Was macht der Gottesbegriff mit uns?

Warum entscheiden sich die Menschen für den Sündengedanken?

Grundsätzlich stellt sich die Frage, warum viele Menschen einem Glauben anhängen, der sie ausgesprochen restriktiv behandelt, der ihnen Verbote und Beschränkungen en masse auferlegt. Viel mehr noch, dessen Grundprinzip und Zentrum aller finalen Diskussion der Tod ist? Eine Religion, auf europäischer Seite zum Beispiel, zutiefst verquickt in monetäre Dinge, eine Finanzinstitution, verwickelt in Progrome, Vökermorde, wie die Inquistion oder den Mord an Millionen Menschen jüdischen Glaubens?

Was macht einen Glauben der Vergänglichkeit so anziehend?

Was ist es, dass diese Religionen (wie reden hier von Christen und Muslimen) trotz ihrer offensichtlich agressiven Haltung den Menschen gegenüber, so anziehend gestaltet, dass sich die Menschen zu ihr bekennen? Offensichtlich, außer einer leicht durchschaubaren Fassade an Sprüchen über die Ewigkeit und das Paradies, ist da NICHTS. Und wir alle wissen das. Oder wissen es nicht. Sache ist: Es interessiert uns nicht, weil wir die Strukturen nicht erkennen können.

Die Kirche malt das Gottesbild?

Die ursprüngliche Botschaft, die Mohammed oder Jesus verkünden wollten, tatsächlich in ihrer Zeit den Menschen lehrten, die Botschaft der reinen Liebe – wurde nie wirklich verstanden. Und das, was nun in Koran und Bibel und in den unzähligen Edikten und Erlassen dieser Kirchen niedergeschrieben steht – das Gesetz des Glaubens – hat mit dieser Nachricht des Verzeihens und des Mitgefühls – überhaupt nichts mehr zu tun. Doch die “Kirche” vertritt, in den Köpfen der Gläubigen, Gott.

Über Generationen eingeimpft?

Der “Glaube” an diesen zweifelhaften, nie genauer beschriebenen Gott, der wird einem (sehr vielen Menschen) quasi mitgegeben. Eine Sache, die sich im Laufe von Generationen aufbaut. Das ist das auf Jahrhunderte angelegte Merchandising der großen Religionsgemeinschaften. Komplett eingebaut in unseren Alltag, funamentaler Bestandteil unseres Lebensrythmus, mit z. B. Feiertagen, mit Weihnachten und Ostern, Gottesdiensten. Ansonsten – Gott, der Glaube, ein Anhängsel, antiquarisch, das man eben mit durch sein Leben schleppt. (Ab und an muss man es herzeigen) Am Ende ist da jedoch nicht mehr allzuviel übrig, von diesem Gottesbegriff. Wir transformieren ihn ins Dingliche – damit geht die Wahrheit für uns verloren.

Gott eine Pappfigur auf einer hohen Säule?

Ja, der Schöpfer der Welt, das große Unbekannte, es ist zur Farce verkommen. Findet in unserem Leben nicht wirklich statt. Der Rationalismus – das ist die Vernunft der dualistischen Gedankenkonstruktion – hat einen dicken Nebel inszeniert, auf dem schleppen wir uns durch unser “Leben”. Das unendliche Glück und die Herrlichkeit, das wahre, wirkliche Leben aber, das der wirkliche, der wahre Gottesgedanke immer schon beinhaltete, bleibt verborgen hinter diesen Rauchschwaden der Egodynamik. .

Der Tand des Egolebens blendet uns?

Zudem geblendet vom Glitzern des Tandes, der als Lockmittel auf dem düsteren Pfad allüberall zu finden ist, laufen wir offenen Auges an unserer Wirklichkeit vorbei. Wir haben uns in unserem Denken selbst zu unwichtigen Spielfiguren degradiert. Wir haben uns herabgewürdigt, zu Sklaven des Konsums, obwohl wir klar erkennen, dass der Kreislauf in dem wir gefangen sind, lediglich Vorteile für die Mächtigen, die Skrupelosen bringt. Wir geben uns mit der uns zugewiesenen Kleinheit zufrieden.

Keine Zeit für Spielereien mit einem Gottesgedanken?

Diese grundsätzliche Einstellung dem Leben, dem Gesellschaftskonsens gegenüber, läßt uns rennen, auf dem Laufband, dass man für uns installiert hat. Da bleibt keine Zeit mehr für einen Gott. Dieser Gott wurde ins Wartezimmer verbannt, wir haben wichtigere Dinge zu tun. Überleben. Geld organisieren. Zu diesem Behufe hat man uns – ganz individuell – einen Rahmen zugebilligt. Und wir fügen uns diesem Plan einer Obrigkeit, ohne ihn zu hinterfragen.

Was lässt die Menschen im Nichtverstehen?

Diese Tatsache – nämlich dass wir nicht nach dem Hintergrund der Dinge fragen, nicht versuchen, zur Wurzel vorzudringen (um nämlich festzustellen, dass es in der dualistischen Idee keine gibt) scheint, trotz jeder Erklärung, immer noch irgendwie seltsam. Denn das Postive, das Überwältigende, das Schöne, das Erlösende, ist doch derart nah, offensichtlich, großartig, tatsächlich vorhanden. Wie kann es sein, dass die allermeisten Menschen einfach nicht sehen? Immer wieder diese Frage.

Offensichtliche Antwort?

Zweifel. Denn welches Hindernis gibt es noch? Es fällt schwer, die nächsten Worte zu schreiben, denn hier ist ein Urteilsgedanke am Werk. Doch diese Antwort als Lösung drängt sich auf:

Die Menschen sind zu dumm.”

Sie sind zu faul, jedenfalls. Doch wie man es auch dreht und wendet – eine Erklärung für diese Weigerung, die wundervolle, alles überglänzende Wahrheit zu erkennen, – ist ganz deutlich eine fehlende “Intelligenz”?

In die Dummheit gezwungen?

Halt, halt! Nicht ärgerlich werden! Man hat uns diesses “Verstehen” gestohlen! Es wird nunmehr versteckt, hinter schweren Nebelwolken der Gesellschaftsidee. Und diese Gesellschaftsordung, dieses Gedankensystem ist so primitiv, wie man es sich nur vorstellen kann. Da wir gezwungen sind, es zu adaptieren, wird uns quasi das Überleben in Dummheit zur Aufgabe gemacht. Und überall finden sich Beweise, dass dies die einzige Möglichkeit ist. Wir hilflos sind.

Bequemer Ausweg aus der Gottesfrage?

Das Gesellschaftsssystem ist in seiner Primitivität absolut brutal. Hier wird mit unumstößlichen Leitsätzen gearbeitet – und wehe, einer versucht, diese Scheinheiligkeiten aufzulösen – er steht sofort im Abseits. Neben, gegenüber, einer Mehrzahl an Menschen, die z. B. als Religionsgruppe in einem gewaltigen Machtsystem eingeordnet sind. Die ganz gut fahren, mit ihrem Bekenntnis zu dem, was von der (geistigen, kirchlichen ) Obrigkeit als Wahrheit proklamiert wird. Das hat viel, hat eigentlich alles mit einer durchaus “politischen” Einstellung zu tun.

Die Dinglichkeit kann keinen lebendigen Gott kennen?

So hat die Dinglichkeit der Gesellschaft einen lebendigen Gott, eine im Jetzt liebende Schöpfung, in ausgesprochen weite, unerreichbare Ferne gerückt. 100 000 Dinglichkeiten dazwischen gestellt. Und wenn man nicht gerade heilig ist, muss man auf diesen, dann letztlich endlich liebenden Gott, bis zum Schluss, bis zum Tod warten – und nach dem Ableben – gibt es immer noch das Problem mit den Sünden und der Hölle. Eine gar verzwickte Situation. Also – mitlaufen, mitkaufen, mitzelebrieren, miturteilen, mitsündigen, mitleiden – das Leben ist verdammt kurz und der liebe Gott ist überhaupt nicht da.

Die Belanglosigkeiten des Lebens halten uns blind?

Wir ersaufen in der Belanglosigkeit unseres Lebens. In den partitionierten meist verschwommenen Dinglichkeiten. Belanglosigkeiten, ursächlich. Denn, wenn Postionen, Standpunkte, Formen kompakt sind – wenn sie ehrlich sind – kann man mit ihnen umgehen. Und jeder nur einigermaßen “vernünftige” Mensch würde das Chaos erkennen, dass sich hinter all den Lebensbegrifflichkeiten dieses in Zweifel gelebten Denksystems verbirgt. Würde es sofort lachend verwerfen.

Das andere Bild nicht greifbar?

Wer würde sich mit Tod, Sünde, Gier, Krankheit identifizieren, wenn es doch eine herrliche, andere Möglichkeit gibt? Doch, wir kommen erst gar nicht dazu, irgendetwas von einer anderen Möglichkeit des Verstehens zu erkennen, erkennen zu können – sobald wir es nämlich zu fassen (erfassen) versuchen – löst sich dieses Bild in Millionen von winzigen Teilchen auf, die keiner Vernunft, keiner Argumentation mehr zugänglich sind.

Gefesselte Subjektivität?

In unserer Trennung von Gott sind wir in einer von der Gesellschaftsidee beschriebenen, höchst individuellen Subjektivität der Wahrnehmung gefangen. Jede der Anforderungen, die so aus dem allgemeinen Konsens der Existenz eines – wie auch immer – strafenden Gottes stammt, dient lediglich dazu, uns noch weiter in diese klebrige Argumentation der Vergänglichkeit hinein zu ziehen, die so wunderbar einfache, segensvolle Wahrheit zu verheimlichen.

Strafender Gott?

Der Grund für die Tatsache, dass die Schöpfung, Gott, nicht nur unendlich weit von uns entfernt zu sein scheint, sondern vielmehr auch noch eine strafende Entität ist, die uns für unsere Sünden zahlen lässt, ist die Tatsache unserer Blindheit. Wir taumeln wie in einem dichten nicht durchschaubaren Schneetreiben aus gesellschaftlichen Regeln, Moralismen, Ansprüchen, Gesetzen, kümstlich erschaffenen, manipulierten Gefühlen.

Der Stärkere gewinnt?

Und nur so, das ist universale, feste Überzeugung, also in einer Darwinschen Schlachtaufstellung, kann das Leben auch funktionieren. Der Stärkere gewinnt. Was und wozu – ist vollkommen nebensächlich. Dass es hier vollkommen grundsätzlich an einem Sinn mangelt, das wird mit oben beschriebenen Schneetreiben aus partitionierten Blendereien, zur Gänze unter den Teppich gekehrt. Es läuft auf ein “Friß oder stirb!” hinaus, gegen das nur schwer anzugehen ist, solange Angst vorherrscht.

Selbsterkenntnis?

Würden die Menschen die vollkommene Gnade, die Liebe und Fürsorge, die ihnen ihr Vater, ihre Mutter, die Liebe, die Schöpfung, Gott, sie sich selbst, anzubieten wissen, auch nur einen Augenblick lang wirklich erkennen können- nie mehr würden sie der Welt der Partionierung Beachtung schenken. Sie (diese Welt) würde sich (in der Tat passiert das meist gemächlich) auflösen – zu dem Nichts, das sie schon immer darstellte. Ihre Nichtexistenz, oder besser, ihre von “Aussen” ins Nichtbewusstsein projizierte Scheinexistenz, würde offenbar.

Bereicherung des überkommenen Machtgefüges?

Die Erkenntnis ist– dass die Drohung mit einem Tod, mit Hölle und ewiger Verderbnis, die Formatierung unseres Lebens mit scheinheiligen, ehtischen und moralischen Grundsätzen, final nur der Bereicherung des Machtgefüges dienen. Sie erschaffen eine Art von Sklavengesellschaft in Christi/Mohammed, einem omnipotenten, grausamen, gleichgültigen Gottersbild. Und wir akzeptieren diese Beschreibung! Wir ziehen uns diesen Schuh an!

Nahtlose, aalglatte Persönlichkeitsbilder?

Und es ist nicht nur ein Schuh, nicht lediglich eine Maske – es ist ein nahtlos anliegender Ganzkörperanzug. Um die Wahrheit zu erkennen, müssen wir uns selbst demontieren, müssen unter die aalglatte Schicht unserer Hülle. Und wer möchte schon gerne nackt sein? Die Hülle ist ja auch eingebildeter Panzer, – wer möchte denn wehrlos sein? Das Tragen dieses Anzugs, (alle tragen ihn) so wissen wir – jeder sagt es – ist Grundbedingung, um in der aufoktruierten Idee der Gesellschaft überleben zu können.

Der Dualismus versucht alles zu erfassen?

Die Idee des Dualismus ist bis auf das Äußerste bestrebt, vollkommen absolut und durchdringend zu sein. Was wir in unserem Leben in der Gesellschaft gelernt haben, ständig als subtile Aufgabe vermittelt bekommen, (Selbstreflexion) ist, die Dinge (Dinglichkeiten), auch Überzeugungen, Beweise zu finden, die diese Tendenz des Durchdringens des Teilungsgedankens, bis hin zur Unkenntlichkeit, bestärken.

Sinn in Strukturen aus Vergänglichkeit, Sünde und Urteil?

Aus dieser, in Bezug auf spirituelle Wahrheit höchst ungünstigen Position, versuchen wir nun, (weil wir wissen, dass es ihn gibt – dieser kleine Lebenszweifel lässt sich nicht ausräumen) den wahren Sinn des Daseins zu finden. Und wo suchen wir? In der dualistischen Egokonstruktion, die sich aus Tod, Krankheit und Gier und Sünde definiert. Denn man hat uns unser Leben lang glaubhaft versichert, dass dies die Wirklichkeit ist – man hat uns beschrieben, wie Realität aussieht. Wo anders sollten wir also auch suchen?

Falscher Blickwinkel?

Wir suchen also die Liebe – in einer Welt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, diese Liebe zu zerreissen, zerstörend zu definieren, der Vergänglichkeit, dem Vergehen, dem Zweifel zuzuordnen. Dabei ist dies nun kein willentliche Bösartigkeit eines (wie auch immer) Teufels. Des Bösen. Es ist lediglich ein Fehler (!) in der Perspektive. Es fehlt (!) uns der Überblick. Weshalb? Weil eine der Prämabeln unseres “Ich-Daseins” ist, möglichst gebückt zu laufen, zuzeiten auch zu kriechen.

Wir beurteilen uns?

Unser Gott ist irgendwo, aber nicht hier. Wir leben Kleinheit. Wir definieren uns. Und das alleine beutetet schon, dass wir uns eingrenzen. Noch dazu kommt unsere Definition unseres Seins, diese umfassende Eingrenzung, nicht von uns selbst. Wir spiegeln nur.Wobei Inspiritaion und Intuition, Kreativität, ein freiheitliches Selbstverständnis auf den Stufen vor dem grauen Egopalast, wo wir uns in die lange Reihe der Trauernden des Lebens auf dem Weg zu unserem Grab eingereiht haben, liegen geblieben sind. Wir haben sie niemals wirklich gekannt. Immer nur einen Käfig im Käfig erlebt.

Wahrheit zur vollkommen Unkenntlichkeit verschlüsselt?

Was also passiert ist, ist das die wahre Begrifflichkeit dessen, was Gott, die Schöpfung ist, untergegangen ist, in der milliardenfachen Aufsplitterung dieses äußerst einfachen Wertesystems der Liebe (das keine Werte kennt) zu einer derart abwegig kryptografischen Angelegenheit geworden ist, dass wir einerseits einfach nicht genug Gehirnkapazität besitzen, um diesen Knoten aufzulösen. Zum zweiten überhaupt nicht erkennen, dass diese Symbolik, die wir nicht verstehen, überhaupt einen Knoten darstellen. Oder ein Tor, die Pforte zur Wahrheit.

Die Wirklichkeit ist immer bei uns?

Der Gott, (das positive Schöpfungsprinzip)von dem wir wissen, dass er existiert, (diese Information ist uns tief in unserem Inneren gegeben), dieser Gott, der nichts zu tun hat, mit dem von den großen Kirchen beschriebenen Gottesfiguren und den Folgerungen, (Gesetzen, Geboten, “Sünde”) die gezogen wurden, um einer “Religion” Gestalt zu geben. Dieser “andere”, nur vage aufscheinende Gott, der lediglich ein subtiles gutes Gefühl ist, ein hoffnungsvolles Zweifeln, an dem, was gelernt, überliefert, wurde, – er ist ganz Nahe. Dieses nicht zu beschreibende, hintergründige Empfinden – das ist die Liebe. Die Liebe Gottes. Das ist Gott.

Die Gesellschaftdynamik hält die Liebe verborgen?

Und leider bleibt uns das, was dieser Gott – der die Wahrheit ist – bedeutet, zumeist sehr, sehr lange verborgen. Doch nicht etwa weil es ein Geheimnis wäre – sondern, weil uns von den diversen, ausgesprochen rabiaten, Gesellschaftsdynamiken der Wille genommen wurde, über eine Beschreibung unseres Selbst hinauszugehen (wir können nur mit Beschreibungen existieren) – weiter der Wille genommen wurde, zu verstehen, dass diese Beschreibung, egal wie sie in diesem Rahmen, der eben dualistisch, aufteilend, partionierend ist, in Erscheinung tritt, – immer Kleinheit bedeuten muss. Die dualistische Idee ist der Gedanke der Kleinheit, der Begrenzung. Den die Gesellschaft auslebt.

Fazit

Solange wir, die wir in informativer Abhängigkeit von der Gesellschaft existieren – uns also aus dieser Position heraus einen Gott heraufbeschwören, beschreiben, wird dieser der Gott der Gesellschaft bleiben. Das goldene Kalb. (Bestimmt hervorragend verkleidet.) Und da rütteln auch noch so viele Opfer, Entbehrungen, Kasteiungen, Spenden und Beichten nichts daran. Nichts wird diesen “Gott” verändern, der sich aus dem Urteilsdenken heraus beschreibt. Nicht jahrelange Meditation und nicht das stundenlange rezitieren von Gebeten.

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