Das Konzept des Lebens – der Kampf mit Ungewissheiten?

Konzept

Grundlage von Handlungen?

Philosophieren wir einmal über das durchaus bedeutungsvolle Wort „Konzept“. Die Grundlage für eine Reihe von folgenden Handlungen. Immer geboren aus Urteil, Einschätzung. Wie nun sehr deutlich zu sehen ist, wird immer das eine Konzept auf dem Konzept eines anderen Konzepts aufbauen. Wir begeben uns also logischerweise auf die Suche nach dem Urkonzept. Dem Urprinzip. Alles andere wäre langweilig. Auf also. Was ist das erste Konzept? Von wem stammt es? Wo finden wir es?

Unsere Lebensmotivation?

Es wird offenbar, dass hier, weg vom Begriff der Fortpflanzung, ein ganz wesentlicher Begriff gesucht wird. Etwas, das unsere Lebensbewegung (Motivation) ausmacht. Was ist unser Konzept für das Leben? ÜBER-leben? Es gibt keines? Es lässt sich nicht verwirklichen? Wir können sehen, dass das, was wir uns konzeptionell aufgestellt haben, immer reines Gedankenmuster bleibt. Die „Wirklichkeit“ spielt mit einem anderen Kartensatz.

Konzept der Hilflosigkeit?

Und da ist es: Dieses klamme Gefühl der Angst, des Zweifels. Der Hilflosigkeit. Denn wir wissen nicht, was für ein Blatt da aufgelegt wird, noch kennen wir das Spiel, viel weniger noch die Regeln. Wie gut, dass der Croupier Priestergewänder trägt und auch gleich ein Handbuch parat hat. Und: „Die Bank gewinnt immer!“ Das Konzept: „Sei schön anständig (nach unseren Vorstellungen), und – nichts genaues weiß man nicht.“ Nun: Immer so brav sein, wie die heiligen Schriften es fordern würden, funktioniert nicht, also halten wir uns an die Gesellschaftsregeln. Gott, die Schöpfung, das ist für später. So sieht unser Konzept aus.

Du bist die Wahrheit?

Was aber, wenn die Wahrheit ist, dass DIR die Bank gehört, die das Casino finanziert? Dass die Stadt, das Land, die Menschen, in genau der Art und Weise handeln, wie Du es möchtest? Wenn sich herausstellt, dass die Grundwahrheit der Bibel oder des Koran -whatsorever – eine ganz andere und viel einfachere, grundlegendere ist, als tausenderlei Gebote und Restriktionen? Das nämlich DU diese Grundwahrheit bist? Du? Erschaffen aus der absoluten, allumfänglichen Liebe? Die Liebe selbst?

Ein vollkommen einsames, trennendes Konzept?

Es funktioniert so: Ein Konzept wird immer aus dir selbst stammen, so trennst du dich in ganz trauriger Weise von Deinem Bruder, Deiner Schwester, der Schöpfung. Denn du gestaltest ein subjektives, ein einsames Konzept, das Urteil nicht nur beinhaltet, sondern dessen Grundlage ist. Das Konzept des Urteils aber verurteilt nur sich selbst – DICH! So lebst Du also in ständigem, unbegründeten Urteil – die Dinge sind nicht statisch, wie nichts in dieser Denkstruktur der Gesellschaft – und hast deswegen ein (manchmal nicht nur hintergründiges) schlechtes Gewissen.

… y Sancho Pansa

Ein Konzept lebt immer vom Außen. Also vom Gegensatz. Du – und das Konzept im Äußeren. Ein wahrhaft gigantischer Kampf – Deines Entwurfs gegen das Unbekannte – sich ständig, unberechenbar, ändernde! Es kostet Deine komplette Lebenskraft. Don Quichotte. Doch verstehst Du, es ist subdiametral anders! Du bist das Konzept, Du selbst, es existiert kein Außen. Das meint, wenn in Deinem gedachten Universen Vergänglichkeit, Krieg, Krankheit und Urteil herrschen – dann ist das auch so. Du bist der Herrscher.

Unbeschreibliche Angst vor Verantwortung?

Hier wird – das bereitet vielen, den meisten Menschen urtiefe Angst – die Eigenverantwortlichkeit deutlich. Wie deutlich zu verstehen, nun die Einsicht vieler spiritueller Wege, die Selbstliebe sei der Schlüssel! Wie vollkommen Recht können sie nur haben! Wenn ich, in meinem Universum diejenigen Konzepte (eigentlich ist es das Entfernen jedweder Konzeptionalität) entferne, die Urteil bedeuten, komme ich zu einem ICH-Konzept dass nur noch Liebe beinhaltet. Meine wahrgenommene Welt. So einfach.

Aus Urteil stammende Gedanken auflösen?

Darauf sollen wir unsere Lebenskraft verwenden! All unsere Urteilsgedanken ablegen. Das ist die Wahrheit und die Aufgabe, die uns auf dem Weg, den wir alle gehen, gleichzeitig zu dem führt, was in der Gesellschaft mit „Glück“ oder „Wunder“ oder gar „Erleuchtung“ bezeichnet wird. Wir aber wissen, es ist lediglich die Wahrheit, die Quelle, die Schöpfung, die Liebe, die uns zärtlich umfängt, weil wir selbst absolute Liebe sind, ihre Kinder.

Eine Wahl, die keine ist?

Es ist uns also mit unserem, aus der unverbrüchlichen Liebe stammenden, freien Willen zugesprochen, zu wählen, zwischen dem Konzept der Angst, Krankheit, des Krieges – und dem alles auflösenden, liebevollen Gedanken des Alleins, indem wir unser „reflektierter“ Schöpfer im zärtlich-vollkommenen Einklang mit allem sind. Das ist die Wahrheit! Entscheide DICH! Die Möglichkeit ist dir zu jeder Zeit gegeben.

Fazit

Es gibt nur diese zwei Möglichkeiten. Die Wirklichkeit der Liebe – und die Illusion einer sterblichen Welt, die von Geld und Macht und Gier regiert wird. Entscheide Dich für das Konzept der Angst, und Du wirst in seinen, sich selbst potenzierenden Strudel gerissen. Greif nach der Hand der Schöpfung – der Liebe – und sie wird es Dir, nach Deinen unmaßgeblichen Vorstellungen, tausendfach lohnen. Absolute Liebe kann nur expandieren.

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Das Ego – der große Widersacher?

Ego

Jeder spricht vom bösen Ego?

Ein Dreh- und Angelpunkt der menschlichen Psyche sei es – so wird gesagt. Die Wurzel allen Übels auf dieser Welt. Wenn das „Ego“ nicht wäre – ja dann! Aber Ach! Mein Ego ist halt so stark. Ich und mein Ego. Wir sind schon zwei. Und wenn es sich falsch verhält, dann fühle ich mich bedrückt, traurig. Denn – das bin doch ich – das sind meine Verhaltensweisen in dieser Welt. Ja, ich weiß, ich muss dieses „Ego“ überwinden, zumindest es ändern.

Egogedanke lediglich ein Werkzeug?

STOP! Kannst Du erkennen, was hier passiert? Da wird das Ego abstrahiert, fein säuberlich eingepackt, etikettiert und in eine große Schublade gesteckt. In die kann man nun alles legen, was irgendwie ungut ist, mit dem Vorsatz, es ganz bestimmt zu ändern. Das Ego legt sich auf den Rücken und schnurrt – Da wird es in sich selbst verpackt und abgelegt. Ich … und mein „Ego“. Der dualistische Gedanke in Reinkarnation.

Das Ego ist nicht (an) greifbar?

Das Ego ist eine so chaotische Angelegenheit, dass es nicht ausformuliert oder beschrieben werden kann. Vollkommen verschwommen, nicht greifbar, ständig expandierend, auf keinerlei wirklich greifbare Prämissen zurückgreifend. Denn im Dualismus gibt es keinen festen Punkt. Noch nicht einmal – gerade für das sogenannte, oft beschriebene, mit Häme begossene, nie existierende „EGO“. Es ist nicht möglich, in einer Denkstruktur der Partitionierung die Wahrheit zu finden.

Ein Trick im Trick?

Die Begrifflichkeit „EGO“ ist ein Trick. Sozusagen ein sich selbst bestätigender Kniff, eine subtile Täuschung. Versuchen wir das, was wir unter Ego verstehen, zu begründen und zu beschreiben, manifestieren wir es. Das ist wie mit Angriff und Verteidigung: Wenn du jemanden angreifst oder dich verteidigst, bestätigst du die Situation entsprechend, macht sie wirklich. Je tiefer Du in diesem Gedankenchaos steckst, desto heftiger fallen diese Verhaltensweisen (und ihre Folgen) auch aus.

Angriff verstärkt?

So bleibt also jede bildhafte Beschreibung, genauso jeder Versuch, das „Ego“ zu ändern oder auszuschalten, nur eine Farce. Letztlich ist es nur das, was uns vom Weg ablenken will. Und jede bildhafte Gedankenkonstruktion, die sich mit ihm beschäftigt, festigt nur und verändert diese Situation, lässt sie sich ausweiten – ist Baustein. In diese furchtbare Situation hinein, benötigen wir einen auflösenden Gedanken.

Wir sind durch und durch das Ego?

Es scheint tatsächlich, auf allen Ebenen so, als seien wir das Ego. Es durchdringt uns völlig, möchte man meinen. Doch es ist lediglich ein Gedanke! Eine Gedankenkonstruktion – eine einzige Schlussfolgerung aus einer irrwitzigen Idee – einer Entscheidung im freien Willen – nämlich dass es Gut und Böse geben könnte. Ein Fehler, ein Irrtum. Der ohne Weiteres berichtigt werden kann. Wir müssen unser inneres Auge lediglich anderen Dingen zuwenden. Dingen, die nicht zur Gedankenwelt gehören.

Andere, liebevolle Gedanken fokussieren?

Das gilt für uns – in absolutem Sinn – die wir zur Gänze gefangen sind, in diesem Egobewusstsein. Vollkommen, mit all unseren Gedanken und Gefühlen, allem was wir empfinden, empfangen. Meditation ist der klare Weg, die Energiebefreiung im Tantra ebenso und zugleich. Es gilt, einen Platz aufzusuchen, an den die Gedanken, das Ego, nicht gelangen kann. Verstehe richtig! Es geht um das „Nichts“ der Gedanken. Es geht um das, was außerhalb dieser Urteilsschablone existiert, den Urgrund, die Quelle, die Liebe. Das ist das Nichts der Gedanken. Das hat mit Räucherstäbchen, heiligen Ritualen, heiligen Schriften voller Weisheit, ehrwürdigen Lehrern – nur sehr entfernt Verbindung.

Den Weg in Nichts, die unendliche Liebe suchen?

Diese unendliche Liebe, dieses Nichts, das uns vollständig durchdringt, umgibt, das wir selber sind, hat mit dem Körper nichts zu tun. Und der Körper, das, was wir im Körper erkennen – er ist die Verkörperung des Gedanken über das Ego -, ist die Maschine, das Spielmännchen, das nach seiner Gedanken-Pfeife tanzt. Von der Wiege bis zur Bahre. Die chaotische Welt des Ego erschafft sich aus sich selbst heraus. Es ist die ungeheure Komplexität der Gedankenmöglichkeiten von der man sich befreien muss. Es ist ein Loslassen dieser Perspektive.

Subjektivität als spiegelnde Seifenblase?

Was beinhaltet diese Komplexität, die es loszulassen gilt? Es ist eine subjektive Komplexität, doch es ist der Gedanke unseres Lebens, der Haken, an dem wir unser Sein aufhängen. All die sich selbst potenzierenden (Gedanken -) Bilder machen aus, was wir uns als „Sein“ unserer Selbst zurecht gedacht haben. Ausgehend von der unbedingten Prämisse, dass es Gut und Böse gäbe (Erbsünde) – damit ohne Frage der Auslöser für jedwede Angst, die wir in unserem Leben verspüren.

Den Egogedanken Einhalt gebieten?

Nun – wir sprechen von Komplexität – das meint aber nicht zwangsläufig Räumlichkeit. Wir, mit dem von der Liebe stammenden freien Willen, sind in der Lage, die Räumlichkeit, die wir diesem Egogedanken bieten, einzugrenzen. Uns sogar gänzlich von diesem Haken zu lösen. Es ist in etwa so, als ob da eine Seifenblase wäre, ein Gedanke.– mitten im Nichts. (der LIEBE!) Mit unserem Denken, unserer Gedankenstruktur, dem was wir gelernt haben, der Art und Weise, wie wir gelernt haben zu denken, haben wir dieser Seifenblase Leben gegeben.

Zuviel Angst vor der Wahrheit?

Wir wollen und sollen diese Konstellation nicht sehen, wir können es nicht. Und – es entsetzt uns bis aufs Mark. Wenn sich hier nur die vage Möglichkeit in Betracht ziehen lässt, dass wir uns komplett und vollständig geirrt haben und immer noch in diesem Irrtum gefangen sind, gehen sofort alle Türen und Fenster zu, alle Scheuklappen werden hochgeklappt. Entsetzliche Angst – die Waffe des Egogedanken – kommt auf. Die Reaktion nach Außen: Die Sache lächerlich machen, ablenken, erst gar nicht hinsehen.

Furcht vor der Selbstverantwortung?

Was ist diese Angst, die wir da verspüren? Es ist die Furcht, die aufkommt, wenn man erkennt, dass man selbst verantwortlich ist. Dass das vermeintliche Außen, das einem ja so schwer zu schaffen macht, in einem selbst steckt. Das ein Außen nicht existiert. Dass wir eigenverantwortlich sind. Schöpfer unserer eigenen Welt, unserer eigenen Geschöpfe. Was natürlich in nahezu irrsinnigen Widerspruch zu unserer Lebensführung, unseren „Gedanken“ steht. Doch es ist so. Wir sind vom Ego träumende Götter.

Seifenblase aus Irrtümern?

Wo sind nun die Ideen zur Auflösung dieser katastrophalen Situation? Diese Seifenblase aus Gedanken, dieses Ego, der Traum, all das Ungemach dieser Welt, Schuld, Urteil, Angriff. Vergänglichkeit, Alter, Tod, Krankheit Siechtum und Krieg, Fehden und Zwist und Hass – sie hängt nur an einem seidenen Faden. Die Haut dieser spiegelnden Blase ist nur hauchdünn. Wir können die Nadel finden, die sie zur Auflösung bringt– wir können sie uns schmieden.

Den Nebelschleier zerreißen?

Unser Material ist die Liebe. Und das Schmieden dessen, was die Illusion dieser Welt, diesen Gesellschaftsgedanken, seine Wertigkeit nehmen soll, ist eine Transformation. Wir transzendieren den Gedanken dieser Welt, um in das Nichts – in die Liebe – zurückzukehren. Das Schmieden, das ist die Umwandlung unserer negativen Gedankengänge, aller Gedanken, der daraus folgenden Taten, – unseres Selbst – in eine liebevolle Perspektive. Und wie durch ein „Wunder“ wird dieses Vertrauen in die Schöpfung belohnt.

Die Seifenblase transzendieren?

Statt des Gedankens an das Finanzamt ist da das gelbe, zarte Blatt, das wie aus eigener Kraft durch die Luft treibt – statt des Gedanken über den Verlust eines Lieblingsmenschen, ist sein Atem im Zittern des Grashalms, in den Strahlen der Sonne, die Dich sanft und fürsorglich liebkosen. Statt der Sorgen um die Miete, um dein Seelenheil, um den Sinn des Lebens, ist da dieser kleine Käfer, der eine Mistkugel rollt.

Fazit

Das Nichts, dass sich nun, da du dich entschieden hast, zwischen den beiden Möglichkeiten, die keine sind – Dich für die Liebe (das Nichts) entschieden hast – und gegen die Anbetung der Götzen der Gesellschaft (die Seifenblase) – das helle, strahlende, freundliche Licht das sich auftut, ist die Liebe, ist die Wahrheit. Und sie wird dich zunehmend warm, mit aller Fürsorge, Dir zum Wohlgefallen, umfangen. Dabei verschwinden all die negativen Gedanken, sie lösen sich auf, werden von den liebevollen Gedanken, der Wahrheit, ersetzt.

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