Die scheinbare Offensichtlichkeit des Daseins

Ins Normal geflüchtet?

Was wir tun, um in diesem Chaos einer nicht begreifbaren Logik, zu überleben, ist simpelste, animalische, instinktive, Verzweiflung unseres Denkens. Angesichts der nicht erfassbaren Gefahren auf unserem Pfad, basteln wir uns ein „Normal“. Wir setzen unsere Gedanken in eine hermetisch abgeschlossene Glaskugel, in der wir auch selber Platz finden – Begrenzung schlechthin also – und unser Bestreben ist es, logischerweise, diese Konstruktion der Begrenzung zu behalten, denn nur mit ihr fühlen wir uns sicher.

Sichere Begrenzungen?

Die Wände der Kugel sind die Prämissen und Gesetze der Gesellschaft, die Moral, die Philosophie, de Kunst, die Wissenschaft. Das alles ist sehr klar formuliert, ist sehr deutlich – offensichtlich. Und die Angst, mit der dieses System arbeitet, verstärkt sich ins Ungeheure, wenn jemand beginnt, es zu hinterfragen. Wer fraglos mitmacht, überlebt wesentlich einfacher – in der Kleinheit, die er da für sich formuliert.

Hinter Ängsten versteckt?

Werden berechtigte Zweifel laut, zeigt das Ungeheuer sein wahres Gesicht – wie immer, wenn es darum geht, die Tatsache zu verbergen, dass all seine Weisheit nur existiert, um von der eigentlichen, wunderbaren Wirklichkeit, der Idee der Schöpfung nämlich, abzulenken – uns im Gefängnis seiner Schuldsprechung – in Vergänglichkeit – zu behalten. Dabei ist es gar nicht einmal nötig, hier großartig zu hinterfragen – es stellt sich im Übrigen auch als nicht durchführbar heraus, dieses Hinterfragen – es ist also nicht notwendig, lautstark in Frage zu stellen – nur etwas genauer ansehen, muss man sich das Gerüst.

Schuldsprechender notwendig?

„Attackieren“ wir die Sache einmal aus dem Ungefähren. Es dreht sich immer um Schuld. Um „offensichtliche“ Schuld. Um die Schuldidee umzusetzen, benötigen wir jemanden, der schuldig spricht. Im Sinne der „Wahrheit“ hat dieser mehr Information, im Sinne der Umsetzung, ganz einfach, mehr Macht. Die Schuldsprechung beruft sich auf die postulierten Informationen, Regeln, Gesetze, die jedoch dehnbar und auslegbar sind. Sie spielen eigentlich keine großartige Rolle.

Hineingeboren, in die Schuld?

Das Bild ist also eines, das sich in rasender Geschwindigkeit um die Frage dreht, was Gut und was Böse ist. Und je nachdem, wer wir sind, finden wir uns in eine solche, eine entsprechende Konstellation hineingeboren – nämlich in eine, die für sich postuliert, sie habe die Antwort auf diese Frage, oder zumindest annähernde Betrachtungen. Und das jeweilige Bild, die lokale Konstellation, lässt regelmäßig nur wenig Spielraum.

Postulierte Regeln/Informationen zunehmend unnötig?

Denn es ist so, dass uns das System in die Schuld gezwungen hat, die wir nun so offensichtlich finden. Wir werden in diese Schuld hinein geboren. Und angesichts der überwältigenden Stärke der Machtstrukturen, werden die „Information“ die ja nichts als die Regeln der Gesellschaft sind, mehr und mehr irrelevant, will meinen, sie werden zur dehnbaren Floskel, zur Maske, zum bloßen Anschein.

Ein Eiertanz auf rohen Eiern?

Was wir mit unserem Leben tun, um die eingangs erwähnte Normalität zu wahren, ist ein Eiertanz – auf Eiern, die teilweise nicht einmal eine Schale haben. Es ist also notwendig, einmal das System wirklich anzusehen, um seine Irrelevanz zu verstehen – und dann sich von ihm zu distanzieren. Tatsächlich bestehen die ersten Schritte auf dem Pfad zur Erkenntnis darin, sich körperlich und geistig von der herrschenden Denkkonstruktion zu lösen. Wirklich primitiv, sich loszusagen. Dieser Ruf an die Wahrheit, öffnet die Portale.

Distanz schaffen?

Die Art und Weise und der Umfang dieser „Lossagung“, entspricht dem freien Willen – doch wird das Bewusstsein wachsen, dass wirklich alles machbar ist. Das Vertrauen, in jeder Sekunde beschützt zu sein, wächst in Dimensionen, die es einem gestatten, einfach lächelnd zu wandern. Wir formulieren lediglich den Wunsch, hinter die Offensichtlichkeit zu blicken. Und Mutter Schöpfung lächelt.

Der erste und letzte Sprung?

Tatsächlich wird deutlich, dass der vielzitierte Sprung vom festen Felsen, nichts anderes bedeutet, als die Leugnung der Gesellschaftskonstellation. Das sich, ganz körperliche, reale Entfernen, in Distanz gehen. Ganz realitätsbehaftet. In der Wirklichkeit. Sich lösen. Die Liebe, das Leben, die Schöpfung – sie bietet Dir jede Sekunde Deines Lebens die Möglichkeit, die ersten Schritte zu tun. Und Du hast keine Chance, fehl zu gehen. Vollkommen egal, was Du tust. Sind Deine Taten und Gedanken in liebevoller Absicht, werden sie Dich weiterführen, sind es nicht, bist Du, auf Deiner weiteren Suche, ganz genauso behütet.

Du begegnest Dir selbst?

Alles, was es Dir in Deinem Leben, Deinem Aktionspfad in dieser Wirklichkeit, begegnet, bist lediglich Du selbst, auf der Suche nach der Wahrheit hinter dem Offensichtlichen. Du bist Frage und Antwort. Und es geht nicht darum, ob Du das sinngemäß verstehst, sondern vielmehr darum, ob du die herrliche wunderbare, alles umfassenden, eben absolute, Größe dieser letzten Wahrheit erkennst.

Fazit

Und darum ist der Pfad – Deine Wanderung zu Dir selbst. Wenn Du dort in vollkommener Liebe angekommen bist, wirst du erkennen, dass das einzig sinnvolle Ziel des Daseins, das eine ist, nämlich den Liebesgedanken weiter zu geben. Dem Urwollen der Schöpfung zu folgen, ihn mit den Mitteln, die Dir gegeben sind, und die dir in Fülle gegeben werden, umzusetzen. Und wenn diese Mittel auch monetärer Art sind, hast Du sie bereits, oder du findest Zugriff. Diese Ebene des Erlebens, der Wahrnehmung kann Dir nichts anhaben.

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