Wir dürfen uns behütet fühlen

Behütet

Komponenten unseres Daseins

Es ist eine sehr durchdringende und wenn, in ihrer wirklichen Bedeutung erkannten, wirklich wunderbare Information: „WAS NICHT LIEBE IST, IST ANGST.“ Man könnte und kann nun sehr einfach fortfahren: Angst entspringt immer dem Urteil. Also – was nicht Liebe ist, ist Urteil. Betrachten wir unser Leben, können wir sehen, dass dies die Grundkomponenten unseres Daseins sind: Urteil und die daraus erwachsende Angst. 

Behütet

Wie viel leben wir?

Kalt sollte es jedem, der dies liest, den Rücken hinunter laufen: Wie viel lebe ich? Was in meinem Leben passiert aus Angst und welcher Teil meines Daseins ist Liebe? Wer diese Frage, in die Tiefe gehend, für sich selbst beantwortet, der hat, wenn er ehrlich ist, jeden Grund an sich selbst und dem Zweck seines Daseins ernsthaft zu zweifeln. 

Grausiger Abgrund

Und das Gefälle, der Abgrund, der sich bei dieser Selbstbetrachtung auftut, ist tatsächlich furchterregend. Da sieht man besser nicht hin. Schnell weg damit, in eine der Schubladen. Wie wollen wir sie nennen? Wertvolle Sprüche? Na, jedenfalls rein damit und weiter im Leben, dem leidigen. Denn mit dem Gedanken zu leben, sich so umfassend geirrt zu haben – das geht keinesfalls an. 

Schutzvorrichtung ds Egos

Darum die Schublade. Denn …. und das ist wohl die entscheidende Frage: Was wäre wenn? Wenn es keine Krankheit geben würde, keinen Tod, kein Leiden, keinen Hunger. Dann gäbe es auch keine Klassenunterschiede mehr. Und hier sticht, wenn er versteht, jedem, der im Gesellschaftssystem gefangen ist, das Herz, bleibt der Atem stehen. Denn alles, was er in diesen Worten erkennen kann, ist Verlust

Der Basisgedanke

Wenn alles allen gehört, dann hat nichts mehr Wert. Dieser, gerundete, Gedanke, hält das System am Laufen. Mein Wert. Mein Haus, mein Pferd, meine Yacht. Meine Frau. Die Furcht vor der Zerstörung des Individuellen, des „Eigenen“ „Erschaffenen“. Dies ist eine fest in den Ahnenreihen verwurzelte Überzeugung, die mit einer ungeheuren Furcht einher geht. 

Frontalangriff?

Warum nun ist diese Angst so existenziell? Weil wir uns in Dingen, erreichten, erlangten, gewonnenen, angeeigneten Dingen, definieren. Wir fühlen uns also in unserem Innersten angegriffen. Hier wird wiederum deutlich, wie sehr wir uns den Grenzen ergeben haben. Wieder dem besseren Wissen, dass „das letzte Hemd keine Taschen hat“ verteidigen wir unsere „Stellung“ bis aufs Messer, akzeptieren vollkommen die Grenzen, die uns durch Tod, Krankeit, schlicht dem Chaos des Gesellschaftssystems aufgebürdet werden

Fata Morgana das?

Die Vorstellung, dies alles könnte nur eine Einbildung sein, ein Urfehler in der Wahrnehmung, eine Art Fata Morgana, Illusionsluftspiegelungen des Nichts, erscheint uns vollkommen absurd. Zu schön um wahr zu sein, sozusagen – und das wars dann. Schublade. Zudem, neben dem, was in unserem Geist abläuft, werden wir ja auch von „Außen“ fortwährend mit Zeugenaussagen für das Gegenteil konfrontiert, unser Ego arbeitet 24 Stunden auf Hochtouren. 

Kerkerhaft ohne Hoffnung?

Eine offensichtlich hoffnungslose Angelegenheit. Wo ist der Weg hinaus aus diesem Kopfgefängnis? Es ist ganz einfach, eine von zwei Möglichkeiten der Entscheidung in Deinem Dasein. Es gibt keine anderen grundlegenden Entscheidungen – entweder Du entscheidest Dich für das Gesellschaftssystem – oder für sein vollkommen kontradiktionäres Gegenteil: Die gelebte Liebe. 

Nur zwei Möglichkeiten

 Es ist dies eine Entscheidungsfindung, zu der jeder in seinem Dasein (Nicht zwangsläufig dem Leben) hin geführt wird. Das ist darum unabdingbar und wahr, weil die Urquelle der Schöpfung, die Liebe, als absolut definiert ist. Das meint, sie wird, außerhalb des Zeitgefüges stehend, den so als Traum entlarvten Chaosgedanken, des bestehenden, verinnerlichten Urteilsdenksystems, vollkommen auflösen, seine Nichtexistenz offenbaren. 

Jeden Sekundenbruchteil in Sicherheit

Was wiederum für jeden Menschen meint, sich in vollkommener Sicherheit wiegen zu können, angesichts des Illusionscharakters, des vermeintlichen Unglücks des „Lebens“. Jede Sekunde ist in der großen Allmacht für Deine vollkommene Sicherheit gesorgt. Alles was von Dir verlangt ist, um ein angstfreies Leben zu führen, ist Vertrauen in dieses Wunder. Es wird Dir umfänglichst bewiesen werden. 

Große innere Stärke gegeben

Diesen Schritt nun aber zu tun – hinausgehen in einen vermeintlich schwarzen Abgrund, nämlich dem, was außer dem Gesellschaftsgedanken noch existiert, nur, weil Dein fester, vertrauender Glaube zu dieser Entscheidung kommt? Dann, wenn der Zeitpunkt dieses Erkennens da ist, nicht wieder zurückzuschrecken, sich wieder von den Fallen des Ego einwickeln zu lassen, wiederum die falschen Götter anzubeten – wer es schafft, dann in Liebe weiter zu vertrauen – dem tun sich die Tore des Paradieses auf – hier in diesem Leben. 

Fazit

Und der kleinste, nur wirklich ehrlich gemeinte Ruf an die Liebe, wird beantwortet werden – mit einer Fülle von Wundern in Deinem Leben. Dies sind die tatsächlichen Beweise für die Wirklichkeit – und sie zeigen den bloßen Illusionscharakter der sogenannten „Realität“ der Gesellschaft nur allzu deutlich auf. Diese heilige Wahrheit anzunehmen, im Tausch, für all das Leid der Welt – das ist das Ziel

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Wie ein kleines Kind an der Hand der Eltern, so dürfen wir uns in größter Sicherheit wiegen. Nicht das auch nur allergeringste kann uns passieren. Wer dieses Vertrauen in die Schöpfung wahrhaft verinnerlicht hat, (das passiert aus wirklicher Erkenntnis heraus) der hat in seinem Leben keine Angst mehr. Lächelnd kann er, unbesorgt, seinen Weg gehen.

Unverständliches Verlangen?

Diese unverbrüchliche Wahrheit ist für jeden Menschen dieselbe. Wie aber ist es möglich, dass eine, solch bestürzend wunderbare Information, von der Menschheit nicht gelebt wird? Warum beharren wir stattdessen darauf, in unseren Ängsten zu vegetieren, uns dem Gedanken eines unweigerlichen Todes, der Krankheit, des Siechtums und der Kriege hinzugeben?

Es bleibt nichts übrig …?

Es scheint, mehr noch, als würden wir dieses Dasein im Gesellschaftssystem für gut befinden, zumindest verteidigen wir es. Das findet eine Ursache in der einfachen Tatsache, dass uns keine andere Möglichkeit, die auch nur irgendwie umsetzbar wäre, bekannt gemacht wird. Das System denkt sich selbst als absolut. Es ist in Begrenzung definiert.

Festgenagelt?

Ohne also das scheinbar so offensichtliche zu hinterfragen, ohne Zweifel zu hegen, an der mit Hunderttausenden von Zeugen, jeden Augenblick aufs neue, für wirklich befundenen „Realität“, – wie man sie uns definiert -, werden wir auf diesem Karussell sitzen bleiben. Um zu erkennen, ist es notwendig, Distanz zu erlangen, von dem Denksystem des Urteils.

Ort des Nichtgeräusches

Dieses Schauen werden wir nur erlangen, wenn wir einen ruhigen Ort finden, an der uns all die Restriktionen, die Grenzen, Regeln, Prämissen und Algorithmen nicht mehr manipulieren. Einen Ort, an dem Alles, was wir als „Außen“ definieren, still schweigt. In diesem Frieden sind wir in der Lage, zu sehen.

Ein heiliges Schweigen

Der sehr verehrte Thich Nhat Hanh wusste die Geschichte der Natur rund um die Niagarafälle zu erzählen, wo er in einem Kloster wohnte, als die Regierung den Wasserfall trocken legte. Welch wunderbare Metapher! Und welch bewegendes Erlebnis für die Pflanzen, die Bäume, Steine – die Hunderte von Jahren mit dem Rauschen des Wassers lebten.

Wirklichkeit des Kosmos

So kann uns in der Meditation, will also meinen, dem Aufsuchen ebendieses friedvollen Ortes in unserem Inneren, die Wirklichkeit der Welt aufgehen. Der Weg zur Erkenntnis ist ein Lehrpfad. Und die Zeit, die wir, ohne dass die Welt uns stört, ganz in die Einheit sinken, gibt uns nicht nur Kraft, sondern auch zunehmende Weisheit.

Das Atmen des Buddha …

In der Herz Sutra beschreibt Buddha, wie es möglich ist, mit der Atmung, dem einfachen Ein – und Ausatmen, den Kosmos zu erreichen, in ihm aufzugehen, kosmischer Mensch zu werden. Das Leben, die Schöpfung zu atmen. Dich selbst als vollkommenes, absolutes Zentrum aller Universen zu atmen. Die Wahrheit zu vergegenwärtigen.

Steiniger Weg?

Und die Steine, die sich zu ganzen Gebirgen auftun, auf unserem Lebensweg, zu schier unüberwindbaren Problemkomplexen, die uns zu zerstören scheinen, sind lediglich Anhaftungen, die uns weiter unsere falschen Götter anbeten lasen, uns, fort von der heiligen Idee der Alleinheit, in die Angst zu führen suchen.

Fazit

Wir stolpern lediglich über aufoktroyierte Gedankenkonstruktionen. Doch auf dem Pfad wird uns deutlich, dass wir diesen Gedanken und damit unserem Leben, die Form der Liebe geben können. Und damit all die Ängste auflösen. Denn Erkenntnis – das ist nichts anderes, als Anerkennung der Liebe – als Urquelle. Und wir sind eingeborene Kinder dieser absoluten Urquelle. Kinder des Lichts und der Liebe.

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