Die Konsequenz des Absoluten

Absolut

Eigentlich wäre das Absolute singulär?

Wir dürfen gleich zu Beginn dieses Textes nachdrücklich feststellen – diese Tatsache umarmt sozusagen alles weitere – dass das Absolute singulär ist – sein muss. Wir verwenden im weiteren die uns gegebene Kommunikationsmöglichkeit der schriftlichen Sprache, die ursächlich irreführend ist, uns in diesem Kontextausschnitt aber behilflich sein kann. In dieser Denkkonstruktion besitzt das Absolute ganz besondere Eigenschaften.

Im Absoluten existiert kein Außen?

Die Begrifflichkeit definiert sich als allumfassend. Das heißt zwangsläufig, dass sie „Allein“ ist. Mehr noch. Sie ist das AllEins. Es kann kein „Außen“ mehr geben. Das Absolute löst diese, seine eigene Begrifflichkeit auf, ist Innen und Außen zugleich. Mit dem Absoluten konfrontiert, hat nichts Bestand, hört niemals auf zu sein. Das ist ZEN.

Nur Liebe ist absolut?

Die zweite Eigenschaft des Absoluten ist, dass es Liebe ist. Das Absolute kann nur die Liebe sein, weil nur die Liebe, die Schöpfung singulär ist und keinen Gegensatz benötigt, über den es sich festmachen muss. Der Hass zum Beispiel benötigt ein Etwas zum Hassen – er kann alleine nicht existieren – immer muss also zumindest ein winziges Stückchen Liebe da sein – etwas hassenswertes. Das geht nur in dualer Konstruktion, nicht im Absoluten.

Der Anfang ist absolut?

Wen wir uns also weiter bewegen, in dieser Definitionswelt, die letztlich die Deine ist, wird offensichtlich, dass am Anfang nur das Absolute gewesen sein kann, das Absolute also die Schöpfung ist – Liebe ist. Wir lassen diese Tatasche tief in uns sinken. Die Schöpfung, alles, was existiert, ist Schöpfung – ist Liebe. Diese wahre logische Erkenntnis – wäre sie umgesetzt – würde das Paradies bedeuten.

Das Absolute expandiert?

Die dritte herausragende Eigenschaft des Absoluten – sie entspringt der klaren Logik der Definition: Das Absolute befindet sich in ständiger Ausdehnung. Die Anwesenheit des Absoluten geht durch alle Ebenen, ist alldurchdriend, das meint, das Absolut existiert und existiert im selben Augenblick auch nicht. Wenn es also denn eines ist, dann Ausdehnung.

Streben der Schöpfung?

Was wir so sehen können, ist das unbedingte Streben des Absoluten, der Schöpfung, der Liebe, sich zu vermehren, zu expandieren. Und alles, was dieses Absolute ist, hervorbringt, gebiert – oder auch nicht – ist also zwangsläufig Liebe. Ist ganz genau so absolut. In seiner Expansion. In seiner Liebe.

Verdrängte Wirklichkeit?

Der Fehler unserer Gesellschaft ist, dass sie diese Wahrheit vergessen hat, verdrängt. Diese Wahrheit ist ersetzt worden, durch ein strafendes Unwägbares, einen rächenden Gott, ein gefährliches Unbestimmtes. Die Wahrheit, die Logik, das Wunderschöne, dass das Absolute, als WIR, als Liebe ist, ist vergessen. Wir können das Zärtliche der Unbedingtheit nicht mehr erkennen.

Das zeitlose Absolute?

Wir finden eine vierte herausragende Eigenschaft des Absoluten. In ihm kann kein Zeitbegriff existieren. Das Absolute, die Liebe, die Schöpfung, kennt keine Zeit, es ist nicht möglich, dass hier Zeit auch nur die geringste Bedeutung hat. Sie ist in sich selbst aufgelöst. Die Tage schlucken die Wochen, die Sekunden, sie lösen Vergangenheit, Zukunft zum vollkommenen, absoluten, allumfassenden JETZT auf.

Hurrikan der Liebe?

Unsere Situation ist also die, – ganz offensichtlich – dass wir uns in einem rasenden Umbruch befinden müssen. Einem Sturm der Liebe, des Absoluten, einem ständigen General“angriff“ – mehr noch – man, das Absolute, möchte uns mit aller Kraft aufwecken, uns aus unserem Traum holen, uns unsere Illusion deutlich machen. Es passiert jetzt! Und Du, als absolutes Teil des Absoluten, bestimmst, dass und wann dieses „Jetzt“ für Dich ist.

Fazit

Wir existieren in einem zeitlosen, all durchdringenden, alles erfassenden Sturm des Absoluten – der Liebe. Dies ist die Welle der Bewusstseinsöffnung, aus der Quelle der Realität, die „neue, alte“ Wahrheit, von der man sagt, sie geht um die Welt. Die Liebe ist Ursache und Wirkung, ist Anfang und Ende – als Teil der absoluten Liebe sind wir auch absolute Liebe. Nur verwirklichen in und für uns selbst, müssen wir es.

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Die beglückende Einfachheit der Meditation

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Buddhistischer Grundgedanke?

Der sehr verehrte Meister Thich Nhat Hanh unterstrich in vielen seiner Vorträge die durchdringende Einfachheit der Meditationsübung. Letztlich, so der Erleuchtete, ist die tiefste Meditation nichts anderes, als der Vorgang des Ein – und wieder Ausatmens. Lassen wir also alle Gedankenhochhäuser, die wir uns rings um die Meditation aufgebaut haben – alle Mantras in Bild und Wort und musikalischen Einstieg, beschwörende Stimmen der Gurus, Räucherstäbchen … ganz einfach weg.

Bewusstes Atmen?

Einatmend – sich dessen bewusst sein. In einer von uns noch nicht erreichten Intensität als Ziel. Meditation, das ist das Atmen des Körpers. Wir atmen ein – und wir sind uns dessen bewusst, wir achten darauf, wir sind uns im Klaren darüber. Wir begleiten den Atemzug, wir gehen mit ihm mit, wir lassen ihn nicht allein. Wir sind dieser Atemzug. Wir atmen uns selbst ein.

Nicht alleine lassen?

Den Atem begleiten. Einatmen – und sich dessen bewusst sein. Ich atme ein und ich weiß, dass ich einatme. Wir legen alles, in dieses Einatmen, unsere Konzentration wischt alle anderen Gefühle, Depressionen, jeden Gedanken beiseite. Es existiert lediglich dieser Atemzug – in die unbedingte Freiheit. Wir sind uns vollkommen dessen bewusst, dass deas Einatmen ein freudiges Ereignis sein kann. LEBEN.

In der Einheit?

Den Körper mit dem Atemzug begleiten. Sich auf das Einatmen zu konzentrieren. Ich atme ein und ich bin mir vollkommen bewusst, dass ich einatme. Wenn wir unseren Atemzug, das Einatmen begleiten, sind wir ganz unser Körper und unser Geist. Wir gelangen in das Alleine, der Körprer eint sich mit dem Geist. Da ist nichts mehr, außer diesem Einatmen, keine Störfaktoren, nichts aus der Vergangenheit, das uns anhängt, nichts in der Zukunft, das uns beunruhigt. Wir sind ganz im Jetzt – bei diesem Atemzug. Hier ist die vollkommene Ruhe. Einatmen kann wunderbar sein, es ist ein frohes Ereignis.     

Störungen annehmen und tröstend Umarmen?

Die Spannungen ausatmen. Bewusst ausatmen. Den Atem begleiten. Ich atme aus und ich weiß, dass ich ausatme. Jeder Mensch verspürt Spannungen in sich, Konflikte. Ungelöste Problematik aus der Vergangenheit, Zweifel ob der Zukunft. Diese kleinen Knoten des Zorns und Leids liegen im unteren Bereich unseres Bewusstseins, wie gelagert. Im richtigen Moment, mit dem richtigen Ansporn, dem Trigger – in Worten, einer Aktion, löst sich dieser Knoten, beansprucht Raum in der Wirklichkeit – verdrängt den Frieden

Im Ausatmen die Störungen „hinweg akzeptieren“?

Ich atme aus und bin mir dessen in vollkommen Umfang bewusst. Derjenige, der sich in Meditation übt, ist, wie jedem Menschen, doch durch Übung verstärkt – ein anderer „Knoten“ im „Lager“ des Unterbewusstseins gegeben. Nämlich genau die Ruhe und den Frieden, die Seligkeit, die Freude, die wir durch das Einatmen generiert haben. Sie baut eine andere „Formale Sache“ über der Formlität des Zornknotens, umarmt ihn, beruhigt ihn, tröstet, nimmt den Zorn sanft und wiegend in den Arm – wie die Mutter ihr Baby.

Annehmen der Störungen?

Und genau das ist es auch, was wir mit unsren Sorgen, unserem Zorn, unserem Leid und und Schmerz tun. Wir flüchten es nicht, wir laufen nicht davon. Vielmehr nehmen wir es mit der heiligen Kraft unseres Einatmens tröstend in den Arm, drücken es sanft, streicheln es. Und dem kranken Kind wird es besser gehen, alleine weil es die Gegenwart der Mutter fühlt, sicjh angenommen spürt.. So, ganz genauso ,ist das auch mit unserem Leid und Zorn. 

Ruhe erschaffen?

So lassen wir mit dem Ausatmen die Negativismen sich auflösen, generieren im selben Moment Freude und Wohlsein, durch ihre eingeatmete Auflösung und ausgeatmete Abwesenheit. Die komplette Achtsamkeit, – Mindfullness – umarmt den Geist, hin zu unbedingtem Frieden, der Ruhe des Geistes im Bewusstsein Deiner Ewigkeit, die Dir zusteht. Es ist das „Jetzt“, dass Du erreichst, fühlst, verinnerlichst. Ganz unbedarft und vollkommen rein. Die Quelle. Der einfache Pfad ist die Achtsamkeit, die Vereinigung von Körper und Geist im vollen Bewusstsein Deines Atmens. 

Achtsamkeit ist perfekte Freude?

Vollkommen fokussiertes, konzentriertes, achtsames, bewusstes Ein – und Ausatmen, in jeder für Dich machbaren Intensität, ist unzweifelhaft der Pfad in ein glückliches Hier und Jetzt sein. Die Intensität der Meditationserfahrung potenziert sich mit jedem eindringlichen Versuch, den Frieden des im AllOne sich geeint findenden Körper und Geist mit dieser einfache Atemübung, in Achtsamkeit ausgeführt, zu finden.

Fazit

Durch die Identifikation mit unserem eigenen Atem, denken wir uns unser Dasein, wir atmen Existenz im Ganzen, im Ungetrennten. Der Atemzug – er ist immer im Jetzt. Im absoluten Jetzt und Hier. Und er füllt diesen Moment zur Gänze aus, wenn wir es nur wollen. Füllt ihn in der Zeit zur Gänze – – so dass da nichts anderes mehr Gültigkeit hat, als das von tiefstem Frieden erfüllte Jetzt. So kann denn dieser Augenblick, das Leben, das Dasein, Deine Existenz, so man ihn erkennt, nur voller Glück und tiefster Freude sein.

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