Die Intellektuellen – vormals der Begriff für eine Ebene von Menschen im System, die verstandesmäßig kritisch hinterfragen, Position beziehen, ihre Meinung zumeist öffentlich kundtun. Der Intellektualität – als sie so noch bestand – haftete ein gewisser Glorienschein an – ein wenig die Tendenz des linken Revoluzzertums ebenso. Von dieser Intellektualität – mit durchaus positiven Vorzeichen, ist in unseren Tagen der Informationsexplosion nichts mehr übrig geblieben. Dieser Intellekt der hinterfragenden „Weisheit“ wurde gnadenlos durch Algorithmen einer unbestimmten AI ersetzt. Noch, zumindest bildlich gesehen.
Partitionierung von Begrifflichkeiten?
Der heute postulierte Verstand, die heutige Intellektualität, erschöpft sich ganz offensichtlich in Meinungen und Prognosen von Medienpopulisten – der Hauch von „Underground“ des einstigen Intellektualismus ist längst verschwunden. Doch – wehmütige Erinnerungen hin oder her – der Intellekt, das ist der Verstand. Eine herausragende Eigenart des verstandesmäßigen Denkens ist die Zerteilung, die Partitionierung der Begrifflichkeit schlechthin. Das ist die Methodik der intellektuellen Wahrheitsfindung. Klingelts?
Der Schlammpfuhl des Intellekts?
So unbequem diese Wahrheit auch ist – hier liegt der Grund der Trennung der Menschen im Gesellschaftssystem von der Schöpfung, der Wahrheit. Denn nichts anderes ist der Intellekt, mit nur wenigen Ausnahmen, als ein sich Suhlen in dualistischen Formulierungen, immer tiefer hinein in die Konstruktion des Urteils, der Abwägung, sie somit noch ausweitend, stärkend. Das Schlimme: Dieser Intellekt ist Meinungsmache. Informationen – der Weisheit letzter Schluss – reflektieren sich im Rest der nichtintellektuellen Menschheit.
Kapitalbezogner Intellekt?
Und wenn wir zu Beginn den Intellektualismus der vergangenen Jahrhunderte beschrieben haben, so existiert neben diesem, sozusagen „romantischen Intellektualismus“ mit dem Beginn der Industrialisierung, noch ein anderer. Nämlich der der bestechenden Intelligenz derjenigen, die in unseren Denkstrukturen als die „Mächtigen“ die „über die Welt bestimmenden“ gelten. Und diese durch und durch monetäre, kapitalbezogene Intellektualismus ist tödlich. Für die Erde, den Planeten, die Menschen.
Dualistischer Beton?
Der Intellekt zementiert also das dualistische Weltbild. Er dreht sich in dieser Struktur wild im Kreis, erschafft dabei, einem Derwisch mit Zauberkraft gleich, immer mehr von dem Chaos, verirrt sich immer mehr in jedoch nur scheinbaren, illusionären Begrenzungen, die er sich selber erschafft, die ihm so zwangsläufig den Weg weisen. Weiter in das immer partionierende, aufteilende, verkleinernde – sich trotzdem selbst potenzierende Gedankenchaos hinein. Unser Leben.
Selbstüberwindung des Intellekts?
„Lasset die Kinder und die geistig Armen zu mir kommen!“ Nicht von ungefähr ist dieser Aussage, einer der grundlegenden Konzepte überhaupt, in der Bibel, überliefert. Was möchte uns das sagen? Der Intellekt muss sich selbst überwinden. Wir sollen zurückkehren zur Unbedarftheit, zur Einfachheit der Betrachtung. Das Ganze sehen, ohne es auf der Stelle zu zerteilen und logisch zu erklären. Und dies ist das Ziel, dem die Intellektualität (obwohl sie durchaus das Gegenteil behauptet) konträr entgegensteht, mit ihrer Logik.
Einzelteile statt Wunder?
Es ist diese Tendenz des Abendlandes, die sich mittlerweile im Zuge des Kapitalismus über die ganze Welt verbreitet hat, die Blume zu pflücken, die Blütenblätter einzeln abzuzupfen, um sie, die Pflanze, zu erkunden und zu verstehen. Anstatt sie, in der Morgendämmerung, in ihrer wunderbaren Gänze, als ein von der Schöpfung geschenktes Zauberwunder an Komposition zu betrachten. Allein dieses vergleichende Bild zeigt auf, wie zerstörend, abwertend und irreführend der Intellekt sich darstellt.
Der Intellekt will sich nicht selbst leugnen?
Die Wahrheitsfindung ist ein Prozess, der mit dem Denken wie es uns zueigen ist, nichts zu tun hat. Der Intellekt ist bei aller Anstrengung, bei aller Diversifizierung, nicht in der Lage, das zu erkennen, was seine Gegenwart leugnen würde. Es ist nicht in der Lage, seine gedanklichen Konsequenzen als Illusion zu betrachten. Die Negation der sogenannten „Realität“ ist der größte Feind des Ego, so wendet es jedwede subtile Methodik an, uns von der Wirklichkeit der Liebe fern zu halten (das gelingt ihm durch vielerlei Ängste) um dadurch seine Existenz zu sichern.
Fazit
Es ist an uns, den Weg in dieser Erkenntnis weiter zu gehen, die Dinge in ihrer Ganzheit als wunderbares Etwas zu betrachten, fernab von jedem Intellekt die Quelle zu finden, die Stille der Gedanken, das Fehlen jedweden Urteils. In der Zeitlosigkeit, die uns zärtlich umfängt, die durchaus positiv ist. Ja, die Unbedingtheit, die der Intellekt nur mit dunklen Decken verhängt und zum Negativum der Vergänglichkeit gestaltet, ist fürsorglich, zärtlich, über alle Maßen liebend.
Die Wissenschaft hat für den mentalen Zustand in dem wir uns alle (ohne Ausnahme) befinden, für unser Leben – beziehungsweise das, was wir für unser Leben halten, einen ganz speziellen Fachausdruck. Zwangsneurose.
Wikipedia schreibt:
„Die Zwangsstörung oder Zwangserkrankung (englisch obsessive-compulsive disorder bzw. OCD) gehört zu den psychischen Störungen. Es besteht für erkrankte Personen ein innerer Zwang oder Drang, bestimmte Dinge zu denken oder zu tun. Die Betroffenen wehren sich zwar meist gegen diesen auftretenden Drang und erleben ihn als übertrieben und sinnlos, können ihm willentlich jedoch meist nichts entgegensetzen. Die Störung bringt deutliche Belastungen und Beeinträchtigungen des Alltagslebens mit sich.
Zwangsgedanken
Bei Zwangsgedanken handelt es sich um zwanghaft sich aufdrängende Denkinhalte, die üblicherweise als unsinnig erkannt werden. Einige Betroffene leiden zudem zusätzlich an formalen Denkstörungen, vor allem an Perseveration, Gedankenkreisen, eingeengtem Denken oder Gedankenarmut. In schweren Fällen kommen auch überwertige Ideen vor. In der Regel lösen Zwangsgedanken Abwehrrituale auf verhaltens- oder kognitiver Ebene aus. Selten vorkommende Zwangsgedanken ohne Gegenreaktion werden im angloamerikanischen Raum vereinzelt auch mit dem Begriff „Pure-O“ (engl. „pure obsessive“) bezeichnet.“
Die Gesellschaftsneurose?
Wie zu erkennen ist, kann die Symptomatik eins zu eins auf unser Leben übertragen werden. Die Zwänge, die Zwangsgedanken/Zwangsstörungen, jedoch, die wir leben, die uns beschreiben, uns ausmachen, uns definieren, sind dermaßen dicht mit unserem Alltag verwoben, dass es uns schier unmöglich ist, sie zu erkennen. Wir sehen die Neurose vor lauter Neurosen nicht. Es ist, als ob jede einzelne dieser Handlungen, dessen, was wir tun, obwohl wir seine offensichtliche Sinnlosigkeit für uns erkennen, ein Stück der Mauern eines Labyrinths darstellen, in dem wir uns hoffnungslos verlaufen haben.
Ein wirres Labyrinth?
Es ist uns unmöglich, über die Mauer aus Zwangsvorstellungen, verbunden mit den dazugehörigen Handlungen, hinaus zu sehen. Wir sind isoliert, in unserem Glauben. Gezwungen, in eine bestimmte Richtung, die uns die Mauer der Neurosen, der Ängste vorschreibt, zu wandern. Und bei dem Wort „vorschreibt“ blitzt etwas auf. Wir reden hier von unserem Leben, das unvorteilhaft und eigentlich gegen unser besseres Wissen, ja, gegen unseren Willen, von Ängsten beeinflusst, gelenkt wird.
Die Zwangsvorstellung ist auch eine Waffe der als mächtig Betrachteten
Wir haben den Begriff der Zwangsvorstellung aus der Psychologie übernommen. Die Figuren der Mächtigen, die sich in unserem Egoleben reflektieren, sind sich dieser psychologischen Dynamik durchaus bewusst und benutzen unsere Phobien, Neurosen, Abneigungen, Zwangsvorstellungen nicht nur, sie erzeugen sie ganz gezielt – in der Gesellschaft. Sie sind ein durchaus wichtiger Teil der Mauern des Labyrinths.
Eine neue Instanz des Denkens?
Um uns nun aus diesen Zwängen zu lösen, muss eine andere Denkstruktur zur Anwendung kommen. Beginnen wir damit, das Bild des gefangenen Menschen in einem Labyrinth aus Ängsten und Vorschriften, Blockaden auf eine andere Weise zu sehen. In dieser, unserer neuen Zeichnung nun , ist der Mensch die Mauer des Labyrinths, das Labyrinth selber. Es gibt niemanden, kein Außen, dass begrenzen würde. Die Idee des Labyrinths ist nur eine Idee. Wir sind vollkommenfrei – viel mehr noch – wir sind die Erschaffer des Labyrinths.
Das Wissen um die Illusion ändert nichts an der Illusion?
Um nun, – wir befinden uns ja trotzdem schließlich in diesem Labyrinth, dass wir darum wissen, dass es nur eine Idee ist, Illusion, ändert an der Sache vorläufig nichts – gilt es gegen diese Vorstellung des Labyrinths (also gegen uns selbst, komplett entgegengesetzt zu unserem Denken) anzugehen. Worin bestehen denn die Zwangsvorstellungen in unserem Leben? Wie wäre es, ein wunderschönes Beispiel, denn mit dem Tod? Oder auch der Krankheit? Der Einsamkeit, dem Nicht geliebt sein? Das alles sind Dinge, die aus unserer Denkstruktur heraus definiert werden und so scheinbar Wirklichkeit gewinnen – Mauersteine in den Wänden unseres Labyrinths.
Verstandesarbeit?
Und wenn jemand nun sagt: „Aber das sind doch Realitäten, wir sterben, wir werden krank, wir leiden.“ dann ist dies lediglich die Bestätigung für die Ideen der Neurosen, die er (als Ego) mit ungeheurer Energie vertritt. Die Urgrund all dieser Neurosen ist die Ignoranz. Das menschliche Urteilsdenken ist übermächtig in den Vordergrund gerutscht, hat das Wunderbare, Herrliche für uns mit einem grauen, gar schwarzem Schleier bedeckt, jedweden Jubel ob der Herrlichkeit der Universen verstummen lassen.
Kognitive Dissonanz?
Wenn wir uns deutlich machen, dass diese „Realitäten“der Gesellschaft in keiner Weise vereinbar sind mit dem Gedanken des Absoluten – also der Liebe – von ebensolch absoluter Logik uns überzeugen lassen, viel mehr noch, unser heiliges Vertrauen in die Nichtexistnenz der beschriebenen Illusionen setzen, dann kann die Schöpfung, die Liebe, unseren Ruf hören,. Wenn wir jedoch unseren Aufschrei, unsere Bitte nach Liebe, an die Götzen richten, werden wir auch nur vergängliche Illusion im Gegenzug erhalten – keine Wahrheit.
Wiedererkanntes Selbstvertrauen?
Mit dem vollkommenen Vertrauen in die Liebe der Schöpfung aber, ändert sich unser Weltbild, ändert sich unsere Welt. Denn wir erkennen, das es mitnichten der Weg ist, Kleinheit zu leben und zu proklamieren. Es gibt mit dieser Erkenntnis über sein „Selbst“ als Schöpfer, als Kind Gottes, als Erschaffer alles Sichtbaren und Unsichtbaren keine Grenzen mehr, keine Ängste, die irgendwie hinderlich sein könnten. Und obwohl die Liebe keine Zeit kennt, zwingt das Denken der Menschen sie dazu, diesen Weg ebenfalls in den Begriff des Zeitlichen einzubinden.
Zeit in der Zeit – um die Wirklichkeit sehen zu können?
Das meint für uns, als Lernende auf dem Weg, dass obzwar alles, was an Problematik je existiert hat, schon längst aufgelöst ist, wir aber Zeit in dieser von uns erschaffenen Zeit benötigen, um diese Wahrheit zu erkennen. Denn wir sind auf vielfache Weise behindert, mit all unseren Sinnen, blockiert, blind und ohne Empfinden für diese Herrlichkeit, die doch so zum Greifen nah bei uns ist.Die Gesellschaft hat uns jeden wirklichen Affekt genommen.
Eine Million vollkommen richtiger Wege?
Es ist nun wohl tatsächlich so – wir sind in einer ungeheuer komplexen Situation gefangen – und ob genau dieser Komplexität scheinen sich auch tausende von Wegen aufzutun. Die Schöpfung in ihrer Liebe wird jeden Weg annehmen. Begreifen wir jedoch unsere oben beschriebenen Blockaden, verstehen wir, dass wir nur zu blind gemacht sind, das Paradies um uns herum wahrzunehmen, – reduziert sich die Zahl dieser Wege ganz enorm. Bis hin zur kompletten Nacktheit des Menschen, im Denken und als Körper.
Der nackte Mensch?
Unser Körper – das Etwas, das wir als „Ich“ definieren, als „mein“ zumindest. Das größte Geschenk der Liebe – als wunderbares Instrument des Verständnisses – ein „Etwas“, auf das wir direkten Zugriff haben, dass mehr als ein Teil von uns ist, mehr als jedes intellektuelle Bestreben. Hier, in unseren Energieströmen, sind die Blockaden manifestiert. Wir finden uns also auf den Körper als Manifestation in der Illusion reduziert – mit all seinen Energieströmen, welche durch die Vorstellung eines Körpers (wie sie unserer Denkaststruktur zueigen ist) in ihrem Fluss beschränkt wenn nicht zur Gänze behindert sind.
Tantra – ein Körperweg zur Erleuchtung?
Das Tantra – welches keineswegs mit dem zu tun hat, was der Begriff im gesellschaftlichen Konsens für den einzelnen bedeuten mag – zeigt zum einen auf sehr körperliche Weise, durch Körperübungen, Yogaübungen, konkretem Muskeltraining zum anderen auf dem intellektuellen, und ebenso auch dem sensitiven Weg diese Blockierungen aufzuzeigen und zu beseitigen, aufzulösen.
In der Freude Energien vereinen?
Das Ziel muss immer das Ganze sein – Tantra erreicht letztlich über den Körper den Zustand des Nichtkörpers, der Vereinigung in Energien – rein und klar und unbeeinflusst. Wo sonst, auf welchem Weg sonst, wäre dies so praktisch, so umfassend, so direkt und einfach möglich? Ein weiteres Attribut des Tantra, dass an die absolute Liebe erinnert: Tantra bringt Freude, Entspannung, Sensationen an Wohlbehagen. Dinge, die anfallen, wenn die Liebe der Lehrmeister ist.
Der „verkörperte“ Weg aus der Dinglichkeit?
Tantra ist der, im wahrsten Sinne des Wortes „verkörperte“ Wille und Weg aus der Dualität der dinglichen Welt, die unsere Körper und damit vermeintlich auch uns definiert. Wir reden hier von der erhabenen Idee des Tantra. Nicht vom Ausleben sexueller Triebe auf Kosten anderer. Tantra ist ein sehr direkter, ein sehr mit Nähe verbundener Weg – wir vermeiden das Wort „Intimität“, denn es verkörpert die Regularien des Dualismus. Doch ist diese wirkliche Nähe, die Vereinigung von Energieströmen, weit entfernt von dem, was in der Gesellschaft als erlebte Sexualität gehandelt wird. Keine gesellschaftliche Definition kann hier hinreichend sein.
Träume
Tantra ist HEILIG?
Um mit dem gebräuchlichen Vokabular zu sprechen, deutlich zu machen, darzulegen: Tantra ist HEILIG.. Und das ist durchaus umfassend gemeint. Das bedeutet, hier treten, vom ersten Augenblick an, Energiekräfte auf, die auf keinem der ungezählten vielen, anderen Wege und sogenannten andereren Wege in solcher Signifikanz, so direkt und deutlich spürbar, auftauchen können. Tantra ist – einleuchtender Weise, schließlich hat unser Körper am meisten mit uns zu tun – der vollkommen direkte Weg – (was den Körper anlangt, gibt es keinen anderen, außer den des Schmerzes in jeder Hinsicht – und der ist absolut untauglich) die uns von der Schöpfung der Liebe selber gegebenen Ressourcen (den Körper und damit auch die Lust) sinnvoll – zur Erkenntnis, zur Wahrheit hin, zu nutzen.
Fazit
Die Methodik des Tantra löst die generelle, menschliche Zwangsneurose auf. Denn das Tantra ist vom Gedanken der Liebe gänzlich durchdrungen. Dieser allumfassende, expandierende Liebesgedanke manifestiert sich in Begegnungen unter dem gedanklichen Vorzeichen des Tantra. Die Struktur des Gesellschaftsdenkens kann im Tantra nur sehr schwer Griff finden, die Sache ist eben glatt – zu nackt. Keine Diskrepanzen, an dem man sich festkrallen könnte. Die kaum vorstellbare Auflösung der menschlichen, kognitiven Dissonanz, das Verschwinden dieser Welt des immer schmerzlich nagenden Zweifels – hier wird sie Realität – in der Vereinigung der Energien.
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