Die Frage nach der Identität

„Wer bin ich?“

„Du bist das, was Du nicht bist.“

Buddhistische Grundwahrheit

Das Verständnis dieser vedisch-mystisch anmutenden Weisheit – aus den fundamentalen Werken des Lord Buddha, – mag der Schlüssel zu einem Tor sein, das für jedwede Angst verschlossen bleibt. Ein solches Begreifen wächst unabdingbar aus der gelebten Praxis einer Spiritualität, welches die heilige Achtsamkeit zum Ziel hat. 

Inidividual

Es gibt – an uns, mit uns und in uns, – nichts, was auch nur das Allergeringste mit irgendeiner, wie auch immer gearteten Individualität zu tun hätte. Und doch sind wir, in absoluter Weise, vollkommen wunderbar, das Individuum an sich. Doch genau so, wie die Blume keine Blume ist – und eben nicht aus Blumenteilen besteht, – sondern vielmehr aus „Nichtblumenteilchen“, die dann die Blume ausmachen/ erstehen lassen, so bestehen wir als Tier aus Nicht-Tieren. Als Mensch, so wie wir sind, aus dem erschaffen, was wir nicht sind, zu einem „Ich“. 

Du bist Interunion

Jedwedes „Etwas“ entsteht aus dem „Nicht-Etwas“, das es ausmacht, das es definiert. Da heißt ganz deutlich und herrlich auflösend, es gibt hier ein „Inter-sein“, eine „Seins-Union“. Das kosmische Alleins. Als Mensch, so wie wir „sind“ sind wir also aus dem, was wir nicht sind – zu einem „Ich“ erschaffen. Der kosmische Mensch. Das ist das vollständig ausgefüllte AllEins.  

Du bist Kosmos

Eine Welle – sie ist ganz unzweifelhaft eine Welle – doch ist sie auch der Ozean, ist gleichzeitig ebenso alle anderen Wellen, ist verbunden mit ihnen, ist Ozeankörper. Sie ist also Welle und Ozeankörper. Gleichermaßen der Mensch – er ist das, was er als Mensch nicht ist, um Mensch zu sein, – er ist Mensch und Kosmos/Kosmoskörper/Kosmosmensch. Welle und Ozean. Das also ist es, was wir hell aufstrahlend wirklich sind: Kosmischer Mensch

Positiv wandlungsfähig

Das hat ungeheure Bedeutung! Denn, so ist deutlich, können wir uns selbst, die Umstände, das Befinden anderer, transformieren, wandeln, in Glückliches, Positives. Wir erkennen in unserer Meditation das Leid und all die Sorgen – all diese Dinge wie Gier, Wut, – den Angriff und die Verteidigung – all das im Nicht-Ich definiert, aus ihm entstanden. Dies sehen wir, in wahrer Achtsamkeit, im Gewahrsein der Ganzheit, nehmen es an, umarmen und trösten es. Heilen. Transformieren. Lösen auf.

Aktiv das Nicht-Etwas positivieren

Das Nicht-Etwas, das „Nicht Ich“, als Nichtwelle, als Nichtblume, aus welchem heraus wir die Blume zusammengesetzt erkennen – die zum Etwas wird. Dann, mit dieser Schau die Möglichkeit – und hier/um so, das positiv zu verändern, was aus diesem „Nicht-Etwas“ zu Etwas wird. Ein Praktizierender, der dies verinnerlicht, lebt mit der glücklichen, angstfreien Gewissheit, durch sein Sein hilfreich zu sein – in vollkommen ganzheitlicher Umarmung.   

Veränderung ist möglich

Das meint nun, dass wir etwas verändern können, tatsächlich! Denn auf dieser Ebene eines vollkommenen „Neutralismus“ sind wir alle zusammen, sind vereint. Wir sind überhaupt nicht in der Lage, nur für uns, in irgendeiner vorgeblich individuellen Form, „das Etwas „ zu tangieren, denn das passiert „über/durch“ das AllEine, das Kosmische. Wenn Du jetzt noch zu erkennen in der Lage bist, dass das Absolute, durch das sich jenes „Nicht-Etwas“, jener kosmische Körper, auszeichnet/definiert – bedeutet, dass völlig konkret ausschließlich DU dieses Nicht-Etwas, dieser kosmische Körper bist – dann verstehst Du auch, dass DU träumender Gott bist. 

Achtsame Bewusstheit

In der achtsamen Bewusstheit des kosmischen Körpers, des Gewahrseins des „Ozeankörpers“, finden wir uns in der Lage, unser Leid zu anzusehen, zu erkennen, anzunehmen, tröstend zu umarmen. In diesem zeitlosen „Interzustand“ der lediglich die Wirklichkeit ist, können wir unsere – und auch die leidenmachende Problematik anderer, der Weltengemeinschaft schlechthin, erkennen und beginnen, sie zu heilen.

Fazit

Jeder Praktizierende, ein jeder, der sich auf den Pfad des Buddha begibt – der keine Hierarchien und keine Unterschiede kennt – trägt mit der eigenen Heilung, die er in der Achtsamkeit, der tief bewussten, achtsamen Meditation – ob im Sitzen, Liegen, Gehen oder Stehen – erfahren kann, zu einem wachsenden Jetztbewusstsein, dem Glück jedweden bewussten Wesens bei. Wir sind zusammen in der Lage, das Leid der Welt zu lindern.

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