Das durchdringend Manipulierende

Ursuppe de Gesellschaft?

Eine der herausragendsten Eigenschaften des gesellschaftlich fundierten Egodenksystems ist die Manipulation – in weitestreichestem Sinne. Man könnte formulieren, die Manipulation, das zwanghafte Wollen einer Veränderung einer Situation, ist die Grundessenz, das Manna unserer Urteilswelt. Tempus fugit, die Zeit steht nicht still – und die Dinge sollen sich nach unseren Vorstellungen ändern. Das ist unser Lebensbestreben.

Die Schöpfung ersetzen?

Wir können nun sagen, dieses Streben nach Veränderung ist der Wille, Positives zu erschaffen – der Wunsch nach Bequemlichkeit – zuallererst aber in größter Vordringlichkeit der bestimmende Gedanke: „Wir können das!“ Ein wenig nüchternerer betrachtet, ist es nichts als der Versuch, sich an die Stelle dessen zu setzen, was wir, irgendwo auf einem Piedestal ausgestellt, als „Gott“ kennen.

Manipulation bis zum Diametralen?

Manipulation in der Gesellschaftsidee ist also grundlegend, – sehen wir uns einmal an, was diese „Korrektur“ die wir unser Leben nennen, mit dem Begriff der Liebe tut – an diesem Beispiel, das an Bedeutung nicht zu überbieten ist, wird deutlich, wie zerstörerisch und in die vollkommene falsche Richtung unser Egodenken der Sünde und des Urteils uns vorantreibt. Gerade wenn wir uns das betrachten, was eigentlich, in Wahrheit, die Quellidee des Universums darstellt, die Liebe nämlich, wird diese umfassende Manipulation ausgesprochen offensichtlich.

Qualifizierte Liebe?

Liebe – das ist für uns nichts weiter als Urteil. All das Wunderbare, dass die Liebe ausmacht, wird restriktiert. Um Liebe zu erfahren, muss man sich qualifizieren. Es sind Unmengen an Forderungen aus dem Gesellschaftsdenken, in allen möglichen Ebenen, zu erfüllen. Unser eigener Standard bestimmt schließlich, wessen wir “WERT“ sind. Wir reduzieren uns selbst, weil uns das so mitgegeben wird. Unser Ego-Selbstbild ist vollkommen vom Urteilsgedanken vernebelt, den gesellschaftlichen Forderungen hinsichtlich der „Liebe“.

Liebe ist Opfer?

Verzweifelt versuchen wir nun in der Liebe irgendeinen Standard zu verkörpern, der, so meinen wir, dem Partner zusagt. Wir versuchen uns, hinsichtlich dieses Idealbildes eines Partners, dass wir für unser gegenüber sein möchten, in Anpassung zu verändern. Das ist unser Opfer an die Liebe. Wir versuchen uns zu dem hin zu ändern, was wir für positiv halten – und wir erwarten dies letztlich auch vom Geliebten.

Lügengeflecht?

Was hier ganz deutlich wird, ist, dass wir uns mir jeder unser Handlungen „die aus „Liebe“ passiert“, wir unser nur umso tiefer in dieses Urteilsgeflecht verstricken. Wir reiben uns darin auf, hasten von einer Manipulation zur nächsten, Wir versuchen die Dinge zu drehen, sie in Ordnung zu bringen, sie in die richtigen Bahnen zu leiten.

Perfide Ego-Arroganz?

Diese Haltung ist nicht nur die vollkommene Selbstüberschätzung, sondern vielmehr auch komplett unsinnig – ein Ziel kann weder erreicht noch überhaupt formuliert werden. Einmal im Getriebe des Gesellschaftsdenkens gefangen, werden die ursprünglichen, die wahren Wünsche und Ideen, nicht nur manipuliert, sondern dermaßen verdreht, dass am Ende das Gegenteil deutlich wird.

Die größte linguistische Egowaffe?

Und hier beginnt der Triumphzug der mächtigsten Egowaffe. Das Konjunktiv. Hätte ich, wäre, würde, könnte, sollte. Und jedes dieser Wörter schlägt uns ins Gesicht, lässt uns reagieren, lässt uns angreifen und verteidigen, wir gehen ganz auf, in der Rolle, es besser zu machen, das Drehbuch der Schöpfung zu verstehen. Tausend Gebrauchsanleitungen werden uns angeboten, anerzogen.

Fehlender Informationshintergrund?

Würden wir uns nur einmal ernsthaft die Frage stellen, mit welcher Grundlage, aus welchem Wissen heraus, mit welchem Informationshintergrund, wir an diese Aktionen, die wir ja auch mit derselben Wissensmenge erst erschaffen haben, herangehen, was unser „Tun“ in dieser Angelegenheit ist – wir würden erkennen, wie witzlos unser Streben ist.

Trauriges Missverständnis?

Unser Wissen – wieder einmal muss dieses Beispiel herhalten – ist weniger als minimalistisch. Ein Mann rollt ein Stück Papier zur Rolle und sieht hindurch auf den Nachthimmel. „Nun habe ich die Geheimnisse der Universen erkannt“, sagt er dann. „Mir ist nun klar, wie die Schöpfung funktioniert, – darum muss ich sie ändern.“ Welche Arroganz, welch trauriges Missverständnis, welch dummer Fehler!

Verrücktes Chaos?

Wer diese Konstellation erkennen kann, der versteht, wie sinnlos, wie zerstörerisch dieses Zahnradgetriebe des urteilenden, einteilenden, aufteilenden Denkens in Wirklichkeit ist. Eine wert“lose“ Tretmühle. Doch eigentlich besteht sie aus Werten – die ausgesprochen unbequem, ja, Leid – und Angst-erzeugend sind. Eine Seifenblase des irrsinnigen Chaos, das nie einen festen Punkt kennen könnte.

Einkehr ist nur bedingt der Weg?

Wenn man nun vermeint, die letzte Lösung läge also darin, sich von diese Gesellschaft, diesem Denken, diesem System abzuwenden, in die Stille, die Einsamkeit zu gehen, weit weg von allen Einflüssen, der liegt so nicht richtig. Wer das Urteilsdenken erkannt hat, seine Wirkungskette versteht, der sieht die Wirklichkeit und die ist Liebe.

Expansion der Liebesidee?

Der also, der die Liebe wieder gefunden hat, hinter den Urteilsverkündungen der Gesellschaft, der versteht auch, dass er zur Aufgabe hat – als Teil der absoluten Liebe – sich auszudehnen, die Liebe auszudehnen, sie expandieren zu lassen – denn das ist der Urwillen allen Absoluten – die Expansion. Das kann nicht in Abgeschiedenheit und dem Alleinsein passieren – vielmehr wirst Du erkennen, dass Du das vollkommene Zentrum der Liebe bist.

Machbare Wandlung?

Den Liebesgedanken in Realität zu leben, das ist die Aufgabe, die jeder versteht und glücklich lebt, der nur die Anfänge der Unendlichkeit in sich verspürt hat. Und es ist möglich und machbar, diese Liebesidee im Hier und Jetzt umzusetzen, sie zu leben. Die Liebesidee selber, wird Dir, ganz unweigerlich, in Deinem Leben den Weg dorthin weisen. Du kannst Dich sträuben – doch die Liebe gewinnt immer, denn sie kennt keine Zeit. Somit ist jedem Menschenkind die Erlösung sicher.

Fazit

Die Kraft der absoluten Liebe, die die Quelle aller Dinge, alle Universen ist, ruft uns, sie spielt die alte zärtliche Melodie, die wir so gut kannten, im hastigen Getriebe der Welt aber vergessen haben. Und wir haben Ohren zu hören und Augen zu sehen – bald, nur allzu bald – werden wir verstehen, werden diese Allmacht erkennen und leben. Die Wahrheit, ohne irgendeine Manipulation.

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Was macht einen guten oder schlechten Menschen aus?

Gut oder Böse

Wo ist der feste Punkt?

Könnten wir nur diese Frage beantworten – eine Frage, die an und für sich keine Frage ist, sondern ein verzweifelter Hilferuf nach Ordnung, nach Gesetzlichkeit … letztlich die wütend heraus geschriene Forderung nach einem festen Punkt im Chaosgefüge des urteilenden, mit Vorurteilen, der Sünde, der Rache und der Verteidigung durchsetzten dualistischen Gedankensystems. 

Unerreichbar

Könnten wir dies Frage beantworten – könnten wir einen unfehlbaren Leitfaden erstellen – was würde sich ändern? Jedwedes Postulat, jede Feststellung im Urteilsgedanken ist vollkommen individuell und relativ. Die Situation ist, wäre aufs I-Tüpfelchen dieselbe. Denn die Frage ist längst geklärt, wir haben die Antwort nur auf ein unerreichbares Piedestal gehievt, nicht zu fassen, – da ist nicht hin zu gelangen. 

Nicht zu stellende Frage

So ergibt sich also in diesem System der fluktuierenden Wertigkeiten die Frage nach Gut und Böse als letztlich obsolet, eine Frage, die sich im System selbst negiert. Das, was diese Begrifflichkeit, die wir da in die Welt gestellt haben, ausfüllen würde ist in unserer Gesellschaft, in unserem Denken nicht zu finden. In der Sprache der Börse findet sich ein Begriff,der den Zustand dieses Wortpaares von „Gut und Böse“ ein wenig treffend beschreibt: Volatil. 

Spitzfindig bis zum Nichts

Doch klingt jeder Versuch einer Beschreibung immer gekünstelt, muss ins zerteilende, sachliche, intellektuelle abrutschen. Die Definition potenziert, partitioniert, wird spitzfindig, zersplittert. Die Wirklichkeit, die die Basis dieses „Was auch immer Gut und Böse“ ist, ist nicht in Satzformulierungen, in Wörtern abzubilden. 

Die Wahrheit ist nicht statisch

Ein weiser Mann sagte einst, einen Pfad zur Wahrheit gäbe es nicht. Denn jede Beschreibung wäre statisch, die Wahrheit aber ist die Bewegung in Sich. Sie ist in keinster Weise statisch, darum kann sie auch nicht mit statischen Begriffen beschrieben werden. Die Wahrheit und der Pfad zur Wahrheit ist das Sosein – dem jedwede statische Begrifflichkeit vollkommen abgeht. 

Unbegrenzte Freiheit

Das „Sosein“ hat keinerlei Wertung notwendig. Es liegt außerhalb dieses Zwanges, in einer unbegrenzten Freiheit. Die schlussfolgernde Erklärung zu er Frage, was nun nun einen guten oder schlechten Mensch ausmachen würde ist, dass Du das Urteil ganz persönlich bist. Mehr noch. Du bist der Erschaffer. Also erkennst Du auch, dass diese “Menschen“ ob nun „gut“ oder „böse“ in welcher situativen Konstellation auch immer – ganz und gar Deine Geschöpfe sind. Deine Schöpfungen. 

Du bist die Antwort

Das ist so umfassend, dass es die Frage nach dem Gut oder Böse auflöst. De Frage stellt sich sich erst gar nicht mehr. Es ist so einfach: Es sind Deine Figuren, Deine Situationen, es ist Deine Wertebasis, Dein manipuliertes Selbstwertgefühl. Du bist es, mit dem Dir von Klein auf an eingehämmerten Vorurteils – und Wertekomplex, der vollkommen rahmenfüllend ist, darüber bestimmt, was in Deinen Leben Gut oder Böse ist. 

Irrelevantes Wertesystem

Das passiert in einem durchdringend chaotischen System – so dass Deine Werteeinforderung also im weitesten Sinne vollkommen irrelevant, ja nachgerade irreführend gestaltet ist. Davon bekommst Du aber gar nichts mit, weil Du den ganzen Tag damit beschäftigt bist, durch Dein urteilendes, verurteilendes, angreifendes, verteidigendes Gebaren im Gesellschaftssog, zu überleben. Das Urteil erweist sich im Denksystem der Sünde als 100 Prozent überlebenswichtig. Das ist die „Ego“falle in der wir alle, ausnahmslos, feststecken, eingemauert sind. 

Fazit

Es ist also zu erkennen, dass die Art und Weise, wie unser Denken funktioniert – die Basis sind fluktuierende, partitionierende Gedankenzüge, welche, zweifach selbst potenzierend in Menge und Qualität, jedweden Blick auf de Wahrheit versperren, mit Furcht belegen. Zerteilung also im sinnfreien Chaos individueller Wertigkeiten in jeder Farce und Aufmachung. Auf Milliarden von Ebenen.  

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