Ist unser Glaube Egoismus?

Glaube, Egoismus

Ein fundamentaler Begriff?

Wow! Nun sind wir im Fundamentalismus gelandet. Der Begriff Glaube – er scheint wie gemacht, die Geister zu scheiden. Eine vollkommen subjektive Angelegenheit, möchte man meinen. Ganz privat und mehr oder weniger intim. Doch selbstverständlich hat jeder Glaube Wurzeln. Von der Definition her, alleine, sind diese sehr tief. Sie liegen verankert in dem, was man Leben heißt, Erziehung, das Lernen von unumbrüchlichen Grundsätzen, die man sich zurechtbiegt, zumindest gedanklich, für sich selbst. Ob man seinen Glauben lebt, ist wieder eine andere Frage.

Die Wahrheit zerschmettert?

Was glauben wir? Wo? Und in welcher Beziehung? Wie? Weshalb? Ein nur ein wenig offener Blick tut uns kund, dass unser Glauben zutiefst fragmentiert ist. Zerteilt, aufgesplittert. Da ist diese Kristallkugel, der Glaube – und das Gesellschaftsdenken hat sie in Abertausende von Splittern zerschlagen. Unsere Aufgabe als Mensch scheint es nun zu sein, (jedenfalls sind wir tunlichst bemüht) unter diesen Splittern den einen zu finden, der die Wahrheit enthält.

Das Fehlen der Ganzheit tut subtil weh?

Tatsächlich ist es so, dass wenn einer von uns auf seinem Weg einen dieser Splitter glänzen sieht, er – in ganz menschlicher Manier – diesen, in seinem Glauben für sich beansprucht – verteidigt bis auf’s Messer und erst loslässt, wenn er ein schöneres Bruchstück erblickt, eines, dass ihm besser gefällt. Dass die Menschen aber die ehemalige Form der zerschmetterten Kugel suchen, die Ganzheit, die Alleinheit, das gelangt nicht an ihr Bewusstsein, tut ihnen nur ganz subtil im Hintergrund weh.

Mögen täte ich schon?

Und selbst wenn Sie eine Ganzheit in ihrer Spiritualität, ihrem Glauben, erkennen möchten, vergällen sie sich selbst den Blick darauf, indem sie das Bild mit Dualitäten überfrachten, mit Himmel und Hölle, mit Hierarchien von Engeln und Göttern und Heiligen, mit Ritualen, mit Geheimnissen, mit Magie.


Glauben – das heißt konkret, in Etwas die Wahrheit wahrnehmen wollen. Wo finden wir in diesem Dasein, dieser Zeit, dieser Welt, Wahrheit?

Präambeln und Algorithmen?

Wir glauben, in unterschiedlichsten Kategorien an die verschiedensten Dinge – alle erklärt durch die Präambeln und Algorithmen der Weltgemeinschaft. Keine objektive Wahrheit, es ist vielmehr ein vollkommen chaotisches, instabiles Lügengerüst aus den subjektiv verformten Splittern der einstigen Wahrheit, wackelig zusammengezimmert. Nichts an diesem Etwas ist es wert, daran zu glauben, im Sinne eines Schöpfers, im Sinne des Glaubens an einen Gott.

Liegt die Wahrheit in der Vergangenheit?

Liegt die Wahrheit in vergänglichen Dingen? Liegt sie in der Zukunft? Liegt sie in der Vernunft der Menschheit? Was ist Wahrheit überhaupt?


Die pure Wahrheit ist, definitionsgemäß, vollkommen vorurteilslos.

Das schließt … unsere Welt aus. Unser komplettes Denksystem.

Was aber ist vollkommen ohne Urteil, kennt kein Gut und kein Böse, ist immer nur positiv und ist immer vertrauenswürdig? Ist immer Ganz und nicht teilbar? Die absolute Liebe. Ergo – die Schöpfung.

Glauben ist Ganzheit?

Will meinen, sehen Sie hin! Da ist die Kristallkugel des wahren Glaubens, herrlich strahlend, gleißend, selber Licht. Sie war nie zerbrochen! Und erkennen Sie, wie wunderbar! Wir brauchen nicht länger unter den Splittern nach der Wahrheit suchen, wir können uns voller Vertrauen in die Liebe begeben. So – und nur so – ist es möglich, zur Ganzheit zu gelangen – indem wir erkennen, dass jede Tat der Liebe eine weitere Stufe zum heiligen Gipfel ist.

Die Schöpfung kennt keine Geheimnisse?

Die gelebte, gezeigte, wahrgenommene, reflektierte, sich ausdehnende Liebe wird die Kristallkugel des Glaubens und der Wahrheit für Sie, ganz persönlich, wieder zusammenfügen, Sie werden erkennen, dass sie nie zerbrochen war. Ha! Werden Sie jetzt sagen. Das ist mir zu einfach. Nur lieben – und das ist alles? Ja! Es ist tatsächlich so absolut einfach. Die Schöpfung ist kein Geheimnis, kennt keine Geheimnisse. Gott ist jetzt hier. Liebe praktisch umzusetzen. Jetzt. Ohne Probleme. Lieben Sie! Lieben Sie mit absoluter Ehrlichkeit!

Liebe ist der Weg ins Licht?

Wo immer Sie stehen. Was immer auch Ihre Meinung zum Universum, zu Gott, zu Religion ist, was auch ihre Lebensanschauung sein möge – zu lieben, nicht in Perfektion, jedoch so gut Sie es eben vermögen – sich also auf die Liebe einzulassen, an Sie zu glauben, in ihr die Wahrheit zu sehen, auf sie zu vertrauen – das ist der Weg ins Licht. Das ist wahrer Glaube. Auf diesem Weg gehen wir alle, doch umfangen noch von Finsternis. Die Liebe löst diese Dunkelheit, hin zum Nichts, aus dem dieses Dunkel immer bestand, sanft auf.

Fazit

Der wahre Glaube ist Liebe – und die Liebe löst den Gedanken von schuldigen Körpern, gefangen in der Vergänglichkeit, zum Tod und zur Sünde verurteilt – gnädig auf. Wer diese eine Entscheidung der gelebten Liebe trifft – den wird die Schöpfung umarmen, der ist der Angst entronnen. Der kann seinen Weg voll Vertrauen an der Hand des liebenden Vater gehen. Die Wahl: Sich an den Illusionsplittern der fragmentierten einstigen Wahrheit verletzen oder in die Kugel der Wahrheit des Glaubens an die vollständige Liebe eintauchen. Nur diese beiden Entscheidungen gibt es im Leben.

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Dankbarkeit inmitten dieses großen Unglücks?

Inspiration – wir leben das Gegenteil?

Inspiration Schöpfung

Wir unterdrücken unsere Inspiration?

Inspiration – ein schönes Bild ist das eines Sonnenstrahles, der vermeint, von der Sonne getrennt zu sein, alleine zu leuchten. Wie einsam fühlt sich dieser Sonnenstrahl, wie verlassen. Ohne Antwort auf seine Fragen, ohne seine Zweifel zu einer Lösung führen zu können. Verloren im kalten Weltall. Könnte er nur ahnen, dass er Kind der Sonne ist!

Kraft der Schöpfung

Kraft der Schöpfung?

Die Inspiration, vielleicht ist man geneigt, sie mit der Kreativität zu verwechseln, ist mit Worten, aus ihrem Ursinn heraus, nicht zu erklären. Die Inspiration ist die Kraft der Schöpfung, welche das Herkömmliche zu etwas Besonderen im Geiste des Allerschaffenden macht. Die Inspiration ist der Augenblick, in dem das Heilige offenbar wird, die Natur in ihrer Gänze aufscheint. Sinngemäß, systemgemäß, nur einen Augenblick, den per Definition ist die Inspiration lediglich ein Geistesblitz.

Die Freude hinter dem Leid?

Doch dieser Geistesblitz ist kein Geist des Egos. Er ist die Wahrheit hinter der Lüge. Er ist die Freude hinter allem Leid. Er ist das Leben, dass den Tod negiert. Er ist Aktion vor der Tatenlosigkeit. Er ist Wahrhaftigkeit, die allen Hochmut zerschmettert. Er führt uns in die Wirklichkeit, die wir, blind, geblendet durch das Gesellschaftssystem und seine Ansprüche, nie sehen konnten. Die Besonderheit dieses Geistesblitzes aber ist, dass seine Helligkeit nie vergeht, dass sie immerdar leuchtet, ja seine Helligkeit stetig zunimmt.

Inspiration steht diametral zur Schuld?

Das bedeutet Inspiration, darum ist dieser Begriff von immenser Wichtigkeit. Die Inspiration eröffnet die Welt zu einer vollkommen neuen, diametralen Bedeutung gegenüber dem Unsinn des Egobewusstseins. Es kommt einer Kerze gleich, die schon immer auf dem Altar, der in jedem von uns, als Teil der Liebe der Schöpfung, bereitet ist, brennt. Sie wird zum Feuer der Gnade und des Liebreizes, vor deren Licht die Dunkelheit der Egogesetze, denen wir uns unterworfen hatten, ganz einfach verschwinden.

Spirit

Inspiration – der wahre Geist?

Inspiration. Der Spirit, der wahre Geist tut sich auf. Er kann in allem aufleuchten, das du im Sinne der Wahrhaftigkeit tust. Das meint, die Einmaligkeit in der ungeheuren Vielfalt zu sehen. Es ist dieser heilige Augenblick, der schon immer sehnsüchtig auf dich gewartet hat. Den dein Ego, du (im Auftrag deines Egos), mit Füssen getreten hast, den du angespuckt hast, mit Verachtung gestraft. Den dein überhebliches, nur angebliches Wissen zu beurteilen vermeinte. Ihn, der doch jedes Urteil unnötig macht, die Arroganz deiner Lächerlichkeit ad absurdum führt. Doch fühle dich nicht herabgesetzt.

Erkenntnis voll Zärtlichkeit?

Die Erkenntnis, die dir vermittelt werden soll, ist voll überbordender Zärtlichkeit. Nicht du wirst der Lächerlichkeit preisgegeben, sondern dieses verhängnisvolle, aus vollkommenen Unsinn entstandene, von seiner Macht trunkene Etwas, mit dem du, Nichtwissender, einen furchtbaren Vertrag geschlossen hast, über Qualen, Leid und Lügen die, wie du bestätigst, dich ausmachen. Die Inspiration ist, dass nichts davon, nichts von diesen Horrorszenarien je wahr gewesen ist. DAS FUNKTIONIERT NICHT. Die Entscheidung ist endgültig. Es gibt lediglich ein Ganzes.

Inspiration heißt umdefinieren?

Wer die Definition des immerwährenden Leides bis zum Tod, dem Ende jeder Kommunikation mit der Schöpfung wählt, der wird die andere Seite, die eigentlich einzige Seite, nicht erkennen können, denn hier existieren die Schuld und Sünde, das Verderben, aus dem er sich definiert, nicht. Er wird sie also auch nicht entdecken können. Inspiration heißt Umdefinierung. Wandel. Sanfter Wandel. Eine Veränderung, die nicht weh tut. Denn wie könnte die Liebe ihren Kindern jemals Schmerz zufügen? Das tut nur das Ego. Doch, so wie das Ego Einbildung ist, ist es auch der geistige Schmerz, den es verursachen möchte, den es verursacht.

Wir treten ans Licht?

Mit der Inspiration erheben wir uns aus diesem Grab, treten ins Licht, welches wir nun deutlich sehen, hinter all den verzerrten Masken der Welt, die uns das Unbewusste zeichnet. Wir lösen die Vergangenheit auf, mit ihr die projizierte Unwahrheit über die Zukunft.
Diese Transzendenz, die wir erfahren, ist als das höchste Gut, als die Erleuchtung, der goldene Gral, in allen Religionen dieser Erde geborgen. Gerade der Zen-Buddhismus kommt ihr in seiner vollkommen rigorosen Art und Weise ungemein nahe. Doch wird hier genauso rigide die Erleuchtung im Augenblick gesucht. Das kann funktionieren, ist aber ebenfalls nur einer von unzähligen Wegen.

10000 Wege?

Auch andere Bestrebungen, das Asketentum, das Leben als Priester, als Eremit, können, müssen aber nicht zur entscheidenden Einsicht führen. Manchesmal geschieht es so, dass der Asket sein Asketentum stolz vor sich her trägt. Hier ist kein Asket, da ist nur ein aufgeblasenes Ego. Ein Bild, das nicht einmal verrotten kann, weil es nie existiert hat.

Selektierte Gräuelbilder?

Die Schöpfung passiert im Jetzt. Alles passiert im Jetzt. Vergangenheit und Zukunft sind nur selektierte Gräuelbilder, geschaffen, um dich zu fesseln in der postulierten, von dir angenommenen Vergänglichkeit. Das Jetzt, dass dich durch die Inspiration erfährt, dass du durch die Inspiration erfährst, kann, aus seinem Ursinn heraus, nichts anderes erkennen, als sich selbst. Das macht deutlich, dass andere Zustände als das Jetzt nie existiert haben. Sie sind nur Träume, Hirngespinste, Gedankenbilder, verzerrte Fragmente, zurechtgeschustert vom Irrsinn, vom Chaos, mit dem einzigen Ziel, dich in der Angst zu halten.

Liebe kann keinen Schmerz kennen?

Und nochmals: Wie soll es jemals der allumfassenden Liebe möglich sein, Schmerz zuzufügen, Angst zu machen, Verzweiflung oder Tod zu generieren? Versteh mich richtig! LIEBE. ALLUMFASSEND. Allein der Gedanke, dass die Liebe, die Schöpfung solchen fähig wäre, macht lachen. Diese Erkenntnis vermittelt uns die Inspiration. Sie zeigt uns, die wir blind waren, die Wunder auf.

Ein weltenallerschütternder Moment?

Die ungezählte Menge an Wundern, die sich in der Schöpfung zum allumfassenden Wunder, dessen Teil sie in jedem von uns sind, vereinigen. Der Blick der Wahrheit, den uns die Inspiration vermittelt, ermöglicht, ist weltenallerschütternd. In einem einzigen heiligen Augenblick tut sich ein Himmelreich auf, da wo vorher die kahle, traurige, dem Tod überschriebene Einöde tunlichst durch übelmeinende Symbole aller Art verhüllt wurde.

Fegt die fauligen Schleier fort?

Wo Mauern aus Vorurteilen, Falschinformationen, zwangsläufigen Fehlinterpretationen, Lügen, Missgunst, Hass, Rache, Schuld, Sünde, Gier und Verachtung ein Gefängnis gestaltet haben, in welches wir uns freiwillig begeben, das wir verzweifelt ein wenig gemütlicher zu machen versuchen, erklärt das alles verstehende, alles sehende, alles umfassende Erfassen der Inspiration diese üblen Dinge für nichtexistent und fegt die fauligen Schleier fort, die dir von dir selbst auferlegt wurden, der du blind für die Liebe der Schöpfung zu dir ganz persönlich warst. Das wiederum heißt eindeutig Freude.

Blume des ewigen Lebens?

Was für ein Jubel in dem, was du für dich erkennst. Alle Schuld ist verschwunden, die Sünde kann nie existiert haben, der Tod hat sich in die strahlend schöne Blume des ewigen Lebens, in Liebe verwandelt. Der Tod, den die Inspiration der Freude und Liebe als inhaltsleeren Windbeutel entlarvt, ist das größte Hindernis, das wir zwischen unser erbärmliches Sein als Untertanen des Ego und die Wirklichkeit der Herrlichkeit und Anmut der Schöpfung stellen. Nicht einmal wirklich anzusehen, wagen wir diese zornige, unbarmherzige Maske.

Wie trockener Sand …?

Doch wie feuchter Sand, der trocken wird, in seiner Figürlichkeit zerfällt, so entschwindet das Entsetzen, die Sonne der Liebe strahlt im Glanz aller erschaffenen Universen, im vollkommenen Ganzen. Die Fratze des Todes ist Illusion und hat keine Bedeutung, hat sie nie gehabt. Niemand ist je gestorben. In dem, was sich hinter, über, durch, in dieser nichtexistenten Fratze der Illusion auftut, ist die Vollendung. Die Vollendung der Schönheit, der Liebe, des Friedens. Ihre Ausdehnung in die Ewigkeit.

Nur deine Bedeutung?

Jedes der Wörter, so zum Beispiel Vertrauen, Liebe, Inspiration, Dankbarkeit, über die hier geredet wird, hat lediglich genau die Bedeutung, die du ihm gibst. Du kannst durchaus nicht verstehen, missverstehen. Das liegt alleine an dir und deiner Bereitschaft, dich zu öffnen, hinter die Machenschaften dessen zu blicken, das dir all diesen Schmerz bereitet.Die Worte jedoch werden nicht vergehen, sie sind in ihrer, für dich vielleicht nicht erkennbaren Bedeutung, deinem Ursprung in der Schöpfung verwurzelt. Es ist überhaupt nicht möglich, sie schlecht auszulegen. Sie sind zu mächtig. Heilig, wenn du es nur zulässt.

Das Ego ist sehr mächtig?

Alles macht Sinn. Fürchte dich nicht! Das Ego ist stark. Es wird dich mit mehr als Zweifeln quälen. Doch du legst diese Zweifel, diese Rätsel, die du nicht lösen kannst, einfach vor die Schöpfung. Du übergibst sie und sie sind nie gewesen. Du bist unschuldig und rein, als Kind des Allumfassenden, der Schöpfung. Da kann keine Sünde sein, keine Hölle, keine Buße, kein Teufel, keine bösen Geister.

Fazit

Der Vorhang ist nicht gefallen, doch der Horrorfilm hat sich in seine Pixel aufgelöst. Was du nun siehst, ist ein, alle Universen umfassendes, alles erfüllendes, alldimensionales, überragendes Sosein der Liebe. Das wartet auf dich, benützt du den Schlüssel, den dir die Inspiration immer wieder anbietet. Diese Inspiration, die in jedem Kind des Allerfassenden bereits leuchtet, hat, wie auch alle anderen Begriffe im vorhergehenden Text, die Eigenschaft sich auszudehnen. Sie dehnen sich im Zeitlosen aus, bis sie in deinem Sein durch die Inspiration, den ewigen Augenblick, die Zeitlosigkeit der Zeit sichtbar gestalten. Dies ist Erkenntnis. Dies ist Grund zur tiefinnersten, nicht mehr an den Dingen haftenden Fröhlichkeit. Das macht den Buddha aus.

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Unsere Liebe ist immer egoistisch?

Liebe Egoismus

Projektionen aus der Vergangenheit

Die Liebe ist die Schöpfung, deren Teil wir sind, – so sind wir selber Liebe. In der tatsächlichen Liebe gibt es keine Sünde, keine Schuld, keine Angst. Es gibt keine Vergangenheit. Diese Liebe ist so vollständig, dass die Winzigkeit des Egos, das doch unser Leben, unsere Ansicht der Dinge bestimmt, mit brutaler, wahnsinniger Gewalt, mit den Gedanken und Bildern von Grausamkeiten, Ungerechtigkeiten, in materieller Verbindung, sich als das entlarvt, was es ist. Irrsinn, Projektion, Blindheit in größtem Maße.

Liebe und Ego

Tür zum allmächtigen Licht

Wer sich der Größe der Liebe, der Tiefe der Bedeutung des Begriffes LIEBE tatsächlich bewusst wird, der wird den Lichtstrahl aufblitzen sehen. Und wer auch nur einen mikroskopischen Teil dieser Wahrheit erblickt hat, der hat eine Tür zum allmächtigen Licht aufgetan, die nie mehr verschlossen werden kann. Er wird, ganz nach seinem ureigenen Willen, seiner Bereitschaft, die Nachricht verstehen, die Helligkeit durch seinen Körper scheinen lassen. Und er wird nicht alleine sein. Denn sein Licht strahlt weithin.

Ein Wort, an dem das Ego scheitert

Liebe. Dieses Wort ist heilig. Es stammt direkt aus der Schöpfung. Es ist nicht möglich, es negativ zu belegen. Auch wenn es in der Welt der Formen, also von einem unbewussten Standpunkt aus, aufgenommen wird, ist es doch Schlüssel zur erkennenden Sichtweise. Das Ego wird an ihm scheitern. Eine weitere gute Nachricht, die einem bald als selbstverständlich erscheinen wird, ist, dass, hat man dieses Wort in seiner wirklichen Bedeutung verstanden, verinnerlicht, alle andere sich von ganz alleine ergibt.

Nur ein Fingerzeig zum Mond

Liebe. Dieses Wort ist ein leuchtender Pfad, ein Weg der zu dir selbst führt. Es kann als Wort nicht erklären, doch erschließt es sich dem, was über allen Denkschemata steht. Es ist festes Fundament, es durchdringt die Phantastereien des Egos, das nur den negativen Dualismus vermittelt, weil es zu sonst nichts in der Lage ist. Doch sei in diesem Zusammenhang ein buddhistischer Weiser zitiert, der über den Weg hin zur Erkenntnis gesagt hat, jeder noch so gut gemeinte Rat, jeder Hinweis auf die letzte Wirklichkeit, könne immer nur ein Hinweis sein, so in etwa, wie man mit dem Finger auf den Mond zeigen könne.

Liebe

Liebe ist in den Köpfen der Menschen, hier ist es egal, welche Sprache. Die Liebe als Wort steht wohl über jeder Linguistik. Sie ist dabei eines der missverständlichen Dinge überhaupt. Das Wort als solches ist in der Gesellschaft missbraucht, in den Schmutz gezogen, vergewaltigt worden. Das passiert immer noch. Jeden Tag auf das Furchtbarste. Denn die Liebe, von der die Menschen reden, ist egoistisch, ist sachbezogen. Die Bedeutung des Wortes hat sich im Konsum, im Seximus, der Moralität, der Desinformationen, sozusagen im Sumpf des Gesellschaftssystems vollkommen verloren.

Die Liebe ist die Quelle

Ich liebe dich! Heißt das jetzt, dass ich dir eine Schachtel Mon Cherie kaufe? Oder dich bumse? Dich heirate? Ich liebe es! Will ich es kaufen? Vielleicht stehlen? Liebe ich es? Oder gefällt es mir? Interessiert es mich vielleicht nur gerade, momentan? Liebe ist dieses Prickeln im Bauch. Und hier wird es interessant. Denn was wir mit einem wahrhaftig „geliebten“ Partner erleben, geht über alle Normalitäten und Regeln hinweg, dieses Prickeln, das sind wir, ganz tief wir selbst, da spricht unsere Quelle – die nämlich auch die Liebe ist.

Liebe ist mehr

Das sind die Resonanzen, dieses Prickeln im Bauch, die der Urgrund zurückgibt. Und wenn wir nun von Liebe sprechen, dann ist eben nicht die Liebe gemeint, die in Sexshops oder im Puff verkauft wird, es ist auch nicht die Liebe gemeint, die ein Fan für seinen Verein empfindet, es ist nicht die körperliche Vereinigung zweier Menschen gemeint, es ist nicht das fürsorgliche Verhalten Hunden oder Katzen gegenüber gemeint.

Religiöse Wertvorstellungen pervertieren die wahre Liebe

Nicht zu verwechseln, doch hier wird es für viele Menschen sehr gefährlich, ist diese Liebe, von der wir gerade redeten, mit der, von der die christlichen Priester, Mönche oder Nonnen reden. Gefährlich ist die Geschichte deswegen, weil von diesen Menschen die Liebe zu Gott, die eigentliche Liebe, die umfassende, alles einschließende Liebe, pervertiert wird, im Sinne ihrer im christlichen, moslemischen, jüdischen, sonstigen dualistischen Wertvorstellungen, in Regeln gezwängt, in Ketten gelegt. Die Liebe wird hier immer zum Zweck.

Die Schöpfung ist ohne Urteil

Die Liebe, die wir meinen, ist nicht diese Liebe zu einem Gott, der definiert ist, den man nur unter gewissen Umständen, unter gewissen Voraussetzungen, an bestimmten Orten, mit gewissen Erlaubnissen und, und, und, lieben darf. Der urteilt, was und wer zu lieben und ist und wer oder was nicht. Die Liebe, von der wir reden, ist eine Liebe, die nicht nur alles durchdringt, sondern die unser Urgrund ist.

Unser Denken ist reine Fiktion

Der letzte, einzige, absolute Punkt der Schöpfung, die Quelle – ist die Liebe. So ist die Schöpfung allumfassende Liebe – wie auch wir selbst. Nur die Ethik, die Moralismen, die Gesetze und Strukturen, die Erziehung – also das was unser Denken ist – all diese Fiktionen – hindern uns daran, dies zu erkennen. Wenn wir also an Liebe denken, dann ist nicht diese, definierte, vorgegebene, dualistische „Liebe“ zu irgendetwas gemeint, sondern die Liebe zur Schöpfung, zu uns selbst, zu schlechthin ALLEM.

Liebe ist Freude

Liebe heißt unbedingt auch Freude. Diese beiden Wörter gehören ganz selbstverständlich zusammen. Freude heißt Liebe, Liebe heißt Freude. Liebe ist ein so mächtiges Wort, dass es nachgerade egal ist, wie man es interpretiert. Tut man etwas aus Liebe – aus reinem Herzen, reiner Liebe – man versteht – ich meine nicht die Liebe zum Geld, zu einem neuen Grundstück am See, hier ist die Rede von „unbedarfter“ Liebe, so ist es gut. Die reine körperliche Liebe ist Liebe – sie ist Kommunikation, ist Austausch, ist sensitives Erleben, ist ein Näherkommen – ist positiv.

Liebe verändert positiv

Jedes noch so kleine Stückchen Liebe, das gelebt wird, verändert die Welt zum Positiven. Wenn wir uns darüber klar werden, dass jeder Mensch, genauso wie wir auch, ein Teil der Schöpfung ist, lediglich in seinem Verhalten durch Gesellschaft, Erziehung, Moralismen, Religionen – durch also vielerlei Einflüsse verändert ist, quasi blind und nur mithilfe der vom System vorgeschriebenen Regeln zu überleben in der Lage ist, wird uns klar, dass wirklich jeder, ob Mensch ob Tier, ob Gandhi oder Hitler – LIEBENSWERT ist.

Liebespotential nicht erkannt

Liebe ist das stärkste Wort überhaupt, weil es letztlich das beschreibt, was unser Lebensinhalt ist, was wir selbst sind, auf dem die Natur, die Schöpfung, das Universum basiert. Würden die Menschen das, was an Liebespotential da ist, (es ist unendlich) nur ein wenig ausschöpfen, – was wäre es für ein paradiesisches Leben auf der Erde. Doch die bittere Realität ist, dass von Liebe auf dieser Welt, in diesem Denksystem keine Spur zu finden ist.

Missbrauchte Liebe

Die Liebe, besser das Wort Liebe, wird, wie eingangs schon erwähnt, auf vielfältige Art missbraucht. Von Staat, der Industrie, Religionen, Diktatoren, Politikern, ebenso von ganz normalen Menschen. Wir, die wir in diesen Strukturen leben, sind so überfrachtet mit Signalen, dass es uns zumeist nicht mehr möglich ist, das zu sehen, was eigentlich mit Liebe gemeint ist. Die Liebe, von der hier die Rede ist, sind wir selbst, sie ist in jedem von uns, als Urgrund für unser Dasein.

Die Schöpfung ist Liebe

Und das ist nicht so oberflächlich gemeint, als dass hier von der körperlichen Liebe die Rede wäre, die zu neuem Leben führt. Die Liebe ist die Quelle allen Daseins, des Universums. Sie ist nicht nur sein Anfang, sondern sie ist die Schöpfung selbst. Die Schöpfung ist Liebe. Alles, was aber aus Liebe heraus entsteht, kann nicht schlecht sein.

Wir können wahre Liebe nicht erkennen

Darum sind wir alle voller Liebe, sind wir alle, ist das Leben, das Universum, gut. Voller Liebe, durchdrungen von ihr, sie selbst. Liebe ist. Wir (eigentlich alle Menschen), die sich den Konformen von Erziehung und Wissenschaft zwangsläufigerweise – weil sie nun einmal in diesen Strukturen leben – unterwerfen, sind bedauerlicherweise fast nie in der Lage, diese Liebe zu erfahren, sie zu verstehen.

Gefangen in einem komplexen System

Wir sind in einem ungeheuer komplexen System gefangen, das auf grundlegenden Axiomen aufgebaut ist. Verändert man diese Axiome (die reine Fiktion sind – gebt mir einen festen Punkt etc. …) verliert alles seinen Sinn, was das System postuliert hat. Die wahre Liebe, die, von der hier geredet wird, hat nichts mit den Prämissen und Grundlagen, den geschriebenen und ungeschriebenen Gesetzen dieses Systems zu tun. Sie steht nicht auf irgendeiner Seite, sondern an einem Ort, der mit dieser Definition überhaupt nichts zu tun hat. Sie sprengt jeden Dualismus, stellt sich über, unter, in, hinter, durch die Dinge.

Unbedingte Liebe

Alles geschieht aus unbedingter Liebe. Deswegen ist es auch nicht notwendig, über irgendetwas, das man als negativ empfindet, traurig zu sein. Man weiß ja, dass es aus unbedingter Liebe zu einem selbst passiert, zum Leben, zum Schöpfer, zum Eins, dass man ja selber ist. Es ist also schlichtweg unmöglich, das es irgendetwas negatives gibt. Die Negativsmen entstehen nur aus dem, was wir an Regeln leben, was man uns mit Konsum, Erziehung, Schule, Ausbildung, Werbung, Fehlinformationen, beigebracht hat. Wirklich, real ist das alles nicht. Wenn wir von Liebe reden, reden wir über die großen Zusammenhänge. Ängste, das was Liebe verhindert, entstehen immer aus falschen oder unzureichenden Informationen.

Unzureichende Informationen

Die Informationen, die wir erhalten, können gar nichts anderes sein als unzureichend. Sie sind schon aufgrund ihrer Form – in Sprache gepackt – missverständlich und unzuverlässig. Doch wir haben unser Leben darauf aufgebaut. Wenn wir uns heute nicht ihnen konform verhalten, erwarten wir Nachteile. Das macht uns Angst. Wir stehen also vor diesem riesigen Gebäude aus Lügen, in dem wir leben, ahnen es. Und gehen doch jeden Morgen, wenn wir aufstehen, wieder hinein. Erkennen wir jedoch einmal, dass dieses Gebäude nur Fiktion ist – und der wahren Liebe in die Schöpfung nicht standhalten kann – sind wir schon auf dem richtigen Weg.

Die Liebe erschließt sich Stückweise

Es ist natürlich nicht möglich, einfach Adieu zu sagen, zu dieser Struktur der (unbewussten) Lügen. Die Liebe, versucht man sie erst einmal in ihrer wirklichen Bedeutung zu ergründen und zu leben, erschließt sich stückweise. Eines führt zum anderen. Wahre Liebe, die Liebe, die zu beschreiben versucht wird, entsteht aus sich selbst. Jedes Bisschen, das wir geben, gibt uns genauso viel, wenn nicht mehr zurück. Liebe ist Glück.

Ein universelles Schlüsselwort, das schlicht und einfach alles bedeutet. Die Schöpfung besteht aus Liebe, alles was passiert, geschieht aus Liebe.

Liebe ist Freude und Frieden

Denn das, was diese unbeschreibliche Liebe des Schöpfers zu jedem einzelnen seiner Geschöpfe ist, beinhaltet die Freude, den Frieden. In diese Liebe setzten wir unser Vertrauen, ihr sind wir dankbar, für die Fülle des Lebens, das uns umgibt. Schön ist es, dieses Pulsen der Schöpfung bewusst zu verspüren, ein ehrfurchtsvolles Staunen bemächtigt sich unser. Einher mit der Erkenntnis, dass der Schöpfer nur Liebe ist, alles was passiert, also nur aus Liebe geschieht, gehen Kreativität, Inspiration, das Schöpfen aus einer Quelle, die über den Realitäten steht, welche doch nur zusammengepfuschte Illusionen des Ego sind. Liebe ist der Schlüssel zu den Universen, zur Schöpfung des Schöpfers, die eins mit allem ist.

Der Ursprung

Es ist das Wort der ungeheuren Macht, aus seiner wahren Bedeutung entspringt ganz einfach alles. Darum sind Illusionen, Meinungen, unser Denken, welches irgendwelche Dinge, Situationen, Umstände angeht, die uns vielleicht Leiden machen, unwichtig, denn sie passieren aus der Liebe des Schöpfers zu seinen Kindern, die eins sind mit ihm. Es gibt nichts Negatives, denn alles passiert aus Liebe. Die Liebe die gemeint ist, geht über alle Formen, die vergänglich sind, hinaus. Der Tod ist lediglich die Bestätigung der Vergänglichkeit von Formen. Nie aber würde der Schöpfer in seiner Liebe ein Sterben, Leiden in der Form, wie wir es wahrnehmen, in unserem trennenden Denken, zulassen.

Liebe ist absolut und ewig

Gott ist ewig, darum auch wir. So kann es keinen Tod geben. Nur eine Form löst sich auf, geht hin zu der ewigen Quelle, die sich außerhalb all der Illusionen befindet, geht in die Liebe. In das Licht der Liebe des Schöpfers. Das ist kein Grund zu trauern, ganz im Gegenteil. Sieht man die Wahrheit, ist dies ein Grund zur Freude.

Liebe bedeutet Ganzheit

Denn was kann herrlicher sein, als die allumfassende Liebe Gottes, des Schöpfers, der sich ganz stark in Mutter Erde manifestiert. So ist diese Liebe auch ein Trost, wenn wir der Vergänglichkeit der Form nahekommen. Wir sind gewiss, der Verstorbene kehrt in diese Schöpfung, die Liebe ist, heim. Das ist Grund zur Freude. Die Liebe ist das, was die Welt ausmacht. Liebe bedeutet unbedingte Ganzheit. Sie vereint alle Widersprüche, deckt deren Sinnlosigkeit, ja Nichtexistenz auf. Liebe ist vollkommen ganz.

Geblendet von unseren Gedanken

Die Welt besteht aus Liebe, sie ist erfüllt von ihr. Unser einziger Fehler ist, dass wir sie, die wir sie ganz selbstverständlich in uns tragen – denn wir sind Teil der Schöpfung und die Schöpfung ist die Liebe – nicht erkennen zu können, geblendet von unserem Denken, dass die Illusion für wirklich hält. Unser Denken, dass die Wirklichkeit, die pure Liebe nicht erkennen kann, hat sich selbst die Augen verbunden.

Egodenken mit verbundenen Augen

Es greift sich, je nach Situation, irgendwelche Dinge aus der Erinnerung, der Vergangenheit, setzt damit ein Ego zusammen, das die Welt und das Leben nur unter den Prämissen dieser Erinnerung und den „logischen Schlüssen“ daraus sieht. Dass all diese Eindrücke, begründet in der dualistischen Anschauung der Dinge, der Einteilung in Gut und Böse etc. letzten Endes nur pure Phantasie sind, dringt nicht in das unbewusste Denken ein. So entsteht eine Welt, die augenscheinlich ohne Liebe ist. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Hinter all dieser negativen Projektion steht die Schöpfung.

Liebe ist zwangsläufig

Sehr einfach: Da die Schöpfung die Liebe selbst ist, die alles ausfüllt, kann ihr Erschaffen auch nur Liebe sein. Alles also, was passiert, – der Wille der Schöpfung, – geschieht aus purer Liebe. Auch, wenn wir das aus unserem begrenzten Verstand, unserer eingeschränkten Erkenntnis absolut nicht erkennen können. Doch ist diese Erkenntnis der allumfassenden Liebe vollkommen zwangsläufig. Das kann uns ein gewaltiger Trost sein. Die Liebe kennt keine Zeit.

Liebe ist nicht singular

Ein wesentliches Merkmal dieser Liebe ist, dass sie ja keineswegs einseitig ist. In dem Maße, in dem diese Liebe gelebt, weitergegeben wird, kehrt sie zurück, wird die hervorragende Liebe der Schöpfung deutlich, bezogen auf den einzelnen, der insoweit kein Individuum, sondern Teil der Schöpfung, der Liebe schlechthin, damit unsterblich ist. Die Liebe der Schöpfung zu ihren Kindern ist ewig und unbegrenzt. In dieser vollkommenen Liebe gibt es keine Schuld, kein Leid, keine Vergangenheit und darum auch keine Angst. Diese Liebe der Schöpfung findet sich lediglich in der Wirklichkeit des „Jetzt“.

Das Ich definiert sich aus Formen

Das, was in einer blinden Gesellschaft, das „Ich“ ausmacht, welches sich über Formen definiert, das Ego, kann im absoluten „Jetzt“ nicht existieren. Der Grund ist, dass es von unserem Denken erschaffen ist. Dieses Ego setzt sich zusammen aus Fragmenten der Vergangenheit, Erinnerungen, Erfahrungen, Lektionen in der Welt der Formen. Diese Bezugspunkte, reine Illusion aus der Vergangenheit, benützt es, um die Zukunft zu deuten. Die Gegenwart wird überbrückt. Sie ist nur der Wartesaal für die Hirngespinste aus der Vergangenheit, die die Zukunft beeinflussen sollen, Angst generieren.

Schuld kann es nicht geben

Die Gegenwart, erkennt man sie als solche, ist das absolute, angstfreie, von der Vergangenheit nicht beeinflusste „Jetzt“- die Liebe. Denn Liebe ist angstfrei. Ganz einfach weil sie unbeeinflusst im Jetzt stattfindet, wie alles, was Schöpfung ist. Angst kommt immer aus dem Erfahrungsschatz der Vergangenheit, der in die Zukunft projiziert wird. Das Verstehen wirklicher Liebe, der Liebe der Schöpfung zu ihren Geschöpfen, liegt nur offen, wenn man sich von der Vorstellung trennen kann, dass irgendein Wesen, das eine Schöpfung des Schöpfers ist, irgendeine Schuld tragen könnte. (Wie könnte dies sein? Dann wäre die Schöpfung selber schuldig?) Lediglich wenn man dies erkennt, ist man in der Lage die Universalität, die schier unvorstellbare und unerklärliche, alles ergreifende, übergreifende Liebe zu verstehen. Damit hat das Ego nichts am Hut. Es wird sich mit aller Entschiedenheit wehren. Denn die Ängste, die ahnungsvollen Blicke in die Zukunft sind das, aus dem es sich definiert.

Das Pulsen der unbedingten Liebe

Das Ego, das sich der Formenwelt ergibt, kann den Hintergrund, der keine Dimension hat, der also die Hierarchien sprengt, nicht oder nur sehr selten erkennen. Manchmal leuchtet das Licht der Schöpfung vage durch den Nebel, den das Ego erzeugt. Vielleicht beim Anblick eines Sonnenaufganges im Gebirge, vielleicht wenn man bei der Geburt eines Lebewesens anwesend ist. Dieses Pulsen des Lebens, der unbedingten Liebe, gilt es zu vergegenwärtigen, auszudehnen, weiterzutragen. Schuld ist Illusion. Im Jetzt sind wir schuldlos. Die Gesetze, die uns für schuldig befinden, haben nie existiert. Sie sind so wahnsinnig, wie das, aus dem sie entstanden sind. Im ewigen Jetzt haben sie keine Bedeutung.

Gebunden in der Welt der Formen

Die Schöpfung ist größer als jeder Makel, sie nimmt ihre Geschöpfe nur als das an, was sie in Wirklichkeit sind. Ihre Kinder. Die Schuld, die durch die Illusionen der Vergangenheit manifestiert ist, gehört nicht zu dem, was ihre Kinder wirklich sind, darum hat sie keine Wertigkeit. Alles was ist, ist unbedingte Liebe. Nachdem die Schöpfung pure Liebe ist, ist alles, was aus ihr heraus passiert, auch in der Welt der Form, die ja auf der Schöpfung beruht, reine Liebe.

Hingabe an das Jetzt

Wenn wir aus dem, was passiert, in der Welt der Formen, einen anderen Beweggrund sehen, außer der wahrhaften Liebe Gottes, sind wir noch gefangen in der Welt der Formen, haben wir uns noch nicht vollkommen getrennt von der Trennung, sind wir noch ohne die Hingabe an das Jetzt, schöpfen mit unserem Ego aus der Vergangenheit, kreieren wir Leid und Sorge, Schuld.

Was passiert, passiert aus Liebe, auch wenn wir es nicht verstehen

Wenn wir nicht verstehen, aus welchem Grund die vielleicht grausamsten Dinge passieren, müssen wir sie hinnehmen, so wir nichts tun können sie zu beenden. In der Gewissheit, dass es genauso wie es ist, der Wille der Schöpfung ist. Und wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass der Wille der Schöpfung immer und ewig die absolute Liebe ist, auch wenn wir dies nicht mit den Dingen, die passieren, in Einklang bringen können. Die Schöpfung ist unfehlbar in ihrer allumfassenden Liebe.

Liebe dehnt sich aus

Liebe ist Fülle. Sie ist, da sie die Schöpfung selbst ist, unendlich groß, sie dehnt sich aus. Wer in der Lage ist, sie zu erkennen, sieht, dass sie alles vereinnahmt. Sie durchdringt die stärksten Mauern, weil für sie die Mauern gar nicht existieren. Es ist die Rede von der Liebe der Schöpfung zu dem, was erschaffen ist, als Teil der Schöpfung. Was könnten die Schöpfungen der Schöpfung anderes tun, als zu erkennen, dass sie vom Vater, Mutter Schöpfung als Teil ihrer selbst geliebt werden? Dass diese Liebe jetzt, im Augenblick da ist, dass man sie nicht suchen braucht, weil sie Teil jedes Kindes der Schöpfung ist. Es gilt lediglich, sie endlich zu erkennen.

Leben und Angst
Leben und Angst

Ego verliert seine Deutung

Doch das Ego, dass mit seinen Erinnerungen aus der Vergangenheit, die es in die Zukunft projiziert, um die Gegenwart zu verdecken (die Gegenwart ist nur noch der Ort um auf die Zukunft zu warten), kennt die wahre Liebe nicht, denn die hat nichts mit ihm zu tun. Das Ego würde im Licht dieser mächtigen, allumfassenden Liebe nicht mehr existieren, es würde schlicht seine Bedeutung verlieren, besser eine Neue erlangen: überhaupt gar keine. Im Licht der Liebe sind wir alle vollkommen unschuldig. Denn so hat die Schöpfung uns aus sich selbst heraus erschaffen. Liebe ist die vollständige Unschuld.

Trennung von der Schöpfung

Da die Schöpfung Liebe ist, können wir, als ihre Kinder, nichts anderes sein. Dies aber wird nicht erkannt, von den von Machtgier, Geiz und anderen Unarten der Gesellschaft blind gewordenen. Sie haben sich von der Schöpfung getrennt, sind der Ansicht, sie wären in der Lage, irgendwelche Ziele zu erreichen, in ihrer so stark eingegrenzten Welt. Sie trennen sich selbst vom Universum, von der Liebe, weil sie sich von Kleinheit beeindrucken lassen. Sie halten fest an Formen, sind enttäuscht, wenn sich herausstellt, dass diese äußerst vergänglich sind. Zumeist begeben sie sich dann in das nächste Formenbild, ohne auch nur einen Augenblick inne zu halten.

Der heilige Augenblick

Es gibt jedoch ebenso Momente, in denen offensichtlich und klar wird, wie belanglos Formen sind, dass Vergangenheit und Zukunft nur Illusionen, Einbildung unseres Ego sind. Die sind im absoluten Jetzt, dem Moment, dem Augenblick zu finden. Nur das Ego schafft eine Vorstellung, ein Denken, dass den Tod beinhaltet, die Schuld, die Angst vor dem Tod, vor der Hölle. Die Schöpfung lebt das ewige Leben. Die Schöpfung hat mit Vergangenheit und Zukunft nur soviel zu tun, als dass sie diese Begriffe vollkommen unnötig macht. Sie existieren für die Schöpfung nicht. Denn sie ist im Jetzt. Im vollkommen reinen, unschuldigen, liebevollen Jetzt. Liebe schließt alles Negative aus. Kann den Liebe Sünde sein? Eben das ist nicht der Fall.

Diese Welt des Irrsinns hat nie existiert

In der Liebe, die gemeint ist, die nichts mit dem zu tun hat, was wir vielleicht in einer Begegnung von Körpern zu sehen glauben, in dieser Liebe, die allumfassend und allbedeutend ist, spielt diese Welt des Wahnsinns, welche unser Ego erschaffen hat, nur noch die Rolle, die ihr als Illusion gebührt – sie hat nie existiert. In der Liebe vergehen alle Dualismen, sie ist „Eins“. Sie löst die Gegensätze, die Trennung von von ihr, also die Trennung von der Schöpfung, in ihrem alles überstrahlendem Licht auf. Sie liegt in uns. Sie ist die wirkliche Quelle für unsere Existenz, für unser Sein. Nicht das, was wir mit unseren begrenzten Sinnen, unserem genarrten Denken meinen.

Liebe kennt weder Zeit noch Raum

Die Liebe wandelt die Illusionen nicht. Sie verdeutlicht lediglich, dass sie nie existiert haben können. Das passiert durch die Erkenntnis der Liebe. Wer sie nämlich nur verspürt hat, wen sie nur gestriffen hat, dem geht auf, dass angesichts ihrer zeitlosen, formlosen Allmacht, ihrer Allgegenwärtigkeit, ihrer endlosen Ausdehnung, die weder Zeit noch Raum kennt, alles andere zwangsläufigerweise, vollkommen ohnmächtig dieser Präsenz, die gleichzeitig, weil sie alles ist, auch Nichtpräsenz darstellt, zugeordnet ist.

Fazit

Es existiert nur eine Wahrheit. Das ist die Liebe. Wir sind von ihr umgeben, durchdrungen. Nur gibt es allzu viele Menschen, die dies nicht sehen können. Sie suchen die Liebe vergeblich in der Form. Und wenn sie denken, sie hätten sie gefunden, wird sie ihnen jäh durch die Vergänglichkeit jeder Form entrissen. Die wahre Liebe, die unangreifbare, ewige Liebe liegt jenseits aller Form. Aller Norm.

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Was ist die Begrenzung von Körper und Liebe?

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Dissoziation

Fehlende Orientierung?

Einer Art von Problem, das sich potenziert, steht diese Gesellschaft gegenüber, verdeckt ihr den Blick auf die Wirklichkeit. Begonnen hat die Sache quasi mit Adam und Eva. Die zwei Menschlein machen dem Paradies ein Ende. Wodurch? Indem sie einen Sekundenbruchteil lang meinen, die Schöpfung sei strafend. Hier taucht der Bruch des Nondualismus zum ersten Mal auf. Nimm den Apfel nicht – und es ist alles gut. Tust du es – bist du böse und wirst bestraft. Das erste Urteil im Denken der Menschen sozusagen. Und das Tor zum Paradies scheint plötzlich geschlossen.

Liebe löst Dissoziation auf

Eine Konstruktion der Urteilsphantasien

Der Apfel das Symbol für die Sünde, die Schuld. Auf diesem ersten Gedanken der Schuld baut sich das vollständige nachfolgende Weltenkonstrukt auf. Verhaltensweisen, bestimmt vom Gedanken an einen strafenden Gott. Man könnte leger sagen, wir hätten uns an diesen Zustand gewöhnt. Tatsache ist, unser Traum von der Schuld, hält jeden von uns gefangen – in seinem ganz persönlichen Schuldbegriff.

Mutter Erde

Nicht das Gelbe vom Ei

Auf einer bestimmten Ebene scheinen wir nun aber zu begreifen, dass das System, welches wir so erschufen, nicht das Gelbe vom Ei ist. Die große Sinnsuche beginnt – manchmal – andere nehmen einfach nur hin, leiden, ertragen, versuchen, lethargisch nahezu, ihre Zeit abzusitzen. Der Punkt, zu dem wir hinlangen möchten, ist nun, diese Lebensstruktur ein wenig distanziert zu betrachten. Welche Mittel sind uns denn zur Sinnsuche überhaupt gegeben?

Der Hase im Pfeffer

Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Besser gesagt, das Ego. Denn dessen Prämisse ist immer: Suche – aber finde nicht! Das hält es am Leben. Solange wir also unser Ego umarmen und mit ihm torkelnd durch den chaotischen Wust von Moralismen, Erklärungen, vorgeblichen Tatsachen, Gesetzen, Urteilen, Grundsätzen, Ansichten und falschen Schlussfolgerungen ziehen, um die Wahrheit, den Sinn zu finden, haben wir schlechte Karten.

Sandspielkasten
Sandspielkasten

Schlechte Karten

Wir reiten mit den Boten der Ungewissheit auf einer vollkommen vergeblichen Reise. Denn die Wahrheit, der Sinn – er kann nicht gefunden, entdeckt werden. Notwendig vielmehr ist es, all das fort zu räumen, was ihn für uns unsichtbar macht. Die Lumpen, die wir vor unseren Augen haben, gewebt aus vorgeblicher Sünde, Minderwert, und vor allem Angst. Die Angst vor einem strafenden Gott, aus der diese Gesellschaftsstruktur entstanden ist.

Die Felle des Ego schwimmen davon

Wer sich in die Liebe begibt, wer sich zu ihr bekennt, wer sie nur versucht, zu verinnerlichen, der wird die Felle des Ego davonschwimmen sehen. Die Blindheit, die Dunkelheit vergeht, das Licht der Liebe löst die klebrigen Fäden der Schuldgedanken auf. Die Wahrheit leuchtet auf. Und ihr Licht ist beständig. Es findet sich in uns. Es ist immer schon in uns, es ist die Basis unter den Ecksteinen des Wahnsinns, den wir zu überleben versuchen.

Verhaftet in Denkstrukturen

Wir wissen das. Ja. Wir haben die Gewissheit tief in uns. Und doch sind wir verhaftet in den Denkstrukturen, die es verleugnen. Wo in der Bibel, im Koran, sogar in Schriften der östlichen Denkweise, alle möglichen Arten der Sünde zum Lebensinhalt prostituiert werden. Das steht diametral zum Gedanken der Liebe. Und hier, in dem meist unbewussten Wissen um diesen Gegensatz, liegt die Ursache der Schizophrenität unserer Gesellschaft begründet.

Perfide Spitzfindigkeiten

Wir sehen und erkennen, dass die Strukturen, denen wir unterworfen sind, keinesfalls – wenn dann nur unter Zuhilfenahme perfider Spitzfindigkeiten – dazu taugen, die Wahrheit zu erkennen, einen Lebenssinn zu finden, der mehr beinhaltet, als materielles Streben. Das bestürzt und verwirrt uns zutiefst. Wir sind in einer üblen Zwickmühle. Die nennen wir dann Leben. Und ums uns zu rechtfertigen, suchen wir nach weiteren Spitzfindigkeiten.

Diametrale Denksysteme

Es ist also tatsächlich so, dass es sich um zwei sich gegenüberstehende Denksysteme handelt, die keinesfalls miteinander bestehen können. Das eine negiert das andere. Es gilt, ganz klar, sich zu entscheiden. Solange wir versuchen, beide zu erkennen, zu leben, werden wir kein Glück finden. Die Entscheidung aber sollte leicht fallen. Denn die Liebe, das Vertrauen in eine Führung durch die Schöpfung. hat in seiner Absolutheit die Eigenschaft, das oben beschriebene, unselige System der Träume, Illusionen und Spitzfindigkeiten, ganz einfach aufzulösen. Es entpuppt sich, dieses Egodenken, wird erkannt als das, was es ist: Ein nichtiger Gedankenkonstrukt, für den wir keine weitere Verwendung haben.

Dissoziation der Gesellschaftsgedanken

Wir befinden uns tatsächlich in einem seltsamen Zustand. Man nennt das in der heutigen Sprache Dissoziation. Wir haben da zwei Denkmodelle, die sich gegenseitig ausschließen. Existieren können sie nur, wenn das eine vor dem anderen in Dunkelheit gehalten wird. Kommen sie irgendwie zusammen, entsteht Konflikt. Eines von beiden kann nicht akzeptiert werden. So taumeln wir durch die Welt. Die Wahrheit aber liegt als Liebe unter jedem der Ecksteine der Angst, auf der wir unser gelebtes, liebloses, urteilendes, verachtendes, Denksystem errichtet haben.

Jetzt
Jetzt

Der freie Wille

Der Liebe, der Wahrheit, ist es nicht möglich, gegen den Willen eines Menschen, für ihn sichtbar zu werden. Solange wir den Altar in unserem Herzen nicht – mit eine winzigen Bisschen Bereitwilligkeit – vorbereiten, bleibt sie von den schwarzen Tüchern unserer Angst verhüllt. Doch seien Sie gewiss: Dieser Altar ist in Ihnen. Die Schöpfung, die wahre Liebe, die Wahrheit, ist, genau jetzt, im Begriff, die Schemata, welche die Angst für Sie so wirklich gestalten, sanft aufzulösen. Denn das ist ihre Eigenart. Sie dehnt sich aus. Und Sie kennt keinen Zeitbegriff.

Fazit

Sie können den Weg zurück ins Paradies abkürzen. Entkommen Sie Ihrer „dissoziativen Schizophrenie“. Es gibt nur zwei Entscheidungsmöglichkeiten: Wahrheit oder Täuschung. Die Wahrnehmung ist das Medium, mit dem Licht in das Dunkel gebracht wird. Die Liebe schenkt uns, Zug um Zug, eine Wahrnehmung ohne Täuschung, so wird sie selbst sichtbar, als allumfassend. Das ist unausweichlich. Doch durch unsere Akzeptanz, unsere Entscheidung, kürzen wir den Weg, den wir, in unseren Zeitbegriffen, abzuschreiten haben, enorm ab.

12 Worte hin zum Frieden
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Sind wir alle schuldig, ist die Welt verrückt – oder Gott grausam?

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Ich fühle mich schlecht und unzufrieden – warum hilft dieser “Gott” nicht?

Unzufrieden mit Gott

Dieses ganze Unglück ist doch da! Wo ist denn euer Gott?

Ich meine, da reden Sie von der Liebe im Jetzt. Ich sehe jeden Tag die Leute mit einer Maske rumlaufen, darf nicht raus. Meine Arbeit habe ich verloren und mit meiner Frau lebe ich im Streit. Die Kinder ignorieren uns sowieso. Der Pfarrer würde in der Messe am liebsten die Apokalypse zitieren. Wenn ich den Fernseher oder das Radio anschalte, sehe und höre ich Nachrichten des Schreckens. Corona, Artensterben, Plastikverseuchung, Kriege. Einen tollen Gott der Liebe habt ihr!”

Einen tollen Gott haben Sie da!

Setzen Sie sich in einen Stuhl, gehen Sie in sich und überlegen. Sie beschreiben da eine Welt des Schreckens und der Trauer, der Verzweiflung. Stimmt das? Gut. Wer beschreibt diese Welt der Verzweiflung, wer sieht sie also? SIE! Es ist Ihre, ganz individuelle, von Ihnen erschaffene Welt. Und wenn Sie so möchten, ist es auch Ihr Gott, der sie erschaffen hat, mit all den Kümmernissen. Diese Welt, die Sie da empfinden, ist die Schlussfolgerung Ihres Denksystems, ist das Bild, das Ihr Ego Ihnen vom “Jetzt”, soweit es diesen Begriff denn überhaupt erfassen kann, vorgaukelt.

Was ist Wahrheit?

Die Wahrheit, die Sie sehen, die Sie verurteilen, mit der Sie unzufrieden sind, ist nicht getrennt von Ihnen. Sie leben diese Wahrheit, Sie denken Sie, Sie haben Sie gelernt. Von der Pieke auf, mit großen Anstrengungen. Da soll mal einer kommen! Verstehen Sie? In Ihrer Wahrheit ist bereits alles installiert. Wie denn die Welt zu sein hätte (es aber nicht ist), was Gott zu tun habe (es aber nicht tut), wie Ihr eigenes Leben besser wäre (es aber nicht ist). Glückwunsch! Sie sind Gott!

No black no white
No black no white

Der kleine Sonnenstrahl

Der Punkt – um die ganze Sache im Rahmen zu halten – ist, Sie maßen sich an, Gott zu sein. Um nicht wieder das Beispiel mit dem Sonnenstrahl oder der Welle im Ozean zu bemühen, mal so. Stellen Sie sich vor, Ihr Leben bestünde darin, in einem Teller, Ihrem Teller, gefüllt mit einer klaren Suppe mit Klöschen zu schwimmen. Mit vielen anderen. Ihnen aber gelingt es, aus der Suppe heraus zu gelangen, und den Tellerand zu erklimmen.

Der Blick auf unendlich viele Telleränder?

Sie sehen also da unten die Menschen hantieren, in der Brühe aus Kriegen, Gier um die Klöße, im verzweifelten Versuch an der Oberfläche zu bleiben, in Ihrer Suppe, Ihrem persönlichen Suppenteller. Sie sehen die Kriege, die Seuchen, die Ungerechtigkeiten. Was aber können Sie erkennen, wenn Sie in die andere Richtung sehen? Milliarden anderer Suppenteller, vereinzelt erkennen Sie die Besitzer auf dem Rand stehen. Und Sie fragen sich vergeblich, wo der Sinn ist.

Sense of life
Sense of life

Springen Sie!

Auch wenn sich dieses Beispiel nicht sehr elegant zeigt – die Lösung ist – Springen Sie vom Tellerand! Lassen Sie das, was Ihnen Ihr Ego als geistige Nahrung, als Quintessenz des Lebens anbietet – nämlich das Schwimmen in dieser Suppe (wiewohl es etliche Klöschen gibt) in einem begrenzten Teller – hinter sich. Springen Sie! Tun Sie den Schritt in den Abgrund – und Sie werden aufgefangen werden. Goldener Boden erwartet Sie.

Auf dem richtigen Weg

Ihr Weltbild – aufgebaut auf den sich ständig ändernden Prämissen einer vollkommen chaotischen, urteilenden, verurteilenden Gesellschaft, die sich in unterschiedlichster Art und Weise und Ausprägung manipuliert zeigt, von anderen Chaotismen, – ist pure Illusion. Die Gedankengänge eines winzigen, so winzigen Partikels, im Gefüge der Universen, der meint, er wäre allein. Der sich aus seinen Gedanken einen mehr oder minder trostlosen Zufluchtsort gebastelt hat, in dem er auf den erlösenden Tod wartet.

Doch sobald Sie auch nur eine kleine Bewegung in die richtige Richtung tun – nämlich hin zum Verständnis – wenn Sie den Teller erkennen, wenn Sie nur ein ganz bisschen möchten, dass diese grausame Welt, die Sie sehen, ein wenig besser wird, wird sich Ihnen Stück für Stück – die Zeit existiert für die Schöpfung nicht – der Weg zur Liebe öffnen. Sie können zögern, sie können stehen bleiben, wo Sie sind, können noch ein paar Runden schwimmen, ein paar Klöße essen – oder Sie tun den Schritt in das Vertrauen.

Jetzt
Jetzt

Auflösung?

Die geniale Nachricht ist, dass es möglich ist, dass es schon passiert – dieses Denksystem, dass sich hier so sarkastisch in einem Teller voller Suppe zeigt, löst sich auf. Der geringste Ruf an die Liebe, um Verständnis, die Bitte um Sinnfindung, löst diesen Auflösungsprozess aus. Das geschieht tatsächlich ganz praktisch – es betrifft die Dinge, die Sie sehen, die Sie empfinden. Die passieren. Sie können also ganz sicher sein, auf dem richtigen Weg zu gehen. Was immer Sie tun. Denn diese kleine Bitte um die Liebe – die hat die Schöpfung Ihnen bereits zu allem Anfang geschenkt.

Fazit

Die Schöpfung möchte ihre gliebten Kinder nicht leiden sehen. Jede Entscheidung, die sie fällen würde, ganz konkret im Leben eines Menschen, wäre perfekt. Doch hat die Schöpfung dem Menschen, als unabdingbar, auch den freien Willen mitgegeben. Der Mensch ist mithin Schöpfer seiner eigenen Welt – die er sich wahrhaftig nur erträumt – denn die Wahrheit der Kreation ist allumfassend. Diese, die Welt, die der Mensch sich erschuf, seine Welt, ist nicht sonderlich erquicklich, doch sie ist nur Traum, in Wahrheit nicht existent.

Das Bekenntnis zur Liebe nun, löst dieses Gewirr, dieses unselige Gespinst des Ego, mit all seinen Ängsten, Agressionen, Verzweiflungen, ganz einfach auf. Es verschwindet. Die Welt wird schöner. Das ist eine durchaus körperliche Erfahrung, ein WUNDERbares “Bemerken” des Positiven. Begegnen Sie also Ihrer Welt, Ihrer Frau, Ihren Kindern, Ihrem Hund, Ihren Pflanzen, anderen Menschen mit Liebe – sie bekommen Sie tausendfach zurück – auch wenn Sie es nicht bemerken.

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Entscheidung

Ist es tatsächlich so unwahrscheinlich einfach?

Betrachtet man die Welt, die wir mit unseren Sinnen erfassen, käme man niemals auf den Gedanken, sie wäre in irgendeiner Form einfach. Ganz im Gegenteil. Sie, diese Welt, zeigt keinerlei Konstante. Es heißt, flexibel zu sein. Entscheidungen sind in nahezu jeder Sekunde gefordert, der einzige Weg, zu überleben. Und die Begriffe „Schuld“ und „Schuldlosigkeit“ sind auf das Engste verknüpft mit diesen Entscheidungen, die von ihrer Ursache her ja ohne Zweifel auch Urteile darstellen.

Der Sinn des Lebens reduziert auf Schuld und Schuldlosigkeit?

Es gibt lediglich Wahrheit und Illusion. Sobald ich jemanden angreife, ihm irgendeine Schuld gebe, reflektiere ich das System der Verurteilung, der Illusion. Und vollkommen gleichgültig, ob der Angegriffene nun mich attackiert, oder auch nicht – ich werde denken, er täte es. So verheddern wir uns im fein gesponnen Netz des Ego, für das die Schuld – und damit auch die Schuldlosigkeit – überlebenswichtig ist.

Wir leben also in einer Welt der Schuld?

Als Kinder der Schöpfung vollkommen schuldlos, projizieren wir uns eine unheilvolle Welt der Schuld. Unsere eigenen Prämissen, unsere ureigenen, ausgesprochen subjektiven, unvollständigen, fragmentaren Argumente, die Gründe, warum wir jemanden verurteilen, angreifen; gestalten – so absurd sie auch sein müssen, angesichts der Begrenztheit unseres Urteils – gestalten also unsere individuelle Welt. Wir rufen aggressiv in einen Wald hinein und wissen, es schallt zurück. Und wir fürchten das, was gespiegelt wird. So scheint das Spiel des Lebens.

Die Macht der Entscheidung?

Wir können uns entscheiden, zwischen Freiheit und Gefängnis, zwischen Frieden und Krieg, zwischen Liebe und Aggression. Nur diese Wahl gibt es – Illusion oder Wahrheit. Und unsere Freiheit, das eine oder andere zu leben. Wenn wir uns entscheiden, die Schuld zu leben, kann der wahre Friede, die Liebe nicht präsent sein. Die Liebe kennt keine Schuld, sie ist die personifizierte Schuldlosigkeit. Entscheiden wir uns für die Liebe, sehen wir die Nichtschuld, entscheiden uns dafür, dass Schuld „Nichts“ ist und sein kann.

No black no white
No black no white

Die Liebe füllt alles aus

Entscheiden wir uns für die Liebe, die Wahrheit – in Opposition zu der gelebten Lüge des Ego – fallen die Ursachen, die angeführt wurden, für irgendwelche Sünden, für das Gefühl der Schuld, ganz einfach weg. Sie lösen sich auf. Und wir sehen die Brüder und Schwestern gefangen, in diesem Netz von Schuldzuweisungen, den daraus entstehenden Ängsten, diesem Netz, dem wir durch die gelebte Liebe entkommen. Wir erkennen die Angst der Menschen, aufgrund ihrer Schuld verletzt zu werden. Die Angst, die sie dazu bringt, anzugreifen.

Mother Earth Calling
Beautiful Song by Nousound

Kann die Liebe Schuld kennen?

In der Liebe kann es nur Schuldlosigkeit geben. Wenn wir uns also entscheiden, den Pfad der Liebe zu wandern, wird uns die Schuld auf diesem Weg verlassen. Wunder sind Wirkung, nicht Ursache. Aus unserer Liebe, die sich nicht eingegrenzt und befangen zeigt, weil sie Schuld nicht kennt, entstehen die Wunder. Liebe ist absolut, sie hat die Eigenschaft sich auszudehnen, als Einheit in jeden Raum.

Schuld ist lediglich ein Gedanke?

Es ist nicht die liebende Schöpfung, die von Ihnen verlangt, in der Einbildung all dieser Schuld, dieser Sünde zu leben. Es ist ganz allein Ihr Denken, Ihr Denksystem, vom Ego gelenkt, welches Sie gefangen hält. Geben Sie Liebe, erhalten Sie Liebe zurück. Greifen Sie an, werden Sie angegriffen. Liebe ist absolut, sie ist unverletzlich. Gehen Sie mit der Liebe, sind auch Sie unverletzlich – es besteht kein Grund mehr für irgendwelche Angst.

Kurs in Wundern
Kurs in Wundern

Sanfte Auflösung?

So ist es sanft möglich, aus dem Kreis von Schuld und Wiedergutmachung, Ängsten und Aggressionen, Angriffen, Vorverurteilungen, Urteilen und Erniedrigungen, Selbstverleugnung und schierer Verzweiflung, zu entkommen. Entscheiden Sie sich für die Liebe, wird sie Sie – ganz praktisch – warm – WUNDERbar – umfangen. Alles was Sie benötigen, ist ein wenig Vertrauen, welches sich, wie die Liebe auch, ausdehnen wird, in die Unendlichkeit.

Fazit

Es existiert lediglich eine einzige Entscheidung die Sie für sich treffen müssen. Entweder Sie leben weiter in der Finsternis der Schuld, mit all den Ängsten, die Sie für sich dadurch generieren, oder Sie entscheiden sich für die Wahrheit. Das eine schließt das andere aus, es sind zwei vollkommen unterschiedliche Denksysteme. Entscheiden Sie sich für die Liebe, entscheiden Sie sich für das, was Sie in WAHRHEIT sind.

Love to share
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Wie ist das mit der Einsamkeit in der Spiritualität?

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Wer sagt, Alles sei in Ordnung – ist strohdumm, verleugnet die Realität!

Spiritualität und Widerstand gegen die Staatsgewalt?

Widerstand

Ist Spiritualität Widerstand gegen die Staatsgewalt?

Ja. Und ich sage dies mit einem leisen Lächeln. Denn der Widerstand geht soweit, dass er nahezu überhaupt nicht zu bemerken ist – für den Staat, für das, was die Welt repräsentiert. Denn – eine ganz klare Stellungnahme gleich zu Beginn: Was wäre denn „Widerstand“ anderes als Angriff, als Urteil, als Zeugnis unserer Angst? Sich in das Gedankenchaos, das Labyrinth der Vorurteile und Meinungen zu begeben, bedeutet sogar eine Abwendung vom Pfad, der hin zur Liebe führt.

Ist die Idee des Widerstands absolut grundlegend?

Was der wahrhaft spirituelle Mensch, der eine mehr, der andere noch weniger, erkennen kann, ist, dass das Gedankengebäude der Welt, die wir erleben, von der ersten Idee an, dem Wahnsinn verfallen war. So ist es an uns, zur Vernunft zurückzukehren. Das meint, diese generell postulierte “Wahrheit” in der wir uns mit unserem Denken befinden, dieser Globus voll Schuldzuweisungen, Sünden, Verbrechen – dem Maskenzwang, dem Lockdown, dem Reiseverbot – all den Einschränkungen die wir durch die propagierte Pandemie erleben – zu verleugnen.

Die Verleugnung der “Wirklichkeit” soll Widerstand sein?

Das Erkennen der Wahrheit, dass diese “Wirklichkeit” nur Illusion ist, stellt den gänzlichen und absoluten Widerstand dar. Um was es hier wirklich geht, ist Vertrauen. Die Gewissheit, dass eine liebende Schöpfung für ihre geliebten Kinder nichts Negatives, nur Positives möchte. Und noch viel mehr, geht es um eine wesentlich tiefer liegende Wahrheit: Wenn wir uns an die Hände der Schöpfung begeben, unser ganzes Vertrauen, unsere Ängste, unsere Bitten an sie abgeben – verändert sich die Welt. Unsere Welt. Tatsächlich.

Wenn ich also mitmarschiere, bin ich nicht spirituell?

Das stimmt natürlich überhaupt nicht. Tun Sie genau das, was Sie für richtig halten! Fühlen Sie sich gut, treffen Sie Menschen, die denken wie Sie! Sie können überhaupt nichts falsch machen! Alles, jeder Atemzug, den Sie tun, tun Sie aus der Liebe der Schöpfung heraus, alles, jeder Sekeundenbruchteil, den Sie erleben, ist zum Bersten erfüllt von der Liebe, die Sie, mit Ihrem Blick auf ganz andere Dinge, nicht sehen können.

Vertrauen hilft gegen den Corona Virus?

Ob Sie es nun glauben, oder nicht. Wenn Sie das Vertrauen in die Liebe der Schöpfung tatsächlich leben, ändert sich Ihre Umwelt – das, was Sie als beängstigend, bedrohend, sie attackierend wahrgenommen haben, löst sich auf. Ganz konkret. Und wenn Sie mit ihrem verhafteten Denken heute dem Corona Virus in seiner ganzen beängstigenden Größe gegenüber stehen – werden Sie morgen, mit einem geöffneten Denken, über Ihre vergangenen Gedankenmuster lachen.

Probleme nach Außen projizieren ist nicht der Weg?

Wenn Sie Ihre Gedanken auf die Suche nach Problemen, nach Ängsten, nach Hass und anderen Meinungen schicken, werden sie Ihnen (Ihrem Ego) diese Dinge zurückbringen. So können Sie weiter an Ihrer kleinen Burg bauen, die Sie sich, als nicht auffälliger Punkt unter Trilliarden anderer in den Universen, mit hanebüchenen Schlussfolgerungen aus noch verrückteren Konzepten, auf einer Basis, die keinerlei Konstante kennt, gemauert haben. Und wir reden hier vom Leben.

Gelassenheit – sollen wir uns denn Alles gefallen lassen?

Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Welt aus Dingen besteht, die Sie sich “gefallen lassen” müssen, ändern Sie Ihr Denken! Versuchen Sie nicht mehr, die Bilder aus der Vergangenheit als Vorlage für irgendwelche Einschätzungen von Personen oder Situationen zu benutzen. Trennen Sie sich von der Vergangenheit. Leben Sie im Jetzt – verwirklichen Sie nicht das Vergangene in Bildern der Zukunft. Das Jetzt löst Vergangenheit und Zukunft auf.

Wie kann ich denn das „Jetzt” erleben?

Tausend Wege führen zur Erkenntnis. Wir sehen uns lediglich kurz zwei ganz praktische Möglichkeiten an, die eine Geist – die andere Körperbetont. Es geht um die Meditation und die Ausübung des Tantra Yoga. Beide Methoden bieten eine Möglichkeit, das „irdische“ „erdverhaftete“ los zu lassen, die Gedanken für eine Weile auf etwas zu fokussieren, das nicht mit dem vollkommen verrückten und unverständlichen Leben in der scheinbaren Wirklichkeit zu tun hat.

Ich habe Meditation probiert – es klappt nicht?

Die Meditation ist eine Angelegenheit, die des intensiven Trainings bedarf. Der ausschlaggebende Punkt, zumindest für diejenigen, die im Anfang begriffen sind, ist die Fokussierung der Gedanken auf ein Mantra. Das kann ein Bild sein, ein Symbol, sogar eine Figur, das kann gesprochenes oder gedachtes Wort sein, kann eine Audio- , Videodatei sein, auch Zahlen. Ziel ist es, alle anderen Gedanken, die auftauchen, beiseite zu schieben.

Was hat Tantra mit dem „Jetzt“ zu tun?

Im tantrischen Beieinandersein, auch in der Verschmelzung der Körper, ist eine Konzentration auf diese Gefühle, diese Körperlichkeit möglich. Hier gilt es, die Konzentration auf die Energie des Liebesaktes zu konzentrieren, dabei jeden anderen Gedanken aufzulösen. So führt der Weg des Tantra, diametral zur vergeistigten Haltung der puren Meditation, direkt über die Körperenergie zu einem Empfinden des „Jetzt.“

Fazit

Widerstand gegen die Staatsgewalt gibt es gar nicht. Es ist dies der Widerstand gegen sich selbst. Eine Projektion der eigenen, aus einem unkontrollierten, sich potenzierenden Gedankenchaos heraus erfundenen Ängste. Wenn man sein Denken ändert, sein Vertrauen in die Schöpfung, die Liebe setzt, – zur Gänze – ändert sich vollkommen konkret die Umwelt. Probleme, Ängste werden aufgelöst, immer mehr. Türen, Tore, tun sich auf, durch das Vertrauen in die Schöpfung weit geöffnet, wo vorher nur Ziegelsteine zu sehen waren.

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Gott Grausam Schuld

Leben wir in einem System der Schuld?

Unser Leben besteht gemeinhin aus Angriff und Verteidigung. Das bedeutet sehr einfach, dass wir, aus unserer angenommenen Situation heraus, ein Urteil fällen – um diesem Urteil zu entkommen, greifen wir an. Wir projizieren unsere Ängste auf den „Gegner“. Er ist schuldig. Und wir müssen uns entweder gegen seine Bosheit verteidigen, oder aber ihn angreifen. Das Urteil eines Geistes über einen anderen, trennt, spaltet – nunmehr ist dieses Denken allein – in einer nach unverständlichen Regeln agierenden Welt.

Kann es in der Liebe Schuld geben?

Der Urgrund allen Angriffs, aller Verteidigung, aller Schuld, aller Angst – die uns zum Handeln in diesem obskuren System zwingt – ist also das Urteil. Wir befinden das Gegenüber als nicht der Liebe wert. Welch wahrhaftig irrsinniger, Gedanke! Gerade die Liebe ist doch absolut, kennt keine Begrenzungen, ist die Wahrheit. Doch das verrückte System der Welt ist darauf aufgebaut, sie, die Liebe, nach Belieben zurecht zu biegen, ihre Begrifflichkeit anzupassen oder sie komplett zu verleugnen, nie jedoch, sie in ihrer allumfassenden Wahrheit zu erkennen.

Basiert die Welt des Ego auf Urteil?

Dieses Weltengesellschaftsystem ist an seiner Schuld, die Grundlage ihres Denkens ist, zum kompletten Wahnsinn getrieben. Ihm, diesem Konstrukt aus Schuld und Strafe, haben wir unser Leben verschrieben. Sein ehernes Gesetz ist Leiden, Schmerzen, Tod. Neugeborene kommen mit und durch Schmerzen auf die Welt, sie wandern den Weg – erfahren Tod, Krankheit, Trennung, Leid, Kummer. Der Geist scheint gefangen, der Körper verletzlich. Das Grausamste: Was wahrhaft geliebt wird, scheint dem Verlieren anheim gestellt.

Ein Kurs in Wundern
Ein Kurs in Wundern

Ist das der Weg der Liebe?

Die Menschen scheinen zu lieben. Doch sie verlassen und man verlässt sie. Ist das die Welt der wahrhaft liebenden Schöpfung? Keiner, der nicht einen hartherzigen Gott als Verursacher sähe, für das, was wir in diesem Chaos, hilflos, erkennen können. Wir fragmentieren unser Leben durch den Begriff der Schuld, der Sünde. Dieser Begriff trennt – der eine ist mehr schuld, der andere weniger. Wir taumeln von einer unbewussten Angst zur Nächsten, suchen Konstanten in einem chaotischem System aus Schuldzuweisungen.

Wenn diese Welt der Unterscheidungen, der Hierarchien, die überfrachtet ist mit Ängsten, deren letzte Konsequenz immerwährendes Erleben des Todes, des Siechens, des brutalen Angriffs und der verzweifelten Verteidigung sind, als Weg zur Erleuchtung unabdingbar – so wäre Gott, die Schöpfung wahrhaftig grausam. Denn wie wäre es möglich, dass ein liebender Vater, eine fürsorgliche Mutter, ihre Kinder derart leiden lässt, um sie zur Erlösung zu führen? Denn die Liebe tötet nicht, um zu erlösen.

Kann die Erlösung im Angriff liegen?

Würde die Erlösung im Angriff liegen, würde man der Liebe unterstellen, zu urteilen. Dann wäre die Schöpfung tatsächlich eine strafende. Dieser Gedanke Adams – der Utopie einer Welt der Schuld – ist das, was wir als „Ursünde“ bezeichnen. Wäre er nicht mit diesem Gedanken unterwegs gewesen, wie hätte er jemals der Meinung sein können, die Gottesidee hätte ihn aus dem Paradies vertrieben?

Quelle
Quelle

Was hat die Fragmentierung mit der Schuld, der Sünde, zu tun?

Indem wir urteilen, trennen wir. Wir unterteilen in Gut und Böse, wir basteln uns ein Alleinstellungsmerkmal. Wir bauen eine Mauer. Wir verwandeln uns in eine mehr oder minder harte Billardkugel, die willkürlichen Kräften ausgesetzt ist, auf dem unebenen Grund des Billardtisches unseres Lebens. Weit entfernt von dem „Alles-Eins“ der Schöpfung lassen wir uns bewegen von den Energiewellen aus Schuldzuweisungen, Ethik und Moral. WIR sind fragmentiert!

15 minute Meditation Arrangement
15 minute Meditation Arrangement

Was ist dieses „Alles-Eins“?

Ja. Und hier ist er. Der Haken, der feste Punkt, an dem wir die Welt aufhängen, um sie zu bewegen. Nehmen Sie die nächsten Worte bewusst auf.
„Das, was wir als „Alles-Eins“ suchen, ist – leider muss man allegorisch werden – ist Herbst und Sommer, ist Blatt und Kaffeeduft, ist Träne und Buch, Wind, Einsamkeit, Staubkorn, Sexualität, Eisberg, Verachtung, Sonnenstrahl, Zorn, ist Baum, digitaler Wecker, Geld, Staunen und zarter Kuss, ist Rubin, Salz und Weltall, Erde, Vakuum und Wollsocke. Lassen Sie jede Kategorisierung weg. Keine Abgrenzung zwischen Zitronenschale und Laternenpfahl. Zwischen rotglühendem, duftendem Blütenkelch und dem Gefühl des Verlassenseins, des Hasses, kein Unterschied zwischen Wasser und Fels.“

Sandspielkasten
Sandspielkasten

Fazit

Was wir da gerade zu beschreiben versucht haben – dieses „Alles-Eins“- entzieht sich herkömmlicherweise jeder Beschreibung. Es ist ganz klar mehr, als ein Medium wiedergeben könnte – aufgrund der dem Medium zu eigenen, subjektiven Beschränkung auf sich selbst. Doch vielleicht tut sich beim dem Versuch, dies – was nicht zu erfassen ist – denn doch zu erfassen, ein winziges Leuchten auf. Denn dieses „Alles-Eins“ ist schlicht die absolute Liebe. Versucht man sie zu erkennen, wird sie dankbar ihre Lippen zum Kuss öffnen.

Die Welt ist abgefuckt – wo ist Gott?

Vertrauen

Den Weg zur Erleuchtung finden – den Sinn des Lebens verstehen. Manch einer hegt diesen Wunsch, andere meinen, den Pfad bereits gefunden zu haben, wieder andere verharren in Angst, weil sie glauben, nichts zu verstehen. Was sind die Pfade? Blicken wir uns um. Da gibt es die großen Religionsbewegungen – den Islam, das Christentum, die Glaubensrichtungen des Hinduismus, des Buddhismus.

Vertrauen

Sind die Glaubensbekenntnisse der Kirchen der richtige Weg?

Ungezählte intelligente Geister, eine unübersehbare Zahl an Religionen haben sich an diesem Pfad versucht. Tatsächlich finden sich in unserem Leben, gegrundet in den Schriften der diversen Religionen, Wegweiser en masse. Die Stifter der großen Religionen, Buddha, Jesus, Mohammed, haben sicherlich die Wahrheit erkannt und versucht, sie weiterzugeben. Doch ist ihr Bemühen für viele Menschen nicht nachvollziehbar.

Das ist darum so, weil der Dualismus des Systems die Bedeutung des weiter gegebenen Wissens alsbald in seinem Sinne verfälscht hatte. Wobei mit Blick auf die Struktur offenbar wird, dass die östlichen Religionen in ihrem Verständnis zumindest Möglichkeiten offen lassen, während das archaische Christentum über Jahrhunderte vollkommen blind und verblendet war. Auch in den Schriften über Jesus sind deutliche Spuren der einstigen Weisheit zu finden. Doch sie sind pervertiert und in Form (!) gebogen.“

12 Worte hin zum Frieden
12 Worte hin zum Frieden

Ist also Zweifel an den Weltreligionen angebracht?

Das ist eine grundlegende Frage – die Antwort lautet schlicht Nein. Das, was in Ihrem persönlichen Denken vorhanden ist – ihre individuelle, ureigene Glaubensansicht – ist Realität. Und Sie befinden sich auf dem absolut richtigen, dem einzig möglichen Weg. „Wie kann das sein?“ werden Sie sich vielleicht fragen. Von sich denken: „Ich bin ein Sünder. Ich bin schuldig. Ich habe gegen nahezu jedes Gebot verstoßen. Wie kann mein Weg denn richtig sein? Ich möchte mich ändern!“

Tausend Vater unser, fünf Stunden im Lotussitz – und keinen Fetzen Erleuchtung?

Reden wir über Arroganz. Über Kuhhandel. Opfer, die bedeuten, dass ich etwas weggebe, das mir lieb ist – was mit Schmerz verbunden ist. Arrogant ist es, zu meinen, man hätte die Fähigkeit, sich auf den Empfang des „Göttlichen“ vorzubereiten. „Ich versenke mich jetzt etliche Stunden im Lotussitz, auch wenn das tierisch wehtut, die Lehre will es so. Außerdem müssen da unbedingt mindestens drei Räucherstäbchen brennen, die ich aber keinesfalls durch Pusten vom Brennen zum Glühen bringen darf.“ Das ist der Kuhhandel.

Wir sind tatsächlich der Meinung, mit dieser Fülle an Illusionen, die uns zur Verfügung stehen, eine „Erleuchtung“ herbei „zwingen“ zu können. Natürlich haben Sie vollkommen Recht! Doch anders, als Sie denken mögen. Denn – Sie sind längst erleuchtet. Es ist nicht nötig, zu opfern. Warum? Gott, die Schöpfung, ist absolute Liebe. Sie verlangt nichts von ihren Kindern, dass diesen Schmerzen zufügen würde. Es ist ferner überheblich, zu meinen, dass es uns, in unserer Blindheit, unserem Unwissenheit, möglich wäre, Vorbereitungen für Gottes Plan, den Plan der Schöpfung, zu treffen.

Jetzt
Jetzt

Erleuchtung – die Blindheit ablegen?

Wir haben also erkannt, dass all die teilweise wirklich schmerzhaften Rituale, die Gedankensituationen des „Opferns“, die der Großteil aller Religionsgemeinschaften sehr zwingend fordert, als Präambel, Gerüst und Waffe verwendet, nichts wert sind, wenn es um die Idee der Schöpfung geht. Es gibt nun, – um die Kontroverse abzukürzen, werden wir diesen Pfad der Erklärung beschreiten – diesen einen Moment, in welchen dem Individuum Entscheidendes klar wird. Wir wollen ihn „Heiligen Augenblick“ nennen.

Was ist der „heilige Augenblick“?

Es ist der Zeitpunkt, zu dem erkannt wird, dass die Welt der Egotäuschung, dieses Universum aus subjektiven Schlussfolgerungen, nichts mit der Wahrheit zu tun hat, die zu finden wir auf die Suche gegangen sind. Es gibt nun eine ganz hervorragende, erlösende Nachricht: Nur ein winziges Bisschen an Bereitwilligkeit ist notwendig – kein Opfer, kein quälendes Ritual – und die Schöpfung wird Sie liebend in die Arme nehmen. Wird jeden Ihrer weiteren Schritte – wie es schon immer gewesen ist – fürsorglich, voller Güte, lenken und überwachen.

Sandspielkasten
Sandspielkasten

Kann ich diesen „heiligen Augenblick“ festhalten, ausdehnen?

Das Wunderschöne ist: Wenn Sie wollen, bleibt er bei Ihnen – er tut das ohnehin – doch wenn Sie das nur ein wenig möchten, sind Sie sich dessen bewusst, können Gnade aus ihm schöpfen. Sie haben einen Brunnen des Vertrauens, mit dem kristallklaren Wasser der Liebe. Sind aus einem Alptraum erwacht, um nun einen wunderschönen Traum zu erleben. Und es nichts notwendig, außer dieser kleinen Bereitwilligkeit, die Wirklichkeit zu erkennen.

Ein Kurs in Wundern
Ein Kurs in Wundern

Die Schöpfung liebt – und wenn Sie sich Ihr nur zuwenden, wird sie alles daran setzen, ihren Geist zu sich zu führen. In Liebe. Wir kommen zu dem Vertrauen, dass alles, was uns, der Welt passiert, auch wenn es noch so unverständlich ist, aus diesem Geist der Liebe der Schöpfung für ihre Kinder passiert. Dass also wirklich alles und jedes noch so unverständliche, ja schreckliche, traurige Geschehen einen Grund hat, der in der Quelle der Liebe zu suchen ist.

Es ist dies ein Vertrauen, gleichermaßen ein Loslassen der chaotischen Gedankenwelt, die unsere Ängste entstehen lässt. Es ist – als ob man sich an die Hand eines weisen, gütigen, allmächtigen Vaters begibt. Er hält dich warm und fest, vertraust du nur. Er zeigt und erzeugt den Pfad, die Straße, die Mittel. Wir dürfen uns geliebt und ohne Angst fühlen. Nichts, was je passierte, war schlecht. Ein Fehler nur, ein Irrtum, der schon lange behoben wurde – keine Sünde, keine quälende Schuld – das sind nur Egogedanken.

Don't be afraid!
Don’t be afraid!

Fazit

Verstehen Sie das Ausmaß dessen, was da gerade offenbar wurde? Nichts, was Sie jemals getan haben, was Ihnen je passiert ist – war auch nur im Ansatz verkehrt. Alles, wirklich alles, passierte und passiert aus der Liebe der Schöpfung zu Ihnen. Darum sind Sie in diesem Text gelandet, darum haben Sie damals jene wegweisende Entscheidung getroffen … es ist Ihr Pfad – und er führt Sie in die Wahrheit, die Liebe. Zeit existiert nicht.

Der Sinn und die Sexualität

Sexualität

Nahezu jede Religion postuliert die letztliche Keuschheit als den Weg der Heiligen, Buddhas, der Erleuchteten.

Das kommt nicht von ungefähr. In einem Zustand, der die Auflösung des Egos, seine Umwandlung hin zur Sicht der Wahrheit als letztes Ziel hat, wird die körperliche Ebene zunehmend transzendiert. Die Genüsse, Freuden, die dem Suchenden die Sexualität bietet, werden hinter sich gelassen, denn die Erfüllung, die aus der letztlichen Schau der Dinge kommt, macht sie unnötig.

Sexualität
Sexualität

Wie sieht es mit Tantra aus?

Der Hinduismus kennt den Weg des Tantra, eine Art des Yoga. Auch diese Möglichkeit der Selbstfindung, des Weges hin zur Wahrheit der Schöpfung ist nur eine von vielen Tausenden Straßen zur Auflösung. Den Ansatz, über den Körper zur Erleuchtung zu finden, hier die blockierten Chakren zu aktivieren, ist so alt wie die religiöse Philosophie.

Ganz egal jedoch, welche Verhaltensweise zum Ziel geführt hat. Jemand, der den Pfad so weit gegangen ist, wird absolute Kontrolle über den Körper haben, den er benützt. So wird irgendeine Art von Sexualität, wenn er sie denn für notwendig und wünschenswert hält, weder von Zeit noch Intensität ein Problem für sie oder ihn sein.

Love to share
Love to share

Soll ich also keusch leben, um die Erleuchtung zu finden?

Hinter dieser Idee steht ganz deutlich der Opfergedanke. Opfern – das meint das Weggeben von etwas, dass einem lieb ist, dass einem wertvoll ist. Man gibt, quasi unter Schmerzen, man opfert – um sich selbst zu erhöhen. Was dem Menschen, dem Sohn Gottes weh tut, ist nicht im Sinne der Schöpfung. Das ist eine sehr tiefe Wahrheit, die sich in Vertrauen manifestiert.


Der Weg zu Erleuchtung fordert keine Opfer!

Was für ein Schöpfer, der seinen Kindern den Weg zurück zu ihm nur unter Schmerzen, mit Opfern, in einer Welt der Grausamkeit und Zerstörung möglich zu machen scheint. Dass dies nicht die Wahrheit sein kann, die Wahrheit und Gewissheit einer liebenden Schöpfung, ist offensichtlich. Und so löst sich diese Welt der Schreckensillousionen auf, je näher der Einzelne seinem Erwachen kommt. Die Wahrheit, die nichts mehr mit diesem grausamen Bild zu tun hat, wird deutlich. Liebe.

Sense of life
Sense of life

Liebe und Sexualität gehören zusammen

Der Körper mit all seinen Möglichkeiten, mit seiner Sensorik, den Gefühlen, mit den Empfindungen, die er uns mit seinen Nerven zukommen lässt, ist ein überaus wunderbares Geschenk der Schöpfung. Ein wundersames Instrument, um darauf die Meldodie der Liebe zu spielen. Sexualität bedeutet regelmäßig Glücksempfinden. Die Schöpfung möchte ihre Kinder vereint glücklich und in Liebe sehen.

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