Die Achtsamkeit – der Weg ins Heilige

Heilig

Was ist heilig? Bei der Betrachtung dieser Angelegenheit stellt sich zuerst einmal die wohl ernüchternde Frage, was in der unseren, heutigen Gesellschaft denn eigentlich heilig ist? Wikipedia meint, “heilig” sei etwas, das Gott besonders nahe stünde. Also, was ist unserer Gesellschaft heilig? Der Fortschritt, das Wachstum. Macht und Geld im Kapitalismus. Das sind die Heiligen der neuen Generation. Und somit ist auch die Frage nach dem Gott dieser Gesellschaft gelöst.

Sind wir achtsam?

Was ist mit der Achtsamkeit? Auch die ist da. Vorrangig beim Erwirtschaften von Vorteilen. Was ersichtlich wird, die Achtsamkeit – also die Aufmerksamkeit, die wir gewissen Dingen und Umständen schenken, ist, aus dieser Sichtweise betrachtet, abhängig davon wie “heilig” (in unserem Sinne des Interesses) diese Sache ist. Wie sehr unser Leben im Sinne dieses “Heiligen” (also etwas, was in direkter Weise auf unser Leben einwirkt) denn tangiert ist, hängt davon ab inwieweit wir sie als “Heilig” einschätzen.

Was uns heilig ist, hat nichts mit Gott zu tun?

Das ist die große Diskrepanz im Denken der Menschen: Ihnen ist bewusst, dass „heilig“ eine vollkommen andere Bedeutung hat – doch sie sind in der vorherrschenden Definition, die sie in ganz praktischer, unmittelbarer Art und Weise zu sich selbst gestaltet haben, gefangen. Und diese Definition meint, „heilig“ ist, was mir die oben erwähnten Vorteile im Leben verschafft, vielleicht noch mit Namenshäubchen wie „Glück“, „Erfolg“, „Reichtum“ verziert. Das ist das „Heilige“ , dass die Menschen leben.

Wir schenken den falschen Dingen unsere Achtsamkeit?

Und also auch, wenn wir verzweifelt versuchen, das wahre „Heilige“ in unserem Leben zu finden – nachdem wir den falschen Dingen unsere Achtsamkeit schenken, haben wir die wahre Bedeutung des Begriffes „Heilig“ aus den Augen verloren, – unser Lebensweg scheint daraus zu bestehen, zu erkennen, dass eines wie das andere der angebeteten Dinge in unserem Leben, eben nichts mit „heilig“ zu tun haben.

Das Leben lediglich Desillusion?

Der Lebensweg die Desillusion? Ernüchternde, traurige Wahrheit? Die Welt ist ach, ein Jammertal? Ja. Die Verzweiflung ist groß – und sehr hintergründig. Denn, auch wenn wir „Heiligtümer“ (im Sinne des Gesellschaftsdenkens) in Massen anhäufen, allzu kurz währt unsere Lebenszeit. Ist das der Sinn? Ist das Heilig? Wir müssen diese Frage logischerweise mit Nein beantworten – und das treibt uns beinahe in den Irrsinn.

Vollkommene Ablenkung?

Geschützt vor diesem Wahnsinn, dem wir anheim fallen würden, wären wir in der Lage, die Manipulation zu durchschauen, werden wir durch die mannigfaltigen Aufgaben, die unsere (die gesellschaftliche) Definition des „Heiligen“ mit sich bringt. Vollkommene Ablenkung. Denn die Götter, die Götzen, die wir da anbeten, die wollen nicht nur erkämpft werden, mit harten Bandagen, sondern man muss sie auch beschützen. So gestalten wir uns in unser Leben in urgewaltiger Angst.

Heilige Götzen?

Verstehe richtig: In deinem Denken, Deinen Gedanken, Deinem Geist, weißt Du wohl, was „Heilig“ ist, – wirklich ist – du hast es immer gewusst – doch leben – wirklich leben – tust du die „Heiligkeit“ der Gesellschaft, verehrst nur ihre Götzen. Hast Augen, Achtsamkeit, lediglich für Geld. Macht. Körperliche Lust. Fixiert auf die generelle Körperlichkeit. Trotz dieser gewaltigen Angst. Die scheint der Preis zu sein. Das erzeugt Dein stetes, so subtiles Unwohlsein. Du fühlst, dass etwas faul ist, in Deinem Verhalten im Leben, Du spürst diese Diskrepanz.

Die falschen Heilgen?

Und das eben bedeutet „ERLEUCHTUNG“ – nämlich zu erkennen, dass wir unsere Achtsamkeit den falschen Heiligen schenken, die wir nicht einmal heilig nennen. Dass unser komplettes Denken, welches wir auf unser Leben Eins zu Eins übertragen haben, auf einer falschen, irreführenden, leider zutiefst verinnerlichten, Erfahrung des Begriffes „Heilig“ beruht. Was aber nun, wäre denn dann die richtige Erklärung für „Heilig“? Was ist „Heilig“?

Ganzheitliche Heiligkeit?

Hier nun treffen die beiden Begriffe „ACHTSAMKEIT“ und „HEILIG“ in vollkommener Eleganz und überirdischer Schönheit zusammen. Denn, wenn wir wahrhaftig achtsam sind, ist wahrhaftig alles heilig. Es ist dieser Unterschied, den wir machen – das eine ist mehr heilig als das andere – der uns in diesen Wahnsinn katapultiert hat. Diese Unterscheidung, in der Potenzierung, die ihre Natur ist, hat uns Millionen Kilometer weit fort fort gespült von der wahren Heiligkeit.

Zersplitterte Achtsamkeit?

Verstehe: Wir sind achtsam, dem gegenüber, was uns „heilig“ ist, doch unsere, für uns gelebte Wahrheit, lässt uns die falschen Dinge als „Heilig“ „leben“, (nicht „denken“!) unsere Achtsamkeit ist zersplittert, im Chaospotential des dualistischen Denksystems. Die Wahrheit, das Heilige, ist irgendwo ganz weit weg von uns und unserem Leben – eine geheimnisvolle Idee, nicht mehr. Wir leben uns, das, was wir mit unserem Körper empfinden – und auf der ganz anderen Seite gibt es eine göttliche Entität. Mit Rauschebart.

Wahre Achtsamkeit kennt keine Unterschiede?

Die richtige Achtsamkeit also ist, ganz offensichtlich, der Weg aus diesem Dilemma. Tatsächliche Achtsamkeit kennt keine Unterschiede. Ist das zu verstehen? Vollkommen einzutauchen, mit Achtsamkeit, in Etwas. Zu verschmelzen, die Unterschiede aufzulösen. Zum Stück Holz zu werden, wenn ich eines achtsam betrachte. Hier ist das unendliche Universum des wahrhaftigen Lebens. Das Ganze im Einzelnen zu sehen.

Unendlicher Fokus?

Unseren Fokus öffnen – ins Unendliche zu erweitern. Nicht zu begrenzen. Die Blume, der Wind, – und Ich – wir sind eines. Achtsamkeit ist das Tor. GEWAHRSEIN! Wirkliches Gewahrsein des Lebens, gestaltet jede Sekunde zur zärtlichen Ewigkeit. Jeder von der Schöpfung, der Liebe geschenkte Atemzug ist Dankbarkeit für die Tatsache, im Zentrum dieses wunderbaren Zusammenspiels aller Dinge zu stehen. In Achtsamkeit erkennen zu dürfen.

Jedes einzelne Atom heilig?

Und dieser Weg der Achtsamkeit, hin zur Erkenntnis, dass jedes einzelne Atom der Schöpfung vollkommen heilig ist, ist jedem von uns innewohnend. Unser Weg, unser Lebenspfad, ist es, diese allumfassende Heiligkeit zu erkennen. Von unserer verurteilenden Position, gefangen im Gesellschaftsdenken, hin zu der Offenbarung des Allumfassenden, das unser, in Kleinheit und Zerteilung gefangenes Denken, zur ewigen Freiheit hin auflöst.

Perspektive der Wertigkeiten?

Es ist die Perspektive, die grundlegende Perspektive der Wertigkeiten, welche nicht nur die Dinge auf unserem Weg, sondern auch den Weg selber bestimmt. Wir erkennen sie langsam (unerbittlich) – die Wertigkeiten. Die Erleuchtung, die Offenbarung, das Erkennen – es ist jedem gewiss. Und es ist lediglich eine winzige Anstrengung – den Fokus auf die richtigen Dinge zu legen. Die Achtsamkeit leben, anstatt die Lebensenergie an Götzenaufgaben zu verschwenden.

Konzentriere Achtsamkeit?

Das, was sich mit konzentrierter Achtsamkeit auftut, ist so gewaltig, dass wir unser bisheriges Leben gerne vergessen. Und wirklich jedem ist es gegeben, seine eigene Welt, von dieser Sekunde an, dem Wirklichen zuzuwenden. Wenn wir eintauchen (der genau richtige Begriff) in diese Achtsamkeit, erkennen wir eine derartige Vielfalt von wunderschöner Realität, dass es uns zunehmend einfacher fällt, das Alte hinter uns zu lassen.

Mit zärtlicher Fürsorge begleitet?

Diesen Wandel eines Menschen hin zur Achtsamkeit, auf der Suche nach dem wirklichen Heiligen, begleitet die Liebe, die Schöpfung, mit aller Fürsorge, Umsicht und Zärtlichkeit. Von himmelsstarken Kräften fühlen wir uns beschützt, gehalten, getröstet – im Unverständnis dieser Welt. Und niemand kann uns mehr zum Umkehren bewegen – zu schön ist das, was wir entdecken. Alle Schätze dieser Gesellschaftswelt verblassen.

Wertigkeiten nicht ursächlich?

Sich auf die Suche nach Erleuchtung zu begeben, das heißt, die Wertigkeiten, die bisher unser Leben bestimmt haben, nicht nur zu hinterfragen, sondern konsequent als nicht ursächlich für das wirkliche „Heilige“, das wir in unserem Leben zu verwirklichen suchen, zu erkennen. Das Chaos dieser falschen Wertigkeiten zu sehen. Ihre Untauglichkeit, außerhalb der von ihnen selbst erschaffenen „Sphäre“, sehenden Auges und Verstandes abzulehnen.

Fazit

Nun, dies ist der Anfang – und dieses Vorhaben ist, in seiner Gänze, beileibe so gigantisch, dass es niemand alleine bewerkstelligen könnte. Doch die Liebe, die Schöpfung, hat die Möglichkeit der Erkenntnis so offensichtlich gestaltet, dass es nur einen „KLICK“ braucht, um die ganze Angelegenheit diametral anders zu sehen, als bisher. Der heilige Augenklick. Das ist das Initial. Alles andere ergibt sich von selbst und durch unendliches Vertrauen, das zu haben, einem mit immer größerer Intensität geschenkt wird.

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