Zeit – Das Jetzt ist Vergebung

Zeit

Mangelnde Umsetzung?

Immer, wenn Menschen in hochphilosophischen Gesprächen über Möglichkeiten spekulieren, den Sinn zu leben, sollten sie, jenseits aller grundsätzlichen Konzeptionen, auf die sie stoßen, erkennen, wie dieser Pfad in der „Realität“ unserer Lebensführung denn überhaupt umzusetzen ist. Nun – dieser wichtigste Punkt überhaupt, geht zu allermeist in der Theorie, der „Philosophie“ über „Gott-was-auch-immer“ vollkommen verloren. Übrig bleiben wir, mit dem unseligen Gefühl, wohl zu wissen, was gut für unser Seelenheil wäre, doch ohne die geringste Ahnung wie man es in die Wirklichkeit übertragen könnte.

Diametraler Konsens?

Den Gedanken der Liebe, wie er immer wieder als Weg der Erlösung so tröstend beschrieben wird, in dieser Gesellschaft, deren Konsens ein diametraler ist, zu leben, wie es notwendig wäre, ist nicht möglich. Das ist offensichtlich. Unsere Lösung ist die Toleranz. Duldung. Das Ertragen? Das ist unser Trick, moralisch zu überleben. Ein wenig – so viel, wie gerade möglich erscheint, den Liebesgedanken im Kopf – doch alles, was angesichts des lieblosen Gesellschaftskonzept hier als nicht möglich eingeordnet wird, toleriert, akzeptiert man – wenn auch vielleicht mit Bedauern.

Bloßes Gedankenspiel?

So verkommt denn also das, was den Menschen eigentlich ausmacht, zum bloßen Gedankenspiel, die Umsetzung scheitert an den Prämissen des Urteils der Welt. Ein Bild: Unter Wasser ist es schlecht möglich zu rauchen, auch wenn man Zigaretten und Streichhölzer mit sich führt. Ein Symbolismus unserer Glaubensversuche. Wir versuchen verzweifelt, bis zum Scheitel im Wasser, Zigaretten, Pfeifen, Zigarren und Zigarillos anzuzünden. Und verstehen nicht, warum das nicht funktioniert.

Bis zum Scheitel in der Vergangenheit?

Das Wasser– ist Symbol für die Zeit, ist die Vergangenheit, in der wir verhaftet sind. Wir müssen an die Luft, ja, wir sollten von der Kiemenatmung übergehen, zum Leben an der frischen Luft der Liebe. Doch da taucht die Angst auf, als Teil der Zeit, lässt uns uns klein und hilflos denken, und wir resignieren vor ihrer Größe, kapitulieren, tolerieren und verlieren uns in ihrem Egochaos.

Von Angst zu Vergebung?

So gigantisch also ist unser Sinnproblem. Wir müssen von der Kiemenatmung der Angst, Sünde, des Todes, zur Lungenatmung der Schöpfung, des Vergebung, wechseln. Nur so können wir an der reinen Liebe teilhaben, können sie inhalieren. Das ist ein weltenbewegender Schritt, wortwörtlich. Indem du den Gedanken der Vergebung annimmst, ihn zu leben versuchst (nur das, nicht mehr) änderst du Deine Welt und damit alle Universen. Den Du bist das Zentrum.

Nur der winzige Wille?

Wenn wir uns also verzweifelt fragen, wie wir unseren Glauben zur Wirklichkeit gestalten können – Liebevolle Gedanken im unbedingten Jetzt, ohne Vergangenheit, ohne Zukunft, sind der Generalschlüssel zum Paradies. Nichts weiter ist unsere Aufgabe, als, mit den uns gegebenen Möglichkeiten, in Liebe zu denken und zu handeln. Nicht ein winziges bisschen mehr. Lediglich liebevolle Gedanken umsetzen.

Fazit

Nicht mehr ist von Dir als Gott verlangt, als dass Du Deine Schöpfung, Deine Geschöpfe liebst. Denn sie sind Dein, sind Du, sind Dir. Nicht sollst Du gegen sie kâmpfen – Du greifst doch nur Dich selbst an. Öffne dem Liebesgedanken alle Türen, er ist mächtig. Und bringt Dir Frieden. Vertraue, dass Deine Gedanken, welche Dein Leben in diesem Dasein gestalten, liebevoll geführt sind von der Schöpfung, der Liebe, von Dir selbst – mit dem einzigen Ziel, Dich aus dem Meer der vorgeblichen Schuld, dem Todesgedanken, der Zeit zu ziehen, – Dich wieder Liebe atmen zu lassen.

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Der Weg aus Diamantensplittern

Diamanten

Der Pfad zur Erleuchtung weist eine einzige Ausschließlichkeit auf: Die Entscheidung für oder gegen die Liebe. Die Ausschließbarkeit besteht darin, dass, wenn ich mich für die Liebe entscheide, ich mich gegen alle Attribute der anderen Seite stelle. Genau so weit, wie mir das unmöglich ist, bin ich von der Erkenntnis entfernt. Das ist logisch und gerade deswegen sehr beklemmend. Denn ein großer Teil dieser „Dinge“ die ich negieren soll, erscheinen zum (Über-) leben ganz grundsätzlich notwendig. Denken wir bloß einmal an „Geld“.

Pro oder Contra?

Unmöglichkeit des Anspruchs?

Und genau das ist der Punkt. Wir wissen, (unser „Seelenheil“ hängt davon ab) dass all diese „weltlichen“ Dinge in keiner Weise geeignet sind, uns zur Erkenntnis zu führen, vielmehr ahnen wir, dass sie sogar in die entgegengesetzte Richtung leiten. Jedoch sind wir ganz offensichtlich abhängig. Um beim Geld zu bleiben, immerhin regiert es die Welt: Miete, Versicherung, Sprit, Supermarkt etc. Gesellschaftsessentiell, das ist Prâmisse.

Ich bin es nicht wert, dass du eingehst?

Was uns also in einen gewaltigen Zwiespalt bringt, ist diese, uns vollkommenen offenbare Unmöglichkeit, jene „verpönten, nicht zielführenden“ „Anhaftungen“ NICHT zu leben. Es ist uns schlicht unmöglich -; das können nur Heilige. Wir folgern, ausgesprochen unterbewusst, dass wir zu schwach sind, unser Glaube nicht ausreichend. Das generiert Kleinheit, ein schlechtes Gewissen. „Ich bin es nicht wert, dass Du eingehst, unter mein Dach“.

In Kleinheit gefangen genommen?

Wir sitzen in unserem Gefängnis des unbedingten Zweifels – und etliche Religionsgruppierungen – eigentlich jede einzelne – postuliert, das ihr Weg derjenige aus dem Dilemma sei. Doch die Ursache aufzulösen, das gelingt ihnen nicht. Im Gegenteil, ihr Wollen ist ja eben diese Kleinheit der Menschen „im Angesicht der ewigen Schöpfung“ . Da wird ganz konkret Angst erzeugt – Lebensangst. Und das bedeutet Macht für die Kirchen, die ja – was zum Beispiel besonders den Begriff „Familie“ angeht – sich immer in enger Verbündelung mit dem Staatsgefüge finden.

In Unwissenheit halten?

Die Kirche und der Staat – vielmehr das komplette, gigantische System des generellen Konsums, haben diese „Taktik“ perfektioniert. (Bestes Beispiel für die Bestrebungen, die Menschen im Unwissen zu halten, ist die katholische Liturgie, die, bis in die Neuzeit hinein, nur auf lateinisch gelesen wurde). Grob beschrieben: Es wurden Milliarden von „Götzen“ geschaffen, (Geld, Arbeit, Vergnügen – was daraus entsteht – in mannigfaltigen Form), riesige Ablenkungsmanöver – grundlegende Täuschungen – immer mit dem Zweck, die Menschen im Unwissen zu halten, den einzigen Weg zur Wahrheit zu verschleiern – in einem Chaos der Ängste.

Keine Erklärung?

Und mit welch durchschlagender Wirkung das für die Mächtigen, für das Ego, funktionierte und weiterhin funktioniert! Wir sind vollkommen blind, abhängig, haben nicht den blassesten Schimmer, wo wir uns überhaupt befinden, mit unserem „Sein“. Jede Frage, die wir stellen, wird mit Querverweis auf das „Mysterium Gottes“ beantwortet. Die gängigen Philosophien verurteilen Besitztum. Doch, wie der Mensch diese Besitzlosigkeit in einer materialistischen Lebenskonstellation umsetzen soll – darauf bleiben sie die Erklärung schuldig.

Mangelndes Vertrauen?

Die zwei herausragenden Gründe dafür, dass wir – in gewisser Weise „freiwillig“ in diesen Fesseln der Angst verbleiben, sind einmal der Zeitbegriff, in dem wir leben – zum anderen schlicht und einfach fehlendes Vertrauen. Die beiden Begrifflichkeiten hängen eng zusammen: In Hinsicht auf unser Leben, verhindert unser mangelndes Vertrauen, dass wir erkennen, dass all unsere Wünsche schon erfüllt sind, wir in einem Paradies leben – außerhalb jeder Zeit.

Unser reines Herz unter kalten Diamanten?

Würden wir die zärtliche Umarmung der Liebe, der Schöpfung in Vertrauen aus reinem, ehrlichen Herzen annehmen, würde sich nicht nur die Zeit, sondern das komplette Angstsystem auflösen, wie eine Wolke Wasserdampfes. Doch wir erreichen unser zeitloses, vertrauendes, reines Herz nicht mehr. Es liegt unter scharfen Diamanten begraben, welche die Gesellschaft verteilt, die das

Ego gierig, als einzigen Lebenssinn, sammelt.

Kein Vertrauen in der Zeit?

Und selbst wenn wir versuchen, mit all unserer Kraft, auf Gott (wie denn auch immer) zu vertrauen, scheitern wir immer an unserer mangelnden Geduld – in der Zeit, welche die Schöpfung nicht kennt – also letztlich doch wieder an fehlendem Vertrauen. Wie könnte es auch anders sein? Solange die Grundlage unseres Lebens sich in all diesen Anhaftungen in der Zeit erschöpft, werden wir nichts finden, das wirkliches Vertrauen rechtfertigt. Und weiterhin in Ângsten leben.

Fazit

Nun, dieser Pfad der vorgeblichen Annehmlichkeiten, der scharf geschliffenen Diamanten, ist ein sich selbst bezeugender Teufelskreis. Um hier heraus zu gelangen, ist es notwendig, sein Denken mit liebevollen Gedanken zu füllen. Sie werden die Diamanten – die Sicht auf die Dinge, die sie real werden lässt und zu Edelsteinen wandelt – auflösen, pulverisieren, ihre Nichtexistenz offenbaren. Und nur der Versuch, aus reinem Herzen, dies zu tun, ist bereits Hilferuf genug, ist schon Bereitwilligkeit genug, jedes Wunder wahr werden zu lassen.

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