Die große innere Ruhe

Nicht mehr von dieser Welt?

Wo mag sie herkommen diese große innere Ruhe, diese Abwesenheit fast, vom weltlichen Geschehen, die man bei manchen sehr spiritual in Erscheinung tretenden Menschen wirklich spürt?Klar ist, eigentlich wird dies nicht in Worte zu packen sein, – vielleicht sehen wir uns ganz einfach einmal die Begrifflichkeiten an, die diesem „ Zustand“ nahe kommen.

Das Hindernis die dualistische Ich-Verhaftung?

Friede, Stille, Versunkenheit, Abwesenheit. Der Friede – das Fehlen jedweder Turbulenzen. Die Stille – die Abwesenheit weltlicher Geräusche. Die Versunkenheit – das Wissen um die eigene Absolutheit. Die Abwesenheit – die aktive, bewegungslose Anwesenheit im Zentrum des Nichts. Es ist vollkommen deutlich, dass jeder Mensch diese Qualitäten inne hat – nur die dualistische Ichbezogenheit, die Egoverhaftung hindert uns daran, dies in uns selbst zu erfüllen.

Dichte Schicht von Lebensängsten?

Wir kommen an diesen Zustand nicht heran, weil wir uns mit unseren Lebensängsten keinerlei Gelegenheit dazu geben. Wir sind vollständig (!) abgelenkt von der Beschäftigung mit den Götzen, die wir für uns persönlich erschaffen haben. In einer Tretmühle von Vorurteilen haben wir uns selbst sorgfältig fest gezurrt. Wir sind in einem geschlossenen System gefangen, dessen einziger Zweck darin besteht, sich selbst als „real“ darzustellen.

In die Attraktion der Gefangenschaft hineingeboren?

Es bietet uns zahlreiche Attribute, „, Attraktionen“ an – jedes einzelne bedeutet die vollständige Gefangenschaft – so man auch nur „gezwungen“ ist, auch nur den geringsten Teil davon anzunehmen – der Kerker des Urteilsdenkens ist – oder auch nicht. Doch die Entscheidung wurde bereits für uns getroffen, es ist an uns, wir haben als ihre Schöpfer die Macht dazu – sie nunmehr rückgängig zu machen.

Der Angstgedanke ist bestimmend?

Was uns verharren lässt, ist die unbändige Angst, welche die Konstruktion des Denksystems ganz unweigerlich herauf beschwört. Das System beruht gänzlich auf diesen Angstgedanken. Sie erst machen es überhaupt möglich. Es ist diese Angst, die uns klein hält. Sie scheint begründet und wird von vielen Zeugen, nicht zuletzt dem eigenen Körper, harsch bestätigt. Wir sind, so der Konsens, hilflos in einem Körper, einem urgewaltig vielschichtigen „Außen“ gänzlich, auf Tod und Teufel sozusagen, ausgeliefert. Hilflos.

Friß oder stirb?

Und diese Gedankenkonstruktion, wir wissen das ganz genau, hat uns zu ihren Arbeitssklaven erniedrigt. Um zu überleben, müssen wir seinen Statuten absolute Folge leisten. Genau dies, unsere Verhaftung in dieser Denkarchitektur lässt uns den Zustand, der großen inneren Ruhe, vollkommen unmöglich und nahezu unsichtbar erscheinen. Wir sehen uns selbst vor lauter angeeignetem Vorurteil nicht mehr. Wie sollte es uns da möglich sein, noch irgendwas anderes zu verstehen, zu sehen, zu erkennen?

Trigger transzendieren?

Wir lassen uns triggern. In einem wörtlich weltbewegenden, mehr als gigantischen Ausmaß. Und der Friede, die wahre Liebe, die Versunkenheit – die Ruhe – sie ist hinter jenen Turbulenzen verborgen, die solche, Egotrigger erzeugen, die in Potenzierung eben die Weltengemeinde ausmachen. Ein Abstand von dieser Welt, kann nur positiv sein. Doch unser eigentliches Ziel transzendiert auch dies.

Ausdehnung kann sich nicht in Einsamkeit finden?

Doch – und höre klar – dass eine einsame Höhle niemals ein längerer Aufenthalt für Menschen des Verstehens sein kann. Die Trennung von dem Außen – durch die Ablehnung von Äußerlichkeiten – ist zwar zielführend – doch nichts, wenn dem die innere Erkenntnis fehlt, dass Liebe, also die Transformation des Weltendenkens, eine allumfassende Ausdehnung ist – die er vorantreiben kann und möchte, begehrt, hat er sie einmal erfahren.

Eremitendasein nur Durchgangsstation?

Es kann eine Weltfremdheit immer nur ein vorübergehender Zustand sein, ansonsten wäre er Stagnation. Es ist, dass die Liebe die Welt aktiv lebt. Ihre vorgebliche Abwesenheit, ihr scheinbares Scheitern ist eben furchtbares Teil dessen, was der Mensch in seiner Überzeugung eines strafenden Gottes erschaffen hat. Eine Illusion, die der zärtlichen Wahrheit diametral gegenübersteht.

Unrteilsinexistente Kommunikation?

Liebe bedeutet immer vollkommene Kommunikation. Wirkliche Kommunikation, urteilslsinexistent, führt die Gesellschaftskonstellation, den menschlichen Konsens ad absurdum. Deshalb kann und darf sie nicht existieren. Eine tatsächliche, urteilsfreie Kommunikation würde unsere Eigenschaft als Gott aufzeigen, würde jeden Gedanken des Leids, des Schmerzes auf der Stelle verschwinden lassen, würde uns die Wahrheit unserer Existenz in nicht zu beschreibendem Glück bedeuten.

Auflösung des Urteils?

Der, mit uns, lebendige Weg, ist die Auflösung der Unterschiede, die das dualistische Denken als seine Grundlagen verkündet. Das ist ein ausgesprochen realistischer, praktischer Weg, den wirklich jeder von uns in seinem Alltag, in seinem Universum verwirklichen kann. Und dabei die ganze Welt zum Guten ändert! Vollkommen gleichgültig, wo der Einzelne beginnt. Die Welt besteht aus Hierarchien, es ist nicht möglich, etwas verkehrt zu tun.

Nicht mehr zu tun als das mögliche?

Wer nun lediglich versucht, wer nur das tut, wozu er sich eben in der Lage, in der Situation, in der Möglichkeit befindet, das Urteil, den Unterschied der Dinge immer mehr und mehr zu erkennen, sie aufzulösen, ja, schlicht zu ignorieren – wer also vollkommen unbedarft und einfach versucht zu verstehen – dem werden sich in unfassbarer Herrlichkeit, im Wohlwollen der Schöpfung, immer neue Tore auftun.

Wir sind in Potenzierung der Liebe?

Es ist vollkommen deutlich, dass die Anforderung an sich selbst, Unterschiede, letztlich das ganze schudbehaftete und Schuld generierende System der Wertigkeiten, zu ignorieren, den Weg in die eremitische Einsamkeit geradezu heraus fordert. Doch gilt es, so wird jedem auf seinem Pfad deutlich, dem Quell zu entsprechen, seine Ewigkeit zu verdeutlichen, denen gegenüber, die noch nicht zu sehen bereit sind. Die wahre Liebe ist ihre Ausbreitung, ihre Potenzierung über mit und durch Dich, der Du die Schöpfung bist.

Geschmolzenes Urteil?

Es gilt das Urteil, den Unterschied aufzulösen. Es zu erkennen, dass das was mit dem Urteil passiert, wenn wir nur versuchen, wirklich zu lieben, ist, dass es eingeht in das Absolute, Ganze der Liebe, fortan zu einer Einheit verschmolzen ist, einer Einheit, die zärtlich und lächelnd ALLES umfasst. Und diesem Alles gilt es bis ins Tiefe des Herzens, ganz genau so allumarmend zu vertrauen. Dann verändert sich die Konstellation der Dinge, immer mehr und neues Vertrauen wird möglich, ist da, wird erfahren.

Fazit

Ein Vertrauen ist dies, das auf dem Pfad gelehrt und gelernt wird. Jede Situation, alles was dein Leben ist, ist der schon wunderbar vollendete Auftrag, Dich dies sehen, erkennen zu lassen. Dies ist der Zweck Deines Daseins und jedwedes Streben der Liebe, in dem, was Du Leben nennst. Die Ruhe, der Frieden und das Glück liegen in Dir, nur Du bist ihre Quelle in der Einheit. Findest Du die Wahrheit, gehört sie der Welt.

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Am Ende ist jeder allein …?

Man könnte meinen, so ist zumindest der gesellschaftliche Konsens, jeder stehe in seinem Dasein ohnehin in der kompletten Verantwortung, „Am Ende ist jeder allein … „ Unser Denken, gefangen im Selbstverständnis der Gesellschaftslogik, positioniert uns jedoch auf der diametral anderen Seite. Denn diese Konstruktion ist ausdrücklich dazu konzipiert, jeden Gedanken einer Alleinverantwortung mit allerlei bühnenreifen, visuellen und linguistischen Tricks, einer Unmenge an vorgeblichen, ausgesprochen realistischen Zeugen, zu verhindern.

Verantwortung bedeutet Hierarchie

Was bedeutet Verantwortung auf unserem Lebenspfad? Der Begriff zeigt sich vielschichtig, reflektiert in sich selbst. Verantwortung in der Gesellschaftskonstruktion , in moralischen Verpflichtungen. Wer ist für mein Wohl und Wehe verantwortlich? Deutlich ist, Verantwortung benötigt Hierarchie. Unterschiede. System Urteil also. Um urteilen zu können, benötigen wir ganz klar Informationen. Nun, wir erhalten diese Daten. Doch sie entstammen einem, im selbst potenzierenden Chaos aufgeblähtem Irrsinn. Verantwortung wäre logisch schlicht unmöglich. Nichtsdestotrotz wird positioniert.

Was bewegt uns in der Verantwortung?

Und doch ist dies noch nicht der Punkt, der wegen seiner ungeheuren, existenziellen Bedeutung unbedingt aufgezeigt werden muss. Es stellt sich also – eine neue Argumentationsrunde – die Frage, was uns bewegt, in unserer Verantwortung – ganz generell. Wir stellen fest: Die Verantwortung für das, was passiert, rührt von den ÂUSSEREN Umständen her. Etwas, eine Konstellation im Außen – wie auch immer – ist die Ursache, Sie ist nicht großartig von uns beeinflussbar – und sie hat Schuld.

Das leidige Konjunktiv?

Sollte, wäre, hatte, würde, wenn. Das leidige Konjunktiv. Eine billige Ausrede, reiner, unwissentlicher Fluchtinstinkt, wie wir sehen werden. Denn WAS ist denn zu verantworten, oder auch nicht? Letztlich doch nur eine Position im Gerüst. Und das genau ist es auch: Ein Außen. Ein nie zur Gänze ausformuliertes Etwas, dass offensichtlich alle Macht hat – auch die, unser Leben zu zerstören. Wie kommt es Zustande? Durch die Verknüpfung von Urteilen, die aus antrainiertem Singularwissen resultierten.

Subjektives, begrenztes Wissen?

Das Wissen, dem diese Urteile, Vorurteile zugrunde liegen, ist aufgrund der Begrenzung der Wahrnehmung durch den Körper, in höchster Qualität subjektiv, durch und durch individuell – Egoverhaftetet. All dies Wissen – unser gedankliches Sein, haben wir von Säugling an exklusiv injiziert bekommen. Diese chaotischen „Umstände“, durch und durch, erwirken unsere personale Existenz in der Gesellschaftsstruktur. Von der Wiege bis zur Bahre.

Ganz egal ob richtig oder anders?

Wir sind durch die volatile Beschaffenheit dieser verknüpften Interaktionen überhaupt nicht in der Lage, zu erkennen, ob die zur Verfügung gestellten Daten falsch oder richtig oder „Etwas“ sind. Das interessiert uns auch nicht im Geringsten. Diese Informationen sind Grundstein unseres Weltbildes, wir hinterfragen nicht – können nicht den Ast absägen, auf dem wir, wenn auch vielleicht voller Zweifel, so doch immerhin sitzen.

Angriff von Außen?

Der grundlegende Fehler, der nicht erkannt wird, ist unsere so urgrundtiefe Überzeugung, dass ein Angriff von „Außen“ unser Leben bestimmt, verändert, bessert, zerstört. Wir haben uns aus diesem gerade beschriebenen Daten/Wissen/Informationen/Urteilen und Vorurteilen ein Feindbild (+-) gebastelt. Aus unseren in Vollendung subjektiven, niemals wirklich bestätigten Chaosbruchstücken, fertigen wir ein obskures „Außen“ dem wir dann problemlos die Schuld für alles, was uns in unserem Dasein widerfährt, zuschieben können.

Das Außen bleibt ein Spiegel?

Da wir aber alle Daten, die uns zu irgendeinem „Etwas“ zur Verfügung stehen, mit Filtern und Spezialchemikalien in die uns passende, dem Gesellschaftskonsens entsprechende Figürlichkeit bringen, bevor wir sie unter „irrelevant“ markiert, in einer entsprechenden Schublade abgelegt verstauben lassen oder als Daseinsrelevant verwerten, beziehen wir uns immer nur auf unsere eigene Egoillusion. Selbstreflektierend. Ein „Außen“ kann es nicht geben.

Unser ureigenes Universum?

Es ist nicht so, dass ein Außen uns wie ein Staubkorn im Sturm vor sich her treiben würde. Dies viel geschmähte Außen sind wir selber. Wir, unsere Gedanken, entstanden aus dieser unübersehbaren Fülle von Kombinationsmöglichkeiten immer der ein und selben Sache, erschaffen dass, was wir schließlich als unsere Welt bezeichnen. Unser Daseinsuniversum – mit all den furchtbaren Eigenschaften, von denen man uns gelehrt hat, dass sie heilige, unanfechtbar Tatsache sind.

Die andren warn’s?

Es gibt kein Außen, auf das wir die Verantwortung abschieben können. Manchmal scheint diese Tatsache auf unserem Lebenspfad in aller durchdringlichen Wahrheit einen Sekundenbruchteil lang auf. Dann wenden wir uns mit entsetzter Furcht schnell ab. Wer möchte denn auch die Verantwortung für eine dermaßen entsetzliche Welt tragen? Dabei übersehen wir, dass uns, als Schöpfer dieser Welt, die Möglichkeit gegeben ist, unser Denken zu ändern – und so auch diese Welt.

Unser Dasein aus der Schöpfung?

Wir sind an dieser Stelle mit einem scheinbar unlösbaren Widerspruch konfrontiert. Denn, es ist ja weder unsere Körperlichkeit, noch unser gedankliches Wollen im System, dass irgendetwas ändern würde. Das ist lediglich Illusion. Unser wahres Ich, als Schöpfer im Alleins, arrangiert, mit dem absoluten Wissen der absoluten Liebe, deren absolut liebende Kinder wir sind, alles genau so, dass uns der Weg zur Erkenntnis, durch, mit diesem Traum, bereitet ist.

Die wunderbare Wirklichkeit sehen?

Hinaus aus dieser grausamen Dynamik der kognitiven Blindheit. führt ganz einfach die Achtsamkeit. Gib der Liebe, gib dem heiligen Geist, der Deine Kommunikation mit der Schöpfung, der Liebe bedeutet, die Chance, Dir das Paradies aufzuzeigen, in dem Du existiert. Sieh genau hin und erkenne! Erkenne die Wunder, die Dir Dein Weg schenkt, wenn Du ihn bloß der Liebe widmest. Mit Achtsamkeit verwandeln sich die Felsen in Smaragde, ein Blume wird zur Sonnenexplosion.

Fazit

ALLES was wir zu tun haben, ist genau hinzusehen, uns nicht von den schillernden Glasperlen des Weltengebahrens blenden zu lassen. Was Du bist, ist Dir die Welt, ist die Welt. Und Du bist Liebe. Lediglich ein Außen, das Dir aufgebürdet worden ist, lässt es Dich nicht erkennen. Und dieses Außen ist Illusion. Denn Du füllst das gesamte Weltenall aus. Alles ist Dir und Dein und von Dir für Dich. Es ist, weil Du bist, so wie Du bist, weil es aus Dir existiert.

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