Der absolute Mensch

Absoluter Mensch

Weder Anfang noch Ende?

Wenn wir tief in uns selbst blicken, werden wir weder einen wahrhaftig definierten Anfang noch ein solches Ende finden. Das liegt an der absoluten Konzeption der Ewigkeit, die unser Erbe als Kinder der alles umarmenden Liebe ist. Die mehr als einfache Wahrheit ist, dass wir, als Geschöpfe der singulären Absolutheit, nur selber in höchster Form vollendet sein können, wie es unsere Mutter, unser Vater, wie „es“ die Alleinheit es ist.

Absoluter, träumender Gott?

Das heißt ausgesprochen geradlinig, dass wir, ein jeder, der Gott eines „singulären“, nichtsdestotrotz absoluten Universums „in“ der Alleinheit „sind“. Jeder von uns ist absoluter, träumender Gott, Schöpfer, Teil der Liebe. Das meint, unser Geist füllt ALLES, wirklich „Alles“, aus – in welcher Definition auch immer. Das ist mit „Ich bin“ gemeint. Wir sind. In Absolutheit mit allen Konsequenzen.

Absolutheit in Konsequenz?

Welch unglaubliches, wunderbares Königreich! Wir könnten darin wohnen, durch kniehohes Gras toben, uns an Pusteblumen ergötzen, Schmetterlinge jagen – denn ALLES ist ABSOLUT in Ordnung. Das ist die Wahrheit – wir aber vegetieren in einer gigantischen Selbsttäuschung dahin – in dem Glauben, unsere Verantwortung an ein, nur schemenhaft gedanklich zurecht gezimmertes, „Außen“ abgeben zu können.

Absoluter Mensch

Eine strafende Schöpfung?

Wir sind der Überzeugung, dieses, mit unseren Sinnen, unserer Wahrnehmung nicht weiter zu hinterfragende Etwas, – Gott – was auch immer, sei böswillig, nachtragend, strafend. So bereitet uns das Leben unsägliche Angst. Trotzdem versuchen wir verzweifelt, Regeln in dem Chaos zu etablieren, sind bemüht, einen Sinn zu konstruieren. Unsere Absolutheit, unser Dasein als Gott, ist in diesen Bemühungen völlig untergegangen.

Bekenntnis zur Kleinheit?

Wir haben uns, weil unser Geist so trainiert wurde, sehr großartig, zur Kleinheit bekannt. Bewusst ist das niemandem, die Kleinheit ist, grundlegend, in Potenzierung ihrer selbst angelegt. Kleinheit ist das Prinzip dieser Gesellschaft, so entstammt auch jede vorgebliche Großartigkeit nur einer übermächtig tristen Auslegung unseres „Seins“. Um diesem Problem, dem Zweifel ob der Sinnhaftigkeit „auf den Grund zu gehen“ – partitionieren wir.

Wissenschaftliche Betrachtung?

Wir zerteilen in immer kleinere Stücke, nennen das Wissenschaft. So entfernen wir uns mehr und mehr von der Ganzheit, fallen in Bedeutungslosigkeit, in dem Bemühen, unser Bestreben in Kleinheit und Zerteilung zur Suche nach Gott, zu gestalten. Nicht umsonst der Satz in allen Religionen: „Haltet ein! Kehrt um!“ Dem hinzuzufügen wäre: Es ist ohne Sinn, es gibt nichts zu tun, alles ist. „ES IST“. Du brauchst dich nicht zu sorgen. Mother Earth (in der Idee der Ganzheit) will care for you!

Fehlendes Vertrauen?

Wenn nun da in der Gesellschaftsidee ein Vertrauen zueinander möglich wäre, dass wirklich ursächlich wäre, könnte der Pfad der Umkehr quasi „blind“ gegangen werden, nur im Vertrauen auf den Bruder, die Schwester. Doch die Dynamik des urteilenden Systems lässt das nicht zu. Diese Möglichkeit existiert hier nicht, alles an der Konstruktion wirft zurück. Es gibt keinen festen Punkt im Dualismus, an dem man ein wirkliches Vertrauen fest machen könnte.

Außerhalb der Versklavung?

Es muss deutlich werden, dass unser wirkliches Dasein “außerhalb“ dieses vom Egogedanken der Vergänglichkeit und Sünde als alleinig projizierten „Außen“ (Unsere Versklavung eben) liegt – durch es hindurch, sozusagen, da das, was wir als Wahrnehmung festlegen, pure Illusion ist. Weiter ist aufzuzeigen, dass im Absoluten (der Wahrheit also) keine Aktion notwendig ist, da es, (die Wahrheit, das Absolute) die Aktion als auch die Nichtaktion ohnehin enthält, sie so, als nichtig erkannt, auflöst.

Nicht in Untätigkeit verfallen?

Das Absolute ist Nichts und alles. Wir dürfen nicht in Untätigkeit verfallen. Egal, ob wir uns selbst im Außen sehen, das unablässig unsere Lebensangst generiert – wir uns also lediglich zu Blättern im Wind des Unbestimmten erklären – oder wir uns der Erkenntnis über unsere Absolutheit nähern – unser Körper ist uns als Instrument der Wahrheitsfindung geschenkt – das Ziel der Liebe steht fest und wird erreicht, ist bereits erreicht. Lediglich unsere Art und Weise, die Dinge zu erklären, macht es uns unmöglich, dies zu erkennen.

Regeln ignorieren?

Es ist jedoch möglich, sich gegen den Wind der Gesellschaft zu stellen. Wer es versucht, wird feststellen, dass ehrliche Liebe zum Leben von der Schöpfung reich belohnt wird. Und ob du auch wanderst in tiefem Tal … Es ist möglich, wahre Erfüllung zu finden, indem man die Richtung des Pfades um 180 Grad ändert. „Ohne Rücksicht auf Verluste“. Es ist möglich, in vollkommener Umkehr dessen, was vorher gesehen wurde, den „heiligen“ Weg des „JETZT“ einzuschlagen, nur das zu tun, zu „ arbeiten“ was man liebt. Immer.

Außerhalb vorgegebener Algorithmen?

Der Gesellschaft fehlt schlichtweg das Bewusstsein, der Glaube, die Zuversicht. Nicht einmal wirkliche Hoffnung ist vorhanden. Wir leben, sind uns eines grausamen Daseins bewusst, haben es verinnerlicht, sind überzeugt von seiner totalitären Negativität, in dessen Einzelteilen wir verzweifelt nach Sinn suchen. Es gibt grundsätzlich nichts anders. Alles und jedes ist in Algorithmen gepackt – und auch die Quantenphysik gehört dazu.

Die Welt eine strafende Unbedingtheit?

Wir !eben unsere Welt als eine negative, eine strafende Unbedingtheit. Und dieser deterministische Negativismus ist uns hochheilig. Wir haben diese Sichtweise auf die Welt, auf unser Sein, unser Dasein, verinnerlicht. Sie ist uns, im wahrsten Sinne des Wortes, in Fleisch und Blut eingegangen. Doch es ist nicht die Wahrheit! Also: „Haltet ein! Kehrt um! Die Welt ist ein Paradies! Die Unbedingtheit ist liebend!“ Es wird Dir nie etwas anders als Liebe zustoßen. Und das stimmt (absolut) – auch wenn Du es nicht erkennen kannst. Vertrauen ist der Weg.

Dein Denken spiegelt die Welt?

Es ist vollständig DEIN Universum, das Du lebst. Komplett, durch und durch. Keine Ausnahme. Male es schwarz an und es ist schwarz. Denke über Kriege, Krankheit, Tod, Hunger und Leid nach – und Du wirst sie finden. So viel Du möchtest. Das (leider) geht so tief, dass Du es nicht erkennst, unter Deinem Götzenschutz. Was Du mit Deiner Wahrnehmung, respektive Deinem Körper, manifestiert, hält Dich in dunkelster Blindheit.

Wir sind reine Liebe?

Nochmals, die stringente Logik ruft: Wir sind EINGEBORENE Kinder einer absoluten Schöpfung,, die nur reine Liebe, Wahrheit sein kann. Die Begrifflichkeit des Absoluten in dieser „Formel“ führt in direkter, „zwingender“, vollkommen abstrakter Logik, zu der Erkenntnis, dass wir uns in derselben Situation „befinden“ wie unser Schöpfer. Wir sind absolute Liebe, absolute Schöpfung – sind absolut GOTT. Es ist. Liebe.

Nur ein Tor am Ende vieler Pfade?

Und erneut: Wer sich von den zahlreichen Zeugen, die das Ego zu Gunsten seiner Daseinsauslegung anschleppt, weiterhin täuschen lässt, der wird die Suche nach einem Sinn, die eines jeden Aufgabe auf dem Pfad ist, ohne Aussicht auf irgendeinen spürbaren Erfolg, in einem geschlossenen Labyrinth mit mehreren Ebenen betreiben – bis zu dem Zeitpunkt, zu dem sich dieses eine Tor öffnet, das ihn eben dieses, nämlich die Beschaffenheit seines Daseins als sinnlose Flucht durch die Zeit, ohne jeden weiteren Zweifel, erkennen lässt.

Fazit

Vom heiligen Augenblick des tatsächlichen Sehens an, verändert sich die mit den Sinnen und dem Geist wahrgenommene Konstellation der Dinge. Der Pfad führt nunmehr direkt zur Quelle. Eine wahrhafte transformierende Abstraktion von Zeit und Gewahrsein lässt die nun immer mehr greifbare Urkraft der (absoluten) Liebe zur alles umarmenden, unendlich zärtlichen Realität werden. Immer lauter wird der alte Gesang, immer heller unser Geist.

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Die große innere Ruhe

Nicht mehr von dieser Welt?

Wo mag sie herkommen diese große innere Ruhe, diese Abwesenheit fast, vom weltlichen Geschehen, die man bei manchen sehr spiritual in Erscheinung tretenden Menschen wirklich spürt?Klar ist, eigentlich wird dies nicht in Worte zu packen sein, – vielleicht sehen wir uns ganz einfach einmal die Begrifflichkeiten an, die diesem „ Zustand“ nahe kommen.

Das Hindernis die dualistische Ich-Verhaftung?

Friede, Stille, Versunkenheit, Abwesenheit. Der Friede – das Fehlen jedweder Turbulenzen. Die Stille – die Abwesenheit weltlicher Geräusche. Die Versunkenheit – das Wissen um die eigene Absolutheit. Die Abwesenheit – die aktive, bewegungslose Anwesenheit im Zentrum des Nichts. Es ist vollkommen deutlich, dass jeder Mensch diese Qualitäten inne hat – nur die dualistische Ichbezogenheit, die Egoverhaftung hindert uns daran, dies in uns selbst zu erfüllen.

Dichte Schicht von Lebensängsten?

Wir kommen an diesen Zustand nicht heran, weil wir uns mit unseren Lebensängsten keinerlei Gelegenheit dazu geben. Wir sind vollständig (!) abgelenkt von der Beschäftigung mit den Götzen, die wir für uns persönlich erschaffen haben. In einer Tretmühle von Vorurteilen haben wir uns selbst sorgfältig fest gezurrt. Wir sind in einem geschlossenen System gefangen, dessen einziger Zweck darin besteht, sich selbst als „real“ darzustellen.

In die Attraktion der Gefangenschaft hineingeboren?

Es bietet uns zahlreiche Attribute, „, Attraktionen“ an – jedes einzelne bedeutet die vollständige Gefangenschaft – so man auch nur „gezwungen“ ist, auch nur den geringsten Teil davon anzunehmen – der Kerker des Urteilsdenkens ist – oder auch nicht. Doch die Entscheidung wurde bereits für uns getroffen, es ist an uns, wir haben als ihre Schöpfer die Macht dazu – sie nunmehr rückgängig zu machen.

Der Angstgedanke ist bestimmend?

Was uns verharren lässt, ist die unbändige Angst, welche die Konstruktion des Denksystems ganz unweigerlich herauf beschwört. Das System beruht gänzlich auf diesen Angstgedanken. Sie erst machen es überhaupt möglich. Es ist diese Angst, die uns klein hält. Sie scheint begründet und wird von vielen Zeugen, nicht zuletzt dem eigenen Körper, harsch bestätigt. Wir sind, so der Konsens, hilflos in einem Körper, einem urgewaltig vielschichtigen „Außen“ gänzlich, auf Tod und Teufel sozusagen, ausgeliefert. Hilflos.

Friß oder stirb?

Und diese Gedankenkonstruktion, wir wissen das ganz genau, hat uns zu ihren Arbeitssklaven erniedrigt. Um zu überleben, müssen wir seinen Statuten absolute Folge leisten. Genau dies, unsere Verhaftung in dieser Denkarchitektur lässt uns den Zustand, der großen inneren Ruhe, vollkommen unmöglich und nahezu unsichtbar erscheinen. Wir sehen uns selbst vor lauter angeeignetem Vorurteil nicht mehr. Wie sollte es uns da möglich sein, noch irgendwas anderes zu verstehen, zu sehen, zu erkennen?

Trigger transzendieren?

Wir lassen uns triggern. In einem wörtlich weltbewegenden, mehr als gigantischen Ausmaß. Und der Friede, die wahre Liebe, die Versunkenheit – die Ruhe – sie ist hinter jenen Turbulenzen verborgen, die solche, Egotrigger erzeugen, die in Potenzierung eben die Weltengemeinde ausmachen. Ein Abstand von dieser Welt, kann nur positiv sein. Doch unser eigentliches Ziel transzendiert auch dies.

Ausdehnung kann sich nicht in Einsamkeit finden?

Doch – und höre klar – dass eine einsame Höhle niemals ein längerer Aufenthalt für Menschen des Verstehens sein kann. Die Trennung von dem Außen – durch die Ablehnung von Äußerlichkeiten – ist zwar zielführend – doch nichts, wenn dem die innere Erkenntnis fehlt, dass Liebe, also die Transformation des Weltendenkens, eine allumfassende Ausdehnung ist – die er vorantreiben kann und möchte, begehrt, hat er sie einmal erfahren.

Eremitendasein nur Durchgangsstation?

Es kann eine Weltfremdheit immer nur ein vorübergehender Zustand sein, ansonsten wäre er Stagnation. Es ist, dass die Liebe die Welt aktiv lebt. Ihre vorgebliche Abwesenheit, ihr scheinbares Scheitern ist eben furchtbares Teil dessen, was der Mensch in seiner Überzeugung eines strafenden Gottes erschaffen hat. Eine Illusion, die der zärtlichen Wahrheit diametral gegenübersteht.

Unrteilsinexistente Kommunikation?

Liebe bedeutet immer vollkommene Kommunikation. Wirkliche Kommunikation, urteilslsinexistent, führt die Gesellschaftskonstellation, den menschlichen Konsens ad absurdum. Deshalb kann und darf sie nicht existieren. Eine tatsächliche, urteilsfreie Kommunikation würde unsere Eigenschaft als Gott aufzeigen, würde jeden Gedanken des Leids, des Schmerzes auf der Stelle verschwinden lassen, würde uns die Wahrheit unserer Existenz in nicht zu beschreibendem Glück bedeuten.

Auflösung des Urteils?

Der, mit uns, lebendige Weg, ist die Auflösung der Unterschiede, die das dualistische Denken als seine Grundlagen verkündet. Das ist ein ausgesprochen realistischer, praktischer Weg, den wirklich jeder von uns in seinem Alltag, in seinem Universum verwirklichen kann. Und dabei die ganze Welt zum Guten ändert! Vollkommen gleichgültig, wo der Einzelne beginnt. Die Welt besteht aus Hierarchien, es ist nicht möglich, etwas verkehrt zu tun.

Nicht mehr zu tun als das mögliche?

Wer nun lediglich versucht, wer nur das tut, wozu er sich eben in der Lage, in der Situation, in der Möglichkeit befindet, das Urteil, den Unterschied der Dinge immer mehr und mehr zu erkennen, sie aufzulösen, ja, schlicht zu ignorieren – wer also vollkommen unbedarft und einfach versucht zu verstehen – dem werden sich in unfassbarer Herrlichkeit, im Wohlwollen der Schöpfung, immer neue Tore auftun.

Wir sind in Potenzierung der Liebe?

Es ist vollkommen deutlich, dass die Anforderung an sich selbst, Unterschiede, letztlich das ganze schudbehaftete und Schuld generierende System der Wertigkeiten, zu ignorieren, den Weg in die eremitische Einsamkeit geradezu heraus fordert. Doch gilt es, so wird jedem auf seinem Pfad deutlich, dem Quell zu entsprechen, seine Ewigkeit zu verdeutlichen, denen gegenüber, die noch nicht zu sehen bereit sind. Die wahre Liebe ist ihre Ausbreitung, ihre Potenzierung über mit und durch Dich, der Du die Schöpfung bist.

Geschmolzenes Urteil?

Es gilt das Urteil, den Unterschied aufzulösen. Es zu erkennen, dass das was mit dem Urteil passiert, wenn wir nur versuchen, wirklich zu lieben, ist, dass es eingeht in das Absolute, Ganze der Liebe, fortan zu einer Einheit verschmolzen ist, einer Einheit, die zärtlich und lächelnd ALLES umfasst. Und diesem Alles gilt es bis ins Tiefe des Herzens, ganz genau so allumarmend zu vertrauen. Dann verändert sich die Konstellation der Dinge, immer mehr und neues Vertrauen wird möglich, ist da, wird erfahren.

Fazit

Ein Vertrauen ist dies, das auf dem Pfad gelehrt und gelernt wird. Jede Situation, alles was dein Leben ist, ist der schon wunderbar vollendete Auftrag, Dich dies sehen, erkennen zu lassen. Dies ist der Zweck Deines Daseins und jedwedes Streben der Liebe, in dem, was Du Leben nennst. Die Ruhe, der Frieden und das Glück liegen in Dir, nur Du bist ihre Quelle in der Einheit. Findest Du die Wahrheit, gehört sie der Welt.

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