Zen und Spiritualität

ZEN

Philosophische Intelligenz

ZEN – Die Begrifflichkeit, diese Strömung der philosophischen Intelligenz – die versucht, den vollkommenen Nullpunkt im Denken – vor allem das Denken, die Linguistik betreffend, zu finden, zu beschreiben, zu definieren. Was passiert, zumindest in der Sprache, – die Verinnerlichung der Kontradiktion, scheint dabei, aber mehr als grotesk, für den Verstand, auf.

Durchdringende Generalidee

Wir finden Ansätze dieses Gedanken in allen möglichen Spielarten der Kunst – der Surrealismus in allen Formen, in deutscher, europäischer Vergangenheit, insbesondere der Dadaismus. Oberflächlich betrachtet, möchte einem die Idee des ZEN wie ein Generalangriff auf das Denken schlechthin erscheinen, doch ist hier nichts weiter versucht, als die semantische Verdeutlichung unserer Illusionsrealität. 

Offensive Attacke

Was Zen und der Dadaismus versuchen, ist die Barriere nieder zu reißen, die das dualistische Denken errichtet hat -von der Methodik her, im Gegensatz zu allen anderen Religionen und Philosophien, die sich letztendlich um dasselbe bemühen. Hier im Zen, passiert dies tatsächlich sehr „brutal“ „offensiv“ , „offensichtlich“ Das Motto des Zen-Buddhismus lautet ganz klar: Verstehe – oder stirb. Vollkommen wörtlich. 

Unlösbare Aufgabenstellung

Es ist, als ob der Zen Meister dem Schüler ein Seil mit einem Knoten vorlegt, der nicht mehr zu lösen ist. Es fällt auf, dass hier im Zen, tatsächlich die Konstellation „Verstehen und Nichtverstehen“ also die Hierarchie „Meister und Schüler“ sehr deutlich wird. Das ist durchaus berechtigt – denn, wenn jemand die Wahrheit erkannt hat – mithilfe der rauen Methodik des Zen – dann wird eben genau dieser Positionswechsel vollzogen.

„Über“ Intellektuell

Eine Aufforderung wie „Klatsch mit einer Hand!“ des Meisters an den Schüler, kann nicht intellektuell, in herkömmlichen Sinne, beantwortet werden, – ihr kann nicht in handelsüblicher Art und Weise Folge geleistet werden. Die Situation entsteht – dass der Schüler nachgerade gezwungen ist, sich in eine andere Ebene seines „Denkseins“zu begeben, denn er hat ja die Sicherheit, dass es eine Lösung durchaus gibt. Ja, dass diese sogar vollkommen offensichtlich ist.

Behutsameres Vorgehen

Der ZEN – Buddhismus nähert sich der Lösung behutsamer, mit den Prinzipien, die Buddha in seinen Sutren niedergelegt hat – Welche denselben Weg – in Worte zu fassen suchen. Egal, wohin wir blicken, ob die Strömung sich Reiki, Yoga, Christentum oder Islam nennt, ob es die Ideen der Jsesuiten oder die der Sufis sind, ob der Verkünder dieser Idee nun Alan Watts, Carlos Castaneda, Rumi oder Milarepa oder Shiva, Meister Eckehart, Thich Nhat Hanh, Erich Fromm oder Taitaro Suzuki oder auch Helen Schuhmacher heißt – es dreht sich immer um dieselbe Aufgabenstellung für den Suchenden.

Wissenschaftlicher Konsens

Die moderne Sprache hat für diesen „Zustand“ diese mentale Blockade, einen netten Namen gefunden – wobei man sehen muss, dass auch die moderne Wissenschaft, vertreten von Größen wie einem Nobelpreisträger Professor Dürr oder auch Albert Einstein, „eigentlich“ allen Wissenschaftlern, die sich mit der Quantentheorie befassen, auf denselben Schluss eines individuellen Universums kommt – die moderne Sprache nennt das Nichtverständis dieser wissenschaftlichen Schlussfolgerung „kognitives Unverständnis“.

Fazit

Was ist die Quintessenz? „ES EXISTIERT KEIN AUSSEN!“. Wer dies wahrhaftig (verstandesmäßig nicht wirklich möglich) verinnerlicht, es „verspürt“ – wem es „aufgeht“ – diese Begrifflichkeit, dieses Satzgefüge, „Nichtexistenz eines wie auch immer gearteten „Außens““ zu verstehen – dem sind alle Fragen vorbehaltlos beantwortet. Der hat es nicht mehr nötig, Fragen zu stellen. Der versteht, was Fragen sind.

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Kontrapunkte

Kontrapunkt

Das Paradies gewünscht

Es scheint auf, dass viele Menschen die Konstellation „Spiritualität“ und „Leben“ auf eine sehr trennende Art und Weise betrachten. Da ist auf der einen Seite dieses offensichtlich wunderschöne, wünschenswerte Gefühl, von dem in jedem spirituellen Wegweiser die Rede ist – welches man unbedingt erreichen möchte – wie alles was angenehm und als kostbar beschrieben wird – und auf der anderen Seite, – da befindet sich das schnöde Leben in Arbeit, Miete, Krankheit, Leid. Zwei Kontrapunkte.

Die vielgerühmte Brücke gibt es nicht

Das eine, die Spiritualität, hat nichts mit dem anderen, meinem Leben in der Gesellschaftskonstruktion zu tun. Soweit auch richtig – denn, die wahre Erkenntnis hat tatsächlich keine Bezugspunkte mehr, zur Gesellschafts- Urteilsidee. Das vielfach heraufbeschworene Bild einer Brücke aber, über die man geht, um dann im „Erkenntnisparadies“ zu landen, ist ein falsches Bild. 

Die Lösung liegt nicht auf irgendeiner „Seite“

Es gibt die Brücke so nicht. Das ist ein falsches, ein trennendes Bild. Die Wahrheit über die Erkenntnis ist, dass sie ganz bei uns liegt, sie ist zu finden, wenn man den Gesellschaftsgedanken transzendiert – das meint also, dass die Erlösung in der Mitte des Gesellschaftsgedankens zu finden ist – nur hier – und nicht an einem anderen Ort, der, wie auch immer, getrennt von uns ist. Es gibt kein Außen, Die Erkenntnis ist im Hier und jetzt – und sie löst den Gesellschaftsgedanken einfach auf. 

Keine Polarität

Es ist also nicht so, dass es da irgendeine Polarität gäbe – das genaue Gegenteil trifft zu. Wir können das Erreichen eine Ortes der Stille in uns realisieren, einem Platz, an dem wir in der Lage sind, unsere Leidensprobleme zu erkennen und aufzulösen, so die Urteilsidee der Gesellschaft zu negieren, – wir können das Erreichen dieses Platzes LERNEN. Meditation ist auch ÜBUNG. Das hat nichts mit Anstrengung tun. Doch die notwendige Stille zu generieren, benötigt Übung. Erkenntnis ist das Ziel Deines Pfades. Wir müssen uns also, mitten im Gesellschaftsgeschehen, „auf den Weg“ machen. 

Keine Brücke sondern unser Weg

Es ist also ein Pfad, ein Weg, den wir gehen müssen, um zu verstehen. Durch diverse Türen. Wir laufen, unser ganzes Dasein, von einem Tor zur nächsten Pforte. Wir durchschreiten sie, meist, ohne es auch nur zu ahnen. Doch an einem gewissen, einem „heiligen“ Punkt, da wird die Erkenntnis übermächtig – sie wird erinnert – und die kontrapunktuelle Ignoranz ist nicht mehr sichtbar, spürbar, verschwindet, wird, ganz simpel, nicht mehr gelebt. Das ist ein Weg, ein Pfad, eine Distanz

In den Liebesgedanken investieren

Unser Treibstoff, die Energie für diesen Weg, die kommt aus uns selbst. Wenn wir unsere Kraft nicht mehr in die Gesellschaftsidiotie verschwenden, bleibt die Power für den Pfad. Je mehr wir von uns investieren – in den Liebesgedanken – desto „schneller“, „eher“ (Die Schöpfung kennt keinen Zeitbegriff) wird uns das „endgültige/ewige Verständnis“ näher kommen. Es ist unser heiliges Wollen, das von der Liebe mit aller Macht unterstützt und gefördert wird.

Keine Trennung von Illusion und Wahrheit

Es stellt sich also keineswegs so dar, dass Gesellschaft und heilige Spiritualität getrennt wären – sie sind eines, – bis die Illusion offenbar wird. Es ist das Wissen über und von und durch die Gesellschaft notwendig, zumindest ausgesprochen förderlich, um zu verstehen, wie unnötig und vollkommen überflüssig (in relativer Form) dieses Wissen letztlich tatsächlich ist. 

Notwendiges Praktizieren

Alle verzweifelten Versuche, für sich selbst eine Welt der Spiritualität zu errichten, die vorgeblich nichts mit der Gesellschaft zu tun hat, stellt sich dar, wie der Kampf des Don Quichotte. Es ist die PRAXIS DES TRANSZENDIERENS, also ein PRAKTIZIEREN, das Erfolg bringt. Wir sind nach und nach in der Lage zu ERKENNEN – und das löst auf. Die Lösung, der Pfad liegt in Dir, vollständig. Ein Außen gibt es nicht. DU bist Spiritualität UND Gesellschaft. DU bist das Zentrum

Verinnerlichte, ganzheitliche, Spiritualität

So scheint auf, dass Spiritualität dann wirklich sinnvoll wird, wenn sie bis zur Vollständigkeit (was Auflösung des Kontrapunktes bedeutet) integriert, verinnerlicht ist. Dann hat die Spiritualität, das erforderliche Maß an Erkenntnis erreicht, den Gesellschaftgedanken der Schuld transzendiert, geschluckt, die Kommunikationswege übernommen. 

Zauberwelt

Das meint schlicht und einfach – Spiritualität ist ganzheitlich. Eine Zauberwelt der Erkenntnis, so auf einen Schlag – das ist tatsächlich Wunsch. Je stärker man sich dies in der Welt aber wünscht, und es tatsächlich, ganzheitlich zu verwirklichen sucht, desto mehr WUNDERHILFE der Schöpfung wird einem zuteil. Dieses Wünschen – es braucht die Zeit dieser Welt. Es ist der Pfad. Rufe, und die Liebe wird auf den leisesten Laut reagieren. 

Fazit

Der Urgrund jeder wirklichen Spiritualität ist die Vereinigung von Körper und Geist. Der Körper ohne Geist, ist lediglich Materie, Fleisch. Ohne Willen und ohne Macht. Erst unser Geist, der sich heute, in diesen Tagen, noch schwer gefangen zeigt, in den Parametern der Gesellschaft, in Vereinigung mit diesem Leidengsgenerator, zu dem wir uns erklärt haben, löst diese Missverständnis in der Zeit auf.  

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