Thich Om „Von der Wirklichkeit der Natur“

Natur

Stetes schlechtes Gewissen

Begehrlichkeiten – der Stolperstein im Stolper-Sein. Ist es nicht so, dass wir meinen, zu erkennen, die Begehrlichkeiten, denen wir auf unserem Lebenspfad begegnen, denen wir also erliegen – seien das, was uns davon abhält, jemals diesen Zustand der Erleuchtung, des Verstehens, zu erreichen, von dem so viel – und so wortreich – immer wieder erzählt wird? Wir empfinden vielleicht Unwohlsein, ob dieses „Versagens“ in Bezug auf die „göttlichen“ Gesetze.

Die Sünde in vielen Ebenen

Wir haben, in dem einmütigen Bestreben der Menschengemeinschaft, sie wegen ihrer Hässlichkeit zu verstecken, den Begehrlichkeiten viele Namen gegeben. Einer ragt heraus – mit ihm die namensgebende Institution: Die christliche Glaubensgemeinschaft nämlich und ihr Basisglaubensgrundstein: Die Sünde. Wer sündigt, kommt nicht in den Himmel.Und der Versuch, in dieser, durch die Sünde definierten Welt, ohne Sünde zu leben, muss zwangsläufig scheitern.

Grundfrage

Halten wir die Situation einmal im Groben fest: Wir sind mit unserem fühlenden, zur Einschätzung fähigen Geist – mit Körper – in einem Dasein gefangen, dessen Handlungslogik sich aus zahlreichen Entscheidungen über Gut und Böse, im weitesten Sinne, definiert. Der Lebenszwang, zu entscheiden, ist im gleichen Moment auch das, was unsere Lebensumstände ausmacht. Das ist eine ausgesprochen wichtige Tatsache: WIR SIND IMMER DIE ENTSCHEIDER.

Wer die Begehrlichkeit bedient, scheitert?

Das von uns als unangenehm empfundene – rund um die Begehrlichkeit – ist das in seine Dynamik implementierte „sich Versagen“. Das führt geradeaus zu einer Ablehnung – zu der Ablehnung – die wir dem gegenüber empfinden, das uns die Erfüllung unserer „Begehrlichkeiten, Wünsche“ unter Hinweis auf das „Paradies“ verbieten möchte. Dies wiederum generiert Zweifel, Angst, schlechtes Gewissen. (Gewissen — die Gewissheit, Sünder zu sein.)

Festgenagelt

Das ist nun ausgesprochen statisch, festgeklemmt sozusagen – denn wer ohne Sünde usw. Eine fade Situation, aus der wir aufgrund unserer fehlerhaften Moral, unserer Schwäche, unserer Verderbtheit – unserer menschlichen Schwäche – (das alles postuliert zumindest die katholische Kirche) nicht oder nur als Heiliger entfliehen können. Mit dem Ablasshandel im Mittelalter alles kein Problem – doch was tut der moderne Mensch?

Tristes Hiersein

Auch wenn die Situation eine gewisse Komik nicht entbehren lässt, so ist sie jedoch, ganz im Gegenteil, eine wirklich tieftraurige. Denn hier scheint auf, in welcher sinnlosen Vergeblichkeit, in Zweifeln und immer voller Angst – tatsächlich ohne jede wirkliche Antwort – wir unser Dasein betrachten. So, wie es uns aufgetragen, eingehämmert, aufgepflanzt, implantiert wurde. Hier liegt die Traurigkeit der Kinder Gottes begründet – wie furchtbar, welch trübsinnige Arroganz, welch durch und durch verrücktes Tun.

Reflektiertes Selbstbild

Nun, dieses Handeln, diese Generierung unserer Realität, die dann eben entsprechend trist anzusehen ist, schulden wir unserer Vorstellung. Wir greifen, um die Realität in unserem Geist (vor unserem geistigen Auge) abzubilden, auf Daten, Moralismen, Bilder, die bereits vorhanden sind (bereits in irgendeiner Form erfahren oder mit genügend Informationen versehenen,- um gewissermaßen „realistisch zu wirken) zurück. Nicht mehr.

Schulwissen

Will meinen, wir setzen, als alleiniger Regisseur, die gerade, für uns, zur Situation , unserer Stimmung passenden,, die den „nervösen“ Umständen entsprechenden Bilder – Abläufe (!) zusammen – um eine bestimmte Situation – in einer über-gigantischen, sich seit Anbeginn der Zeit potenzierenden Situationsvielfalt – zu generieren – das ist unser persönlich-individuelles Weltsituation-Moral-Glaubens-Gemütszustands-Gemälde. Vollkommen durchdrungen von der Schule, an der wir gelernt haben, zu puzzeln – und zudem abhängig von gegebenen und verlangten, genommenen Puzzleteilen.

Urfreiheit

Was, ganz generell, Ursache und Anlass für jede Art von Begeisterung sein sollte. Nicht nur beweist sich eben, dass es kein „tatsächliches“ Äußeres/Außen gibt, sondern vielmehr dürfen wir feststellen, dass wir in aller allumfassenden, absoluten – (Gottgleichen) URFREIHEIT leben – wenn wir es nur realisieren könnten. Jedoch ist diese Erkenntnis so simpel konstruiert, dass über kurz oder lang ein jeder die Möglichkeit haben wird, diese zu verinnerlichen. Und in diesem Zusammenhang darf man ohne Weiteres von der großen Welle der Erleuchtung reden, die über den Globus geht.

Gewahrsein der Freiheit

Man kommt zu der Annahme, dass eine gigantische Bewegung der Bewusstseinserweiterung unter den Menschen unterwegs ist – erstanden aus Jahrhundertelanger geistiger Unterdrückung durch die Religionen – sich ein weltumspannender Freigeist des Verstehens gebildet hat – der eben in dieser Erkenntnis, dem (Gewahrsein!) der vollkommenen Freiheit des Menschen mündet. Schlagender Beweis für diese Annahme mag die „Weisheit“ der Quantentheorie sein – die am Ende nichts anderes als dies aussagt. Der Beobachter erschafft.

Wissenschaft und Spiritualität treffen sich

Ja – nach Jahrhunderten treffen sich Spiritualität, tiefste Erleuchtung und die dualistische Wissenschaft – die sich die sich in diesem Tun selbst ad absurdum führt. Ein Heisenberg, ein Nils Bohr, in unseren Tagen noch ein Professor Dürr – sie sind, neben zahlreichen anderen, die ersten wissenschaftlichen Größen,die das Denken der Menschen öffnen – und zusammenführen. Das einzige, was der Wissenschaft hier in ihrer Betrachtung fehlt – ist die Liebe – doch sie ist Basisgrundlage.

Universales Verstehen

Um die Stränge zum besseren Verständnis noch einmal zusammen zu fassen: Was auf der einen Seite, durch die Absolutheit der Liebes-und Schöpfungsidee aufgezeigt ist – nämlich die aus der Absolutheit entspringende Konsequenz des ewigen Lebens, der Wirklichkeit als Schöpfer aller Universen, den Du ganz allein darstellst – wird – als deutliches Zeichen der mondialen Bewusstseinserweiterung – seit etlicher Zeit auch von der Wissenschaft belegt.

Quintessenz

In den „Funktionen“ der „Quantenphysik“ wird exakt diese spirituelle Erkenntnis – mit wissenschaftlicher Tiefgründigkeit, in dezidierter Definition – als Quintessenz gehandelt. Die „Forschungen“ zu diesem Thema sind nicht alt, doch bis sie auch an die Oberfläche der Gesellschaft gelangen, ist nur eine Frage von wenigen Jahren. Das ist – sieht man diese Konstellation der Geschehnisse aus Distanz – in wahrer Grund zur Freude.

Jubel angesagt

Halleluja, – jubilieren sollte die Menschheit. Nach Jahrhunderten der Einkerkerung durch die Kirchen, hat sich nun in freiheitliches Denken entwickelt, das es auch möglich macht, das bisher, aufgrund seiner alles verändernden Eigenschaften, immer verbotene, verheimlichte, „neue“ Gedankengut des „Nondualismus“ zu begreifen – dieser gegebenen Situation des Leidens in Illusion GEWAHR zu sein.

Fazit

Was letztenendes sehr einfach heißt, dass die gesamte Menschheit dabei ist, durch ein weit geöffnetes Portal zum Glück zu spazieren. „Das Alte macht lediglich noch eine Menge Lärm.“ Das ist nicht nur Hoffnung, sondern strahlende Zuversicht. Wir, die Menschheit, jeder von uns, der wir EINS sind, haben die Macht zu verändern. In uns allen liegt der unbändige, „überirdische“ Wunsch nach Liebe. Das ist die Wahrheit – und als Kinder Gottes sind wir auch Kinder der Wahrheit. Und der Wunsch der Liebe ist seit Anbeginn der Ewigkeiten liebevolle Realität.

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Was könnte außerhalb von Gott sein?

Wer diesen Satz versteht, wer den Wahrheitsgehalt verinnerlicht hat, der weiß, er geht den richtigen Weg. In der Bedeutung, der Stimmigkeit dieser Worte, liegt die Erleuchtung, die Erkenntnis. Es ist unsere Aufgabe, es ist die Auflösung jedweder Lebensproblematik – will meinen einer tiefgehenden Sinnfrage – denn die offensichtliche falsche Richtung, die wir mit den „Dinglichkeiten“ des Lebens eingeschlagen haben, offenbart sich jede Sekunde in grausamer Art und Weise.

Aussen

Die Adam und Eva-Apfel-Frage

Das dualistische Logiksystem, dass sich auf die Grundlage beruft, dass es eine Definition für „Gut“ und „Böse“ gibt, entsteht aus dieser Kernfrage, um sie herum. Daraus aufbauend sämtliches Wissen unser definierten Welt, jedwede Formel, jedwede Präambel – schlicht jedes Urteil – damit jede Sünde. Es ist ein Informationssystem. Auch wenn die Informationen keinerlei Bedeutung haben – nur Seifenblase sind.

Dynamik des Chaos

Die Dynamik, die durch die Verknüpfungen der Dinge im vorgeblichen Außen entsteht, potenziert sich. Wir reden hier vom Denksystem der Menschheit, von der Verstehensdoktrin, die uns allen eingehämmert ist. Es ist dies ein mehr oder minder geschlossenes System, es begrenzt sich durch seine Basisstruktur, die in Zerteilung funktioniert. In einem System – dm eben beschriebenen Informationssystem. Tatsächlich gibt es in der Wissenschaft eine Definition für die Dichte der Information in einem solchen System. Das nennt sich dann Entropie.

Veränderung nur im Zunehmen möglich

Nun ist es physikalisch und logisch so, dass sich der Zustand eines solchen Systems immer nur nach oben hin verändern kann, in Addition – die Anfangssituation und jede darauf folgende sind jeweils statisch. Will meinen – und dies gilt sowohl für unser galaktisches, unser System aus Universen, wie auch für all die anderen Informationssysteme, schließlich das der Menschheit schlechthin – es wird der Punkt auf einer Zeitachse erreicht, an dem die Dichte im System so groß ist, dass keine Bewegung mehr stattfindet. Stillstand.

Dasein aus einem Denkfehler

Wir lebenleiden – in einem System, dass sich schon zu Lebzeiten für tot erklärt hat. Aus einem Denkfehler – dem Urknall der Angst – einer verwirrten Entscheidung, dem Streben nach „MEHR“ – letztlich tatsächlich dem Wunsch, „Gott“ zu töten – der Frage nach Gut und Böse nämlich – ist in Potenzierung ein vollkommen verwirrtes, vielschichtiges Chaos entstanden, in das wir uns wir in Stahlfäden verwickelt haben. Unser vorgebliches Dasein.

Gott verlässt sich selbst nicht

Wir sind unseres NATÜRLICHEN, WIRKLICHEN GEWAHRSEINS verlustig gegangen. Gott ist die Schöpfung, ist die Liebe, ist allumfassend, allmächtig, absolut liebend. Aus dem heraus – hat er die Welt geschaffen. In absoluter Liebe – für seine Kinder. Und er hat sie nie verlassen. Die Welt in Liebe, die GOTT erschaffen hat, hat nichts mit dem zu tun, was wir für unser vergängliches Dasein halten.

Dei Realität ist Liebe

In der Wirklichkeit, der wir nicht gewahr sind, erfüllen sich ganz natürlich alle Attribute der Liebe. Das ist die Wahrheit. Und nicht das verwirrte, chaotische Netzwerk aus Algorithmen und sich widersprechenden Präambeln, das der Mensch mit seinem Egodenken installiert hat – ein negatives, jetzt schon totes Chaos, per Definition, aus jeder Logik heraus. Ein Sammelsurium an Fragmenten, Partitionierungen, die ohne Ausnahme negative Tendenz aufweisen.

Ganz dicht mit uns

Was ist gemeint mit „gewahr sein“? In der Begrifflichkeit liegt klar eine Verörtlichung definiert. Es meint, die Wirklichkeit, „wahre, wirkliche“ Wirklichkeit existiert, ganz dicht bei uns … nur sind wir nicht in der Lage, sie zu realisieren. Sie liegt unter Milliarden und Abermilliarden von „wenns, sollte, hätte, wäre, könnte, müsste“ … vergraben. Wir haben uns entschieden, in Angst zu leben, in Angst vor einem strafenden Gott, einem „bösen“ Unbedingten – und wir ziehen diese Entscheidung gnadenlos (Gnade für uns selbst) durch.

Fazit

Vor lauter Ablenkung, vor lauter Angst, in Angriff und Verteidigung, ist es uns unmöglich, anzunehmen, unser leidvolles Leben könnte anders sein. Auch wenn wir die Entscheidung für diese Art über das Dasein zu denken, nicht bewusst getroffen haben – wir haben sie getroffen – sie ist passiert. Das heißt klar – wir können uns ganz genauso, wissend, anders entscheiden. Das ist alles was notwendig ist. Ein klein wenig Wollen. Die Einsicht, dass die Schöpfung Liebe ist – und auch so handelt. Nicht mehr.

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