer alles und jeden, in jeder Konfiguration mit ein. Es kann keine Ausnahmen geben. Es geht um das Alleins.

Noch ein wenig mehr?

Das alles ist Oberfläche. Lasst uns noch ein wenig tiefer graben. Niemand würde jemals behaupten, den Weg zur Quelle zu finden, wäre, aus der Gedankenkonstruktion der Gesellschaft heraus, möglich. Das ist der Punkt. Solange die Geisteshaltung nämlich ihren Anspruch in Sünden, Verboten, Hierarchien, Rangfolgen, verwirklicht, zeigt sie grundlegend falsche Tendenz.


Der Weg zur Quelle, zur Liebe, zur Schöpfung, liegt, in jeder Art und Weise, ursächlich außerhalb des Urteilskomplexes dualistischen Denkgehabes.

Auflösung der dualistischen Idee?

Eine neue Erde – was diese Begrifflichkeit aufzeigen möchte, das ist ein Verstehen, ursächlich außerhalb des Urteilskomplexes dualistischen Denkgehabes. Und nur darin liegt der Weg. Das aber ist eben keine Ausschließlichkeit – sondern das genaue Gegenteil – und allumfassend. Das bewegte Unbewegte, das Zentrum außerhalb jeder definierten Mitte. Das Neutrum, das alles enthält. So jedwede Angst von vornherein ausschließt.

Die Wahrheit liegt immer offen?

Die Wahrheit, die Liebe in Wirklichkeit – sie ist nie, niemals, Misterium, Geheimnis. Ist nie und nimmer unverständlich, ist nie und niemals nur für “Initierte” zugänglich. Die heilige Wirklichkeit ist, dass die Tore, die sich dem Suchenden öffnen, zwar die Wahrheit enthüllen, – diese jedoch eine ewige Wahrheit ist, fürwahr, die es niemals nötig hat, sich zu verbergen. Die immer, für alle, im Alleins, in der Ganzheit, mit größtmöglichster Fürsorge des Absoluten, jeden Sekundenbruchteil unseres Daseins, bewacht und führt.

Wunderbare Wahrheit?

Hier also diese Wahrheit, die sehr schön ist:

Jeder Versuch zu verstehen, jede Erklärung, sei sie auch noch so irreführend, ist die vollkommen RICHTIGE!

Es ist sehr einfach so, dass sich die Wahrheit, die Liebe, immer durchsetzt. Auch Informationen, Gedanken, Schlussfolgerungen, Lehren, Heilsgeschichten, Evangelien, die “subversiv” erscheinen, welche Dinge und Einstellungen verdeutlichen, die, ganz offensichtlich, oder auch versteckt, einem dualistischen Gedanken huldigen, sind lediglich Teile, Puzzleteile des Verstehens, auf dem Weg, den jeder für sich ganz alleine geht. Tore, die also erkannt werden, sich öffnen.

Das Geschenk des freien Willens?

Was bei der Betrachtung sehr wichtig ist: Die Schöpfung kennt den Zeitbegriff nicht. Und zudem, – als ebenso großes Geschenk wie unser Körper – sind wir im Besitz des freien Willens. Es ist uns also vollkommen unbeschadet gestattet, jeden Weg, den wir für richtig halten, auch zu gehen. Das führt die Menschen zu den seltsamsten Dingen – die Quelle, zu der sie alle unweigerlich marschieren jedoch, bleibt dieselbe. Diese Quelle ist die Wahrheit, die Schöpfung, die Liebe. Das ALLEINS.

Fazit

Es existiert also, wenn man es so betrachten möchte, dieser Pfad. Und ganz offensichtlich führt er durch Wüsten, über Gebirge, einsame, kalte, sturmumtobte Hochebenen. Doch jedes Unverständnis führt zu größerem Verständnis, Fehler sind keine Sünden, nur Irrtümer, die berichtigt werden können. Wohin auch immer die Straße Dich geleitet hat – es ist, um Dich VERSTEHEN ZU MACHEN.

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Wünsche

Sind die Wünsche verschwunden?

Wunschlos glücklich. Ist dies nun ein Zustand, in dem alle Wünsche erfüllt sind, darum keine mehr bestehen – oder ist es vielmehr so, dass der Wunschgedanke an sich verschwunden ist? Oder ist das eine Folge des anderen? Mit dem Wunschgedanken sind wir auf eine ausgesprochen paradoxe Angelegenheit gestoßen. Denn sobald wir einen Wunsch formulieren, zementieren wir sein ungefähres Gegenteil.

Unerwünschte Situation?

Wir bestätigen uns, dass wir in einer nicht wünschenwerten Situation leben. Und wie von ungefähr kommt es auch schon in die Szenerie geschwebt – unser hoch verehrtes Konjunktiv. Wäre, würde, sollte, hätte, wenn. Wir möchten den Wunsch – an sich doch eine wunderschöne Sache – nicht verteufeln. Jedoch, wenn wir ganz dicht an diese Begrifflichkeit heran treten, tun sich ganz erstaunliche Dinge auf.

Realitätsfern?

Es scheint ein wenig, als würden wir den Begriff “Wunsch” von unserem restlichen Leben abtrennen. Ein Wunsch ist immer irgendwie entfernt von unserer Realität. Der Punkt ist: Das ganz genaue Gegenteil ist der Fall. Wir leben den Wunsch. Unerfülltes Verlangen bestimmt zu großen Teilen über unser Verhalten in den Gesellschaftsstrukturen. Der Wunsch zeichnet ganz deutliche Grenzen. Begrenzungen in unserem Dasein.

Wünsche sind Tendenz?

Denn es geht um das, was wir können (haben können) und das, was wir uns lediglich wünschen. Wir tragen jedoch mit unserem Verhalten Sorge dafür, dass die Wünsche zumindest die Tendenz erhalten, zur Wirklichkeit zu werden. Das heißt, vermeintlich unerreichbare Dinge und Aktionen bestimmen über unser Leben. Dinge, die überhaupt nicht existieren, lediglich unter Umständen möglich sind. Und mit unserem Wunsch, der ausdrückt, dass diese Dinge in (zumindest vorläufig) unerreichbarer “Entfernung” sind, manifestieren wir sie in unserer Lebensgestaltung. So oder so.

Wunsch oder Wille?

Das kann durchaus positiv sein. Ein Schreiner der den Wunsch hat, eine bestimmte Form herzustellen, wird in aller Regel Erfolg damit haben. Ein Mensch, der sich wünscht, eine bessere Kondition zu haben und dafür Gymnastik betreibt, wird entsprechend fitter sein. Doch wir verlieren uns in Begrifflichkeiten. Ist dies dann noch Wunsch oder bereits Wille? Wünsche, auch der Wille eine bestimmte Konstellation im “Leben” zu erreichen, reissen uns, so sie nicht aus der Liebe stammen, in einen Strudel des Gesellschaftsdenkens.

Von der Gesellschaft formulierte Wünsche?

Denn außerhalb der Liebe formuliert lediglich diese dualistische Gesellschaft die Wünsche. Und so sind sie materiell, urteilend, abschätzend. Es sind unsere Hand- und Fußfesseln, die Regeln der Gesellschaft, die wir auf uns selbst projizieren. Wir formulieren diese Wünsche – und es sind unterbewusste Ziele, Vorgaben des Egodenkens. Ein Wunsch – nicht ein Traum – ist auch immer Statement. Ist immer Anspruch. Darin liegt die Intensität.

Wünsche in der Differenzierung?

Wünsche in der Gedankenkonstruktion des Urteils, des Unterschiedes, sind immer dessen Manifestation. Tatsächlich wird auf dem Pfad ein Punkt erreicht, wo dem Suchenden die vollkommene Sinnlosigkeit von Wünschen klar wird. Denn – wie könnte die Situation, die wir mit unserem Wunsch bezwecken möchten, (aus unserer lediglich “wahrnehmenden” Sicht der Dinge) auch nur zu einer Winzigkeit, sich der Glorie und Herrlichkeit nähern, welche die Schöpfung uns in Liebe zugedacht hat? Nämlich den jetzigen Augenblick? Das Jetzt?

Ein mächtiges Werkzeug?

Wie deutlich wird, sind die Wünsche ein mächtiges Werkzeug – sie bestimmen unseren Lebensinhalt. Sie zu reduzieren, hin zu einer Anspruchslosigkeit, die keineswegs Verzicht bedeutet, ist ein Anfang – dahin, zu verstehen, dass jeder Wunsch, der ehrlich ist, längst erfüllt ist. Das Verständnis, dass es in der wunderbaren Wahrheit, die sich mir auf meinem Weg auftut, keine Wünsche mehr geben braucht.

Fazit

Die gelebte, gedachte Anspruchslosigkeit, das wunschlose Sein in Liebe, wird demjenigen, der es aufgrund seines ehrlichen Herzens erfährt, alles an Mitteln zukommen lassen, was er für seine Aufgabe, für ein Leben in Freude, benötigt. Das Vertrauen in die liebende Schöpfung ersetzt den Wunsch. Und dieses Vetrauen lässt uns das wahrhafte “wunschlose Glücklichsein”, wie es das Ziel der Wahrheit der Liebe für jeden von uns ist, verspüren und schließlich leben.

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