Die Wahrheit gibt es nicht

Wahrheit

Die letzte Wahrheit liegt im Tod?

Wahrheitsfindung – die Wahrheit nichts als die Wahrheit. Wir alle sind auf der Suche nach der letzten Wahrheit. Und wenn man dies nun als Mitglied unserer Informationsgesellschaft liest – dann wird diese letzte Wahrheit ganz schnell mit dem Tod gleichgesetzt. Im Tod, beziehungsweise dem, was danach kommt, liegt die Wahrheit. Wow! Wie ausgesprochen bequem. Brauchen wir uns nicht weiter kümmern. Einfach nur bis zum Tod gut überleben.

Wahrheit ist relativ und subjektiv?

Doch lassen wir diese „letzte Wahrheit“, die in der Vergänglichkeit beantwortet scheint, einmal beiseite und sehen uns an, was es mit dem Begriff Wahrheit sonst noch so auf sich hat. Die Wahrheit, die in (einer bestimmten) der Gesellschaft gehandelt wird, ist zum einen relativ und zum Zweiten vollkommen subjektiv. Das heißt, mit dem, was die Menschen gemeinhin als Wahrheit definieren, führen sie die tatsächliche Wahrheit ad absurdum. Ja, sie kann hier gar nicht existieren.

Wahrheit umständehalber?

Relativ ist die Wahrheit immer, denn es kommt auf eine Unmenge an Umständen an, welchen Grades die Wahrheit gerade scheint. Was in der einen Kultur zum Beispiel unbedingt als Wahrheit proklamiert wird, ist in einem anderen Kulturkreis vielleicht nur seltsam oder gar lächerlich. Die Zeit spielt eine Rolle. Das Wissen. Gesetzlichkeiten. Prämissen. Unendlich viele Faktoren. Und es gibt keine Basis, keinen wirklichen Gradmesser für die Wahrheit. Sie bleibt immer lediglich eine traurige Farce.

Nur Annäherung möglich?

Wir können uns also der „Wahrheit“ immer nur in einer gewissen, äußerst unsicheren Art und Weise nähern. Und sind wir an einem Ende angelangt, ist die Wahrheit zum Greifen nahe – zumindest scheint es so – platzt die Seifenblase. Sie entpuppt sich als scheinheilig und gar nicht existent. Simples Beispiel. Ein Bleistift hat herkömmlich eine glatte Oberfläche. Unbestritten? Frage mal jemanden, der ihn gerade durch ein Elektronenmikroskop betrachtet. Das ist mit der Relativität der Wahrheit gemeint.

Unsere ganz persönliche Wahrheit?

Die Wahrheit ist zudem auch vollkommen subjektiv. Denn WIR sind es, die die Wahrheiten betrachten und feststellen, was sie sind. Es ist kompletterweise unsere ureigenene Wahrheit. Sie gehört niemandem anders. Denn nur wir selbst haben uns diese vollkommen individuelle Wissenskonstruktion angeeignet, die nun die Wahrheit als solche formuliert. Sie beschreibt. Mit anderen können wir uns, die Wahrheit betreffend, nur auf einen sehr sehr allgemeinen Konsens über die Wahrheit, oder das, was sie sein sollte, einigen.

Wahrheit muss objektiv sein?

Was ist also Wahrheit? Jedenfalls weder subjektiv noch relativ. Die Wahrheit muss objektiv sein. Doch das funktioniert nicht, in unserer Denkkonstruktion. Die Lösung ist: Die Wahrheit ist – ALLUMFASSEND. Absolut. Alles beinhaltend. Positiv und Negativ, Schwarz und Weiß, Tod und Leben. Gut und böse. Die Schöpfung, in ihrem Glanz, in ihrer unbedingten Herrlichkeit, hat es uns einfach gemacht: Es gibt nur eine Begrifflichkeit, die ohne Grenzen auskommt, die keine Reflektion benötigt. Und das ist die Schöpfung selbst. Die Liebe.

Wir müssen zur Wahrheit streben?

An uns ist es, unsere Wahrheit, dieser wirklichen einzigen Wahrheit, die in der Schöpfung liegt, wieder anzunähern, sie schließlich ganz anzunehmen, mit ihr eines zu werden, zu erkennen, wie es immer schon gewesen ist. Das ist unser einziges Ziel, das ist unsere Bestimmung, das ist unser Weg. Und die Dynamik der Liebe ist die Expansion, genauso wie sie keine Zeit kennt. Wir leben also bereits in der kompletten Wahrheit. Wir können sie bloß nicht erkennen.

Es gibt keine wirklichen Urteile?

Da es keine wirkliche Wahrheit gibt, sind auch alle Urteile nicht wirklich. Ein Urteil (Plus oder Minus) kann niemals auf wirklicher Wahrheit beruhen. Das ist logisch unmöglich. Darum kennt die Liebe, die die Wahrheit ist, keine Urteile. Wenn wir diesen Gedanken nur weiterführen tut sich auch auf, dass die Sünde, die ja auf Urteil beruht – nie existiert hat. Was das heißt? Jubelt und umarmt Euch, Brüdern und Schwestern! Es gibt keine Sünde! Hat sie nie gegeben!

Wir sind frei von Sünde?

Jeder von uns ist vollkommen grundsätzlich frei von Sünde. Ein jeder. So also gibt es keine Sünde und keine Urteile. Es stellt sich heraus, dass das Denksystem, welches mit diesen Begriffen als Grundlage arbeitet – die es ausmachen – nur aufgeblasene Erfindung ist. Ein Bleistift mit glatter Oberfläche. Diese Beobachtung hebt, für den der sie tatsächlich nachvollziehen kann, die bisherige Weltensicht auf. Sie vergeht, wird zum nichtigen Gedanken, der sie immer war.

Fazit

Natürlich ist es nicht einfach, aus diesem Sumpf von „Wahrheiten“, die wir von der Mutterbrust an verinnerlicht haben, herauszukommen. Der feuchte Moder des Egowillens, der als oberstes Ziel bemüht ist, seinen Irrsinn zu verschleiern, zieht uns mit Gewalt und List und Tücke immer wieder in seine zutiefst chaotische Lüge. Und als ob zahllose Spiegelscherben auf unserem Weg lägen, die wir jede einzelne aufheben und uns selbst und die anderen betrachten, sehen wir vor lauter Spiegelfechterei die Wahrheit nicht. Die Liebe.

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Wir lieben die Sünde?

Der Schlüssel zum Himmelreich: Die Wahrheit ist subjektiv!

Die Zeit als Erbsünde?

Was macht der Gottesbegriff mit uns?

Gott

Warum entscheiden sich die Menschen für den Sündengedanken?

Grundsätzlich stellt sich die Frage, warum viele Menschen einem Glauben anhängen, der sie ausgesprochen restriktiv behandelt, der ihnen Verbote und Beschränkungen en masse auferlegt. Viel mehr noch, dessen Grundprinzip und Zentrum aller finalen Diskussion der Tod ist? Eine Religion, auf europäischer Seite zum Beispiel, zutiefst verquickt in monetäre Dinge, eine Finanzinstitution, verwickelt in Progrome, Vökermorde, wie die Inquistion oder den Mord an Millionen Menschen jüdischen Glaubens?

Was macht einen Glauben der Vergänglichkeit so anziehend?

Was ist es, dass diese Religionen (wie reden hier von Christen und Muslimen) trotz ihrer offensichtlich agressiven Haltung den Menschen gegenüber, so anziehend gestaltet, dass sich die Menschen zu ihr bekennen? Offensichtlich, außer einer leicht durchschaubaren Fassade an Sprüchen über die Ewigkeit und das Paradies, ist da NICHTS. Und wir alle wissen das. Oder wissen es nicht. Sache ist: Es interessiert uns nicht, weil wir die Strukturen nicht erkennen können.

Die Kirche malt das Gottesbild?

Die ursprüngliche Botschaft, die Mohammed oder Jesus verkünden wollten, tatsächlich in ihrer Zeit den Menschen lehrten, die Botschaft der reinen Liebe – wurde nie wirklich verstanden. Und das, was nun in Koran und Bibel und in den unzähligen Edikten und Erlassen dieser Kirchen niedergeschrieben steht – das Gesetz des Glaubens – hat mit dieser Nachricht des Verzeihens und des Mitgefühls – überhaupt nichts mehr zu tun. Doch die “Kirche” vertritt, in den Köpfen der Gläubigen, Gott.

Über Generationen eingeimpft?

Der “Glaube” an diesen zweifelhaften, nie genauer beschriebenen Gott, der wird einem (sehr vielen Menschen) quasi mitgegeben. Eine Sache, die sich im Laufe von Generationen aufbaut. Das ist das auf Jahrhunderte angelegte Merchandising der großen Religionsgemeinschaften. Komplett eingebaut in unseren Alltag, funamentaler Bestandteil unseres Lebensrythmus, mit z. B. Feiertagen, mit Weihnachten und Ostern, Gottesdiensten. Ansonsten – Gott, der Glaube, ein Anhängsel, antiquarisch, das man eben mit durch sein Leben schleppt. (Ab und an muss man es herzeigen) Am Ende ist da jedoch nicht mehr allzuviel übrig, von diesem Gottesbegriff. Wir transformieren ihn ins Dingliche – damit geht die Wahrheit für uns verloren.

Gott eine Pappfigur auf einer hohen Säule?

Ja, der Schöpfer der Welt, das große Unbekannte, es ist zur Farce verkommen. Findet in unserem Leben nicht wirklich statt. Der Rationalismus – das ist die Vernunft der dualistischen Gedankenkonstruktion – hat einen dicken Nebel inszeniert, auf dem schleppen wir uns durch unser “Leben”. Das unendliche Glück und die Herrlichkeit, das wahre, wirkliche Leben aber, das der wirkliche, der wahre Gottesgedanke immer schon beinhaltete, bleibt verborgen hinter diesen Rauchschwaden der Egodynamik. .

Der Tand des Egolebens blendet uns?

Zudem geblendet vom Glitzern des Tandes, der als Lockmittel auf dem düsteren Pfad allüberall zu finden ist, laufen wir offenen Auges an unserer Wirklichkeit vorbei. Wir haben uns in unserem Denken selbst zu unwichtigen Spielfiguren degradiert. Wir haben uns herabgewürdigt, zu Sklaven des Konsums, obwohl wir klar erkennen, dass der Kreislauf in dem wir gefangen sind, lediglich Vorteile für die Mächtigen, die Skrupelosen bringt. Wir geben uns mit der uns zugewiesenen Kleinheit zufrieden.

Keine Zeit für Spielereien mit einem Gottesgedanken?

Diese grundsätzliche Einstellung dem Leben, dem Gesellschaftskonsens gegenüber, läßt uns rennen, auf dem Laufband, dass man für uns installiert hat. Da bleibt keine Zeit mehr für einen Gott. Dieser Gott wurde ins Wartezimmer verbannt, wir haben wichtigere Dinge zu tun. Überleben. Geld organisieren. Zu diesem Behufe hat man uns – ganz individuell – einen Rahmen zugebilligt. Und wir fügen uns diesem Plan einer Obrigkeit, ohne ihn zu hinterfragen.

Was lässt die Menschen im Nichtverstehen?

Diese Tatsache – nämlich dass wir nicht nach dem Hintergrund der Dinge fragen, nicht versuchen, zur Wurzel vorzudringen (um nämlich festzustellen, dass es in der dualistischen Idee keine gibt) scheint, trotz jeder Erklärung, immer noch irgendwie seltsam. Denn das Postive, das Überwältigende, das Schöne, das Erlösende, ist doch derart nah, offensichtlich, großartig, tatsächlich vorhanden. Wie kann es sein, dass die allermeisten Menschen einfach nicht sehen? Immer wieder diese Frage.

Offensichtliche Antwort?

Zweifel. Denn welches Hindernis gibt es noch? Es fällt schwer, die nächsten Worte zu schreiben, denn hier ist ein Urteilsgedanke am Werk. Doch diese Antwort als Lösung drängt sich auf:

Die Menschen sind zu dumm.”

Sie sind zu faul, jedenfalls. Doch wie man es auch dreht und wendet – eine Erklärung für diese Weigerung, die wundervolle, alles überglänzende Wahrheit zu erkennen, – ist ganz deutlich eine fehlende “Intelligenz”?

In die Dummheit gezwungen?

Halt, halt! Nicht ärgerlich werden! Man hat uns diesses “Verstehen” gestohlen! Es wird nunmehr versteckt, hinter schweren Nebelwolken der Gesellschaftsidee. Und diese Gesellschaftsordung, dieses Gedankensystem ist so primitiv, wie man es sich nur vorstellen kann. Da wir gezwungen sind, es zu adaptieren, wird uns quasi das Überleben in Dummheit zur Aufgabe gemacht. Und überall finden sich Beweise, dass dies die einzige Möglichkeit ist. Wir hilflos sind.

Bequemer Ausweg aus der Gottesfrage?

Das Gesellschaftsssystem ist in seiner Primitivität absolut brutal. Hier wird mit unumstößlichen Leitsätzen gearbeitet – und wehe, einer versucht, diese Scheinheiligkeiten aufzulösen – er steht sofort im Abseits. Neben, gegenüber, einer Mehrzahl an Menschen, die z. B. als Religionsgruppe in einem gewaltigen Machtsystem eingeordnet sind. Die ganz gut fahren, mit ihrem Bekenntnis zu dem, was von der (geistigen, kirchlichen ) Obrigkeit als Wahrheit proklamiert wird. Das hat viel, hat eigentlich alles mit einer durchaus “politischen” Einstellung zu tun.

Die Dinglichkeit kann keinen lebendigen Gott kennen?

So hat die Dinglichkeit der Gesellschaft einen lebendigen Gott, eine im Jetzt liebende Schöpfung, in ausgesprochen weite, unerreichbare Ferne gerückt. 100 000 Dinglichkeiten dazwischen gestellt. Und wenn man nicht gerade heilig ist, muss man auf diesen, dann letztlich endlich liebenden Gott, bis zum Schluss, bis zum Tod warten – und nach dem Ableben – gibt es immer noch das Problem mit den Sünden und der Hölle. Eine gar verzwickte Situation. Also – mitlaufen, mitkaufen, mitzelebrieren, miturteilen, mitsündigen, mitleiden – das Leben ist verdammt kurz und der liebe Gott ist überhaupt nicht da.

Die Belanglosigkeiten des Lebens halten uns blind?

Wir ersaufen in der Belanglosigkeit unseres Lebens. In den partitionierten meist verschwommenen Dinglichkeiten. Belanglosigkeiten, ursächlich. Denn, wenn Postionen, Standpunkte, Formen kompakt sind – wenn sie ehrlich sind – kann man mit ihnen umgehen. Und jeder nur einigermaßen “vernünftige” Mensch würde das Chaos erkennen, dass sich hinter all den Lebensbegrifflichkeiten dieses in Zweifel gelebten Denksystems verbirgt. Würde es sofort lachend verwerfen.

Das andere Bild nicht greifbar?

Wer würde sich mit Tod, Sünde, Gier, Krankheit identifizieren, wenn es doch eine herrliche, andere Möglichkeit gibt? Doch, wir kommen erst gar nicht dazu, irgendetwas von einer anderen Möglichkeit des Verstehens zu erkennen, erkennen zu können – sobald wir es nämlich zu fassen (erfassen) versuchen – löst sich dieses Bild in Millionen von winzigen Teilchen auf, die keiner Vernunft, keiner Argumentation mehr zugänglich sind.

Gefesselte Subjektivität?

In unserer Trennung von Gott sind wir in einer von der Gesellschaftsidee beschriebenen, höchst individuellen Subjektivität der Wahrnehmung gefangen. Jede der Anforderungen, die so aus dem allgemeinen Konsens der Existenz eines – wie auch immer – strafenden Gottes stammt, dient lediglich dazu, uns noch weiter in diese klebrige Argumentation der Vergänglichkeit hinein zu ziehen, die so wunderbar einfache, segensvolle Wahrheit zu verheimlichen.

Strafender Gott?

Der Grund für die Tatsache, dass die Schöpfung, Gott, nicht nur unendlich weit von uns entfernt zu sein scheint, sondern vielmehr auch noch eine strafende Entität ist, die uns für unsere Sünden zahlen lässt, ist die Tatsache unserer Blindheit. Wir taumeln wie in einem dichten nicht durchschaubaren Schneetreiben aus gesellschaftlichen Regeln, Moralismen, Ansprüchen, Gesetzen, kümstlich erschaffenen, manipulierten Gefühlen.

Der Stärkere gewinnt?

Und nur so, das ist universale, feste Überzeugung, also in einer Darwinschen Schlachtaufstellung, kann das Leben auch funktionieren. Der Stärkere gewinnt. Was und wozu – ist vollkommen nebensächlich. Dass es hier vollkommen grundsätzlich an einem Sinn mangelt, das wird mit oben beschriebenen Schneetreiben aus partitionierten Blendereien, zur Gänze unter den Teppich gekehrt. Es läuft auf ein “Friß oder stirb!” hinaus, gegen das nur schwer anzugehen ist, solange Angst vorherrscht.

Selbsterkenntnis?

Würden die Menschen die vollkommene Gnade, die Liebe und Fürsorge, die ihnen ihr Vater, ihre Mutter, die Liebe, die Schöpfung, Gott, sie sich selbst, anzubieten wissen, auch nur einen Augenblick lang wirklich erkennen können- nie mehr würden sie der Welt der Partionierung Beachtung schenken. Sie (diese Welt) würde sich (in der Tat passiert das meist gemächlich) auflösen – zu dem Nichts, das sie schon immer darstellte. Ihre Nichtexistenz, oder besser, ihre von “Aussen” ins Nichtbewusstsein projizierte Scheinexistenz, würde offenbar.

Bereicherung des überkommenen Machtgefüges?

Die Erkenntnis ist– dass die Drohung mit einem Tod, mit Hölle und ewiger Verderbnis, die Formatierung unseres Lebens mit scheinheiligen, ehtischen und moralischen Grundsätzen, final nur der Bereicherung des Machtgefüges dienen. Sie erschaffen eine Art von Sklavengesellschaft in Christi/Mohammed, einem omnipotenten, grausamen, gleichgültigen Gottersbild. Und wir akzeptieren diese Beschreibung! Wir ziehen uns diesen Schuh an!

Nahtlose, aalglatte Persönlichkeitsbilder?

Und es ist nicht nur ein Schuh, nicht lediglich eine Maske – es ist ein nahtlos anliegender Ganzkörperanzug. Um die Wahrheit zu erkennen, müssen wir uns selbst demontieren, müssen unter die aalglatte Schicht unserer Hülle. Und wer möchte schon gerne nackt sein? Die Hülle ist ja auch eingebildeter Panzer, – wer möchte denn wehrlos sein? Das Tragen dieses Anzugs, (alle tragen ihn) so wissen wir – jeder sagt es – ist Grundbedingung, um in der aufoktruierten Idee der Gesellschaft überleben zu können.

Der Dualismus versucht alles zu erfassen?

Die Idee des Dualismus ist bis auf das Äußerste bestrebt, vollkommen absolut und durchdringend zu sein. Was wir in unserem Leben in der Gesellschaft gelernt haben, ständig als subtile Aufgabe vermittelt bekommen, (Selbstreflexion) ist, die Dinge (Dinglichkeiten), auch Überzeugungen, Beweise zu finden, die diese Tendenz des Durchdringens des Teilungsgedankens, bis hin zur Unkenntlichkeit, bestärken.

Sinn in Strukturen aus Vergänglichkeit, Sünde und Urteil?

Aus dieser, in Bezug auf spirituelle Wahrheit höchst ungünstigen Position, versuchen wir nun, (weil wir wissen, dass es ihn gibt – dieser kleine Lebenszweifel lässt sich nicht ausräumen) den wahren Sinn des Daseins zu finden. Und wo suchen wir? In der dualistischen Egokonstruktion, die sich aus Tod, Krankheit und Gier und Sünde definiert. Denn man hat uns unser Leben lang glaubhaft versichert, dass dies die Wirklichkeit ist – man hat uns beschrieben, wie Realität aussieht. Wo anders sollten wir also auch suchen?

Falscher Blickwinkel?

Wir suchen also die Liebe – in einer Welt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, diese Liebe zu zerreissen, zerstörend zu definieren, der Vergänglichkeit, dem Vergehen, dem Zweifel zuzuordnen. Dabei ist dies nun kein willentliche Bösartigkeit eines (wie auch immer) Teufels. Des Bösen. Es ist lediglich ein Fehler (!) in der Perspektive. Es fehlt (!) uns der Überblick. Weshalb? Weil eine der Prämabeln unseres “Ich-Daseins” ist, möglichst gebückt zu laufen, zuzeiten auch zu kriechen.

Wir beurteilen uns?

Unser Gott ist irgendwo, aber nicht hier. Wir leben Kleinheit. Wir definieren uns. Und das alleine beutetet schon, dass wir uns eingrenzen. Noch dazu kommt unsere Definition unseres Seins, diese umfassende Eingrenzung, nicht von uns selbst. Wir spiegeln nur.Wobei Inspiritaion und Intuition, Kreativität, ein freiheitliches Selbstverständnis auf den Stufen vor dem grauen Egopalast, wo wir uns in die lange Reihe der Trauernden des Lebens auf dem Weg zu unserem Grab eingereiht haben, liegen geblieben sind. Wir haben sie niemals wirklich gekannt. Immer nur einen Käfig im Käfig erlebt.

Wahrheit zur vollkommen Unkenntlichkeit verschlüsselt?

Was also passiert ist, ist das die wahre Begrifflichkeit dessen, was Gott, die Schöpfung ist, untergegangen ist, in der milliardenfachen Aufsplitterung dieses äußerst einfachen Wertesystems der Liebe (das keine Werte kennt) zu einer derart abwegig kryptografischen Angelegenheit geworden ist, dass wir einerseits einfach nicht genug Gehirnkapazität besitzen, um diesen Knoten aufzulösen. Zum zweiten überhaupt nicht erkennen, dass diese Symbolik, die wir nicht verstehen, überhaupt einen Knoten darstellen. Oder ein Tor, die Pforte zur Wahrheit.

Die Wirklichkeit ist immer bei uns?

Der Gott, (das positive Schöpfungsprinzip)von dem wir wissen, dass er existiert, (diese Information ist uns tief in unserem Inneren gegeben), dieser Gott, der nichts zu tun hat, mit dem von den großen Kirchen beschriebenen Gottesfiguren und den Folgerungen, (Gesetzen, Geboten, “Sünde”) die gezogen wurden, um einer “Religion” Gestalt zu geben. Dieser “andere”, nur vage aufscheinende Gott, der lediglich ein subtiles gutes Gefühl ist, ein hoffnungsvolles Zweifeln, an dem, was gelernt, überliefert, wurde, – er ist ganz Nahe. Dieses nicht zu beschreibende, hintergründige Empfinden – das ist die Liebe. Die Liebe Gottes. Das ist Gott.

Die Gesellschaftdynamik hält die Liebe verborgen?

Und leider bleibt uns das, was dieser Gott – der die Wahrheit ist – bedeutet, zumeist sehr, sehr lange verborgen. Doch nicht etwa weil es ein Geheimnis wäre – sondern, weil uns von den diversen, ausgesprochen rabiaten, Gesellschaftsdynamiken der Wille genommen wurde, über eine Beschreibung unseres Selbst hinauszugehen (wir können nur mit Beschreibungen existieren) – weiter der Wille genommen wurde, zu verstehen, dass diese Beschreibung, egal wie sie in diesem Rahmen, der eben dualistisch, aufteilend, partionierend ist, in Erscheinung tritt, – immer Kleinheit bedeuten muss. Die dualistische Idee ist der Gedanke der Kleinheit, der Begrenzung. Den die Gesellschaft auslebt.

Fazit

Solange wir, die wir in informativer Abhängigkeit von der Gesellschaft existieren – uns also aus dieser Position heraus einen Gott heraufbeschwören, beschreiben, wird dieser der Gott der Gesellschaft bleiben. Das goldene Kalb. (Bestimmt hervorragend verkleidet.) Und da rütteln auch noch so viele Opfer, Entbehrungen, Kasteiungen, Spenden und Beichten nichts daran. Nichts wird diesen “Gott” verändern, der sich aus dem Urteilsdenken heraus beschreibt. Nicht jahrelange Meditation und nicht das stundenlange rezitieren von Gebeten.

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Tod und Angst und Liebe

Unsere größte Angst ist vollkommen umsonst?

Die grundlegende Angst, die uns das ganze Leben lang begleitet, ist die vor dem Tod. Wir versuchen, nicht hinzusehen, wir verleugnen ihn – probieren, ihn von unserem Alltag fernzuhalten. Doch immer taucht er auf, unversehens, als Basis, als „The cycle of life“. Fast scheint es, (tatsächlich verhält es sich so) wir würden den Tod leben.

Liebe und Tod

Ein steiniger Weg?

Unsere Sicht auf die Welt verbindet letztlich alles mit diesem Begriff der Vergänglichkeit. Was ist auf den ersten Blick untrennbar mit dem Sterben verbunden? Krankheit, Leid. Trauer. Wut? Angst. Verzweiflung? Unverständnis? Erlösung? Die Paarung „Leben und Tod“ (in einem grausamen Ungleichgewicht – schließlich ist der Tod, der Himmel, die Hölle, ja auf ewig angelegt) ist der steinige Weg, auf dem wir unterwegs sind.

Zweifel über das Ende?

Wenn wir nun versuchen, auf dieser Basis, auf diesem Pfad, das Leben zu genießen, steht da doch immer Ungewissheit, Zweifel. Mehr noch. Wir sind uns bewusst, dass dieser Gott, den wir da annehmen, unser Leben an einem seidenen Faden hält, den er jederzeit zerreißen kann. Als ob das nicht genug wäre, kämpfen wir mit Krankheit, Machtstreben, Gier, Leid, den unendlich vielen Schwierigkeiten unseres Daseins.

Zu Staub zerfallen?

Wofür? Am Ende steht der Tod. Unausweichlich. Und auch, wenn dann vielleicht ein paar Würmer ihre Nahrung finden, sie werden genauso vergehen. Das ist unser Welt-, unser Lebensbild. Und wage da einer, dies anzuzweifeln! Wovon geht dieses Lebensbild aus? Es postuliert, dass das, was uns ausmacht, der fleischliche Körper ist. So ist es also Gottes Wille, dass dieser Körper leidet, sich in Qualen über seinen Werdegang ergeht, voller Unverständnis durch eine brutale, chaotische Welt wandert, um dann letztlich zu Staub zu zerfallen.

Bestimmende Angst?

Der Tod – er ist das Symbol der Angst vor Gott. Denn wer diesen Glauben lebt, findet sich in einer Welt der Vergänglichkeit, ganz ohne Hoffnung. Einzig eben der Tod bleibt – doch auch dies ist eine äußerst ungewisse Erlösung. Da sind diese Begrifflichkeiten von Schuld und Sünde, (Todsünde), Hölle, Fegefeuer, Gottes Gericht, die es zu bedenken gilt. Könnte man behaupten, dass dieses Spiel irgendetwas mit einem liebevollen Schöpfer zu tun hat? Ein Schöpfer, der seine Schöpfung dem Tod anheim stellt?

Tod und Liebe gehen nicht zusammen?

Was offensichtlich wird, ist, dass wenn ein Gott uns als Körper erschaffen hat, er ein ausgesprochen unversöhnlicher, keineswegs liebevoller Gott ist. Denn wo Tod ist, da gibt es keine Liebe. Liebe ist unbegrenzt, ewig und absolut – per Definition. Der Tod „verkörpert“ die Begrenzung. Zwei unvereinbare Gegensätze. Und alle verzweifelten Versuche, in der Dualität des Todesgedanken, der Idee der Schuld, Sünde und Angst, die Liebe zu finden, müssen kläglich scheitern.

Die Wahrheit der Liebe?

Gott ist. Er ist entweder Angst oder Liebe. Es gibt nur diese zwei Entscheidungen. Die eine schließt die andere aus. Das liegt sehr einfach in der Wahrheit der Liebe. Sie ist unbegrenzt, keine Art von Angst hat hier Platz, kann je existiert haben. So ist das, was uns erschaffen hat, ein Gedanke, frei von Furcht, von tiefster Ehrlichkeit und Liebe durchdrungen, das hell aufstrahlende Licht, das nichts mit Verwesung, Vergänglichkeit und Leid zu tun hat, diese Begrifflichkeiten gar nicht wahrnimmt, weil sie, als Illusionen der Angst, nie gewesen sind.

Das Ass im Ärmel des Egos

Die Idee des Todes ist die Trumpfkarte des Egos. Nur unter seinen Prämissen, den Vorbedingungen der Angst, lässt er uns diesen Gedanken betrachten. Und solange wir uns als begrenzte Körper in einer durch die Idee des Todes eingemauerten Welt betrachten, wird das Ego auch grimmiges Recht behalten. Es gilt also, sich von dieser Idee – dem Götzen des Todes und der Vergänglichkeit – abzuwenden. Sich zu drehen, hin zu dem Licht, aus dem wir erschaffen sind. Dem glänzenden Strahlen eines liebevollen Gottes.

Tod kann kein Leben gebären?

Einher mit diesem Durchschauen des Egotricks namens „Tod“, geht dem erkennenden Blick auf dieses vom Tod erschaffene Leben, dessen Eigenart als Illusion auf. Wie kann Tod Leben gebären? Ist es nicht vielmehr die Liebe, also die Schöpfung, die Leben ist? Wie könnte sie auch nur das Geringste mit dem Tod zu tun haben? Wir sind aus der Liebe geboren, nicht aus dem Tod. Das ist unsere Bestimmung.

Freiheit von Furcht

Das bedeutet die Erkenntnis, dass wir weit mehr sind, als dieser vergängliche Körper. Dass sämtliche Argumente, die für den Tod sprechen würden, in der Liebe, die Gott, die Schöpfung ist, vergehen, aufgelöst sind. Mit dieser erleuchtenden Erkenntnis zu leben, heißt Freiheit von Angst und Leiden. Heißt vollkommenes Vertrauen in die Liebe, in einer Erleichterung, die nichts anderes als himmlisch ist.

Durst nach Frieden?

Die Liebe ist ist das Wasser, das unseren Durst stillt, diesen unsagbaren Durst nach Frieden, nach Sinn, unseren Herzenswunsch, den jeder tief in sich spürt. Diese große Leere, diese Verwirrung, dieses Nichtwissen, die neblige Beklommenheit ob der Sinnfindung im Lebensbild, das, was das Ego mit Vehemenz im Dunklen hält, sie wandelt sich. Es ist, als ob wir in einem Boot auf dem langen Fluss des Lebens trieben, nicht über den Rand blicken könnten. Und wird uns die Gelegenheit gegeben, aus diesem Bootsleib, der uns gefangen hält, in Hunger und Durst und ohne Liebe, ständig vom Tod bedroht, zu springen, so sagt uns jede Erfahrung, dass das Wasser salzig ist, unseren Untergang bedeutet.

Der Fluss zur Quelle

Die Wahrheit ist, sobald wir diesen Bootsleib des Dualismus verlassen, in dem der Tod und in seinem Gefolge, Angst, Hass, Zwietracht, Leid und Krankheit ihr Zuhause haben, erkennen wir – voller Freude – das Wasser in diesem symbolhaften Bild ist pure Liebe, die uns schon immer getragen hat. Wir sind ihre Geschöpfe und so ist für uns das Gefühl, in ihrer Umarmung zu sein, das wundervollste und natürlichste auf der Welt. So tauchen wir ein, in die Schöpfung, die uns zum Anfang des Flusses trägt, zur Quelle. Zur Allheit.

Fazit

Wenn uns aufgeht, das die Wände des Bootes, das komplette Gefährt, lediglich aus den faulen Illusionen, den Schuldzuweisungen und Beurteilungen des Egos zusammengebastelt sind, immer mit dem Ziel, uns in der Fragmentierung zu halten, die das urteilende Denken ausmacht, lösen sich diese auf, wie es faulige Planken eben tun. Wir erheben uns aus der Welt des sinnlosen Urteilens, schreiten in das Vertrauen, das, mit dem ersten Gedanken in die richtige Richtung, immer mehr aller Zweifel hinweg nimmt.

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