Absicht

Intenton

Verflixtes Wort

Wer hätte gedacht, dass ein solches, relativ kurzes Wort einen derartigen Gigantismus verbirgt. Und vielleicht kommt Ihnen meine Intention, wenn Sie diesen Text gelesen haben, ein wenig schräg, ein bisschen skurril vor. (Ich habe nämlich die „Absicht“ Ihnen etwas zu erklären) Betrachten wir jedoch zunächst den Begriff der „Absicht“. Er kommt sehr harmlos daher. Er beschreibt, zuvorderst, in seiner ersten Schicht, eigentlich lediglich den Vorsatz, etwas zu „tun“. Nach reichlichen Überlegungen.

Entscheidung in vollkommener Unwissenheit

Ganz, wie es wichtig für uns erscheint, werden wir regelmäßig, nach Abwägung der Umstände, nachdem wir all das verfügbare Wissen abgerufen haben, eventuelle Vorurteile aus dem Weg geräumt sind, die Sache aus allen Perspektiven beleuchtet ist – letzten Endes – aus der „Absicht“ eine handfeste „Aktion“ gestalten. Eine Handlung, die in der Welt ganz generell mehr oder weniger in die von uns gewünschte Richtung „bewegt, beeinflusst, erschafft“

Wir selbst „sind“ die Absicht

Wir legen unserer „Absicht“ die komplette „Welt“ zu Füßen, – die Basis dessen, was wir da erschaffen, ist das Logiksystem, in dem wir leben. So fließt in die „Ausführung“ wie schon in die notwendigen „Vorüberlegungen“ ein gewaltige „lebendige“ Begriffssammlung ein. Wir rechnen mit den Umständen – begeben uns mitten hinein in den dualistischen Hurrikane, Die Präambeln unserer Überlegungen sind Tod, Leid, Macht, Gier, Krankheit, Geld, Mangeldenken und viele ähnlich genannte mehr – alle eines.

Kein fester Punkt vorhanden

Unsere heilige Litanei des Vorwärtsstrebens in einer „Geistes-Konstruktion“ der Partitionierung, zusammen gebastelt aus unwerten Urteilen, Vergleichen, Vorurteilen, nur vorgeblichen Wissen. Doch verbissen sind wir bestrebt, diesem Tun tieferen Sinn zu geben – wohl ahnend, dass wir ihn vergeblich suchen. Denn, da ist dieser Zweifel – mehr als Zweifel. Wir suchen nur ein Ding, eine Sache, die sich „fest“ gibt, unverbrüchlich, auf die man sich „verlassen“ könnte – in dieser Logikkonstruktion. Sie zu finden, in unserer „Welt“ – nicht möglich.

Zwiebelkonstrukt

Die vermeintlich Ein hundertprozentige Logik der Körperwelt, zeigt sich als Zwiebelschalenkonstrukt, eine Wahrheit liegt unter der anderen. Würden wir uns tatsächlich die Mühe machen – irgendetwas – bis an das Ende seiner Bedeutung herunter zu brechen, so würden wir auf die Frage nach Gut und Böse stoßen – eine Begriffskombination, welche die Schöpfung, die vollkommene Liebe, nicht einmal in ihrem winzigsten Ansatz kennt – ganz einfach weil sie Seifenblasengebilde in einer Illusionswelt darstellen.

Manifestation des Leids

Wirkliche, wahre Liebe, die absolute Liebe der Schöpfung, alldurchdringend und omnipräsent, kennt keine Urteile, Einteilungen, Hierarchien, – kennt kein „Gut und Böse“ – weil (absolut!) alles in ihr enthalten und so transzendiert ist. Wenn wir uns also in die „Absicht“ irgendeiner „Tat“ begeben, bestätigen wir, in (vorgeblich) „lebendiger“ Art und Weise, manifestieren wir – die chaotische, leidvolle, verlogene, tödliche, dramatische Situation, in der wir uns alle, mit unserer Idee der Körperwelt, befinden.

Absicht ist kontraproduktiv

Die Wahrheit wird auftauchen, wenn von jeder Absicht Abstand genommen wird, wenn wir verinnerlichen, dass sich „Absicht“ “kontraproduktiv“ darstellt, dass sie eine wertlose Kette, zufällig „abgeschnitten“ aus dem kompletten, lediglich irrsinnigen Chaos ist. Die einzig wirkliche, reale Absicht, die überhaupt in den Universen existieren kann, ist die der absoluten Liebe, sich auszudehnen. Wir leben, zunehmend bewusster, nach Jahrhunderten der Glaubens-Restriktion, inmitten der „Welle des Erwachens“.

Wir verstehen, dass wir erwachen

Wir sind dabei zu erwachen – und es ist uns möglich, diese Tatsache zu begreifen. Eine Unzahl von Werkzeugen der Erkenntnis sind uns, in diesen Tagen, an die Hand gegeben. Selbst die Wissenschaft geht mit der spirituellen Wirklichkeit konform – eine Konstellation, die sich zuletzt wohl im alten Ägypten verwirklicht sah. Wer sehen möchte, der solle schauen! Die Zeichen sind allzu offensichtlich. Eine vollkommene Absichtslosigkeit bedeutet absoluten Frieden.

Angstfreiheit

Es gilt, sehr einfach, sich nicht mehr in falscher, vom Gesellschaftssystem geprägter Sichtweise zu ergehen, es gilt, ganz grundsätzlich, unser Denksystem zu ändern, – im Kleinsten und im Größten – was uns, geführt und zärtlich gelenkt von der Schöpfung, zuteil wird, wenn wir nur einen kleinen, noch so leisen Ruf an die Liebe der Schöpfung tun. Wir werden verstehen. Jedweder Grund für irgendeine Angst wird sich durch diese „Schau“ ganz simpel auflösen, wir erkennen nun ihr „niemals gewesen sein“.

„Es“ passiert

Es steckt wohl ein kleines Geheimnis hinter diesem Wörtchen „Absicht“. Denn, so wird mancher fragen, „Wie kann ich denn überhaupt etwas tun, ohne Absicht?“ Wir kommen diesem Geheimnis näher, wenn wir uns den Zen Koan „Klatsch mit einer einzelnen Hand“ ansehen. Diese Frage lässt die Logik, den Geist kapitulieren. So tut dies auch die „absichtslose Absicht“. Wir sind einfach. ES passiert. 

Anhaftungen

Wir lassen passieren. Als Beobachter. Das hat mit vielerlei Geisteshaltung zu tun. Wir finden die Aufforderung, in diese absichtslose Ruhe zu gehen, in nahezu allen „Glaubens“ Bekenntnissen, in nahezu jeder Form von letztlicher, wahrheitlicher Wahrheitsfindung. Natürlich definiert auch der Buddhismus die Absichtslosigkeit. Die Absichtslosigkeit, so könnte man formulieren, ist das Herz des Buddhismus. Denn in der Absicht liegen alle Anhaftungen.

Loslassen

Und keineswegs ohne Absicht hat sich der oben erwähnte Zen Koan eingeschlichen. Ein wichtiges, eindrucksvolles Beispiel, ist das Bogenschießen im Geiste des Zen. Hier spielt die vollkommene Absichtslosigkeit, wunderschön verdeutlicht, eine ganz entscheidende Rolle. Es ist diese „Zeremonie“ ein Loslassen, nicht nur der Dinge (Bogen, Pfeil, Ziel) sondern auch des „Wollens“ – wir versuchen, einen Zustand zu erreichen, der neutral ist, wo Wollen und Nichtwollen keine Rolle mehr spielen.

Absichtslose Liebesschöpfung

Das ist eine ungefähre Annäherung an den unbedingten Perfektionismus der Liebesschöpfung – auch hier existiert kein Gut und Böse, gibt es keine Gegensätze. Wir begeben uns also mit diesem Versuch, uns aus der Absicht heraus zu bewegen, keineswegs in eine staubige, kahle, langweilige, Wüste, vielmehr ist dieser Raum mit Blüten reich verziert, es ist ein Ort der Ruhe und des Friedens.Die Absicht dagegen, ist die Kurbelwelle des Motors des „Absichtsdenkens“. Des urteilenden Denkens, dass uns in starken Ketten hält.

Fazit

Sicherlich lässt der Aufenthalt in der „historischen Dimension“, der 3 D Welt, der Körperwelt, nicht wirklich Platz, für irgendeine Absichtslosigkeit. Vorerst ist die Meditation der Ort, der uns die Möglichkeit gibt, an diesen Ort der unbedingten Stille, der Gnade und der letztendlichen Überwindung zu gelangen. Zudem: Jeder wahrheitlich liebevolle Gedanke ist frei von jedweder Absicht und vollkommen heilig. Dies ist der Weg.

Absichtslos

Die scheinbare Offensichtlichkeit des Daseins

Worte

Phoenix aus der Asche

Phoenix

Neu entstanden

Phoenix – der märchenhafte Vogel, der aus der Asche des Vergangenen aufsteigt – neu geboren – transformiert. Oft lesen wir in den Schriften, zuerst müsse man „sterben““ um tatsächlich zu leben. Damit ist kein „oberflächliches“ Sterben gemeint. Der Begriff „sterben“, so wie er hier verwendet wird, meint tatsächlich ein vollkommenes Auflösen, dessen, was „Vorher“ war. Das Verinnerlichen der Existenz eines anderen, diametral positionierten Denksystems, als des unseren. Da trifft dieses Verb des Todes durchaus.

Alles verloren?

Das impliziert, so wird man Proteste hören, dass alles, was man wusste, dachte,schlussfolgerte, nicht von Bedeutung ist. Eine „Sache“, dies man „eigentlich“ nicht akzeptieren kann. Und tatsächlich „ist die Sache auch nicht so“. Unser Fehler ist, bei dieser Betrachtung, Wahrheiten eben nicht erkennen zu können. Das, was uns im Weg steht, ist sehr einfach das, was wir „Leben“ nennen.

Finsterer Grund

Der Weg in den Himmel fängt in Deinem finsteren Inneren an. Viele habe das gelesen, gehört, vielen ist es eindrücklich gesagt und erklärt worden. Und viele verstehen es auch, würden die Erlösung begrüßen. Doch kaum einer wagt diesen Schritt in den finsteren Grund, dessen, was wir selbst sind, wirklich. Zu große, die vermeintliche riesige Schuld, das „schlechte Gewissen“ über sein eigenes „Inneres“, die auftaucht, wenn die ehrliche Liebe aufscheint. Wenn wir, ganz generell die Beweggründe in unserem Leben realisieren, analysieren.

In die Erkenntnis stürzen

Es passiert. Die Problematik, die Trauer, das Leid – sie werden übermächtig. Und wir sind an einem Punkt der Verzweiflung, der keinen Raum mehr zu lassen scheint. Nur Millimeter vielleicht vor einem Suizid. Und wir fallen – wir fallen in die Erkenntnis eines „Mehr“. Das Bedeutungsgebäude, welches uns „in Form“ gehalten hat, das uns funktionieren ließ, ist zusammengebrochen. Wir stehen im vermeintlichen Untergang.

Transformation

Wir verbrennen. Unsere Adjektive, die Algorithmen, die Präambeln, all die Gesetze und Gepflogenheiten … Doch es sind nur unsere pechschwarzen Federn, die wir verglühen lassen – unser heiliger Geistkörper ist ewig – und das ist es, was wir sind. Dies erkennen wir, wenn uns die Eingebung überrascht, wenn wir in der Lage sind, von oben zu betrachten. Wir erkennen staunend, dass die üble Dynamik, die wir zu leben gezwungen zu sein scheinen, nur aus diesen tiefschwarzen, dunklen Federn stammt.

Flamme des Wissens

Und wir tauchen ein, in das Feuer der Selbsterkenntnis, erkennen die Wurzeln der Dinge, die wir entfernen möchten, wir erinnern sie als entfernenswert. Wir erkennen, wie aus unserer Angst die Wut entsteht, wir sehen unsere aufgeblasenen Mangelgedanken, wir erkennen unsere tiefe Lieblosigkeit unseren Brüdern gegenüber. Wir wissen jetzt, was Anhaftungen sind, Wahrnehmungen, Vorstellungen, Gedanken. Und wir sind mit vor Freude bebendem Herzen herausgehoben, dies zu sehen – und dann voller Glückseligkeit in Handlung zu treten.

Fazit

Immer wird die Antwort auf jede Frage, jedes Problem, alles Leid, der liebevolle Gedanke sein. Als strahlend unschuldig-weißer Phoenix, der schwarzen Last der Worte, Hierarchien und Urteile ledig, steigen wir auf, verkünden diese Botschaft über alle Berge und Ozeane. Und unser Wort wird wie Morgentau auf die Gemüter der Menschen fallen und sie die Wirklichkeit schauen lassen. Und Frieden und Glückseligkeit kehrt ein, wo vorher nur die finsteren Schwaden des Krieges wallten.

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Zufall -Wunder oder Logik?

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