Der freie Wille – ein billiges Spektakel?

Wille

Der freie Wille – reine Phantasie?

Wenn wir ein wenig ehrlich sind – die Welt betrachten, in der wir unterwegs sind, wird uns schon schnell deutlich, dass in dieser Konstellation auch nicht der geringste Funke freien Willens zu finden ist. Die Gesellschaft definiert sich sozusagen aus dem generellen Gegenteil. Der Unterwerfung. Die sich, wiederrum, in schier unendlicher Vielfalt zersplittert, in allen möglichen Lebenssituationen wiederfindet.

Statt freiem Willen Unfreiheit?

Der freie Wille – unzählige Philosophen haben sich den Kopf zerbrochen – und durchaus erkannt, dass da stattdessen eine Unfreiheit existieren könnte. Und wenn denn jemand dennoch von der Möglichkeit dieses freien Willens ausginge, so wäre dies lediglich die generelle, intellektuell-manipulativ positiv servierte Version der Idee für die große Masse. Und tatsächlich – der freie Wille scheint zumindest eine vage Sache zu sein.

In der Vergangenheit inhaftiert?

Alles, was wir denken, ist aus sich selbst heraus präpositioniert. Das ist die Eigenart jeder Kommunikation, es es nicht anders möglich, im Rahmen einer dualistischen Idee. Will meinen, auch wenn wir von der Zukunft sprechen: Immer sind wir in der Vergangenheit gefangen. Und solange diese Konstellation – nämlich das Urteil schlechthin – Dein Denken bestimmt, wirst Du, von dem Dir ureigenen freien Willen, nichts bemerken können – außer Fakes.

Fehlinformationen und widrige Umstände?

Der freie Wille, wie er sich im Dualismus darstellt, ist lediglich eine Verknüpfung allgemeiner Fehlinformation, widriger Umstände. Eine Illusion, an der wir uns, nahezu verzweifelt, festhalten. Die Freiheit des Wollens, die wir suchen, liegt sicherlich nicht in dieser Gesellschafts-Wahnidee. „Lege diese Ketten an, dann bist Du frei!“ – das Credo des Konsums. Vorgebliche Freiheiten sind hier nur äußerst kurzlebig, ziehen Abhängigkeiten nach sich, oder gehen auf Kosten anderer „Freiheiten“.

Subtil manipulierend?

In der Gesellschaftsidee ist der „freie Wille“ lediglich eine subtil herbei manipulierte Art des Verhaltens. Steht immer in Beziehung – entzieht sich so die postulierte „Freiheit“ selber. Eine philosophische Betrachtung Schopenhauers sagt: Der Mensch kann tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.”Wir sind aus unserer Postion (der Kleinheit) nicht in der Lage, einzuschätzen, was denn Freiheit überhaupt darstellt.

Nur vage Annäherung ist möglich?

Es gibt, auch das verstand die Philosophie bereits, lediglich eine Hierarchie des freien Willens – allenfalls also eine Annäherung an irgendein Ideal, dass nie erreicht werden kann. Der allumfassende freie Wille aber, in dem wir existieren, wird von uns nicht erkannt. Der wirkliche freie Wille – den kann es nur dort geben, wo keine Grenzen, keine Restriktionen – keine Urteile – keine äußeren Werte, die Entscheidung beeinflussen.

Überkommene Sicht der Dinge?

Nachdem wir jedoch in einem „Universum des Einflusses, der Entscheidungen“ leben – alles beeinflusst jeden und alles – ist der freie Wille, in dieser Konstellation, nicht existent. Es ist unsere Aufgabe, den freien Willen, metertief begraben unter all den aufoktroyierten Vorteilen und Gesetzmäßigkeiten des gesellschaftlichen Lebens, wieder frei zu legen. Wie offensichtlich wird, gilt es, den Mantel des alten Lebens, der nunmehr überkommenen Sicht auf die Dinge, vollkommen abzulegen.

Gigantische Befreiung?

Diese Entscheidung, die jeder von uns auf seinem Pfad irgendwann trifft, ist so gewaltig, dass sie jeden Anspruch auf ihren Urgrund „den wahren freien Willen“ hat. Es ist ein Sprung hinein/heraus in den „freien Willen“ – aus uns selbst hinein/heraus – vollkommen ohne jedwede Konvention. Selbsterklärend, komplett, vollkommen, absolut. Sich selbst potenzierend. Reine Liebe, Vergebung und Achtsamkeit, dankbares Erstaunen.

Fazit

Um den „freien Willen“ in Wirklichkeit und spürbar im Jetzt zu erreichen, ist lediglich Ehrlichkeit vonnöten. Ein wirklich aus dem Grund des Herzen stammendes Bedürfnis, die Liebe zur Realität zu gestalten. Ein einziger Ruf an die Schöpfung – ein Flüstern nur, ein Wispern – in Wahrheit gesprochen, gedacht – ist vollkommen ausreichend. Und der freie Wille der Liebe – und alles, was dies nach sich zieht – wird auch Dir gewahr. Wird auch Dir gewährt.

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Der freie Wille

Freier Wille

Ein herausragendes Geschenk?

Eine großmächtige Wortkombination, locker dahingeschrieben. Der freie Wille. Neben unserem Körper und unserem Geist ein weiteres, ursächlich bedeutendes Geschenk der Schöpfung, so die durchaus wahre Feststellung. Das klingt nun ein wenig distanziert, ganz einfach, weil in diesem “freien” “Willen” zwei Komponenten verpackt sind, die auf ausgesprochen tönerenen Füßen stehen. Denn weder die Begrifflichkeit “frei” noch der daraus folgende “Wille” können in der bestehenden gedanklichen Ordnung der Gesellschaft möglich sein.

Plagiat in der Zelle?

Bei allem Wunderbaren, was wir unter dem verstehen, was die Worte „freier Wille“ eigentlich heißen, – bedeuten sollten – , sind sie für uns doch lediglich ein Fahrradhometrainer in der Gefängniszelle. Richtig. Wir sitzen im Gefängnis. Und das Beste zu Beginn: Eben dieser, unser gottgewollter “freier Wille”, der hat uns in diese Situation gebracht. Der dumme Gedanke nämlich, dass es mehr geben könnte, als das Göttliche ALLES, dass dies “Mehr” in der Partionierung, der Aufteilung der Dinge, zu finden ist, die Entscheidung also, die Schöpfung als eine strafende (Adam und Eva) zu betrachten – der freie Wille des Menschen.

Ein Labyrinth der Angst?

Und das Denken der Menschen, der große Traum, den die Schöpfung uns in unserem freien Willen träumen lässt, hat eine Welt der Sünde, des Urteils, der Krankheit und der Kriege – des Todes – hervorgebracht. Wir haben uns in dieser furchtbaren, komplexen Struktur der Unterscheidungen, der Lieblosigkeit, der Angst, wie in einem gigantischen, sich mit jedem Schritt noch potenzierenden Labyrinth, in das wir uns selbst hinein katapultiert habern, gnadenlos verlaufen,.

Den freien Willen den Götzen geopfert?

Und auch im weiteren Verlauf: Aus freiem Willen haben wir unseren freien Willen abgegeben. Haben ihn den Göttern der Gesellschaft geopfert. Tun es jede Minute. Stück für Stück. Alle Werte. “Die Gedanken sind nicht frei!” Bis nichts mehr von uns übrig war. Taumeln in diesen Konventionen, Algorithmen, Prämissen, gebeutelt von unermesslichen Kräften im Außen, die mit uns tun und lassen, was sie gerade möchten. Und wäre denn noch ein wenig positiven Willens bei den Menschen vorhanden, zu subtil sind die Lüste, Gelegenheiten, Erfahrungen, die das Egodenken im “Egoleben”verspricht.

Niemals wirklich verloren gegangen?

Doch – unser “freier Wille” existiert weiterhin, als unverbrüchliches Geschenk der Schöpfung. Und, auch wenn wir es nicht sehen, wenn wir uns dessen nicht bewusst sind – wir haben immer noch die volle Befehlsgewalt. Diese Gewahrsein aber, eines immer noch in vollkommener Größe und Gewalt existierenden eigenen freien Willens, versucht die Egogedankenstruktur mit allen, wirklich allen Mitteln, und der “ihm” (Dir) zueigenen, überragenden, Intelligenz, zu verhindern.

Die Gesellschaftsidee eine Suchtdroge?

Es ist durchaus angebracht, die subjektive Illusionsrealität des dualistischen Gedankens, also dessen, was wir als Weltengemeinschaft, als Weltengesellschaft anzusehen gelernt haben, als eine, stark in Abhängigkeit bringende, Suchtdroge, ganz wie Crack oder Herion, zu sehen. Jedoch ein Vergleich, der sozusagen nicht nur hinkt, sondern nicht einmal Beine hat. Denn die Sache erzeugt ganz andere, riesige, ja, vollkommen hyperdimensionale Dimensionen. Wir leben jede Sekunde inmitten, mit, durch, an, für diese Droge, wir definieren uns über sie. Sie macht uns aus.

Unwidersprochene Egoidee?

Wie ein Computersystem, das mit der Kombination Eins und Null beginnt, hier eben Gut und Böse – hat sich die “Intelligenz” der zerteilenden Idee, (die in Wirklichkeit nur sinnloses Chaos ist) in einem, expotentionell sich noch ständig aufblasenden, Gedankenmultiversum manifestiert. Alles, was wir lernen, was uns beigebracht wird, was wir erfahren, schlussfolgern, wissen, (und darum fühlen), ist, dass dieses freudlose, vergängliche Ungemach an Dasein, der Atem unseres Lebens sei. So also – Tod, Leiden, Krankheit, Sünde, Schuld – und nicht anders funktioniert es. Das inhalierern wir, das verinnerlichen wir. Das definiert uns. So definieren wir.

Und auch wenn es das Falsche ist – einfach wegwerfen funktioniert nicht?

Das ist also unser Leben. Und trotzdem: Wie könnte jemals jemand verlangen, dass wir dies, was wir uns so schwer erkämpft haben, was unsere (genauso schwer erkämpfte) Wahrheit darstellt, nun einfach plötzlich anders sehen – weil irgend jemand unsere Einstellung nicht für richtig hält und angeblich eine bessere Idee hat? Dass wir nun wahrlich alles bisherige wegwerfen, ablehnen sollten?

Unsere Grundwahrheiten verleugnen?

Unsere Grundwahrheit, unsere Basis, Präambel (und es ist ja nicht nur die unsere – alle sehen die Sache so) über den Haufen werfen? Das kann doch gar nicht funktionieren. Da steht ein solch überdimensionaler Berg von Angst, Unsicherheit, (und entsprechenden Argumenten, “Informationen” anderer) – dass eine Entscheidung schlicht unmöglich scheint. Weil – , eben nur ein beschnittener, ein eingezäunter, ein gefesselter, zusammengepresster, versteckter, winziger sichtbarer Rest des freien Willens übrig geblieben, zu sehen, zu spüren ist. .

Zwangsverabreichte Suchtdroge?

Wir werden darum also im wahrsten Sinne des Wortes den Teufel tun und von unserer Droge lassen (dem dualistischen Gesellschaftsgedanken) – denn alles unsere bisherigen Erfahrungen, unser Leben, all das, was man uns als Lebensinhalt vermittelt hat, das, was wir als Daseinszweck eruiert haben,- all diese Standpunkte sagen, – zum einen – dass die Droge nicht nur vollkommen unschädlich wäre, – zum anderen – wird Dir jede Sekunde bewiesen, dass Du ohne die Droge nicht existieren kannst – und die Entzugserscheinungen – wie Dir schon so oft bewiesen wurde – sind ausgesprochen schmerzhaft.

Unser momentaner “freier” Wille nur ein Fake?

Wie zu deutlich offenbar wird, ist es notwendig, unseren freien Willen wiederzufinden. Denn das, was wir jetzt, in der Situation, in der wir uns befinden, als “freien Willen” beschreiben, hat weder etwas mit “frei” noch mit “Willen” zu tun. “Sie haben das freie Wollen mein Herr. Entweder Sie schlucken diese Pille oder wir erschießen Sie.” Wir haben die Freiheit des Willens an zahlreiche Institutionen, die den Gesellschaftsgedanken verkörpern, abgegeben. Aus erzwungenem, “freiem” Willen.

Kein freier Wille in der Egoidee?

Das ist die Situation, die das Egodenken, die Partionierung, die Trennung von einem strafenden Gott, erschaffen hat. Und es ist nahezu perfekt. Der freie Wille, den man hier Kiloweise verkauft, ist billiger Schund – doch niemand ist in der Lage, dies zu bemerken. Und jeder Versuch, irgendwie die Wahrheit über die Vergewaltigung des “freien Willens” ans Tageslicht zu bringen, wird vom Gesellschaftssystem schon im Keim erstickt. Denn – das wäre seine Auflösung.

Unter Meinungen begraben?

Das Problem ist, um ein anderes Bild zu verwenden, dass wir über unserem, uns von der Schöpfung als heiliges Geschenk erhaltenen “freien Willen” eine riesige Menge an Schutt (Regeln, Vorurteile, Meinungen, Ansichten, Schlussfolgerungen, Informationen, Moralbegriffe uvm.) angehäuft haben. Die gnadenlose Displizinierung des freien Willens ist das oberste, eifrig verfolgte Ziel der Egoidee. Und was ist besser diszipliniert als etwas, das vollkommen ahnungslos ist?

Das einzige wahre Ziel des freien Willens?

Denn der gottgegebene “FREIE WILLE” des Menschen kann nur eines und hat nur das eine Ziel: Liebe zu allem, die Liebe zu Schwester und Bruder, Deinen Geschöpfen. Nun ist die Wahrheit über diesen Zustand der absoluten Liebe, den wir durch unseren (unbeschnittenen), von der Schöpfung überreichten Willen erreichen können, von solch erhabener, gewaltiger, Harmonie und Eleganz – dass wir, – ahnten wir auch nur eine ganze Winzigkeit etwas über diese Herrlichkeit – niemals mehr unseren Willen und Wollen, unser Bestreben und Wünschen, auf etwas anderes konzentrieren würden.

Fazit

Die Konstellation der Gesellschaftsidee ist deshalb einzig dazu geschaffen, zu verhindern, dass wir auch nur das Geringste verstehen, auch nur ahnen, von dem, was wunderbarste Wirklichkeit im Jetzt ist. Denn würden wir auch nur einen längeren Hauch von ihr abbekommen (das weiß das Ego zuallermeist erfolgreich zu verhindern) wären wir verloren – für die Gesellschaft, für das Urteil, für die Sünde, für die Hölle, für den Tod. Wer will das schon?

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DEIN Wille geschehe!

Wille

So einfach!

Manchmal ist man geneigt, sich ein Megaphon zu schnappen, in die Menschenmenge zu stellen und zu rufen: „Es ist so einfach!“ Doch, ach, lässt man’s besser bleiben, so die Psychiatrie sehr kritisch ist. Drei Wörter sind es doch nur, die alles umfassen: DEIN WILLE GESCHEHE! Du! Du, der dies liest! DEIN Wille. Nicht der eines unbestimmten Gottes, des Schicksals, des Kismet, der Vorsehung, des Planes irgendeiner Entität.

Dein Selbstkonzept/Komplex?

Du selbst, als Komplex all Deiner Gedanken, all der Dinge, die Du Dir in einer unwahrscheinlichen Anstrengung während Deines Lebensganges angeeignet hast, – einer Anstrengung, vor der man sich nur voller Hochachtung verbeugen kann – zeichnen das Bild der Welt. Würdest Du den Gedanken der Schuld nicht kennen (und verehren) – gäbe es in der Welt keine Schuld. Würdest Du aufgrund dieses Schuldgedanken nicht überall Hass, Zwietracht und Habgier sehen, gäbe es diese Begrifflichkeiten und ihre logischen Schlussfolgerungen in der Welt nicht.

Gott der Welten?

Sie hin, kleines Kind der absoluten Liebe! Du bist es, der Gott dieser, Deiner Welt ist! Du hast die Macht sie zu verändern! Für Dich und für alles, was Du erschaffen hast. Jeden Grashalm, jeden Käfer, jeden Bruder, jede Schwester nämlich. Das komplette Angebot. Und wenn Du beschließt, der Liebe in Ihrer Allmacht zu folgen, wenn Du die Entscheidung triffst, Deine Gedanken nicht mehr mit Schuld zu ketten, werden auch alle anderen, wird die ganze Welt, sich dieser Entscheidung zuwenden. Denn Du schreibst das Drehbuch.

Dein Wille erschafft und löst auf?

Glaube nun nicht, es sei allzu schwierig, der Gott der Welt zu sein! Du musst überhaupt nichts tun, denn das, was du erfährst, als vorgeblicher Körper, ist nur dein Traum. Der Traum des Gottessohnes, der zeitlos in der Alleinheit ist. Erkenne einfach nur, dass es Dein Wille in Liebe ist, der die Welt mit ihrem schrecklichen Geschehen auflöst, eine Welt, die Du Dir aus vollkommen unzureichenden Informationen zusammengebastelt hast, geblendet von den erlogenen Schönheiten und scheinbaren Annehmlichkeiten, die Dir diese durch und durch chaotische Gedankenkonstruktion vorgegaukelt hat.

Du bist Liebe?

Es ist Dein Wille, der Deine Welt und Alles was Du erschaffen hast, zum Positiven verändert. Versuchst Du jedoch, die Welt in der Welt zu ändern, gehst Du also auf ihre Prämissen und Algorithmen ein, stehst du auf verlorenem Posten. DEIN WILLE hat nichts mit den Schuldzuweisungen dieser Menschengesellschaft, dieses Traums, zu tun. Denn Dein Grundgedanke, die Energie, die Du bist, ist Liebe – und die hat mit Hierarchien und Sünde und Schuld nichts gemein, sie kennt sie nicht.

Die „Realität“ mit liebevollen Gedanken transzendieren?

Immer wieder und ganz offensichtlich, werden wir zurückgeworfen auf die „liebevollen Gedanken“. Die einzige Möglichkeit, die so schrecklich, sich immer wieder aus sich selbst heraus bewahrheitende „Realität“ zu „bekämpfen“ – vielmehr sie aufzulösen, sie zu dem Nichts transzendieren, das sie schon immer war, ist also, ihre Nichtexistenz zu begreifen. Mit dieser Einsicht wird eine Größe der Dinge offenbar, die wohl zu einfach und deshalb schwer verständlich ist. Denn unsere Gedanken sind – nahezu unwiderruflich – in Kleinheit, in kleinem Denken gefangen. Der Partitionierungzwang des gesellschaftlichen Sinnsystems trennt es von jedweder wirklichen Größe. Doch nur ein einziger Schritt ist notwendig.

Wie in dieser Misere den Himmel erreichen?

Du fragst, was denn nun so einfach sei, den Himmel zu erreichen? Es sei doch schließlich unerreichbar? Wir seien gefangen in der dualistischen Wertekonstruktion? Nun – das Einfache ist, dass es lediglich zwei Bilder dieser Angelegenheit gibt, und eines der beiden ist pure Illusion. Alles – und das ist nun tatsächlich einfach – was wir zu tun haben, ist uns zu entscheiden. Zwischen Geld und Konsum und gesellschaftlichen Erwartungen, Tod, Krieg und Siechtum, Hass und Zwietracht, zehntausenden von Ideen, und … der absoluten Liebe.

Simple Entscheidung?

Und wenn DU nun diese einfache Entscheidung fällst, wird sich mit Deinen liebevollen Gedanken, die ganze Welt, in Ihrer Vollständigkeit, zur Liebe hin, verändern. Es ist der Weg des Daseins, zu dieser Erkenntnis zu gelangen, zum Gedanken der absoluten Selbstverantwortung, die, vollkommen angstfrei, in der allumfassenden Liebe, dem Alleins, existiert. Es ist unsere zeitlose Bestimmung, das sich selbst potenzierende Gedankenknäuel der Handfesseln der Gesellschaft zu transzendieren. In die alles durchdringende Liebe zurückzukehren.

Dein Bruder, Deine Schwester sind Deine Geschöpfe?

So taucht also auch hier, als konkreter Lösungsansatz, immer wieder derselbe Gedanke auf, zumeist jedoch verkannt. Es sind die Anhaftungen, von denen der Buddhist redet, es ist das „WU“ der Anhänger des Zen. Es sind die Blockaden des Chakra im Tantra, es ist das Rad des Lebens im Hinduismus. Es ist das „Liebe Deinen Bruder wie Dich selbst“ der Christen. Viel besser: Liebe Deinen Bruder, denn Du bist er selbst.“

Ohne ein Außen kann es nur bedingungslose Liebe geben?

Wer, gesegnet sei sein Dasein, dies nun erkennt, nämlich, dass die Mitmenschen, die „anderen“ nur er selbst sind, seine Geschöpfe – der kommt nicht mehr umhin, „bedingungslos zu lieben“. Jedwedes Außen ist Illusion. Wer dies erkennt, wer mit Erstaunen begreift, dass die Welt nur ein Spiegel seiner (positiven oder negativen) Gedanken ist, derjenige hat den zeitlosen Weg, den wir alle gehen, der uns ganz ohne „unser Zutun“ (als einziges, unbedingtes Wollen der Liebe) zu diesem Ziel führt, um ein Tausendfaches verkürzt.

Konkrete Auswirkungen im „Leben“?

Und, so weit das eben in den vollkommen unzureichenden Abstraktionen der Sprache beschreibbar ist, wird sich diese Erkenntnis des Alleins – in dem diese Welt nur als ein Seifenblasengedanke existiert – alles andere ist hell aufstrahlende Freude und Liebe – ist ewiges Schöpfertum – wird sich dieser alles erklärende Gedanke, ganz konkret auf das „Leben“ auswirken. Das Glück tritt näher, könnte man formulieren. Obwohl hier – wie zu Anfang bemerkt – jede kommunikative Erklärungskonstruktion kläglich Schiffbruch erleidet. Scheitert, alleine am fehlenden Zeitbegriff.

Nebelschwaden vor der herrlichen Wahrheit?

Wollen wir ein simples Bild der Situation zeichnen, wäre es das herrlichste Gemälde, das nur vorstellbar ist, verhüllt gehalten, unter stinkenden Lumpen, fadenscheinigem, klebrigem Gesellschaftsgespinst. In einer anderen Metapher ist diese „Gesellschaftswelt“ ein Bild mit einem von Rubinen und Diamanten, Brillanten glitzerndem Rahmen. Jeder sieht nur den Rahmen, doch in dem Bild in der Mitte – da grinst der Tod. Das Bild der Liebe dagegen – es benötigt keinen Rahmen – niemals würde diesem Bild jemals irgendeine Verzierung gerecht werden.

Liebe lässt die „Welt“ und ihre Probleme verschwinden?

„Liebe macht blind“. Sagt man. Ja! Genauso ist es! Die Liebe, bereits das bisschen Wenig an Liebe, das manchmal noch einen windigen Platz findet, in unserem Gesellschafts-Urteilsdenken, gestaltet die „wirkliche Welt“ zu etwas Abstrakten, lässt sie in ihrer Nichtwirklichkeit, als Illusion, deutlicher werden. Liebe vollbringt Wunder, aus Liebe tun Menschen schier Unglaubliches. Gott gleiches. Sie wachsen über die Kleinheit des dualistischen Gedankens hinaus. Die Quelle, die Urkraft, die alles überstrahlende Energie der Schöpfung, der Liebe kommt auch in unserem gedankenchaotischen Lebensuniversum zum Tragen.

Fazit

Wir sind erschaffende, absolute, Subjektivität im Alleins der Liebe. Jeder negative Gedanke, den wir an die Struktur der menschlichen Kommunikation senden, erschafft Wirklichkeiten. Genauso wie auch liebevolle Gedanken, durchaus in dieser „menschlichen, gesamtgesellschaftlichen, urteilenden“ Kommunikationskonstruktion (Liebe durchdringt alles) eine Wirklichkeit der Liebe erschaffen. Doch ist diese Wirklichkeit der absoluten Liebe die unverbrüchliche Wahrheit – und keine Gedankenkonstruktion, kein Traum der Unterscheidung und Aufteilung, wie es die Welt der dualistischen Betrachtung ist.

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Ich bin Du – die absolute Liebe?

Am Anfang war die lächelnde Unbedingtheit

Unbedingtheit Angst

Unbedingtheit ist absolut?

Und da ist sie, die ewige Unbedingtheit. Doch dem Mensch, in Entfaltung des ihm geschenkten freien Willens, ist zugesprochen, eine winzige Illusion der Skepsis zu träumen. Zutiefst erschrocken über diese Freiheit, fürchtet er sich nun vor dem, was er als Allmächtig betrachtet, und an dessen Sosein er gezweifelt hatte. Aus dem winzigen Partikel des Unglaubens schuf er in Potenzierung dieses mikroskopischen Zweifels, dieses Urteils, seine traurige, einsame Welt, in der er sich fortan vor der Unbedingtheit der Schöpfung zu verstecken suchte.

Unbedingtheit ist liebevoll

Im Urteil existiert keine wahre Liebe?

In dieser Welt des Urteilens, des Zweifelns, des Fragmentierens, hat die wahre Liebe keinen Platz. Jedes einzelne Wort der von Menschen betriebenen, sogenannten „Kommunikation“ führt sie nicht nur ad absurdum, sondern zeichnet sie geradezu als lächerlich. So wird deutlich, dass aber auch überhaupt nichts, was irgendwie abseits dieser Unbedingtheit wahrgenommen zu werden scheint, auch nur den geringsten Sinn ergeben könnte.

Der Glaube, die Unbedingtheit sei der Tod?

Da ist der hüpfende Punkt: Wir sehen uns, in lichten Momenten, einer Unbedingtheit gegenüber, die uns lediglich Angst macht. Mehr noch: Von unserer Warte aus, in der Schuldsprechung gefangen, verknüpfen wir dieses Gefühl, dieses eigentlich nicht beschreibbare Etwas, mit dem Tod, gleichzeitig verknotet mit unserer Begrifflichkeit von was auch immer „Gott“. Das ist pure Angst. Schrecken, Ungewissheit, mag sein, Entsetzen.

Leben in der Furcht des Zweifels?

Worin aber liegt denn unser Entsetzen, unsere Furcht letztlich begründet? Wir haben es gesehen. Es ist der Zweifel, es ist die Fragmentierung. Es ist unsere Ignoranz, die Unfähigkeit unseres Denksystems, das Ganze zu sehen. Wir zweifeln jede Sekunde, anstatt in stiller Dankbarkeit anzunehmen. Und wir weigern uns, auf den Urgrund zu sehen. Wir begnügen uns mit Angeblichkeiten, die sich aus unserem fragmentierenden Illusionen ergeben. Verwandeln diese Oberflächlichkeiten in unserem Denken, indem wir sie wieder und wieder aufteilen, zu gigantischen Konstruktionen.

Die Unbedingtheit ist liebevoll!

Das ist die schwarze Farbe, die auf das leuchtende Bild der Unbedingtheit geschüttet ist! Das ist der stinkende Misthaufen den, jeder einzelne für sich, auf sie gekippt hat! Und es scheint uns so unendlich schwer, zu erkennen, das hinter dem, was wir uns da zusammen träumen, es mit den schrecklichsten Attributen versehen haben, die Unbedingtheit steht – und dass es eine liebende Unbedingtheit ist. Wir können ihr in Allem vertrauen.

Kein Grund zur Furcht mehr?

All unsere Angst ist unbegründet! Doch sie anzusehen, bedeutet, diesen Abgrund zu sehen, der die Trennung, die zwischen dem trügerischen Untergrund unserer Träume und unserer schwarzen Angst vor der Unbedingtheit besteht, ausmacht. Das heißt, – in die von uns selbst erschaffene Dunkelheit hineinzugehen – um zu erkennen, dass sie nie existiert hat. Wir springen von unserem Felsen, tun den Schritt in den schwarzen Schlund, und landen im demselben Augenblick auf goldenen Boden.

Reine, unabänderliche Freude?

Verstehen Sie, was das bedeutet, wenn Sie erkennen, dass diese Unbedingtheit liebevoll ist? Das ist pure Freude. Keine Angst, keine Sorgen sind da übrig. Platzen könnten Sie, vor Dankbarkeit. Es ist diese Erfahrung einer Taufe hin zum Sinn. Eine wahre Wiedergeburt, ein Wiedererkennen, ein Aufwachen. Ein Orgasmus, eine Zeugung, eine Geburt, hinein in unbedingtes Vertrauen, wie es vorher noch niemals erlebt werden konnte.

Vertrauensvolles Wissen um den richtigen Weg?

Vertrauen in die Schöpfung, in den Vater, an dessen Hand wir uns begeben, ohne auch nur den Hauch von Furcht. Gewiss, von ihm auf dem richtigen Pfad geführt zu sein. Möge der Weg auch ab und an steinig erscheinen. Wir wissen, jeder einzelne Kiesel, dem wir begegnen, liegt dort, wo er liegt, an der vollkommen richtigen Stelle. So wie auch wir in unserem Leben genau das richtige tun und sind, das nun so unbedingt, und mehr und mehr, von spürbarer Liebe der Schöpfung durchflutet wird. Hier ist das Sosein.

Fazit

Wenn wir erkennen, dass all die Hierarchien, aus denen wir usner Leben zusammengebastelt haben, von der Unbedingtheit in Liebe schon seit Beginn aller Zeit, seit aller Ewigkeit, der Unendlichkeit, aufgelöst sind, bleibt da nur noch das glückliche Vertrauen des kleinen Kindes. Des grinsenden Dummkopfes. Des meditierenden Buddha. Lasst die Kinder und die Narren zu mir kommen, denn ihrer ist das Himmelreich.

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Frieden in unserer Gesellschaft unmöglich?

Zehn Seelen wohnen, ach, in meiner Brust – Sind wir alle schizophren?

Wer sagt, Alles sei in Ordnung – ist strohdumm, verleugnet die Realität!