Der heilige Moment, der Augenblick außerhalb der Zeit, der uns Einblick schenkt, in das, was Wahrheit, was Wirklichkeit, tatsächliche Realität ist. Es dies ein Aufblitzen nur, doch ein vollkommener Durchbruch, wie die Lösung eines Rätsels, dass einen unentwegt beschäftigt hat, Tag und Nacht. Eine Befreiung sondersgleichen. Es könnte beschrieben sein, mit einer Raupe, die gar nicht weiß, dass sie in ihren Anlagen ein wunderschöner Schmetterling ist. Und eines Tages, in einem bestimmten Moment, da begreift sie, da versteht sie, dass das ihr Pfad ist, dass es ihre Bestimmung ist, ein feengleiches Wesen der Luft und der Blumen zu sein.
Wir sind von heiliger Energie durchflossen?
Und so müssen auch wir begreifen, dass wir nicht nur Menschen sind, sondern dass in uns das innere Kind wohnt, die Kundalini Schlange ihr Daheim hat, wir mit jedem Atemzug den Odem Gottes, das Prana fließen lassen. Wir begegnen, erkennen auf unserem Weg, unweigerlich und in zunehmender Zahl Pforten, Türen, die sich für uns öffnen. Und wir haben jede Sekunde unseres Lebens die Möglichkeit, durch sie hindurch zu schreiten. Doch die allzuvielen Götzen, denen wir huldigen, lassen uns die Pforten, die Durchgänge nicht erkennen.
Selbst gewählte Gefangenschaft?
Es sind die Götzen der Kleinheit, der Aufteilung. Es ist das Angebot, statt alles durchdringend zum Besten zu gestalten, nur kleine Stückchen einer Freiheit, von einer selbst gewählten Gefangenschaft zu erhalten. Doch das, das muss man erst einmal sehen, das muss man erkennen. Wir aber freuen uns über jedes kleine Stückchen, denn wir gehen grundlegend von unserer Kleinheit aus, von der Tatsache, dass wir nicht würdig sind. Wir gestalten uns selbst zum nichtigen Gnadenbrotempfänger.
Aufgepackte Angstbegrifflichkeiten?
Das diese Einstellung vorherrscht, ist nicht weiter verwunderlich. Schließlich verstehen wir das System nicht, Gott lässt sich nicht blicken, ständig geschehen irgendwelche Dinge, die uns in Angst versetzen. Wir leben Begrifflichkeiten, die uns aufgepackt werden. Prämissen, Gesetze, Grundlagendenken, Algorithmen. Und wir haben irgendwie nicht den leisesten Schimmer wie diese Dinge zusammenarbeiten – doch wir leben uns hindurch. Die Einsicht, dass diese Art von Dasein bedeutet, in kleinen Dingen, kleinen Vorstellungen verhaftet zu sein, bis auf ein letztes Minimum beschränkt durch Vorgaben – die wird mit allen Mittel verhindert.
Einsame Gedankenuniversen?
Was da entstanden ist, ist eine Welt von kleinen Inseln, – jeder Mensch sein eigenes Gedankenuniversum – die, aufgrund der Konstruktion des Systems – nicht wirklich in der Lage sind, zu kommunizieren. Niemand kann den anderen tatsächlich verstehen. Man einigt sich auf Allgemeingültigkeiten, die auch nur sinnlos im Raum hängen, aber zumindest ein vages Gefühl von Sinn generieren können. Und in diesen Allgemeingültikeiten bleiben wir stecken, sind wir gefangen.
Illusionäre Mauern, die wir für wirklich halten?
Denn sie verkörpern Kleinheit, sie sind Abgrenzungen. Mauern, die uns hindern, unsere wahre Größe, die in Erhabenheit über Begriffe wie Tod oder Sünde aufscheinen würde, zu erkennen, uns diese gewaltige Größe auch nur vorstellen zu können. Die Wahrheit ist so einfach und schön, dass wir, weil wir so trainiert sind, sie übersehen. Sie für uns nicht möglich ist, Unsinn. Die Wahrheit stößt an die Grenzen der Lüge – und sofort stehen alle verfügbaren Waffen des Ego, der Kleinheit zur Verfügung, die Vorstellung dieser Größe ad absurbum zu tun.
Plötzlich passt alles zusammen?
Was nun in diesem befreienden Augenblick, dem „Heiligen Moment“ passiert, ist nichts weiter, als dass diese Wahrheit mit einem Mal offenbar wird. Wie ein Puzzleteil endlich zu allen anderen passt. Auf einmal wird die Wirklichkeit erkannt. Und die Herrlichkeit, die da deutlich wird, die Bedeutung für jeden einzelnen, der weit genug auf seinem Pfad gewandert ist, die ist so herrlich, gnadenvoll und allumfassend, dass „Heilig“, in des Wortes tiefster Bedeutung, wohl die einzige Annäherung an diese gewaltige, absolute Realität ist.
Der heilige Augenblick verändert alles?
Im heiligen Augenblick, dem Ausstieg aus dem Denken in Kleinheit, werden die Illusionen aufgezeigt, die „Schau“ zeigt den Sinnen die Wahrheit. Alles verändert sich sich von diesem Punkt an. Das Leben, Gott, Du selbst wirst erkannt – durch das was Du bist. Größer, umfassender, heiliger geht es nicht. DU BIST GOTT. Und Du du erlöst Dich selbst, weil es der Willen der absoluten Liebe ist, die Du vollkommen bist. Und ob Du es nun willst oder nicht, das ist der Weg, auf dem Du unterwegs ist.
Im Dualismus ist Frieden nicht vorgesehen?
Was hindert uns daran, uns eine wundervolle Welt in Frieden und Alleinheit auch nur vorzustellen? Die Wirklichkeit, dass im Dualismus in furchtbarer Weise prinzipiell, diese Möglichkeit nicht vorgesehen ist. Sie wird vom System sozusagen „automatisch“ für nicht existent, nicht glaubwürdig, verrückt erklärt. Schublade und Punkt. Man lässt uns nicht aus diesem Sack raus. Wer ist man? Man – das ist die Angst, die Konvention, die Regel, das, was wir meinen, das es „Normal“ sei.
Rostige Fesseln der Dinglichkeit?
Es sind zudem die Dinglichkeiten, die wir angehäuft haben, weil man uns beigebracht hat, dies sei der Sinn des Daseins. Jedes Stück Eigentum ist Bestandteil der rostigen Fessel. Weiter: Die Sicht auf unseren Nächsten, als Konkurrent, als Körper, der Dinge tut, die uns schaden könnten, vor dem man sich verteidigen muss. Wir können bis dahin unseren Bruder, unsere Schwester nur im Licht unserer angelernten, aufgepackten, aufoktroyierten (dualistischen) Gedankenkonstruktion sehen.
Fazit
Und so stehen wir also in diesem dichten Dunst der Begrifflichkeiten, Schlussfolgerungen und Vorurteile, Algorithmen und Gesetzlichkeiten und glauben uns selbst, im dem Gedanken, wir seien klein und vergänglich. Das Leben an sich, als Abfolge von Geburt, Leben und Sterben, würde uns behindern. Wir sind wie eine Sektflasche, die vom Leben, von der Liebe geschüttelt wird. Und der heilige Moment ist der Augenblick, wo der innere Druck den Korken endlich aus dem Flaschenhals treibt. Die Liebe kennt keine Zeit. Doch dann: „Das Fest kann beginnen!“
Warum entscheiden sich die Menschen für den Sündengedanken?
Grundsätzlich stellt sich die Frage, warum viele Menschen einem Glauben anhängen, der sie ausgesprochen restriktiv behandelt, der ihnen Verbote und Beschränkungen en masse auferlegt. Viel mehr noch, dessen Grundprinzip und Zentrum aller finalen Diskussion der Tod ist? Eine Religion, auf europäischer Seite zum Beispiel, zutiefst verquickt in monetäre Dinge, eine Finanzinstitution, verwickelt in Progrome, Vökermorde, wie die Inquistion oder den Mord an Millionen Menschen jüdischen Glaubens?
Was macht einen Glauben der Vergänglichkeit so anziehend?
Was ist es, dass diese Religionen (wie reden hier von Christen und Muslimen) trotz ihrer offensichtlich agressiven Haltung den Menschen gegenüber, so anziehend gestaltet, dass sich die Menschen zu ihr bekennen? Offensichtlich, außer einer leicht durchschaubaren Fassade an Sprüchen über die Ewigkeit und das Paradies, ist da NICHTS. Und wir alle wissen das. Oder wissen es nicht. Sache ist: Es interessiert uns nicht, weil wir die Strukturen nicht erkennen können.
Die Kirche malt das Gottesbild?
Die ursprüngliche Botschaft, die Mohammed oder Jesus verkünden wollten, tatsächlich in ihrer Zeit den Menschen lehrten, die Botschaft der reinen Liebe – wurde nie wirklich verstanden. Und das, was nun in Koran und Bibel und in den unzähligen Edikten und Erlassen dieser Kirchen niedergeschrieben steht – das Gesetz des Glaubens – hat mit dieser Nachricht des Verzeihens und des Mitgefühls – überhaupt nichts mehr zu tun. Doch die “Kirche” vertritt, in den Köpfen der Gläubigen, Gott.
Über Generationen eingeimpft?
Der “Glaube” an diesen zweifelhaften, nie genauer beschriebenen Gott, der wird einem (sehr vielen Menschen) quasi mitgegeben. Eine Sache, die sich im Laufe von Generationen aufbaut. Das ist das auf Jahrhunderte angelegte Merchandising der großen Religionsgemeinschaften. Komplett eingebaut in unseren Alltag, funamentaler Bestandteil unseres Lebensrythmus, mit z. B. Feiertagen, mit Weihnachten und Ostern, Gottesdiensten. Ansonsten – Gott, der Glaube, ein Anhängsel, antiquarisch, das man eben mit durch seinLeben schleppt. (Ab und an muss man es herzeigen) Am Ende ist da jedoch nicht mehr allzuviel übrig, von diesem Gottesbegriff. Wir transformieren ihn ins Dingliche – damit geht die Wahrheit für uns verloren.
Gott eine Pappfigur auf einer hohen Säule?
Ja, der Schöpfer der Welt, das große Unbekannte, es ist zur Farce verkommen. Findet in unserem Leben nicht wirklich statt. Der Rationalismus – das ist die Vernunft der dualistischen Gedankenkonstruktion – hat einen dicken Nebel inszeniert, auf dem schleppen wir uns durch unser “Leben”. Das unendliche Glück und die Herrlichkeit, das wahre, wirkliche Leben aber, das der wirkliche, der wahre Gottesgedanke immer schon beinhaltete, bleibt verborgen hinter diesen Rauchschwaden der Egodynamik. .
Der Tand des Egolebens blendet uns?
Zudem geblendet vom Glitzern des Tandes, der als Lockmittel auf dem düsteren Pfad allüberall zu finden ist, laufen wir offenen Auges an unserer Wirklichkeit vorbei. Wir haben uns in unserem Denken selbst zu unwichtigen Spielfiguren degradiert. Wir haben uns herabgewürdigt, zu Sklaven des Konsums, obwohl wir klar erkennen, dass der Kreislauf in dem wir gefangen sind, lediglich Vorteile für die Mächtigen, die Skrupelosen bringt. Wir geben uns mit der uns zugewiesenen Kleinheitzufrieden.
Keine Zeit für Spielereien mit einem Gottesgedanken?
Diese grundsätzliche Einstellung dem Leben, dem Gesellschaftskonsens gegenüber, läßt uns rennen, auf dem Laufband, dass man für uns installiert hat. Da bleibt keine Zeit mehr für einen Gott. Dieser Gott wurde ins Wartezimmer verbannt, wir haben wichtigere Dinge zu tun. Überleben. Geld organisieren. Zu diesem Behufe hat man uns – ganz individuell – einen Rahmen zugebilligt. Und wir fügen uns diesem Plan einer Obrigkeit, ohne ihn zu hinterfragen.
Was lässt die Menschen im Nichtverstehen?
Diese Tatsache – nämlich dass wir nicht nach dem Hintergrund der Dinge fragen, nicht versuchen, zur Wurzel vorzudringen (um nämlich festzustellen, dass es in der dualistischen Idee keine gibt) scheint, trotz jeder Erklärung, immer noch irgendwie seltsam. Denn das Postive, das Überwältigende, das Schöne, das Erlösende, ist doch derart nah, offensichtlich, großartig, tatsächlich vorhanden. Wie kann es sein, dass die allermeisten Menschen einfach nicht sehen? Immer wieder diese Frage.
Offensichtliche Antwort?
Zweifel. Denn welches Hindernis gibt es noch? Es fällt schwer, die nächsten Worte zu schreiben, denn hier ist ein Urteilsgedanke am Werk. Doch diese Antwort als Lösung drängt sich auf:
“Die Menschen sind zu dumm.”
Sie sind zu faul, jedenfalls. Doch wie man es auch dreht und wendet – eine Erklärung für diese Weigerung, die wundervolle, alles überglänzende Wahrheit zu erkennen, – ist ganz deutlich eine fehlende “Intelligenz”?
In die Dummheit gezwungen?
Halt, halt! Nicht ärgerlich werden! Man hat uns diesses “Verstehen” gestohlen! Es wird nunmehr versteckt, hinter schweren Nebelwolken der Gesellschaftsidee. Und diese Gesellschaftsordung, dieses Gedankensystem ist so primitiv, wie man es sich nur vorstellen kann. Da wir gezwungen sind, es zu adaptieren, wird uns quasi das Überleben in Dummheit zur Aufgabe gemacht. Und überall finden sich Beweise, dass dies die einzige Möglichkeit ist. Wir hilflos sind.
Bequemer Ausweg aus der Gottesfrage?
Das Gesellschaftsssystem ist in seiner Primitivität absolut brutal. Hier wird mit unumstößlichen Leitsätzen gearbeitet – und wehe, einer versucht, diese Scheinheiligkeiten aufzulösen – er steht sofort im Abseits. Neben, gegenüber, einer Mehrzahl an Menschen, die z. B. als Religionsgruppe in einem gewaltigen Machtsystem eingeordnet sind. Die ganz gut fahren, mit ihrem Bekenntnis zu dem, was von der (geistigen, kirchlichen ) Obrigkeit als Wahrheit proklamiert wird. Das hat viel, hat eigentlich alles mit einer durchaus “politischen” Einstellung zu tun.
Die Dinglichkeit kann keinen lebendigen Gott kennen?
So hat die Dinglichkeit der Gesellschaft einen lebendigen Gott, eine im Jetzt liebende Schöpfung, in ausgesprochen weite, unerreichbare Ferne gerückt. 100 000 Dinglichkeiten dazwischen gestellt. Und wenn man nicht gerade heilig ist, muss man auf diesen, dann letztlich endlich liebenden Gott, bis zum Schluss, bis zum Tod warten – und nach dem Ableben – gibt es immer noch das Problem mit den Sünden und der Hölle. Eine gar verzwickte Situation. Also – mitlaufen, mitkaufen, mitzelebrieren, miturteilen, mitsündigen, mitleiden – das Leben ist verdammt kurz und der liebe Gott ist überhaupt nicht da.
Die Belanglosigkeiten des Lebens halten uns blind?
Wir ersaufen in der Belanglosigkeit unseres Lebens. In den partitionierten meist verschwommenen Dinglichkeiten. Belanglosigkeiten, ursächlich. Denn, wenn Postionen, Standpunkte, Formen kompakt sind – wenn sie ehrlich sind – kann man mit ihnen umgehen. Und jeder nur einigermaßen “vernünftige” Menschwürde das Chaos erkennen, dass sich hinter all den Lebensbegrifflichkeiten dieses in Zweifel gelebten Denksystems verbirgt. Würde es sofort lachend verwerfen.
Das andere Bild nicht greifbar?
Wer würde sich mit Tod, Sünde, Gier, Krankheit identifizieren, wenn es doch eine herrliche, andere Möglichkeit gibt? Doch, wir kommen erst gar nicht dazu, irgendetwas von einer anderen Möglichkeit des Verstehens zu erkennen, erkennen zu können – sobald wir es nämlich zu fassen (erfassen) versuchen – löst sich dieses Bild in Millionen von winzigen Teilchen auf, die keiner Vernunft, keiner Argumentation mehr zugänglich sind.
Gefesselte Subjektivität?
In unserer Trennung von Gott sind wir in einer von der Gesellschaftsidee beschriebenen, höchst individuellen Subjektivität der Wahrnehmung gefangen. Jede der Anforderungen, die so aus dem allgemeinen Konsens der Existenz eines – wie auch immer – strafenden Gottes stammt, dient lediglich dazu, uns noch weiter in diese klebrige Argumentation der Vergänglichkeit hinein zu ziehen, die so wunderbar einfache, segensvolle Wahrheit zu verheimlichen.
Strafender Gott?
Der Grund für die Tatsache, dass die Schöpfung, Gott, nicht nur unendlich weit von uns entfernt zu sein scheint, sondern vielmehr auch noch eine strafende Entität ist, die uns für unsere Sünden zahlen lässt, ist die Tatsache unserer Blindheit. Wir taumeln wie in einem dichten nicht durchschaubaren Schneetreiben aus gesellschaftlichen Regeln, Moralismen, Ansprüchen, Gesetzen, kümstlich erschaffenen, manipulierten Gefühlen.
Der Stärkere gewinnt?
Und nur so, das ist universale, feste Überzeugung, also in einer Darwinschen Schlachtaufstellung, kann das Leben auch funktionieren. Der Stärkere gewinnt. Was und wozu – ist vollkommen nebensächlich. Dass es hier vollkommen grundsätzlich an einem Sinn mangelt, das wird mit oben beschriebenen Schneetreiben aus partitionierten Blendereien, zur Gänze unter den Teppich gekehrt. Es läuft auf ein “Friß oder stirb!” hinaus, gegen das nur schwer anzugehen ist, solange Angst vorherrscht.
Selbsterkenntnis?
Würden die Menschen die vollkommene Gnade, die Liebe und Fürsorge, die ihnen ihr Vater, ihre Mutter, die Liebe, die Schöpfung, Gott, sie sich selbst, anzubieten wissen, auch nur einen Augenblick lang wirklich erkennen können- nie mehr würden sie der Welt der Partionierung Beachtung schenken. Sie (diese Welt) würde sich (in der Tat passiert das meist gemächlich) auflösen – zu dem Nichts, das sie schon immer darstellte. Ihre Nichtexistenz, oder besser, ihre von “Aussen” ins Nichtbewusstsein projizierte Scheinexistenz, würde offenbar.
Bereicherung des überkommenen Machtgefüges?
Die Erkenntnis ist– dass die Drohung mit einem Tod, mit Hölle und ewiger Verderbnis, die Formatierung unseres Lebens mit scheinheiligen, ehtischen und moralischen Grundsätzen, final nur der Bereicherung des Machtgefüges dienen. Sie erschaffen eine Art von Sklavengesellschaft in Christi/Mohammed, einem omnipotenten, grausamen, gleichgültigen Gottersbild. Und wir akzeptieren diese Beschreibung! Wir ziehen uns diesen Schuh an!
Nahtlose, aalglatte Persönlichkeitsbilder?
Und es ist nicht nur ein Schuh, nicht lediglich eine Maske – es ist ein nahtlos anliegender Ganzkörperanzug. Um die Wahrheit zu erkennen, müssen wir uns selbst demontieren, müssen unter die aalglatte Schicht unserer Hülle. Und wer möchte schon gerne nackt sein? Die Hülle ist ja auch eingebildeter Panzer, – wer möchte denn wehrlos sein? Das Tragen dieses Anzugs, (alle tragen ihn) so wissen wir – jeder sagt es – ist Grundbedingung, um in der aufoktruierten Idee der Gesellschaft überleben zu können.
Der Dualismus versucht alles zu erfassen?
Die Idee des Dualismus ist bis auf das Äußerste bestrebt, vollkommen absolut und durchdringend zu sein. Was wir in unserem Leben in der Gesellschaft gelernt haben, ständig als subtile Aufgabe vermittelt bekommen, (Selbstreflexion) ist, die Dinge (Dinglichkeiten), auch Überzeugungen, Beweise zu finden, die diese Tendenz des Durchdringens des Teilungsgedankens, bis hin zur Unkenntlichkeit, bestärken.
Sinn in Strukturen aus Vergänglichkeit, Sünde und Urteil?
Aus dieser, in Bezug auf spirituelle Wahrheit höchst ungünstigen Position, versuchen wir nun, (weil wir wissen, dass es ihn gibt – dieser kleine Lebenszweifel lässt sich nicht ausräumen) den wahren Sinn des Daseins zu finden. Und wo suchen wir? In der dualistischen Egokonstruktion, die sich aus Tod, Krankheit und Gier und Sünde definiert. Denn man hat uns unser Leben lang glaubhaft versichert, dass dies die Wirklichkeit ist – man hat uns beschrieben, wie Realität aussieht. Wo anders sollten wir also auch suchen?
Falscher Blickwinkel?
Wir suchen also die Liebe – in einer Welt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, diese Liebe zu zerreissen, zerstörend zu definieren, der Vergänglichkeit, dem Vergehen, dem Zweifel zuzuordnen. Dabei ist dies nun kein willentliche Bösartigkeit eines (wie auch immer) Teufels. Des Bösen. Es ist lediglich ein Fehler (!) in der Perspektive. Es fehlt (!) uns der Überblick. Weshalb? Weil eine der Prämabeln unseres “Ich-Daseins” ist, möglichst gebückt zu laufen, zuzeiten auch zu kriechen.
Wir beurteilen uns?
Unser Gott ist irgendwo, aber nicht hier. Wir leben Kleinheit. Wir definieren uns. Und das alleine beutetet schon, dass wir uns eingrenzen. Noch dazu kommt unsere Definition unseres Seins, diese umfassende Eingrenzung, nicht von uns selbst. Wir spiegeln nur.Wobei Inspiritaion und Intuition, Kreativität, ein freiheitliches Selbstverständnis auf den Stufen vor dem grauen Egopalast, wo wir uns in die lange Reihe der Trauernden des Lebens auf dem Weg zu unserem Grab eingereiht haben, liegen geblieben sind. Wir haben sie niemals wirklich gekannt. Immer nur einen Käfig im Käfig erlebt.
Wahrheit zur vollkommen Unkenntlichkeit verschlüsselt?
Was also passiert ist, ist das die wahre Begrifflichkeit dessen, was Gott, die Schöpfung ist, untergegangen ist, in der milliardenfachen Aufsplitterung dieses äußerst einfachen Wertesystems der Liebe (das keine Werte kennt) zu einer derart abwegig kryptografischen Angelegenheit geworden ist, dass wir einerseits einfach nicht genug Gehirnkapazität besitzen, um diesen Knoten aufzulösen. Zum zweiten überhaupt nicht erkennen, dass diese Symbolik, die wir nicht verstehen, überhaupt einen Knoten darstellen. Oder ein Tor, die Pforte zur Wahrheit.
Die Wirklichkeit ist immer bei uns?
Der Gott, (das positive Schöpfungsprinzip)von dem wir wissen, dass er existiert, (diese Information ist uns tief in unserem Inneren gegeben), dieser Gott, der nichts zu tun hat, mit dem von den großen Kirchen beschriebenen Gottesfiguren und den Folgerungen, (Gesetzen, Geboten, “Sünde”) die gezogen wurden, um einer “Religion” Gestalt zu geben. Dieser “andere”, nur vage aufscheinende Gott, der lediglich ein subtiles gutes Gefühl ist, ein hoffnungsvolles Zweifeln, an dem, was gelernt, überliefert, wurde, – er ist ganz Nahe. Dieses nicht zu beschreibende, hintergründige Empfinden – das ist die Liebe. Die Liebe Gottes. Das ist Gott.
Die Gesellschaftdynamik hält die Liebe verborgen?
Und leider bleibt uns das, was dieser Gott – der die Wahrheit ist – bedeutet, zumeist sehr, sehr lange verborgen. Doch nicht etwa weil es ein Geheimnis wäre – sondern, weil uns von den diversen, ausgesprochen rabiaten, Gesellschaftsdynamiken der Wille genommen wurde, über eine Beschreibung unseres Selbst hinauszugehen (wir können nur mit Beschreibungen existieren) – weiter der Wille genommen wurde, zu verstehen, dass diese Beschreibung, egal wie sie in diesem Rahmen, der eben dualistisch, aufteilend, partionierend ist, in Erscheinung tritt, – immer Kleinheit bedeuten muss. Die dualistische Idee ist der Gedanke der Kleinheit, der Begrenzung. Den die Gesellschaft auslebt.
Fazit
Solange wir, die wir in informativer Abhängigkeit von der Gesellschaft existieren – uns also aus dieser Position heraus einen Gott heraufbeschwören, beschreiben, wird dieser der Gott der Gesellschaft bleiben. Das goldene Kalb. (Bestimmt hervorragend verkleidet.) Und da rütteln auch noch so viele Opfer, Entbehrungen, Kasteiungen, Spenden und Beichten nichts daran. Nichts wird diesen “Gott” verändern, der sich aus dem Urteilsdenken heraus beschreibt. Nicht jahrelange Meditation und nicht das stundenlange rezitieren von Gebeten.