Das Sein im Gewahrsein

Vollkommenes Gewahrsein ist Erleuchtung?

Das vollkommene Gewahrsein ist der Zustand der Erleuchtung. Was für ein wunderbares, ein leichtes, ein beschwingtes Wort! Gewahrsein. Das heißt sehen. Die Wirklichkeit, die Wahrheit, begreifen. Sich des Urgrundes, der Quelle, in Vollkommenheit bewusst zu sein. Sie zu leben. Ich bin des Lebens gewahr. Jede geschenkte Sekunde wird zum goldenen Schimmer. Gewahrsein – das heißt, bewusst das Prana atmen – das Gefühl der Alleinheit verspüren, durchdringender, auflösender, Weise.

Dem Wesen der Dinge gewahr?

Im Gewahrsein hat sich die Welt des dualistischen Denkens bereits aufgelöst, zum dem Nichts, welches sie ist. Ihre Turbulenzen sind als Scharlatanerie entpuppt. Nichts davon berührt den, der dem Wesen der Dinge gewahr ist. Er ist zur Gänze hin erweitert, zu dem einen, heiligen Bestreben: Die Liebe weiter zu geben, in jeder Form, nach jeder Möglichkeit. Es ist sein Bestreben und innigster Wunsch, in dem er glücklich überquillt.

Nichts kann das Ganze berühren?

Nichts kann diese Sicht der Alleinheit, des Ganzen berühren. In vollkommener Ruhe, in bewegten Stillstand, lächelnd und sich liebend in die Ewigkeit des Jetzt verströmend – das ist der Buddha. Das, was das Dasein in der dualistischen Gedankenkonstruktion ausmacht, ist zur Gänze transzendiert. Ein andere, die herrliche, unbeschreibliche Wahrheit hat ihren Platz eingenommen. „Was hast Du vor der Erleuchtung getan?“ „Ich flocht Blumen.“ „Was tatest Du danach?“ „Ich flocht Blumen.“

Unwichtig?

Verstehst Du? ES IST NICHT MEHR WICHTIG! Es hat keinerlei Bedeutung mehr. Gewahrsein, – das meint Wissen. Durchdringendes Wissen. Es ist, als ob man selber das leere Unwissen sei, das fühlt, wie es mit warmer, weicher, alle Angst fortnehmender Kenntnis angefüllt wird. Und aus diesem Schatz wächst die Liebe. Er ist die Liebe – mit dem einzigen Verlangen zu expandieren – den Frieden und die Vergebung weiterzugeben – an die, die nicht sehen können.

Verrückte Ideen in einer chaotischen Welt?

Der, der sich im Zustand des Gewahrsein befindet, ist auch in der Lage zu heilen. Er sieht und begreift, verinnerlicht, dass Schmerz und Krankheit und Tod lediglich vollkommen verrückte Ideen in einer chaotischen Welt sind. Sein Vertrauen in die Kraft der Schöpfung, der Liebe, ist so stark, wie es mit keinerlei Worten zu beschreiben ist. Er weiß, dass es diese Dinge nicht gibt – und darum lösen sie sich auf.

Wundersame Herrlichkleit?

Das Leben im Gewahrsein der Liebe der Schöpfung, ist mit solcher Freude erfüllt, dass tatsächlich keine Wörter genug erscheinen, nichts was der menschliche Geist ausdrücken könnte, um seiner wundersamen Herrlichkeit auch nur im Geringsten gerecht zu werden. Es gibt keine Ansprüche mehr an diese Welt – darum steht der Freude und dem unbedingten Glück in eben diesem Universum auch nichts im Weg.

Hochfrequent?

Möchte man den Symbolismus der Energiefrequenzen des menschlichen Seins zur Verdeutlichung anwenden – handelt es sich sozusagen um „hochfrequentes Wissen“, das mehr oder weniger zwangsläufig eine Annäherung, Einstimmung der niederen Frequenzen bewirkt. Doch wie schnell klar wird, ist dieses Modell, alleine angesichts der Alleinheit, mehr als unzureichend. Es kann schlicht und einfach kein Modell des „Gewahrseins“ geben.

Fazit

Das Gewahrsein ist die vollkommene Selbstverständlichkeit des Seins im absoluten Jetzt. Es ist die schon immer existierende Vereinigung mit der Quelle, dem Urgedanken, der Liebe. Es gibt da keine Fragen mehr. Nur tatsächlich unendliches Vertrauen. Gefühltes Vertrauen. Gespürtes Vertrauen. Verinnerlichtes Vertrauen. Und dieses Vertrauen – es bereitet eine wahrhaft überirdische Freude dem, der es verspüren darf.

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