12 Worte – Der Text

Thom Delißen

Textbuch 12 Worte

Textbuch zum Hörbuch “12 Worte hin zur Freude”


Autor: Thom Delißen
Alle Rechte bei Verlag TD Textdesign
Copyright by author

1. Auflage 05.2017

Textbuch 12 Worte

Textbuch zum Hörbuch “12 Worte hin zur Freude”


Autor: Thom Delißen
Alle Rechte bei Verlag TD Textdesign
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1. Auflage 05.2017

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung
  2. Liebe
  3. Freude
  4. Frieden
  5. Achtsamkeit
  6. Bewusstheit
  7. Dankbarkeit
  8. Vertrauen
  9. Ehrfürchtiges Staunen
  10. Mitgefühl
  11. Kreativität
  12. Inspiration
  13. Wissen
  14. Jetzt

Einleitung

Es existieren Legionen von Möglichkeiten, zu einem Lebenssinn zu finden. Damit ist nicht gemeint, dass vielleicht Wohlstand, Gesundheit, eine intakte Familie, der Erfolg der nächsten Generation die Ziele für einen Sinn des Lebens sind. Obzwar nicht abzuleugnen ist, dass diese Ziele in unserem Leben doch durchaus Berechtigung haben. Wenn hier nun postuliert wird, sie seien keineswegs die Ziele, heißt das beileibe nicht, sie seien nicht ehrenwert. Es heißt vielmehr, dass diese Ziele in dem, was uns vielleicht noch nicht möglich ist, zu sehen, bereits in aller Vollständigkeit implementiert sind. Es geht also nicht um den Sinn der Schöpfung, sondern um die Schöpfung selbst. Ungezählte intelligente Geister, eine unübersehbare Zahl an Religionen haben sich an ihr versucht. Tatsächlich finden sich in unserem Leben, ebenso in den Schriften der diversen Religionen, Wegweiser en masse. Die Stifter der großen Religionen, Buddha, Jesus, Mohammed, haben sicherlich die Wahrheit erkannt und versucht sie weiterzugeben. Doch ist ihr Bemühen für viele Menschen nicht nachvollziehbar, weil der Dualismus des Systems die Bedeutung des weiter gegebenen Wissens alsbald in seinem Sinne verfälscht hatte. Wobei mit Blick auf das System offenbar wird, dass die östlichen Religionen in ihrem Verständnis zumindest Möglichkeiten offen lassen, während das archaische Christentum über Jahrhunderte vollkommen blind und verblendet war. Auch in den Schriften über Jesus sind deutliche Spuren der einstigen Weisheit zu finden. Doch sie sind pervertiert und in Form (!) gebogen. Der Blick, der mit der Einsicht in die Wahrheit der Worte, über die hier weitere Worte niedergeschrieben sind, einhergeht, ist der Schritt in den Sinn der Worte, des Lebens selbst hinein.

Es existieren in der deutschen Sprache etliche Worte, die etwas ganz Besonderes sind. Das liegt selbstverständlich in dem, was sie bedeuten. Was sie verdeutlichen können, ist schlicht extraordinär. Diese Wörter besitzen keine negative Energie. Wörter sind von Natur aus interpretierbar, dehnbar, formbar, immer im Zusammenhang zu sehen. Nicht diese Wörter, wenn man sie in ihrem Urgrund verinnerlicht. Sie sind grundsätzlich und durch und durch positiv. Wie man sie auch dreht und wendet. Doch ist es von eminenter Bedeutung, sie bereits vom Ansatz her richtig zu sehen. Das ist nicht weiter schwer.

Diese Wörter können tatsächlich der Weg zu einem neuen Bewusstsein sein, einer vollkommen neue Sicht der Dinge. Würde jeder Mensch diese Worte in ihrer wahren, tiefen, aus der Quelle stammenden Bedeutung verstehen, wären alle Probleme dieser Welt gelöst. Würde jeder Mensch mit diesen Worten leben, vielmehr diese Worte leben, hätten wir den Frieden des Schöpfers auf Erden. Und es wäre doch so einfach.

Zu Beginn noch eine Feststellung. Die Bedeutung dieser Wörter ist in der Welt des Egos, unseres Denkens also, eine andere. Du wirst diese Wörter mit deinem Weltenwissen bis zur Unkenntlichkeit verkleinern, du wirst sie zerschneiden, fragmentieren. Sehe sie aber stattdessen an, ohne zu werten, ohne ihnen einen definierte Bedeutung zuzuteilen. Das Ego hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Wörter mit gänzlich falschen Attributen zu belegen, die lediglich Verwirrung stiften. Es ist aber nicht in der Lage, diesen Begriffen in ihrer Wirklichkeit zu widerstehen. Denn sie sind durchwegs positiv, sie sind von einem Licht erfüllt, welches, erfährt man ihre tatsächliche Tiefe, das Ego sich auflösen lässt. Es wird zu dem Nichts, das es immer war, weil die wirkliche Tiefe der Worte jede Illusion des Ego hinweg spült. So ist beispielsweise das, was das Ego unter Liebe versteht, letztlich auf den Körper beschränkt, für den Geist, das Denken, das Ego, lediglich ein Zusammenklauben von Bruchstücken aus der Vergangenheit. Sie ist keineswegs vollständig, wie uns das Ego glauben machen möchte. Im Gegenteil. Weil sie aus der Vergangenheit zusammengesetzt ist, existiert sie im Jetzt nicht. Die Liebe, die aus der Schöpfung kommt, muss ewig sein. So kann sie nichts mit Vergänglichem zu tun haben. Mit keiner Form. Diese Liebe ist die Schöpfung, deren Teil wir sind, so sind wir selber Liebe. In der Liebe gibt es keine Sünde, keine Schuld, keine Angst. Es gibt keine Vergangenheit. Diese Liebe ist so vollständig, dass die Winzigkeit des Egos, das doch unser Leben, unsere Ansicht der Dinge bestimmt, mit brutaler, wahnsinniger Gewalt, mit den Gedanken und Bildern von Grausamkeiten, Ungerechtigkeiten, in materieller Verbindung, sich als das entlarvt, was es ist. Irrsinn, Projektion, Blindheit in größtem Maße. Wer sich aber der Größe der Liebe, der Tiefe der Bedeutung des Begriffes tatsächlich bewusst wird, (genauso verhält es sich mit jedem anderen der Worte) der wird den Lichtstrahl aufblitzen sehen. Und wer auch nur einen mikroskopischen Teil dieser Wahrheit erblickt hat, der hat eine Tür zum allmächtigen Licht aufgetan, die nie mehr verschlossen werden kann. Er wird, ganz nach seinem ureigenen Willen, seiner Bereitschaft, die Nachricht verstehen, die Helligkeit durch seinen Körper scheinen lassen. Und er wird nicht alleine sein. Denn sein Licht strahlt weithin.

Diese Wörter sind heilig. Sie stammen direkt aus der Schöpfung. Es ist nicht möglich, sie negativ zu belegen. Auch wenn sie in der Welt der Formen, also von einem unbewussten Standpunkt aus, aufgenommen werden, sind sie doch Schlüssel zur erkennenden Sichtweise. Das Ego wird an ihnen scheitern.Eine weitere gute Nachricht, die einem bald als selbstverständlich erscheinen wird, ist, dass, hat man eines dieser Wörter in seiner wirklichen Bedeutung verstanden, verinnerlicht, alle anderen sich von ganz alleine ergeben. Diese Worte sind ein leuchtender Pfad, ein Weg der zu dir selbst führt. Sie können als Worte nicht erklären, doch erschließen sie sich dem, was über allen Denkschemata steht. Sie sind festes Fundament, sie durchdringen die Phantastereien des Egos, das nur den negativen Dualismus vermittelt, weil es zu sonst nichts in der Lage ist. Doch sei in diesem Zusammenhang ein buddhistischer Weiser zitiert, der über den Weg hin zur Erkenntnis gesagt hat, jeder noch so gut gemeinte Rat, jeder Hinweis auf die letzte Wirklichkeit, könne immer nur ein Hinweis sein, so in etwa, wie man mit dem Finger auf den Mond zeigen könne.

Liebe

Liebe ist in den Köpfen der Menschen, hier ist es egal, welche Sprache. Die Liebe als Wort steht wohl über jeder Linguistik. Sie ist eines der missverständlichen Dinge überhaupt. Das Wort als solches ist missbraucht, in den Schmutz gezogen, vergewaltigt worden. Das passiert immer noch. Jeden Tag auf das Furchtbarste. Denn die Liebe, von der die Menschen reden, ist egoistisch, ist sachbezogen. Die Bedeutung des Wortes hat sich im Konsum, im Seximus, der Moralität, der Desinformationen, sozusagen im Sumpf des Gesellschaftssystems vollkommen verloren.

Ich liebe dich! Heißt das jetzt, dass ich dir eine Schachtel Mon Cherie kaufe? Oder dich bumse? Dich heirate? Ich liebe es! Will ich es kaufen? Vielleicht stehlen? Liebe ich es? Oder gefällt es mir? Interessiert es mich vielleicht nur gerade, momentan?

Liebe ist dieses Prickeln im Bauch. Und hier wird es interessant. Denn was wir mit einem „geliebten“ Partner erleben, geht über alle Normalitäten und Regeln hinweg, dieses Prickeln, das sind wir, ganz tief wir selbst, da spricht unsere Quelle – die nämlich auch die Liebe ist. Das sind die Resonanzen, dieses Prickeln im Bauch, die der Urgrund zurückgibt. Und wenn wir nun von Liebe sprechen, dann ist eben nicht die Liebe gemeint, die in Sexshops oder im Puff verkauft wird, es ist auch nicht die Liebe gemeint, die ein Fan für seinen Verein empfindet, es ist nicht die körperliche Vereinigung zweier Menschen gemeint, es ist nicht das fürsorgliche Verhalten Hunden oder Katzen gegenüber gemeint.

Nicht zu verwechseln, doch hier wird es für viele Menschen sehr gefährlich, ist diese Liebe, von der wir hier reden, mit der, von der die christlichen Priester, Mönche oder Nonnen reden. Gefährlich ist die Geschichte deswegen, weil von diesen Menschen die Liebe zu Gott, die eigentliche Liebe, die umfassende, alles einschließende Liebe, pervertiert wird, im Sinne ihrer im christlichen, moslemischen, jüdischen, sonstigen dualistischen Wertvorstellungen. Die Liebe wird hier immer zum Zweck. Damit verliert sie zum großen Teil ihre Gültigkeit.

Die Liebe, die wir meinen, ist nicht diese Liebe zu einem Gott, der definiert ist, den man nur unter gewissen Umständen, unter gewissen Voraussetzungen, an bestimmten Orten, mit gewissen Erlaubnissen und, und, und lieben darf. Der urteilt, was und wer zu lieben und ist und wer oder was nicht. Die Liebe, von der wir reden, ist eine Liebe, die nicht nur alles durchdringt, sondern die unser Urgrund ist. Der letzte, einzige, absolute Punkt der Schöpfung, die Quelle – ist die Liebe. So ist die Schöpfung allumfassende Liebe wie auch wir selbst. Nur die Ethik, die Moralismen, die Gesetze und Strukturen, die Erziehung – also das was unser Denken ist – all diese Fiktionen – hindern uns daran, dies zu erkennen. Wenn wir also an Liebe denken, dann ist nicht diese, definierte, vorgegebene, dualistische Liebe zu irgendetwas gemeint, sondern die Liebe zur Schöpfung, zu uns selbst, zu schlechthin ALLEM.

Liebe heißt hier unbedingt auch Freude. Diese beiden Wörter gehören, wie all die Wörter, von denen hier die Rede ist, ganz selbstverständlich zusammen. Freude heißt Liebe, Liebe heißt Freude. Liebe ist ein so mächtiges Wort, dass es nachgerade egal ist, wie man es interpretiert. Tut man etwas aus Liebe – aus reinem Herzen, reiner Liebe – man versteht – ich meine nicht die Liebe zum Geld, zu einem neuen Grundstück am See, hier ist die Rede von „unbedarfter“ Liebe, so ist es gut. Die reine körperliche Liebe ist Liebe – sie ist Kommunikation, ist Austausch, ist sensitives Erleben, ist ein Näherkommen – ist positiv. Jedes noch so kleine Stückchen Liebe, das gelebt wird, verändert die Welt zum Positiven. Wenn wir uns darüber klar werden, dass jeder Mensch, genauso wie wir auch, ein Teil der Schöpfung ist, lediglich in seinem Verhalten durch Gesellschaft, Erziehung, Moralismen, Religionen – durch also vielerlei Einflüsse verändert ist, quasi blind und nur mithilfe der vom System vorgeschriebenen Regeln zu überleben in der Lage ist, wird uns klar, dass wirklich jeder, ob Mensch ob Tier, ob Gandhi oder Hitler – LIEBENSWERT ist.

Liebe ist das stärkste Wort überhaupt, weil es letztlich das beschreibt, was unser Lebensinhalt ist, was wir selbst sind, auf dem die Natur, die Schöpfung, das Universum basiert. Würden die Menschen das, was an Liebespotential da ist, (es ist unendlich) nur ein wenig ausschöpfen, – was wäre es für ein paradiesisches Leben auf der Erde. Doch die bittere Realität ist, dass von Liebe auf dieser Welt, in diesem Denksystem keine Spur zu finden ist.

Die Liebe, besser das Wort Liebe, wird, wie eingangs schon erwähnt, auf vielfältige Art missbraucht. Von Staat, der Industrie, Religionen, Diktatoren, Politikern, ebenso von ganz normalen Menschen. Wir, die wir in diesen Strukturen leben, sind so überfrachtet mit Signalen, dass es uns zumeist nicht mehr möglich ist, das zu sehen, was eigentlich mit Liebe gemeint ist. Die Liebe, von der hier die Rede ist, sind wir selbst, sie ist in jedem von uns, als Urgrund für unser Dasein. Und das ist nicht so oberflächlich gemeint, als dass hier von der körperlichen Liebe die Rede wäre, die zu neuem Leben führt. Die Liebe ist die Quelle allen Daseins, des Universums. Sie ist nicht nur sein Anfang, sondern sie ist die Schöpfung selbst. Die Schöpfung ist Liebe. Alles, was aber aus Liebe heraus entsteht, kann nicht schlecht sein. Darum sind wir alle voller Liebe, sind wir alle, ist das Leben, das Universum, gut. Voller Liebe, durchdrungen von ihr, sie selbst. Liebe ist. Wir (eigentlich alle Menschen, die sich den Konformen von Erziehung und Wissenschaft zwangsläufigerweise – weil sie nun einmal in diesen Strukturen leben – unterwerfen, sind bedauerlicherweise fast nie in der Lage, diese Liebe zu erfahren, sie zu verstehen. Wir sind in einem ungeheuer komplexen System gefangen, das auf grundlegenden Axiomen aufgebaut ist. Verändert man diese Axiome (die reine Fiktion sind – gebt mir einen festen Punkt etc. …) verliert alles seinen Sinn, was das System postuliert hat. Die wahre Liebe, die, von der hier geredet wird, hat nichts mit den Prämissen und Grundlagen, den geschriebenen und ungeschriebenen Gesetzen dieses Systems zu tun. Sie steht nicht auf irgendeiner Seite, sondern an einem Ort, der mit dieser Definition überhaupt nichts zu tun hat. Sie sprengt jeden Dualismus, stellt sich über, unter, in, hinter, durch die Dinge. Alles geschieht aus unbedingter Liebe. Deswegen ist es auch nicht notwendig, über irgendetwas, das man als negativ empfindet, traurig zu sein. Man weiß ja, dass es aus unbedingter Liebe zu einem selbst passiert, zum Leben, zum Schöpfer, zum Eins, dass man ja selber ist. Es ist also schlichtweg unmöglich, das es irgendetwas negatives gibt. Die Negativsmen entstehen nur aus dem, was wir an Regeln leben, was man uns mit Konsum, Erziehung, Schule, Ausbildung, Werbung, Fehlinformationen, beigebracht hat. Wirklich, real ist das alles nicht. Wenn wir von Liebe reden, reden wir über die großen Zusammenhänge. Ängste, das was Liebe verhindert, entstehen immer aus falschen oder unzureichenden Informationen. Die Informationen, die wir erhalten, können gar nichts anderes sein als unzureichend. Sie sind schon aufgrund ihrer Form – in Sprache gepackt – missverständlich und unzuverlässig. Doch wir haben unser Leben darauf aufgebaut. Wenn wir uns heute nicht konform verhalten, erwarten wir Nachteile. Das macht uns Angst. Wir stehen also vor diesem riesigen Gebäude aus Lügen, in dem wir leben, ahnen es. Und gehen doch jeden Morgen, wenn wir aufstehen wieder hinein. Erkennen wir jedoch, dass dieses Gebäude nur Fiktion ist und der wahren Liebe in die Schöpfung nicht standhalten kann, sind wir schon auf dem richtigen Weg. Es ist natürlich nicht möglich, einfach Adieu zu sagen, zu dieser Struktur der (unbewussten) Lügen. Die Liebe, versucht man sie erst einmal in ihrer wirklichen Bedeutung zu ergründen und zu leben, erschließt sich stückweise. Eines führt zum anderen. Wahre Liebe, die Liebe, die ich zu beschreiben versuche, entsteht aus sich selbst. Jedes Bisschen, das wir geben, gibt uns genauso viel, wenn nicht mehr zurück. Liebe ist Glück.

Ein universelles Schlüsselwort, das schlicht und einfach alles bedeutet. Die Schöpfung besteht aus Liebe, alles was passiert, geschieht aus Liebe. Wir sind hier allen anderen Worten, die in diesem Text, in diesem Zusammenhang folgen, ganz nahe. Sie bedeuten alle letztendlich dasselbe: Liebe.

Denn das, was diese unbeschreibliche Liebe des Schöpfers zu jedem einzelnen seiner Geschöpfe ist, beinhaltet die Freude, den Frieden. In diese Liebe setzten wir unser Vertrauen, ihr sind wir dankbar, für die Fülle des Lebens, das uns umgibt. Schön ist es, dieses Pulsen der Schöpfung bewusst zu verspüren, ein ehrfurchtsvolles Staunen bemächtigt sich unser. Einher mit der Erkenntnis, dass der Schöpfer nur Liebe ist, alles was passiert, also nur aus Liebe geschieht, gehen Kreativität, Inspiration, das Schöpfen aus einer Quelle, die über den Realitäten steht, die doch nur zusammengepfuschte Illusionen des Ego sind. Liebe ist der Schlüssel zu den Universen, zur Schöpfung des Schöpfers, die eins mit allem ist. Es ist das Wort der ungeheuren Macht, aus seiner wahren Bedeutung entspringt ganz einfach alles. Darum sind Illusionen, Meinungen, unser Denken, welches irgendwelche Dinge, Situationen, Umstände angeht, die uns vielleicht Leiden machen, unwichtig, denn sie passieren aus der Liebe des Schöpfers zu seinen Kindern, die eins sind mit ihm. Es gibt nichts Negatives, denn alles passiert aus Liebe. Die Liebe die gemeint ist, geht über alle Formen, die vergänglich sind, hinaus. Der Tod ist lediglich die Bestätigung der Vergänglichkeit von Formen. Nie aber würde der Schöpfer in seiner Liebe ein Sterben, Leiden in der Form, wie wir es wahrnehmen, in unserem trennenden Denken, zulassen. Gott ist ewig, darum auch wir. So kann es keinen Tod geben. Nur eine Form löst sich auf, geht hin zu der ewigen Quelle, die sich außerhalb all der Illusionen befindet, geht in die Liebe. In das Licht der Liebe des Schöpfers. Das ist kein Grund zu trauern, ganz im Gegenteil. Sieht man die Wahrheit, ist dies ein Grund zur Freude. Denn was kann herrlicher sein, als die allumfassende Liebe Gottes, des Schöpfers, der sich ganz stark in Mutter Erde manifestiert. So ist diese Liebe auch ein Trost, wenn wir der Vergänglichkeit der Form nahekommen. Wir sind gewiss, der Verstorbene kehrt in diese Schöpfung, die Liebe ist, heim. Das ist Grund zur Freude. Die Liebe ist das, was die Welt ausmacht. Liebe bedeutet unbedingte Ganzheit. Sie vereint alle Widersprüche, deckt deren Sinnlosigkeit, ja Nichtexistenz auf. Liebe ist vollkommen ganz.

Die Welt besteht aus Liebe, sie ist erfüllt von ihr. Unser einziger Fehler ist, dass wir sie, die wir ganz selbstverständlich in uns tragen, denn wir sind Teil der Schöpfung und die Schöpfung ist die Liebe, nicht erkennen zu können, geblendet von unserem Denken, dass die Illusion für wirklich hält. Unser Denken, dass die Wirklichkeit, die pure Liebe nicht erkennen kann, hat sich selbst die Augen verbunden. Es greift sich, je nach Situation, irgendwelche Dinge aus der Erinnerung, der Vergangenheit, setzt damit ein Ego zusammen, dass die Welt und das Leben nur unter den Prämissen dieser Erinnerung und den „logischen Schlüssen“daraus sieht. Dass all diese Eindrücke, begründet in der dualistischen Anschauung der Dinge, der Einteilung in Gut und Böse etc. letztenendes nur pure Phantasie sind, dringt nicht in das unbewusste Denken ein. So entsteht eine Welt, die augenscheinlich ohne Liebe ist. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Hinter all dieser negativen Projektion steht die Schöpfung. Sehr einfach: Da die Schöpfung die Liebe selbst ist, die alles ausfüllt, kann ihr Erschaffen auch nur Liebe sein. Alles also, was passiert, – der Wille der Schöpfung, – geschieht aus purer Liebe. Auch, wenn wir es aus unserem begrenzten Verstand, unserer eingeschränkten Erkenntnis absolut nicht erkennen können. Doch ist diese Erkenntnis der allumfassenden Liebe vollkommen zwangsläufig. Das kann uns ein gewaltiger Trost sein. Ein wesentliches Merkmal dieser Liebe ist, dass sie ja keineswegs einseitig ist. In dem Maße, in dem diese Liebe gelebt, weitergegeben wird, kehrt sie zurück, wird die hervorragende Liebe der Schöpfung deutlich, bezogen auf den einzelnen, der insoweit kein Individuum, sondern Teil der Schöpfung, der Liebe schlechthin, damit unsterblich ist. Die Liebe der Schöpfung zu ihren Kindern ist ewig und unbegrenzt. In dieser vollkommenen Liebe gibt es keine Schuld, kein Leid, keine Vergangenheit und darum auch keine Angst. Diese Liebe der Schöpfung findet sich lediglich in der Wirklichkeit des „Jetzt“.

Das, was in einer blinden Gesellschaft, das „Ich“ ausmacht, dass sich über Formen definiert, das Ego, kann im absoluten „Jetzt“ nicht existieren. Der Grund ist, dass es von unserem Denken erschaffen ist. Dieses Ego setzt sich zusammen aus Fragmenten der Vergangenheit, Erinnerungen, Erfahrungen, Lektionen in der Welt der Formen. Diese Bezugspunkte, reine Illusion aus der Vergangenheit, benützt es, um die Zukunft zu deuten. Die Gegenwart wird überbrückt. Sie ist nur der Wartesaal für die Hirngespinste aus der Vergangenheit, die die Zukunft beeinflussen sollen, Angst generieren. Die Gegenwart, erkennt man sie als solche, ist das absolute, angstfreie, von der Vergangenheit nicht beeinflusste „Jetzt“- die Liebe. Denn Liebe ist angstfrei. Ganz einfach weil sie unbeeinflusst im Jetzt stattfindet, wie alles, was Schöpfung ist. Angst kommt immer aus dem Erfahrungsschatz der Vergangenheit, der in die Zukunft projiziert wird. Das Verstehen wirklicher Liebe, der Liebe der Schöpfung zu ihren Geschöpfen, liegt nur offen, wenn man sich von der Vorstellung trennen kann, dass irgendein Wesen, das eine Schöpfung des Schöpfers ist, irgendeine Schuld tragen könnte. (Wie könnte dies sein? Dann wäre die Schöpfung selber schuldig?) Lediglich wenn man dies erkennt, ist man in der Lage die Universalität, die schier unvorstellbare und unerklärliche, alles ergreifende, übergreifende Liebe zu verstehen. Damit hat das Ego nichts am Hut. Es wird sich mit aller Entschiedenheit wehren. Denn die Ängste, die ahnungsvollen Blicke in die Zukunft sind das, aus dem es sich definiert. Das Ego, das sich der Formenwelt ergibt, kann den Hintergrund, der keine Dimension hat, der die Hierarchien sprengt, nicht oder nur sehr selten erkennen. Manchmal leuchtet das Licht der Schöpfung vage durch den Nebel, den das Ego erzeugt. Vielleicht beim Anblick eines Sonnenaufganges im Gebirge, vielleicht wenn man bei der Geburt eines Lebewesens anwesend ist. Dieses Pulsen des Lebens, der unbedingten Liebe, gilt es zu vergegenwärtigen, auszudehnen, weiterzutragen. Schuld ist Illusion. Im Jetzt sind wir schuldlos. Die Gesetze, die uns für schuldig befinden, haben nie existiert. Sie sind so wahnsinnig, wie das, aus dem sie entstanden sind. Im ewigen Jetzt haben sie keine Bedeutung. Die Schöpfung ist größer als jeder Makel, sie nimmt ihre Geschöpfe nur als das an, was sie in Wirklichkeit sind. Ihre Kinder. Die Schuld, die durch die Illusionen der Vergangenheit manifestiert ist, gehört nicht zu dem, was ihre Kinder wirklich sind, darum hat sie keine Wertigkeit. Alles was ist, ist unbedingte Liebe. Nachdem die Schöpfung pure Liebe ist, ist alles, was aus ihr heraus passiert, auch in der Welt der Form, die ja auf der Schöpfung beruht, reine Liebe. Wenn wir aus dem, was passiert, in der Welt der Formen, einen anderen Beweggrund sehen, außer der wahrhaften Liebe Gottes, sind wir noch gefangen in der Welt der Formen, haben wir uns noch nicht vollkommen getrennt von der Trennung, sind wir noch ohne die Hingabe an das Jetzt, schöpfen mit unserem Ego aus der Vergangenheit, kreieren wir Leid und Sorge, Schuld. Wenn wir nicht verstehen, aus welchem Grund die vielleicht grausamsten Dinge passieren, müssen wir sie hinnehmen, so wir nichts tun können sie zu beenden. In der Gewissheit, dass es genauso wie es ist, der Wille der Schöpfung ist. Und wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass der Wille der Schöpfung immer und ewig die absolute Liebe ist, auch wenn wir dies nicht mit den Dingen, die passieren, in Einklang bringen können. Die Schöpfung ist unfehlbar in ihrer allumfassenden Liebe.

Liebe ist Fülle. Sie ist, da sie die Schöpfung selbst ist, unendlich groß, sie dehnt sich aus. Wer in der Lage ist, sie zu erkennen, sieht, dass sie alles vereinnahmt. Sie durchdringt die stärksten Mauern, weil für sie die Mauern gar nicht existieren. Es ist die Rede von der Liebe der Schöpfung zu dem, was erschaffen ist, als Teil der Schöpfung. Was könnten die Schöpfungen der Schöpfung anderes tun, als zu erkennen, dass sie vom Vater, Mutter Schöpfung als Teil ihrer selbst geliebt werden? Dass diese Liebe jetzt, im Augenblick da ist, dass man sie nicht suchen braucht, weil sie Teil jedes Kindes der Schöpfung ist. Es gilt lediglich, sie endlich zu erkennen. Doch das Ego, dass mit seinen Erinnerungen aus der Vergangenheit, die es in die Zukunft projiziert, um die Gegenwart zu verdecken (die Gegenwart ist nur noch der Ort um auf die Zukunft zu warten), kennt die wahre Liebe nicht, denn die hat nichts mit ihm zu tun. Das Ego würde im Licht dieser mächtigen, allumfassenden Liebe nicht mehr existieren, es würde schlicht seine Bedeutung verlieren, besser eine Neue erlangen: überhaupt gar keine. Im Licht der Liebe sind wir alle vollkommen unschuldig. Denn so hat die Schöpfung uns aus sich selbst heraus erschaffen. Liebe ist die vollständige Unschuld. Da die Schöpfung Liebe ist, können wir als ihre Kinder nichts anderes sein. Dies aber wird nicht erkannt, von den von Machtgier, Geiz und anderen Unarten der Gesellschaft blind gewordenen. Sie haben sich von der Schöpfung getrennt, sind der Ansicht, sie wären in der Lage, irgendwelche Ziele zu erreichen, in ihrer so stark eingegrenzten Welt. Sie trennen sich selbst vom Universum, von der Liebe, weil sie sich von Kleinheit beeindrucken lassen. Sie halten fest an Formen, sind enttäuscht, wenn sich herausstellt, dass diese äußerst vergänglich sind. Zumeist begeben sie sich dann in das nächste Formenbild, ohne auch nur einen Augenblick inne zu halten. Es gibt jedoch ebenso Momente, in denen offensichtlich und klar wird, wie belanglos Formen sind, dass Vergangenheit und Zukunft nur Illusionen, Einbildung unseres Ego sind. Die sind im absoluten Jetzt, dem Moment, dem Augenblick zu finden. Nur das Ego schafft eine Vorstellung, ein Denken, dass den Tod beinhaltet, die Schuld, die Angst vor dem Tod, vor der Hölle. Die Schöpfung lebt das ewige Leben. Die Schöpfung hat mit Vergangenheit und Zukunft nur soviel zu tun, als dass sie diese Begriffe vollkommen unnötig macht. Sie existieren für die Schöpfung nicht. Denn sie ist im Jetzt. Im vollkommen reinen, unschuldigen, liebevollen Jetzt. Liebe schließt alles Negative aus. Kann den Liebe Sünde sein? Eben das ist nicht der Fall. In der Liebe, die gemeint ist, die nichts mit dem zu tun hat, was wir vielleicht in einer Begegnung von Körpern zu sehen glauben, in dieser Liebe, die allumfassend und allbedeutend ist, spielt diese Welt des Wahnsinns, welche unser Ego erschaffen hat, nur noch die Rolle, die ihr als Illusion gebührt – sie hat nie existiert. In der Liebe vergehen alle Dualismen, sie ist „Eins“. Sie löst die Gegensätze, die Trennung von von ihr, also die Trennung von der Schöpfung, in ihrem alles überstrahlendem Licht auf. Sie liegt in uns. Sie ist die wirkliche Quelle für unsere Existenz, für unser Sein. Nicht das, was wir mit unseren begrenzten Sinnen, unserem genarrten Denken meinen. Die Liebe wandelt die Illusionen nicht. Sie verdeutlicht lediglich, dass sie nie existiert haben können. Das passiert durch die Erkenntnis der Liebe. Wer sie nämlich nur verspürt hat, wen sie nur gestriffen hat, dem geht auf, dass angesichts ihrer zeitlosen, formlosen Allmacht, ihrer Allgegenwärtigkeit, ihrer endlosen Ausdehnung, die weder Zeit noch Raum kennt, alles andere zwangsläufigerweise, vollkommen ohnmächtig dieser Präsenz, die gleichzeitig, weil sie alles ist, auch Nichtpräsenz darstellt, zugeordnet ist. Es existiert nur eine Wahrheit. Das ist die Liebe. Wir sind von ihr umgeben, durchdrungen. Nur gibt es allzu viele Menschen, die dies nicht sehen können. Sie suchen die Liebe vergeblich in der Form. Und wenn sie denken, sie hätten sie gefunden, wird sie ihnen jäh durch die Vergänglichkeit jeder Form entrissen. Die wahre Liebe, die unangreifbare, ewige Liebe liegt jenseits aller Form. Aller Norm.

Freude

Die pure Freude am Dasein, wenn ich erkannt habe, dass alles Liebe ist. Das es nie einen Konjuktiv gab, noch geben wird! DAS FUNKTIONIERT NICHT! Alles ist im Jetzt. Die Freude über die Schöpfungen Gottes. Die Freude, dass ich sein darf, die Freude, dass ich mich auf immerdar beschützt fühlen darf, dass mir die Welt, wie sie von den Menschen gemalt und gelebt wird, nichts mehr anhaben kann. Dass ich die Wahrheit erkennen darf, dass ich dieses Empfinden auch körperlich verspüre, als eine Quelle des Wohlbefindens, des inneren Friedens. Die Freude, dass sich alle Sinnlosigkeit aufgelöst hat, die Freude eines kleinen Kindes, das sich an die Mutterbrust kuschelt, warm und weich, in absoluter, gewisser Sicherheit. Die Freude über die tiefe innere Zufriedenheit, die Offenbarung über die Wahrheit der Formen, die Freude über die Gewissheit, dass es keinen Tod gibt. Freude über die Erkenntnis dessen, was durch alle Religionen hindurch die absolute Gültigkeit hat, Freude darüber, zu erkennen, dass die Erkenntnis bei uns, in uns ist. Vor unseren Augen. Ohne irgendwelche Rätsel. Zum Greifen nahe. Mit dieser Freude ist die Liebe, der Frieden, ganz eng verknüpft, sie sind eines. Das gilt für die anderen im Text behandelten Wörter immer gleichermaßen. Sie sind jedes für sich Schlüssel, einen sich jedoch in ihrer Tiefe. Dort ist die Quelle – die Liebe. Was kann sich je messen an der Freude des Lebens, die in jeder einzelnen Pflanze leuchtet, in jedem Lebewesen? Eine unbändige, nicht zu greifende Kraft, die Leben auch in noch so erdrückenden Situationen gedeihen lässt, die über allem steht, weil sie das Bewusstsein selber ist, welches so sehr im Jetzt verwurzelt ist, dass sie keine Angst kennt.

Freude ist wie jedes der behandelten Wörter frei von Sünde. Die Freude, also die Freude, die der Schöpfer, die Schöpfung gerne geben will, ist allumfassend. Schuld oder Sünde, Angst, Verzweiflung oder Depression haben keinen Platz in ihrer Gegenwart. Die Freude ist wirklich, Schuld und Sünde, die pure Illusion darstellen, haben in ihr, die sie die Wirklichkeit ist, nie existiert. Sie sind als solches erkannt. In dieser Freude, mit dieser Freude, einer ungewöhnlichen Hellsichtigkeit der Natur gegenüber, mit der wir staunend, voll Ehrfurcht die Schöpfung betrachten, erkennen wir die Liebe, deren Teil wir sind, legen unser Vertrauen in diese Liebe, erleben sie vollkommen bewusst. Aus dieser Sicht, aus dieser Wahrheit, die wir nicht mit unseren Sinnen, unserem Denken wahrnehmen können, die uns erleuchtet, dieser Bewusstheit, ergeben sich Kreativität, Inspiration, Achtsamkeit, Mitgefühl und tiefe Dankbarkeit diesem jede Vorstellung übertreffenden Schöpfer gegenüber. Diese Freude am Leben ist heilig. So wie es ein jeder von uns ist. Die wahre Freude, mit allem anderen Positiven eins, ist nicht mit Mitteln der unbewussten Kommunikation zu erklären, zu erfassen. Wer diese Freude verspürt, merkt, dass sie über aller unbewussten Erfahrung, allen Trugbildern des Egos steht, sie durch ihre Anwesenheit zu dem Nichts macht, das sie immer waren. Diese Freude hat nichts gemein mit Vergangenheit oder Zukunft, sie existiert, weil sie Sinn der Schöpfung ist. Und die Schöpfung ist ohne und über aller Zeit, darum ist sie Jetzt. Im Jetzt aber gibt es keine Vergangenheit, also keine Sünde, und auch keine Zukunft, also keine Angst.

Frieden

Was anderes als Frieden kann die Liebe wollen, die uns alle, die alles erschaffen hat? Was anderes als Liebe ist der Frieden? Der universelle Frieden, der Frieden, der aus einer Nichtdualität der Dinge kommt, der Einsicht der Menschen, dass aus dem geteilten Denken nur Zwietracht entstehen kann, ist nicht zu trennen vom Leben, von der Schöpfung. Wie jedes Wort die anderen Wörter beinhaltet, so steht Frieden selbstverständlich ebenso für alle anderen hier angesprochenen Wörter. Frieden ist Freude, ist bewusstes Erleben der Schöpfung, das Verweilen im Jetzt, das Vertrauen, dass die Schöpfung allmächtig ist und wirklich alles aus purer Liebe des Schöpfers zu seinen Söhnen, seinen Töchtern passiert. Die Kreativität, die Inspiration, die gefunden wird, wenn der Frieden mit sich selbst gefunden ist, der innere Friede also. Die Gewissheit, das nichts geschieht, was nicht aus Liebe geschieht.

Der Frieden, der tatsächliche Gültigkeit besitzt, aber hat nichts zu tun mit dem, was das System, die denkenden, unbewussten Wahnsinnigen darunter verstehen. Der Friede der Schöpfung ist absolut. Nichts aus dieser Welt der Dualismen, die Unfrieden erst möglich machen, hat Bestand vor dem Frieden, der Liebe, der Freude, dem Vertrauen, das die Schöpfung, die in jedem von uns, als die Kinder der Schöpfung, steckt, anbieten kann. Frieden, das heißt Schuldlosigkeit, frei von Schuld das zu sehen, was hinter den Schleiern der Blindheit, der Ängste, welches das Ego mit der Vergangenheit heraufbeschwört, die Wahrheit ist. Die grenzenlose Liebe der Schöpfung zu ihrem Ebenbild, die ewige Wahrheit, die sich nicht mit Dingen abgibt, die negative Projektionen aus der Vergangenheit sind, die weiß, dass ein Bild der Zukunft nur ein eingebildetes Bild ist, das nie Realität wird. Ein Bild des Ego, das immer von der Vergangenheit zehrt, weil es das Licht des Jetzt, den Glanz der Liebe zu dem, was wir sind, was uns geschaffen hat, nicht ertragen kann. Und in dieser gleißenden Helligkeit zu Staub zerfällt. Hier, in diesem Augenblick, liegt der wahre Friede. Ohne Vergangenheit keine Fehden, keine Feinde. Stille, stattdessen. Denn das vollkommene Jetzt ist die Schöpfung selber, die keinen Raum kennt, da sie der Raum selber ist. Da ist Frieden. Der Frieden, der in jedem von uns geborgen ist.

Achtsamkeit

Achtsamkeit ist der Weg in die Bewusstheit. Nur wenn ich dieses Wort in seiner Gesamtheit verinnerliche, bejahe, bin ich auf dem richtigen Weg. Achtsamkeit, das heißt, sich im Augenblick, im „Jetzt“ zu befinden.Das meint, das derjenige, der seine ganze Aufmerksamkeit auf den Moment fokussiert, weder von Vergangenheit noch von der Zukunft tangiert wird. Jetzt ist jetzt ist Leben. Nichts sonst. Mit Achtsamkeit, mit Aufmerksamkeit dem Augenblick gegenüber, ist es möglich, sich von allen Ängsten, die ja aus Erinnerungen und Gedankenbildern, also Illusionen bestehen, zu lösen. Mit dieser Achtsamkeit entzündet man ein Lichtlein, das Licht des Bewusstseins. Wer sich ganz bewusst und achtsam im Jetzt bewegt, der kennt keine Ängste, denn die Reinheit des Bewusstsein ohne all die formalen Anhaftungen, deren Konsens nun einmal die dualistische Anschauung von Vergangenheit und Zukunft, von Gut und Böse und vielen anderen grundlegenden Faktoren, die alle mit Form und Dualismus, mit Trennung zu tun haben, beinhaltet, sieht diese Ängste nicht mehr, denn sie existieren nicht. Sie sind nichts. Illusion. Achtsamkeit ist Reduktion auf das Wesentliche. Kein Verleugnen der Realität. Die Realität, die wir leben, ist Schall und Rauch, nichts als ein gigantisches Missverständnis. Es gilt, mit aufmerksamer Wachsamkeit die Wunder der Welt zu betrachten. Wer sich in achtsamer Weise den Blütenkelch einer Blume ansieht, sich sozusagen in die Pflanze hineindenkt, all die feinen Strukturen erkennt, der wird mit entsprechender Achtsamkeit den großen, phantastischen Zusammenhang erkennen, der die Welt und die Schöpfung, die Universen und Galaxien zu einem großen, unteilbaren Ganzen einem „Da ist nichts als Liebe.“macht. Die wirkliche Achtsamkeit führt uns ins „Jetzt“ und nur hier ist die Wirklichkeit. Im Jetzt, dass wir durch die absolute Achtsamkeit erkennen, gibt es keine Vergangenheit und Zukunft. Das heißt zwangsläufigerweise, dass im Jetzt auch keine Ängste existieren, denn die generieren sich aus all dem, was sich das Ego aus der Vergangenheit zusammen gesammelt hat, um daraus ein „Ich“ in der Welt der Formen, der verrückten Welt, die sich die Menschen mit ihrem Denken erschaffen haben, zu formen. Doch im Jetzt fällt dies weg. Da gibt es diese Vergangenheit nicht. Alles reduziert sich auf den Augenblick. Das ist Präsenz. Aus dieser Präsenz des Augenblickes heraus, des wirklichen Jetzt, ist es möglich, sehr distanziert und mit großem Überblick, ganz neutral und unbeeinflusst, nicht tangiert von irgendwelchen Ängsten aus der Vergangenheit, nicht fixiert auf die Zukunft, entspannte Entscheidungen in der Welt der Formen treffen. Die Achtsamkeit im Jetzt bezieht sich ebenso auf jede Tätigkeit, der man nachgeht. Vielleicht ist uns das Bild des Zen-Schülers, dem sein Lehrer befiehlt, den sauberen Hof zu kehren, ein Begriff. Hier wird die Idee, das „Prinzip“der Achtsamkeit sehr deutlich. Es geht nicht um die Tätigkeit des Kehrens. Wer im Jetzt, seine Aufgabe achtsam, im Sinne des Schöpfers, damit in Einklang mit sich selbst vollbringt, wird die Zukunft nicht achten. Hier begegnen uns die beiden Wörter Kreativität und Inspiration, über die wir in der Folge noch reden werden. Die Zukunft ist immer das Jetzt. Will heißen, sie existiert genauso wenig wie die Vergangenheit. Das ist der Anspruch der Liebe und Freude. Sie lassen sich nicht mit den Ansprüchen von Sünde oder Schuld vereinbaren, die vom Ego aus der Vergangenheit zur lebensechten Projektion gestellt werden. Die Achtsamkeit, die vollkommene, unbeeinflusste Aufmerksamkeit, lässt uns das Jetzt erleben, in dem Schuld, Sünde und Angst, damit der Tod, nie existiert haben. Sie werden als das erkannt was sie sind, nämlich Trugbilder. Sie lösen sich in Nichts auf, zögerlich vielleicht, doch stetig. Denn dem Licht der Schöpfung genügt das kleine Loch, dass du ihm in deiner Egowirklichkeit gewährst. Durch diesen Spalt wird das Licht in dir immer heller strahlen, unausweichlich. Und das Ego wird sich in geruchlosen Dunst auflösen. In der Achtsamkeit ist das Ego zum Schweigen verurteilt. Hilflos muss es zusehen, wie du es entkleidest, seine Nichtexistenz entblätterst. Wahrhaftig, du kannst jedes der Worte, die dir hier aufgezeigt sind, gegen die Unbewusstheit und das Chaos, den Tod, den das Ego dir gedanklich aufgezwungen hat, wie ein Schwert benützen! Näherst du dich der wahren Bedeutung dieser zusammengesetzten Buchstaben, wird das Ego sich wehren. Unterschätze es nicht! Es wird alle Macht, die dich in der Vergangenheit halten soll, aufwenden. Doch entschließt du dich, statt mit und aus der Vergangenheit, im Jetzt zu leben, dem vollkommenen Jetzt, vergehen alle die Dinge, die sich zum Irrsinn deines Lebens zusammengeschoben haben. Alles was notwendig ist, ist die Achtsamkeit. Vollkommene Achtsamkeit im Jetzt. Je mehr du dich im Jetzt befindest, desto einfacher fällt es dir in deinem Denken – ja das ist der Weg – die Vergangenheit auszulöschen. Ein gewaltiger Schritt, gegen den du dich sicherlich mit deinem Verstehen der Welt stemmen wirst. Mit aller Kraft, ohne dass du dich dagegen wehren könntest. Doch wenn du nur verstehst, wenn du nur die Ahnung hast, dass da noch mehr ist, als das Ego anbietet, nämlich Tod und Leid und Schuld und Trauer, Angst, wenn du nur ganz vage die Bereitwilligkeit spürst, dich einem „Mehr“ zu öffnen, mit der Achtsamkeit der Liebe , Freude, Dankbarkeit, dem Frieden, dann hast du das Fensterchen schon geöffnet – alles Weitere wird ganz ohne dein Zutun passieren. Das Tor zur Liebe, dass du geöffnet hast, wird nie mehr geschlossen werden. Und die Achtsamkeit der Liebe wird dich ins Vertrauen ziehen.

Bewusstheit

Dieser Begriff der Bewusstheit ist mit jedem anderen der Worte, die hier zur Sprache kommen, verknüpft. Die bewusste Aufmerksamkeit, das Dasein in sich selbst. Zu verspüren, dass alles zusammengehört, das ist Bewusstheit.
Ein Weg zu einem bewussten Empfinden des Seins, ist die Meditation. Wenn die falschen und störenden Ströme, die das Ego sich aus vergangenen Erinnerungen schlussfolgert, nicht mehr interessant sind, weil nichtig, wenn das Denken sich auf das „Jetzt“ konzentriert, dann wird Bewusstheit aufkeimen. Ist das Tor einmal aufgetan wird es sich nicht mehr schließen, vielmehr werden immer neue Tore sichtbar, ein Weg, der letztlich zum Begreifen führt.
Es ist überhaupt nicht schwer, einen Zustand der Bewusstheit herzustellen. Es genügt, wenn wir uns zur Gänze auf unseren Körper oder auch nur einen Teil unseres Körpers konzentrieren. Bekannte Methoden, beispielsweise autogenes Training, die Muskelentspannung nach Jakobson, sind ausgezeichnete Übungen, um einzusteigen. Mit der Zeit wird eine andere Begrifflichkeit der Welt deutlich. Irgendwann erkennt das aus der Schöpferkraft entstandene in dir, das die Lösung nicht in dem liegen kann, was menschliches Denken ist. Wäre dem so, würden wir in einem Paradies leben. Was das menschliche, unbewusste Denken tatsächlich erschafft, erkennen wir, wenn wir uns die Erde und die Menschen betrachten. Das, was da passiert, hat bestimmt nichts mit Liebe, also der Schöpfung, wie sie in Wirklichkeit ist, zu tun. Krieg, Hunger, Folter, Gier, Machtbesessenheit.
Bewusstheit, das heißt, sich in die Hände der Schöpfung, so wie sie ist, so wie man selber ist, fallen zu lassen. Das bedeutet, sich auf das absolute Jetzt einzulassen, das Jetzt, in dem es weder Vergangenheit noch Zukunft gibt. Das so unmittelbar ist, dass es nicht für die Angst oder irgendein Leiden taugt. Erreicht man dieses Jetzt, erkennt man die Unsinnigkeit jeder Überlegung, erkennt, dass sie aus Fragmenten von Erfahrungen oder Leid in der Vergangenheit bestehen. Das Leben ist ein Mosaik – du bist in der Lage das Ganze zu sehen. Darum haben diese Fragmente aus der Vergangenheit (vergangen!) im Jetzt keine Bedeutung. Im Jetzt ist das Denken still. Das was zu sehen ist, wird ohne Urteil, ohne Positivismen oder Negativismen aufgenommen. Es gibt keine Dualität, die Meinung bedeuten würde. Doch gerade diese Meinungslosigkeit ist es, die Meinung darstellt und verwirklicht. Bewusstheit meint letztlich, die Schöpfung in Schwester und Bruder zu erkennen. Zu erkennen, dass sie schuldlos sind, denn all die Schuld ist nur Illusion. Wie kann ein Kind der Schöpfung unvollkommen sein, wie kann es schuldig sein? Bewusstheit ist das Erkennen, dass die Welt, so wie ich sie durch die Brille meines Egos sehe, nichts anderes als eine sehr, sehr hohle Projektion ist. Ich befrachte mich, mit all den Vorurteilen, die ich gesammelt habe, so arg, dass ich oft unter dieser Last, die mir ja das Leben angeblich aufbürdet, zusammenzubrechen scheine. Könnte ich doch nur erkennen, das all dies Leid nicht von der Schöpfung gewollt ist. Wie kann die absolute Liebe das Leid wollen? Das Leid entsteht durch die falsche, die denkende Betrachtung von Prämissen, die aus puren Irrsinn geschaffen worden sind. Bewusstheit ist die Existenz in der Erkenntnis, das alles Eins ist. Bewusstheit impliziert die absolute Liebe. Sie ist ein sanftes Verschmelzen aller Dinge – hin zu einer Bedeutung, einem Sinn und Zweck und einem Gefühl.

Dankbarkeit

Das Wort Dankbarkeit beinhaltet nicht schlicht die Dankbarkeit einer anderen Person, Gesellschaft, Institution, Sache gegenüber. Wie alle die Wörter, die angesprochen werden, umfasst es vielmehr jede Dankbarkeit dieser Welt. Und ist wesentlich mehr. Denn es ist nicht nur die Dankbarkeit gegenüber der Tatsache, dass man als menschliches Wesen, mit Intelligenz begabt leben darf, sondern vielmehr auch der unermesslich schönen Umgebung, diesem einzigartigen, unerschöpflichen Lebensraum der Natur, in der wir dieses Leben leben dürfen, gegenüber. Es ist ein Dankeschön dafür, dass wir erkennen dürfen und können, wie wunderbar die Schöpfung Gottes, des Schöpfers, oder wie man auch immer nennen will, zusammenspielt. Nie fehl geht. Wie ein gigantisches Puzzle existiert, mit immer kleineren Facetten, das doch auf ganz selbstverständlich und auf „göttliche“ Art und Wiese zusammenpassen. Immer. Alleine deswegen, weil man diese Sicherheit hat, dass immer alles Sinn macht, auch wenn es im Augenblick unsinnig oder negativ erscheinen mag, ist diese Dankbarkeit sinnvoll und sie erinnert uns jedes mal daran, wie wunderschön das Leben, die Natur, die Dinge, die Formen, auch die menschlichen Errungenschaften sind. Wir sind dankbar für die Faszination des Lebens, die wir jeden Tag neu erleben dürfen. Dazu kommt, wie anfangs erwähnt, jede kleine Dankbarkeit, die wir im Alltag erleben, wird durch eine solche Selbstverständnis über die Dankbarkeit dem Leben und der Schöpfung gegenüber, potenziert, reiht sich nämlich nahtlos ein, in die sozusagen übergeordnete Dankbarkeit. Obwohl hier von Ordnung oder Hierarchie keine Rede sein kann, denn diese Dankbarkeit ist allumfassend, keineswegs dualistisch, also niemals für irgendeine Hierarchie geeignet, umfasst sie dies. Sie ist allumfassend. So sehen wir ein riesiges Stück dieser Dankbarkeit, wenn wir irgendjemand etwas Gutes tun. Am Ende, verinnerlichen wir diese Dankbarkeit tatsächlich, sind wir selber das Gute, unser Tun und Lassen in der Welt wird Dankbarkeit bewirken, in jede Richtung, wir genieren sie, sind sie selber. Es gilt Danke zu sagen für die unendlich vielen Möglichkeiten, die uns die Natur, die Schöpfung bietet. In jedem kleinen Ding.

Wir sind dankbar für die kleinen Erfolge, die Fortschritte, die wir bei den Projekten machen, die aus dem Herzen kommen. Wir sind dankbar für ganz einfache Dinge, wie der Tatsache, dass wir ein Dach über dem Kopf haben, dass wir ein weiches Bett haben, genügend zu essen und zu trinken, eine Arbeit, Geld. Dass es uns als Mitteleuropäern besser geht, als den Menschen auf jedem anderen Erdteil des Globus. Wen wir diese Dankbarkeit durch den Tag tragen, in unser Leben integrieren können, dann sind wir auf dem Weg. Alleine dieses Wort kann schon Wunder bewirken.

Doch, man beachte, es ist keineswegs die Dankbarkeit die aus der Paarung Undankbarkeit-Dankbarkeit heraus entsteht. Die Dankbarkeit, die hier gemeint ist, steht über solchen Kleinlichkeiten. Sie ist allumfassend. So gehört also auch die Undankbarkeit zu ihr. Diese Dankbarkeit ist durchdringend. Man ist für die kleinsten Dinge, die man mit seinem Körper, seinen sensitiven Möglichkeiten erfassen kann, egal ob die winzig kleinen, doch wundervoll gestalteten Sporen einer Blume oder die Begegnung mit einem Penner oder genauso einem Durchschnittsmenschen in der U-Bahn dankbar. Hierfür, für die Tatsache, dass wir in der Lage sind, dies zu erleben, interpretieren zu können, daraus zu lernen in der Lage sind, ist so viel Dankbarkeit wert, wie wir nur aufbringen können. Aus dieser gelebten Dankbarkeit heraus, die ja auch andere Dinge im Leben beeinflusst, entsteht wiederum Dankbarkeit, entstehen Dinge und Geschehnisse, für die wir erneut dankbar sein können. Die Dankbarkeit potenziert sich. Das wahrhaft Interessante ist, wenn wir diese alles durchdringende Dankbarkeit umfassend leben, werden wir nie mehr materielle Probleme haben. Aus der absoluten Dankbarkeit heraus werden wir alles erhalten, was wir benötigen. Denn Dankbarkeit schließt beispielsweise Gier aus. Und Gier ist der Schlüssel zum Misserfolg. Dankbarkeit verlangt auch Aufmerksamkeit für das Leben. Denn würden wir nicht aufmerksam, achtsam durch das Leben gehen, könnten wir die unendlich vielen Ursachen, dankbar zu sein, überhaupt nicht erkennen. Unser Leben ändert sich auch grundlegend, was so ein Wort wie Freundlichkeit angeht. Wer dankbar ist, wird dabei freundlich sein. Werden die Leute freundlich behandelt, danken sie das – mit Dankbarkeit. Wo haben Depressionen Platz, wenn es so viele Dinge, Formen, Geschehnisse, Menschen, Tiere gibt, für die man dankbar sein kann? Haben die Ängste, die den Depressionen zugrunde liegen, denn noch irgendeine Chance, angesichts dieser Vielfalt an Dankbarkeit? Müssen sie nicht in Bedeutungslosigkeit versinken, angesichts der Großartigkeit, der allumfassenden Dankbarkeit, die wir empfinden können?

Die Dankbarkeit, von der hier die Rede ist, ist die Dankbarkeit an die Großartigkeit der Schöpfung. Es ist die Dankbarkeit für das Vertrauen, welches man, ganz egal was passiert, in dieses, unser menschliches Denken bei weitem übersteigendes, unendliche, absolute Schöpfungssystem haben darf. Es ist die Dankbarkeit, Teil dieser Schöpfung zu sein, ewig lebender Teil der Schöpfung, also ein lebender Teil des Schöpfers – denn der Schöpfer ist die Schöpfung selbst. So sind wir quasi dankbar für uns selbst, in dieser unendlichen Einheit, sind damit dankbar für alles. Denn wir sind Teil. Wir sind dankbar für die Liebe, die uns geschenkt wird, von der Schöpfung, der Natur, von Menschen.

Natürlich scheint es, in den Begriffen dieser Gesellschaft, vollkommen unsinnig, für, beispielsweise einen schwerwiegenden Verlust dankbar zu sein. Der Hinweis, dass man hier eine Gelegenheit erhält, es anders oder besser zu tun, die Tatsache, dass dieser Verlust Sinn macht, wird höhnisch klingen, wenn man ihn zu einem Betroffenen sagt. Doch auch hier ist die Dankbarkeit in das Vertrauen begründet, dass alles seinen unbedingten Sinn macht. Wenn dies passiert ist, egal, besitzt es trotzdem einen Sinn, der uns verborgen bleibt. Ist man mit dem Herzen bei der Sache und sie ist im Sinne des Schöpfers, wird aus dieser Illousion etwas Sinnvolles entstehen. Wir können also erkennen, dass wir uns mit der Verwirklichung des Begriffes Dankbarkeit in unserem Leben, aus der Dualität der Dinge erheben. Die Dankbarkeit, in den Allegorien, den Verständnissen des Gesellschaftssystems gesprochen, steht nicht nur über jeder Begrifflichkeit, sondern auch in ihr, um sie, durch sie hindurch. Alldurchdringende Wahrheit. Alldurchdringende Dankbarkeit. Allduchdringende Liebe. Was demjenigen, der sich noch nicht ganz in diese Dankbarkeit eingefunden hat, ganz bestimmt eine Unmenge an Ängsten bereitet. Er denkt, mit dieser Art von Dankbarkeit, die nichts mit Konventionen, Mechanismen, Moralismen und Gesetzen oder Regeln zu tun hat, die Kontrolle zu verlieren. Doch es ist ganz einfach: Hat man für, beispielsweise ein Projekt, alles getan, was man tun konnte, was die Situation zuließ, steht man also hinter der Sache, gibt es überhaupt keinen Grund, Angst zu haben, in irgendeiner Art und Weise, denn es macht ja alles Sinn. Wir fühlen nur Dankbarkeit für das, was aus dem, was wir erarbeitet haben, wird. Egal. Denn die Dankbarkeit, von der wir reden, steht über den schnöden Dinge des Alltages. Steht weit über materiellen Sorgen, steht sogar – weil wir ja, als Teil der Schöpfung – unsterblich sind, über dem Tod.

Beginnt man erst einmal, sich zu verinnerlichen, für wie viele Dinge, die man immer als selbstverständlich genommen hat, die man nicht einmal bemerkt hat, man dankbar sein kann, wird das Leben, das man bisher geführt hat, ganz andere, unerhörte Dimensionen annehmen. Mit diesem Hinschauen, dieser Achtsamkeit, dieser Bewusstheit, dieser Aufmerksamkeit für Dinge, Personen, Geschehnisse, Situationen, nähern wir uns der Quelle aller Dinge. Der Liebe. Dankbarkeit ist ein Teil der Liebe, Liebe schließt sie mit ein, so wie sie überhaupt tatsächlich einschließt.

Die Dankbarkeit entspringt der Liebe, sie sind eins, wie die Schöpfung und die Liebe eins sind. Das Gefühl der Dankbarkeit ist allumfassend, urgewaltig, ganz genau so wie es die wirkliche Liebe ist. Dankbarkeit für den Augenblick.
Die Dankbarkeit dem Leben gegenüber, die man dem Ego entgegensetzen kann, kann ihre Wurzeln durch in den Wirrnissen eben des Egos haben. Denn, auch wenn wir das so verinnerlicht haben, es ist eben nicht zur Gänze das Ego, welches unser Wahrnehmen bestimmt. Das sind diese Momente der Hellsichtigkeit, in dem wir uns mit dem Augenblick verbünden. In denen wir ganz deutlich die Anwesenheit von etwas verspüren, dass dem Ego ungeheuerlich vorkommt, weswegen es es in Fragmente zerlegt. Das ist sein Tun. Es zerbricht das Leben in Fragmente, die es, voller Unsinn, beurteilt.

Die Augenblicke des „Jetzt“ beinhalten jedes einzelne Wort, von dem hier berichtet wird. Sie sind erfüllt von einer Dankbarkeit der Schöpfung gegenüber, die alles, was das Ego zu sein schien, vollkommen unbedeutend gestalten. Diese Dankbarkeit, diese Liebe, dieses Vertrauen, die Bewusstheit auszudehnen, ist das Ziel der Schöpfung. Wenn wir uns bereit erklären, dies in unser Leben einzulassen, befinden wir uns auf dem Weg zu dem, als das wir geschaffen wurden. Sind wir auf dem Weg zu erkennen, das wir eins mit der Schöpfung sind, dass wir nicht getrennt von ihr sind. Wir erkennen, dass wir die Trennung in uns, schon von Anbeginn der Zeit überwunden haben. Denn Zeit hat für die Schöpfung keine Bedeutung. Das Ego jedoch benützt die Zeit um das, was es vertritt, vergänglich zu gestalten. Das Ego ist der Tod. Könnten wir nur erkennen, das dies die Fesseln sind, mit denen es uns bindet. Der dankbare Blick auf die Ewigkeit, die Allmacht der Liebe, die, da sie Schöpfung ist, in Ewigkeit und über allem besteht, lässt diese Version des Egos geradezu lächerlich erscheinen. Und ganz erstaunlich, das Glücksgefühl, das Erklärung ist und Erlösung, erkennt man, dass es da etwas oberhalb, unterhalb, neben, durch die herkömmliche Gedankenstruktur gibt, etwas unendlich Großes, in das wir uns vertrauensvoll begeben können.
Genauso groß wie die Liebe ist, die uns umgibt, ist auch die Dankbarkeit. Die Dankbarkeit, die aus unserem wahren Ich stammt, welches nichts mit dem Denken zu tun hat, und die Dankbarkeit der Schöpfung, die wir zurückerhalten. Sie wird mit allen anderem positiven, der Liebe, dem Mitgefühl, der Freude, dem Frieden, der Kreativität, der Inspiration, dem unendlichen Vertrauen, dem immerwährenden, ehrfurchtsvollen Staunen, der Achtsamkeit und Bewusstheit, dem Wissen im „Jetzt“ zur Wirklichkeit. Vollkommen angstfrei, schuldlos, ohne Sünde. Denn nur so existiert sie seit aller und keiner Zeit.

Vertrauen

Vertrauen in das Sosein. Man sagt, der Moment des Begreifens dieser Wirklichkeit, die nichts mit irgendeinem Wort zu tun hat, weil sie keine Worte benötigt, sei wie der Sprung von einem (in Wirklichkeit nicht existierenden) sicheren Untergrund in einen schwarzen, dräuenden Abgrund. Doch kaum hat man diesen Schritt getan, findet man sich auf einem goldenen Sockel wieder. Dem goldenen Sockel, der in dem Vertrauen auf die Schöpfung beruht. Dieses Vertrauen ist Hingabe, Akzeptanz des Soseins. Es ist das unumstößliche Wissen, dass meine wahre Existenz von unendlicher Liebe erfüllt ist. Diese über alles Denkbare hinaus gehende Liebe kann nichts mit irgendetwas eingebildeten zu tun haben. Da ist kein Platz für den Tod, für Leiden, Schmerz, Schuld, Rache, Sünde, Angriff. Die Liebe schließt dies aus. Diese Illusionen können für sie, die sie die reine Wahrheit ist, nicht sichtbar sein, da sie nie existiert haben. Diese reine, untrügliche, über alles erhabene Liebe ist es, der wir unser Vertrauen schenken, der wir uns öffnen, die wir bitten uns zu erfüllen – sichtbar zu werden. Denn in uns war sie schon immer, wir haben sie lediglich, vom Ego getäuscht, nur ansatzweise verspüren können. Doch wenn wir uns vertrauensvoll in die Hände der Schöpfung legen, an ihrer Brust den zarten Atem der unbedingten Liebe suchen, wenn wir alle Schuld, alles Negative, jede der eingebildeten Sünden, all unsere Aggressionen, die Angriffe, unser komplettes, erfundenes Leben in ihre Hände legen, in der Gewissheit, vom Sinn, von der Schöpfung in ewiger Liebe nicht nur umfangen zu sein, sondern vielmehr die Liebe selbst zu sein, in ihrer ewigen Ausdehnung, wird unser Rufen erfolgreich sein. Alles, was vonnöten ist, ist das Vertrauen. Ein Vertrauen, das, wie alles Positive der Schöpfung, 1000-fach zurückgegeben wird. Was spricht dagegen, in dieses Vertrauen zu investieren, dass die Erlösung ist? Stattdessen vertrauen die Menschen den Wahnideen des Egos, dessen Ziel doch in Wirklichkeit der Glaube an die Illusion des Todes, der Sünde, also der Ohnmacht Gottes ist. Sie sind der Überzeugung, das was sie, geleitet von Ideen aus der nicht existenten Vergangenheit, taten, die Liebe der Schöpfung beeinträchtigen könnte. Sie malen ein Bild der Schöpfung, der allumfassenden Liebe, dass durch Schuld, Leiden, Ängste, den Tod beeinträchtigt werden kann. Da es diese Erfindungen in der Liebe nicht geben kann, verwickeln sie sich immer mehr in deren Ausweglosigkeit. Dabei ist die Tür, das Tor immer vor ihnen, weit geöffnet. Doch ist es nicht möglich, dies wirklich zu erkennen, solange man verzweifelt versucht, sich aus Schuld und Sünde, Tod und Vergänglichkeit zu erklären, zu definieren. Die Liebe, deren unzweideutiger Teil wir sind, ist Eins und ewig, unsterblich, allumfassend. Die schmutzigen Federn der Negativität bläst ihr urgewaltiger Sturm hinfort in Nichts. Es ist dieses Vertrauen, die Möglichkeit all seine Schuld, die Ängste, die Trauer, die Sorgen in die Hände der Schöpfung zu legen. Sich darzubieten. Und sich selbst zurückerhalten in Liebe. Es ist ein Glücksgefühl, das aus dem Tiefsten unseres Seins kommt, als Antwort auf das, was die Schöpfung ist. Dieses sich hingeben, sich an die warme Brust der Schöpfung zu schmiegen, hat jede Ausdehnung, die wir zu geben bereit sind. Letztlich ist dieses Vertrauen ein Wissen, dass aus einer Quelle kommt, die das Ego mit jeder List und jedem Wahnsinn zu verbergen sucht. Denn dieses unumstößliche Wissen wird das, was das „Ich“ zu sein scheint, das „Ich“, welches sich über die Vergänglichkeit definiert, das sich aus dem Tod heraus, aus Verwesung und Trauer, Schuld und Sünde erklärt, für komplett wahnsinnig einstufen. Mit der Konsequenz der Erfahrung der übergroßen Liebe. Es geht also darum, den Tod anzusehen, ihm ins Gesicht zu sehen, den Schleier fort zu reißen, um das zu erblicken, was da in Wirklichkeit ist: Die Freude, das Vertrauen, die alle Universen ergreifende Liebe, das Mitgefühl schlechthin, der Frieden, als das was er wirklich ist. Oberhalb jeder dualistischen Perspektive. Denn den Tod kann es nicht geben, wenn es die Schöpfung gibt. Sehen wir nur, erkennen wir nur ganz simpel, dass wir Teil der einen Schöpfung sind, die die Liebe ist, wird auch ganz klar, dass der Tod lediglich eine furchterregende Floskel ist, die uns nur deswegen ängstigt, weil uns eingetrichtert worden ist, an sie zu glauben. Aus ihr heraus schöpft das Ego seine Logik. Hier findet es den grundlegenden Fehler in der Schöpfung, hier kann es beweisen, dass die Schöpfung unvollständig ist, denn nichts kann den Tod, den das Ego malt, den wir als Wirklichkeit ansehen, aufhalten. Erkennen wir jedoch die Täuschung, lassen diesen wächsernen Schleier, den wir nie genauer ansehen wollten, verschwinden, stehen dahinter die ewigen Universen, die Herrlichkeit des Erschaffenen, rein und klar, unschuldig. Diese Erlösung ist in uns. Doch während wir an die Ermordung des Schöpfungssinnes durch die Einbildungen unseres Denkens glauben (welcher Unsinn: die über alles erhabene, vollständige Schöpfung würde für sich selbst, für ihre Kinder, niemals etwas Negatives zulassen, wie Tod, Sünde, Vergeltung, Verwesung, ein Ende der Kommunikation zwischen dem Himmelskind in dir und dem Himmel. ), während wir also an den Tod glauben, sind wir nicht in der Lage, sind wir nicht willens und bereit, die Liebe, welche die Wirklichkeit ist, zu erkennen. Wir sind schlicht blind. Der Weg ist nun, sehr einfach zu erkennen, dass ein perfekter Schöpfer niemals etwas so schmähliches wie den Tod zulassen würde. Genau sowenig die Sünde, die Schuld, irgendetwas, dass seine Reinheit beeinträchtigen würde.

Ehrfürchtiges Staunen

In Ehrfurcht und Liebe staunen. Erkennen wir, das alles das Eine ist, dass alles zusammengehört, sehen wir auch im kleinsten Teil der Schöpfung, der Natur, der Formgebung, den Zusammenhang, bis in die Winzigkeiten hinein die überragende Schönheit, die Genialität der Funktion, so beschreiben wir uns selber. Wir erkennen uns selbst in diesem ehrfurchtsvollem Staunen. Es ist ein Staunen der Liebe, ein überwältigendes, überwältigtes Staunen, das uns verstummen lässt, angesichts der Großartigkeit, die wir betrachten, doch auch weil diese Herrlichkeit niemals in Worte gekleidet werden könnte. Sie steht über allen Worten, über jedem Dualismus, kennt weder Zeit noch Raum, denn sie stellt all dies dar, beinhaltet es. Ein NonPlusUltra ohne irgendeine Bedingung. Reine Schöpfung, reine Liebe. Reines Vertrauen. Das ist wahrhaftig staunenswert! Das macht wirklich glücklich. Das sind wir. Das bist du.
Jede Sekunde sollten wir uns dieses glücklichen Staunens gewahr sein. Wir finden es in jeder Blume, jedem Stein, jeder Form. Auch ein unbewusster Mensch wird einen kleinen Glanz verspüren, wenn er sich in einer sternenklaren Nacht auf dem Himalaja den Himmel betrachtet. Wenn er das Wunder der Geburt erlebt. Auch ihn wird eine gewisse Ahnung überkommen, wenn er Formen vergehen sieht. Doch für den, der in den scheinbaren Realitäten des Ego gefangen ist, sind, nach diesem allzu kurzen Einblick, sofort wieder andere Bilder zuständig. Trauer, Sorgen, Bedenken, Materialismus, Angst und Schuldgefühle wischen diesen Augenblick der Ewigkeit scheinbar hinfort, hüllen ihn in ihre Leichentücher der Vergänglichkeit und Schuld. In Wahrheit kann nichts dies Licht in dir zum Erlöschen bringen. Denn es ist die Schöpfung selbst, die da aus dir spricht. Das, was unter den verhüllenden Tüchern deines Denkens deine wahre Bestimmung ist. Um die zu finden, genügt es vollkommen, sich dieses ehrfurchtsvollen Staunens zu verinnerlichen. Denn in ihm ist alles geborgen, was notwendig ist, um die Liebe der Schöpfung in ihrer Unbeschreiblichkeit zu erfassen. Wer in diesem Staunen versteht, was mit Denken nicht begriffen werden kann, der tut Türen zur unsterblichen Ewigkeit auf. Türen, hinter den denen sich sanftes Licht befindet, die sich nie mehr schließen werden. Du bist bereits am Ziel, nur den Weg hast du noch nicht gefunden! Sieh dir deinen Körper an, er ist ein Abbild der Universen. Und diese Universen sind in jedweder Form vorhanden. Das ist die Allmacht der Schöpfung, die alles zu einem Ganzen zusammenfügt. Es gilt zu erkennen, dass eine Trennung, wie du sie vergegenwärtigst, wie du sie vorgelebt bekommst, von einem wahnsinnigen System, welches dabei ist, sich, fast masochistisch langsam, selbst umzubringen, nie stattgefunden hat.

Niemals hast du neben der Schöpfung existiert. Doch genau das ist es, was das Ego verspricht. Es schreit dich an, das alles könntest du aus dir selbst heraus lösen, es reißt dich mit Bildern aus der Vergangenheit erneut in deine schreckliche Illusion von der Vergänglichkeit deines Selbst, das aber doch die Schöpfung ist und ihrem Wesen nach über Sterblichkeit und Unsterblichkeit vollkommen erhaben, sie beinhaltend. Erkennst du aber, mit Erstaunen, mit Jubel, mit einem ungeheuren Glücksgefühl, dass die Schöpfung niemals Negativismen gekannt noch erkannt hat, so ist das Ego hilflos, wird zu dem, was es immer war: Bedeutungslos, niemals gewesen. Schall und Rauch, die nur ein Gedankenbild waren. Traum. Diese Erkenntnis liegt in der Sicht des ehrfurchtsvollen Staunens. Das Staunen voller Ehrfurcht der Schöpfung gegenüber, ist Erkenntnis, ist umfassende Liebe. Indem du erkennst, gibst du gleichzeitig und empfängst. Das ist das EINE.

Mitgefühl

Beim Begriff Mitgefühl wird erneut deutlich, wie dunstig, fragil das Denken derjenigen ist, die sich noch in ihrer Schuld suhlen, die Sünde zu ihrem Lebensinhalt machen, sich von ihren Gesetzen versklaven zu lassen, ihre Verzweiflung über das Nichterlangen eines unerreichbaren, weil wahnsinnigen Zieles, direkt auf ihr Tun und ihr verrücktes Denken übertragen. Diese Durchsichtigkeit zeigt sich beispielsweise, wenn wir das Wort Mitgefühl näher betrachten. Es ist eben nicht das Mitleid, das Bedauern der Umstände. Denn Mitleid trennt. Hier bin ich, mit dem, was ich meine, dass es mich ausmacht und dort ist der andere, der wesentlich weniger wert ist. Mitleid ist nichts anderes als Verächtlichmachung. Mitgefühl aber bedeutet, in dem anderen den Bruder, der Schwester, das Kind der Schöpfung zu sehen, das genauso in der Liebe ist, wie du es selbst bist. So wirst du, der sich selbst und die Schöpfung in seinen Brüdern und Schwestern erkennen kann, das weitergeben, was du erhalten hast, was du wieder gefunden hast, was schon immer in dir war, – die Liebe. Mitleid bedeutet Trennung, Mitgefühl meint, das eine, vollständige Universum in den separat erscheinenden Egoerschaffungen zu erkennen und dementsprechend sich zu verbinden, – die Liebe wird von ganz alleine fließen. Mitgefühl heißt Trennungen aufheben. Jeder Angriff, jede Schuldzuweisung die unser Systemgebundenes Ich an andere Menschen adressiert, greift lediglich sich selbst an. Genauso, mit der negativen Insistition, wie dieses Ego-Ich in den Wald des Irrsinns hinein ruft, klingt es zurück. Tod, Schuld, Sünde, Verzweiflung, Angst. Das sind die Bausteine des Egos, die jedes Mitgefühl zum Mitleid gestalten. Das Mitgefühl aber, das wir als Grundbaustein der Liebe, also der Schöpfung verstehen, beinhaltet den Frieden schlechthin, in ihm kann es keine Trennung geben. Das Mitgefühl ist eine Botschaft des Lichts, der Befreiung von Schuld. Was du dem Geringsten meiner Kinder tust, das tust du mir. Diese Nachricht ist, im Gegensatz zu der Auslegung der katholischen Fanatiker, durchgehend positiv.

Die Tatsache, dass die vollkommene Liebe lediglich die Liebe in den Handlungen der Menschen sehen kann, denn in der Schöpfung, in der Liebe kann es keine Sünde oder Schuld geben, gibt dem Mitgefühl ungeheure Dimensionen. Denn so können wir wissen, dass wir vollständig frei von Schuld in der Schöpfung, Teil der Schöpfung sind. Nichts, das wir je uns einbildeten, in Sünde vollbracht zu haben, hat vor der Schöpfung bestand. Wie kleingläubig, anzunehmen, im Angesicht der Schöpfung, in dieser allumfassenden Liebe, könnte es etwas geben, was diese Ewigkeit angreifen, ja besiegen, nur beeinflussen könnte. Das aber ist es, dass die Menschen erstreben. Sie sehen sich als autarke Individuen, die mit ihrem Geist, ihrer überragenden Intelligenz längst der Schöpfung zumindest gleichgestellt sind, wenn sie sich nicht gar einbilden, sie überholt zu haben. Was für ein seltsamer Gedanke, man hätte die ewige, allumfassende Liebe in irgendeiner Art und Weise im Griff. Hier wird der Irrsinn allzu deutlich. Die Schöpfung dient lediglich noch als unberechenbarer Angstfaktor. Mitgefühl jedoch ist Hingabe an die Schöpfung, ist Transformation unserer Ehrfurcht in gelebte Liebe. Das sprengt das Egodenken. Deines und das der anderen.

Hier wird die Arroganz, mit der das Ego dich zu Tod, Sünde, Trauer, Verzweiflung verdammt, eine Verdammung, die du als Erklärung akzeptiert hast, vollkommen nichtig. Hat keinen Bestand mehr. Ein nie existierendes Fundament verwandelt sich zum nie Gewesenen. In der Liebe, im Mitgefühl aber, stehst du nicht alleine. Die Liebe des Mitgefühls, die du heraus rufst, wird als Echo vielfach zu dir zurückkehren. Und nicht nur das, die Liebe selber, die Schöpfung ruft dir zu, über alle Hindernisse, die du ihr mit deinem systemgebundenen Denken noch in den Weg legst. Höre Sie. Folge der Liebe, dem Mitgefühl, dann überwindest du die furchtbaren, dem Sterben geweihten Bilder, die man dir als die Welt, wie sie ist, verkaufen möchte. Mitleid heißt, sich selber erhöhen, zu trennen. Mitgefühl ist die Erkenntnis der Einheit. Des Eins-Seins. Indem du Mitgefühl übst, wirst du den Zaun, den du um dein nie gewesenes Ego, dein kleines Reich, einen verdorrten Garten, eine staubtrockene Wüste, gebaut hast, niederreißen. Was möchtest du lieber? In deinem eigenen, vollkommen von Schuld und Verzweiflung bestimmten Leben regieren, in einem Reich, das vergänglich ist, voller Verzweiflung und Chaos, dem Tod geweiht? Oder dich an die warme Brust der Schöpfung schmiegen, durch Mitgefühl dich das Licht, welches immer in dir war, sehend zu machen? Den unendlichen Trost zu verspüren und ihn weiter zu geben? Den Tod als pure Wahnidee zu erkennen? Das Mitgefühl ist ein Schlüssel. Ganz ohne Zweifel. Wer das Mitgefühl tatsächlich lebt, also liebt, ohne Vorbehalte, wer sich, eine sehr große Gefahr – das Ego schlummert nur – ohne sich selbst zu erhöhen (vollkommen unnötig – du bist Teil der Schöpfung, die es nun wirklich nicht nötig hat, sich selbst irgendwie zu erhöhen) – liebt und gibt, hilft, zur Stelle ist, der wird, glücklich, den zehntausendfachen Widerhall erfahren. Hier wird erneut die Unität der 12 Worte deutlich. Denn jedes dieser Worte ist das Prinzip des anderen. Mitgefühl leben, das heißt, die Schwingungen der Schöpfung als ihr Resonanzkörper weiter zu geben. Und jeder Trommelschlag ist unbeschreibliches Glück, das in dir pulsiert. Doch wahres Mitgefühl wird nur der üben können, der alle Schuld aus der der, nur für das Ego existierenden Vergangenheit, der Unendlichkeit der Liebe übergeben hat. Also derjenige, der eingesehen hat, dass die vollkommene Liebe der Schöpfung jede Sünde, jede Schuld vollkommen unsinnig macht. ES FUNKTIONIERT NICHT. Entweder Schuld oder Schöpfung. Liebe oder Sinnesverzweiflung. Tod oder ewiges Leben. Krieg oder den vollständigen Frieden.
Im Sinne der Schöpfung sind diese Sätze belanglos.
Schuld, Sinnesverzweiflung, Tod erkennt sie als Irrtum. Wer sich ihr in Wahrheit zuwendet, den macht sie diesen Irrtum, diese Belanglosigkeit sehen. Dem nimmt sie diese Bürde ab. Die ungeheure Last wird im Nichts verschwinden, aus dem sie gekommen ist. Dies alles vollbringt das Mitgefühl.

Kreativität

Als jemand, der um seine Superposition weiß, wirst du die Fülle der Schöpfung in jedem Tun, das dem Jetzt entspringt, ganz deutlich verspüren. Das Universum der Universen kommt zu deiner Hilfe. Kreativität, das heißt, unter der Fülle der Möglichkeiten ohne die geringsten Vorbehalte zu wählen. Und dazu ist man aus der absoluten Superposition der Schöpfung heraus, zu der man sich zur Gänze bekannt hat, fähig. Doch ist keine wirkliche Anstrengung notwendig. Die Schöpfung ist der Brunnen des Wissens, wir dürfen aus dieser Quelle trinken, so viel wir möchten. Nur erkennen müssen wir sie. Wer sich der Allumfasstheit der Dinge bewusst wird, der wird Zusammenhänge sehen, die andere nie erkennen werden. Und hier liegt die ursächliche falsche Sichtweise des Egos begründet, welche die Systemgebundenen, für ganz erstaunlich kreativ und extraordinär halten, so sie überhaupt in der Lage sind, sie zu erkennen. Darum liegt in deiner Kreativität die Macht, aufzuzeigen. Die Wahrheit, also die Liebe, als einzig bestimmenden Faktor des Lebens sichtbar zu machen. Die Kreativität, die hier wirkt, ist nicht zielloses Probieren, wie die angebliche Kreativität des Egos. Es ist die Schöpferkraft selber, die da wirkt. Denn jedes einzelne der Kinder der Schöpfung ist Teil der Schöpfung, also auch der Schöpfungskraft. Wir müssen uns darüber klar werden, dass die Liebe, also die Schöpfung, also ihre Kreativität, die auch die deine ist, niemals etwas Negatives veranlassen wird. Das ist unmöglich, da Liebe immer nur absolut positiv ist. Es gibt also keine Zerstörung. Weder des Belebten noch des Unbelebten. Alles, tatsächlich alles, passiert aus der Liebe. Verstehen wir das nicht, stürzen wir in einen Abgrund von Verzweiflung und Trauer oder wir begeben uns in Aktivitäten, die unseren Blick von dieser ungeheuren Tatsache ablenken. Genauso, wie es das Ego gerne möchte, um seine unbedingte Diktatur der Sinnlosigkeit aufrecht zu erhalten. Angst, wie auch immer geartet, ist negativ und wird wirkliche Kreativität schier unmöglich machen.

Ein Allzweckmittel, ein Universalspezifikum des Ego, welches die Menschen in ihrer Kreativität fehlleitet, ist die Idee der Sünde. Sie ist das Fundament dessen, was unser Denken vermittelt. Dies ist, dass wir angeblich, obwohl wir doch Teil der Schöpfung, also der ursächlichen Liebe sind, in der Lage seien, durch die so genannte Sünde, dem Willen der Schöpfung, die doch Vollkommen und vollendet ist, zuwider zu handeln. Das will heißen, das Ego vermittelt uns, wir als Teil der Schöpfung, wären mächtiger als die raum- und zeitlose Ewigkeit, die Schöpfung selbst.
So wird die Sünde vom Sündenfreien entlarvt, als lächerlicher Versuch, die Liebe des Allumfassenden zu einer Welt der Sünde umzuformen. Was ihm, und mit ihm, weil die Sache gar so einfach ist, auch nahezu jeder Religionsgemeinschaft hervorragend gelingt. So haben wir uns abgefunden, die Liebe zu verleugnen, die falsche Kreativität in die falsche Richtung anzuwenden, in einer Welt der Sünder zu leben. Ohne mit der Wimper zu zucken maßen wir uns die Sünde an, arroganterweise. Die Herrlichkeit des Allumfassenden dagegen wird zum bloßen Ideal erniedrigt. Heilig, doch unerreichbar. Ja, wer demütig einsieht, dass er ein armer Sünder ist, dem wird göttliche Verständnis zugesprochen. So haben uns Ego und weltliche Genossen unter Kontrolle. Wahre Kreativität aber entsteht nur in Freiheit. Die Kreativität des Egos kann nur Trugbild sein, denn das Ego selber gibt es nicht. Auch wenn es uns davon zu überzeugen versucht, vergeht es doch, mit all seinem Leiden, seiner Angst, seiner Trauer, vor dem Licht der unbedingten Liebe, die keine Vergangenheit kennt. Und hier ist die Kreativität eine wahrhaftige, die den Rahmen des Begriffes, seine Bedeutung, ins Unendliche ausweitet. So ist diese Kraft nicht nur die Geschicklichkeit im Umgang mit Projekten, sondern vielmehr die Kreativität des Lebens selber. Die Masken durchblickend, aus der Wirklichkeit schöpfend, erkennst du den Zusammenhang der Fragmente, die andere nur zweifelnd als solche erkennen und nichts weiter. So sehend, bist du in der Lage, auch die Gesamtheit der Kreativität einzubringen, in alles was du bist und tust. Dass die Kreativität durchaus unendlich ist, weißt du ohnehin.

Inspiration

Inspiration – ein schönes Bild ist das eines Sonnenstrahles, der vermeint, von der Sonne getrennt zu sein, alleine zu leuchten. Wie einsam fühlt sich dieser Sonnenstrahl, wie verlassen. Ohne Antwort auf seine Fragen, ohne seine Zweifel zu einer Lösung führen zu können. Verloren im kalten Weltall. Könnte er nur ahnen, dass er Kind der Sonne ist!
Die Inspiration, vielleicht ist man geneigt, sie mit der Kreativität zu verwechseln, ist mit Worten, aus ihrem Ursinn heraus, nicht zu erklären. Die Inspiration ist die Kraft der Schöpfung, welche das Herkömmliche zu etwas Besonderen im Geiste des Allerschaffenden macht. Die Inspiration ist der Augenblick, in dem das Heilige offenbar wird, die Natur in ihrer Gänze aufscheint. Sinngemäß, systemgemäß, nur einen Augenblick, den per Definition ist die Inspiration lediglich ein Geistesblitz. Doch dieser Geistesblitz ist kein Geist des Egos. Er ist die Wahrheit hinter der Lüge. Er ist die Freude hinter allem Leid. Er ist das Leben, dass den Tod negiert. Er ist Aktion vor der Tatenlosigkeit. Er ist Wahrhaftigkeit, die allen Hochmut zerschmettert. Er führt uns in die Wirklichkeit, die wir, blind, geblendet durch das Gesellschaftssystem und seine Ansprüche, nie sehen konnten. Die Besonderheit dieses Geistesblitzes aber ist, dass seine Helligkeit nie vergeht, dass sie immerdar leuchtet, ja seine Helligkeit stetig zunimmt. Das bedeutet Inspiration, darum ist dieser Begriff von immenser Wichtigkeit. Die Inspiration eröffnet die Welt zu einer vollkommen neuen, diametralen Bedeutung gegenüber dem Unsinn des Egobewusstseins. Es kommt einer Kerze gleich, die schon immer auf dem Altar, der in jedem von uns, als Teil der Liebe der Schöpfung, bereitet ist, brennt. Sie wird zum Feuer der Gnade und des Liebreizes, vor deren Licht die Dunkelheit der Egogesetze, denen wir uns unterworfen hatten, ganz einfach verschwinden.
Inspiration. Der Spirit, der wahre Geist tut sich auf. Er kann in allem aufleuchten, das du im Sinne der Wahrhaftigkeit tust. Das meint, die Einmaligkeit in der ungeheuren Vielfalt zu sehen. Es ist dieser heilige Augenblick, der schon immer sehnsüchtig auf dich gewartet hat. Den dein Ego, du (im Auftrag deines Egos), mit Füssen getreten hast, den du angespuckt hast, mit Verachtung gestraft. Den dein überhebliches, nur angebliches Wissen zu beurteilen vermeinte. Ihn, der doch jedes Urteil unnötig macht, die Arroganz deiner Lächerlichkeit ad absurdum führt. Doch fühle dich nicht herabgesetzt. Die Erkenntnis, die dir vermittelt werden soll, ist voll überbordender Zärtlichkeit. Nicht du wirst der Lächerlichkeit preisgegeben, sondern dieses verhängnisvolle, aus vollkommenen Unsinn entstandene, von seiner Macht trunkene Etwas, mit dem du, Nichtwissender, einen furchtbaren Vertrag geschlossen hast, über Qualen, Leid und Lügen die, wie du bestätigst, dich ausmachen. Die Inspiration ist, dass nichts davon, nichts von diesen Horrorszenarien je wahr gewesen ist. DAS FUNKTIONIERT NICHT. Die Entscheidung ist endgültig. Es gibt lediglich ein Ganzes.

Wer die Definition des immerwährenden Leides bis zum Tod, dem Ende jeder Kommunikation mit der Schöpfung wählt, der wird die andere Seite, die eigentlich einzige Seite, nicht erkennen können, denn hier existieren die Schuld und Sünde, das Verderben, aus dem er sich definiert, nicht. Er wird sie also auch nicht entdecken können. Inspiration heißt Umdefinierung. Wandel. Sanfter Wandel. Eine Veränderung, die nicht weh tut. Denn wie könnte die Liebe ihren Kindern jemals Schmerz zufügen? Das tut nur das Ego. Doch, so wie das Ego Einbildung ist, ist es auch der geistige Schmerz, den es verursachen möchte, den es verursacht. Mit der Inspiration erheben wir uns aus diesem Grab, treten ins Licht, welches wir nun deutlich sehen, hinter all den verzerrten Masken der Welt, die uns das Unbewusste zeichnet. Wir lösen die Vergangenheit auf, mit ihr die projizierte Unwahrheit über die Zukunft.
Diese Transzendenz, die wir erfahren, ist als das höchste Gut, als die Erleuchtung, der goldene Gral, in allen Religionen dieser Erde geborgen. Gerade der Zen-Buddhismus kommt ihr in seiner vollkommen rigorosen Art und Weise ungemein nahe. Doch wird hier genauso rigide die Erleuchtung im Augenblick gesucht. Das kann funktionieren, ist aber ebenfalls nur einer von unzähligen Wegen. Auch andere Bestrebungen, das Asketentum, das Leben als Priester, als Eremit, können, müssen aber nicht zur entscheidenden Einsicht führen. Manchesmal geschieht es so, dass der Asket sein Asketentum stolz vor sich her trägt. Hier ist kein Asket, da ist nur ein aufgeblasenes Ego. Ein Bild, das nicht einmal verrotten kann, weil es nie existiert hat.

Die Schöpfung passiert im Jetzt. Alles passiert im Jetzt. Vergangenheit und Zukunft sind nur selektierte Gräuelbilder, geschaffen, um dich zu fesseln in der postulierten, von dir angenommenen Vergänglichkeit. Das Jetzt, dass dich durch die Inspiration erfährt, dass du durch die Inspiration erfährst, kann, aus seinem Ursinn heraus, nichts anderes erkennen, als sich selbst. Das macht deutlich, dass andere Zustände als das Jetzt nie existiert haben. Sie sind nur Träume, Hirngespinste, Gedankenbilder, verzerrte Fragmente, zurechtgeschustert vom Irrsinn, vom Chaos, mit dem einzigen Ziel, dich in der Angst zu halten. Und nochmals: Wie soll es jemals der allumfassenden Liebe möglich sein, Schmerz zuzufügen, Angst zu machen, Verzweiflung oder Tod zu generieren? Versteh mich richtig! LIEBE. ALLUMFASSEND. Allein der Gedanke, dass die Liebe, die Schöpfung solchen fähig wäre, macht lachen. Diese Erkenntnis vermittelt uns die Inspiration. Sie zeigt uns, die wir blind waren, die Wunder auf. Die ungezählte Menge an Wundern, die sich in der Schöpfung zum allumfassenden Wunder, dessen Teil sie in jedem von uns sind, vereinigen. Der Blick der Wahrheit, den uns die Inspiration vermittelt, ermöglicht, ist weltenallerschütternd. In einem einzigen heiligen Augenblick tut sich ein Himmelreich auf, da wo vorher die kahle, traurige, dem Tod überschriebene Einöde tunlichst durch übelmeinende Symbole aller Art verhüllt wurde. Wo Mauern aus Vorteilen, Falschinformationen, zwangsläufigen Fehlinterpretationen, Lügen, Missgunst, Hass, Rache, Schuld, Sünde, Gier und Verachtung ein Gefängnis gestaltet haben, in welches wir uns freiwillig begeben, das wir verzweifelt ein wenig gemütlicher zu machen versuchen, erklärt das alles verstehende, alles sehende, alles umfassende Erfassen der Inspiration diese üblen Dinge für nichtexistent und fegt die fauligen Schleier fort, die dir von dir selbst auferlegt wurden, der du blind für die Liebe der Schöpfung zu dir ganz persönlich warst. Das wiederum heißt eindeutig Freude. Was für ein Jubel in dem, was du für dich erkennst. Alle Schuld ist verschwunden, die Sünde kann nie existiert haben, der Tod hat sich in die strahlend schöne Blume des ewigen Lebens, in Liebe verwandelt. Der Tod, den die Inspiration der Freude und Liebe als inhaltsleeren Windbeutel entlarvt, ist das größte Hindernis, das wir zwischen unser erbärmliches Sein als Untertanen des Ego und die Wirklichkeit der Herrlichkeit und Anmut der Schöpfung stellen. Nicht einmal wirklich anzusehen, wagen wir diese zornige, unbarmherzige Maske. Doch wie feuchter Sand, der trocken wird, in seiner Figürlichkeit zerfällt, so entschwindet das Entsetzen, die Sonne der Liebe strahlt im Glanz aller erschaffenen Universen, im vollkommenen Ganzen. Die Fratze des Todes ist Illusion und hat keine Bedeutung, hat sie nie gehabt. Niemand ist je gestorben. In dem, was sich hinter, über, durch, in dieser nichtexistenten Fratze der Illusion auftut, ist die Vollendung. Die Vollendung der Schönheit, der Liebe, des Friedens. Ihre Ausdehnung in die Ewigkeit.

Jedes der Wörter, über die hier geredet wird, hat lediglich genau die Bedeutung, die du ihm gibst. Du kannst durchaus nicht verstehen, missverstehen. Das liegt alleine an dir und deiner Bereitschaft, dich zu öffnen, hinter die Machenschaften dessen zu blicken, das dir all diesen Schmerz bereitet.

Die Worte jedoch werden nicht vergehen, sie sind in ihrer, für dich vielleicht nicht erkennbaren Bedeutung, deinem Ursprung in der Schöpfung verwurzelt. Es ist überhaupt nicht möglich, sie schlecht auszulegen. Sie sind zu mächtig. Heilig, wenn du es nur zulässt.
Alles macht Sinn. Fürchte dich nicht! Das Ego ist stark. Es wird dich mit mehr als Zweifeln quälen. Doch du legst diese Zweifel, diese Rätsel, die du nicht lösen kannst, einfach vor die Schöpfung. Du übergibst sie und sie sind nie gewesen. Du bist unschuldig und rein, als Kind des Allumfassenden, der Schöpfung. Da kann keine Sünde sein, keine Hölle, keine Buße, kein Teufel, keine bösen Geister. Der Vorhang ist nicht gefallen, doch der Horrorfilm hat sich in seine Pixel aufgelöst. Was du nun siehst, ist ein, alle Universen umfassendes, alles erfüllendes, alldimensionales, überragendes Sosein der Liebe. Das wartet auf dich, benützt du den Schlüssel, den dir die Inspiration immer wieder anbietet. Diese Inspiration, die in jedem Kind des Allerfassenden bereits leuchtet, hat, wie auch alle anderen Begriffe im vorhergehenden Text, die Eigenschaft sich auszudehnen. Sie dehnen sich im Zeitlosen aus, bis sie in deinem Sein durch die Inspiration, den ewigen Augenblick, die Zeitlosigkeit der Zeit sichtbar gestalten. Dies ist Erkenntnis. Dies ist Grund zur tiefinnersten, nicht mehr an den Dingen haftenden Fröhlichkeit. Das macht den Buddha aus.

Wissen

Die Grundlage des Wissens ist das Verstehen. Alle Schwierigkeiten, die mit dem Wissen entstehen, also fehlendes Wissen, entstehen aus Nichtverständnis. Nichtwissen beziehungsweise Nichtverstehen, Nichterkenntnis, führt zu geradezu furchtbaren Fehlinterpretationen. Trotzdem ist hier ein Pfad zu sehen, der direkt zur Schöpfung führt. Wissen ist der rote Faden, der letztlich zu dem Punkt führt, der für die Erleuchtung bestimmt ist. Der Weg, durch die Ansammlung von Weltenwissen zum Urgrund des Lebens und der Schöpfung vorzudringen, ist sicherlich langwierig. Gefunden wird sie immer, diese Erleuchtung, doch ist dieser Weg unsicher, führt nicht immer direkt zum Ziel. Doch sicherlich ist auch Weltenwissen, dass sich durch Verstehen oder Lernen aufbaut, dazu geeignet, weiteres Verstehen und damit weiteres Wissen zu generieren. Wer also den langen Weg über das Weltenwissen geht, um zu verstehen (dazu ist doch eigentlich nur notwendig, dies zu wollen, bereit zu sein) dem wird, hat er das Ziel erreicht, in der unbegrenzten Liebe auch grenzenloses Wissen zuteil. Denn ist das Verstehen vollkommen, so wird sich auch vollkommenes Wissen einstellen. Fallen die Masken dieser Welt mit dem Verständnis, wird das Wissen offenbar. Und es ist das Glück der Liebe, sich an ihm laben zu können. Das Wissen, welches uns durch die Kommunikation in völliger Unschuld, frei von Sünde und Angst ereilt, teilt uns Freude mit, macht es uns möglich, die Dinge, die Welt, die Universen aus der Sicht des Allerfassenden zu sehen. Wir sind in der Lage dieses Wissen mit Leichtigkeit zu benützen, um alle Fehlinformationen zu korrigieren. Wie das Wissen aus sich selbst heraus wächst, so tut es auch die Liebe. Wächst die Liebe wächst das Wissen, wächst das Wissen wächst die Liebe. Ein unaufhaltsames Geschehen, es führt letztlich immer zur Auflösung des Egos. Doch wie viele Leben wären nötig, das Wissen der Welt zu verstehen? Es gäbe kein Ende. Der Weg aber, der sich über die Interpretation der 12 Worte auftut, öffnet die Tür ohne Verzögerung. Das Verständnis steht vor dem Wissen, ja das Wissen ist geradezu hinderlich. Eine seltsame Situation. Auf der einen Seite ist die Aneignung von Wissen der Schlüssel zum Verstehen, auf der anderen Seite sind das Wissen und die Erklärungsversuche dieser Welt das allergrößte Hindernis. Diese wunderliche Diskrepanz aber löst sich mit dem Verstehen auf. Denn das Wissen der allumfassenden Liebe macht das denkende Wissen dieser Systemwelt unnötig, gleichzeitig hat der Verstehende unbegrenzten Zugriff auf dieses Verständnis. Es liegt, durch sein Verstehen, entblößt vor ihm, er kann darauf zugreifen, wie ihm beliebt. Denn es ist auch dieses Wissen, das notwendig ist, zu erfahren, wie unwichtig es tatsächlich ist.

Wir benötigen das Wissen um es aufzulösen. Doch ist Auflösung nicht das richtige Wort. Es stellt eher eine Transformation des Weltenwissens in das Wissen der liebevollen, zärtlichen Allerfasstheit der Universen dar. Im Gegensatz zum Wissen dieser Welt, kann das Wissen der Schöpfung lediglich Positives bewirken. Das Wissen der Welt ist vorerst das Wissen des Ego, welches es benützt, dich in vollkommener Dunkelheit zu halten. Die Logik der Welt ist nicht die der Schöpfung. Die Logik der Welt trennt, gnadenlos. Die Schöpfung führt zusammen – voller Gnade. Wissen von dieser Welt ist manchmal Macht in dieser Welt. Also das komplette Gegenteil von Gelassenheit.
Eine tiefgreifende Reflektion, die wirkliches Wissen auf das Dasein hat, ist Gelassenheit. Was kann denn in der Form, die Formlosigkeit, die sie erschaffen hat, angreifen? Wie soll das, was aus Liebe erschaffen ist, selbst ein Teil der Liebe ist, gegen die Liebe angehen? Das würde nur ein wahnsinniges Etwas tun. Das Ego.

Das Wissen, dass aus dem stammt, das uns mit der Inspiration zuteil wird, absorbiert dieses Weltenwissen, wie es ein Urwald mit einem Staubkorn tun würde. Wir erkennen mit Staunen, wie wertlos und ungeheuer wertvoll zu gleicher Zeit das dualistische Wissen ist. Dieses getrennte, zwiegespaltene Wissen, so unwichtig es in der Ewigkeit ist, wird es uns, zusammen mit dem unendlichen Wissensschatz des Allumfassenden, ermöglichen, die relevanten Informationen unter den Brüdern und Schwestern so zu präsentieren, dass sie zu weiterer Erlösung führen. Wir sind befähigt, zu verstehen und werden verstanden. Unsere Sprache ist das Esperanto der Schöpfung. Ganz ohne Zweifel ist die Rolle, die unser Weltenwissen, unser angebliches Know-How des Ursprungs und der Weltgeschichte, für unser Sosein spielt, von ganz eminenter Bedeutung. Denn die Prämissen dieser Welt des Denkens sind vollkommen lieblos. Sie stellen den von nahezu allen Menschen unterschriebenen Vertrag über die Vergänglichkeit, den Tod, die Ängste und das Leiden dar. Aus den Augen der Liebe aber, ist es möglich, mit Fragmenten dieses Weltenwissens, welches ja nur pures Chaos sein kann, das wahre Wissen zu erhellen. Ein Wegweiser zu sein. Nicht mehr. Denn das, worauf hingewiesen wird, ist mit dem Wissen dieser Welt (weil pures Durcheinander), nicht zu verstehen. Durch die unweigerliche Inspiration aber, wird dieses hindernde Wissen umgewandelt, es dient fortan nicht mehr der Verneinung der Schöpfung, sondern ist Beweis für seine Reinheit, Schuld- und Sündenlosigkeit, für seine Alleinheit – alle weltlichen Vorstellungen sprengende Liebe. Wissen, wie aus tausend Jahren Dunkelheit, erwacht ins strahlende Licht. Wenn wir uns nun vergegenwärtigen, dass dieses Wort „Wissen“ immer in Zusammenhang mit den anderen angesprochenen Begriffen dieses Textes zu sehen ist, wird uns seine Grandezza, seine atemberaubende, doch so stille Herrlichkeit noch deutlicher bewusst. Wahres Wissen ist Stille. Denn es benötigt, im Gegensatz zum Ego, kein Getöse, um auf sich aufmerksam zu machen. Auch das Weilen in der Stille ist ein Weg, das Weltenwissen zu transzendieren. Ein weiser Mönch empfiehlt, die Stille der Schöpfung zwischen den beiden Buchstaben des heiligen Wortes „OM“ zu suchen, wenn man sie ausspricht. Eine wirklich wunderbare Idee. Vielleicht wird dir damit deutlich, was mit Transzendenz des Wissens, seiner Transformation, gemeint ist. Die Wandlung ist vollständig. Es ist nicht möglich, zwei Herren zu dienen. Solange du den Tod als deinen Herrn akzeptierst, solange du der Überzeugung bist, Sünde sei möglich, Rache vonnöten, Angriff – also Leid und Angst – sei unausweichlich, solange du also der Überzeugung bist, diese Wasserfarbenbilder aus deinem weltlichen Wissen seien mächtiger als die Einheit des allumfassenden Universums, – wirst du im Wissen der Unwissenheit verbleiben. Wirst in immer neuen Runden die Wahrheit zu ergründen suchen – bis zu dem heiligen Augenblick, an dem dir die Sinnlosigkeit deines Tuns aufgeht. Denn das, wonach du die ganze Zeit an den absonderlichsten Orten, mit den verrücktesten Methoden, im Außen gesucht hast, ist immer bei dir gewesen. Du hast den heiligen Wald vor lauter eingebildeten Bäumen nicht gesehen. Entweder du bleibst weiter in dem Kontrakt mit Vergänglichkeit und Tod, Leiden und Schmerz – oder du legst diesen Vertrag einfach vor die Liebe und lässt das ewige Wissen für dich entscheiden. Es wird die richtige Wahl treffen! Du bist unsterblich, wenn du durch die Liebe die furchterregende Maske des Todes auflösen lässt. Denn der Tod existiert nicht. Er ist Bestandteil des Alpdruckes, von dem dich die Wahrheit so liebend gerne erlösen möchte, wenn du es nur zulassen würdest. Die angebliche Verwesung ist eines der Instrumente, mit denen dich das Ego gefangen hält. Verwesung, Tod, Trauer, Verlust, Sterben, – das sind Worte, die wir uns nicht gerne ansehen. Ganz im Sinne des Denkens, das uns damit aber in genau dieser Illusion gefangen halten möchte.

Die Schöpfung ist die reine, tatsächlich ALLES erfassende Liebe. Wir sind dieser Liebe entsprungen. Wie soll es möglich sein, dass einem Kind reiner Liebe, dass von seinem Vater mit genau dieser Liebe geliebt wird, das genau diese Liebe in sich trägt, als Teil des Vaters, irgendein Leid geschieht? Verwesung, Tod, Trauer, Verlust, Sterben? Es ist eben nicht möglich. DAS FUNKTIONIERT NICHT! Dies ist wahres Wissen. Im Moment des Verstehens, im heiligen Augenblick, der letztenendes sich ausdehnt in die zeitlose Ewigkeit, ist das Wissen um die Dinge reines Glücksgefühl. Tiefstes, aus der Ganzheit stammendes Glück des Wissens. Welche Erfahrung kann schöner, beeindruckender sein? Glück aus der tiefsten Tiefe des Wissens heraus. Wenn das angebliche Erkennen, das vorgebliche Wissen um die Zusammenhänge der Welt zum ersten Mal auf diesen Gedanken trifft, der es ad absurdum führen würde, reagiert es, logischerweise, mit kompletter Negierung, Ablehnung, Lächerlichmachung. Der Gedanke scheint dem Weltenwissen zu absurd, ihn auch nur näher zu betrachten. Dazu ist Bereitwilligkeit notwendig. Ich muss tatsächlich willens sein, über die Grenzen zu gehen. Manchmal wird ein solcher Drang entstehen, wenn man im wirklichen Leben mit schmerzlichen Unabänderlichkeiten konfrontiert wird. Das kann der Tod eines lieben Menschen sein, eine schwere Krankheit, jeder, im Sinne des Weltsystemverständnisses schwere, unwiederbringliche Verlust. Auf einmal erkennt man das Chaos, sieht die Lösung. Genauso aber ist der mühselige Weg eine Möglichkeit. Ein Leben in Meditation führt sicherlich auch zu einem Ergebnis. Doch, ist das nicht mühselig? Das Wissen über das Wissen ist doch gleich hier. Bei dir. Du bist es. Trenne dich nicht davon, mit deinem angeblichen Verstand, der dir glauben machen möchte, die Schöpfung wäre mit dem Wissen des Systems zu erklären. Wollen sie sich lächerlich machen, über das, was die Quelle ist? Alles, was sie wirklich tun, ist, sich selber Leiden zu machen. Ihr Wissen, dass Wissen der Welt, wie sie sie in ihrem Irrsinn reflektieren, lacht. Ja. Doch es ist ein hämisches Lachen. Das Lachen des in unserer Illusion existierenden Bösen, welches, laut Kontrakt mit dem allwissenden Ego, die Welt beherrscht. Womit bewiesen wäre, dass Gott nicht existiert, die Schöpfung letztlich unerklärlich ist. Der Verstand des Menschen hat die Schöpfung zum bloßen Ideal, das nie erreicht werden wird, erniedrigt. Dies, die Tatsache, dass er diesem Ideal, aufgrund seiner Schuld, seiner Sünden, niemals nachkommen kann, erfüllt ihn mit Angst und Sorge, die er als Ballast durch sein Leben schleppt. Der Urgrund für dieses Unbehagen, das die Menschen ständig erfüllt, ist das Prinzip des Dualismus. Er teilt, beurteilt, trennt in Gut und Böse, in Richtig und Falsch in Wertvoll und Wertlos. Der Dualismus, der eine Kettenreaktion hervorruft, fragmentiert das Leben. So kommt die Situation zustande, dass der Mensch sich getrennt von der Schöpfung sieht, ja, sich anmaßt, einbildet, über sie zu herrschen. Das Wissen, welches über diesen Weg des Trennens hinaus geht, dass die Situation aus einer Superposition zu sehen vermag, erkennt, mit der Wahrheit, den Wahnsinn der Menschen. Was aber keine Abscheu, vielmehr ein tiefes, umfassendes Mitgefühl hervorruft. Wie könnte man einen Blinden nicht leiten wollen, wie einem Kranken nicht hilfreich zur Seite stehen, in der Liebe der Schöpfung? Das ist das Wissen, das anerzogenes, weltliches Wissen nicht negiert, sondern es verwandelt. Von der Mauer wird es zur Brücke über sich selbst, hin zum allmächtigen Wissen des geeinten Universums der Universen, wo keine Wahnbilder des Dualismus je existieren konnten. Wissen ist abstrakt. Zu meinen, der Weg zu einem Verständnis, der über dem weltlichen Wissen liegt, wäre das Wissen der hochtechnologisierten Zivilisationen, ist fehlgeleitet. Denn das erleuchtete Wissen ist dem Primitiven, Naiven, wesentlich näher als dem westlichen Wissenschaftler. Selig sind die geistig Armen, denn ihrer ist das Himmelreich. Das meint nichts anderes, als dass man den Geist, das Wissen der Welt, überwinden soll, um ohne es, mit einem größeren Geist des Wissens, dem Wissen der Liebe, die Erlösung zu finden. Auch dies eine immer wieder vollkommen falsch interpretierte Weisheit des Propheten Jesus. Es ist also durchaus zu erkennen, dass hier der berühmte Ausspruch Einsteins „Ich weiß, dass ich Nichts weiß“, am Anfang des Verständnisses steht. Denn ist dies nicht das Ende, wie es der Wissenschaftler sah. Wir übergeben dies der Schöpfung und erhalten einen Ozean aus Licht.

Jetzt

Außerhalb jeder Wertung gibt es das Jetzt.
Das „Jetzt“ der absolute Augenblick, in dem es weder Vergangenheit noch Zukunft geben kann, ist das Ziel – ohne Zeit, ohne Form, ohne Erinnerung. Dieses „Jetzt“ wird in dir aufsteigen, allmählich, wie eine Kerzenflamme sich wandelt, zur Feuersglut. Dieses Jetzt, welches dich im Glück und vollkommener Schuldlosigkeit umfängt, ist das, was du mit dem, was dir das Egowissen zeigt, niemals erreichen wirst. Doch du kennst es, du wirst es wiedererkennen. Es tut sich vielleicht auf, wenn du den Mikrokosmos einer Blume verinnerlichst, wenn du bei der Geburt deines Kindes anwesend bist. Doch sind diese kurzen Momente schnell vorbei, die Hässlichkeit des Egoangetriebenen Lebens, macht sie vergessen. Und doch ist die Möglichkeit dieses Blickwinkels immer in dir.
Vergegenwärtige: Das „Jetzt“, in dem sich am Ende keine Fragmente einer eingebildeten Vergangenheit, einer aus der Vergangenheit projizierten Zukunft mehr befinden, ist deswegen frei von Tod, Verwesung, Angst, Schuld und Trauer, Gier und Leid, frei von jedem Schmerz – die doch alle nur Illusionen der Vergangenheit sind. Im Jetzt existiert diese Vergangenheit nicht. Nur das, was liebevoll ist, kann erkannt werden. Hast du dich auf die Liebe eingelassen, auf den Frieden, wird dieses Jetzt dich erfassen, wird es dich tragen. Die einzige Voraussetzung ist, dass du diese Liebe möchtest. So einfach ist das. Sie wird zu dir kommen. Du brauchst nicht leiden und dich nicht anstrengen. Wenn dein Wille der Wille der Schöpfung ist, so wird sie dich nicht alleine lassen, wie sie keines ihrer Kinder je vergessen hat. Auch denen, welche sich arrogant und verächtlich, ihr Ego gesättigt durch die vorgebliche Macht, aufgeblasen, von ihr abwenden, sie verleugnen, bietet sie die Allmacht der universenumspannenden Liebe an. Doch, blind in ihrer verblendeten Gier, systemgebunden, sind sie nicht in der Lage, sie zu erkennen. So fahren sie fort, in ihrem Zerstörungswerk, bis sie sich, im Augenblick der Auflösung ihrer Form, mit ihrem wirklichen Ich, kurzzeitig befähigt sehen, die übergroße Liebe zu erkennen, die allem Leben zugrunde liegt. Hier scheint für sie der Anfang und das Ende zu sein. Die Wirklichkeit ist die Ewigkeit. Der Tod existiert nicht. Er ist Illusion. Hinter dem, was wir dort vermuten, wo wir vom Tod reden, scheint eine immerwährende Sonne, die des ewigen Lebens. Und der Tod, wie ihn das Ego verwendet, ist lediglich eine wirkungslose Drohung. Es ist, als ob vor den Menschen eine rote Fahne geschwenkt würde, sie sich, wie eine Herde Rinder, geschlossen dem Pferch zuwenden. Könnten sie doch bloß zu ihrer wahren Natur aufwachen, das Paradies erkennen, das hinter der roten Fahne des weltlichen Wissens in der raumlosen und zeitlosen Ewigkeit, die wir wirklich sind, auf sie wartet. Erwacht aus diesem leidvollem Traum der Macht über die Schöpfung! Erkennt ihre Liebe in Euch.
Nie, ist etwas verloren. Jetzt. Ja, dieses Jetzt ist lebendig vorhanden. Es findet sich jenseits des Denkens. Und doch ist es so nah, dass wir es zumeist nicht erkennen. Es versteckt sich im Flügelschlag des Kolibris genau so, wie in der Vernichtung von Milliarden von Quadratkilometern Regenwald. Es ist vielleicht vorhanden, wenn ein Zen-Mönch seine Schüler auffordert, mit einer Hand zu klatschen, wenn ein Buddha, um eine tief bedeutungsvolle Rede zu halten, eine Lotosblume über seinen Kopf hält.
„Ich bin lediglich das Loch in einer Flöte, durch die Gottes Atem strömt.“ Diese Weisheit, diese Hingabe in den wundervollen Willen der Liebe, mag ein Beginn des Wissens sein. Mag der Beginn einer überirdischen Melodie voller Klarheit, rein und unschuldig, sein. Diese Melodie, das ist das Versprechen der Liebe, wird uns in Ewigkeit begleiten. Und deine Brüder werden den Klang vernehmen und sie werden beginnen die Tücher vor ihren Gesichtern eines nach dem anderen zu entfernen. Und das Licht der Wahrheit, welches in der Melodie schwingt, wird ihre traurigen Gemüter erhellen, auch wenn sie es nicht wahrhaben möchten.