Die Natur des Menschen

Natur des Menschen

Trennung par excellence

Eine Begrifflichkeit, die gnadenlos trennt, wie ein Seziermesser. Die Natur vom Ganzen, den Mensch von der Schöpfung. Was ist die Natur eines Steines? Was die eines Tieres? Die Naivität der Betrachtung ist offensichtlich. Nichtsdestotrotz reiben sich die Philosophen ihre Denkapparate nach wie vor wund. Es ist aber auch Ist aber auch eine ehrgebietende Formulierung.

Natur – angsteinflößend?

Nun, es stellt sich einfach so dar, dass die Natur für uns eine mehr oder weniger nicht zu beeinflussende, wunderbare, unbegreifliche auch gefährliche, jedenfalls gigantische Einheit ist. Und nun sagen uns diese Worte, dass wir so etwas selber haben/sind. „Die Natur des Menschen“ Das macht schon Staunen, flößt uns, bereits rein semantisch, Ehrfurcht ein. Was wird hier suggeriert? Dass wir außerhalb der Natur stehen? Dass es eine Mehrzahl von Naturen gibt?

Prämisse der Trennung?

Was aufscheint – das ist nicht lediglich fades Wortspiel – ist die perfide Trennung des Menschen von Gott. Der Mensch, so postuliert man, steht über oder auch neben der Natur – das geht hier didaktisch so weit, dass er seine eigene besitzt. So bekommt die Antwort auf die Frage nach der Natur des Menschen, dass sie animalisch sei, den Anschein eines eher tristen Witzes. Wie immer in Definitionen, wird geurteilt – und das heißt genauso Aufteilung, Zerteilung, Partitionierung.

Wer hat’s erfunden?

Das, um die Angelegenheit noch von einer anderen Seite anzugehen, was uns da als „Natur des Menschen“ verpackt wird, – wer hat’s erfunden? Wer stellt sich hin und sagt: „Schau her, so ist das.“? Es ist das System selbst, das sich beschreibt – wobei jeder Negativismus der aufkommen könnte, dem Individuum an sich untergeschoben wird. Und so ist die „Natur des Menschen“ zur Entschuldigung für das Entsetzen geworden, welches das dualistische Denken generiert.

Scheinheilige Rechtfertigung?

Wir haben es mit einer Lüge zu tun. Man hat uns die Unwahrheit gelehrt. Das, was da dem Menschen untergeschoben wird, ist in keiner Weise seine Natur. Es ist lediglich die scheinheilige Rechtfertigung der dualistischen Illusion. Eine wirklich billige Ausrede, die niemand bemerkt. Und wir selbst lassen uns als willige Zeugen dieses unsres Selbst missbrauchen. Mit dem Anspruch einer „Natur des Menschen“ greifen wir „Gott“ an. Das wissen wir im Unterbewusstsein – hier ist der Grund für unser latentes Lebensunwohlsein, diesen leisen schmerzenden Zweifel am Lebenssinn.

Erklärungsseifenblasen?

Nun, kurzum – offensichtlich ist sie eine der vielen Erklärungsseifenblasen des Urteils Systems, diese „Natur des Menschen“. Doch, wenn der Mensch also keine eigenständige “Natur“ hat – was hat er, ist er, denn? Der Mensch ist nicht mit der Natur, nicht neben ihr, nicht einmal in ihr – es ist, mehr als leibhaftig und völlig persönlich – die Natur selber. Er ist, der Mensch – das ist seine Natur.

Verfälschende Denkkonstruktion?

Sobald wir also diesen Terminus auch nur zu einem Bruchteil annehmen, befinden wir uns schon in der verfälschenden Denkkonstruktion des Urteils, können gar nichts anderes mehr erkennen. Hier ist die Partitionierung am Werke. Da ist der Mensch – dort die Natur. Kann man es erkennen? Die Trennung von Gott. Die Natur des Menschen ist – absolutganz genau wie die Quelle aus der er stammt: Der Liebe. Und die Idee, Natur und Mensch müssten sich gegenseitig definieren, ist lediglich scheinbar philosophisches Geschwafel. Tatsache ist, dass Mensch und Natur, Mensch und alle Universen, Mensch und Gott – Mensch und die Liebe – geheiligtes, absolut EINES sind.

Klein geredet?

So wird also deutlich, dass jedes Attribut, welches der „Natur des Menschen“ zugedacht wird, nur kleinlicher purer Hohn ohne jede Wertigkeiten sein kann – denn was wir in Wahrheit sind – die absolute Liebe in Persona nämlich das zu sehen, ist ein allumfassendes Erkennen nötig, denn die Konstruktion der Schuldsprechung – eben der Wertigkeiten – existiert hier nicht. Sie erklàrt sich selbst als nichtexistente Illusion.

Täuschungsmanöver?

Ein geniales Täuschungs- Ablenkungsmanöver – wer nur hinguckt, sitzt schon in der Falle. Dabei wäre die Trennung doch so einfach zu riechen, sollte man, wohl leider fälschlicherweise, meinen. Denn es wird mit diesem Terminus einfach vorausgesetzt, dass Mensch und Natur zwei verschiedene Dinge sind. Ein ganzes, mit der rechten Erkenntnis ausgesprochen bigott wirkendes Weltbild, wird da – ad hok – mit Stahlträgern – zementiert.

Fazit

Wir sind der absolute (!) Mittelpunkt unseres Universums, aller Universen. Wir sind, was die Natur ausmacht. Jeder Hauch des Windes, der einen Grashalm streichelt, tut das in unserem Namen. Die Natur des Menschen ist die Liebe – und diese Liebe macht ihn aus – zu 100 Prozent. Alles andere ist nur Lüge – traurige Illusion. Diese Erkenntnis öffnet für uns den Spalt zur Ewigkeit.

Abhängigkeiten

Selbstverantwortung und Fremdbestimmung

Das große Missverständnis

Gefühle sind Grenzen?

Gefühle

Das Sein bestimmende Gefühle?

Eine selten mächtige Aussage, die hinter dem Wort Gefühl steht. Denn Gefühle – sie bestimmen über unser Dasein, begrenzen es auch. Und ein Zwiespalt tut sich auf – denn das Gefühl ist, von der Definition her, niemals Realität. Wir sind, wie wir uns fühlen … das ist eindeutig. Wenn ein Gefühl aber niemals Realität sein kann – was sind wir dann? Nicht wirklich? Nicht real? Diese kleine Bedeutungsspielerei führt uns auf den Grund der Dinge. Denn tatsächlich nur das Gefühl ist real – und Gefühle kann man ändern, indem man ihre Ursache ändert.

Das wahre Gefühl ist Vernunft?

Und die wirklich umwerfende Erkenntnis: Wir suchen überhaupt nicht nach „Gefühl“ . Wir suchen nach Vernunft. Und weil die Welt, die wir immer noch aus vielerlei Gründen leben möchten, von tiefstem Grunde aus, nicht nur unvernünftig, sondern vielmehr absolut verrückt und chaotisch ist, haben wir diesen steten nagenden Zweifel. Es geht weiter: Ein Gefühl ist immer Angst. Ein gutes Gefühl ist weniger Angst.

Aus unseren Informationen entstehen Angstgefühle?

Denn: Woher stammen unsere Gefühle? Aus den Informationen heraus, die wir, bewusst oder unbewusst, auf welche Art auch immer, erhalten. Diese Chaosinformationen können gar nicht anders, als Angst zu erzeugen. Das ist ihr einziger Zweck. Und da ist diese URvernunft, das Urgefühl, das ist die Liebe, die aus ihrer Absolutheit nur das Beste für uns passieren lässt. Doch ebenso gibt es eben unsere Informationswahrnehmung – und die Diskrepanz, die sich beim Vergleich mit unserer, aus der Liebe stammenden, schöpferischen, göttlichen Vernunft auftut – ist unser Lebenszweifel.

Alle Gefühle außer Liebe sind Illusionen?

Nun haben wir gerade im Vorbeigehen eine wichtige Sache aufgedeckt: Wir leben unser Leben, generieren unsere Gefühle aus dem Chaos der Welt heraus – diese Gefühle können also nicht echt sein – die Informationen, die uns als Grundlage für unsere Gefühle dienen, müssen zwangsläufig Illusion sein, denn nie würde die Schöpfung ihren Kindern auch nur das geringste Böse antun. Das wirkliche „Gefühl“ ist göttlich erinnert dich einzigartig, absolut eben.

Ist Erleuchtung dann Gefühlskälte?

„Denn nicht berührt ihn mehr die Welt.“ Ist das nun Gefühlslosigkeit, gar Gefühlskälte? Die Weltabgewandtheit des Wissenden – sie ist vielmehr die Fokussierung des einzigen Gefühls, dass es gibt – der Liebe. All die anderen Gefühle sind in ihr aufgelöst, sie ist das einzig notwendige an Gefühl. Wer erkennt, dass alle weiteren Gefühle, die neben der Liebe angeblich noch existieren, nur Traum sind, aus dualistischem Negativismus entstanden, der wird die Wahrheit sehen.

Dasein in Gefühlen?

Unser Dasein definiert sich in Gefühlen. Unsere Gefühle speisen sich aus dem Urdasein, das nur positiv ist. Bloßes Leben um des Lebens Willen. Der Konjuntivismus der dualistischem Idee ist wie eine Betonwand zwischen Deinem alles umarmenden, liebenden Ich, dem was das Gefühl der vollkommenen Liebe ist – und dem Müllhaufen der „hätte, könnte, wenn’s“ aus dem die Zweifel, das Unbehagen, das schlechte Gefühl, sich grundlos, nur um ihrer selbst, manifestieren.

Fragile, flüchtige Angelegenheit?

Ein Gefühl ist eine sehr fragile Angelegenheit, auch wenn es sich über sehr lange Zeit halten kann. Ein schlechtes Gefühl –„das“ schlechte Gefühl – ist wie eine Farbschicht über dem Urgefühl des Vollkommenen. Der richtige Gedanke, nämlich gar kein Gedanke, löst diese Farbschicht nachhaltig auf. Wer sich das Feld seiner Gefühle genauer betrachtet, kommt sehr schnell an den Punkt, wo ihre Irrelevanz abseits der Liebe vollkommen klar wird.

Eine Blüte meditieren?

„Geh“ nur einmal „in“ eine Blume, eine Blüte „hinein“. Sieh sie wirklich an. Geh ihr auf den Grund. Verinnerliche sie. Jedwedes schlechte Gefühl ist Dir in diesem Augenblick verloren – da ist nichts in dieser meditativen Gedankenkonstruktion, an dem sich ein negativistischer Gedanke fest machen könnte. Da ist nur positiver Gedanke in der Pflanze. Zarte Unbescholtenheit, Lebensglück. Sein. Existenz. Dasein. Liebe.

Nur einen Atemhauch entfernt?

Dieser absolute gute, positive Gedanken ist also in seinem Glück, seiner Freiheit von Angst, lediglich einen Atemhauch von uns entfernt. Das Gefühlssein in Zweifeln ist nur billiger Dunst, der keine Daseinsberechtigung hat, im Angesicht der Ewigkeit des Liebesgedanken, der uns doch so nahe ist, der doch unsere Wirklichkeit als Kinder der vollkommenen Liebe ist. Wer einmal erkannt hat, wie simpel es ist, einfach in diesem Urgefühl, diesem Erleben der Liebe, des Positiven des Schönen, des Lebenswerten zu verbleiben, wer die Lügen, die hinter jedem anderen „Gefühl“ stecken, sieht- dem bleibt gar nichts anderes übrig, als sich in staunender Dankbarkeit, aus dem tiefsten Inneren heraus – wohl zu fühlen.

Wir sind unsere Gefühle?

Wir sind unsere Gefühle. Und unsere „Gefühle“ – in diesem Gesellschaftsdenken – speisen sich aus den Informationen, Regeln, Gesetzmäßigkeiten, Prâambeln, Vorurteilen, Algorithmen, deren Essenz man uns „zukommen“ lässt. Sie sind darum chaotisch, instabil, tendenziös – letztlich tatsächlich vollkommenen irrelevant, weil es schlicht keinen Fixpunkt gibt, an dem sie sich wirklich festmachen ließen. Nichtsdestotrotz gestatten wir ihnen, unser Leben zu kontrollieren.

Übung des Lebens?

Es ist nun die Aufgabe, die Übung unseres Lebens, diesen Vorgang, dieses Tuch an Gefühlen, das uns immer wieder den Blick auf die wunderschöne, einfache Wahrheit der Liebe versperren möchte, zur Seite zu schieben. Immer wieder, ja, ohne Unterlass. Je mehr wir uns in dieses Bemühen versenken, desto einfacher wird es. Bis wir es verinnerlicht haben. Das ist der Pfad. Liebevolle Gedanken führen zu liebevollen Gefühlen, zu liebevollen Wünschen – einem Leben in wahrer Liebe.

Jede Sekunde behütet?

Was wir letztlich erreichen, ist das Gefühl, dass, egal welche Umstände vorherrschen, wir absolut behütet sind, jede Sekunde unseres Daseins zärtlich umsorgt. Ein gewaltiges Gefühl der Sicherheit, ein vollkommenes Vertrauen. Die falschen Gefühle dieser Welt berühren uns nicht mehr, wir wissen um ihre Täuschung. Uns dies Gefühl der positiven Unbedingtheit zu vermitteln, genügt uns die Schau nach innen, hinter die Masken der Welt, die wir als unbedeutend, gar nicht existierend für uns, erkannt haben.

Fazit

Dieses „letzte“ Gefühl, die „Schau“, der „heilige Augenblick“ wird geschenkt, wenn man nur ein kleines Wenig ehrliches Wollen aufbringt. Es entzieht sich jeder Beschreibung im Ansatz, doch es füllt alles aus, kein leerer, trauriger Platz bleibt übrig. Ein angstfreies Leben mit glühendem, leidenschaftlich für die Liebe pochendem Herzen. Und Du bist nur einen einzigen Hauch davon entfernt. Denn Du kannst die Sinnfindung in jedem Staubkorn, jedem Atom der Materie, reflektiert finden – und Dein Leben zur Erfüllung gestalten.

Interessant

Gefühle – Kommunikation auf Meta-Ebene?

Wir leben in gefakten Bildern der Vergangenheit?

Die Bausteine unseres Daseins – Illusionen – gefertigt aus Ignoranz und Farcen?

error: So sorry! Content is protected ...