Kernparabeln – Zwölf heilige Worte

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Der Pfad, der sich durch Worte erschließt

Es existieren, im Gefüge unseres Verstehens, einige Regelmäßigkeiten, die ein tatsächlich unbegrenztes Potential aufweisen, uns aus jeder Situation, in der wir uns auch mit unserem Lebensdrama befinden, abholen können. Es sind sich selbst reflektierende Begriffe – die wahre Heiligkeit zeigen, sobald man sie wahrheitlich zu erkennen sucht. Sie bestehen, wie gerade entsprungen aus der Bhagvagitha-Erzählung über Indras mit Tautropfen bedecktes Spinnennetz im Morgenlicht. Sie sind realer Ausdruck des Interseins.

Abbild von Indras Juwelen

Wer nur eines dieser Wörter in seiner wahren Bedeutung lebt, wer es verinnerlicht – der lebt auch die übrigen elf. Ein Dasein auf dem Pfad, behütet vom Vater, der Liebe selbst. Jeder Buchstabe alle Universen der weichen Wolken Deines Verstehens. Vollkommenheit des Seins, Sanfte Explosion der Vernunft. Liebende Ewigkeit im Einfachen. Am Beginn der hermetischen Lehre steht: „Wer Ohren hat zu hören, der höre“.

Betrachten Sie lediglich die Wörter – sie spüren die außergewöhnliche Kraft.

Liebe. Dankbarkeit. Bewusstheit. Freude. Vertrauen. Intuition, Kreativität. Wissen. Vergebung. Achtsamkeit. Ehrfürchtiges Staunen. Mitgefühl,

Mittelpunkt des Lebens

Das Mitgefühl – nicht das Mitleid. Das Mitleid stellt Dich selbst lediglich in Distanz – wer wahres Mitgefühl für seine Welt aufbringt, der erfüllt mit der Bedeutung dieses einen Wortes auch die elf anderen. Sie spiegeln einander, beinhalten einander in Gegenseitigkeit. Ein Spiegelbild des Universums sind sie. Wer Mitgefühl in Wahrhaftigkeit lebt, der umarmt sein Leben in Gänze., Dem ist sein unbegrenzter Raum als vollkommenes Zentrum der Dinge bewusst.

Reflektive Liebe

Mitgefühl – das ist die Erkenntnis, dass alles, was Du Deiner Umwelt antust, Du nur Deinem eigenen Universum in all seiner unmittelbaren und mittelbaren Bedeutung, antust. Mitgefühl das ist zuerst die Liebe zu Dir selbst, um sie dann bereitwillig und ohne Zögern in größtmöglicher Fülle auszugießen in den Schoß Deiner Menschheit. Lebst Du Mitgefühl, lebst du die heiligen Wörter, lebst du die Schöpfung.

Betäubende Vielfalt

Und in ehrfürchtigem Staunen stehen wir jeden Tag, jede Sekunde vor dem was Gott – was wir selber – uns schenken. Die betäubende Vielfalt der Natur, die Wunder, derer wir teilhaftig werden dürfen, jeden Moment. In ehrfürchtigem Staunen, dankbar, freudig, Intuition schöpfend, erleben wir unsere zunehmende Erkenntnis, erblicken wir, wie die riesigen Portale sich langsam und stetig auftun.

Staunend machen

Freude im Übermaß – wir die wir nie sangen, lassen unsere Stimmen schallen, – und ihr Klang erreicht alljede Seele. Die alte Melodie – sie trägt Bewusstheit. Freude. Intuition, Kreativität. Wissen. Vergebung – aufsteigen lassen wir sie, in den Sternenhimmel, gemalt von unserer Hand, in die Galaxien und Universen und Sonnen. Schier zerreißen vor unsagbarer Freude möchte es uns – wenn wir nur achtsam die Erde betrachten.

Das Universum in der Blume

Achtsamkeit – In der kleinsten Blume finden wir die komplette Erde – im Hummelflug sind Vergangenheit und Zukunft in der Gegenwart vereint. Wir spüren unser Eins, blicken wir auf die Berge, sehen wir die Schöpfung atmen. Sie pulst in uns, diese ungeteilte, unbedingte Aufmerksamkeit, zeigt uns Dinge, die uns glücklich staunen machen. Die uns immer mehr auftun von jener Herrlichkeit jenseits aller Urteile.

Alles bereinigend

Die alles umfassende Vergebung fegt alle Lügen und Algorithmen, alle Urteile und Einteilungen in das Nichts, aus dem sie kamen. Ich kann alles und jedem vergeben – denn in der Liebe, die mich und jedwedes Partikel dieser meiner Welten umsorgt, gibt es keine Grundlage für irgendwelchen Zwist. In vollkommener Ruhe und Unbescholtenheit gehe ich den Weg – ich vergebe und mir ist vergeben, da, wo es nie irgendetwas zu vergeben gab.

Alptraum der Entscheidungen

Alles ist bereits seit Beginn der Ewigkeiten vollkommen ohne Schuld und Sünde – der Konstrukt des fragmentierenden Urteils aber, er gab den Menschen diesen schrecklichen Traum einer Sünde, eines rachsüchtigen, bösen Gottes – der Trennung des Menschen von seinem Schöpfer. Diesen Traum transzendiert die Vergebung, löst ihn auf. Und da, wohin wir erwachen, wird uns dies bewusst – dort ist das Nirwana.

Überwundene Täuschung

Wissen – aus dem Erkenntnis erwächst – sie wird uns zuteil. Mit Hilfe des Weltenwissens selber erkennen wir seine Unzulänglichkeit – wir überwinden, transzendieren, dieses, aus der Körperwelt stammende Illusionsgebäude, zugunsten der ureinzigen Wahrheit der Schöpfungsliebe. Wir sind das Zentrum der Universen – wir sind das Zentrum allen Wissens – das nur auf eines hinausläuft: „Ich bin“.

Transzendiertes Weltenwissen

Aus unserer Position abseits aller sozialen Reglements, Moralismen, weit weg von jeder Jurisdiktion, erkennen wir die Struktur des Wissens dieser Welt – und können lächelnd, durch es hindurch, nach den Sternen des Geistes greifen, die uns in reicher Fülle dargeboten werden. Leichten Schrittes können wir wandern, ohne jede Last, die dies, nur vorgebliche Wissen, mit sich bringt. Schuld, Sünde, Lüge – sie alle sind ihres Grundwertes beraubt.

Erschaffer

Kreativität – Immer neue Portale öffnen sich. Unbelastet all der Grenzen, die die Illusionswelt des Körpers, die „historische Dimension“ des Buddhismus ausmachen, sind wir in der Lage in wahrhaftiger Kreativität aufzugehen, unsere Sinne über die alltäglichen Dimensionen weit hinaus zu erheben. Wir sind frei im Geist, die von uns geschaffene „Leere“, sie wird gefüllt mit dem unbegrenzten Potential der Gedanken in Liebe.

Alte Melodie

Aus der göttlichen Intuition, die keine Worte und Gedanken benötigt, da erwächst diese Kreativität. An uns ist es, auf diese, anfänglich leise, Stimme, in unserem tiefsten, unberührten Inneren, zu hören. Sie weist uns den heiligen Weg. Und wir gehen voran, in vollkommenen Vertrauen. Wissend, das wir jede Sekunde umsorgt und geliebt sind. Die Intuition – sie vermittelt uns die Weisheit der Schöpfung – die mit uns vollkommen identisch ist.

Ohne Furcht voran schreiten

Ganz im Vertrauen, ohne uns kümmern zu müssen, an der Hand des Vaters. Dem folgen, das tun, was nunmehr als Empfindung umgesetzt werden kann. In völliger Gewissheit, eingehüllt in die Wärme des Versprechens der absoluten Liebe. Wie Wasser fließt unser Sein um die Steine des Daseins, der Quelle zu, die immer deutlicher wird, im Alltagsgebahren. Die Intuition – sie führt uns, zusammen mit den anderen heiligen Worten, die sie ausmachen, direkt in unser Nirwana.

La Liberté

Unser Leben gestaltet sich zur Freude. Einer Freude, die so rein und klar und unabhängig uns unserem Sein selbst entspringt, deren reine Ahnung uns bereits unendliche Sphären aufzeigt. Diese unbändige Lebenslust, die Joié de la vie, „die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ – sie ist das Vermächtnis unseres Vaters, nie verloren gegangen, nur verkannt im Urteilsdenken. Freude – das ist die unbedingte Freiheit von jeder Angst.

Angstfreiheit

So wie jeder andere unserer heiligen Begriffe die Angst transzendiert, zur Gänze auflöst – so auch diese Freude – die „nicht von dieser Welt stammt“. In der Freude der Liebe, die ganz unser ist, existiert keine Furcht. Die Freude, die unser Fundament ausmacht, die uns umgibt wie ein Ring von strahlendem Licht, sie reflektiert sich in den anderen Geistern, ein wandelndes, lachendes Mahnmal der freudigen Hingegebenheit, der unbedingten Liebe sind wir.

Die Realität hinter der Mauer

Unsere wahrhaftige Bewusstheit hat das ersetzt, was wir, fälschlicher Weise, für unser Dasein hielten. Wir haben die uns auferlegten Grenzen in Illusion lange überschritten, ihr Nichtsein erkannt. Wir stehen oberhalb und mitten im Herz aller Dinge. Wir haben erkannt, dass unsere Ängste die Ursache für unser vorgebliches Leiden sind – bewusst erinnern wir ihre Nichtexistenz, haben sie verinnerlicht – und leben sie.

Dasein in Liebe

Ein Leben in Bewusstheit – das meint die Umsetzung der zwölf heiligen Worte – oder eines davon – sie potenzieren sich, beinhalten sich selbst, sind Spiegel von Spiegeln der unbedingten Wirklichkeit. Die Realisierung der Liebe. Ganzheitliche Bewusstheit des Körpers – der heilige Tempel, das gesegnete Werkzeug des Daseins – ein Leben im „Jetzt“ ohne Phantasiegedanken über Vergangenheit und Zukunft – auch dies ist Angstfreiheit, ist Freude, Dankbarkeit, Staunen. Kreativität, Wissen.

Unendliche Dankbarkeit für unendliche Fürsorge

Unsere Dankbarkeit geht gegen das Unendliche, für diese neu gewonnen Bewusstheit, für das was sie uns erkennen lässt. Jeder Atemzug, wahrhaftig ist tausend Grund für allertiefsten Dank. Morgens in einem Bett zu erwachen, ein Dach gegen den Regen, Nahrung – wie könnten wir uns je erkenntlich zeigen, für diesen wunderbaren Smaragd an Leben, den uns die Liebe geschenkt hat? Und wie viel, schier unaussprechliche Dankbarkeit wäre vonnöten, sich für die Schau erkenntlich zu zeigen? Wir schweigen in ehrfurchtsvollem Staunen.

Dsas Alleins tut sich auf

In einem Stein, einem Käfer, einer Blume können wir die unendlichen Universen erblicken, ganz genau, wie sich das bedeutungsvolle „Alleins“, das heilige „Interbeing“ unserem Geist auftut. Die gewandelte, tiefste Einsicht gewährt uns die Freude der tatsächlich freien Selbstbestimmung, wir knien dankbar nieder vor dem Altar des wirklichen Wissens, der sich uns zur Gänze erschließt – denn die Schöpfungsliebe kennt nur die unbedingte Gänze.

Fazit

Und alles trifft sich, alles ist, wenn die Sonne für einen neuen Tag der Ewigkeit aufgeht, Jetzt – in der unbedingten Liebe. Zuhause. Daheim. Tief in unsrem Inneren. Im pulsenden, vibrierenden Schöpfungsgedanken, der wir selber sind. Das Dasein ist Liebe – der Weg dorthin unser Leben. Als ewig geboren, träumen wir unseren kreativen Weltentraum, erkennt die Liebe sich selbst. Liebende Energie sind wir, die nur ausdehnen sich will. Reine Gnade ohne Worte.

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Der Wert der Dinge?

Ein Gedanke schleicht sich in diesen Nächten in meinem Geist herum, der drängt, näher genannt zu werden. Es ist dies ein so offensichtlicher Gedankengang, ein derart vernünftiger, dass, nur darüber sich Ideen zu tun, schon „anrüchig“ erscheint. Sie werden mir recht geben, wenn Sie wissen über was ich rede. Das Geld. Der Treibstoff unserer Gesellschaft, die sich potenzierende Dynamik der Realisierung des dualistischen Gedankens. Vollkommen grundlegend und ohne Alternativen.

Leben in Wertigkeiten

Lassen Sie uns zuerst die allzu schmerzhaften Tatsachen summieren. In unserem System des Denkens, das durch Urteil determiniert ist, steht deutlich ein (wie auch immer) „Wert“ an oberster Stelle. Diese hochwertig grundlegenden Gedankenstrukturen finden ihr, durchaus verzerrendes Spiegelbild im „Geldwert“schlechthin. Was wir nun, aller Vernunft entsprechend, formulieren können: Geld ist am Ende des Tages die Basis für Anhaftungen jedwelcher Art.

Anhaftung?

Der Buddhismus sieht die vielfältigen Anhaftungen – die alle in unserem Geist ihren Ursprung finden – als den Grund dafür, dass wir nicht in der Lage sind, das Nirwana zu erkennen oder gar zu leben. Das ist reale Vernunft – doch auch die Feststellung, dass wir ohne dieses Wertmittel „Geld“ in der jetzigen Form „nicht lebensfähig“ wären, ist durchaus ebenso vernünftig. Sagt unser gesunder, dualistischer Menschenverstand.

Dynamik des Dualismus

Eine Perspektive ist sicherlich, das Geld als Ursache – als Treibstoff – des Dualismus zu betrachten. Solange wir in diesem Fahrzeug unterwegs sind, werden wir also auch mit diesem Wertmaßstab umgehen müssen. Offensichtlich ist, dass ein negatives Bewusstseinsbild das Geld betreffend, ungünstige finanzielle Umstände zeitigt. Die Frage scheint also zu sein, wie es möglich ist, diese, auf die unguten Aspekt des Geldes bezogenen, „Vorurteile“ zu transzendieren.

Trennungsansatz

Es existiert ein Sinnspruch aus der Hermetik: Es sollte uns Angelegenheit sein, nur diejenigen Situationen zu lösen zu versuchen, auf die wir auch tatsächlich Einfluss haben. So bietet sich eine, (bei dem Übermaß des Einflusses des Geldes auf unser Leben kann dies jedoch auch nur Behelf sein) bietet sich eine gedankliche Trennung an. Will meinen, hier sind meine Finanzen – mit meinem Geld passiert nur Gutes – dies dort drüben, unerreichbar, ist das, was andere Menschen mit ihrem Geld tun – ich habe keinen Einfluss.

Kongnitives Missverständnis?

Das mag ein wenig nach Selbstbetrug riechen, doch die Maxime des Geldes ist derart hervorragend in unserem Leben vertreten – dass ich an einen kognitiven Unverstand glaube, der uns als Menschheit daran hindert, eine andere Möglichkeit der Wertekommunikation zu finden. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass das Geld uns „erzogen“ „gedrillt“ hat, einer Gehirnwäsche unterzogen – seit Beginn der uns bekannten Menschheit.

Rein subjektiv

Der Versuch, das Geld als neutral zu betrachten – er scheitert – denn „Wert“ ist immer vollkommen subjektiv. So spiegeln wir diesen Geldwert in unseren Frequenzen, sozusagen, er scheint einen erheblichen Bestandteil unserer Realität auszumachen. Ich denke ein Vergleich mit der Atemluft ist in dieser Konstituierung des dualistischen Gedankens im Sozialverhalten der Menschen nicht allzu weit hergeholt.

Das Geld ist Versicherung

Was schließlich als leider unverbrüchliche Tatsache aufscheint, ist, das „Geld“ schlechthin ein Schutz sein soll, gegen alle Unbillen des Lebens. Pure, fassungslose Angst lässt die Menschen das Geld als unersetzlich und grundlegend anzusehen, ihm eine derartige Macht über Ihr Dasein zu verleihen. Jedwede Angst lässt sich hier begründen – das Geld lässt sie summiert erscheinen. Doch die Angst vermehrt sich noch, wenn das Angehäufte sich vergrößert.

Was tun?

Wie nun könnte man gegen die ohnmächtige Angst, die alleine der Gedanken, keine finanziellen Mittel mehr zu besitzen, an den Tag bringen, vorgehen? Die Antwort ist, dass es keineswegs notwendig ist, irgendwie in Aktion zu reagieren. Alles, was wir benötigen ist unser Vertrauen. Wenn das „Geld“ per se in irgendeiner Weise zu unserem Lebensglück beiträgt, dann werden wir es von der Schöpfungsliebe auch erhalten. Ohne Anstrengung. Wer dagegen der Ansicht ist, diese Schöpfung täte für ihn in dieser Beziehung nicht genug, der stellt sich außerhalb dieses Vertrauens – und damit schlicht und einfach abseits der Schöpfungsliebe.

Fazit

Und an diesem gigantischen Dilemma leidet die Menschheit. Das Misstrauen untereinander, wenn es um geldwerte Mittel geht, ist alles durchdringend und alles ersetzend. Für irgendwelche Liebesgedanken bleibt da beileibe kein Raum mehr. Doch sehr einfach schließlich: Wer sich auf den Pfad begibt, der braucht sich keinerlei Sorgen um dieses Thema machen. Das immer intensiver werdende Vertrauen, die Liebe, die im Alltag erscheint, begibt man sich an die Hand des Vaters, transzendiert alle Probleme in diesem Zusammenhang. Wir sind umsorgt in jeder Sekunde.

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